Our “Culture magazines Rudolfshausen Castle” are collections and editions by Helene Walterskirchen in which she writes about her own culture and peace culture projects and events in the form of reviews and previews. In addition she deals with “21st century culture philosophy” and writes about current cultural views and developments in the areas of life, social and intellectual culture. The portraits by Helene Walterskirchen of different cultural personalities on the basis of preceding personal conversations show how much we are cultural beings and cultural models for others. Even if the “Culture magazine Rudolfshausen Castle” considers itself as a trans-regional medium it also deals with regional matters of western Bavaria, in particular Landsberg am Lech. The workplace of Helene Walterskirchen and her team is in Holzhausen which is located in that region.

The “Culture magazine Rudolfshausen Castle” is not a cultural calendar or event program of a particular region but rather a current and high-quality cultural philosophical medium following our avant-garde cultural philosophy where cultural beings who are in line with our cultural philosophical streaming can participate. All cultural articles are neutral in terms of culture, religion, science and economy and are not oriented towards the social mainstream. The “Culture magazine Rudolfshausen Castle” is free from any advertisement or paid contributions.

 

Friedensspirit im Rahmen der Kreiskulturtage

Friedensspirit im Rahmen der Kreiskulturtage

Friedenskultur von Helene Walterskirchen:
Lebendes Friedensband – eine Holzhausener Friedenspremiere

Sie führten die Menschenkette und die ausgerollte Friedens-Banderole an: Günter Först, Bürgermeister der Gemeinde Igling, und Helene Walterskirchen, Leiterin des Friedenskulturzentrums Schloss Rudolfshausen

Holzhausen in der Gemeinde Igling beheimatet nicht nur eine ländliche Kultur, sondern ist auch mit dem Friedenskulturzentrum Schloss Rudolfshausen Zentrum einer beachtlichen regionalen und überregionalen Friedenskultur. Hauptwerk des Friedenskulturengagements unter dem Dach des gemeinnützigen Kultur- und Bildungsvereins Admacum e.V. ist die im Jahr 2010 von Helene Walterskirchen ins Leben gerufene Friedens-Banderole, gedacht als weltumspannendes Volkskunstwerk und Zeitdokument des Friedens.

Im Laufe von sieben Jahren ist das Endlosstoffbanner auf ca. 1,7 km angewachsen und es haben sich mehrere tausend Menschen darauf verewigt – mit ihrem Namen, Friedenssprüchen und vor allen Dingen Friedensmalereien. Das imposante Volkskunstwerk des Friedens, das für einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde reif ist, hat die Gründerin und den ersten Bürgermeister der Gemeinde Igling, Günter Först, im Herbst vergangenen Jahres, anlässlich der 5-Jahres-Jubiläumsfeier des Friedenskulturzentrums Schloss Rudolfshausen, inspiriert, die Friedens-Banderole bei nächster Gelegenheit zwischen dem Schloss in Richtung Igling in Form einer Menschenkette zu spannen und so das Endloskunstwerk einmal im Gesamten zu präsentieren. Der Bürgermeister, der auch Kreiskulturrat des Landkreises Landsberg ist, ermöglichte die Einbindung dieses besonderen Events in die Kreiskulturtage, die vom 24.6. bis 9.7.2017 im Landkreis Landsberg mit vielen unterschiedlichen Kulturevents stattfanden.

Ca. 50 Menschen fanden sich am Sonntag, den 25. Juni, am Schloss Rudolfshausen ein, um die Menschenkette für das lebende Friedensband zu bilden, allen voran Schüler, Lehrer und Eltern der Grundschule Igling sowie Leiter, Betreuer und Bewohner des Magnusheims in Holzhausen. Um 15.00 Uhr begann das Event mit Ansprachen von Helene Walterskirchen und Günter Först sowie dem extra für die Friedens-Banderole komponierten Friedenssong „Zeig mir deinen Frieden“, den der Musiker Martin Schlögl präsentierte.

Mit einer bewundernswerten Motivation, viel Improvisation und einer heiteren Sommerlaune, trotz kräftigen Wolken am Himmel, wurde anschließend die Kette gebildet und jedem sein Teil der Friedens-Banderole in die Hände gedrückt. Für diejenigen, die am Anfang standen, hieß es nun Geduld zu üben, denn es dauerte eine Weile, bis alle 50 Personen ihr Stück der Banderole in der Hand hielten. Es ging jedoch nicht viel weiter als bis kurz vor das Ende des Ortsschildes. Was dann fehlte, waren schlichtweg weitere Menschen, um die Kette fortzuführen, denn Friedens-Banderole-Material gab es noch genug, um die Straße nach Igling zu säumen.

So war das lebende Friedensband dieses Mal eine rein Holzhausener Sache, die allgemein viel Aufsehen erregte, denn eine derartige Veranstaltung hatte noch niemand gesehen.

Abschließend entstanden neue Friedensbilder bei der Malaktion im Dorfgemeinschaftshaus Holzhausen. Vorne am Maltisch: Gemeinderat und Kirchenpfleger Joachim Drechsel, früherer Schulleiter der Regens WagnerSchulen in Holzhausen, rechts Friedens-Banderole Mitarbeiterin Tanja Berg

Über die Aktion gibt es zwei Youtube-Videos im Kanal „Die Friedenskolumne mit Helene Walterskirchen“ mit dem Titel „Lebendes Friedensband“: ein Video zeigt die Einführungsrede und das andere die Ausrollaktion.

Frieden mit dem Lebensschicksal

Frieden mit dem Lebensschicksal

Die Friedens-Kolumne von Helene Walterskirchen:
Frieden mit dem Lebensschicksal


Wenn wir Kinder oder Jugendliche sind, wissen wir nicht, was das Leben für uns bereithält. Erst mit den Jahren offenbart sich unser Lebensschicksal mit all den Ereignissen, die uns oft in Mark und Bein erschüttern: ein Elternteil wird schwer krank und stirbt, wir werden in der Ehe von unserem Partner/unserer Partnerin betrogen, wir verlieren unser Kind durch einen Unglücksfall, wir erkranken schwer an Krebs, wir machen einen geschäftlichen Verlust, der uns unsere Existenz kostet und so fort. Dann stellen wir uns oft die Frage: „Warum?“ und weiter: „Warum passiert ausgerechnet mir das? Warum kann ich nicht Glück in meinem Leben haben? Warum habe ich immer nur Unglück?“ Wir kommen dann in Unfrieden mit unserem Lebensschicksal.

In solchen Momenten fühlen wir uns vom Schicksal schlecht behandelt und von Gott/den himmlischen Mächten verlassen. Wir verstehen nicht, warum andere Menschen scheinbar so viel Glück haben, wir hingegen nicht. Was haben wir falsch gemacht? Es fällt uns oft schwer, das Gute zu sehen, das uns in diesem Leben auch geschehen ist. Wir begreifen nicht, dass jeder Mensch sein ganz persönliches Schicksal für dieses Leben hat, das auf vielen Faktoren begründet ist, beispielsweise wichtige Lernlektionen für die Entwicklung der Persönlichkeit, Ablegen von Naivität, Ausstieg aus polaren Sicht- und Verhaltensweisen, Aneignung von Toleranz und Verständnis, Transformation von Egoismus in Altruismus usw.

Man spricht nicht umsonst von „der Schule des Lebens“, in der wir uns alle befinden. In dieser Lebensschule hat jeder „Schüler“ seinen ganz eigenen Lehrplan, den er zu lernen und zu absolvieren hat. Es ist eine bekannte Tatsache, dass der Mensch am besten aus Ereignissen lernt, die ihn tief im Inneren treffen, ihn verletzen und „ausknocken“. Die schönen und guten Ereignisse hingegen werden selten zum Anlass genommen, etwas zu verändern.

Wenn wir beispielsweise körperlich gesund sind, werden wir kaum etwas an unserer Ernährung ändern und verbessern. Erst wenn wir schwer oder gar lebensgefährlich krank werden und unser Leben bedroht ist, sind wir offen dafür, bestimmte Nahrungsmittel oder Speisen, die unserer Gesundheit schaden, nicht mehr zu essen und etwas Grundlegendes an unserer Ernährung zu ändern und zu verbessern.

Wenn wir beispielsweise Auto fahren und zur Sorte der Raser gehören, die häufig die Geschwindigkeitsbegrenzungen übertreten, werden wir nichts an unserem Verhalten ändern, solange alles gut läuft. Erst wenn wir einige Male in Radarfallen geraten sind, wenn wir hohe Bußgelder gezahlt und Strafpunkte eingeheimst haben oder wenn wir gar unseren Führerschein deswegen verloren haben, werden wir bereit sein, etwas zu ändern. Dann dürfen wir uns Gedanken über Themen machen wie Rücksichtnahme, Einhalten von Regeln, Anpassung usw.

Wenn sich in diesen Momenten der Autofahrer über sein Lebensschicksal beklagen würde, das doch scheinbar so ungerecht zu ihm ist – „andere fahren auch zu schnell und denen passiert nichts!“ – ginge das an der Sache vorbei. Es geht hier nicht um die anderen, sondern um ihn, um seine Anmaßung zu glauben, er könne sich über alles hinweg setzen und tun und lassen was ihm im Straßenverkehr gefällt. Diese egoistische Haltung abzulegen ist ganz offensichtlich ein wichtiges Thema in seinem Leben, ist also somit sein Lebensschicksal.

Jeder von uns ist in seinem Leben mit seinem ganz persönlichen Lebensschicksal konfrontiert. Es mag so scheinen, als ob manche ein ganz besonders schweres Lebensschicksal haben und andere ein etwas Leichteres, aber keiner ist ohne Lebensschicksal. Jeder hat seine Lernaufgaben in diesem Leben: der eine muss lernen zu teilen, der andere zu lieben, der andere zu verzeihen, der andere zu glauben, der andere zu vertrauen usw.

Nehmen wir unser Lebensschicksal an und lösen wir die darin enthaltenen Lernaufgaben möglichst rasch und zügig auf! Kommen wir in Frieden mit unserem Lebensschicksal! Dann wird unser Lebensschicksal nicht zum Kampf oder Krampf, sondern zu einem wunderbaren Fließen.

Trinkwasser – Lebensstoff oder Schadstoff?

Trinkwasser – Lebensstoff oder Schadstoff?

von Alexandra und Helene Walterskirchen:
Trinkwasser – Lebensstoff oder Schadstoff?


Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel. Der Körper besteht zu ca. 70 % aus Wasser, weshalb der Mensch täglich Trinkwasser (empfohlene Richtmenge mind. ca. 1,5 l) benötigt, um überleben und gesund sein zu können. Dabei spielt die Qualität des Wassers eine entscheidende Rolle, denn nur qualitativ hochwertiges und sauberes Trinkwasser ist Lebens- und Gesundheitsquell – ein mit Schadstoffen belastetes Trinkwasser wirkt sich schädlich auf die Gesundheit aus. Sauberes Trinkwasser gilt daher als wichtigstes Gut der Menschheit.

Leider hat ein großer Teil der Menschen dieser Welt heute keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, beispielsweise in Ländern wie Indien, Mosambik, Madagaskar oder Ägypten. Neben Dürre ist die Verschmutzung des Wassers die Ursache, denn das Wasser, das aus dem Hahn fließt, ist nicht genießbar, ja mehr noch, es ist in höchstem Maße gesundheitsschädlich. Wer beispielsweise nach Ägypten reist ist, kennt es: Reiseveranstalter ermahnen ihre Kunden, nur ja nicht Wasser aus dem Wasserhahn zu trinken, sondern ausschließlich Flaschenwasser zu verwenden, selbst zum Zähneputzen, und in den Bädern der Hotels stehen neben den Wasserhähnen Schilder mit dem Hinweis „don’t drink“.
Wie steht es nun mit dem Trinkwasser in unseren Breiten? Ist es qualitativ hochwertig und unbedenklich? In einer Sendung des ARD, Planet Wissen, mit dem Titel „Wasser zum Trinken – Was darf’s denn sein?“, vom 26.07.2017, konnte man folgendes erfahren:

„Dafür, dass unser Trinkwasser ein Qualitätsprodukt bleibt, sorgen über 6000 Wasserversorgungsunternehmen. Die deutschen Trinkwasserkontrollen gehören zu den schärfsten weltweit. Sie garantieren Trinkwasser in Spitzenqualität. Weit über 99 Prozent des deutschen Trinkwassers sind ohne Beanstandungen.

Trinkwasser wird in Deutschland zu 64 Prozent aus Grundwasser gewonnen. Der Rest kommt aus Oberflächen- und Quellwasser. Durch die Aufbereitung und Reinigung wird aus Grund- und Oberflächenwasser genießbares Trinkwasser.
Dabei wird das Wasser gefiltert, nach Bedarf auch desinfiziert, entmineralisiert, enthärtet oder entsäuert. Es werden chemische, physikalische und biologische Verfahren eingesetzt, um eine durchgehend gute Qualität zu garantieren.[ …]“
In einer Sendung von 3sat mit dem Titel „Gefährliches Trinkwasser“ vom 16.11.2012 bekam man dagegen folgende Informationen:

„Im Zeitraum von 1951 bis 2005 wurden mit Billigung der zuständigen Behörden auf deutschen Äckern mindestens 13.000 Tonnen giftiges und radioaktives Uran ausgebracht. Dieses könnte zu einem gravierenden Umweltproblem werden, so Prof. Dr. Ewald Schnug vom Julius-Kühn-Institut. […]

Sehen Sie am Freitag, 16. November 2012, 20.15 Uhr eine spannende Spurensuche. Autor Dethlev Cordts spricht mit den Verantwortlichen, besucht das kleine Dorf Palmzin in Mecklenburg-Vorpommern und die Phosphatminen Marokkos. Ergebnis: Jahrzehntelange Schlamperei, Desinformation und Ignoranz von Seiten der Industrie, der Behörden und Ministerien haben zu einer nachhaltigen Verseuchung deutscher Böden und einer flächendeckenden Bedrohung der Trinkwasservorräte geführt. […]“

Wie so oft: Die einen behaupten dies, die anderen jenes und jeder führt Beweise an, dass er Recht und der andere Unrecht hat. Der verunsicherte Verbraucher sieht sich dadurch in der Situation, selbst aktiv zu werden und wir wurden aktiv. Darüber möchten wir nachfolgend berichten:

Als wir vor vielen Jahren einmal in den Schweizer Bergen beim Wandern reines Quellwasser aus einem am Berghang sprudelnden Bach mit der Hand in den Mund geschöpft und getrunken haben, stellten wir mit Erstaunen fest, dass Wasser auch anders schmecken kann als das schal und oft nach Chlor schmeckende Leitungswasser, nämlich frisch, rein, belebend, perlend, weich und mineralisch-aromatisch.

Da wir jedoch leider nicht in den Schweizer Bergen leben und täglich zur Quelle gehen können, mussten wir andere Möglichkeiten finden, um das frische, reine Quellwasser à la Schweizer Berge zu uns nach Hause zu bringen.

Im Jahr 2008 stiegen wir auf hochwertiges, mit Gütesiegel ausgezeichnetes Flaschenwasser aus dem Bio-Markt um und blieben für einige Zeit dabei. Das Wasser hatte einen relativ guten Geschmack, auch wenn es nicht so frisch wie aus den Schweizer Bergen schmeckte. Das viele Flaschentragen jedoch war mühsam und unser hoher Verbrauch an Wasser zudem mit entsprechenden Kosten verbunden. Nie waren genügend Wasserflaschen im Haus. Außerdem blieb die Thematik des ungefilterten Leitungswassers in der Küche bestehen. Wir konnten nicht auch noch Flaschenwasser verwenden, um unser Gemüse zu waschen oder zu kochen.

Eines Tages lasen wir in der Zeitschrift „Ökotest“, dass unser vermeintlich gutes Bio-Wasser mit „ungenügend“ bewertet worden war. Dies machte uns bewusst, dass auch Flaschenwasser nicht die Lösung war. Für ein Weile holten wir uns frisches Wasser von einer nahegelegenen Quelle im Wald, bekamen aber dadurch eines Tages eine schwere Magen- und Darminfektion, die auf erhöhte Keimbelastung zurückzuführen war. Leider sind die alten Quellen und ihr Wasser heutzutage durch die Landwirtschaft und den vielen Kuhdünger sowie die Pestizide oft nicht mehr trinkbar!

Im Jahre 2013 wollten wir mehr über unser Trinkwasser in Schloss Rudolfshausen in Holzhausen, Gemeinde Igling (nahe der Stadt Landsberg am Lech) erfahren. Wir entnahmen Wasserproben aus dem Wasserhahn in der Küche und aus dem an das Leitungswasser angeschlossenen Carbonit-Filter-Hahn, den wir vor einigen Jahren hatten einbauen lassen. Beide Proben ließen wir im Labor des Umwelt-Analyse-Zentrums der Salucor GmbH in Filderstadt analysieren. Nicht lange danach erhielten wir die Testergebnisse und staunten nicht schlecht:

Der Test zeigte, dass unser vermeintlich so gutes Leitungswasser ziemlich verkeimt war (Gesamtkeimzahl 36°C pro ml: > 20.000, bei 22°C pro ml: > 20.000). Zudem wurde bei Nickel der Grenzwert der WHO von 70µg/l mit 239µg/l weit überschritten! Das Wasser war außerdem sehr hart, weshalb Wasserkocher, Töpfe, Spülbecken usw. schnell verkalkten.
Die Carbonit-Wasserprobe ergab ein teilweise verbessertes Ergebnis in Sachen Metalle und Nickel, jedoch war die Keimbelastung weiterhin ziemlich hoch, so dass das Wasser keine Trinkwasserqualität aufwies (statt 20.000 pro ml wie beim Leitungswasser waren es hier „nur“ 10.000 Keime).

Zum Vergleich ließen wir auch Regenwasser aus unserer Eichenholz-Regentonne prüfen. Dieses hatte bessere Werte als unser Leitungswasser, auch wenn es keine Trinkwasserqualität besaß! Es wies keine Schwermetalle auf. Gesamtkeimzahl: bei 36°C pro ml: > 4400, bei 22°C pro ml: > 400. Wir waren nahe daran auf Regenwasser umzusteigen! Um ganz sicher zu gehen, ließen wir einige Wochen später nochmals eine Regenwasserprobe analysieren und waren ziemlich betroffen über das Ergebnis: Es wies übermäßig viel Aluminium 720 µg/l, Eisen 514 µg/l und Keime von 2000 bis 10 000 pro ml auf. Zudem wurden coliforme Keime im Wasser gefunden. Die Lösung „Regenwasser“ war damit vom Tisch!

Vielleicht war Flaschenwasser doch die bessere Lösung? Vorher jedoch musste das Flaschenwasser zur Analyse ins Labor, denn unser Vertrauen in das Lebensmittel „Wasser“ war auf dem Nullpunkt angelangt. Das Testergebnis war niederschmetternd: das als hervorragend und hochwertig angepriesene Flaschenwasser wies ebenfalls Keime und zu viele Schwermetalle auf!

Wir rätselten: waren womöglich die Wasserrohre in unserem 430 Jahre alten Gebäude die Ursache für die schlechte Trinkwasserqualität? Auf Anraten des Labors schickten wir eine Probe des Leitungswassers am Hauseingangsrohr zur Untersuchung ein und staunten nicht schlecht, als wir die Testergebnisse erhielten: bis auf erhöhte Nitrat- und Nickelwerte war nichts Außergewöhnliches an Metallen festzustellen und das Wasser erfüllte endlich die hygienischen Anforderungen der Trinkwasserverordnung, auch wenn noch 26 Keime pro ml feststellbar waren. Die Ursache für das schlechte Wasser, das aus unseren Wasserhähnen floss, waren unsere alten Rohre und Wasserhähne im Schloss! Was aber sollten wir tun? Wir konnten nicht so einfach die alten Leitungen entfernen und neue einbauen lassen!

Im Zuge unserer Recherchen für Abhilfe und Verbesserung kamen wir auf Wasserfiltergeräte, die uns eine qualitativ hochwertige Wasserqualität ermöglichen konnten. Ein guter Bekannter, Heilpraktiker von Beruf, empfahl uns das Wasserfiltergerät artesia24 NaturPur von der Firma H.Preiss. Er gab uns eine Wasserprobe zu trinken und wir konnten so feststellen, dass es gut und frisch schmeckte. Er gab uns zwei Proben mit: eine von seinem Wasserhahn in der Küche, also Leitungswasser, und eine von dem an den Wasserhahn angeschlossenen Artesia-Gerät. Wir ließen beide Proben in unserem bekannten Labor prüfen. Das Testergebnis sprach für sich:

Das Leitungswasser wies erhöhte Werte an Nickel, Nitrat und Blei auf, die gerade noch im Grenzbereich der WHO lagen. Doch die Keimbelastung war ziemlich hoch: Gesamtkeimzahl: bei 36°C pro ml: > 5 000, bei 22°C pro ml: > 1 000.
Das Osmose-Filter-Wasser artesia24 NaturPur der Firma H. Preiss dagegen hatte vorbildliche Testergebnisse: Es wies keine Schwermetalle auf. Das Wasser war rein und sehr weich. Es gab keine Keimbelastung.

Nach diesem Testergebnis stand für uns fest: Wir kaufen uns das Wasserfiltergerät artesia24 NaturPur. Gesagt, getan. Seitdem genießen wir unser tägliches Trinkwasser, denn wir wissen: es ist gut, es ist gesund, es tut uns wohl. Wir haben permanent das Gefühl, Wasser aus einem Schweizer Gebirgsbach zu trinken.

Wir verwenden unser gefiltertes Osmose-Wasser nicht nur zum Trinken, sondern auch zum Kochen, für Tee, zum Waschen von Salat und Gemüse, zum Einmachen von Sauerkraut, zur Gesichtspflege und zum Haare waschen. Es ist für alles ideal, da es keinen Kalk aufweist und weder den Geräten noch den Haaren schadet. Durch den Speicher haben wir fast immer genügend Wasser zur Verfügung, auch wenn wir mal mehr Wasser brauchen oder das Wasser in der Gemeinde abgeschaltet wird.

artesia24 NaturPur – Wasseraufbereitung nach dem Vorbild der Natur (Text von Firma H.Preiss)

„Gründer und Visionär Helmut Preiss hat bereits sehr früh verstanden, dass reines Wasser eine enorme Wirkungsfähigkeit auf uns hat. Jedoch bleibt dieses Potential vielen Menschen verborgen. Auf diesem Gedanken hat er das Unternehmen H.Preiss International aufgebaut und mittlerweile zu einem erfolgreichen Unternehmen im Bereich der Wasseraufbereitung geführt.

Bei der Aufbereitung wird auf die Membran-Technologie zurückgegriffen. Diese filtert bis zu 99,9 % der Fremdstoffe aus dem Wasser, inklusive derer, die von keiner Aufbereitungsanlage zuvor erfasst und eliminiert werden konnten. Diese Technologie wird unter anderem in der Raumfahrt, auf Kreuzfahrtschiffen, in der Lebensmittelindustrie, Gastronomie und auch Pharmazie angewendet.

Artesia24 NaturPur von H.Preiss International reinigt nicht nur das Wasser, sondern das Wasser wird durch einen speziellen Wasser-Aktivator bio-energetisch aktiviert, was durch viele Studien nachgewiesen wurde. Somit ist die mehrstufige und ganzheitliche Aufbereitung in dieser Form weltweit einzigartig. Das Wasser wirkt vitalisierend und belebend auf den Menschen aber auch auf Tiere, Pflanzen und Lebensmittel.

Die Technologie ist konzipiert um mehr Lebensqualität, Genuss und Nutzen zu garantieren, Nachhaltigkeit zu erreichen und langfristig die wichtigste Ressource, Wasser, und unsere Umwelt zu schonen.“

Wasserallee 1-3
91472 Ipsheim
Tel. +49 (0) 9846/ 977 93 0
info@hpreiss.de
www.trink-was-reines.de
www.hpreiss.de

© H.Preiss International

 

 

Manfred Epp – Allgäuer EM-Pionier

Manfred Epp – Allgäuer EM-Pionier

Unternehmer-Kulturportrait von Helene Walterskirchen: Manfred Epp – Allgäuer EM-Pionier

Manfred Epp (links) und Sohn Hans Epp mit der Autorin an der Eingangstüre zu Epp’s Hofladen

An einem sonnigen Spätsommertag führte mich mein Weg nach Haldenwang im schönen Allgäu. Es erinnerte mich an meine Kindheit, in der ich oft in den Sommerferien zu meiner Tante in die Nähe von Sonthofen (Allgäu) gefahren bin, wo sie an einer Grundschule (damals Volksschule) als Lehrerin unterrichtete. Mein Ziel an diesem Tag lautete: EM-Technologie Zentrum Süd, Epp’s Hofladen, 87490 Haldenwang, Haldenwangerstr. 11. Bei meiner Ankunft zeigt sich mir eine stattliche, große, mit Holz verkleidete Halle, in der sich das EM-Technologie Zentrum Süd sowie der Epp‘s Hofladen befindet, zusammen mit dem angrenzenden landwirtschaftlichen Biolandhof Epp.

Johann Epp, der sich uns, meinem Mitarbeiter und mir, leger als Hans Epp vorstellte, nahm uns in Empfang. Der 28-Jährige ist 2016 seinem Vater Manfred als Geschäftsführer des EM-Technologie Zentrums Süd nachgefolgt, zudem betreibt er den Biolandhof Epp. Obwohl das Allgäu zu Bayern gehört, haben die Allgäuer doch eine ganz eigene Mentalität, wie ich bereits als Kind bei meinem Onkel, dem Mann meiner besagten Tante feststellen konnte. Es ist nicht nur der Allgäuer Dialekt, sondern die etwas karge und herbe Art in der Ausdrucksweise, hinter der sich Werte wie Bescheidenheit, Familienzusammenhalt, Respekt vor Mutter Erde, der Schöpfung und den Geschöpfen, Fürsorge, Zähigkeit und Ausdauer verbergen, die mit einem kräftigen Schuss Geschäftssinn gewürzt sind.

Sein Vater, Manfred Epp, Jahrgang 1956, ist derjenige, der das EM-Technologie Zentrum Süd, zusammen mit Norbert Weimann, gegründet und zu einem erfolgreichen Epp‘schen Familienbetrieb aufgebaut hat. Schwenken wir zurück in die Zeit Ende der 1990er Jahre – kurz vor der Jahrtausendwende: Manfred Epp kündigt seinen sicheren Job als Postbeamter, den er 30 Jahre lang ausgeführt hat, und macht sich auf die Suche nach einer anderen, sinnerfüllteren Tätigkeit. Geboren und aufgewachsen als Allgäuer Bauernbub schlug sein Herz ohnehin immer für die Erde, die Tiere und die Landwirtschaft, und – wäre es nach ihm gegangen – er wäre Landwirt geworden. Die elterliche Landwirtschaft aber ging an seinen älteren Bruder und Manfred’s Berufsfeld wurde für die nächsten Jahrzehnte die Post.

Im mittleren Alter jedoch drängte es den vierfachen Familienvater danach, umzusatteln, beruflich etwas Neues und Sinnvolleres zu tun – ein Entschluss, der für ziemliche Aufregung in der Familie sorgte. Manfred Epp ließ sich jedoch nicht von seinem Weg abbringen. In dieser Zeit fiel ihm – per Zufall – ein Buch des japanischen Agrarwissenschaftlers Professor Teruo Higa in die Hände mit dem Titel: Eine Revolution zur Rettung der Erde – Mit Effektiven Mikroorganismen (EM) erschienen im OLV Organischer Landbau Verlag, Xanten ISBN 3-922201-35-0.

In dem Buch ging es um die erstaunlichen Erfolge der sogenannten Effektiven Mikroorganismen (EM), die weltweit im Garten und Landbau zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit, Stallhygiene usw. verwendet werden, aber ebenso im Haushalt, in der Umwelt und in der Medizin eingesetzt werden. In seinem Buch beschrieb Prof. Higa die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von EM und zeigte zahlreiche Lösungsansätze zur Überwindung vieler Probleme dieser Welt auf.

Das Thema „EM“, das im Jahrtausendwechsel in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckte, sprach Manfred Epp sehr an und er sah darin für sich und seine Familie eine neue Zukunft. Zu jener Zeit gab es in Deutschland einen einzigen Mann, Franz Mau, der von Prof. Higa 1996 die Lizenz für EM erworben hatte, und der die Marke EMIKO für seine EM-Produkte gegründet hatte. Mit diesem nahm Manfred Epp Kontakt auf. Franz Mau, der in der Nähe von Bonn lebte, war daran interessiert, dass EM auch in Süddeutschland bekannt und vertrieben werden sollte. Und so startete Manfred Epp im Jahr 2000 mit seiner EM-Mission und seinem EM-Geschäft. „Leider bin ich kläglich gescheitert“, so Manfred Epp, „weil mir etwas ganz Wichtiges fehlte, nämlich eigene Erfahrungen mit EM. Das Wissen, das ich hatte, stammte ja nur aus dem Buch.“

Und so flog Manfred Epp nach Japan und Thailand, um bei Prof. Higa und seinen EM-Versuchsbetrieben zu lernen und sich so die notwendigen praktischen Kenntnisse anzueignen. Manfred Epp: „Der Grundsatz von EM heißt: Gesunde Böden, gesunde Pflanzen, gesunde Tiere, gesunde Menschen. In Thailand habe ich wunderbare große landwirtschaftliche EM-Projekte gesehen, die mich total überzeugt haben. Ich dachte mir: So etwas muss doch auch hier in Bayern, im Allgäu, machbar sein. Mit meinem Basiswissen bin ich dann wieder heimgeflogen und habe meinen zweiten Anlauf gestartet: mit vier landwirtschaftlichen EM-Versuchsbetrieben – zwei von meinen Brüdern und zwei von Freunden -, um zu demonstrieren, wie EM funktioniert und was es Gutes bewirkt.“

Nachdem die „EM-Versuchsbauern“ ein halbes Jahr lang mitgemacht hatten, wollten sie den Versuch abbrechen, da sie nichts Positives feststellen konnten. Manfred Epp: „Sie sagten zu mir: ‚Die Kühe geben nicht mehr Milch. Die Hühner legen nicht mehr Eier.‘ Sie dachten nur an ihren schnellen Profit, wie das eben die Masse der Menschen so denkt. Da habe ich ihnen erklärt, dass der EM-Versuch unbedingt mindestens ein Jahr dauern müsse, weil es erst dann zu Veränderungen im Stoffwechsel kommt. Ich habe ihnen weiter erklärt, dass es bei EM nicht um kurzfristigen Profit geht, sondern um langfristige Gesundheit – Gesundheit für Böden, Pflanzen, Tiere und Menschen. Meine Versuchsbauern haben dann weitergemacht und danach zeigten sich die ersten Erfolge, z.B. geringere oder gar keine Tierarztkosten, gesündere und ruhigere Tiere, die dem Bauern weniger Sorgen bereiten und folglich natürlich auch weniger Todesfälle bei den Tieren. Meine Versuchsbauern waren so von EM überzeugt, dass sie es heute noch verwenden.“

Manfred Epp berichtete weiter, dass es etwa 10 Jahre gedauert hat, bis das EM-Konzept von den Menschen in der Region Süddeutschland angenommen wurde. Seit ca. sieben Jahren geht es kontinuierlich bergauf in Sachen Erfolg, an dem die Mitglieder der Familie Epp engagiert mitarbeiten.

Heute rufen täglich zahlreiche Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet im EM-Technologie Zentrum Süd an und erbitten Rat und Hilfe bei den verschiedensten gesundheitlichen Problemen. Das geht von Schädlingsbekämpfung in Gärten oder auf Feldern, über Güllebehandlung oder Klauenpflege bei Tieren, weiter über Algen in Teichen oder Schimmelpilzen in Wohnungen bis hin zu Allergien. Das Epp’sche Familienteam hört geduldig zu und gibt kompetente und auf langjährigen Erfahrungen basierende Tipps. Es gibt heute zahlreiche EM-Produkte für (fast) alle Probleme des täglichen Lebens, selbst im Bereich Kosmetik: Zahnpasta, Hautpflege, Haarpflege, Flüssigseife, Gesichtswasser, Duftöle usw. (das Gesamtangebot finden Sie in der Anwendungsbroschüre „Effektive Mikroorganismen“ des Technologie Zentrum Süd).

Was findet Manfred Epp als etwas Herausragendes bei den EM-Produkten? „Es gibt heutzutage gefährliche Schädlingsbekämpfungsmittel, die auf den Äckern oder in den Gärten verwendet werden, auf denen ‚gesundheitlich unbedenklich‘ steht. Und das glauben dann auch oft die Leute. Ich aber ich halte ihnen entgegen: ‚Was würde wohl mit mir passieren, wenn ich solche Mittel trinke‘? Unsere EM-Produkte hingegen kann ich unbedenklich trinken und es passiert mir gar nichts. Im Gegenteil.“

Haldenwanger Str. 11 , D-87490 Haldenwang Tel.: +49 (0) 8304 / 92 96 96 Fax: +49 (0) 8304 / 92 96 98 E-Mail: info@em-sued.de www.em-sued.de

Anatomie der Bewegung von Blandine Calais-Germain

Anatomie der Bewegung von Blandine Calais-Germain

Buch-Rezension und –Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:

„Anatomie der Bewegung – Technik und Funktion des Körpers“
von Blandine Calais-Germain

 


Ein Yogi sollte seinen Körper kennen und wissen, welche Auswirkungen eine Yoga-Übung auf seine Muskeln, Gelenke, usw. hat. Deswegen sollte der Bereich „Anatomie“ bei keinem Yoga-Selbststudium oder einer Yogalehrer-Ausbildung fehlen.

Nur so können Verletzungen vermieden, Yoga-Übungen besser angepasst und Haltungsschäden behoben werden. Das Buch „Anatomie der Bewegung“ von Blandine Calais-Germain ist auch für Anatomie-Anfänger gut geeignet. Es ist leicht verständlich und gibt einen umfassenden Einblick in den menschlichen Bewegungsapparat. Anders als bei vielen anderen Fach-Anatomie-Büchern wird auf trockene Muskel-Schemazeichnungen verzichtet, stattdessen sind die Zeichnungen lebendig und vermitteln einen guten Eindruck von der Lage und Funktion der Muskeln, Faszien, Knochen und Gelenke. So kann man z.B. nachschlagen, wo persönliche Problem- und Schmerzpunkte liegen und durch welche Bewegungen man diese beeinflussen kann. Ein ideales Arbeits- und Nachschlagewerk für Yoga und Sport.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Marix Verlag
7. Auflage 2017, 304 S., s/w Abb., gebunden, 17,5 x 26 cm.
Erschienen im September 2017
Vk-Preis € 28,–
ISBN: 978-3-86539-038-7

Yoga Unterrichten – Grundlagen und Techniken von Mark Stephens

Yoga Unterrichten – Grundlagen und Techniken von Mark Stephens

Buch-Rezension und –Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:

„Yoga Unterrichten – Grundlagen und Techniken“
von Mark Stephens

 


Mark Stephens ist eine Koryphäe im Yoga und jedes seiner mittlerweile drei auf deutsch erschienen Bücher ist ein Juwel! Nicht umsonst werden sie auch als DIE „Yoga-Fibeln“ bezeichnet. Sein neuestes Buch „Yoga unterrichten“ ist besonders für angehende Yoga-Lehrer geeignet, aber auch für fortgeschrittene Yoga-Interessierte, die ihre Technik verbessern und an der Basis ihres Yogas arbeiten wollen.
Mark Stephens vermittelt ein modernes Yoga, ohne jedoch die Tradition des Yoga zu vergessen. Die verschiedenen Anhänge im Buch, zusammen mit entsprechenden Übungen, erklären die Asanas in Wort und Bild. Bei allem, was er schreibt, legt Mark Stephens Wert auf ein gesundes, klassisches Yoga, ohne zu sehr in die Esoterik abzuschweifen oder Yoga allein als Fitness zu betrachten. In seinem Buch stimmt alles, von A bis Z. Es ist eine Zusammenfassung der Philosophie, Geschichte, Theorie und Praxis des Yoga. Jeder Yoga-Interessierte wird etwas Neues lernen, egal welchem Yoga-Stil er angehört. So ist dieses Buch eines der wichtigsten Grundlagen-Bücher, das jeder ernsthaft interessierte Yoga-Schüler gelesen haben sollte.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Riva Verlag
Softcover, 346 Seiten
Erschienen: Mai 2015
ISBN: 978-3-86883-523-6
VK-Preis: € 24,99

Yoga-Anatomie – Ihr Begleiter durch die Asanas

Yoga-Anatomie – Ihr Begleiter durch die Asanas

Buch-Rezension und –Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:

„Yoga-Anatomie: Ihr Begleiter durch die Asanas, Bewegungen und Atemtechniken“
von Leslie Kaminoff

 


Dieses Buch ist eines meiner Lieblingsbücher, wenn es darum geht, Asanas im Yoga korrekt auszuführen und zu verstehen, welche Muskeln gerade beansprucht werden. Die Asanas werden im Buch in Haltungen im Stehen, Sitzen, Knien, Rückenlage, Bauchlage und armgestützte Übungen unterteilt, so dass es dem Leser leichter fällt die gesuchte Übung zu finden.

Ich habe das Buch nicht nur als Anatomie-Buch im Rahmen meiner Yogalehrer-Ausbildung verwendet, sondern setze es auch heute noch als Nachschlagewerk in meiner Yoga-Praxis ein, wenn es um den Zusammenhang der entsprechenden Muskeln, Faszien und Gelenke und ihre Aktivitäten geht. Die Illustrationen finde ich besonders gelungen und auch für Laien gut verständlich. Es wurden Yoga-Praktizierende aus verschiedenen Perspektiven fotografiert und später von einer Illustratorin gezeichnet. Dies ermöglicht einen ganz neuen, plastischen Einblick in die Vorgänge auf körperlicher Ebene während einzelner Asanas. Für jeden Yoga-Interessierten ist das Buch eine echte Bereicherung und eine Motivation tiefer in die Verbindung von Körper und Geist einzutauchen.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Riva Verlag
Softcover, 300 Seiten
Erschienen: September 2013
ISBN: 978-3-86883-232-7
VK-Preis: € 25,–

Bio-Wolldecke vom Finkhof

Bio-Wolldecke vom Finkhof

Produkt-Rezension und –Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Bio-Wolldecke vom Finkhof

 

Rhönschafe der Schäfereigenossenschaft Finkhof, deren Wolle die Grundlage für die Bio-Wolldecken vom Finkhof sind

 

Die Schäfereigenossenschaft Finkhof in Bad Wurzach bietet seit den 70er Jahren ökologische Wollprodukte an, überwiegend von ihren eigenen Bio-Schafherden, sorgfältig angefertigt, ohne chemische Ausrüstung und Bleichung. Wir haben die Finkhof-Produkte vor mittlerweile sieben Jahren entdeckt und kaufen dort nicht nur Schurwollgarn für unsere Socken, sondern auch Wollstoffe und Lodenstoffe zum Schneidern von warmer Winterkleidung. Der Finkhof bietet neben vielen weiteren Produkten auch Heimtextilien aus Wolle an, wie Decken, Sitzauflagen und Kissen.

In diesem Beitrag möchte ich Ihnen die „Regionale Wolldecke aus Bio-Schurwolle“ näher vorstellen, die ich ganz besonders gern habe, da sie so dick und warm ist. Es gibt sie in verschiedenen Größen, von 100 x 150 cm bis 150 x 220 cm. Je größer die Decke, desto mehr Verwendungsmöglichkeiten, weswegen ich die Maximalgröße empfehle.

Was ich am meisten bei der Decke schätze: Sie kommt aus regionaler Schafhaltung, d.h. mit dem Kauf wird die regionale Landwirtschaft unterstützt! Die meiste Wolle auf dem Weltmarkt kommt leider aus allen Herren Ländern zu uns, u.a. aus Australien und China. Bei dieser Decke ist es anders: Die Wolle stammt von alten deutschen Schafrassen, die fast ausgestorben sind, nämlich dem Coburger Fuchsschaf, dem Juraschaf und dem Rhönschaf. Je nach Rasse gibt es die Decke in hellgrau, hellbraun oder beige. Meine Decke stammt vom Rhönschaf, das weiß-grau ist und einen schwarzen Kopf hat (siehe Foto oben).

Die Wolle ist aus kbT, d.h. kontrolliert biologischer Tierhaltung, was mir besonders wichtig ist. Denn „Bio“ ist bei den meisten Wolldecken, die man im Handel kaufen kann, nicht selbstverständlich. Wolldecken sind aus Kostengründen zumeist aus konventioneller Tierhaltung, worunter nicht nur die Tiere leiden, sondern auch die Menschen, denn die Wolle ist mit chemischen Pestiziden und Bestandteilen versehen, die auf der Haut kratzen und Allergien auslösen können. In solchen chemischen Decken fühlt man sich nicht wohl, wie schön sie auch eingefärbt sein mögen.

Ganz anders ist es bei der rustikalen Wolldecke vom Finkhof. Sie umschmeichelt den Körper mit ihrer Natürlichkeit. Man könnte meinen, dass die Wolle aufgrund der alten Schafrassen eher grob ist und kratzt, doch das ist nicht der Fall. Die Decke ist flauschig und gibt auf der Haut ein wärmendes, ursprüngliches Woll-Gefühl.

Man kann die Bio-Woll-Decke vom Finkhof für verschiedene Anwendung nutzen: Als wärmende Decke im Herbst auf der Terrasse oder im Garten, wenn man draußen sitzen möchte, aber es ohne Decke zu kalt wäre; als Überwurf beim morgendlichen Pranayama oder der Meditation; als schützende Decke bei der Endentspannung beim Yoga; als kuschelige Decke auf dem Sofa, usw. Man kann die Wolldecke aber auch für etwas ganz anderes einsetzen, nämlich als Stoff für einen warmen, einzigartigen Wintermantel, den man sich selber oder von seiner Schneiderin anfertigen lassen kann. Mit einem solchen Unikat wird man im Winter sicherlich nicht frieren!

 

Auch im Herbst kann man mit einer warmen Wolldecke, hier eine vom Finkhof, noch draußen sitzen

 

Schäfereigenossenschaft Finkhof eG
St.-Ulrich-Str. 1
D-88410 Bad Wurzach – OT Arnach
Tel. 07564/93 17 11
Fax 07564/93 17 12
www.finkhof.de
info@finkhof.de

 

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

Satyrische Geschichten von Petronius

Satyrische Geschichten von Petronius

Buch-Rezension und –Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:

„Satyrische Geschichten“
von Petronius

 


Wer Latein langweilig findet oder Ciceros trockene Reden nicht mehr lesen kann, sollte sich unbedingt Petronius Werk „Satyrica“ bzw. „Satyricon“ zu Gemüte führen. Titus Petronius Arbiter lebte ungefähr von 14 – 66 n.Chr. Über sein Leben ist nicht viel bekannt, jedoch hat er als Vertrauter und „Schiedsrichter des feinen Geschmacks“ von Kaiser Nero sicherlich die Abgründe und den Verfall der damaligen römischen Gesellschaft miterlebt. Er wurde von Nero zum Selbstmord gezwungen, nachdem er der Teilnahme an der Pisonischen Verschwörung beschuldigt worden war. Sein Testament erhielt im übrigen keine Lobesreden auf Nero, sondern eine Schilderung von dessen Missetaten und Lastern.

In seinem zu Lebzeiten verfassten satirischen Roman „Satyricon“ verarbeitet Petronius die morbide römische Kultur und ihren luxuriösen Irrsinn, der zu jener Zeit in den Kreisen der ungebildeten Neureichen vorherrschte. Sowohl für den jungen Lateinschüler als auch den erwachsenen Latein-Interessierten ist das Werk unterhaltsam zu lesen, da es sich – anders als bei allen anderen überlieferten lateinischen Werken – um einen Roman handelt, der mit seinen grotesken Schilderungen kurzweilig ist und zum Lachen, aber auch Nachdenken anregen will. Hier wird das Leben im alten Rom wiedererweckt und man fühlt sich zurückversetzt in eine Zeit, wo das Leben scheinbar ganz anders, in Wirklichkeit jedoch ähnlich unserer heutigen Zeit war. Obwohl vom Roman „Satyricon“ nur ein Teil erhalten geblieben ist, darunter der Hauptteil des bekannten „Gastmahl des Trimalchio“, und Anfang und Ende offen bleiben, ist es ein großer Lesespaß!
Wenn man einmal den besonderen Schreibstil von Petronius verstanden hat, der eine Mischung aus Prosa und Vulgärlatein ist, das sich nicht an grammatikalische Regeln hält und sich von dem starren Latein der klassischen römischen Autoren unterscheidet, ist der Text relativ flüssig zu lesen. In der Ausgabe „Satyrische Geschichten“ findet sich nicht nur der lateinische Originaltext, sondern auch eine genaue deutsche Übersetzung, sowie die oft in anderen Büchern vergessenen Anhänge bzw. Fragmente anderer Teile des Romans „Satyricon“.

Was mich besonders erfreut: Im Gegensatz zur bekannten Reclam-Ausgabe „Cena Trimalchionis“ ist hier kein Übersetzungsfehler in 71,12“: Huic seviratus absenti decretus est…“ vorhanden.

Ganz klar heißt nämlich „absenti“ in Abwesenheit. Reclam übersetzt dieses jedoch als „in Anwesenheit“. In der neuen Übersetzung dagegen heißt es richtig in der deutschen Übersetzung: „Ihm wurde der Sitz im Sechs-Männer-Kollegium in Abwesenheit zuerkannt.“

Wie auch in anderen Büchern der Reihe Tusculum fällt die Korrektheit und Gewissenhaftigkeit der deutschen Übersetzung auf, die mit einer Schul-Übersetzung nicht mithalten kann.

Der Inhalt des „Satyricon“ ist folgender: Die beiden Freunde, Studenten, aber auch eifersüchtigen Rivalen, Enclopius und Ascyltos und ihr gemeinsamer Lustknabe/Sklave Giton, die in einfachen Verhältnissen wohnen, erleben verschiedene Abenteuer. Der Hauptteil des Romans erzählt ihre Teilnahme am Gastmahl des Neureichen Trimalchio, der mit seiner extravaganten, selbstverliebten, hyper-luxuriösen Art die Gäste abstößt, aber auch fasziniert. Eine homosexuelle Beziehung des Hausherren mit seinem Lustknaben ist für die römische Zeit nichts Ungewöhnliches, wenn sie auch teilweise – besonders von der Ehefrau, was sich im Verlauf des Romans auch bei Trimalchio und seiner Frau Fortunata zeigt – als anstößig angesehen wurde.

Das „Saryricon“ des Petronius lese ich immer wieder gerne. Es ist ein jugendlicher, frischer Roman, dessen Gesellschaftskritik heute aktueller denn je zuvor ist. Der einstige Sklave Trimalchio, der nun so reich ist, dass er gar nicht weiß, was er alles besitzt, ist eine urkomische, fast tragische Gestalt, die ein Leben in Luxus nicht wirklich erstrebenswert erscheinen lässt. Es fehlt ihm als Freigelassenen an Kultur und Anstand. Trotz seines Reichtums und scheinbaren „Bildung“(er besitzt sowohl eine große lateinische als auch eine griechische Bibliothek, wie er stolz verkündet), ist und bleibt er ein ungehobelter Mensch, über den sich die Gäste nur amüsieren können. Doch diese sind in Wirklichkeit keinen Deut besser, denn die römische Welt zu jener Zeit ist bereits zu verdorben durch die Todsünden der Gier, der Wollust, der Völlerei und der Trägheit. Trimalchios Gastmahl ist somit eine einzige Versammlung der Sünden, die von den einzelnen Gästen und dem Gastgeber selbst schonungslos zur Schau gestellt werden.
Die Darstellung der Ereignisse ist komisch und kurzweilig, wenn z.B. Enclopius vor einem, an die Wand gemalten Wachhund, so erschrickt, dass er fast rücklings auf den Boden gefallen wäre und sich, wie er behauptet, um ein Haar das Bein gebrochen hätte, oder Trimalchio sein Testament vorlesen lässt und die Gäste auffordert zu weinen, als ob er bereits gestorben wäre, weswegen durch den Lärm angelockt die örtliche Feuerwehr anrückt, weil sie denkt, es gäbe ein Feuer zu löschen, das im Haus ausgebrochen sei. Auch der Ehestreit zwischen Trimalchio und Fortunata, bei dem sie ihren untreuen Gatten, der seinen Lustknaben mit Küssen überhäuft, als „Hund“ bezeichnet und er ihr gekränkt einen Becher an den Kopf wirft, könnte heute ebenso gut in jeder Soap-Opera stattfinden.

Die Frage, die sich bei dem Roman „Satyricon“ immer wieder stellt, ist, ob Petronius wirklich die damalige Gesellschaft so dargestellt hat, wie sie war, oder ob es sich um eine fiktive Darstellung handelt. Meiner Ansicht nach prangert Petronius durchaus das amoralische Sittenbild der Zeit Neros an, jedoch teilweise verschleiert hinter extremer Übertreibung, Satire und Komik. In dem derben, manchmal fast abstoßenden Roman, verbirgt sich aber trotz aller Derbheit auch ein großes Stück Mitgefühl und Lebensweisheit, wenn z.B. Trimalchio in 71,1 sagt: „Freunde, auch Sklaven sind Menschen und haben ein und dieselbe Milch getrunken wie wir, auch wenn wohl ein böseres Schicksal sie unterdrückt hat. Dennoch werden sie, so wahr es mir gut gehen möge, bald das Wasser der Freiheit kosten. Kurz und gut, ich lasse sie alle in meinem Testament frei.“ Oder in 34,10, wenn Trimalchio sagt: „Ach wir Elenden, wie doch das ganze Menschelein nichts ist! So werden wir alle [zu einer Gerippen-Puppe], nachdem uns der Orkus [Tod] tät wegholen. Darum lasst uns leben, solang möglich das Wohlsein noch.“

Das Buch „Satyrische Geschichten“ kann ich jedem Latein-Interessierten nur empfehlen. Doch auch Nicht-Lateiner werden auf ihre Kosten kommen, denn es ist ein Werk des Niedergangs der Sitten, besser als jede Soap-Opera, die man heute im Fernsehen anschauen kann, spannender als jeder Herz-Schmerz-Roman im Buchladen. Das Werk beinhaltet gleichzeitig auch einen tieferen Sinn: die schonungslose Darstellung der verkommenen menschlichen Gesellschaft und der Sitten, die jeden vernunftbegabten Menschen wachrütteln und zur Selbsthinterfragung der eigenen Lebenswerte, Lebenskultur und Lebenswerte führen sollte. Mit dem Ausspruch von Echion, einem Feuerlöschlappenhersteller, möchte ich abschließen (45,2): „’Bald so, bald so‘, sagt der Bauer, ein scheckiges Schwein hatte er verloren. Was heute nicht ist, wird morgen sein; so wird das Leben vorangetrieben.“

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Lateinisch – Deutsch
Reihe: Sammlung Tusculum
Copyrightjahr: 2013
ISBN 978-3-05-006483-3
59,95 Euro

Los Veganeros 2 von Lars Oppermann

Los Veganeros 2 von Lars Oppermann

DVD-Rezension und –Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Los Veganeros 2 von Lars Oppermann


Die Handlung von Los Veganeros 2 ist auf den ersten Blick schnell erzählt: Der passionierte Fleischesser Harry, der Schulden im Rotlichtmilieu hat, erbt das vegane Restaurant seiner Großmutter. Eigentlich will er das Restaurant zu einem Bordell umbauen, doch dies ist nicht möglich, denn im Testament hat seine Großmutter festgelegt, dass das Restaurant nicht zweckentfremdet werden darf. So muss sich Harry mit einer neuen Welt auseinandersetzen: der veganen Community.

Als Vegetarier oder Veganer wird man den Film lieben, allein aufgrund der Darstellung einer veganen Lebensweise, die nicht alltäglich im Film ist! Doch der Film Los Veganeros 2 kann noch mehr als veganen Lifestyle vermitteln: Er zeigt den Wandel eines Menschen, der typisch ist für die heutige oberflächliche Gesellschaft, in dem sich alles nur noch um Sex, Geld und Lust-Befriedigung dreht, ohne Rücksicht auf die Mitmenschen, die Umwelt und sogar den Menschen selbst. Harry ist innerlich krank und leidet, auch wenn er äußerlich gesund sein mag.

Der Beginn des Films mag vielleicht ein wenig abstoßen, jedoch ist genau diese überspitzte Darstellung des gefühllosen Sex-Niveaus notwendig, um das nicht lebenswerte Leben zu zeigen, in dem sich Harry befindet: Er ist abhängig von Sex, Tabletten, Fleisch, Alkohol und Zigaretten, ständig unter dem Druck seiner Gläubiger und der Angst, seine Schulden nicht bezahlen zu können. Er lebt ein freudloses Leben, in welchem er trotz all der Menschen um sich herum sehr einsam und innerlich tot und erstarrt ist. Sein Leben ist genauso dunkel wie seine Kleidung. Er ist unzufrieden mit allem, schlecht gelaunt, ja sogar depressiv. Er hat keine Freunde und die einzige Frau, Ulla, die sich für ihn wirklich interessiert, nimmt er nicht als gefühlvolles, liebendes Wesen, wahr.

Als Harry das Restaurant „Los Veganeros“ erbt und sich dort als neuer Chef aufspielt, prallen Welten aufeinander. Harry ist im Irrtum, wenn er glaubt, hier nach demselben zwielichtigen Schema wie bisher in seinem Geschäftsleben vorgehen zu können. Er scheitert kläglich, da er keine Ahnung von einem veganen Leben hat, ja von einem ethisch hochwertigen, mitfühlenden und sauberen Leben hat. Durch die Hilfe seiner veganen Angestellten und deren Freunde lernt er nach und nach wieder zu leben. Es geht hier nicht so sehr darum, dass Harry Gefallen an der veganen Ernährung findet, sondern, dass er schrittweise lernt, wieder zu lachen, sein Herz zu öffnen, seine Gefühle für Ulla zuzulassen und sein altes Schatten-Ich loszulassen. Das zeigt sich dann auch an seiner Kleidung, die im Laufe des Filmes wieder hellere, natürliche Farbtöne erhellt, oder der Umgestaltung seiner Wohnung. Harry wird zu einem neuen Menschen, der einen Sinn im Leben findet und sich selbst wiederentdeckt. Das war der wirkliche Grund, warum seine Großmutter ihm, dem schwarzen Schaf der Familie, das Restaurant hinterlassen hat. Das Ende des Filmes berührt in der Seele, wenn man sieht, wie Harry sich zum Positiven gewandelt hat und seine neu erlangte innere Liebe und Lebensfreude mit seinen Mitmenschen teilt. Hierfür braucht es keine Worte.

Die philosophische Reise des Menschen Harry zurück zu einem wahrhaftigen, liebenswerten, lebendigen, mitfühlenden Wesen ist meiner Ansicht nach die wichtigste Kernaussage des Filmes. Die vegane Ernährung geht dabei Hand in Hand mit dieser Entwicklung. So ist der sehr sehenswerte Film „Los Veganeros 2“ nicht nur ein Film zum Wohle der Tiere, sondern auch zum Wohle der Menschen!

 

 

 

 

 

 

Jangland  Film Studio

DVD Los Veganeros 2
von Lars Oppermann
2017
78 min
FSK 12
12,95 Euro
www.losveganeros.de

Wichtiger Hinweis in eigener Sache

Wichtiger Hinweis in eigener Sache

von Alexandra und Helene Walterskirchen

 

 

Wir sind langjährige Sachbuch-Autorinnen, die nicht nur Sachbücher, redaktionelle Beiträge für unser Kultur-Magazin Schloss Rudolfshausen sowie Kultur-Porträts von renommierten Persönlichkeiten erstellen, sondern auch hochwertige und kulturell informative Beiträge in Form von Rezensionen und Empfehlungen von Produkten, Erzeugnissen, Handwerkskunst oder Handwerkstraditionen.

Wir rezensieren und empfehlen nur die Dinge, die uns selbst überzeugen bzw. überzeugt haben und die unserer hochwertigen, ökologischen und kultivierten Lebensphilosophie entsprechen. Wir vereinen in unseren Texten kulturelle Traditionen mit heutigen Gegebenheiten, Angeboten und Möglichkeiten.

Unsere Rezensionen und Empfehlungen sind keine Werbung im herkömmlichen Sinne und entsprechen auch oft nicht den klassischen Rezensionen, sondern werten Themen, Produkte usw. auf, so dass daraus PERLEN entstehen. Deshalb haben wir dieser Rubrik, die anfangs noch Schloss-Blog hieß, den angemessenen Namen „SCHLOSS-PERLEN“ gegeben.

Die von uns rezensierten und empfohlenen Firmen, Handwerksbetriebe usw., denen wir mit unserem Text die Auszeichnung „Schloss-Perle Schloss Rudolfshausen“ verleihen, haben die Möglichkeit, den von uns erstellten Text auf ihrer Homepage zu veröffentlichen oder auch für ihre eigenen Broschüren usw. zu verwenden, um dadurch ihr Unternehmen oder ihren Betrieb aufzuwerten.

Kartoffel-Traum mit Avocado-Dip

Kartoffel-Traum mit Avocado-Dip

Rezept-Empfehlung: von Helene Walterskirchen:
Kartoffel-Traum mit Avocado-Dip

 

Kartoffeln gekocht (Marke Ivetta und Blauer Schwede) mit Avocado-Dip und frischem Koreander

 

Längere Zeit habe ich kaum Gekochtes, sondern überwiegend Rohes (ca. 90 %) gegessen. Nach einigen Jahren bin ich dann doch auch wieder zu Gekochtem zurückgekommen, jedoch nur in veganer Form bestehend aus Kartoffeln und Gemüse. Meine Ernährung veränderte sich dabei zu ca. 70 bis 80 % Rohem. Warum ich das gemacht habe? Weil ich mit zunemendem Älterwerden Körpermasse abgebaut habe, so dass ich ziemlich mager wurde; auch konnte ich eines Tages die notwendige Menge an Rohkost nicht mehr essen, die ich gebraucht hätte, um meine Körpersubstanz erhalten zu können – mein Körper sperrte sich einfach gegen eine größere Rohkostmenge (ich aß damals halb rohes Obst und halb rohes Gemüse bzw. Grün am Tag). Damals kam ich auf gekochte Kartoffeln, die insbesndere auch von rohköstlichen Sportlern am Abend gegessen werden, um ihre Körpermasse und Kraft zu bewahren (diese Ernährungsrichtung nennt sich „raw till 4“).

Ich wurde so etwas wie ein „Kartoffel-Feinschmecker“ und erkannte schnell, dass es gute, schmackhafte Bio-Kartoffeln gibt und weniger gute mit einem langweiligen Geschmack. Außerdem gab es mehlige Kartoffeln, mehlig bis festkochende, und festkochende – je nachdem, zu was man sie verwenden möchte. Jede gute Köchin weiß, dass man Kartoffelpüree nur aus mehligen Kartoffeln machen kann, während man für einen Kartoffelsalat am besten festkochende, ja sogar „speckige“ Kartoffeln verwenden sollte.

Aber auch unter gut schmeckenden Bio-Kartoffeln gibt es geschmackliche Unterschiede von cremig, über fein bis hin zu feinwürzig. Da man leider in den Geschäften bzw. im Biomarkt nur Einheitssorten von Kartoffeln bekommt, habe ich mich nach anderen Quellen umgeschaut und bin auf einen Bio-Kartoffelbauernhof im Norden von Deutschland gestoßen, der vielfältigste, heute völlig unbekannte, alte Sorten von Kartoffeln anbaut und verkauft. Da gibt es beispielsweise Sorten wie „AngelikerTannenzapfen, La Bonnotte, Blauer Schwede, Ivetta oder Bamberger Krumbeere.

Der Name des Bio-Bauernkartoffelhofs heißt: Ellenberg’s Kartoffel-Vielfalt. Dort bestelle ich seitdem meine Bio-Kartoffeln und bin nun wirklich zum „Kartoffel-Feinschmecker“ geworden.

Mit den richtigen Kartoffeln kann man, zusammen mit einem leckeren Avocado-Dip, ein Kartoffel-Traum-Gericht machen. Hier meine Anleitung.

Sie brauchen folgende Zutaten:

  • Kartoffeln Ihrer Wahl und Ihrer gewünschten Menge
  • Reife Avocados (pro Person 1 bis 2 Avocados – je nach Größe)
  • Tamari-Sauce
  • Kräuter Ihrer Wahl, z.B. Liebstöckel, Muskatnuss, Lauchzwiebel, Koreander, Schnittlauch
  • Eine kleine Tasse Wasser

Zubereitung:

Kartoffeln sauber waschen und ganze Kartoffeln kochen (die Kochzeit richtet sich nach der Größe der Kartoffeln. Mit einem kleinen Messer können Sie in die Kartoffeln stechen und so sehen, ob sie schon durch sind oder nicht). Nachdem die Kartoffeln fertig gekocht sind, das Wasser abgießen. Kartoffeln kurz im kalten Wasser abschrecken, dann lässt sich anschließend die Schale leicht abschälen. Wenn die Kartoffeln eine sehr feine Schale haben, können Sie sie auch mit der Schale essen, was noch gesünder ist.

Nun den Avocado-Dip zubereiten: Das Fruchtfleisch aus der Avodaco mit einem Esslöffel herauslösen und in ein Mixgerät geben (ich verwende hier den Vitamix).

Dann einen kräftigen Spritzer Tamari-Sauce dazugeben. Ich verwende hier eine Tamari-Sauce, die man nicht im Geschäft bzw. Biomarkt kaufen kann, ein rohes Tamari mit dem Namen „Bragg Liquid Aminos“ (die 473 ml Flasche kostet 10,95 €), die ich bei Veggie’s Delight (die Kontaktdaten finden Sie am Ende dieser Empfehlung) bestelle.

Weiterhin die klein gehackten Kräuter nach Ihrer Wahl hinzugeben, je nachdem, welcher Geschmack im Dip vorherrschen soll. Wenn Sie z.B. einen zwiebeligen Geschmack wollen, dann geben Sie mehr Lauchzwiebeln hinein (samt Grün), wenn Sie hingegen lieber einen Liebstöckel-Geschmack wollen, dann geben Sie mehr frischen Liebstöckel hinzu (nur der frische hat einen sehr intensiven Geschmack, der getrocknete hingegen nicht so sehr).

Dann noch eine kleine Tasse gutes Wasser in das Mixgerät geben (ich verwende nur gefilteres Wasser – mit der Filteranlage der Firma H.Preiss – mehr dazu in unserem Wasserbericht „Trinkwasser – Lebensstoff oder Schadstoff“, S. 28, unseres Kultur-Magazins Schloss Rudolfshausen, Ausgabe II/2017)
Alles zusammen ca. 1 Min. lang zu einem cremigen Dipp mixen und zusammen mit den Kartoffeln servieren.

Ich wünsche Ihnen einen guten Appetit!

Verschiedene Kartoffelsorten von Ellenberg’s Kartoffelvielfalt in unserem Natursteinkeller in Schloss Rudolfshausen

 


Ellenberg’s Kartoffelvielfalt GbR
Karsten und Petra Ellenberg
Ebstorfer Str.1
D-29576 Barum
Telefon:+49-5806-304
www.kartoffelvielfalt.de
info@kartoffelvielfalt.de

 

Veggie`s Delight
Frank Heidel
Erkrather Str. 64
D-40233 Düsseldorf
www.veggiesdelight.de
info@veggiesdelight.de

 

Hinweis: „Bragg flüssig Aminosäuren“ ist ein flüssiges Sojaproteinkonzentrat, das nicht nur ein vielfältiges Würzmittel, sondern auch eine hervorragende Quelle von pflanzlichem Eiweiß ist. Flüssige Aminosäuren sind mit 16 Aminosäuren gefüllt und enthalten keine Chemikalien, künstlichen Farbstoffe, Alkohol, Konservierungsstoffe, Gluten und sind GVO-frei.

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

Das System Milch – Die Wahrheit über die Milch-Industrie

Das System Milch – Die Wahrheit über die Milch-Industrie

von Alexandra Walterskirchen:
Das System Milch – Die Wahrheit über die Milch-Industrie

Eine aufrüttelnde Dokumentation, die einen kritischen Blick auf die heutige Milchindustrie in Europa, aber auch in Asien und Afrika wirft! Nicht nur die Kühe werden als lebende Milch-Maschinen missbraucht und ausgebeutet, sondern auch die Bauern, die als Angestellte der Milchindustrie keine freie Entscheidungsgewalt mehr haben und finanziell ums Überleben kämpfen. Ohne Zuschüsse von der EU könnten sie nicht existieren. Ein System, das nicht stimmt und welches Mensch und Tier nicht gut tut!

Die Dokumentation begleitet drei Bauern bei ihrer täglichen Arbeit, ihren Problemen und ihrem Schicksal als Milchbauern. Die Kuh als Lebewesen mit Seele und Gefühle bleibt dabei auf der Strecke, da alle Milchbetriebe nur noch nach mehr und mehr streben müssen, um existieren zu können. Allein ein Bio-Bauer in Südtirol weist einen neuen Weg auf, indem er seine Milch selbst zu Käse verarbeitet und vermarktet und so dem Knebelvertrag der Milchindustrie entgeht. Ein Film, der zum Nachdenken anregt. Interviews mit Politikern, Experten und Gesundheitswissenschaftlern runden das Thema ab und stellen so nebenbei auch die Frage auf, ob Milch überhaupt so gesund ist, wie die Industrie uns weis machen möchte.

Tiberius Film
Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr: 2016
Regie: Andreas Pichler
Sprache / Ton: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Laufzeit: ca. 90 Minuten
12,99 €
www.dassystemmilch.de

Menschen führen – Leben wecken von Pater Anselm Grün

Menschen führen – Leben wecken von Pater Anselm Grün

von Helene Walterskirchen:

„Menschen führen – Leben wecken“
von Pater Anselm Grün

 

Wer glaubt, in diesem Buch effiziente Führungsmethoden oder gar einen „Machiavelli für Führungsleute“ zu erhalten, mit denen jemand seine Machtposition im Unternehmen mittels raffinierter Methoden und ohne ethische Grundlagen erreichen oder vergrößern kann, ist auf dem Irrweg.

Der Autor ist a) seit seinem 19. Lebensjahr Benediktinermönch, b) war 36 Jahre lang (bis 2013) Cellerar (wirtschaftlicher Leiter) der Benediktinerabtei Münsterschwarzach und als solcher erfolgreich. Somit ist Pater Anselm Grün durch und durch Benediktiner, dessen Leben und Wirken, insbesondere im Managementbereich seiner Abtei (seine Position steht direkt nach dem Abt) auf den benediktinischen Regeln und Führungsregeln aufgebaut ist. Darum geht es in diesem Buch: um ethische Grundlagen bei der Führung von Menschen und Unternehmen gemäß den Prinzipien und Regeln, die der Ordensgründer Benedikt von Nursia (geb. 480, gest. 547 n.Chr.) festgelegt hat.

Der Autor maßt sich nicht an, sich als Führungspersönlichkeit der weltlichen Welt darzustellen, sondern betont immer wieder im Buch, welche Führungsregeln Benedikt von Nursia für den Cellerar (und auch teilweise für den Abt) festgelegt hat. Regeln, die für ihn als Cellerar und Teamchef in einem Benediktinerkloster und Benediktiner-Wirtschaftsbetrieb maßgeblich waren.

In der benediktinischen Führungsethik geht es primär um Werte und Tugenden, die derjenige (diejenige), der (die) leitet, haben sollte. Dabei geht es dem Autor nicht darum, dass die Führungspersönlichkeit von anderen, also Mitarbeitern Werte/Tugenden erwartet, sondern dass er/sie selbst bei sich überprüfen sollte, ob die genannten Werte/Tugenden bei ihm/ihr vorhanden sind. Deshalb geht er im ersten Teil auf die Eigenschaften des Verantwortlichen ein, wie z.B. Erfahren sein, Bescheidenheit, Demut, Gerecht sein, klar entscheiden usw.

Im zweiten Teil geht es um die Art und Weise des Führens, gemessen am Menschenbild Benedikts. Darin sind Bereiche aufgeführt wie „An den ‚guten Kern‘ im Menschen glauben, nicht betrüben oder nicht verachten“.

Im dritten Teil geht es um die Leitung als Dienst gemäß der Regel des Hl. Benedikt: „Er gebe acht auf seine Seele und denke stets an das Apostelwort: Wer seinen Dienst gut versieht, erlangt einen hohen Rang.“

Im vierten Teil geht es um den Umgang mit den Dingen, primär um den Bereich „Geld“. Darunter fallen Bereiche wie Ehrfurcht vor dem Besitz, spiritueller Umgang mit dem Geld usw.

Im fünften Teil geht es um den Umgang mit den Menschen, so wie Benedikt von Nursia es denjenigen anrät, die in seinen Klöstern die Position des Cellerars innehaben. Dazu zählen Werte wie: ein gutes Wort, Wertschätzung, nicht überfordern, mit dem Herzen denken, die Menschen lieben usw.

Im sechsten, ziemlich kurzen Teil geht es um die Sorge für sich selbst, wie beispielsweise Kräfte einteilen, ohne Arbeitssucht, Gleichmut der Seele, Reinheit des Herzens usw.

Im letzten Teil, dem siebten, geht es um das Ziel des Führens im Sinne einer spirituellen Unternehmenskultur, z.B. die Schaffung eines Arbeitsklimas, in dem sich die Mitarbeiter entfalten und wohl fühlen können. Hier gebraucht der Autor den Begriff „das Haus Gottes, in dem Gott für den Mitarbeiter erfahrbar wird“.

Alles in allem: für den Autor besteht die Kunst des Führens darin, dem Leben zu dienen und in den Mitmenschen das Leben hervorzulocken, das Gott ihnen geschenkt hat.

Ein wohltuend einfaches Buch – auf den ersten Blick, denn Pater Anselm Grün verwendet eine einfache, schnörkellose und wissenschaftsfreie Sprache. Auf den zweiten Blick hingegen ist es wie ein Spiegel, in den der Leser schauen darf, um sich der eigenen Führungsethik, ihren Licht- und Schattenseiten, bewusst zu werden.

Das Buch zeigt, dass Menschenführen nicht dem Zeitgeist unterworfen ist und zudem auch heute nicht anders ist als früher, zur Zeit des Hl. Benedikt, denn es geht nicht um immer ausgeklügeltere Methoden, sondern um die ethischen Grundlagen und diese waren und sind heute letztlich dieselben.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Vier Türme Verlag, Münsterschwarzach

12., überarbeitete Auflage 2015
Hardcover, 141 Seiten
ISBN 978-3-87868-132-8
VK 17,99 €

Gabel statt Skalpell von Lee Fulkerson

Gabel statt Skalpell von Lee Fulkerson

von Alexandra Walterskirchen:
Gabel statt Skalpell
von Lee Fulkerson

 

„Dieser Film kann Ihr Leben retten!“ steht auf dem Cover geschrieben – und das ist nicht gelogen! Denn wissenschaftliche Studien belegen: Unsere Nahrung kann uns gesund oder krank machen! Wir selbst entscheiden mit Messer und Gabel über unseren Gesundheitszustand!

Der 2012 erschienene Film „Gabel statt Skalpell“ gehört zu meinen Lieblingsfilmen zum Thema Gesundheit, Ernährung und die Gefahren des Verzehrs von tierischen Nahrungsmitteln, den ich schon vielen Bekannten und Freunden empfohlen, und damit so manchen zum Nachdenken oder sogar Verändern gebracht habe.

Im Film kommen bekannte Vertreter einer pflanzlichen Ernährung zu Wort, wie Dr. Caldwell B. Esselstyn oder Prof. Dr. T. Colin Campbell, der in den 1970 und 1980er Jahren die sogenannte „China Study“ durchgeführt hat – eine der größten und umfassendsten Studien zu diesem Thema -, die einen unmittelbareren Zusammenhang zwischen dem Verzehr von tierischen Produkten und dem Auftreten von Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen wie Multipler Sklerose und Rheuma beim Menschen nachweisen konnte.

Dieser Film zeigt, was jeder einzelne von uns tun kann, um sich selbst gesund zu erhalten oder wieder gesund zu machen, indem er ganz einfach seine Ernährung verändert und das Wunder der „Heilung“ durch den Verzicht auf tierische Nahrungsmittel erlebt. Der Film ist ein Plädoyer für eine pflanzliche Ernährung, nicht nur der Umwelt und den Tieren, sondern primär uns selbst und unserem Körper zu Liebe, denn wer möchte nicht ein möglichst langes, gesundes und schmerzfreies Leben ohne Diabetes, Krebs, Herzerkrankungen usw. führen?

 

Diese DVD können Sie bei Osiander hier versandkostenfrei bestellen.

 

Polyband

VK-Preis: 15,99 €
Erstmals erschienen: 2012

92 min.

 

 

 

 

Sayeda – Frauen in Ägypten von Amélie Losier

Sayeda – Frauen in Ägypten von Amélie Losier

Buch-Rezension und –Empfehlung von Helene Walterskirchen:
„Sayeda – Frauen in Ägypten – Women in Egypt – Femmes d’Egypte“
von Amélie Losier

 


Als Autorin und Ägyptenkennerin (aus mehreren Jahren Charity-Arbeit in Südägypten und direktem Kontakt mit Männern und Frauen sowie Familien) konnte ich in den letzten Monaten immer wieder über die schlimme Lage der Frauen in Ägypten in Büchern lesen, in Dokumentarfilmen sehen oder hören. Es war die Rede von sexuellen Attacken oder sogar Übergriffen sowie von Gewalt gegenüber Frauen. Immer wieder wurden die Frauen als Opfer dargestellt, die Männer hingegen als die Täter. Die „armen Frauen“; die „bösen Männer“ – Klischees über Klischees.

Das Buch von Amélie Losier bewegt sich leider genau in diesem Fahrwasser, auch wenn darin sehr ausdrucksstarke Bilder von Frauen sind, die allein schon anzuschauen die Vielfältigkeit der arabischen Frauenwelt ausdrückt – von traditionell, städtisch, urban, ländlich, bis modern. Doch welche Seele, welche Gesinnung, welcher Spirit verbirgt sich wirklich hinter jeder Frau? Das kommt durch die Bilder nicht wirklich zum Vorschein, auch nicht durch die sehr kurzen schriftlichen Porträts.

Was nach dem Lesen oder besser Anschauen bzw. Auf-sich-wirken-lassen des Buches und der darin dargestellten Frauen auffällt ist, dass, obwohl allseits bekannt ist, wie unflätig und gemein sich die ägyptischen Männer gegenüber Frauen verhalten, indem sie sie schlagen, betrügen und vergewaltigen, sie erniedrigen und demütigen, sich die meisten Frauen im Buch darüber äußern, dass die Ehe, die Sexualität und das Ausleben ihrer sexuellen Gelüste für sie das Wichtigste ist. Dafür sind sie sogar bereit, ihre Freiheit und Würde als Frau aufs Spiel zu setzen, denn dass sie vermutlich einen bösen, faulen und gewalttätigen Mann bekommen werden, ist zu erwarten. Die Frauen rennen also wie Schafe in die Falle des Schlächters, und beklagen sich dann, wenn sie beim Schlächter sind, wie schlimm dieser ist und welch „armes Opfer“ sie doch sind.

Die meisten der dargestellten Frauen haben Kinder, auch Söhne. Hier kann man sich die Frage stellen: wie erziehen diese Frauen ihre Söhne? Machen sie aus ihnen die nächsten patriarchalischen Machos? Oder erziehen sie sie zu jungen Männern, die achtungsvoll, rücksichtsvoll und gerecht mit Frauen umgehen, für die die Würde und Freiheit der Frauen selbstverständlich ist? Im Buch Sayeda werden aber schon die kleinen Jungs als ganz Schlimme dargestellt, die ihren Vätern in keinster Weise bei der Erniedrigung der Frauen nachstehen.

Das Buch von Amélie Losier versucht Mitgefühl, ja sogar Mitleid für die „armen“ ägyptischen Frauen zu erwecken und wer die ägyptische bzw. arabisch Welt nicht kennt, wird dieses auch empfinden, wenn er das Buch anschaut oder liest.

Wer jedoch genau hinschaut, wird erkennen, dass die wirklichen Strömungen, die sich in diesem Konflikt zwischen „Frauen“ und „Männern“ gegenüberstehen, gesellschaftlicher bzw. religiöser Natur sind: Die einen polaren Kräfte wollen das, was ist und war, nicht verändern; die anderen wollen das was war, aufbrechen und verändern, modernisieren, dem neuen Zeitgeist anpassen. Beide Gruppen befinden sich in einem Kampf um die Vormachtstellung.

Das, was den ägyptischen Frauen fehlt, sind starke, selbstbewusste, weise und neutrale Frauen, die nicht kämpfen, sondern die weibliche Stärke und Autorität ausdrücken und repräsentieren. Frauen, die in einen Raum voller Männer treten mit einer Kraft und Ausstrahlung, dass jede aufgeblasene Männlichkeit in sich zusammenbricht. Frauen, die nicht abhängig sind von dem Drang nach Heirat oder Sexualität, wofür sie bereit sind, sich in die Sklaverei eines Mannes zu begeben.

Das Buch Sayeda von Amélie Losier erscheint mir wie eine Suche der ägyptischen Frauen nach einer eigenen, fraulichen Identität – einer Identität, in der sie nicht gegen die Männerwelt kämpfen und sich aufreiben müssen, sondern in der sie dahin gelangen, ihre verlorene weibliche Würde und ihren Selbstwert wiederzufinden.

Es ist immer einfach Schuldige zu suchen für die eigene Minderwertigkeit und verlorene Würde – in diesem Fall sind es die Männer. Aber bekanntlich sind immer zwei an einer Sache Schuld: die Frauen, die ihre Würde für Ehe und sexuelle Bedürfnisse „verkauft“ haben und die Männer, die sich die Würde und den Selbstwert ihrer Frauen, denn diese haben sie erobert, wie eine Trophäe umhängen und nicht mehr hergeben wollen.

So gesehen: ein Buch, das zum Nachdenken anregt und die Würde sowie den Selbstwert der Frauen ins Bewusstsein bringt, den Frauen auf der ganzen Welt sehr oft „opfern“ für ein wenig Vergnügen oder eine Ehe/Beziehung, in der sie die Rolle des „Frauchens“ an der Seite ihres Mannes/Geliebten spielen.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Erschienen 2017
288 Seiten
3-sprachig: deutsch, englisch, französisch
ISBN 978-3-03850-037-7
CHF 39.80
EUR 36.00


www.nimbusbooks.ch
verlag@nimbusbooks.ch

Gleichgewichtstraining mit dem Sensoboard

Gleichgewichtstraining mit dem Sensoboard

Produkt-Empfehlung von Helene Walterskirchen:
Gleichgewichtstraining mit dem Sensoboard

 

Helene Walterskirchen auf dem Sensoboard essential in ihrem häuslichen Fitnessraum

 

Als Kind und Jugendliche war ich eine Sportskanone und liebte es, meinen Körper allen möglichen physischen Herausforderungen auszusetzen, um zu schauen, wie ich am besten damit umgehen kann. Dazu gehörte auch, draußen im Freien oder im Wald auf unebenen Holzbalken oder Stämmen herumzusteigen und zu schauen, ob und wie ich die Balance halten kann. Die Freude am Sport und meine Sportivität habe ich mir – mit Unterbrechungen – ein Leben lang bewahrt, jedoch gab es darunter einige Bereiche, die ich mit dem Älterwerden nicht (mehr) praktizierte. Dazu gehörten das Gleichgewichtstraining und die Balance.

Vor einiger Zeit las ich in einem Gesundheitsmagazin, dass das fehlende Gleichgewicht und die koordinativen Fähigkeiten, damit verbunden auch die nachlassende Muskelkraft, sehr oft im Zuge des Älterwerdens die Ursachen für Stürze sind, insbesondere den berüchtigten Oberschenkelhalsbruch, von dem sich viele nicht mehr erholen. Das ist dann meist das Ende des selbständigen Lebens und der Beginn der Pflegebedürftigkeit.

Da es mir sehr wichtig ist, auch als älterer Mensch leistungsfähig und fit auf allen Ebenen zu sein und zu bleiben, bin ich offen für jede Form von Fitness-Verbesserung bzw. entsprechenden Möglichkeiten. Als mir meine, ebenfalls sportlich aktive, Tochter eines Tages vom Sensoboard berichtete, mit dem man sein Gleichgewicht, seine Balance und die koordinativen Fähigkeiten trainieren kann, war ich zwar grundsätzlich offen dafür, jedoch auch skeptisch. Ich sah darin für mich keinen wirklichen Sinn, denn ich hatte schon ein recht umfassendes Trainingsprogramm, das ich 3 bis 4 x in der Woche absolvierte und glaubte daher, das sei doch wohl genug.

Zu meiner Überraschung kam eines Tages das Sensoboard ins Haus und mit ihm die Motivation seitens meiner Tochter, es doch mal auszuprobieren. Also stellte ich mich darauf – mit der Sprossenwand nebenan, damit ich jederzeit fähig war, mich festzuhalten. Die ersten Minuten waren ein ziemliches Gewackel. Was dann aber ziemlich schnell passierte, kann ich mit kurzen Worten wie folgt beschreiben:

Ich fühlte mich wieder in meine Kindheit und Jugendzeit zurückversetzt wie ich über Baumstämme im Wald balancierte und schaute, wie ich meine Balance halten konnte. Ich empfand einen Riesenspaß dabei mit meinem Körper und meiner Geschicklichkeit zu spielen!

Seitdem gehe ich gerne und regelmäßig auf das Sensoboard – und sei es nur mal zwischendurch für 10 Minuten. Es gibt zwar von der Firma Trainingsanleitungen und –Übungen, jedoch macht es mir viel mehr Freude, selbst zu balancieren, mich gezielt in Disbalance zu bringen und dann zu schauen, wie ich wieder in die Balance komme. Mal bringe ich mich seitlich in Disbalance, mal nach vorne, mal nach hinten und dann balanciere ich mich stets wieder aus. Mal gehe ich in die leichte Hocke wie ein Skispringer, mal mache ich eine Vorwärtsbeuge oder kreise mit dem Bauch wie mit dem Hula-Hoop-Reifen – stets dabei meine Balancefähigkeit austestend und genieße das Gefühl, wenn ich wieder in die Balance komme.

Innerhalb relativ kurzer Zeit habe ich eine ziemliche Sicherheit auf dem Sensoboard aufgebaut und brauche mich nicht mehr an der Sprossenwand festzuhalten, was anfangs immer wieder mal der Fall war.

Es ist wie ein Wunder: Jedes Mal, wenn ich auf dem Sensoboard stehe und mich spielerisch mit dem Gleichgewicht immer wieder ausbalanciere, fühle ich mich als Kind und Jugendliche und empfinde die heitere Freude, die ich damals empfunden habe. Und was gibt es Schöneres und Wichtigeres als eine kindliche Freude zu empfinden und zu erleben und dazu noch etwas für seine Gesundheit und Fitness zu tun!

Sensoboard essential – Preis ab € 299,–

Sensosports GmbH

An der Wann 2
D-63589 Linsengericht
Tel. +49 06051/9773520
www.sensosports.com
info@sensosports.com

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

Frisches, unerhitztes Sauerkraut selbst herstellen

Frisches, unerhitztes Sauerkraut selbst herstellen

von Alexandra Walterskirchen:
Frisches, unerhitztes Sauerkraut selbst herstellen

Sauerkraut-Entnahme am Besten mit den Händen – aus hygienischen Gründen jedoch nur mit Einmal-Handschuhen

Schon unsere Vorfahren kannten die gesundheitsfördernden Faktoren des Sauerkrauts, insbesondere in Zeiten, in denen es kein oder wenig frisches Obst und Gemüse gab. Seefahrer verzehrten Sauerkraut auf den langen Seefahrten, um der schweren Krankheit Skorbut vorzubeugen. Das Zentrum der Gesundheit schreibt zum Thema „Sauerkraut“:

„Sauerkraut ist Lebensmittel und probiotisches Nahrungsergänzungsmittel in einem. Es ist voller hochwirksamer und lebenswichtiger Mikroorganismen. Diese Mikroorganismen bilden einen Großteil des menschlichen Immunsystems und schützen den Organismus vor chronischen Krankheiten, Parasiten, Viren und vor schädlichen Bakterien.“

Dies bezieht sich jedoch nur auf frisches, rohes und unerhitztes Sauerkraut. Sauerkraut aus Dosen oder Gläsern ist stets konserviert bzw. pasteurisiert, also erhitzt und damit im gesundheitlichen Sinne wertlos. Während rohes, unerhitztes (= rohköstliches) Sauerkraut voller lebendiger Mikroorganismen ist, enthält pasteurisiertes Sauerkraut zwar noch Milchsäure, aber keine lebendigen Milchsäurebakterien mehr. „Sauerkraut“, so das Zentrum der Gesundheit, „soll uns aber gerade mit Milchsäurebakterien versorgen und nicht mit Milchsäure, die nur das Stoffwechselprodukt der Milchsäurebakterien ist.“

Sauerkraut sollten wir also nur dann kaufen, wenn es frisch und unerhitzt (= rohköstlich) ist. In Bioläden oder Hofläden wird in der Regel offenes Sauerkraut angeboten, das frisch, roh und unerhitzt ist (es empfiehlt sich jedoch, immer nachzufragen).

Wenn Sie ganz sicher sein wollen, dass das Sauerkraut, das Sie in Ihrer Küche verwenden, auch wirklich frisch, roh und unerhitzt ist, sollten Sie es selbst einmachen. Die typische Einmachzeit für Kraut ist der Herbst.
Was Sie dazu brauchen, sind mehrere Köpfe Weißkohl (oder, wenn Sie Blaukraut herstellen wollen, dann mehrere Köpfe Rotkohl).

Als Einmachgefäß eignet sich am besten ein großer Steinguttopf (ohne Schwermetalle). Wir verwenden dazu schwermetallfreie Einmachtöpfe bzw. Gärtöpfe von der Firma Steinzeug und Keramik Schmitt & Sohn in 55595 Spabrücken bei Bad Kreuznach. In der Homepage der Firma heißt es dazu:

„Der Topf mit Deckel und Stein ermöglicht das Einsäuern von allen Arten Gemüse, wobei wichtige Vitamine entstehen und das Gemüse konserviert wird. Besinnen Sie sich auf Verfahren wie sie schon zu „Großvater’s Zeiten“ bewährt waren. Mit dem Gärtopf entstehen keine unangenehmen Gerüche und durch das luftdichte Abschließen mit Deckel und Wasserrinne wird jegliche Schimmelbildung verhindert. Es ist nicht mehr nötig das Gemüse nach Einsäuerung zu waschen.

Unsere Gärtöpfe sind in den Größen 5 Liter, 10 Liter, 15 Liter, 20 Liter, 25 Liter und 30 Liter erhältlich.“

Wir verwenden am liebsten die 10 Liter Töpfe, da diese nicht so schwer sind und auch von Frauen gut alleine getragen werden können. Für den 10 l Topf brauchen Sie für das Einmachen von Sauerkraut folgende Zutaten:

  • 10kg Weißkohl
  • 1 großer Apfel oder zwei kleine Äpfel, möglichst süß
  • 10 Lorbeerblätter
  • eine Handvoll Wacholderbeeren
  • eine Handvoll getrocknete Meeres-Algen (Alge Dulse, Rotalge, Nori- oder Kombu Royal-Alge)

Und so geht es: Den Weißkohl hobeln oder den fertig gehobelten Kohl vom Bauernhof holen. Es gibt auf manchen Bauernhöfen im Herbst sogenannte „Krauthobeltage“, an denen der frische Weißkohl mit großen Maschinen gehobelt wird, was wesentlich einfacher ist. Man muss das frisch gehobelte Kraut nur noch in einem großen Eimer oder einer großen Wanne mit nach Hause nehmen und verarbeiten. Man sollte nicht vergessen pro Topf zwei ganze Krautblätter mitzunehmen, denn mit diesen wird das Kraut später im Topf abgedeckt.

Der Steinguttopf (und Deckel!) sollte vorher zur Reinigung und Desinfektion mit heißem Wasser ausgespült werden. Danach sollte er abkühlen, damit er nicht zu heiß für das Kraut ist. Vor dem Einfüllen des Krautes sollte der Topf noch einmal zur Desinfektion mit Alkohol ausgesprüht werden.

Den Apfel/die Äpfel entkernen, schälen und in kleine Schnipsel schneiden.

Anschließend wird das gehobelte Weißkraut in Schichten in den Topf gelegt. Die erste Schicht ist ca. 10 cm hoch, also ca. ein Viertel des Topfes. Darauf werden die Wacholderbeeren, die Apfelschnipsel, die Lorbeerblätter und Algen gelegt. Dieses Vorgehen schichtweise wiederholen bis der Topf zu 4/5 gefüllt ist (nicht mehr, damit das Kraut gären und hochgehen kann). Mit einem Holzstampfer alles gut festdrücken und stampfen. Es darf keine Luft im Kraut sein. Ideal ist es, wenn sich beim Stampfen Flüssigkeit zeigt. Man kann auch mit einer Tasse Trinkwasser nachhelfen, wenn das Kraut sehr trocken ist.

Zum Abschluss sollten lose getrocknete Algen darüber gelegt werden (diese dienen mit ihrem Salz der Desinfektion), danach zwei ganze Kohlblätter.

Das Ganze mit zwei Gärsteinen (vorher mit Alkohol desinfizieren!) beschweren und gut festdrücken. Den Deckel sowie den oberen Bereich des Topfes von etwaigen Kohlresten reinigen und mit Alkohol desinfizieren. Dann den Topf mit dem Deckel verschließen und an einen warmen Ort stellen (ca. 20°C). Die Gärrinne mit destilliertem Wasser (kein Leitungswasser, da dieses fault und Kalkflecken hinterlässt) auffüllen, um das Weißkraut luftdicht abzuschließen.
Der Topf sollte nun für die nächsten 14 Tage im Warmen stehen, damit das Kraut gären kann. Wichtig ist, dass die Gärrinne jeden Tag kontrolliert wird, damit sie nicht austrocknet, weil der Topf Wasser zieht. Der Topf muss luftdicht verschlossen sein. Keinesfalls den Deckel öffnen, weil man neugierig ist. Dadurch wäre der ganze Fermentationsprozess unterbrochen und alle Arbeit umsonst. Ein Blubbern des Krautes und Luftblasen in der Gärrinne sind normal.

Nach 2 Wochen das Sauerkraut kühl stellen, und zwar idealerweise in einen Raum von ca. 12°C (nicht wesentlich kühler!), so dass das Kraut noch leicht weiter fermentieren kann.

Nach weiteren 4 Wochen ist das Sauerkraut zum Verzehr geeignet. Es kann roh, aber auch schonend gekocht verzehrt werden, wobei es dann jedoch weniger heilsam bzw. wirksam ist. Frischer, roher Sauerkrautsaft ist besonders gesund und hat eine darmreinigende Wirkung.

Das Sauerkraut hält sich bis zum Frühsommer des nächsten Jahres. Wenn es bis dahin nicht aufgegessen ist, kann es ideal als Gartendünger verwendet werden.

Bei jeder Entnahme von Sauerkraut ist es notwendig, mit äußerster Reinlichkeit vorzugehen. Man verwendet am besten ein eigenes Sauerkraut-Holzbesteck aus Holz, da die Mikroorganismen Metall nicht mögen. Zudem sollten nach jeder Entnahme die Gärsteine wieder festgedrückt werden, damit keine Luft im Kraut zurückbleibt, und der Deckel sowie die Oberfläche mit den Gärsteinen mit Alkohol desinfiziert werden. Das Flüssigkeitsniveau muss regelmäßig überwacht werden. Es sollte immer 2 bis 3 cm über dem Kohl sein. Das ist für die Haltbarkeit unerlässlich. Ein Sauerkraut ohne ausreichende Flüssigkeit kann zu faulen beginnen.

Hinweis: Es ist völlig normal, wenn sich auf der Flüssigkeit des Sauerkrauts eine weiße „Haut“ bildet, besonders wenn es bereits älter ist. Es handelt sich in diesem Fall um Kahmhefe, die gesundheitlich unbedenklich ist. Sie ist ein Zeichen von fehlender Reinlichkeit bzw. zu viel Sauerstoffzufuhr. Wenn sie zu viel wird, dann sollte man sie vorsichtig abschöpfen und den Deckel sowie den oberen Bereich des Sauerkrautes mit Alkohol desinfizieren.

Wir verwenden kein Salz bei der Sauerkraut-Herstellung, sondern getrocknete Meeres-Algen, die natürlicher und salzarmer sind. Zudem enthalten sie wichtige Mineralien. Wir fermentieren damit seit Jahren erfolgreich Sauerkraut, Blaukraut und Essiggurken. Bitte beachten Sie bei der Verwendung von Algen, dass diese nicht in Flockenform, sondern ganze Algenblätter sind. Die Algen geben ihr natürliches Salz und ihre Mineralien an das Sauerkraut ab. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass Rotalgen wie die Alge Dulse, Nori-Algen oder Kombu-Algen am besten funktionieren, grüne Algen können hingegen einen gewöhnungsbedürftigen Beigeschmack produzieren. Auf keinen Fall Kelpnudeln, Spirulina, Chlorella oder Afa-Algen verwenden. Diese sind dafür nicht geeignet!

Bitte beachten Sie: Aufgrund des in den Meeres-Algen enthaltenen Jods sollten Sie nicht zu viele Algen bei der Sauerkraut-Herstellung verwenden!

Für gesundheitsbewusste Menschen: Frisches, rohes und unerhitztes Sauerkraut ist im übrigen gänzlich basisch und macht den Körper basisch (auch wenn es sauer schmeckt und man denken könnte, es würde den Körper sauer machen).



Hinweis:
Wenn Sie bei Ihrer Bestellung als Codewort „Kultur-Magazin“ angeben, erhalten Sie einen Sauerkraut-Stampfer aus Holz als Geschenk.

Unser Sortiment an Keramik-Schmitt-Einmachtöpfen mit Sauerkraut, Blaukraut und Essiggurken in unserem Natursteinkeller

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

Vom Burnout zum Flow von Anselm Grün

Vom Burnout zum Flow von Anselm Grün

Buch-Rezension und –Empfehlung von Helene Walterskirchen:

„Vom Burnout zum Flow – Kraftvolle Visionen gegen Erschöpfung und Blockaden“
von Anselm Grün

 

Das 175-seitige Buch von Pater Anselm Grün endet im Teil „Schluss“ mit folgenden Worten:

„Wir haben über die Bilder und Visionen nachgedacht, die unser Leben aus der Erstarrung zum Fließen bringen. Der ungarische Psychologe Mihaly Czikszentmihalyi hat uns dabei begleitet.“

Der Autor Pater Anselm Grün ist seit seinem 19. Lebensjahr Benediktinermönch und war 36 Jahre lang, bis zum Jahr 2013, Cellerar (wirtschaftlicher Leiter) der Benediktinerabtei Münsterschwarzach. Er hat ca. 200 Bücher im Bereich „Spiritualität, Ethik, Religiosität, Benediktinische Regeln, Psychologie und Lebenshilfe“ geschrieben und zählt zu den erfolgreichsten Autoren im deutschsprachigen Raum.

Im Buch „Vom Burnout zum Flow“ orientiert sich Pater Anselm Grün an dem Konzept des Flow-Erlebens, das der emeritierte Professor für Psychologie an der Universität von Chicago, Milhaly Czikszentmihaly, 1975 entdeckt und erforscht hat. Dieser ist jedoch nicht der erste, der das Konzept der schöpferischen Leidenschaft entdeckt hat; vor ihm waren es Kurt Hahn, Maria Montessori und Abraham Maslow. Der Autor verweist im Laufe seines Buches immer wieder auf Kernaussagen von Milhaly C.

Pater Anselm Grün bringt in seinem Buch keine analytischen Untersuchungen über das Phänomen Burnout; er geht weder wissenschaftlich, noch medizinisch noch psychologisch an die Sache heran, sondern menschlich, seelsorgerisch und unternehmerisch – letzteres sowohl aus der Sicht des Top-Managers (der Cellerar bildet mit dem Abt das oberste Management eines klösterlichen Betriebes), als auch aus der Sicht des Verantwortlichen für ein Arbeitsteam, dem die Bedeutung des Flow bei den Mitarbeitern und damit im Team sehr bewusst ist bzw. war.

Das Thema „Burnout“ hat im Buch sehr viel mit dem Bereich „Beruf und Arbeit“ zu tun, weniger bzw. kaum mit dem Bereich Ehe, Partnerschaft, Trennung, Scheidung, Kinder, Familie etc. und den damit verbundenen Belastungen, die in der heutigen Zeit ebenfalls oft in Richtung Burnout gehen. In vielen Fällen von Burnout hängen Beruf, Geschäft und Privates eng zusammen, und hinter so manchem beruflichen Burnoutweg steckt in Wirklichkeit eine belastende Ehe (Beziehung), Trennung oder Scheidung.

Der Autor befasst sich in seinem Buch mehr mit dem Thema des Burnout als einem Zustand des Festgefahrenseins, gleich einem Auto, das im Schlamm steckengeblieben ist. Das Auto und sein Fahrer stecken fest und fließen nicht mehr. Jede Form von Kreativität ist wie ein Fluss in der Wüste ausgetrocknet. Das ganze Leben und Arbeiten wird dadurch für den Betroffenen zu einem belastenden Automatismus. Er funktioniert – irgendwie – aber er lebt nicht im eigentlichen Sinne.

In diesem Zustand holt Pater Anselm Grün den Betroffenen ab und zeigt ihm Wege auf, wie er wieder in Fluss und zu neuem Leben kommen kann. Dabei spielen „innere Bilder“ im Sinne von Visionen, Visualisierungen und Imaginationen eine zentrale Rolle. Der Autor ermahnt den Betroffenen nicht, sich auf die Suche nach einem guten Psychologen zu machen, der ihm dabei hilft, wieder in den Flow zu kommen, sondern er bietet ihm verschiedene Möglichkeiten an, wie er es selber schaffen kann, z.B. Bilder, die beflügeln, archetypische Bilder, Leitbilder oder Bilder, die in Resonanz zur Seele stehen. Dazwischen gibt der Autor dem Leser immer wieder „Rituale“ als praktische Hilfen im Alltag, um aus der „Burnout-Spirale“ zu gelangen und den eigenen, inneren Flow anzuregen.

Pater Anselm Grün zeigt dem Leser im Buch auch auf, welch wichtige Hilfen dieser in der Spiritualität, in Jesus Christus und in Gott finden kann. Da geht es um heilsame biblische Bilder, um heilige Zeiten, heilige Orte, heilige Räume und heilige Rituale, die den Betroffenen nicht nur mit Gott, sondern mit seiner inneren Quelle und seinem innersten Selbst in Berührung bringen. Am Ende des Buches weist der Autor dem Betroffenen 5 Wege zur inneren Kraftquelle auf: die Natur und ihre bergende Lebenskraft, die lösende Macht der Musik, die heilsame Kraft der Stille, die Bejahung des Daseins in Fest und Feier und die heilende Kraft des Gesprächs.

Ein leises Buch, das in die Tiefen der Seele einsickert wie ein Lebensquell, der auf einen trockenen Sand trifft. Das ausgetrocknete Terrain wird wieder bewässert – nicht mit einem Bottich voll, sondern mit einem kleinen Gefäß, damit die verborgenen Samen nicht vom Wasserschwall davon getragen oder ertränkt werden, sondern nur so viel Wasser bekommen, dass sie (wieder) keimen können.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Herder Verlag,
176 Seiten,
Kartoniert,
3. Auflage 2016
ISBN 978-3-451-06722-8
€ 9,99


www.herder.de

Die göttliche Ordnung von Petra Biondina Volpe

Die göttliche Ordnung von Petra Biondina Volpe

von Helene Walterskirchen:
Die göttliche Ordnung
von Petra Biondina Volpe

 

Ein Film, der die Zuschauer zurück in die Zeit der 1970er und 80er Jahre führt. Bei jenen, die diese Ära hautnah miterlebt haben werden so manche Erinnerungen an die damalige Revolution der Frauenkultur in einer absolut patriarchalisch gefärbten Gesellschaft geweckt. Im Film „Die göttliche Ordnung“ geht es um das Schlusslicht dieser europäischen Frauenkultur-Revolution: die Schweiz.

Der Film zeigt in einer sehr informativen, aber auch unterhaltsamen Art und Weise, wie eine kleine Gruppe von Schweizer Frauen aus einer ländlichen Gemeinde im Kanton Appenzell, in den eidgenössisch weiten Revolutionsstrudel gerät. Die Hauptfigur dabei ist die junge Hausfrau und Mutter Nora, die vom Naturell her keine Emanze ist, sondern vielmehr durch verschiedene Vorkommnisse in ihrem privaten Umfeld eines Tages erkennt, dass die Vormachtstellung der Männer zu Lasten des Glücks der Frauen geht. Diese, so Nora, müssten doch genaugenommen innerhalb der göttlichen Ordnung denselben Stellenwert haben wie die Männer – im Hinblick auf Gleichberechtigung, Wahlrecht, Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung. Nora kann dieses Ungleichgewicht nicht länger hinnehmen und tritt, zuerst eher zaghaft, dann immer selbstbewusster, ihren Weg als Anführerin an, dem sich mit der Zeit immer mehr Frauen aus ihrem Umfeld anschließen. Es kommt zu einem Frauenaufstand, der für viel Aufregung und böses Blut im Dorf sorgt.

Der Film „Die göttliche Ordnung“ zeigt das Aufeinanderprallen der verschiedenen Kräfte – männliche und weibliche, Tradition und Fortschritt, Toleranz und Engstirnigkeit, Menschlichkeit und Egoismus. Bei allem jedoch bleibt der Film in einem weitgehend positiven Niveau. Die Zuschauer werden weder in die Niederungen der Psyche hinabgezogen noch werden Aspekte wie Angst, Wut oder Niedertracht in ihnen geschürt. Auch ist das Fehlen von vulgären Sexszenen wohltuend. Sexualität begrenzt sich in diesem Film auf eine rein weibliche und fast schon skurril-humorvolle Angelegenheit.

Was im Film auch zutage tritt, ist die versteckte Hilflosigkeit der traditionellen Männerwelt gegenüber der sich auftürmenden Frauenrevolution, die sich in Drohgebärden oder aufgeblasenen, aber leeren Phrasen äußert. Stark sind alle nur im gemeinsamen Verbund; der Einzelne hingegen ist eher schwach. Beide – Männer wie Frauen – werden als verletzliche Wesen dargestellt, die auf der Suche nach einer neuen gemeinsamen Ebene sind, in der sie nicht gegeneinander kämpfen müssen, sondern gemeinsam das Glück finden können, was dann auch am Ende bei Nora und ihrem Mann Hans der Fall ist.

Die Regisseurin Petra Volpe hat den Film glaubwürdig und authentisch gestaltet, ihm ein geordnetes Niveau gegeben, und die Haupt- und Nebenrollen überzeugend besetzt. Alle zusammen produzierten daraus nicht nur einen unterhaltsamen Film, sondern ein fast echt wirkendes geschichtliches Zeitdokument.

 

 

Die göttliche Ordnung
DVD: 01.12.2017
Bildformat: 2,35:1 (16:9)
Tonformat: Deutsch, Schweizerdeutsch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
EAN: 4042564179996
FSK: 6
Laufzeit: 92 Minuten

www.goettlicheordnung.de
Von: Petra Biondina Volpe
Mit: Marie Leuenberger, Bettina Stucky, Ella Rumpf …
Genres: Drama, Komödie
Produktionsland: Schweiz

Brot – himmlisch irdisch von Anselm Grün & Leo Stöckinger

Brot – himmlisch irdisch von Anselm Grün & Leo Stöckinger

von Helene Walterskirchen:

„Brot – himmlisch irdisch“
von Anselm Grün und Leo Stöckinger



Dieses Buch macht bewusst, dass es drei Arten von Brot gibt:

1. Das Billig-Brot, das im Gewerbegebiet in Brotfabriken, in denen Hilfskräfte jobben, von Maschinen hergestellt wird. Ein Brot ohne Seele und ohne Wertigkeit mit einer automatisierten, gewerblichen Gesinnung.

2. Das Brot, das in einer kleineren Stadtbäckerei von Hand mit maschineller Hilfe von einem Bäckermeister und seinen Gesellen hergestellt wird. Der Bäckermeister hat eine weltliche, irdische Gesinnung, die er seinem Brot mitgibt. Ein Brot, durchaus mit Seele sowie einer gewissen Wertigkeit.

3. Das Brot, das in der Bäckerei eines klösterlichen Betriebes von Hand mit maschineller Hilfe von einem Bäckermeister und seinen Gesellen hergestellt wird – wie dies in der Abtei Münsterschwarzach der Fall ist. Im Gegensatz zu 2. und ganz im Gegensatz zu 1. herrscht auf diesem Gelände ein christlicher, benediktinischer Geist, der seit vielen Jahrzehnten von den Mönchen dort verbreitet wird. Dieser Geist und diese Gesinnung fließen bei der Herstellung und dem Backen von Broten und anderen Backwaren in die Produkte mit ein. Das Brot erhält so eine Seele, einen Geist und eine Wertigkeit/Würde.

Der Hauptautor, Pater Anselm Grün, Benediktinermönch und 36 Jahre lang Cellerar (wirtschaftlicher Leiter) von Münsterschwarzach, zeigt im Buch eingehend auf, um welchen Geist und welche Gesinnung es sich dabei handelt: das Brot nicht nur als irdische Speise und Genuss, sondern vor allen Dingen als himmlische, spirituelle und christliche Speise, die den Weg zum Himmelreich zeigt.

Der Mitautor, Leo Stöckinger, ist Bäckermeister in Münsterschwarzach und leitet die Klosterbäckerei. Er ergänzt den himmlischen und spirituellen Aspekt vom Brot um den weltlichen und irdischen mit seinen Worten und vor allen Dingen seinen leckeren Brotrezepten, z.B. Fladenbrot, Überbackene Vinschgauer, Brotsuppe, Tomaten-Brotsalat, Scheiterhaufen mit Äpfeln u.a.

Pater Anselm Grün führt viele alttestamentarische und biblische Beispiele für die Bedeutung und Verwendung des Brotes auf, beispielsweise das Vaterunser, das die Worte beinhaltet: „Unser tägliches Brot gib uns heute“, oder die Worte von Jesus: „Ich bin das Brot des Lebens“, oder die Brotvermehrung im Markus- und Matthäusevangelium. Sehr informativ sind die „Biblischen Brotgeschichten“, z.B. das „Brot des Segens – Der Hohepriester Melchisedek“, „Brot für die Engel – Gott zu Gast bei Abraham“, „Ein ganz besonders Brot – Manna in der Wüste“.

Ein sehr wertiges, gebundenes Buch mit wunderschönen Brotbildern für die Leser, die nicht nur auf der Suche nach guten Brotrezepten sind, sondern nach dem, was man „Brot des Lebens“ nennt, mit dem man Gott schmecken und genießen darf. Das Buch rückt das verlorene Wertebewusstein für das Brot, das oft so achtlos im Alltag verzehrt wird, wieder zurecht und gibt ihm seinen Wert und seine Würde wieder zurück.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Seiten: 144, gebunden, mit zahlreichen Farbfotografien
ISBN-Nr.: 978-3-7365-0071-6
1.Auflage 2017
VK-Preis: € 25,–

 

 

 

 

 

 

 

Vier-Türme-Verlag

Schweinfurter Straße 40
D-97359 Münsterschwarzach Abtei
Telefon: 09324 / 20 469
Fax: 09324 / 20 668 469
www.vier-tuerme-verlag.de

Mit Osiander zu einer hochwertigen Lesekultur

Mit Osiander zu einer hochwertigen Lesekultur

Meine Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Mit Osiander zu einer hochwertigen Lesekultur


Sind auch Sie eine Leseratte und lesen für Ihr Leben gern? Lieben Sie das Gefühl von Büchern in Ihren Händen, die je nach Verlag und Papierart unterschiedlich riechen und sich anfühlen? Haben Sie zu Hause Regale voller Bücher, die Sie wie einen Schatz hüten?

Dann geht es Ihnen wie mir, denn ich bin seit meiner Kindheit ein Bücher-Fan. Die Liebe zum Lesen habe ich von meiner Mutter, die Schriftstellerin ist, in die Wege gelegt bekommen. Bereits als Kind habe ich fast mein gesamtes Taschengeld in Bücher investiert und Stunden in der damals größten Buchhandlung „Hugendubel“ in München zugebracht, um zu schmökern und neue Bücher zu entdecken.

Als Ende der 90er Jahre Amazon auf dem noch jungen Internetmarkt erschien, wurde es plötzlich „hip“ seine Bücher online zu bestellen und nicht mehr in die Buchhandlung zu gehen. Auch ich habe mich diesem Trend angeschlossen und habe fortan bequem meine Bücher online geordert. Oft war das jedoch mit Enttäuschungen verbunden, da das bestellte Buch nicht meinen Erwartungen entsprach oder schlichtweg einfach falsch geliefert war. So musste ich die Bücher umständlich wieder zurückschicken und zusätzlich noch die Rücksendekosten übernehmen. Mit der Zeit habe ich immer mehr die Auswahlmöglichkeit, die eine Buchhandlung bietet, vermisst, wo ich mir das genau für mich passende Buch persönlich aussuchen konnte. Dennoch nutzte ich immer wieder die bequeme Art der Online-Bestellung bei Amazon.
Leider nahm die Anonymität und Kundenunfreundlichkeit bei Amazon im Laufe der Jahre zu. Es gleicht heute einer Odyssee einen Ansprechpartner bei Amazon zu finden, der sich dem persönlichen Anliegen wirklich annimmt.

Als dann in den letzten Jahren die schlechten, menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen, die Ausbeutung sowie die Knebelverträge mit den Verlagen ans Licht der Öffentlichkeit kamen, habe ich beschlossen meine Bücher, DVDs und CDs – soweit es möglich ist – nicht mehr bei Amazon zu kaufen. Ich konnte und wollte deren Handelspolitik nicht mehr unterstützen.

Auf der Suche nach einer Alternative bin ich in Landsberg am Lech, wo wir seit sieben Jahren wohnen, auf die Osiandersche Buchhandlung, kurz Osiander genannt, gestoßen. Die Osiandersche Buchhandlung gehört zu den 10 größten deutschen Buchhandlungen und hat in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen 39 Filialen. Sie ist die älteste Buchhandlung Baden-Württembergs (seit 1596). Ihr Hauptsitz ist in Tübingen. Eine der Filialen ist in Landsberg am Lech direkt am Hauptplatz.

Ich muss zugeben, dass ich anfangs ein wenig skeptisch war, ob es bei Osiander wirklich alle Bücher geben würde, die ich suchte und brauchte. Meine Skepsis löste sich rasch auf, als ich im Ladengeschäft von Osiander das Angebot auf zwei Etagen durchstöberte und Bücher dort fand, nach denen ich auf der Suche war. Aber auch jene, die ich nicht fand, wurden mir problemlos bestellt, so dass ich sie innerhalb kurzer Zeit abholen konnte. Was ich damals nicht wusste: Osiander verfügt ebenfalls über einen großen Internetshop, der Amazon in nichts nachsteht. Man findet dort in der Regel 99,9% der bei Amazon angebotenen Bücher zum selben Preis. Auch ein Großteil der DVDs und CDs sind verfügbar. Diese kann man – entweder online oder persönlich – bestellen und dann innerhalb kurzer Zeit in der Osiander-Filiale abholen oder sich auch auf Wunsch versandkostenfrei zuschicken lassen.

Ich habe mir auf der Website vom Osiander ein Kundenkonto eingerichtet, was sehr einfach und unkompliziert ging, und bestelle seitdem regelmäßig meine Bücher online. Dann hole ich meistens die Bücher in der Osiander-Filiale in Landsberg am Lech ab und schaue sie gleich vor Ort kurz an, um zu entscheiden, welche ich brauche und welche ich zurückgehen lasse. Das ist wesentlich einfacher als bei Amazon zu bestellen, da man sich den Aufwand der Rücksendung und Rückerstattung spart. Ich werde zudem sofort informiert, wenn ein Buch nicht lieferbar ist, erhalte Ersatzmöglichkeiten, und bekomme eine eMail, wenn meine Bücher abholbereit sind. Meine Anfragen werden sogleich persönlich beantwortet.

Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass im Osiander-Shop die Querverlinkungen und Empfehlungen zu anderen Büchern derselben Thematik nicht vorhanden sind, wie es bei Amazon der Fall ist. Auch gibt es keine Buchbewertungen anderer Leser. Deshalb nutze ich immer wieder Amazon, um diese Daten zu erhalten, bestelle jedoch dann stets das Buch/die Bücher über Osiander.

Ein weiterer wichtiger Grund, warum ich bei Osiander kaufe ist, dass ich die regionalen Buchhandlungen bzw. kleineren Buchhandelsunternehmen unterstützen möchte, die heute durch die drückende Übermacht des US-Konzerns Amazon vom Aussterben bedroht sind und oft ums Überleben kämpfen. Die Geschichte und Tradition der Osianderschen Buchhandlung spricht mich sehr an: hier geht es noch um die Kultur des Buches, des Lesens, der Muse und der Wertigkeit. Das Buch hat darüber hinaus eine Seele, anders als bei Amazon, wo es zu einer seelenlosen Ware degradiert wird, die schnell verkauft werden soll.

Durch meinen Kauf in der Osianderschen Buchhandlung fördere ich auch den persönlichen Kontakt von Buch-Käufer und Buchhändler. Bei Internetriesen wie Amazon kauft man vollkommen anonym ein, erhält weder eine Beratung noch Hilfe bei etwaigen Fragen oder Problemen. Bei Osiander dagegen genieße ich den persönlichen Service, das kleine Gespräch mit den Mitarbeitern beim Abholen oder an der Kasse. Hier stehen Kundenservice und Kundenzufriedenheit im Mittelpunkt. Das Personal ist zuvorkommend und aufmerksam, auch bei Sonderwünschen.

Kurzum: Beim Osiander in Landsberg fühle ich mich wohl und gut aufgehoben. Die Buchhandlung strahlt Gemütlichkeit aus und hat den typisch angenehmen „Bücher-Geruch“. Ich fühle mich an meine Kindheit erinnert, wo ich auch stundenlang in der Buchhandlung verweilen und schmökern konnte. Ich genieße es, in einem der bequemen Sessel meine bestellten Bücher durchzuschauen oder in den Regalen neue Bücher zu entdecken. Denn auch wenn die Buchhandlung nicht so groß erscheint, so hat sie doch ein sehr gutes Sortiment. So war ich vor einigen Monaten positiv überrascht, als ich einige der Yoga-Bücher, die ich bestellen wollte, bereits vorrätig im Regal fand.

Wie würde unsere Welt und unser Leben ausschauen, wenn wir keine Bücher-Kultur und keine Buchhandels-Kultur mehr hätten und es stattdessen nur noch die Anonymität einer automatisierten Bücherwelt gäbe? Wir wären, kulturell gesehen, um ein ganzes Stück ärmer. Es sollte daher unser Bestreben sein, uns und unseren Kindern und Kindeskindern die Bücher- und Buchhandels-Kultur zu erhalten.


OSIANDER Landsberg
Hauptplatz 10
86899 Landsberg a. Lech
Tel. +49 8191 92330
landsberg@osiander.de
https://www.osiander.de

Bienenwachskerzen selber gießen

Bienenwachskerzen selber gießen

Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Kerzen-Kultur – Bienenwachskerzen selber gießen

Aus Bienenwachs selbst gegossene Kerzen mit den entsprechenden Kerzenformen

Lieben Sie Kerzen? Dann geht es Ihnen wie mir. Ich zünde gerne zur dunklen Jahreszeit, wenn die Abende länger werden, eine Kerze an und genießen das warme, heimelige Licht, das den Raum erfüllt. Aber nicht nur in der Adventszeit und zu Weihnachten, sondern auch an besonderen Fest- und Feiertagen sind Kerzen wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Beim Yoga, beim Mittag- oder Abendessen habe ich gerne eine Kerze brennen, da diese Ruhe, Wärme und Frieden vermittelt.
Doch Kerze ist nicht gleich Kerze. Die meisten Kerzen, die man heute im Supermarkt kaufen kann, bestehen aus Paraffin, welches aus Erdöl gewonnen wird, ferner beinhalten sie chemische Farben und Duftstoffe. Das ist alles andere als umweltfreundlich und zudem gelangen, wenn die Kerzen abbrennen, gesundheitlich schädliche Stoffe in die Atemwege. Auch die seit einigen Jahren als ökologische Alternative angepriesene Stearin-Kerze hat ihre Schattenseiten, denn sie besteht überwiegend aus Palmöl, für dessen Anbau und Gewinnung Regenwälder abgeholzt werden. Seit 2014 muss Palmöl in Stearin-Kerzen sogar deklariert werden, da es ein „Klimakiller“ ist.

Fazit: Das natürlichste und ursprünglichste Kerzenmaterial ist und bleibt reines Bienenwachs, gut gereinigt und idealerweise aus biologischer Imkerei.

Solche Kerzen sind natürlich wesentlich treuer als die billigen Paraffin und Stearin-Kerzen. Wenn man gerne und häufig Kerzen brennen hat, wird man irgendwann auf den Gedanken kommen, sie, um Geld zu sparen, selbst herzustellen. Dazu benötigt man entsprechende Formen, in die das flüssige Wachs gegossen wird. Früher waren diese aus Holz, heute sind sie aus Silikon, wodurch die fertigen Kerzen leicht entnommen werden können.

Auf der Suche nach einem Händler, der solche Gießformen anbietet, sind wir vor einigen Jahren auf die Website von Dr. Andreas Kokott aufmerksam geworden, der in seinem Shop eine Vielzahl an wunderschönen Kerzenformen in allen Größen und Formen für die verschiedensten Anlässe anbietet: Weihnachtskerzen, Tischkerzen, Kerzen mit christlichen Symbolen, Geburtstagskerzen, Kerzen mit geometrischen Symbolen, mit Tier-, Natur- und Pflanzenmotiven, Barockkerzen, klassische Stumpen, Kerzen in Rosenform, Teelichter mit Blumenmotiven und Weihnachtssternen, Wachsanhänger, usw. Passend dazu kann man auch gleich Dochte, Bienenwachs und weiteres Zubehör dort bestellen.

Das Angebot hat uns angesprochen und so haben wir verschiedene Kerzenformen und Dochte bestellt. Durch die mitgeschickte Anleitung war das Kerzengießen nicht schwer. Zudem bietet Dr. Kokott in seinem Webshop auch ein sehr informatives Buch mit dem Titel „Kerzen, Teelichter und Wachsanhänger aus Bienenwachs“ zum Verkauf an, in welchem der Vorgang des Kerzengießens mittels der Silikon-Formen genau beschrieben ist. Man lernt sogar, wie man mit ein wenig Geschick eigene Silikon-Kerzenformen herstellen kann.

Auch wenn Silikon auf den ersten Blick nicht sehr umweltfreundlich erscheint, ist es doch die beste Alternative bei der Kerzenherstellung, da es anpassungsfähig und flexibel ist, so dass man die fertigen Kerzen leicht herauslösen kann. Zudem sind die Silikon-Kerzenformen praktisch unverwüstlich und ihre nicht ganz günstige Anschaffungskosten allemal wert. Wir verwenden unsere Kerzenformen schon seit Jahren und haben dadurch viele eigene Kerzen gegossen.
Wir stellen unsere Kerzen heute sowohl aus biologischem, gereinigtem Bienenwachs in Kosmetikqualität wie auch aus den Resten von abgebrannten Bienenwachskerzen her, die wir im Backofen einschmelzen. Früher haben wir diese Wachsreste oft in den Müll geworfen, bis wir eines Tages erkannt haben, welche Rohstoff-Verschwendung dies ist. Bei der Kerzenherstellung herrscht in unserer Küche stets ein aromatischer Bienenwachsduft, geradeso als sei Advent oder Weihnachten. Es macht uns Freude, diesen Duft einzuatmen, denn er ist nicht nur völlig natürlich, sondern auch ein wunderbares Dufterlebnis. Dies können uns weder Paraffin noch Stearin bieten – selbst wenn sie mit künstlichen Duftstoffen angereichert sind.

Übrigens: Hochwertigstes, reinstes Bienenwachs kann auch unbedenklich in den Mund genommen oder sogar mitgegessen werden, wenn z.B. Wachs beim Abbrennen per Zufall über ein Plätzchen läuft. Eltern mit kleinen Kindern können völlig unbesorgt sein, wenn sie in ihrem Wohnbereich solche Kerzen verwenden. Aber leider ist Bienenwachs nicht gleich Bienenwachs. So manches vermeintlich gute Bienenwachs ist unrein, gestreckt mit anderem Wachs, nicht Bio und kommt aus China. Hier lohnt es sich beim Bienenwachs-Einkauf lieber einige Euro mehr zu bezahlen, um eine gute und reine Qualität zu bekommen. Wir verwenden übrigens nur deutsches Bienenwachs.

Flüssiges Bienenwachs wird in die hohen Tischkerzenformen gegossen

Wollen auch Sie ihre Kerzen selber gießen? Dann schauen Sie auf den Webshop von

Dr. Andreas Kokott
Horwagener Str. 29
D-95138 Bad Steben
Telefon: 09288-925688
Telefax: 09288-925689
www.kerzenidee.de
E-Mail: info@kerzenidee.de

Vegan & vollwertig genießen von A. Heimroth und B. Bornschein

Vegan & vollwertig genießen von A. Heimroth und B. Bornschein

Buch-Rezension und –Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:

„Vegan & vollwertig genießen“
von Annette Heimroth und Brigitte Bornschein


Ein ansprechend gestaltetes Kochbuch, das dem Leser die vegane Ernährung mit leckeren Rezepten näher bringt. Das Vorwort ist von Barbara Rütting geschrieben, einer Pionierin der veganen Lebensweise, was das Buch zusätzlich aufwertet.

Das Buch „Vegan & vollwertig genießen“ ist eines der wenigen komplett Soja- und Zuckerfreien Rezeptbücher auf dem Markt, was sehr erfreulich ist, denn gerade gegen Soja sind heute immer mehr Menschen allergisch. Abgesehen davon hat eine vegane Ernährung noch viel mehr zu bieten als Tofu und Fleischersatzprodukte aus Soja oder Weizen. Die Rezepte sind „alltagstauglich“, frisch, gesund und nicht exotisch wie in vielen anderen Kochbüchern, zudem sind sie mit einladenden Fotos versehen.

Früher stand bei uns in der Küche jahrelang ein vegetarisches Kochbuch im Regal, da es schlichtweg keine vegane Alternative auf dem Buchmarkt gab, nun freuen wir uns, dass wir mit dem Buch „Vegan & vollwertig genießen“ endlich einen passenden Nachfolger gefunden haben! Es wurde schon fleißig damit experimentiert und für mich steht fest: Das Rezept „Schokonella“ ist mein neuer Favorit: Datteln, Cashewkerne, Carob und ein paar weitere Zutaten ergeben wunderbare „Pralinen“, die gesünder und himmlischer schmecken als alle anderen nicht-veganen Schoko-Produkte aus dem Supermarkt. Fazit: Vegan Kochen macht mit diesem Buch Freude und erfüllt Körper und Seele gleichermaßen. Sehr empfehlenswert für jeden veganen Haushalt.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Erschienen im Hädecke Verlag
8. Auflage 2016, 216 Seiten, 90 Farbfotos
ISBN 978-3-7750-0573-9
19,90 € (D), 20,50 € (A)

Göttliche Unterweisungen in Kurzform

Göttliche Unterweisungen in Kurzform

von Alexandra Walterskirchen:

„Göttliche Unterweisungen in Kurzform“
von Lucius Caecilius Firmianus Lactantius

 


Lucius Caecilius Firmianus Lactantius (ca. 250 bis 320/325 n.Chr.), deutsch Laktanz genannt, war zu seiner Zeit ein bedeutender Kirchenschriftsteller und Philosoph aus Nordafrika. Er trat 301 n.Chr. zum Christentum über und wurde auch der „christliche Cicero“ genannt, da er über eine große Redebegabung verfügte. Von seinem Hauptwerk, den „Göttlichen Unterweisungen“ (Divinae Insitutiones), das aus sieben Büchern besteht, hat Laktanz wohl um 320 n Chr. eine Kurzfassung, eine „Epitome“, geschrieben. Sie ist nicht nur ein „Auszug“, sondern eine revidierte Neuausgabe des größeren Werkes. Laktanz wollte mit dieser Kurzfassung seinen vielen Lesern Genüge tun, denen das umfangreiche Hauptwerk zu lang war. Dabei erklärt Laktanz am Ende der Vorrede, dass er die Ausführungen des Hauptwerkes so kürzen werde, dass darunter weder der sachliche Gehalt der Darstellung noch die Verständlichkeit leiden werden. Diesen Worten kann ich zustimmen, ja mehr noch: Die Epitome erweisen sich meiner Meinung nach im Vergleich mit dem Hauptwerk als eine Weisheitsperle, denn Laktanz hat an vielen Stellen Gedankenstränge weiterentwickelt und neues Wissen hinzugefügt.

Die Epitome bestehen aus 68 Kapiteln, wobei die 7 Bücher unterschiedlich stark gekürzt und wiedergegeben sind. An manchen Stellen ordnet Laktanz den Stoff anders an als im Hauptwerk, an anderen Stellen zitiert er wörtlich. Besonders ausführlich werden die religiösen und ethischen Pflichten des christlichen Menschen und die notwendige Existenz des Bösen behandelt. Im Gegensatz zu seinem Hauptwerk wendet sich das Buch vor allem an Christen und nicht mehr an Heiden. Dies ist der veränderten politischen Situation seiner Zeit zuzuordnen, als das Christentum immer mehr an Dominanz und Akzeptanz in der römischen Gesellschaft erlangt hatte und nun die alte Vielgötter-Religion als Irrtum angesehen wurde.

Das erste Buch „De falsa religione“ (Von der falschen Religion) wird in den Kapiteln 1,1 bis 19,6 zusammengefasst. Laktanz betont die Existenz des einen Gottes und erläutert ausführlich den fragwürdigen Ursprung römischer und heidnischer Götter, die seiner Meinung nach nichts anderes als nach ihrem Tod vergöttlichte, unsittliche Menschen waren, die Ehebruch begangen und vergewaltigt haben. Laktanz kritisiert verschiedene heidnische Rituale, z.B. Menschenopfer, und sieht den Ursprung der Götterverehrung in sehr alter Zeit, so dass die Menschen heute nicht mehr wissen, welch falsche Götter bzw. Menschen sie verehren. Gleichzeitig nimmt er die Dichter in Schutz, da in allem, was sie wiedergeben, immer auch ein wahrer Kern enthalten ist.

Das zweite Buch „De origine erroris“ (Vom Ursprung des Irrtums) folgt in den Kapiteln 20,1 bis 25,1. Laktanz entlarvt die Wirkungslosigkeit der römischen Götter als Blendwerk der Dämonen und des Teufels. Er erklärt die Schöpfung der Welt, des Menschen, der Engel und der Dämonen. Sehr bemerkenswert ist seine Darstellung des Falls der Engel, die einst zum Schutz der Menschen auf die Erde gesandt worden waren, durch ihre Lust zu menschlichen Frauen verleitet, ihren Engelsrang verloren haben und so zu Anhängern des Teufels wurden (=Dämonen). Laktanz beantwortet danach ausführlich die philosophische Grundfrage, warum das Böse existieren muss: Nur durch das Böse kann das Gute erkannt werden. Laktanz stellt sich hier eindeutig auf die Seite der Anhänger des dualistischen Weltbildes.

Das dritte Buch „De falsa sapientia“ (Von der falschen Weisheit) zeigt in den Kapiteln 25,2, bis 35,3 den Irrtum der griechischen Philosophen auf, die trotz ihrer Suche Gott, das wahre höchste Gut, und die Unsterblichkeit in IHM, nicht erlangt haben, sondern sich in ihren unterschiedlichen philosophischen Ansichten dermaßen zerstritten und verloren haben, dass ihre ganzen Studien am Ende ergebnislos waren. Laktanz stellt sich in Kapitel 31 gegen die Philosophie der Wiedergeburt, die Pythagoras vertreten hat, der sich offenbar als Reinkarnation des Kriegers Euphorbos aus der Zeit des Trojanischen Krieges betrachtet hat, und weist diese als zu belächelnde Torheit von sich.
Das vierte Buch „De vera sapientia et religione“ (Von der wahren Weisheit und Religion) schließt sich in den Kapiteln 36,1 bis 47,1 an. Laktanz betont, dass Weisheit und Religion nur in der Verehrung Gottes zu finden seien, der allein wahre Weisheit sei. Er schildert den Sendungs-, Wirkens- und Leidensweg Jesu Christi. Besonders bemerkenswert ist hier die teils verschollene außerchristliche Offenbarungsliteratur, die Laktanz zitiert, und die eine andere, erfrischend neue Sichtweise auf das Wirken Jesu Christi wirft als das gängige Bild der Bibel.

Das fünfte Buch „De iustitia“ (Über die Gerechtigkeit) wird in den Kapiteln 47,2 bis 52,10 erläutert und widmet sich dem Unrecht der Christenverfolgung, dem Vertrauen auf die Macht Gottes, der Bereitschaft für den rechten Glauben zu leiden und als Märtyrer zu sterben, denn gemäß der Meinung von Laktanz ist in der christlichen Religion eine Bereitschaft, ja sogar Notwendigkeit, zu Leiden enthalten. Wahre Gerechtigkeit sei nur in der göttlichen Weisheit zu finden, ansonsten sei Gerechtigkeit nichts anderes als menschliche Torheit.

Das sechste Buch „De vero cultu“ (Von der wahren Verehrung), das in den Kapiteln 53,1 bis 62,4a wiedergegeben ist, finde ich besonders herausragend, da es die erste christliche Beschreibung bzw. christliche Lehre, darstellt, welche die Pflichten des Geschöpfes, d.h. des Menschen, gegenüber Gott, seinem Schöpfer, darlegt. Laktanz kombiniert hier die Lehre der Bibel mit Ciceros Buch „De officiis“ (Von den Pflichten). Er erklärt ausführlich die drei Ur-Wurzeln allen Übels, nämlich Zorn, Habsucht und Wollust, die beherrscht werden müssen, um ewiges Leben in Gott zu erlangen. Laktanz kritisiert die Sinneslüste und die niederen Triebe des Menschen und ermahnt zur Treue im Glauben aber auch im tugendhaften, ethischen Handeln und der Treue zum Ehepartner.

Das siebte Buch „De vita beata“ (Vom glückseligen Leben) wird in den Kapiteln 62,4b bis 68,5 zusammengefasst. Laktanz erklärt die unsterbliche Einheit der Seele des Menschen mit Gott als das Ziel seiner Existenz. Am Ende schildert er kurz die Endzeit und das tausendjährige Gottesreich, ehe er das Werk abschließt.

Die deutsche Übersetzung der Epitome ist wie auch wie die Übersetzung des kompletten 7. Buches „De Vita Beata“ (Laktanz. „Divinae institutiones“. Buch 7: „De vita beata“ ISBN 978-3-11-021004-0) von sehr guter sprachlicher Qualität. Sie liest sich flüssig und verständlich. Einziger Wermutstropfen ist, dass für den begeisterten Lateiner kein lateinischer Originaltext vorliegt, so dass man selbst nicht übersetzerisch tätig sein kann. Mir hat das Buch „Göttliche Unterweisungen in Kurzform“ des Laktanz sehr gut gefallen und ich kann sie jedem religiös- und philosophisch interessierten Menschen nur empfehlen. Laktanz Ansichten und Lehren sind erstaunlich zeitgemäß und weise. Sie sind ein guter Wegweiser in Zeiten der persönlichen Unsicherheit oder Unklarheit.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Lactantius, Lucius Caecilius Firmianus
Göttliche Unterweisungen in Kurzform
Eingeleitet, übers. und erl. von Eberhard Heck und Gudrun Schickler
Erschienen 2013
109,95 €
ISBN 978-3-11-095688-7

Brigitta von Dagmar Knöpfel

Brigitta von Dagmar Knöpfel

von Helene Walterskirchen:
Brigitta
von Dagmar Knöpfel

Der Film Brigitta ist eine Geschichte nach der gleichnamigen Novelle von Adalbert Stifter (1805 – 1868) anlässlich seines 150. Todestags. Die Regisseurin und Produzentin Dagmar Knöpfel hat den Film in den Jahren 1993/94 an Originalschauplätzen in Ungarn gedreht. Der jetzt neu erscheinende Film auf DVD ist eine restaurierte Fassung.

Der Film, in schwarz-weiß gedreht, vermag den Zuschauer in eine andere Welt zu entführen, nämlich die des 19. Jahrhunderts, in der es weder Autos noch Eisenbahnen noch Landmaschinen etc. gab. Der Schauplatz ist eine abgelegene, verschlafene, ländliche Gegend in Ungarn. Die Handlung führt den Zuschauer in den Lebensraum einiger ungarischer Gutsherren und Landadeligen, die über ihre Dörfer und Bauern herrschen. Unter diesen befindet sich auch Brigitta als einzige Frau, die ein tragisches Lebensschicksal hat und mit ihrem fast erwachsenen Sohn Gustav allein in einem Landschloss lebt. Einer ihrer Nachbarn ist Major István Murai, ein melancholischer, gutaussehender Mann, der Brigitta sehr zugetan ist, jedoch von einem Geheimnis umgeben ist.

Der Film beginnt mit der Reise zu Fuß des jungen Malers Forian, einem guten Freund des Majors, durch die unberührte und herbe Natur Ungarns. Immer wieder lädt ihn diese ein, sich niederzulassen und zu malen. Der Zuschauer darf an der Entstehung der Zeichnungen teilhaben und so eins werden mit den Augen des Malers, der die Landschaft betrachtet und sie in Pinselstrichen detailliert zu Papier bringt.

Mag der Film anfangs etwas langweilig wirken, da er in schwarzweiß und dazu ohne Geräuschkulisse ist, abgesehen vom Gezwitscher der Vögel oder dem Rauschen des Schilfs im Wind, so wandelt er sich mit der Zeit in eine Entspannung und Entschleunigung, die den Zuschauer wohlig wiegt. Die Sinne, die im heutigen, modernen Alltag sehr oft überreizt sind und auf Reize aus sind, dürfen sich entreizen, in die Entspannung und Ruhe eintreten und sich auf das Wesentliche beschränken.

Auch die Handlung des Films ist ungemein beruhigend, ohne das, was man Action nennt, sondern sind beruhigende Sequenzen, die es dem Zuschauer ermöglichen, in die Tiefen der Situation, Seele und Gefühle der Akteure einzutauchen und hinein zu spüren, was in ihnen vorgehen könnte oder gar vorgeht. Und doch bleibt die Handlung bis zum Ende spannend, da der Zuschauer weder hinter das Geheimnis von Brigitta und dem Major blicken kann noch eine Ahnung davon hat. Erst ganz am Ende wird das Geheimnis gelüftet und entlädt seine ganze Gefühlsenergie und Gefühlskraft auf den Zuschauer.

Alles in allem: ein Film der entschleunigt, der die Sinne beruhigt und doch ungemein berührt, ein Film, sensibel und doch kraftvoll, der die Illusion des 19. Jahrhunderts, in dem er spielt, zu einer Realität zu vermachen vermag.

Der Film erscheint ausschließlich aud DVD, die Sie ab dem 26.01.2018 käuflich erwerben können.

Länge: 80 min (Kino, 24fps); 76 min (DVD, 25fps)
Format: Kino 35 mm/1:1,37 (Kino); DVD 1,33:1 (4:3)
Farbe: schwarz/weiß
Ton (DVD): Tonmischung neu digitalisiert von der Original Magnetband Kinofassung
Produktionsjahr: 1993/94
Produktion: Dagmar Knöpfel Filmproduktion

Verleih:

Alamode Filmdistribution
Dachauer Str. 233
80637 München
Tel: 089 – 17 99 92 0
Fax: 089 / 17 99 92 13
info@alamodefilm.de
www.alamodefilm.de

Peacefood + Vegano Italiano von Dr. Rüdiger Dahlke

Peacefood + Vegano Italiano von Dr. Rüdiger Dahlke

von Alexandra Walterskichen:

„Peacefood – Das vegane Kochbuch und Peacefood – Vegano Italiano: Das vegane Kochbuch“
von Dr. Rüdiger Dahlke

 


Dr. Rüdiger Dahlke ist Experte einer veganen Lebensweise und einer gesunden, pflanzenbasischen Ernährung. Das zeigt sich auch in seinen beiden Kochbüchern „Peacefood – Das vegane Kochbuch“ und „Peacefood – Vegano Italiano: Das Kochbuch“, die besonders für Menschen geeignet sind, die sich am Anfang einer veganen Ernährungs- und Lebensweise befinden und Rezepte und Kochideen suchen. Die Einführung in beiden Bücher vermittelt dem Leser Grundlagen und Prinzipien der veganen Ernährung in Kurzform. Ein Glossar erklärt die wichtigsten Zutaten der veganen Küche. Die Rezepte sind fundiert und unkompliziert zum Nachkochen.

So werden auch langjährige Vegetarier und Veganer hier einige neue Gerichte entdecken und ihre Küche positiv bereichern können. Die Namen der Gerichte wie „Veggieburger“, „Wiener Schnitzel“, „Vegane Gyros“, „Mohn-Griess-Schmarrn mit Aprikosenmus“ oder „Dinkel-Buchweizen-Pfannkuchen“ sind so gewählt, dass auch normale „Mischköstler“ leicht ihr Lieblingsericht in veganer Variante nachkochen können. Der Einschlag des österreichisch-bayerischen Kulturkreises des Autors ist in seinem Buch „Peacefood – Das vegane Kochbuch“ eindeutig wahrnehmbar (z.B. „Maronentascherl“ oder „Semmelknödel mit Steinpilzen“) und hat mich als Bayerin besonders angesprochen, da ich mit den Bezeichnungen für diese Gerichte vertraut bin. Ich kenne die Namen noch aus meiner Kindheit, als ich noch keine Veganerin war, und freue mich, dass ich nun auch vegane Alternativen für meine bayerischen Lieblingsgerichte habe.

Das Buch „Peacefood – Vegano Italiano: Das Kochbuch“ legt seinen Schwerpunkt, wie schon der Name verrät, auf italienische Gerichte. So findet man in diesem wunderschönen Buch leckere italienische Rezeptideen mit Nudeln und Reis (Pasta e risotti), viel Gemüse (Legumi), Seitan und Tofu, aber auch jede Menge Suppen (Zuppe) und ganz neue Rezepte nach italienischer Art. Der Autor beweist in diesem Kochbuch, dass die italienische Küche auch vegan und lecker schmecken kann und dazu noch gesund ist.

Beide Kochbücher sind optisch und materialmäßig hochwertig gestaltet, mit attraktiven und traumhaften Fotos, bei denen dem Leser schon beim Betrachten das Wasser im Mund zusammenläuft. Mein Fazit: Zwei Bücher, die einladen zum veganen Essen, zum Experimentieren für jene, die noch nie vegan gekocht haben, und zum begeisterten Nachkochen für jene, die schon selbst Erfahrungen in der veganen Küche gemacht haben. Es ist nicht nur für jeden etwas dabei, sondern überzeugt jeden Vegan-Skeptiker davon, dass die vegane Küche der „normalen“ Mischkost-Küche in keinster Weise nachsteht.

Vielen Dank an Dr. Rüdiger Dahlke für seinen unermüdlichen Einsatz für die Verbreitung der veganen Lebens- und Ernährungsweise!

Das erste Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Peacefood – Das vegane Kochbuch
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH (10. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3833833045
Buchpreis: 19,90 €

Das zweite Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Peace Food – Vegano Italiano: Das Kochbuch
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH; Auflage: 2 (6. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3833841972
Buchpreis: 19,90 €

„Was ich an dir liebe, Mama“ von Alexandra Reinwarth

„Was ich an dir liebe, Mama“ von Alexandra Reinwarth

von Alexandra Walterskirchen:

„Was ich an dir liebe, Mama – Eine originelle Liebeserklärung zum Ausfüllen und Verschenken“
von Alexandra Reinwarth

 


Wer seine Mutter liebt, möchte ihr etwas ganz Besonderes schenken – sei es zu Weihnachten, zum Geburtstag oder zum Muttertag. Dieses Buch ist ein guter Leitfaden, um ein unvergessliches Geschenk zu produzieren, da es kein fertiges Buch ist, sondern nur Bausteine enthält und die Anforderung an den Leser stellt, selbst als Autor tätig zu werden.

Wer jedoch glaubt, das Buch und seine Fragen in einer Stunde schnell hingeschrieben zu haben, irrt. Dieses Buch erfordert Zeit und Hingabe – und das ist auch so gewollt, denn die Beziehung zur eigenen Mutter, dem Wesen, von dem man geboren und aufgezogen worden ist, kann man nicht in ein paar wenigen und flüchtigen Sätzen abhandeln. Dieses Buch fordert dazu auf, sich in die eigene Beziehung zur Mutter einzulassen, hinein zu tauchen in diese spezielle Mutter-Kind-Verbindung, die ein Leben lang anhält und dominierend ist.

Deshalb tut man gut daran, das Buch einige Wochen vor dem Geschenkanlass zu kaufen, um nicht unter Zeitdruck zu geraten. Im Laufe des Buches wird der Leser im übrigen feststellen, dass es nicht nur um die Beschreibung der Liebe zu seiner „Mama“ geht, sondern auch um die Erforschung des eigenen inneren Kindes, wodurch es durchaus etwas Psychologisches an sich hat.

Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, das Buch „Was ich an dir liebe, Mama“ im Laufe von 3 Wochen Schritt für Schritt auszufüllen und mit kleinen Zeichnungen und Stickern zu verzieren. Denn das ist auch eine Sache, die das eher schlicht gehaltene Buch bewusst vom Leser/Käufer verlangt: es durch den eigenen Gefühlsausdruck zu einem unvergesslichen Geschenk zu gestalten. Wer bemängelt, dass die Gestaltung des Buches sehr karg und ohne schöne Bilder sei, vergisst, dass es die Aufgabe der Tochter/des Sohnes ist, das Buch mit der Liebe zu seiner Mutter zu erfüllen und es individuell zu gestalten. Das kann keine Druckerei durch ein paar hübsche, aber in jedem Buch gleiche, Grafiken übernehmen.

Fazit: Dieses Buch ist als Roh-Grundlage zu verstehen, als Leitfaden, um es der Tochter/dem Sohn zu erleichtern, ein einzigartiges Geschenk für seine Mutter zu machen – eine Art Liebeserklärung, ein Dankeschön, eine Hommage. Vorausgesetzt ist allerdings, dass die Liebe zu ihrer/seiner Mutter auch vorhanden ist und sie/er eine schöne Kindheit hatte, ansonsten werden ihr/ihm bei den vielen Fragen irgendwann die Antworten ausgehen. Wer jedoch eine enge und gute Beziehung zu seiner Mutter hat, wie das bei mir der Fall ist, der wird eher ein anderes Problem haben: dass der Platz gar nicht reicht, alles aufschreiben zu können, was man für seine Mutter an Liebe empfindet und wie dankbar man ihr ist, dass man von ihr großgezogen und liebevoll versorgt worden ist.

Ein wunderschönes Buch und eine von Herzen kommende Geschenkidee. Sehr zu empfehlen.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

 

 

 

Riva Verlag

Hardcover, 96 Seiten
Erschienen: März 2016
10,- Euro
ISBN: 978-3-86883-868-8

 

Kyocera-Keramikmesser: Kizuna-Serie

Kyocera-Keramikmesser: Kizuna-Serie

Produkt-Rezension und -Empfehlung von Alexandra und Helene Walterskirchen:
Kyocera-Keramikmesser – Kizuna-Serie


Messer ist nicht gleich Messer. Es gibt kleinere Küchenmesser um 10 € und es gibt welche um 300 €. Meisterköchen ist dies bekannt und sie arbeiten nur mit den hochwertigsten und teuersten Messern, die, je nach Größe, bis zu 1.000 € kosten können. Normalen Hausfrauen wird dies eher unbekannt sein, da sie mit gängigen Kaufhausmessern arbeiten. Meisterköche kaufen ihre speziellen Messer jedoch nicht im Kaufhaus, sondern bei speziellen Herstellern. Ein solcher ist die japanische Firma Kyocera.

Meisterköche kochen anders als „normale“ Hausfrauen. Für sie ist ihr Set an Küchenmessern kein einfaches Messer, sondern ihr Handwerkszeug, mit dem sie fast akrobatisch in Sekundenschnelle „zack-zack-zack“ schneiden – von grob bis millimeterfein. Die „normale Hausfrau“ hingegen braucht fünfmal solange und das Geschnittene ist oft ein unordentlicher Schnipselsalat.

An Kyocera-Keramikmesser, insbesondere die Edel-Serie „Kizuna“ muss man sich als Hausfrau heranwagen. Das geht am besten, wenn man sich schon im Bereich „Kochen“ weiterentwickelt hat und in die Richtung „Meisterköchin“ kommt. Dann geht es nicht nur darum, beispielsweise eine Gurke oder eine Zucchini in Scheiben zu schneiden, sondern man hat den Anspruch gleichmäßig zu schneiden, insbesondere auch gleichmäßig dünn oder in Würfel, und dabei noch Zeit zu sparen.
Zubereiten ist dann nicht nur Zubereiten, sondern die Harmonie und der Flow im Zubereiten, ist das „Jonglieren“ mit den Lebensmitteln, dem Gemüse oder dem Obst. Dies ist nur mit einem Kyocera-Keramikmesser aus der Kizuna-Serie möglich. Mit einem „normalen“ Küchenmesser ist es eher ein disharmonisches und abgehacktes Schneiden à la „wie geht das nochmal?“ Ein echter Meisterkoch liebt es, mit seinen Zutaten zu jonglieren und wirkt damit fast wie ein Showmaster.

So viel zum Thema „Kyocera-Keramikmesser“ und „Meisterköche“, das (fast) alles über den, der ein Kyocera Küchenmesser verwendet, aussagt. In Sachen „Kyocera-Keramikmesser“ gibt es jedoch noch eine andere Komponente, die ebenso wichtig ist:

Immer mehr Menschen entwickeln aufgrund der künstlichen Stoffe unserer High-Tech-Gesellschaft, mit denen sie täglich unbewusst in Kontakt kommen, Allergien, u.a. gegen Nickel und Chrom. Laut Studien leiden 15% der Frauen und 5% der Männer in Deutschland an einer Nickel-Allergie, ausgelöst durch den Gebrauch von nickelhaltigen Küchenmessern und Bestecken. Die Begleiterscheinungen sind: Unerklärliches Jucken, Hautreizungen, Nesselsucht, Rötungen und angeschwollene Schleimhäute im Mund und Rachen. Häufig wissen die Betroffenen jedoch nicht, dass sie an einer Nickel-Allergie leiden, und sie wissen auch nicht, dass sie das giftige Nickel kontinuierlich in Form von metallischen Spurenelementen in ihren Körper aufnehmen, wo es sich mit den Jahren immer mehr ansammelt. Jedes normale Metallbesteck ist mit Vorsicht zu verwenden, da sich darin neben Nickel auch noch andere bedenkliche Schwermetalle befinden können, z.B. Chrom und Silber.

Wer unter einer Nickelallergie leidet, sollte nicht nur sein normales Metallbesteck – so schön es optisch aussehen mag – entsorgen und auf nickelfreies Metallbesteck oder andere Naturmaterialien umsteigen. Eine gesunde Variante sind die Keramik-Messer von Kyocera. Kyocera hat besonders widerstandsfähige, hochwertige Keramikmesser entwickelt, deren Klingen aus dem natürlichen Rohstoff Zirkoniumdioxyd bestehen. Es handelt sich dabei um technische Hochleistungskeramik, die nicht mit normalen Porzellan oder Haushaltskeramik zu vergleichen ist. Hochleistungskeramik wird unter anderem im Bereich der Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik sowie in der Elektronik- und Automobilindustrie eingesetzt. Sie ist leichter als Stahl, sehr hart, hitze- und korrosionsbeständig und unempfindlich gegenüber Säuren. Dadurch bleiben die Keramikklingen von Kyocera etwa zehnmal länger scharf.

Was uns ganz besonders bei den Keramikmessern von Kyocera überzeugt hat: Anders als Stahlklingen übertragen die Keramik-Messer keine Bakterien und Metall-Ionen auf die Nahrungsmittel und sind absolut hygienisch und geschmacksneutral. Mit einem Kyocera-Messer angeschnittene Früchte oxidieren nicht wie bei Stahlmessern, d.h. sie färben sich nicht innerhalb kürzester Zeit braun, wenn man sie angeschnitten hat, sondern sehen auch nach Stunden oder sogar am nächsten Tag noch genauso frisch aus wie eben angeschnitten. Das ist ideal, wenn man Früchte zum Dörren verwenden möchte. So verlieren mit dem Keramikmesser klein geschnittene Apfel- und Mangostückchen nicht ihre schöne Farbe, sondern sehen auch getrocknet noch leuchtend gelb aus.

Es gibt die Kyocera-Messer in verschiedenen Serien und Größen. Mit der günstigen Gen Colour-Serie mit Kunststoff-Griff haben wir vor 7 Jahren unseren „Keramikmesserweg“ begonnen, bis wir auf die „Japan-Serie“ und schließlich auf die hochwertige Kizuna-Serie umgestiegen sind. Die Kizuna-Serie ist für uns der Inbegriff eines vollkommenen Messers und ist mit der günstigeren Gen Colour-Serie nicht zu vergleichen. Hier liegen Welten dazwischen. Die Messer der Kizuna-Serie strahlen schon anhand ihrer Optik ein edles Design aus und man sieht ihnen ihre hochwertige Verarbeitung an. Sie sind in japanischem Sandgarten-Muster in schwarz handgeschliffen und der natürliche Griff aus Pakkaholz liegt schwer und solide in der Hand. Die Schärfe der Messer ist unübertrefflich: Sie gleiten selbst durch hartes Obst oder Gemüse wie durch „Butter“.

Helene: Ich verwende das kleinste Messer mit 7,5 cm langer Klinge zum Schneiden oder Schälen kleiner Früchte, wie Äpfel oder Orangen. Das Messer mit 11 cm langer Klinge ist mein ideales Arbeitsmesser in der Küche zum Schneiden von Obst und Gemüse. Das nächstgrößere Modell mit der 14 cm langen Klinge verwende ich bei größeren Früchten und Gemüsesorten. Das Santoku-Modell mit 16 cm langer Klinge ist eher selten bei uns im Einsatz, da ich zugegebener Maßen Respekt vor diesem scharfen Messer habe und es nur für besondere Nahrungsmittel verwende. Ein ganz wichtiger Hinweis, den ich Ihnen mit auf den Weg geben möchte: Die Kyocera Messer sind extrem scharf und erfordern absolute Konzentration beim Schneiden, sonst gibt es heftige Schnittwunden, selbst wenn man nur abrutscht! Dafür werden Sie sich beim Arbeiten mit den Kyocera Messern der Kizuna-Serie wie ein Meisterkoch fühlen!

Kyocera Keramikmesser
extrem scharfe Hochleistungs-Keramikklingen in verschiedenen Designs erhältlich
unter:
www.kyocera-messer.de

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

Code of Survival von Bertram Verhaag

Code of Survival von Bertram Verhaag

DVD-Rezension von Alexandra Walterskichen:
Code of Survival – Die Geschichte vom Ende der Gentechnik – ein Film von Bertram Verhaag


Seit Jahren schaue ich immer wieder gerne die informativen und zum Nachdenken anregenden Dokumentationen von Denkmalfilm an. Die Filme widmen sich der biologischen Landwirtschaft, der Ethik eines von Herzen kommenden Lebens im Einklang mit den Tieren und der Umwelt, aber auch der Zerstörung der Natur durch AKWs, Gentechnik, Pestizide und gierige Konzerne, denen es nur um ihren Profit geht. So war ich schon gespannt auf den neusten Film von Bertram Verhaag „Code of Survival“, der als Regisseur und Produzent den Film kreiert hat.

Ehrfurcht vor dem Boden und vor Mutter Erde – das ist die Kernaussage des neuesten Filmes von Bertram Verhaag. Es werden verschiedene Initiativen gezeigt, die eine neue Form der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und ethisch hochwertigen Lebensweise praktizieren, wie Sekem in Ägypten, die Teeplantage Ambotia in Indien, Franz Aunkofer, einer der ersten Bio-Bauern Deutschlands, Tobias Bandel, der sich mit den Kompostieranlagen seiner Firma „Soil and More“ für die Fruchtbarkeit des Erdbodens einsetzt, u.a. Aber auch bekannte Natur- und Umweltschützer wie Jane Goodall und Vandana Shiva kommen zu Wort und warnen vor den Folgen der industriellen, konventionellen Landwirtschaft, deren Übermacht nahezu erdrückend erscheint, so dass sich die kleinen Pioniere der Bio-Bewegung dagegen wie David im Angesicht von Goliath vorkommen.

Es ist kein bequemer und unterhaltsamer Film, von dem man sich am Abend bei einem Glas Wein berieseln lassen kann. Der Film fordert Aufmerksamkeit, Offenheit für die Belange der Erde und Landwirtschaft, eine mutige Konfrontation mit den massiven Problemen, und – wie ein ersehnter Hoffnungsstrahl daraus – Menschen, die zeigen, dass es auch anders geht. Der Film will wachrütteln und auffordern, neue Wege zu beschreiten, um unseren Planeten und uns selbst zu retten.

 

 

Denkmal Film
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Erscheinungstermin: 8. Dezember 2017
Produktionsjahr: 2017
Spieldauer: 93 Minuten
ASIN: B074TBRK2M
www.codeofsurvival.de

Rosen-Duschbalsam & Rosen-Körperbalsam von Dr. Hauschka

Rosen-Duschbalsam & Rosen-Körperbalsam von Dr. Hauschka

Unsere Produktempfehlung von Alexandra und Helene Walterskirchen:
Rosen-Duschbalsam und Rosen-Körperbalsam von Dr. Hauschka


Alexandra: „Die Naturkosmetikprodukte von Dr. Hauschka habe ich erstmals vor über 17 Jahren entdeckt, als ich begonnen habe verstärkt im Bioladen einzukaufen. Damals habe ich begonnen meine konventionelle Kosmetik aus der Drogerie auf biologische Pflegeprodukte umzustellen, um meinen Körper nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich natürlich und biologisch zu „ernähren“. Mich hat das Naturkosmetik-Sortiment von Dr. Hauschka, das zu jener Zeit noch nicht so umfangreich wie heute war, sofort überzeugt: Die 100% zertifizierte Naturkosmetik, die ohne Tierversuche hergestellt wird, die anthroposophische Philosophie, die ökologische Verpackung (teilweise aus Glas), die Nachhaltigkeit, die natürlichen Inhaltsstoffe aus kontrolliert biologischem oder biologisch-dynamischen Anbau unter fairen Bedingungen, – alles fühlte sich rund und stimmig an!“

Helene: „Alexandra hat mich mit den Hauschka-Produkten sehr schnell davon überzeugt, diese ebenfalls zu verwenden: „Besonders die „Rosen-Serie“ hat mich sehr angesprochen, da ich eine Liebhaberin aller Rosen und ihrer wunderbaren Düfte bin.“

Alexandra und Helene: „Die Naturkosmetik von Dr. Hauschka schneidet regelmäßig bei Ökotest mit „sehr gut“ ab, was für uns auch ein wichtiges Kaufkriterium ist. In einem aktuellen Duschgel-Test von Öko-Test aus dem Jahre 2017 zeigt sich nämlich leider, dass die meisten Duschgele gesundheitsschädliche Substanzen wie krebserregende PEG-Stoffe, Mineralöle, Silikone, Mikroplastik und problematische Duft,- Farb- und Konservierungsstoffe enthalten. Das Duschgel von Dr. Hauschka dagegen ist frei davon.“

Alexandra: „Mein erstes Duschbad von Dr. Hauschka war die „Zaubernuss“, die ich jahrelang mit großer Freude jeden Tag beim Duschen oder Baden benutzt habe. Nachdem sich die Duschbad-Abteilung von Dr. Hauschka in den letzten Jahren kontinuierlich erweitert hat, gibt es heute vier unterschiedliche Duschbalsame – für jeden Geschmack etwas Passendes: Zitronen-Lemongras, Mandel, Lavendel-Sandelholz und Rose.“

Helene: „Der Rosen-Duschbalsam ist mein Favorit, da er so fein und elegant wie ein Rosenbouquet duftet, aber auch den Lavendel-Duschbalsam mag ich gerne, da ich den Sommerduft von Lavendelblüten liebe. Für mich muss ein Duschbalsam nicht nur gut duften, sondern der Duft muss dezent und natürlich sein. Viele konventionelle Duschbalsame riechen schlichtweg zu intensiv und künstlich. Und natürlich muss der Duschbalsam, den ich verwende, meine Haut schonend reinigen und nicht strapazieren, so dass sie ihren natürlichen Schutz verliert und danach trocken ist. All das ist bei dem Dusch-Balsam von Dr. Hauschka nicht der Fall, weshalb ich ihn auch seit so vielen Jahren verwende. Zusammen mit dem Rosen-Körperbalsam, der für mich eine der besten und hochwertigsten Körperlotionen ist, die es auf dem Naturkosmetikmarkt gibt, ergänzt er meine tägliche Körperpflege und gibt eine samtweiche, geschmeidige Haut.“

Rosen Duschbalsam
200 ml für 12,50 €*
Grundpreis: 6,25 €*/100 ml

Rosen Körperbalsam
145 ml für 18,00 €*
Grundpreis: 12,41 €*/100 ml

Zu kaufen in jedem Bio-Markt, der Dr. Hauschka Produkte führt.
Wir kaufen unseren Rosen-Duschbalsam und unseren Rosen-Körperbalsam primär beim Bio-Markt Alnatura in Landsberg am Lech

 

 

Blend-X Pro Hochleistungsmixer von Kenwood

Blend-X Pro Hochleistungsmixer von Kenwood

Produktrezension und –Empfehlung von Helene Walterskirchen:
Blend-X Pro Hochleistungsmixer von Kenwood


Leckere vegane oder rohköstlich-vegane Speisen zuzubereiten bzw. neu zu kreieren macht mir großen Spaß. Meine Kreationen habe ich 2012 zu einem Kochbuch zusammengefasst mit dem Titel: „Meine Paradies-Ernährung“. Damit war meine Koch- und Zubereitungs-Leidenschaft jedoch nicht beendet, sondern ich habe munter weiter neue vegane oder rohköstlich-vegane Gerichte experimentiert kreiert und in privaten Degustationen Menschen aus meinem Bekannten- und Freundeskreis präsentiert.

Eines meiner wichtigsten Handwerkszeuge ist ein guter und starker Mixer. Mehrere Jahre habe ich den Vitamix, der in den USA hergestellt wird, verwendet, den weltweit viele Rohkost-Köche empfehlen und verkaufen. Ich habe über die Jahre gelernt, mit dem Vitamix umzugehen und so seine Stärken und Schwächen kennengelernt.

Vor einigen Wochen kam ein anderer Mixer ins Haus: der Hochleistungsmixer Blend-X Pro BLP 900 BK der englischen Firma Kenwood (von dieser Firma verwende ich schon seit einigen Jahren die Küchen-Maschine Chef Elite), den ich anfangs etwas skeptisch, jedoch auch mit einer gewissen Neugierde ausprobiert habe. Welcher Mixer würde besser sein: Vitamix oder Blend-X Pro?

Nachdem ich mich in die Bedienungsanleitung eingelesen hatte, stellte ich als erstes mein wichtigstes Gericht her, das wir täglich zu Mittag essen: Bananenmus (pur oder mit Früchten). Das Einfüllen der groben Bananenstücke erfolgte genauso wie beim Vitamix. Das Plastikgefäß ist jedoch insgesamt breiter und nimmt mehr Menge auf – beim späteren Abspülen ist es aufgrund der Weite besser zu reinigen, da man mit der Bürste leichter überall hinkommt. Und los ging es mit dem Mixen der Bananen. An einem Tag probierte ich die Smoothie-Funktion, am anderen Tag die Suppen-Funktion, am nächsten Tag die Zerkleinerungs-Funktion. Das Resultat war jedes Mal dasselbe: Ein köstliches Mousse à la Banane. Ich war begeistert, denn ein so cremig-schaumiges Bananenmus habe ich mit dem Vitamix nie produzieren können. Auch die anschließende Reinigung des Mixers war problemlos und easy. Das einzige, das ich als gewöhnungsbedürftig empfand, war der Verschlussdeckel mit dem merkwürdigen Griff, der schwer aufzusetzen ist und ebenso schwer herunter zu bekommen ist, jedoch, im Gegensatz zum Vitamix, während des Mixens ein absolut bombenfestes Gefühl vermittelt.

Seit diesem einzigartigen Geschmacks- und Genuss-Gefühl des „Mousse à la Banane“ bereite ich unser tägliches Bananenmus nur noch mit dem Blend-X zu und wir genießen es jeden Tag aufs Neue.

Eine weitere Feuerprobe bestand der Blend-X Pro BLP 900 BK bei der Herstellung der von mir kreierten „Veganen Kichererbsen-Hanf-Pastete“, deren Rezept und Herstellung ich nachfolgend beschreibe (das Foto oben zeigt mich bei der Herstellung der Pastete). Nach dem Einfüllen der Zutaten betätigte ich die Funktion „Eiswürfel = Zerkleinern“ und erhielt innerhalb Sekunden eine wunderbare cremig-sahnige Pastete, die mit der, die ich im Vitamix hergestellt hatte, nicht vergleichbar war.

Für mich liegt das größte Plus des Blend-X Pro BLP 900 BK in seiner Fähigkeit, aus Früchten oder Gemüse sahnig-cremige Speisen herzustellen, die einem Mousse gleichen. Und ich liebe Mousse, das leicht und locker ist und auf der Zunge zergeht. Der Blend-X hat nicht nur einen Hochleistungs-Motor, sondern auch doppelte Messer, was sich auf die Zerkleinerung und Schlagfähigkeit (Schaumfähigkeit) positiv auswirkt. Mir ist unverständlich, warum die Rohkost-Köche den Kenwood Blend-X Pro noch nicht für sich entdeckt haben, denn er ist dem Vitamix in jeder Hinsicht ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen. Abgesehen davon ist er wesentlich günstiger, weil der deutsche Kunde nicht die hohen Einfuhrzölle aus den USA mitbezahlen muss. Denn würde man den Vitamix in den USA kaufen, würde er genauso viel kosten wie der Kenwood Blend-X Pro in Deutschland.

DE’LONGHI DEUTSCHLAND GmbH

Carl-Ulrich-Straße 4
63263 Neu-Isenburg
Tel. 06102-5999500
Fax. 06102-5999555

www.kenwoodworld.com
E-Mail: unternehmen@delonghi.de

Der Mixer eignet sich übrigens hervorragend dazu, meine vegane Kichererbsen-Hanfsamen-Pastete zuzubereiten. Das Rezept dazu finden Sie hier.

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

Echte Vanille und Vanillezucker

Echte Vanille und Vanillezucker

Produkt-Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Echte Vanille und Vanillezucker


Meine Großmutter machte ihre Kuchen immer mit Vanillezucker, den sie im Supermarkt billig kaufte. Sie kannte weder ein echtes Bourbon-Vanille-Pulver noch Bourbon-Vanille-Stangen. Der Vanillezucker aus dem Supermarkt bestand aus weißem Zucker, der mit Vanille-Aroma angereichert war. Ich glaubte lange daran, dass dies der einzige Vanillezucker wäre, den es gibt. Erst viel später stieß ich auf echte Vanille und auf richtige Vanillestangen, die nicht weißlich, sondern dunkelbraun sind. Nicht nur die Farbe unterscheidet sich von künstlicher Vanille, sondern auch der Preis: echte Bourbon-Vanille ist wesentlich teurer.

Echte Bourbon-Vanille gibt mit ihrem sahnig-süßen Aroma Süßspeisen etwas Sinnliches und Betörendes. Sie ist jedoch nicht nur die Königin unter den Gewürzen, sondern auch ein Superfood. Die Antioxidantien der Vanille schützen vor Krebs und ihr Aroma beruhigt die Nerven, hilft bei Schlafstörungen, Angst und Unruhezuständen. Zudem sind ihre entzündungshemmenden Inhaltsstoffe stark pilztötend, so dass sie, als Tinktur aufgetragen, gut gegen Ekzeme, Neurodermitis und andere Hautkrankheiten wirkt. Vanille ist auch ein bekanntes Aphrodisiakum und Studien haben ergeben, dass ihr Duft direkt im Gehirn wirkt und die Produktion des Glückshormons Serotonin ankurbelt. Wer Vanille isst, fühlt sich besser, ist glücklicher und steigert zusätzlich die Leistungsfähigkeit seines Gehirns und die körperliche Ausdauer.

Wir verwenden in unserer Küche seit vielen Jahren Bio-Bourbon-Vanille. Vor einigen Jahren sind wir auf Vanilleschoten in Rohkostqualität umgestiegen, die angeblich die wertvollen Inhaltsstoffe besser bewahren würde, da die Vanilleschoten nicht erhitzt werden. Wir glaubten, unserer Gesundheit damit etwas Gutes zu tun und nahmen es in Kauf, dass diese extrem teuer waren. Wir wussten nicht, dass es gar keine Rohkost-Vanille geben kann. Dies erfuhren wir jedoch erst vor kurzem von dem Vanille-Experten Christian Terno von der Firma „Madavanilla“ aus Madagaskar.

Auf unsere Frage, ob es Vanille in Rohkostqualität geben könne, erklärte uns Christian Terno, dass Vanille niemals Rohkostqualität haben kann. Denn wenn die Vanillestangen nicht unmittelbar nach der Ernte bei 60 °C blanchiert werden, reifen sie nach mit der Folge, dass sie dann nicht mehr nach Vanille duften und schmecken. Ähnlich ist es auch bei anderen Gewürzen, u.a. Kakao und Agavensirup, die jahrelang als „roh“ verkauft wurden, obwohl sie es aufgrund des Herstellungsprozesses nicht sein können.

Dies hat uns veranlasst, fortan keine angebliche „rohe“ Bourbon-Vanille mehr zu kaufen, sondern auf echte, frische Bourbon-Vanille-Stangen der Firma „Madavanilla“ umzusteigen. Die Firma baut seit über 30 Jahren in Madagaskar Vanilleschoten ohne Einsatz von chemischen Zusatzstoffen oder Schädlingsbekämpfungsmitteln an, und erntet und trocknet sie von Hand. Das traditionsreiche Familienunternehmen „Madavilla“ setzt sich zudem im Rahmen des „Erzeugerverbandes Madagaskar“ für fairen Handel sowie für die Unterstützung kleiner regionaler Vanille-Anbauer ein. Im Shop von „Madavanilla“ gibt es nicht nur die bekannte Bourbon-Vanille in Bio-Qualität, sondern auch die eher unbekannten Vanille-Sorten „Pompona“ oder „Tahitens“, Pfeffer und andere Gewürze.

Die Bourbon-Vanille von „Madavilla“ hat uns sofort überzeugt. Sie ist von ausgezeichneter, bester Feinschmecker-Qualität, die herkömmliche Vanille aus dem Bio-Markt, die oft hart, ausgetrocknet und wenig aromatisch ist, bei weitem übertrifft. Die Vanille von „Madavanilla“ ist intensiv im Aroma, ölig-weich, fruchtig und schon optisch eine Augenweide. Das ist wirkliche Gourmet-Vanille, die höchsten Ansprüchen gerecht wird! Man kann die Vanille bei „Madavanilla“ in Schoten kaufen oder gemahlen, wobei wir die Schoten vorziehen, da wir dann immer genau die Menge Vanille frisch malen, die wir für die nächsten 2 Wochen brauchen. So bleibt das Aroma erhalten und die Vanille duftet noch traumhafter als wenn sie schon vor längerer Zeit gemahlen wurde.

Nachfolgend finden Sie die deutsche Bestelladresse von „Madavanilla“:

Madavanilla – Vanille aus eigenem Anbau
Christian Terno
In der Hut 3c
D-86565 Peutenhausen
Telefon: 08252 8817769
Telefax: 08252/8817784
E-Mail: info@madavanilla.de
www.madavanilla.de

Cloclo und ich von Stefano Knuchel

Cloclo und ich von Stefano Knuchel

von Helene Walterskirchen:
Cloclo und ich (Originaltitel: „Quand j’étais Cloclo“)
von Stefano Knuchel

 


Dieser Dokumentarfilm beweist es wieder einmal: die skurrilsten, dramatischsten und abenteuerlichsten Geschichten schreibt das Leben selbst – sie müssen nicht erfunden werden.

Cloclo ist ein Film, mit dem der Regisseur und Produzent Stefano Knuchel das, was ihm als Kind widerfahren ist, aufarbeiten möchte. Wie einen Teppich rollt er sein Leben und das der Familie, in die er 1966 hineingeboren worden ist, auf, schaut es sich an, sortiert das Lustige vom Traurigen, das Schöne vom Schlechten, das Gute vom Bösen, um besser verstehen zu können, was damals passiert ist – mit ihm und seinen vier Geschwistern.

Es beginnt wie im Märchen in einer Luxusvilla am Lago Maggiore in den 60er und 70er-Jahren: High Life auf allen Ebenen, amerikanischer Nobelschlitten, Swimmingpool, exzessive Partys – und: krumme Geschäfte seines Vaters im Immobilienbereich. Es endet mit einem Berg voll Schulden, mit jahrelanger Flucht – und überall die Kinder mit dabei, Kinder, die die meiste Zeit keine Schule besuchen, keine Freunde haben, kein gesellschaftliches und ethisches Fundament aufbauen können.

Irgendwann wird der Vater auf der Flucht erwischt, vor den Augen seiner Kinder verhaftet, und für viele Jahre ins Gefängnis gesteckt. Hinter ihm bleibt eine Spur der Verwüstung zurück – eine zerbrochene Familie, eine zerstörte Existenz, psychisch, sozial und menschlich gebrochene Kinder.
Eine Mutter, die als Bardame versucht, eine neue, bescheidene Existenz aufzubauen, und deren Rolle in diesem Familiendrama zwiespältig bleibt. Eindeutig ist ihre Bewunderung für den bekannten französischen Sänger Claude Francois, genannt Cloclo, über dessen Tod im Jahr 1978 sie untröstlich gewesen ist.

Der junge Stefano Knuchel wollte seiner Mutter eine Freude bereiten oder, besser gesagt, ihre Liebe erringen: er nutzte sein musikalisches Talent dazu, sich einige der Songs von Cloclo beizubringen und sie danach vor der Mutter aufzuführen. Sie war darüber entzückt und gab ihm den Kosenamen Cloclo“.

Der Film ist eine hervorragende Studie über elterliche, insbesondere väterliche Verantwortungslosigkeit, die das Ausleben eigener, egoistischer Interessen über das Wohl der eigenen Kinder stellt. Doch Sohn Stefano klagt mit diesem Film weder an noch sucht er Schuldige, vielmehr sucht er nach Momenten der Liebe, Wärme und Geborgenheit in seiner Kindheit, die doch da sein müssen, und hier wird seine Suche zwanghaft, denn er jagt einem Phantom nach, das ihm letztlich stets entflieht. Liebe wird zu einem Taschenspielertrick, zu einer Show, zu einer Parodie.

In der Endsequenz trifft Stefano nach vielen Jahren den alten Vater. Er versucht, mit ihm in die Vergangenheit einzutauchen, wo sie, seiner Erinnerung nach, miteinander glücklich waren. Doch dies gestaltet sich zu einer herben Enttäuschung, denn der Vater, kalt und desinteressiert, kann sich an nichts mehr erinnern. Stattdessen zeigt er dem Sohn einen Taschenspielertrick aus vergangenen Zeit und taut erst dann auf, als der Sohn mit ihm den Trick im Duett vollführt.

Der Film endet damit, dass Stefano für seine Mutter nochmals in die Rolle von Cloclo schlüpft, sich den Bart abrasiert, sich schminkt und eine blonde Perücke aufsetzt. Sie ist entzückt, als er so in ihre Wohnung kommt und Songs von Cloclo für sie singt, die sie zu Tränen rühren. Es bleibt dem Zuschauer überlassen zu entscheiden, wem diese Tränen gelten: dem Sohn oder ihrem Idol Cloclo, an dessen Grab sie noch kurz zuvor war.

Erschienen 2017
Regisseur: Stefano Knuchel
Produktion: Stefano Knuchel – Venus and beyond
Co-Produktion: Silvana Bezzola – RSI Televisione Svizzera, Marco Bielli – Spaid

 

 

KINOFILME FÜR KENNER
Hamburger Berg 7 · 20359 Hamburg
T (040) 63 66 55 44
dispo@dejavu-film.de

„Falten“ von Silvia Häselbarth Stolz

„Falten“ von Silvia Häselbarth Stolz

von Helene Walterskirchen:
Falten – eine Auseinandersetzung mit dem Älterwerden
von Silvia Häselbarth Stolz


Der Dokumentarfilm wird von den 5 Protagonisten im Alter von Ende 60 bis Anfang 80 getragen: drei Frauen und zwei Männern, vollkommen unterschiedliche Charaktere, die auf ein gänzlich individuelles Lebensbuch zurückblicken können und doch, in der letzten Phase ihres Lebens, eins gemeinsam haben: die Tatsache, dass sie alt werden und die verbleibende Lebensspanne immer kürzer wird.

In diesem Film gewähren die Protagonisten Einblick in ihr Inneres und lassen den Zuschauer in ihr Lebensbuch, genauer in das letzte Kapitel „Alter“, spicken: die Künstlerin Monica von Rosen (73 J.), mit deutschen und schwedischen Wurzeln, die mit einem Schweizer verheiratet war; die Bewegungspädagogin Rita Maeder-Kempf (82 J), die nach dem frühen Tod ihres Mannes ihre 4 Kinder alleine groß gezogen hat; der Malermeister und Weltenbummler Fredy Frey (79 J.), dem man sein Alter nicht ansehen würde; seiner Frau, der leicht besserwisserischen, pensionierten Lehrerin Ruth Frey (68 J.); der Trödler Urs Wydler (73), der ein unspektakuläres Allerweltsleben geführt hat. Eine illustre Kombination von verschiedenen Menschentypen, die neugierig machen und denen man gerne zuhört, was sie zu sagen haben – auch zwischen den Zeilen.

Die Regisseurin Silvia Häselbarth Stolz, die sich über den Film mit ihrem eigenen Älterwerden bzw. dem Altsein ihrer Eltern beschäftigt, geht mit einer angenehmen, positiven Grundhaltung an das Thema heran, die das Alter nicht als Schrecken vermittelt, sondern als wichtige Chance, „auch das Dessert ihres Lebensmenüs“ zu genießen“, wie Monica von Rosen es so treffend bezeichnet und wie es Fredy Frey vormacht: sich Ziele stecken und sie umzusetzen, in Form von Fernreisen, Gartenschuppenbau, weiterhin Maleraufträge ausführen usw. Der Film macht bewusst: Älterwerden ist eigentlich kein Thema, denn dem Menschen selbst würde es gar nicht auffallen, wenn da nicht der Spiegel wäre, der gnadenlos die Falten zeigt. Da wäre er nun doch: der Schrecken, die Ohnmacht, gleich einem Kaninchen, das wie erstarrt vor der Schlange sitzt.

Die Regisseurin und ihre Protagonisten zeigen jedoch in diesem Film, dass über den Falten auch im Älterwerden oder alt sein, weiterhin das „Entfalten“ steht. Jeder kann sich – bis zu seinem letzten Atemzug – entfalten in dem, was man Kreativität oder Berufung nennt oder einfach in dem, was Spaß macht, und wo man das Gefühl hat, noch zu leben und lebendig zu sein. Falten, so die Quintessenz, dürfen nicht die Macht haben, die Lebensfreude zu rauben. Auch wenn hin und wieder ein Hauch Wehmut durchkommt, so zeigt dieser Film, dass das Alter mit Lebensfreude ein köstliches Dessert sein kann. Wir selbst bestimmen durch unsere Haltung, ob wir leben wollen oder ob wir das Leben und uns selbst aufgeben.

Erschienen 2017
Produktion: Häselbarth Filmproduktion GmbH
Regie: Silvia Häselbarth

Verleih: Häselbarth Filmproduktion und Verleih GmbH
Luegetenstrasse 21
CH-6004 Luzern
+41 41 312 58 58
www.film-falten.ch
info@haeselbarthfilmproduktion.ch

Der Bauer & Sein Prinz von Bertram Verhaag

Der Bauer & Sein Prinz von Bertram Verhaag

von Helene Walterskirchen:
Der Bauer & Sein Prinz
von Bertram Verhaag

 

Der Dokumentarfilm „Der Bauer & Sein Prinz“ erschien im Jahr 2014 als Resultat einer 5-Jahre langen Drehzeit. Er kam sehr gut in der Öffentlichkeit an, erhielt unzählige positive Pressestimmen sowie acht internationale Preise. Man muss ihm, dem Film, keine weiteren Lobesstimmen hinzufügen, die bereits Bekanntes nur noch aufwärmen würden, sondern kann ihm seine ganze eigene Interpretation geben. Dies will ich mit dieser Rezension/Empfehlung machen.

Es war einmal ein englischer Kronprinz namens Charles, der hatte nicht nur alles, wovon andere träumen: Geld, Besitz, Luxus und Land, sehr viel Land, sondern auch einen Traum oder besser eine Vision: eine Natur, die intakt ist, und mit der die Menschen in Einklang leben, eine Landwirtschaft, die nicht nur aus Nehmen besteht, sondern auch aus Geben, funktionierend nach biologischen und ökologischen Prinzipien, getragen von dem Respekt der Verantwortlichen vor Mutter Erde und all ihren Geschöpfen. Das war anfangs der 1980er Jahre.

Auf der Suche nach einem geeigneten Landwirtschafts-Fachmann, der fähig sein würde, seine Vision umzusetzen, traf der junge Prinz of Wales auf den nur wenig jüngeren David Wilson, der zwar nicht aus der ökologischen Landwirtschaft kam, jedoch eine ökologische Natur besaß, die nur darauf wartete, sich entfalten zu können. Beide, Prinz Charles und David Wilson, fanden sich nicht nur sympathisch, sondern der Visionär traf auf (s)einen „Spiegel“, der fähig war, seine Vision aufzunehmen und sie hinaus in die Welt zu tragen bzw. sie anderen Menschen zu spiegeln – etwas, das er als abgeschirmter Thronfolger nicht konnte. Der Großteil des Films wird daher von David Wilson getragen, während Prinz Charles weitgehend im Hintergrund bleibt – ständig kontrolliert von seinem königlichen Press Office.

Zu dem Zweier-Gespann „Visionär und Visions-Praktiker“ gesellte sich Anfang der 80er Jahre der Dritte im Bunde, Prof. Dr. Hartmut (Hardy) Vogtmann aus Deutschland, der an der Universität Kassel-Witzenhausen den damals ersten Lehrstuhl für ökologischen Landbau inne hatte. Er sollte als Berater für das ganze biologisch-ökologische Projekt „Duchy Home Farm“ im Anwesen von Highgrove, dem Landsitz des Prinzen von Wales, fungieren. Die Symbiose der drei „Landwirtschaftsgeister“ erwies sich als Volltreffer.

Einst als „Öko-Spinner“ belächelt, wird Prinz Charles heute für seinen unermüdlichen und unbeirrbaren Einsatz in der Verbreitung der Bio- und Öko-Landwirtschaft weltweit bewundert. Die Lorbeeren jedoch, so seine bescheidene Meinung, verdient ein anderer: David Wilson, der sympathische, warmherzige und positive Farm-Manager seiner „Duchy Home Farm“.

Der Film vermag wie kein anderer zu zeigen, dass Landwirtschaft auch ganz anders funktionieren kann, nämlich menschlich, weitgehend naturbelassen, im gegenseitigen Respekt Mensch-Tier und Mensch-Pflanzen. Sehr angenehm und wohltuend in diesem Film ist die ethische und ästhetische Hochwertigkeit, die Feinheit und Noblesse, die sich von Prinz Charles zu David Wilson zieht und von diesem so natürlich ausgedrückt wird, als sei er selbst ein Aristokrat. Geburtsadel und Herzensadel vermischen sich bei beiden zu einer erfolgreichen Symbiose und zeigen, dass man auch auf diese Art und Weise Erfolg haben kann – es braucht vielleicht etwas länger, dafür aber ist der Erfolg kein egoistischer, sondern ein altruistischer.

DENKmal-Film Verhaag GmbH
Bertram Verhaag
Herzogstraße 97
D-80796 München
Telefon +49 (0)89 – 52 66 01
Fax +49 (0)89 – 52 34 742
www.derbauerundseinprinz.de
office@denkmal.film

Kenwood Küchen-Maschine Chef Elite

Kenwood Küchen-Maschine Chef Elite

Produkt-Rezension und –Empfehlung von Helene Walterskirchen:
Kenwood Küchen-Maschine Chef Elite


Die Autorin verwendet seit mehreren Jahren in ihrer Schlossküche gerne die Kenwood Küchen-Maschine Chef Elite und sagt dazu:

„Mit der ‚Kenwood‘, wie ich sie kurz nenne, kann ich schnell, mühelos und präzise Gurken hobeln, Karotten, Sellerie oder Zucchini grob oder fein raspeln, ebenso Weißkraut so zerkleinern, wie ich es jeweils für die Zubereitung eines Gerichtes brauche. Daneben hat die Kenwood noch ganz viele andere Funktionen, wie Mixen, Pürieren, Kneten, Kräuter fein zerkleinern usw. Nach Gebrauch kann ich die Zubehör-Utensilien schnell und leicht unter fließendem Wasser reinigen und sie auch in ganz kurzer Zeit wieder zusammenbauen. Ich verwende meine Kenwood seit mehreren Jahren und sie funktioniert sehr zuverlässig; zudem hilft sie mir, beim Kochen und Zubereiten Zeit zu sparen. Was ich sehr an der Kenwood schätze: ich habe mich noch nie an ihr verletzt, was früher z.B. bei einem manuellen Gurkenhobler oder beim Raspeln von Karotten durchaus vorkam. Es gab so manches Mal blutige Verletzungen. Ich genieße es außerdem, eine so hochwertige Küchenmaschine in meiner Küche zu haben, denn sie passt ideal zu meiner hochwertigen Vollholz- und Schreiner-Küche. Zudem harmoniert sie mit meinem hochwertigen und ökologisch ausgerichteten Lebensstil, denn die englische Firma Kenwood produziert umweltfreundlich und hält Umweltgesetze ein.“

DE’LONGHI DEUTSCHLAND GmbH

Carl-Ulrich-Straße 4
63263 Neu-Isenburg
Tel. 06102-5999500
Fax. 06102-5999555

www.kenwoodworld.com
E-Mail: unternehmen@delonghi.de

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

Divinae Institutiones Buch 7: De Vita Beata

Divinae Institutiones Buch 7: De Vita Beata

Buch-Rezension von Alexandra Walterskirchen:

„Divinae Institutiones Buch 7: De Vita Beata“
von Laktanz


Lucius Caecilius Firmianus Lactantius (ca. 250 bis 317 n.Chr.), deutsch Laktanz genannt, war zu seiner Zeit ein bedeutender Kirchenschriftsteller und Philosoph aus Nordafrika. Er trat 301 n.Chr. zum Christentum über und wurde auch der „christliche Cicero“ genannt, da er über eine große Redebegabung verfügte. Sein Hauptwerk „Göttliche Unterweisungen“ (Divinae Insitutiones), das aus sieben Büchern besteht, und zur Zeit der Christenverfolgung unter Diokletian für gebildete Menschen geschrieben worden ist, ist heute großteils vergessen, dabei steckt es voll Weisheit, welche es zu einem lesenswerten Werk für jeden Philosophie-Interessierten macht.

Nachfolgend möchte ich Ihnen das 7. Buch „De Vita Beata“ (Über das glückselige Leben) näher vorstellen. Es ist im lateinischem Original mit einer sehr guten deutschen Übersetzung von Stefan Freund erschienen, zusammen mit einem umfassenden Kommentar, die das Buch zu einer wahren Perle machen. Das Buch besteht aus 700 Seiten. Seiten 86-196 beinhalten den lateinischen Originaltext mit deutscher Übersetzung, danach folgt der ausführliche Kommentar mit Anhang. Der Autor Stefan Freund hat das Buch im Rahmen einer Habilitationsschrift erstmals 2005/2006 an der Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt veröffentlicht. Es ist 2009 in leicht überarbeiteter Fassung erschienen. Der stolze Preis von 169,95 Euro ist das Buch allemal wert, da es die einzige Übersetzung des 7. Buches der Divinae Institutiones „De Vita Beata“ auf dem deutschsprachigen Buchmarkt bietet.

Im ersten Hauptteil „Gottes Heilsplan“ (Kapitel 1 bis 7) widmet sich Laktanz den Grundlagen eines glückseligen Lebens, den Irrtümern der Philosophie in den grundlegenden Weltfragen, der christlichen Sinndeutung für das Dasein der Welt des Menschen sowie der gerechtfertigten Existenz des Bösen gemäß der dualistischen Weltsicht von Gott und Anti-Gott.

Im zweiten Hauptteil „Die Unsterblichkeit der Seele“ (Kapitel 8-13) führt Laktanz christliche Argumente für die Unsterblichkeit der Seele an, die wesentlich überzeugender als die Beweise der griechischen Philosophen wie Platon sind, und beschäftigt sich mit den bei Lukrez vorgebrachten Argumenten für die Sterblichkeit der Seele, die er durch Gegenargumente widerlegt.

Im dritten Hauptteil „Die Endzeitereignisse“ (14,1-26,7) beschäftigt sich Laktanz mit dem Tausendjährigen Reich sowie den Kriegen und Katastrophen am Beginn der Endzeit, dem Auftreten des Anti-Christ und dem siegreichen Eingreifen Gottes, und übertrifft an Präzision und Deutlichkeit bei Weitem die so hoch gelobte Johannes-Offenbarung der Bibel. Das Ende des dritten Teils ist dem Jüngsten Gericht und der Auferstehung der reinen Seelen, die Gott erkannt haben, sowie der endgültigen Vernichtung des Anti-Gottes, der noch einmal zu einem vergeblichen Kampf gegen Gott aufruft, gewidmet.

Der Schluss des Buches (26,8-27,16) beinhaltet eine große Kaiseransprache mit einem Gebet für den Kaiser, um die Lage der Christen zu verbessern, sowie die Aufforderung an den Leser, sich dem Christentum anzuschließen und geduldig und standhaft nach dem Vorbild Christi zu leben. Laktanz stützt sich bei seinen Endzeitprophezeiungen überwiegend auf die Aussagen der Sibyllinischen Orakel, eine in zwölf Büchern überlieferte jüdisch-christliche Sammlung von Weissagungen, die bis in das 3. Jahrhundert v. Chr. zurückreicht.

Ich möchte an dieser Stelle eine Leseprobe des dritten Hauptteils der Endzeitereignisse zitieren, da es angesichts der heutigen Umstände auf dem Planeten Erde und dem kulturellen Verfall der Menschheit besondere Gültigkeit hat. Auf Seite 153 in Buch 7,15,6-10 schreibt Laktanz:

„(6) Und wie damals Zeichen gegeben wurden, durch die den Ägyptern ihre kommende Katastrophe angezeigt werden sollte, so wird es am Ende wundersame Vorzeichen über alle Elemente der Welt hin geben, aus denen man den allen Völkern bevorstehenden Untergang erkennen kann. (7) Weil sich also das Ende dieses Zeitalters nähert, muss sich zwangsläufig die Lage der Menschheit verändern und durch das Anwachsen der Bosheit zum Schlechteren abgleiten, so dass sogar diese unsere Zeiten, in denen Ungerechtigkeit und Bösartigkeit zum höchsten Grad angewachsen sind, im Vergleich mit jenem heillosen Bösen dennoch als glücklich und beinahe golden betrachtet werden können. (8) Denn so selten wird die Gerechtigkeit werden, so häufig die Frevelhaftigkeit, Habsucht, Begierde und Triebhaftigkeit, dass die Guten, wenn es dann überhaupt noch welche geben sollte, den Verbrechern zum Opfer fallen und von allen Seiten von den Ungerechten gequält werden, nur die Schlechten hingegen wohlhabend sind, die Guten aber in jede Art von Schmach und Armut fallen. Jedes Recht wird auf den Kopf gestellt werden und die Gesetze werden untergehen. (9) Niemand wird dann irgendetwas haben außer dem, was man sich mit der Hand verschafft oder verteidigt hat, Frechheit und Gewalt werden alles besitzen. Es wird keine Verlässlichkeit unter den Menschen geben, keinen Frieden, keine Menschlichkeit, keinen Anstand, keine Wahrhaftigkeit und so weder Sicherheit noch Lenkung durch irgendeine Ruhe von den Übeln. (10) Denn die ganze Erde wird in Aufruhr geraten, überall wird Kriegslärm dröhnen….“

Das sind dringliche, ermahnende Worte! Denn wenn man sich den kulturellen und gesellschaftlichen Verfall sowie die drohenden und existierenden Kriege heute in der Welt anschaut, hat man das Gefühl Laktanz hat beim Verfassen seines Werkes einen Blick in die Zukunft geworfen. Wenn man die Worte von Laktanz zu Grunde legt, dann steht das Ende des alten Zeitalters bevor.

Doch das ist kein Grund hoffnungslos zu sein und sein Leben in Trübsal und Verbitterung zu verbringen. Denn wer sich Gott hingibt, IHM dient und auf IHN vertraut, hat nichts zu befürchten. Laktanz schreibt am Ende (S. 195197) des 7. Buches in 27,11: „Jener wird wohlhabend, jener wird reich bei Gott ankommen, an dessen Seite Mäßigung, Barmherzigkeit, Geduld, Liebe und Glaube stehen. Das ist unsere Hinterlassenschaft, die weder jemandem weggenommen noch auf einen anderen übertragen werden kann…. 13: Durch diese Speise und diesen Trank Gottes werden die Blinden sehen die Tauben hören, die Stummen reden, die Lahmen gehen, die Dummen wissend, die Kranken gesund und die Toten wieder lebendig werden…. 15: Niemand verlasse sich auf Reichtum, niemand auf Amtsgewalt, niemand gar auf königliche Macht. Diese Dinge machen nicht unsterblich… 16: Bemühen wir uns also um die Gerechtigkeit, die allein uns als unzertrennliche Gefährtin zu Gott geleiten wird, und leisten wir, solange der Lebensgeist diese Glieder noch lenkt, unermüdlich den Kriegsdienst für Gott, führen wir die Wachen Tag und Nacht durch, stellen wir uns tapfer dem Feind, den wir kennen, entgegen, damit wir als Sieger und nach der Niederringung des Gegners im Triumph den Lohn der Tugend, den er uns selbst versprochen hat, vom Herrn erlangen.“

Ein lesenswertes Buch – nicht nur für Anhänger des christlichen Glaubens -, sondern für jeden, der mehr über den Zeitalterwechsel und das Wirken Gottes in der Seele und im Geist des Menschen erfahren möchte.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Stefan Freund:
Laktanz. „Divinae institutiones“. Buch 7: „De vita beata“
ISBN 978-3-11-021004-0
€ 169,95

 

Schönheit, Anmut und große Architektur im alten Ägypten von Peter Wimmer

Schönheit, Anmut und große Architektur im alten Ägypten von Peter Wimmer

DVD-Tipp von Alexandra Walterskirchen:
Schönheit, Anmut und große Architektur im alten Ägypten – 14-teilige-DVD-Serie von Peter Wimmer


Seit meinem 12. Lebensjahr bin ich ein begeisterter Ägypten-Fan und habe schon zahlreiche Reisen nach Ägypten unternommen. Ich habe dabei nicht nur die Kulturstätten des Landes – die verschiedenen Tempel und Pyramiden – besucht, sondern auch Kontakte und Freundschaften zu einheimischen Familien geschlossen, die wir teilweise im Rahmen unserer Charity-Arbeit (siehe www.admacum.com) unterstütz(t)en.

Im Laufe der Jahre habe ich nicht nur viele Bücher über das alte Ägypten, sondern auch sämtliche auf dem Markt erhältlichen Filme und DVDs gekauft, um mehr über mein Lieblingsland und seine alte Kultur zu erfahren. Dabei habe ich festgestellt, dass es auf dem Markt zwei Sorten von Dokumentationen über ferne Länder und ihre Kulturstätten gibt:

Die eine Art ist im Forscher- und Entdeckungsstil à la Indiana Jones gemacht, mit einer oft künstlich anmutenden, spannungsgeladenen Geschichte – wo Mord und Verschwörung nicht fehlen dürfen -, hintermalt mit gruseliger oder actiongeladener Musik und nachgespielten Szenen von Statisten, wobei oft unbedeutende Artefakte, Höhlen und Skelette von selbstverliebten Archäologen als neueste Sensation angepriesen und umständlich beschrieben werden, usw., so dass man sich nicht selten nach einem solchen Film disharmonisch und aus seiner Mitte herausgebracht fühlt.

Die andere Art ist im Stil einer oberflächlichen, unverbindlichen Berichterstattung aufgezogen, wobei man sich oft nicht des Eindrucks erwehren kann, dass es sich mehr um eine versteckte Reisewerbung als um eine wirkliche Wissensdokumentation handelt. Nichtssagende Erklärungen über die Kulturstätten des Landes wechseln sich ab mit Aufnahmen von Touristengruppen und Reiseführern sowie einer genauen Beschreibung der Reiseroute. Bei allem stehen mehr die Hotels, die Kreuzfahrtschiffe und das üppige Abendbuffet im Vordergrund als ein wirkliches Eintauchen und Verstehen der Kulturstätten des Landes und seiner Bewohner.

Das änderte sich, als ich vor nicht allzu langer Zeit auf die Dokumentationen von Peter Wimmer gestoßen bin. Unter dem Reihentitel “Kulturreisen individuell” hat der Filmemacher Peter Wimmer die Kulturdenkmäler verschiedenster Länder in Europa und Nordafrika einfühlsam und informativ mit seiner Kamera dokumentiert, so wie er sie in den Ländern angetroffen hat. Seine Dokumentationen sind natürlich, ehrlich und zeigen unverfälscht die Schönheit der Orte, Tempel, Landschaften und Menschen so, wie sie wirklich sind. Hier wird nichts mit einer künstlichen Geschichte aufgebauscht oder als unterschwellige Werbung serviert.

Der Schwerpunkt der „Kulturreisen-Filme“ von Peter Wimmer liegt zweifellos in Ägypten. In über 14 filmischen Dokumentation dokumentiert er das reiche Erbe der pharaonischen Kultur am Nil, u.a. die Tempel von Luxor, Karnak, die Gräber und Tempel von Theben-West, die Tempel von Assuan, Philae, Abu Simbel, Kom Ombo, Dendera, Abydos, die Pyramiden von Gizeh und Memphis usw. Es ist alles dabei, was das Herz eines Ägypten-Fans höher schlagen lässt, sogar Tell el-Amarna, die Stadt von Echnaton, fehlt nicht!

Die erste DVD, die ich bestellt habe, hieß „Abydos – Osiristempel – die stilistisch schönsten Reliefs Ägyptens“. Ich muss zugeben, dass ich anfangs ein wenig Skepsis empfand. Doch bereits die ersten Minuten der Dokumentation zerstreuten diese. Das war eine Dokumentations-Art erster Klasse: feinfühlig, achtsam, tiefgründig und ehrfürchtig vor der Kultur des Landes. So hatte ich mir immer eine wirkliche Kulturdokumentation gewünscht: ruhige Bilder, die dem Zuschauer Zeit geben, sich auf den Tempel einzulassen und die Reliefs zu betrachten, untermalt mit besinnlicher, meditativer Musik, ergänzt mit Erläuterungen über Leben und Geschichte der alten Ägypter, gesprochen von Peter Wimmer mit seiner angenehmen, ruhigen, sachlichen Stimme.

Ich hatte das Gefühl, den Tempel und seine einzigartigen Hieroglyphen und Abbildungen noch einmal anzuschauen, aber dieses Mal viel ausführlicher und besinnlicher als es bei meinen Reisen nach Ägypten nie möglich gewesen war, sei es, weil ich unter Zeitdruck stand, mich andere Touristen oder Einheimische ablenkten oder ich einfach nicht offen dafür war. Durch die Dokumentation von Peter Wimmer entdeckte ich Reliefs und Räume, die ich übersehen oder längst vergessen hatte. Die Energie der Götter von Abydos wanderte über den Bildschirm zu mir und erfüllte meine Seele.

In der Folgezeit bestellte ich nach und nach die kompletten 14 DVD-Dokumentationen von Peter Wimmer über die Kulturschätze des Alten Ägyptens und „reiste“ über diese erneut ins alte Ägypten. Peter Wimmer schafft es durch seine Dokumentationen nicht nur, dem Zuschauer die Kulturschätze, die Tempel und Pyramiden näher zu bringen, sondern in ihm auch ein Gefühl von Ewigkeit und Verneigung vor der göttlichen Allmacht entstehen lassen, wo sich unbedeutende Ego-Probleme und Nichtigkeiten des Alltags auflösen. Nach dem Anschauen seiner Dokumentationen fühle ich mich aus dem Alltag enthoben, in einem friedlichen Zustand der Ruhe und der inneren Einkehr.

So nutze ich die Dokumentationen von Peter Wimmer auch gerne als filmische Begleitung meiner Meditations- oder Yoga-Praxis und genieße es, währenddessen in die mystische Welt der Pharaonen und Götter abzutauchen. Peter Wimmer gelingt es, nicht nur das physisch Sichtbare eines Kulturdenkmals zu vermitteln, sondern auch das Energetische und Unsichtbare: den Geist und die Seele des Ortes. Das ist etwas ganz besonders Kostbares, denn es führt uns zurück zu unseren Kulturwurzeln von Religion, Philosophie und Kunst.

Hier geht es zum Youtube-Kanal von Wimmer Kommunikation.

Die kulturell wertvollen Filme von Peter Wimmer bekommen Sie hier:

Wimmer Visuelle Kommunikation
Am Lichterkopf 25
D-56112 Lahnstein
Telefon 02621/62625
info@wimmer-kommunikation.de
www.wimmer-kommunikation.de

 

Was will ich? Mut zur Entscheidung von Anselm Grün

Was will ich? Mut zur Entscheidung von Anselm Grün

von Helene Walterskirchen:

„Was will ich? Mut zur Entscheidung“
von Anselm Grün

 


Pater Anselm Grün, Benediktiner-Mönch und ehemaliger Cellerar (wirtschaftlicher Leiter) der Abtei Münsterschwarzach, ist nicht nur einer der erfolgreichsten christlichen Schriftsteller, sondern auch spiritueller Berater von Menschen in schwierigen Lebenssituationen, die oft nicht wissen, was sie wollen oder wie sie sich entscheiden sollen. Seine vielen Erfahrungen aus der Praxis hat er in Form dieses Buches niedergeschrieben.

Am Anfang des Buches, sozusagen als „Leitstern“ der gesamten Thematik, zeigt Pater Anselm Grün auf, dass es eine übergeordnete Entscheidung gleichermaßen für alle Menschen gibt: die Entscheidung für Gott, für den Willen Gottes, für ein Gott gewolltes Leben, für das, was Gott von uns möchte. Die Menschen, die diese übergeordnete Entscheidung getroffen haben, werden die vielen Entscheidungsfragen, die im täglichen Leben auf sie zukommen, mit Sicherheit und Leichtigkeit beantworten, da sie einer göttlichen Führung unterliegen, die ihnen in Form von Impulsen vermittelt, welche Entscheidungen sie treffen sollen und welche richtig sind.

Schwierig wird es hingegen für jene, die Gott fern sind, die überwiegend im Ego leben und dadurch unsicher sind, welche Entscheidung die richtige und welche die falsche ist. Das Ego vermag den Menschen weder Halt noch Sicherheit zu geben und folge dessen fehlen ihnen die göttlichen Impulse, von denen sie sich führen lassen können. Die Entscheidungsfindung wird dadurch oft zur Qual, zu einer aufreibenden Sache, die enorm viel Energie und Zeit verbraucht – die man sonst für andere Dinge zur Verfügung hätte.

Pater Anselm Grün verweist auf die einfache Version der Entscheidungsfindung – Gott. Er stellt daneben aber auch die schwierige Version der Entscheidungsfindung dar – das Ego. Um das Ego zu motivieren, seine Entscheidungskämpfe und krampfhaften Entscheidungssuche aufzugeben und sich lieber der göttlichen Führung zu unterwerfen, zeigt Pater Anselm Grün auf, wie mühsam Entscheidungsfindungen ohne Gott sind und wie viele Hilfen und Übungsanleitungen notwendig sind, die man berücksichtigen muss, um irgendwie zu einer „richtigen“ Entscheidung zu kommen. In diesem Teil reibt sich das Buch, wird zäh und verliert seinen Fluss, den es zu Anfang hatte. Das aber scheint vom Autor so gewollt, um dem Leser etwas Elementares bewusst zu machen.

In diesem komplexen Teil baut Pater Anselm Grün dem Leser immer wieder Brücken, um doch noch den Weg heraus aus der Reibung und Zähigkeit hin zu Gott und zu einer göttlichen Entscheidungsfindung zu entdecken. Eine seiner Brücken bilden 20 Seiten Gebete am Ende des Buches – Gebete um Entscheidungen und Gebete vor Entscheidungen. Denn Pater Anselm Grün weiß: Gebete können so manche Wunder bewirken.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Erschienen 2015, 5. Auflage
Vier-Türme GmbH, Verlag
ISBN 978-3-89680-520-1

Vier Türme Verlag GmbH
Presse: Martina Nöth
Schweinfurther Str. 40
D-97359 Münsterschwarzach Abtei
Tel. 09324/20469
Fax 09324/20 668 469
www.vier-tuerme-verlag.de
m.noeth@vier-tuerme.de

Raus aus der Demenz-Falle! von Gerald Hüther

Raus aus der Demenz-Falle! von Gerald Hüther

von Helene Walterskirchen:

„Raus aus der Demenz-Falle!“
von Gerald Hüther

 


Dieses Buch des Neurobiologen Gerald Hüther sollte Pflichtlektüre für jeden erwachsenen Menschen sein – egal ob er/sie 30, 50 oder 70 Jahre alt ist. Und es sollte ebenso Pflichtlektüre für jeden Mediziner, der noch nach der Schiene „Reparatur-Medizin“ seine Patienten behandelt, sein.

Bereits im 1. Kapitel des Buch „Paradigmenwechsel in der Medizin“ gehen jedem Leser die Augen auf, wenn er folgendes liest: „ …, dass jeder Organismus grundsätzlich in der Lage ist, von außen stammende oder in seiner inneren Organisation entstandene Störungen durch die Mobilisierung eigener Abwehrkräfte zu unterbinden, zu kompensieren oder auszugleichen.“ Welch ein Widerspruch zu jeder medizinischen Behandlung, die sich anmaßt, unseren Organismus „gesund“ machen zu wollen!

Wo andere Schriftsteller langsam herangehen und sich in die Thematik hineinarbeiten, geht Gerald Hüther mit Riesenschritten gleich zu Anfang auf S. 14 daran, die „Demenz-Lüge“ zu demaskieren, indem er die „Nonnenstudie“ präsentiert, auf die er im gesamten Buch immer wieder eingeht. Er schreibt dazu: „Denn laut dieser Nonnenstudie gibt es offenbar Personen, deren Gehirn genauso degeneriert und mit Ablagerungen übersät ist wie das von Patienten mit einer schweren Alzheimer-Demenz, bei denen aber – und jetzt halten Sie sich bitte fest – bis ins hohe Alter, bis zu ihrem Tod kein Gedächtnisverlust oder andere Symptome einer Demenz aufgetreten sind.“

Und der Leser/die Leserin darf sich in dem kurzen Buch von 117 Seiten weiter festhalten, denn der Autor bringt in wenigen, aber sehr treffenden und glasklaren Erläuterungen die Tatsachen und Ursachen für Demenz auf den Tisch. In Mark und Bein geht auch ein Satz auf S. 19: „… Genau das möchte ich mit diesem Buch versuchen, indem für die Herausbildung dementieller Krankheiten nicht länger irgendwelche Ablagerungen im Gehirn verantwortlich gemacht werden, sondern sehr ungünstige, im Gehirn sehr vieler Menschen abgelagerte Vorstellungen.“

Wer jemals Angst vor Demenz hatte, wird durch dieses Buch diese Angst verlieren. Er wird vielmehr erkennen, welch Wunderwerk das Gehirn ist. Gerald Hüther schreibt auf S. 36: „Zeitlebens, sogar bis ins hohe Lebensalter, ist das menschliche Gehirn in der Lage, seine einmal herausgeformten Nervenzellverknüpfungen und Verschaltungsmuster an veränderte Nutzungsbedingungen anzupassen, neue Nervenzellkontakte herzustellen, neue Nervenfortsätze auszuwachsen und sogar neue Nervenzellen zu bilden.“

Das Wunderwort heißt „Neuroplastizität“ und was darunter zu verstehen ist, erfährt der Leser/die Leserin auf S. 40: „Neuroplastische Umbauprozesse kommen auch dann nicht mehr so recht in Gang, wenn nicht mehr allzu viel Neues passiert, wenn es immer weniger gibt, für das es sich anzustrengen lohnt, wenn nur noch selten neue Herausforderungen bewältigt werden und deshalb die Freude am eigenen Entdecken und Gestalten nachlässt.“ Im weiteren macht Gerald Hüther bewusst, dass es sich auch sehr negativ auf die Regenerationsfähigkeit des Gehirns auswirkt, wenn Personen Probleme haben, die sie nicht bewältigen können, wenn sie unter Druck sind und Angst haben, also eine starke und womöglich chronische Stresssituation vorhanden ist. Unter solchen Bedingungen klappt die Neubildung von Nervenzellen sowie von Nervenzellfortsätzen und –kontakten nicht mehr. Er beendet diesen Absatz mit dem kurzen und absolut treffenden Satz: „Es muss einem also richtig gut gehen, sonst gelingt es nicht.“

Die Erfolgsformel erweitert der Autor von Neuroplastizität hin zu Kohärenz und einem Kohärenzgefühl. Er schreibt dazu auf S. 47: „Es ist das persönliche Empfinden, das eine Person hat, wenn all das, was sie tagtäglich erlebt, wovon sie erfährt und was sie wahrnimmt, gut zu ihren eigenen Erwartungen passt. Noch präziser: Dieser Mensch fühlt sich als jemand, der alles, was geschieht, auf eine Weise bearbeiten und bewältigen kann, dass es wieder passt. Denn kohärent ist etwas immer dann, wenn es keine Widersprüche, keine Störungen, keine Trennungen und Abspaltungen gibt.“

Es geht jedoch, so erfährt der Leser/die Leserin, nicht darum, dass alles immer Freude, Frieden, Eierkuchen sein muss, sondern dass wir auch Herausforderungen und Unfrieden brauchen, um die jeweiligen Situationen, die uns aus dem Gleichgewicht gebracht haben, wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Ein ständiges, aktives Life-Management, ein permanentes Jonglieren zwischen Anspannung und Entspannung, zwischen Disharmonie und Harmonie, zwischen Unfrieden und Frieden. Bei allem jedoch sollte ein Grundzustand in der Weise herrschen, dass der Mensch zufrieden ist und sich freut, auch über Veränderungen und Weiterentwicklungen, die es ihm nicht leicht machen, die er jedoch mit Leichtigkeit managt und gestaltet.

Wenn uns hingegen alles nur nervt, wenn wir uns gegen Veränderungen sträuben, wenn wir in einer belastenden Familiensituation leben, wenn wir Angst vor dem Alter haben, wenn wir uns isolieren, wenn es keine Freude mehr in unserem Leben gibt, dann wirkt sich das negativ auf unsere neuroplastischen Regenerationsprozesse aus und damit öffnen wir der Demenz Tür und Tor.

Alles in allem: Ein klasse Buch, das jede noch so kleine Angst vor dem Älterwerden in nichts auflöst und dazu auffordert, sein Leben in die Hand zu nehmen und so zu gestalten, dass man fließt und, so oft wie möglich, ein Gefühl von Freude dabei zu empfinden!

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Arkana Verlag

Verlagsgruppe Random House
2. Auflage 2017
ISBN 978-3-442-34209-9
Preis: € 18,–

Johannes Follmer und die Homburger Papiermanufaktur

Johannes Follmer und die Homburger Papiermanufaktur

von Helene Walterskirchen

Johannes Follmer und die Autorin vor dem historischen Mühlrad der Papiermühle

 

Was wären wir ohne unsere Traditionen, die aus den Wurzeln unserer Vorfahren resultieren! So gehört es beispielsweise zu meinen Traditionen, meine „Special Post“, d.h. besondere Briefe, auf handgefertigtem Büttenpapier zu schreiben – natürlich mit der Hand und Füller. Ich habe die Einstellung, dass ein Brief an einen lieben Freund oder eine liebe Freundin, in dem ich ihm oder ihr etwas Wichtiges zu sagen habe, auch eine Wertigkeit ausdrücken soll nach dem Motto: „Du bist mir etwas wert, unsere Verbindung ist mir etwas wert und so soll auch dieser Brief ein Zeichen der Wertigkeit sein“. Das handgeschröpfte Büttenpapier, auf dem ich schreibe, fertigt seit Jahren Johannes Follmer in seiner Papiermanufaktur, die Teil des Museums Papiermühle in Homburg ist. Seine Liebe zum hochwertigen handgeschröpften Papier, sein Festhalten an der alten Tradition seiner Vorfahren, hat mich dazu veranlasst, einen Beitrag über ihn und seine Papiermanufaktur in diesem Kultur-Magazin Schloss Rudolfshausen, Ausgabe II/2016, zu bringen.

Papier war einst ein Luxusartikel, der manuell hergestellt wurde – heute ist es Massenware, die industriell hergestellt wird. Früher ging man sehr achtsam mit jedem Bogen Papier um, heute zerreißt man ihn bedenkenlos, wenn man auch nur ein Wort falsch geschrieben hat. Weg damit in den Papierabfall oder manchmal sogar in den Müll! Wenn ich heute einen Brief auf dem einzelangefertigten Büttenpapier von Johannes Follmer schreibe, konzentriere ich mich ganz besonders, um mich nicht zu verschreiben, denn den hochwertigen Bogen einfach so zu zerreißen, käme mir nie in den Sinn.

Johannes Follmer stammt aus einer alten Papiermacherfamilie. Im Jahre 1853 übernahm ein Urahn von ihm, der Pfälzer Papiermacher Johann Follmer, die am Bischbach gelegene Papiermühle Homburg. Bis zum Jahr 1975 blieb die Papiermanufaktur im Familienbesitz und produzierte Schreib- und Spezialpapiere, darunter auch Büttenpapier, Aktendeckel und Packpapiere. Danach war der Betrieb nicht mehr konkurrenzfähig auf dem sich immer mehr industrialisierenden Papiermarkt, insbesondere aufgrund der veralteten Maschinen. Als der Vater von Johannes Follmer 1975 den Betrieb zusperrte, war Johannes gerade einmal vier Jahre alt.

Die Familie Follmer, die bis dahin auch in der Papiermühle gewohnt hatte, zog aus dem maroden Gebäude, in dem es nicht einmal eine Zentralheizung gab, aus und baute sich nebenan ein neues Wohnhaus, in dem Johannes Follmer heute mit seinen Eltern, seiner Frau und den beiden kleinen Söhnen wohnt. Die ehemalige Papiermühle fiel in einen Dornröschenschlaf, aus der sie durch den zuständigen Bezirksheimatpfleger wieder erweckt wurde. Er setzte sich dafür ein, dass das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt wurde und es so möglich würde, das historische Gebäude mit staatlicher Hilfe zu sanieren und für die nachfolgenden Generationen zu erhalten – als MUSEUM PAPIERMÜHLE HOMBURG.

Seitdem ist Johannes Follmer nicht nur Handpapiermacher, sondern auch Museumsleiter, der dafür sorgt, dass Leben im Museum ist und der Erhalt als Museum gewährleistet ist. Seit knapp zwei Jahrzehnten ist die ehemalige Papiermühle nun Anschauungsobjekt für die alte Zunft der Papier-Manufaktur. Johannes Follmer: „Als Nachfahre einer Papiermacher-Familie zeige ich den Besuchern gerne, wie meine Vorfahren im 19. und 20. Jahrhundert Papier und Pappe hergestellt haben und welche Maschinen sie dabei verwendet haben. Wir haben jährlich ca. 6.000 Besucher aus aller Welt, die in unser Museum kommen und das ist, für ein relativ abgelegenes Museum in einem kleinen Dorf, eine stattliche Besucherzahl – verglichen mit anderen Museen dieser Größenordnung.“

Johannes Follmer hat viel zu tun mit Führungen, Büroarbeit, Anfragen bearbeiten, Sonderveranstaltungen organisieren, Vermietung des Veranstaltungsraumes in der ehemaligen Papierscheune, die Teil des Museums ist. Dennoch bleibt ihm immer noch Zeit, sich in seine „moderne“ Werkstatt zurückzuziehen, in der er handgeschröpftes Büttenpapier herstellt. Eigentlich, so Johannes Follmer, „gibt es den Beruf des Hand-Papiermachers heute nicht mehr. Das Berufsbild heißt heutzutage „Papiertechnologe“ und diese werden anhand der modernsten Technik ausgebildet. Die Maschinen, mit denen ich heute mein handgeschröpftes Büttenpapier herstelle, sind angesichts der modernen Technik von heute, genaugenommen schon ziemlich veraltet. Leider aber gibt es keine modernen Maschinen mehr, um handgeschröpftes Büttenpapier herzustellen, weil das Handwerk, wie schon gesagt, so gut wie ausgestorben ist. So muss man sich als Hand-Papiermacher seine Maschinen entweder in gebrauchtem Zustand kaufen oder sie sich selbst zusammenbasteln.“

Johannes Follmer hat keine klassische Ausbildung als Hand-Papiermacher durchlaufen, da es diese nicht mehr gibt. Er hat sie von seinen Vorfahren, insbesondere seinem Vater erlernt, der heute immer wieder ins Museum oder in die Werkstatt kommt und dem Sohn beim Papierherstellen zuschaut oder ihm zur Hand geht. Daneben hat er diverse Praktikas und Zusatzausbildungen in Papierherstellungsbetrieben sowie in Papiermacherschulen oder bei alten Lehrmeistern aus der Zunft der Handpapiermanufaktur gemacht.

Die Familie Follmer ist eine Papiermacher-Familie durch und durch. Bereits die Kleinsten, die beiden Söhne von Johannes Follmer, Anton, sechs, und Valentin, acht Jahre alt, haben ihren eigenen Arbeitsplatz in der „modernen“ Werkstatt, wo sie sich darin üben, eigenes Büttenpapier herzustellen. Und im Verkaufsladen des Museums dürfen sie dann ihr eigenes Büttenpapier verkaufen und so ihr Taschengeld aufbessern.

Johannes Follmer gibt die Familientradition der Papiermanufaktur, des handgeschröpften Büttenpapiers, an die nächste Generation weiter. Ist er ein Papier-Botschafter, einer der die Tradition hochhält und weitergibt? Johannes Follmer antwortet schmunzelnd:

„Ich fühle mich schon so, dass ich die Fahne der Papiermanufaktur hoch halte nach dem Motto: Wissen weitergeben, Bewusstsein schärfen sowie eine Philosophie zu übertragen, die den Wert des Papiers bewusst macht und die Menschen zu einem anderen Umgang mit Papier auffordert. Papier ist in der heutigen Wegwerfgesellschaft oft ein Wegwerfprodukt, das billig erworben wird und keinen Wert mehr besitzt. Ich möchte den Menschen bewusst machen, was der Unterschied zwischen einem Billigbogen Papier und einem Bogen handgeschröpften Büttenpapier ist. Und das gelingt mir, glaube ich, ganz gut. Es freut mich sehr zu sehen, wie manche Leute dann ganz andächtig werden, wenn sie einen Bogen meines handgeschröpften Büttenpapiers in der Hand halten und wissen, wie ich ihn hergestellt habe – mit meinen Händen, mit viel Liebe, mit viel Zeit und Hingabe.“

Traditionen sind für Johannes Follmer die Wurzeln des Menschen, Teil einer wichtigen und hochwertigen Kultur und Ethik, auch gegenüber dem Alten, der Geschichte. Dadurch erst kann sich der Mensch als Teil der Menschheit und Menschengeschichte definieren: „Traditionen können dem Menschen Bodenhaftung geben und auch etwas Erfüllendes, im Vergleich zu einem Leben, bei dem man ständig unterwegs ist, ständig erreichbar sein muss, und bei dem man einfach nicht zur Ruhe kommen kann. Wie viele Menschen von heute möchten sich entschleunigen! Dieser ganze moderne Kram macht die Menschen doch so unzufrieden! Sie sehnen sich danach, mal wieder etwas mit den Händen zu machen, dabei loszulassen und zur Ruhe zu kommen. Das vermittle ich mit meiner Hand-Papiermacher-Kunst. Und indem die Leute mir dabei zuschauen können, kommen sie fast in so etwas wie in einen meditativen Zustand. Das ist es, was ich selbst beim Hand-Papiermachen erlebe: einen meditativen Zustand, der mir ganz viel innere Ruhe und Zufriedenheit vermittelt.“

Johannes Follmer in seiner „modernen“ Werkstatt in der ehemaligen Papierscheune vor der Bütte, in der die Zellulose eingeweicht ist, die er dann mit Rahmensieben schöpft

 

 

 

 

 

 

Homburger Papiermanufaktur
Johannes Follmer
Gartenstr. 7
D-97855 Homburg/Main

 

Tel. 09395/99389

www.homburger-papiermanufaktur.de
kontakt@homburger-papiermanufaktur.de

 

 

Handgefertige Keramikgefäße im Haushalt

Handgefertige Keramikgefäße im Haushalt

Produktempfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Handgefertige Keramikgefäße im Haushalt

Keramik-Brottopf mit Holzdeckel von Keramik-Geiger handgemacht

Töpfern zählt zu den ältesten Handwerksberufen der Welt und gehört zu den Ur-Kulturgrundlagen der Menschheit. Wo Menschen in antiken Siedlungen zusammenlebten, gab es auch immer Keramik, die sich durch Epoche, Ort und Kultur unterschied. In den verschiedensten Museen auf der ganzen Welt werden Keramikkunstwerke vergangener Kulturen ausgestellt, sei es der alten Chinesen, Ägypter, Griechen oder Römer. Ihre Schönheit und natürliche Vollkommenheit faszinieren die Betrachter noch heute.

Unsere Vorfahren benutzten bis in die Neuzeit hinein von Hand gefertigte Gefäße aus Keramik zur Vorratshaltung, als Transportgefäße, als Geschirr oder zur Dekoration. Keramikprodukte gehörten zur Grundausstattung jedes Haushalts und waren etwas ganz Selbstverständliches. In den letzten 50 Jahren dagegen hat sich das gravierend verändert. Die meisten, heute im Handel erhältlichen Keramik-Gefäße und Keramik-Geschirre, werden industriell hergestellt. Dadurch sind von Hand gedrehte oder modellierte, hochwertige Keramikgefäße, in die der Keramikmeister seine Seele hineinlegt, überwiegend aus dem Leben der Menschen verschwunden. Sie wurden durch industriell produzierte Massenkeramikartikel oder durch billige Plastikartikel ersetzt, die oft nicht viel mehr als Wegwerfartikel sind.

Als wir vor einigen Jahren begonnen haben, unseren Haushalt weitgehend auf eine ökologische Lebens- und Vorratshaltung umzustellen, stand für uns fest, dass wir – wo es sinnvoll und machbar war – handgefertigte Produkte aus Keramik verwenden wollten. Dabei sind wir auf die Keramikwerkstatt von Lothar Geiger in Adelsried bei Augsburg gestoßen, dessen ökologische und traditionelle Philosophie uns sofort angesprochen hat. Lothar Geiger und sein Mitarbeiter-Team fertigen neben Brottöpfen, die seine besondere „Erfindung“ sind, auch historisches Geschirr an, auf das sie sich spezialisiert haben. Dabei arbeiten sie eng mit archäologischen Instituten und historischen Museen zusammen.

Was uns besonders angesprochen hat: Lothar Geiger und sein Team legen großen Wert auf eine giftstofffreie Glasur, was bei der meisten im Handel erhältlichen Keramik leider nicht selbstverständlich ist. Die Glasuren von Lothar Geiger sind somit weit mehr als nur „lebensmittelecht“.

Wir haben uns bei der Keramikwerkstatt von Lothar Geiger mit mehreren Brottöpfen sowie Gefäßen und Dosen mit Holz- und Keramikdeckel in verschiedenen Größen eingedeckt. Diese benutzen wir für vielfältige Zwecke in der Küche und im Haushalt und sie sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Neben der klassischen Benutzung des Brottopfs als Gefäß zum Lagern von Brot, verwenden wir die breiten Brottöpfe auch für den ersten Schritt unserer Essig- und Wein-Herstellung, denn durch ihre große Fläche beschleunigen sie den Gärvorgang der Maische.

Brottopf einmal anders genutzt: Als Gefäß für die Fermentation von Bananen-Maische

Die Brottöpfe sind durch ihr Gewicht stabil und robust, aber doch nicht so schwer, als dass man sie nicht tragen könnte. Auch zum Lagern von Vorräten wie Getreide, Hülsenfrüchte oder Algen sind die Brottöpfe ideal. Mit einem Tuch über den Deckel geschlagen und mit einem Gummiring befestigt (aus Schutz vor Insekten), halten sie Lebensmittel lange frisch.

Lothar Geiger und sein Team haben zudem auf Anfrage die Möglichkeit durch ein spezielles, historisches Brennverfahren Keramikgefäße ohne Lasur wasserdicht anzufertigen, was heute eine große Seltenheit geworden ist. So kann man in diese historischen, unlasierten Amphoren, Wasserkrüge oder Schalen Flüssigkeiten einfüllen, ohne dass etwas ausläuft. Wir haben sogar festgestellt, dass Lebensmittel in diesen unlasierten Keramikgefäßen besonders gut halten.

Und wer möchte, kann sich, wie wir es getan haben, vom Keramikmeister Lothar Geiger ein ganz eigenes Keramikgeschirr mit Wappen oder Logo fertigen lassen. Das grobe Geschirr ist dann ein absolutes Unikat. Es ist eine rustikale Ergänzung zu einem feinen Porzellangeschirr.

Keramikgeschirr mit Schloss-Logo, angefertigt von Lothar Geiger nach unseren Wünschen

Nachfolgend die Kontaktadresse von Keramik Geiger:
Lothar Geiger
Im Moos 8
86477 Adelsried
Tel. +49 (0)82 94-80 31 90
Fax +49 (0)82 94-80 31 92
www.keramik-geiger.de
werkstatt@keramik-geiger.de

Mein veganes Geliermittel: Flohsamen-Schalen

Mein veganes Geliermittel: Flohsamen-Schalen

Produktempfehlung von Helene Walterskirchen:
Mein veganes Geliermittel: Flohsamen-Schalen

 

Eingedickte Flohsamenschalen (Schälchen links) für die Herstellung von Kirsch-Konfitüre

 

Flohsamen (Plantago Psyllium) gehören zur Gattung „Wegerichgewächse“, zu denen auch unser heimischer Spitzwegerich und Breitwegereich zählen. Die im Handel bekannten „Indischen Flohsamen“ stammen dagegen aus Indien und sind die Samen des „Sandwegerichs“, der dort traditionell als Heilmittel angebaut und verwendet wird. Diese kleinen, zwei bis drei Millimeter großen Samen beinhalten in ihrer Samenschale Schleimstoffe, die mit Wasser auf das zehn- bis 40fache quellen. Durch ihre starke Quellfähigkeit sind die Flohsamenschalen gut als natürliches Gelier- oder Bindemittel bei der Zubereitung von Speisen zu verwenden.

Für alle, die vegan kochen, sind Flohsamenschalen ideal, da dadurch Gelatine und Ei vermieden bzw. ersetzt werden können. Vor Jahren war das Binden/Eindicken mit Flohsamenschalen noch ein „Geheimtipp“ (in meinem Buch „Meine Paradies-Ernährung“ habe ich bereits 2012 über dieses Wundermittel in meiner Küche berichtet), heute findet es immer größere Verbreitung, denn Flohsamenschalen haben kaum Kalorien, sind auch bei Glutenunverträglichkeit geeignet und geben Puddings und Cremes zuverlässig ohne Kochen Festigkeit und Konsistenz. Die farblosen Flohsamenschalen sind geschmacklich neutral, was sie zur idealen Beigabe für jedes Gericht macht. Außerdem sind Flohsamenschalen ballaststoffreich und machen satt, d.h. sie sind auch ideal bei Gewichtsabnahme und Reduktionsdiäten.

Wichtig ist beim Kauf darauf zu achten, dass man Flohsamenschalen nimmt, denn nur in diesen sind die quellfähigen Schleimstoffe in hoher Dosis enthalten. Bei den ganzen Flohsamen sind diese Schleimstoffe hingegen nur in abgeschwächter Form vorhanden, weswegen sie als Bindemittel für die Küche nicht optimal sind.

Man kann die Flohsamenschalen entweder in Trockenform direkt in die Speisen geben oder sie vorher in reichlich Wasser für einige Minuten einweichen, so dass sie eine Klebemasse bilden, die man dann in eine Speise mit hineinmixen kann. Wenn man die Flohsamen in Trockenform in eine Speise gibt, sollte man sehr achtsam mit der Menge sein, denn sie können enorm aufquellen und eine Speise glitschig machen, was dann nicht mehr so gut schmeckt.

Auf dem oberen Foto sehen Sie in Wasser eingeweichte Flohsamenschalen für eine Konfitüre. Auf dem unteren Foto sehen sie eine Pastetenmasse (Kichererbsen-Meerrettich-Pastete), in die ich zwei Esslöffel Flohsamenschalen gegeben habe und diese sodann umrühre bevor ich sie in kleine Gläser abfülle.

Als im Oktober 2018 das Bayerische Fernsehen in Schloss Rudolfshausen zu Gast war, um unsere Sauerkraut-Einmachaktion zu filmen, wurde anschließend auch die Herstellung von „veganen Krautpflanzerln“ (ein selbstkomponiertes Gericht von Helene Walterskirchen) gefilmt. Das Bindemittel für die veganen Krautpflanzerl ist nicht Ei, sondern sind Flohsamen-Schalen. Sie können den Beitrag unter folgendem Link anschauen.

 

Die fertige Kichererbsen-Meerrettich-Pastete wird mit 2 Esslöffel Flohsamen-Schalen eingedickt

 

Wir beziehen unsere Flohsamenschalen in Bio-Qualität überwiegend bei der Aspermühle, Naturwaren-Niederrhein GmbH, deren ökologisches und transparentes Konzept mit unserer Schloss-Philosophie konform geht. Die biologischen Flohsamenschalen sind durch Direktimport aus Indien besonders preisgünstig und werden zudem in großen Gebinden von 1 bis 3 kg angeboten (1 kg Flohsamenschalen reicht in meiner Küche für ein ganzes Jahr). Zudem sind die Flohsamenschalen in großen Papiertüten abgepackt, was ökologisch ist und Plastikverpackung vermeidet. Wir füllen sie dann einfach in Vorratsgläser aus Glas um. Nachfolgend die Kontaktdaten:

Naturwaren-Niederrhein GmbH
Triftstr. 264-266
D-47574 Goch-Aspergen
Tel. 02823/9284964
Fax 02823/32349193
www.aspermühle.de
info@aspermühle.de

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

Zucker – süße Nahrung entsprechend dem Stoffwechsel

Zucker – süße Nahrung entsprechend dem Stoffwechsel

Produktempfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Zucker – süße Nahrung entsprechend dem Stoffwechsel

 


Kohlenhydrate, d.h. Zucker, ist für den menschlichen Organismus lebensnotwendig, denn unser Gehirn benötigt diesen zum Denken, Arbeiten und Steuern des Körpers. Bestimmt kennen Sie das auch: Wenn Sie „unterzuckert“ sind, dann können Sie nicht mehr klar denken, fühlen sich matt, die Hände zittern, es kommt zu Schweißausbrüchen und Ihnen wird schwindlig und übel. Nach einem Getränk, sei es Tee, Wasser oder Saft mit Zucker oder einem Stück Obst, geht es einem gleich wieder besser und die Lebensgeister und der wache Verstand kommen zurück.

Leider wird Zucker heute zu Unrecht als Gift verurteilt, das jeden Menschen ausnahmslos krank macht, weswegen er von immer mehr gesundheitsbewussten Menschen strikt gemieden wird. Das ist aber nicht richtig so. Zucker ist im Übermaß nur bei Personen mit einem low-carb-Stoffwechsel ungesund und führt in Verbindung mit Fetten zu Gewichtszunahme, Menschen mit einem high-carb-Stoffwechsel werden sich dagegen bei Zuckerverzicht alles andere als gut fühlen, da dies dem natürlichen Bedürfnis ihres Körpers nach Kohlenhydrate zuwiderläuft.

Eine low-carb-Ernährung, d.h. zuckerarme Ernährung, ist somit nur für Menschen mit einem entsprechenden Fett-Proteine-Stoffwechsel (ketogenen Stoffwechsel) geeignet. Aber selbst diese Menschen brauchen eine gewisse, begrenzte Menge Kohlenhydrate bzw. Zucker pro Tag, damit sie keine Mangelerscheinung haben und ihr Gehirn ausreichend versorgt ist.

Alle anderen Menschen hingegen, die über einen high-carb-Stoffwechsel verfügen, d.h. deren System auf Kohlenhydrate und Zucker-Basis „läuft“, brauchen Zucker, um leistungsstark und fit zu sein. Wenn sich high-carb-Menschen selbst Zucker verbieten, weil sie gesund leben wollen, tun sie sich damit nichts Gutes, denn ihr Körper kann die vielen zugeführten Fette und Öle nicht gut verdauen und es kommt nicht nur zu Gewichtszunahme, sondern auch zu körperlichen Erkrankungen.

Entscheidend ist also, welcher genetische Stoffwechseltyp vorliegt. Danach sollte dann die Ernährungsform „viel-Zucker“ oder „wenig-Zucker“ ausgerichtet werden. (Lesen Sie dazu bitte auch meinen Bericht „Ernährungs-Kultur: Stoffwechseltypen und Nutrigenetik“ in der Printausgabe des Kultur-Magazin Schloss Rudolfshausen I/2017 auf S. 28)

Meine Mutter und ich sind high-carb-Stoffwechseltypen, d.h. unser Körper braucht Zucker zum „Funktionieren“. So spielt Zucker in unserem Ernährungsplan eine wichtige Rolle, denn dieser hält uns gesund und leistungsstark. Neben Honig verwende ich als schnellen Energieschub gerne Zucker aus biologischem Anbau, primär von der Firma Naturata, die seit Jahren führend im biologischen Zuckerhandel ist und eine hohe ethische und ökologische Wertephilosophie vertritt, die mit unserer hochwertigen Kultur-Philosophie übereinstimmt.

Seit einiger Zeit gibt es von Naturata auch Bio-Rübenzucker von deutschen Bio-Bauern, den ich besonders schätze. Chemisch gibt es zwar zwischen Rübenzucker und Rohrzucker keinen großen Unterschied – beides ist Saccharose -, aber dafür unterscheidet sie ihre Herkunft: Während Zuckerrohr nur in tropischen und subtropischen Klimazonen wächst, werden Zuckerrüben traditionell in unseren mitteleuropäischen Breiten angebaut und sind Teil der heimischen Agrarkultur. Früher zählten die Zuckerrüben zu den wichtigsten Kulturpflanzen Europas, heute besteht jedoch nur noch 5% des in den Supermärkten verkauften Zuckers aus Zuckerrüben. Alles andere ist Rohrzucker aus dem Ausland. Das ist schade, denn es wäre wesentlich klima- und umweltfreundlicher Zucker aus heimischen Zuckerrüben zu verwenden, als die Umwelt durch den aufwendigen Import von Zuckerrohr zu belasten. So kaufe ich seit einiger Zeit ganz bewusst Rübenzucker, um die heimischen Bio-Rübenbauern zu unterstützen.

Der Rübenzucker ist im übrigen immer weiß, da im Gegensatz zum Zuckerrohr die Melasse der Zuckerrüben einen sehr unangenehmen und zu intensiven Geschmack hat. Trotz seiner weißen Farbe ist der Bio-Rübenzucker von Naturata aber nicht raffiniert, sondern nur ein „Halbweißzucker“. Geschmacklich schmeckt er genauso gut wie Zucker aus Zuckerrohr.

Mein Lieblingsrezept: 1-2 EL Rübenzucker in einer Tasse lauwarmen oder kaltem Wasser aufgelöst. Daraus wird mein „Zucker-Energie-Drink“, den ich nicht nur bei der Computerarbeit zu Hause gerne trinke, sondern auch beim Spazierengehen, Sport oder Wandern. Er gibt schnelle Energie, behebt jedes Energiedefizit und belastet den Körper nicht. Die Regel bei körperlicher Betätigung ist: 1g/Zucker pro kg Körpergewicht pro Stunde. Damit fühle ich mich wohl und voller Lebensenergie.

Fazit:
Wenn Sie einen high-carb-Stoffwechsel haben, dann ist Zucker Ihr Freund! Haben Sie keine Angst vor ihm. Und wenn Sie einen low-carb-Stoffwechsel haben: Dann genießen Sie Zucker in Maßen für besondere Anlässe, in denen Sie eine süße Belohnung brauchen.

Den Bio-Rübenzucker von Naturata (und natürlich auch viele andere Bio-Zuckersorten) können Sie hier bestellen. Wir empfehlen den 25kg Rüben-Zucker-Sack, denn dieser ist gut als Vorrat geeignet und preisgünstiger im Einkauf:

 

Naturata AG
Am alten Kraftwerk 6
71672 Marbach
Kontakt:
Telefon: +49 – (0) 71 44 – 89 61 – 0
Telefax: +49 – (0) 71 44 – 89 61 – 41

www.naturata.de
E-Mail: kontakt@naturata.de

 

 

 

 

 

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

Die Suppe lügt von Hans-Ulrich Grimm

Die Suppe lügt von Hans-Ulrich Grimm

Buchrezension von Alexandra Walterskirchen:

„Die Suppe lügt – Die schöne neues Welt des Essens“
von Hans-Ulrich Grimm


Dieses aufrüttelnde Buch „Die Suppe lügt“ von Hans-Ulrich Grimm wirft einen erschreckenden Blick hinter die Kulissen der Nahrungsmittelindustrie, die einer Parallelwelt mit eigenen Gesetzen und verdrehten Werten gleicht, in der der einzelne Mensch und seine Gesundheit nicht zählen. Hier wird gefälscht, getäuscht und gelogen, was das Zeug hält, um möglichst hohe Profite einzufahren und neue Kunden zu gewinnen. Es werden Nahrungsmittel produziert, die mit ihrem Aroma nicht nur süchtig machen, sondern auch keine Nährstoffe und Vitamine mehr enthalten, so dass die Menschen sprichwörtlich vor vollen Töpfen verhungern.

Der Autor zeigt fundiert und schonungslos auf, dass von den natürlichen, vollwertigen Rohstoffen der Natur, die die eigentliche Nahrung des Menschen darstellen sollten, heute in den meisten Nahrungsmitteln, die man in den Supermärkten findet, nichts mehr enthalten ist. Sie werden stattdessen im Chemielabor hergestellt, mit entsprechenden Farbstoffen und künstlichen Aromen versehen, die den Verbrauchern vorgaukeln, das sei Joghurt mit frischen Erdbeeren, das sei Vanillepudding mit frischer Milch und echter Bourbon-Vanille, das sei vollwertige Zwiebelsuppe, die frische Zwiebeln und Bouillon beinhaltet. Doch alles ist letztlich Lüge, denn die Hauptzutaten sind chemische Stoffe, die vorgaukeln, es handle sich um Erdbeeren, um frische Milch, um Vanille oder Zwiebeln. Eine Welt der Attrappen, die einzig und allein darauf ausgerichtet ist, die Gewinne der Nahrungsmittelindustriefirmen weiter zu steigern, indem immer billigere und minderwertigere Produkte hergestellt und verkauft werden. Für die Zukunft plant die Lebensmittelindustrie sogar Müll mit Aromen und weiteren Zusatzstoffen versetzt als Nahrungsmittel anzubieten.

Ein Buch, das erst einmal den Appetit verdirbt auf Nahrungsmittelprodukte aus dem Supermarkt. Im zweiten Blick jedoch macht es Mut und Appetit darauf, (wieder) selbst zu kochen: wirklich frische Marmelade von Früchten aus dem Garten oder frische Gemüsepfanne aus Gemüse, das man selbst beim Bauern gekauft hat. Das Buch macht bewusst, dass wir Menschen einen gefährlichen Kurs eingeschlagen haben, indem wir immer öfter Fertigprodukte aus dem Supermarkt kaufen und zubereiten, die uns ein leckeres Essen innerhalb weniger Minuten versprechen. Dieser Kurs kann nur zu Lasten unserer Gesundheit gehen. Dass wir damit Nahrungsmittelkonzerne und ihre dubiosen Machenschaften unterstützen und mit unserem sauer verdienten Geld versorgen, ist noch eine ganz andere Sache.

Ein Buch, das Pflichtlektüre für jeden Menschen sein sollte!

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Taschenbuch, Knaur TB
03.08.2015,
320 S.
ISBN: 978-3-426-78666-6
9,99 Euro

Nussknacker WAL MAN

Nussknacker WAL MAN

Produktempfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Nussknacker WAL MAN


Wer gerne frische Nüsse isst, kennt das leidige Thema des Nussknackens. Was bei Kleinmengen mit dem Hand-Nussknacker noch Spaß machen mag, wird bei größeren Mengen oder unter Zeitdruck schnell zu einer beschwerlichen Angelegenheit. Nebenbei fliegen Nussschalen und Splitter munter durch die Küche und nicht selten kommt es zu Verletzungen, wenn man eine besonders harte Nuss versucht zu knacken. Und im ungünstigen Fall bricht der Nussknacker mittendurch, wie es uns vor einigen Monaten passiert ist. Was also tun?

Auf unserer Suche nach einem guten Nussknacker, sind wir auf den automatischen, handbetriebenen Nussknacker WAL MAN der Firma Feucht Obsttechnik GmbH aus Erbstetten gestoßen. Das Gerät ist eine robuste, massive Stahlkonstruktion, die völlig ohne Strom auskommt, was wir besonders gut finden, da wir so den Nussknacker überall verwenden können, sei es auf dem Tisch in der Küche oder im Garten. Der Nussknacker WAL MAN kann nicht nur Walnüsse, Haselnüsse und Pekanüsse, sondern auch Eicheln und Kastanien in kürzester Zeit knacken. Gerade letztere sind für uns besonders wichtig, denn wir verwenden sie aufgrund ihrer enthaltenen Saponine als Putzmittel- und Waschmittel-Ersatz im Haushalt.

Zu Ihrer Information: Kastanien sind quasi die europäische Variante der indischen Waschnüsse und wurden bereits von unseren Vorfahren u.a. zum Waschen von Wolle verwendet, auch wenn sie heutzutage ziemlich in Vergessenheit geraten sind. Anders als die indischen Waschnüsse müssen die Kastanien jedoch erst umständlich geknackt werden, da sich in ihrem inneren Kern die meisten waschaktiven Substanzen befinden. Da die Kastanien von Natur aus sehr hart sind und in getrocknetem Zustand noch schwerer zu knacken sind, konnten wir bis vor kurzem nur geringe Mengen in unserem Haushalt verwenden.

Durch den Nussknacker WAL MAN hat sich dies nun geändert! Die Bedienung ist sehr einfach und das Gerät sehr solide. Die Kastanien werden nach Größe vorsortiert (der Nussknacker knackt Nüsse zwischen 10 und 50 mm). Anschließend stellt man den Einlass des Nussknackers auf die erste Größe ein und legt die Kastanien der entsprechenden Größe in den Einfüllbehälter. Nun ist Muskelkraft gefragt, um mittels der Kurbel die Kastanien durch die Maschine laufen zu lassen, wo sie geknackt werden. Am besten geht das Kurbeln zu zweit, indem man sich abwechselt, oder man lässt einen starken Mann die Kurbelarbeit machen. Doch die Mühe lohnt sich! Bereits nach 10 Min. hatten wir dieselbe Menge geknackter Kastanien (nämlich 5kg), für die wir normalerweise mühsam eine Stunde mit dem Hand-Nussknacker arbeiten mussten. Die vom Hersteller Feucht Obsttechnik GmbH angegebenen 30kg Nüsse, die er pro Stunde knacken kann, können wir somit bestätigen.

Entsprechend der weiteren Größen der Kastanien kann man dann einen zweiten und dritten Durchgang machen, um kleinere Exemplare zu knacken. Eine andere Variante ist es, alle Kastanien ohne Größen-Vorsortierung durch das Gerät laufen zu lassen und die Nüsse, die durchfallen, danach bei einer kleineren Einstellung nochmals zu knacken.

Der Nussknacker WAL MAN hat uns in jeder Hinsicht überzeugt. Er kann natürlich nicht nur zum Knacken von Kastanien, sondern auch von anderen Nüssen wie Walnüssen und Haselnüssen verwendet werden. Das Gerät ist ein sinnvolles Hilfsmittel für jeden Nuss-Fan oder Gartenfreund, der über eigene Nussbäume verfügt, oder Menschen, die gerne ihren eigenen Kastanien-Sud herstellen möchten. Wer einmal die Vorzüge des WAL MAN entdeckt hat, wird keinen mühsamen Hand-Nussknacker mehr verwenden wollen.

Den Nussknacker WAL MAN erhalten Sie in unserem Shop oder bei der Firma:

Feucht Obsttechnik GmbH
Europastr. 16
D-71576 Erbstetten
Tel.: +49 (0)7191 64195
Fax: +49 (0)7191 72094
Web: www.feucht-obsttechnik.de
Mail: info@feucht-obsttechnik.de

Bienenwachs – bio und naturrein

Bienenwachs – bio und naturrein

Produktempfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Bienenwachs – bio und naturrein

Echtes biologisches Bienenwachs in Pastillenform von der Firma Hödl

In meinem Beitrag „Kerzen-Kultur – Bienenwachskerzen selber gießen“ habe ich bereits davon erzählt, wie man aus natürlichem Bienenwachs mit Hilfe von Kerzenformen wunderschöne und hochwertige Kerzen herstellen kann. In nachfolgendem Bericht möchte ich nun darauf eingehen, wie wichtig dabei die Verwendung von biologischem, rückstandsfreiem Bienenwachs ist.

Im Laufe der Jahre musste ich leider feststellen, dass alle so genannten Bienenwachskerzen, die ich im Kerzenhandel gekauft habe, nicht aus biologischem Bienenwachs bestehen. Hier gab es keinen Unterschied zwischen Bienenwachskerzen aus dem Supermarkt, vom dem kleinen Stand auf dem Weihnachtsmarkt oder dem Online-Kerzenshop. Sehr oft war schon an der Farbe ersichtlich, dass es kein reines Bienenwachs war. Die Kerzen waren entweder dunkelgelb oder weißlich, was ein Hinweis darauf ist, dass raffiniertes Bienenwachs verwendet wurde, denn Bio-Bienenwachs hat in der Regel eine hellgelbe, blässliche Farbe, weder zu weiß noch zu dunkel.

Manchmal entstand beim Verbrennen der gekauften Bienenwachskerzen auch ein unangenehmer, Wachs-untypischer Geruch, was nahelegte, dass das Bienenwachs mit anderen Stoffen wie Stearin und Paraffin gestreckt bzw. verfälscht war. Die Fälschung von Bienenwachs ist im übrigen nichts Neues: Bereits 2016 kam es zu einem großen Wachs-Skandal im Imkerei-Sektor, als mehrere Tonnen Mittelwände entdeckt wurden, die mit anderen Stoffen „gepanscht“ und zudem mit Pestiziden versehen waren, welche ganze Bienenvölker töteten. Studien haben bewiesen, dass schon bei 15 Prozent Stearinzusatz im Schnitt die Hälfte der Brut abstirbt. Eine Kombination von Stearin mit weiteren Rückständen, wie sie in manchen Mittelwänden vorkommen, führt sogar zu noch höheren Verlusten (bis zu 90% der Larven sterben).

Nicht nur bei Imkern, sondern auch im Kerzenhandel wird sehr oft mit der Unwissenheit des Kunden gespielt, der glaubt, dass Bienenwachs per se „natürlich und gut“ sein müsse. Manche Händler gehen sogar so weit, ihre Bienenwachskerzen als biologisch zu höheren Preisen anzubieten, was ich mehrmals selbst erlebt habe. Bei näherem Nachfragen und der Aufforderung an den Verkäufer ein Bio-Siegel vorzuweisen, musste dieser jedoch zugeben, dass es sich um konventionelles Bienenwachs mit unbekannter Herkunft vom Großhandel handelte.

Die Verwendung von konventionellem, d.h. mit Schadstoffen und Pestiziden belasteten Bienenwachs hat mehrere Gründe: Zum einen ist Bio-Bienenwachs wesentlich teurer, da nicht so viel davon auf dem Markt erhältlich ist, andererseits ist vielen Kerzenfreunden nicht bewusst, dass es auch bei dem scheinbar so natürlichen Rohstoff Bienenwachs einen Unterschied zwischen Bio und Konventionell gibt. So greifen sie lieber auf billiges raffiniertes Bienenwachs zurück, das oft aus China kommt, wo die Umweltstandards bei der Bienenhaltung alles andere als eingehalten werden. Wenn diese Kerzen dann verbrannt werden, können die giftigen Dämpfe in den Raum entweichen und Kinder und Erwachsene krank machen.

Die Problematik des Bienenwachses findet sich auch bei den Kosmetikproduzenten. Die wenigsten Hersteller verwenden biologisches Bienenwachs und auch in der „Rührküche“ der angeblich so naturbewussten Hobby-Kosmetiker findet sich in keinem Rezept der Hinweis für die Creme oder Salbe biologisches Bienenwachs zu verwenden. Da heißt es dann nur: 5g Bienenwachs. Dabei ist gerade im Kontakt mit der Haut die Reinheit des Bienenwachses besonders wichtig.

So stand für mich fest, dass ich nur noch naturreines, biologisches Bienenwachs verwenden wollte. Dafür war ich auch bereit einen höheren Preis zu bezahlen. Bei meiner Suche stieß ich auf die Firma Wachs Hödl aus Klöch in Österreich. Die Firma Höldl ist ein Pionier in der Bio-Imkerei und hat als erster Betrieb in Österreich seine Bienenwachsverarbeitung biologisch zertifizieren zu lassen. Seit über 50 Jahren verkauft sie Imkereiartikel und Bienenwachs wie Mittelwände und Wachspastillen, entweder Bio- oder Rückstansfrei-zertifiziert.

Bei der Firma Hödl kann man das zertifizierte Bio-Bienenwachs in Pastillenform als 10kg oder 20k Sack bestellen. Wir empfehlen den 20kg Sack, denn daraus kann man ca. 100 Stumpenkerzen herstellen oder zahllose Stabkerzen und Teelichter. Ein Vorrat für Jahre, da man auch die Wachsreste wieder für neue Kerzen verwenden kann! Wichtig bei der Lagerung ist, dass man die Bienenwachspastillen nicht an einem warmen Ort wie dem Dachboden lagert, wo das Bienenwachs im Sommer weich werden und verkleben kann, sondern einen ganzjährig kühlen Ort bevorzugt.

Die Bio-Bienenwachspastillen von Wachs Hödl haben eine hellgelbe Farbe und einen intensiven Bienenwachsgeruch, der sich dann auch beim Verbrennen der Kerzen wunderbar im Raum entfaltet. Die Aussage mancher Wachsverkäufer, dass Bio-Bienenwachs zum schlechten Abbrennen oder Rußen der Kerzen führen würde, können wir nicht bestätigen. Im Gegenteil: Das Bio-Bienenwachs hat eine klare Flamme und eine feine Duftnote, natürlich und garantiert Schadstofffrei. Und das Wunderbare: Durch den Kauf der Bio-Bienenwachspastillen unterstützen Sie die biologische Imkerei und eine artgerechte Behandlung der Bienen.

Bei allem sollten wir uns bewusst sein: Bio-Bienenwachs ist eine Kostbarkeit und ein Geschenk der Bienen an uns. So sollten wir achtsam damit umgehen und die daraus hergestellten Kerzen nicht achtlos abbrennen lassen. Dann werden wir der wertvollen Arbeit, die die Bienen als Hersteller des Wachses für uns geleistet haben, gerecht.
Die Bio-Bienenwachspastillen können Sie hier beziehen:

Wachs-Hödl
Deutsch Haseldorf 75
A-8493 Klöch
Österreich
Telefon: +43 (0) 3475 / 2270
Telefax: +43 (0) 3475 /227010
E-Mail: info@wachs-hoedl.at
www.wachs-hoedl.at

VEGAN – Kleidung mit Botschaft

VEGAN – Kleidung mit Botschaft

Produktempfehlung von Alexandra Walterskirchen:
VEGAN – Kleidung mit Botschaft

Alexandra Walterskirchen in der Halle von Schloss Rudolfshausen mit ihrem VEGAN-Shirt

Es gibt viele T-Shirts mit den verschiedensten Aufschriften, wie „Route 66“ oder „I love hamburger“ und ähnliches unsinniges Zeug. Deshalb habe ich auf meinen selbst genähten T-Shirts keine Aufschriften, allenfalls dekorative Elemente, die handgefertigt sind, wie Blumen, Herzchen oder Sterne. Dennoch bin ich Aufdrucken auf T-Shirts nicht abgeneigt, wenn das, was drauf steht, auch einen Sinn hat und meinem eigenen Lebensstil entspricht. Eines Tages stieß ich per Zufall auf T-Shirts mit dem Aufdruck VEGAN und fühlte mich sofort angesprochen, da ich mich schon seit vielen Jahren vegan ernähre und für einen veganen Lebensstil plädiere. Es interessierte mich, wer dahinter steckt, d.h. die T-Shirts herstellt, und stieß dabei auf Damian Wachsmann.

Damian hat zusammen mit dem Tierrechtler Lars aus Aachen vom beliebten englischsprachigen veganen Message-Shirt von NonviolenceUnited eine deutsche Version geschaffen. Auf seiner Website schreibt er dazu: „Da ich es für sehr wichtig halte die eigene Einstellung öffentlich zu vertreten und mir die vegane Botschaft sehr am Herzen liegt, war ich auf der Suche nach einem T-Shirt, das meine Überzeugungen bestmöglich darstellt. Dabei habe ich mich in das Shirt von NonviolenceUnited verliebt, da es nahezu alle Aspekte des Veganismus in der Kombination mit Friedfertigkeit übermittelt.“ Auf der Vorderseite steht geschrieben: Vegan – Mitgefühl, Gewaltlosigkeit, für die Menschen, für den Planeten, für die Tiere. Auf der Rückseite sind sieben ethische Botschaften abgedruckt, u.a. für mehr Frieden, Liebe, Menschenrechte, Umweltschutz, usw.

Die T-Shirts sind aus fair gehandelter Bio-Baumwolle, CO2 neutral produziert und mit Druckfarbe ohne tierische Bestandteile. Es gibt sowohl einen Damenschnitt als auch einen Unisexschnitt, in den Größen XS bis XXL. Das T-Shirt kostet 24,99 Euro.

Wir verlosen in unserer Rubrik „Schloss-Perlen“ bei unserem Monatsrätsel Februar 2018 am Ende des Kultur-Magazins sieben Gutscheine für ein Vegan-Shirt in unserem „Gesundheitspaket“.

Das T-Shirt Vegan können Sie bestellen bei:

VEGAN
Damian Wachsmann
Breubergstraße 17
D-64739 Höchst
www.dasveganshirt.de
info@dasveganshirt.de

What the Health – Wie Konzerne uns krank machen

What the Health – Wie Konzerne uns krank machen

DVD-Rezension von Alexandra Walterskirchen:
What the Health – Wie Konzerne uns krank machen und warum niemand etwas dagegen unternimmt von Kip Andersen, Keegan Kuhn


Nachdem mich vor einigen Jahr die Dokumentation „COWSPIRACY“ von Kip Andersen und Keegan Kuhn sehr begeistert hatte, wartete ich mit Spannung auf ihren zweiten Film: „What The Heatlth“. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Die Dokumentation „What The Health“ gehört zu den besten Dokumentationen, die ich im Laufe der letzten 10 Jahre zum Thema Gesundheit und Ernährung gesehen habe, und sollte Pflichtfilm in jeder Schulklasse werden! So können unsere Kinder schon das notwendige Wissen erhalten, um gesund zu leben.

Denn Adipositas, Diabetes, Bluthochdruck und Krebs – diese Zivilisationskrankheiten kommen nicht von ungefähr. Es ist aber nicht ein einzelner Faktor, der für eine Erkrankung verantwortlich ist, sondern das Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung, Umweltfaktoren, dem individuellen Lebensstil – und somit auch der Ernährung!

Manche Menschen mögen „What the Health“ als schockierenden Film bezeichnen, ich sehe ihn dagegen als wichtigen aufklärenden Film. Er zeigt zwar schonungslos die Manipulationen und Täuschungen der Gesundheitsindustrie und Pharmakonzerne, die eigentlich für unsere Gesundheit zuständig sein sollten, bietet aber gleichzeitig auch eine Alternative aus aus diesem krankmachenden System: eine pflanzliche Ernährung, die nicht nur gut schmeckt, sondern den Körper auch gesund macht und gesund hält.

Die wertvolle Dokumentation von Kip Andersen und Keegan Kuhn zeigt ihr ehrliches Bestreben nach Wahrheit hinter all den Lügen der Gesundheitsindustrie, was für ein gesundes Leben wirklich notwendig ist – und dabei spielt unsere Ernährung eine der wichtigsten Rollen, wenn nicht gar die wichtigste Rolle, denn wir bestimmen durch unser Essen unseren Gesundheitszustand! Eine Dokumentation, die Ihnen die Augen öffnen und Ihr Leben verändern wird!

EAN Code: 4006448767310
VO-Datum 2017
FSK 12
88 min, Sprache: Deutsch
www.whatthehealthfilm.com

Hinweis: Wir verlosen in unserer Rubrik „Schloss-Perlen“ bei unserem Monatsrätsel Februar 2018 im „Gesundheitspaket“ 10 DVDs „What The Health“.

Earthing – Heilendes Erden

Earthing – Heilendes Erden

von Alexandra Walterskirchen:

„Earthing – Heilendes Erden: Gesund und voller Energie mit Erdkontakt“
von Clinton Ober, Stephen Sinatra, Martin Zucker

 


Dieses Buch hat mein Leben verändert, als ich es vor einigen Jahren entdeckt habe. Was ist Erden bzw. „Earthing“? Als „Erden“ wird bezeichnet, wenn wir auf der Erde sitzen oder barfuß stehen oder laufen und durch diesen Kontakt der naturgegebene elektrische Grundzustand unseres Körpers wiederhergestellt wird. Wenn das nicht geht, können wir uns auch erden, indem wir auf einer speziellen leitfähigen Unterlage sitzen oder schlafen, die an die Erdleitung einer Steckdose angeschlossen ist. Fehlt uns der direkte Erdkontakt, wird unser Körper anfällig für Fehlfunktionen, Erkrankungen und schnelleres Altern. Diese spektakuläre Entdeckung ist wissenschaftlich belegt und hat schon vielen kranken Menschen geholfen, die durch die Wiederverbindung mit der Erde gesund wurden.

Durch dieses Buch erfahren Sie, warum der Kontakt zur Erde bzw. Natur so wichtig ist, warum Sie sich nach Barfußlaufen über die Wiese nicht nur geistig sondern auch körperlich erfrischt fühlen, wie eine Erdungsmatte die Arbeit vor dem Computer erleichtert und wie hilfreich ein Erdungsstecker ist, wenn man mit zu viel „Spannung“ ins Bett geht, denn so wird die Energie abgeleitet und es kann Ruhe und Erholung im Körpersystem einkehren.

Bereits unsere Vorfahren nutzten die heilende Wirkung der Erde, indem sie z.B. direkt auf dem Erdboden geschlafen haben oder in die Natur gingen, wenn sie krank waren. Unsere heutige High-Tech-Gesellschaft, die sich sehr weit von ihrer ursprünglichen Erden-Natur entfernt hat und dadurch krank geworden ist, braucht ein Umdenken, um zu erkennen, wie heilsam die elektromagnetische Kraft der Erde ist. Dazu müssen wir nicht auf dem Boden schlafen, sondern es genügen schon entsprechende Erdungsmatten, Erdungsstecker, etc. Ein sehr lesenswertes Buch!

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

VAK-Verlag
2. Auflage 2013
288 S., Paperpack mit Abbildungen
ISBN 978-3-86731-091-8
€ 16,99 (D), CHF 25,90

Hinweis: Wir verlosen in unserer Rubrik „Schloss-Perlen“ in  unserem Monatsrätsel Februar 2018  10 Exemplare des Buches, die der Verlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

Gummizoo macht Kinder froh, krank und dick dann sowieso

Gummizoo macht Kinder froh, krank und dick dann sowieso

Buch-Rezension von Alexandra Walterskirchen:

„Gummizoo macht Kinder froh – krank und dick dann sowieso“
von Hans-Ulrich Grimm

 


Das neueste Buch von Hans-Ulrich Grimm „Gummizoo macht Kinder froh“ schlägt Alarm: Um die Gesundheit unserer Kinder ist es alles andere als gut bestellt! Manche Experten befürchten sogar, dass die Generation der heutigen Kinder schon vor ihren Eltern sterben und die Lebenserwartung weltweit zurückgehen wird. Die Ursache liegt eindeutig in der ungesunden, künstlichen, aromatisierten und totgekochten Industrie-Nahrung, mit denen die Babys und Kinder heutzutage großgezogen werden. Diese führt bei manchen Kinder sogar zu Krankheiten wie Osteoporose, die man sonst nur von alten Menschen kennt, aber auch zu Diabetes, Fettleibigkeit, Krebs, Herzschäden, Fettleber oder Allergien und anderen Unverträglichkeiten.

Das Buch von Hans-Ulrich Grimm liest sich wie eine Mischung aus Horror-, Abenteuer-Roman und Satire. Wenn es nicht so tragisch wäre, was die aktuelle Situation der verschachtelten Nahrungsmittelindustrie-Giganten und Lobbyisten sowie die Blauäuigkeit der Konsumenten betrifft, wären die Fakten fast zum Lachen. Dass es jedoch so schlimm um die Ernährung unserer Kinder bestellt ist, werden sich manche Leser nicht gedacht haben. In diesem Buch werden sie jedenfalls sie mit der Realität konfrontiert, die darin besteht, dass die meisten Kinder-Lebensmittel aus dem Supermarkt alles andere als kindgerecht sind, und unsere Kinder krank und süchtig machen.

Am Ende des Buches betont Hans-Ulrich Grimm deshalb, wie wichtig es ist, unsere Kinder zurück zu einer gesunden Ernährung zu führen, frei von Geschmacksbetrügern, Fast Food, und toten Lebensmitteln ohne Vitamine und Nährstoffe. Erst dann können die naturgegebenen Ernährungs-Programme im Körper der Kinder korrekt funktionieren und sie können wieder frei entscheiden, was ihr Organismus zum Essen braucht, um gesund zu sein. Das Vertrauen auf den eigenen Ernährungs-Instinkt ist hier besonders wichtig, denn dieser liegt immer richtig, wenn er nicht von der Lebensmittelindustrie betrogen und verfälscht wird.

Der Autor plädiert für eine neue Esskultur, das Kochen mit natürlichen Produkten wie Gemüse, Obst, Getreide – am besten bio oder frisch vom Wochenmarkt – und dem anschließend gemeinsamen Essen in familiärer Atmosphäre am Esstisch. Denn das ist wahre Nahrung, die nicht nur den Körper, sondern auch die Seele sättigt.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Droemer Knaur
erschienen 1.9.2017
368 S.
ISBN: 978-3-426-27642-6
€ 18,00

Allround-Glasschalen von Glasslock

Allround-Glasschalen von Glasslock

Meine Produkt-Empfehlung von Helene und Alexandra Walterskirchen:
Allround-Glasschalen von Glasslock

 

Im Bild oben sehen Sie eine Picknickszene auf einer Fahrt in die Ferien: wir haben uns unsere veganen Speisen zu Hause zubereitet und können so unterwegs an einem lauschigen Plätzchen in den Bergen unser Mittagessen genießen. Glasslock-Schalen lassen sich ideal für ein Picknick verwenden, da sie die Speisen nicht nur frisch halten, sondern auch luftdicht abschließen, so dass nichts herausschwappt.

Helene: Im Bild in der Mitte sehen Sie mich, wie ich eine Kichererbsen-Meerrettich-Pastete zubereite. Die fast fertige Masse habe ich aus dem Mixgerät in eine große Vorratsschale von Glasslock gefüllt, wo ich sie mit etwas Flohsamenschalen vermischt habe. Die nun fertige Pastete wird von mir in kleine Glasslock-Schälchen abgefüllt, wo ich sie einige Tage im Kühlen aufbewahren kann ehe sie dann verzehrt wird.

Ich verwende Glasslock-Schalen in den verschiedensten Größen und habe ein großes Sortiment zur Verfügung, da ich sie für alles Mögliche verwende: für die Zubereitung von Speisen, für die Aufbewahrung von frischen oder getrockneten Lebensmitteln im Sinne einer Vorratshaltung, für ein größeres Büffet, um Speisen zu präsentieren oder zu Servieren. In den Glasslock-Schalen, die mit einem passenden Deckel aus ungiftigem Plastik verschlossen werden, bleiben die Speisen und Lebensmittel lange frisch.

Früher habe ich ausschließlich Frischhalte-Schalen aus Plastik verwendet. Nicht nur, dass sich darunter solche aus giftigem Plastik befanden, was in der Regel auch auf die Speisen überging, sie zeichneten sich auch alle dadurch aus, dass die in ihnen befindlichen Speisen und Lebensmittel nach Plastik schmeckten.

 

 

Glasslock-Schalen lassen sich auch sehr gut für ein Büffet verwenden. Man kann die Gerichte bereits am Tag vorher zubereiten und sie dann mit den luftdichten Deckeln verschließen, so dass die darin befindlichen Speisen frisch bleiben bis zum nächsten Tag. Nachfolgend sehen Sie ein Bild von meinem veganen Büffet anlässlich meiner Buch-Präsentation „Meine Paradies-Ernährung“ im Dezember 2012, wo ich drei große Glasslock-Schalen verwendet habe.

 

 

Alexandra: Als wir 2010 den Film „Plastic Planet“ von Werner Boote angeschaut haben, haben wir erfahren, dass Plastik nicht nur zu immensen Müllbergen und Plastikstrudeln in den Weltmeeren führt, sondern auch zum Tod von Tieren, die diese Kleinst-Plastikpartikel verzehren, und zur Vergiftung der Menschen, u.a. durch Giftstoffe und Bisphenol A (BPA), die zu Hormonschäden führen.

Bei unserer Suche nach neuen umweltfreundlichen und gesunden Vorratsgefäßen sind wir auf die Glasgefäße der Firma Glasslock gestoßen, die schadstoffreie, nachhaltige und langlebige Frischhalte- und Aufbewahrungs-Glassgefäße mit luftdichtem Clip-Verschluss herstellt .Glasslock ist eine Marke der südkoreanischen Firma Samkwang, die diese weltweit verkauft und bereits zahlreiche Auszeichnungen dafür erhalten hat. Die Glasslock-Gefäße bestehen aus einem besonderes harten, nahezu unzerbrechlichen temperierten Sicherheits-Glas, das es erlaubt, sie sowohl im Kühl- oder Gefrierschrank als auch – je nach Modelltyp – im Ofen zu verwenden. Dadurch sind die Glasslock-Gefäße sehr langlebig. Unsere ältesten Gefäße sind mittlerweile seit 8 Jahren im Gebrauch und wir haben bis auf eine Glasslock, die uns die Treppe heruntergefallen war, keine entsorgen müssen. Die Gefäße sind leicht zu reinigen und können einfach in die Spülmaschine getan werden. Anders als Plastikgefäße bleibt das Glas auch nach vielem Gebrauch dauerhaft klar und glänzend.

Die Glasslock-Produkte sind alle BPA-frei und beinhalten keine schädlichen Umwelthormone, weder im Glas noch dem Kunststoff-Deckel oder den Silikondichtungen. Das merkt man sofort am Geschmack der in diesen Gefäßen aufbewahrten Lebensmittel. Sie schmecken neutral, natürlich und nicht nach Plastik. Auch nach Tagen sind sie noch frisch und es bildet sich kein Schimmel. Die Glasslock-Gefäße gibt es in vielen verschiedenen Varianten: rund, viereckig, rechteckig, hoch oder flach, als Schüssel, von 150ml-Größe bis 6000 ml. Man kann sie im ineinander stapelbaren Set kaufen oder einzeln. Es gibt auch Shaker und ganz neu, Glasslock-Gefäße mit Luftloch, damit es keinen Überdruck gibt, was gerade beim Gären wichtig ist. Die Handy-Glasslock haben zudem einen praktischen Tragegriff.

Wir haben uns im Laufe der Jahre mit über 100 Glasslock-Produkten eingedeckt, je nach Verwendungszweck in unterschiedlicher Größe und Form als Vorratsgefäße, als Picknick-Boxen, für die Lagerung von frischen Kräutern, Salat, Gemüse, Küchen, Gebäck, Brot, für die Vorratshaltung von Getreide, Trockenfrüchten und Nüssen am Dachboden, zum Erhitzen von Speisen, als Gärgefäß für kleine Maischen, Sauerkraut, fermentiertes Gemüse, oder als Gefäß zum Herstellen eigener Kosmetik, Putzmittel oder Malfarben. Der Verwendungszweck der Glasslock-Gefäße ist unendlich vielseitig und anders als Plastikgefäße sind sie eine Anschaffung fürs Leben, wodurch sie auch die Umwelt schonen. Bei uns lautet der Standard-Satz, wenn wir nicht wissen, wo wir etwas lagern sollen: „Tue es am besten in eine Glasslock“. Denn dort wissen wir, ist das Produkt gut aufgehoben und bleibt lange frisch.

Glasslock-Gefäße können Sie bestellen bei:

Glasslock Europe
C&L INT GmbH
Hauptsitz:
An der Glashütte 8
D-52074 Aachen
Tel: +49(0)241-510023-30
Fax: +49(0)241-510023-29
www.glasslock.de
service@glasslock.de

 

 

 

 

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

Handgestrickte warme Woll-Leinensocken

Handgestrickte warme Woll-Leinensocken

Meine Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Handgestrickte warme Woll-Leinensocken


Wer oft kalte Füße hat, weiß, wie unentbehrlich warme Socken sind. Besonders im Winter reichen normale Baumwollsocken in der Regel nicht aus, um die Füße warm zu halten, sondern man benötigt ein wärmeres Material, primär Wolle. Leider musste ich im Laufe der Jahre feststellen, dass die meisten im Handel gekauften Wollsocken entweder nicht richtig passten, kratzten oder schlichtweg nach kurzer Zeit Löcher bekamen, so dass ich sie entsorgen musste, da ich leider nicht über das Talent verfüge, selbst Socken zu stricken oder zu reparieren.

Ich entschloss mich daher, meine warmen Socken nicht mehr zu kaufen, sondern sie stricken zu lassen. Wie ich von Strickerinnen erfuhr, war das mit Strickmaschinen nicht möglich, sondern nur von Hand. In unserer Strickerin, Walburga Klos, die uns schon viele wunderschöne Naturwolle-Pullis, Tuniken, Schals usw. gestrickt hatte, fand ich die geeignete Person.

Die ersten Versuche mit einem Bio-Schurwollgarn von einem Schafhof gestalteten sich jedoch ernüchternd, da die Socken nicht nur furchtbar kratzten, sondern nach nur ein paar Mal Tragen Löcher bekamen. Anders als die meisten gekauften Socken war dieses Sockengarn nämlich nicht mit Polyester-Gewebe zur Stabilität vermischt, so dass der Abrieb besonders an den Fersen so massiv war, dass die Socken eigroße Löcher bekamen. Zusätzlich waren diese reinen Schurwoll-Socken sehr unflexibel und engten meine Füße trotz passgenauer Form regelrecht ein, wodurch ich darin schwitzte, was zu klammen, kalten Füßen führte.

Auf der Suche nach einem geeigneten Sockengarn machte mich Frau Klos auf die Sockengarne der Marke „Schoppel“ aufmerksam, die aus natürlicher Schurwolle und Leinen bestehen. Für Socken eignen sich besonders folgende Serien: Die Serie „Leinen los“, deren Garne es sowohl in schwarz-melange als auch in natur-weiß gibt, und die aus 70% Schurwolle und 30% Leinen bestehen; die Serie „Öko Socke“ in Schoko-meliert (ebenfalls aus 70% Schurwolle und 30% Leinen) und die Serie „Alb Lino“, die aus 85% Schurwolle und 15% Leinen besteht und die es in verschiedenen Farben gibt, unter anderem Mokkamelange, Mittelgraumelange, Schwarzmelange. Das Leinen kommt aus Frankreich, die Schurwolle aus fairem Handel aus Südamerika.

Die Hohenloher Wolle GmbH mit ihrer Marke „Schoppel“ stellt seit über 60 Jahren verschiedenste Handstrickgarne in Deutschland her; ihr Markenzeichen ist eine schwarze Katze mit einem Wollknäul Was mir besonders gefällt: Die Firma legt sehr großen Wert auf die Einhaltung ethischer Standards und bietet qualitativ hochwertige Materialien an, die in Deutschland produziert werden. Das merkt man auch am etwas höheren Preis, jedoch lohnt sich dieser.

Bei den oben genannten Serien verzichtet Schoppel zudem komplett auf Kunstfasern, weswegen sie auch als natürliches „Öko-Sockengarn“ bekannt sind. Durch das im Garn enthaltene Leinen sind die daraus gestrickten Socken, Strümpfe, Strumpfhosen oder anderen Kleidungsstücke wesentlich robuster und bekommen nicht so schnell Löcher wie reines Schurwoll-Garn. Zudem gibt das Leinen den Kleidungsstücken eine gewisse Flexibilität und Dehnbarkeit, wodurch sie sich sehr angenehm tragen. Meine anfänglichen Bedenken, dass ich in den Leinen-Woll-Socken aufgrund des darin enthaltenen Leinens frieren würden, haben sich nicht bewahrheitet – im Gegenteil: Leinen-Woll-Socken sind besser klimatisiert als reine Schurwollsocken, d.h. man schwitzt und friert in ihnen nicht so schnell, denn Leinen wirkt kühlend bei Hitze und wärmend bei Kälte. Wer also glaubt, nur in dicken Schurwollsocken warme Füße zu haben, irrt. Im Gegenteil: In den vergleichsweise dünnen Leinen-Schurwoll-Socken halten sich meine Füße wesentlich wärmer als in den dicken Schurwoll-Socken.

Das Garn von „Schoppel“ ist sehr vielfältig zu verstricken und angenehm auf der Haut und beim Tragen Und wenn es doch einmal Löcher gibt – was bei dem besten Garn vorkommen kann -, dann werden diese von unserer Strickerin liebevoll gestopft, so dass ich die Socken nicht entsorgen muss, sondern sie immer weiter verwenden kann.

Das Leinen-Woll-Garn können Sie hier kaufen:

Hohenloher Wolle GmbH
Schoppel-Wolle
Triftshäuser Str.5
D-74599 Wallhausen
Telefon: 07955/3006
Telefax: 07955/3008
E-Mail: info@schoppel-wolle.de
www.schoppel-wolle.de

Wenn Sie selbst nicht stricken können. Hier bekommen Sie schöne Socken gestrickt:

Strickdesign
Walburga Klos
Heinrich-Heine-Str. 6a
D-66839 Schmelz
Telefon: 068875796
walburgastrick@aol.com

Harro Graf von Luxburg: Anwalt für eine humane Scheidung

Harro Graf von Luxburg: Anwalt für eine humane Scheidung

von Helene Walterskirchen
Harro Graf von Luxburg: Anwalt für eine humane Scheidung

Harro Graf von Luxburg hat als Anwalt über 40 Jahre Scheidungskultur miterlebt und sich schon früh für das Modell der humanen und fairen Scheidung entschieden. Paare, die sich einvernehmlich scheiden lassen wollen, sind bei ihm an der richtigen Adresse und werden von ihm kompetent durch den Prozess der Scheidung geführt, so dass sie danach noch auf einer friedlichen Basis miteinander umgehen können, insbesondere im Interesse der gemeinsamen Kinder.

.

Harro Graf von Luxburg  ist ein Stück lebendige Scheidungskulturgeschichte. Er ist mit Leib und Seele Anwalt für Familienrecht, oft kurz auch als „Scheidungsanwalt“ bezeichnet. Seit 1981 hat er seine Kanzlei in der Goethestraße in München, wo er souverän Mandanten durch ihre Scheidung navigiert. Gekonnt kombiniert er dabei aristokratisches Auftreten mit Sachwissen und Kompetenz sowie einer friedvollen Gesinnung. Das war damals so, als ich Ende der 1980er Jahre Mitarbeiterin in seiner Kanzlei wurde und für mehrere Jahre blieb, und das ist heute so, als wir uns zum gemeinsamen Gespräch über Scheidungskultur in seiner Kanzlei trafen.

Wer kann besser über die Scheidungskultur der zurückliegenden 50 Jahre berichten als ein Anwalt wie Graf Luxburg, der sie hautnah miterlebt hat. Für ihn ist die Scheidungskultur Spiegelbild der Gesellschaftskultur. Heute, im Zeichen der Gleichberechtigung, sind Ehen partnerschaftlich ausgerichtet, was auch seine Auswirkungen auf Scheidungen hat. Vor der großen Scheidungsrechtsreform 1977, waren Ehen patriarchalisch ausgerichtet: die Frauen waren zur Haushaltsführung verpflichtet und die Männer zur Erwerbstätigkeit. In den 1950er und 60er Jahren war von Gleichberechtigung oder partnerschaftlicher Ehe keine Spur. Damals durften Frauen nur mit Genehmigung ihres Mannes arbeiten. Viele Männer blockierten die Erwerbstätigkeit ihrer Frauen, weil dies damals noch verpönt war und das Ansehen der Männer minderte. Nach der Reform 1977 wurden Mann und Frau gleichermaßen zur Haushaltsführung und zur Erwerbstätigkeit berechtigt.

Prägend war für Harro Graf von Luxburg die Scheidung seiner Eltern in den 1950er Jahren, als er im Teenageralter war. Der Vater, der eine neue Partnerin hatte, wollte sich scheiden lassen, die Mutter wehrte sich mit Händen und Füßen dagegen. Er erinnert sich noch mit gemischten Gefühlen an die strittigen Jahre, in denen es viel böses Blut zu Hause gab. „Dieser unversöhnliche Zustand hat mich als jungen Menschen sehr belastet. Alle Kinder wünschen sich nur eins: dass die Eltern in einem Zustand der Versöhnung leben, auch wenn sie sich scheiden lassen.“ Als sich seine Eltern 25 Jahre später versöhnten, war dies für ihn eine Erleichterung. Die eigenen negativen Erfahrungen durch die Scheidung seiner Eltern haben sicherlich einen großen Anteil daran gehabt, dass sich Graf Luxburg als junger Anwalt für das Thema der humanen und fairen Scheidung entschieden hat.

Für ihn ist klar: Scheidung muss weder Drama, noch Schlammschlacht, noch Rosenkrieg sein. Scheidung sollte die ehemaligen Lebenspartner nicht traumatisieren, sondern ein fairer Schlussstrich sein, den man unter eine gemeinsame Ehezeit zieht, um danach wieder neu anzufangen. Beide sollten die Veränderungen akzeptieren und das Beste daraus machen, insbesondere im Interesse der gemeinsamen Kinder. Dass eine Ehe zu Ende geht – er vermeidet den Begriff „scheitert“ –, liegt immer an beiden Ehepartnern und nie an einem.

Harro Graf von Luxburg hat im Laufe seiner Anwaltstätigkeit und als Vorstand des von ihm gegründeten Vereins „Humane Trennung und Scheidung“ viele Vorträge gehalten, in denen er über sein Modell der humanen und fairen Scheidung referiert hat. Hier: anlässlich der Jubiläumsfeier des Volkskunstprojektes „Friedens-Banderole“ im Hotel Schlossgut Ambach am Starnberger See im Jahre 2011.

Harro Graf von Luxburg sieht es als kulturellen Fortschrift, dass mit dem neuen Scheidungsrecht 1977 das bis dahin geltende Schuldprinzip ein Ende nahm und durch das Zerrüttungsprinzip abgelöst wurde, das bis heute aktuell ist und zur Frage des Familienrichters an die ehemaligen Ehepartner führt: „Halten Sie Ihre Ehe für zerrüttet?“ Gesetzlich ist festgelegt, dass die Ehepartner, wenn sie ein Jahr lang getrennt gelebt haben und sich der Richter von der Zerrüttung der Ehe überzeugt hat, die Ehe geschieden werden muss – auch gegen den Willen des anderen Ehegatten. Graf Luxburg: „Nach dem alten Scheidungsrecht konnte gegen den Willen des „ehetreuen“ Partners eine Scheidung nicht durchgesetzt werden. Heute genügt ein Trennungsjahr und die Ehe wird geschieden. Nach einer dreijährigen Trennungszeit spielt nicht einmal mehr das Prinzip der Zerrüttung eine Rolle.“

Auf meine Frage, was sich seiner Ansicht nach im Sinne der Mandanten an der Scheidungskultur geändert hat, antwortet Graf Luxburg: „Früher konnte der Ehepartner, der nicht geschieden werden wollte, die Scheidung blockieren. Insbesondere von Seiten der Hausfrauen gab es dabei ganz viel Angst, dass sie dann auf Unterhalt angewiesen sind und zudem gesellschaftlich als minderwertig gelten. Aber seitdem immer mehr Frauen berufstätig sind und ihr eigenes Geld verdienen, haben sich die Verhältnisse grundlegend geändert. Auch werden Geschiedene schon lange nicht mehr gesellschaftlich geächtet. Vielmehr sind Scheidungen heute etwas Normales. Immerhin wird jede zweite bis dritte Ehe geschieden.“

Und was hat sich im Sinne der Anwälte geändert? Graf Luxburg: „Die Anwälte haben sich über die Jahre von der aggressiv gehässigen Vorgehensweise, wie sie beim alten Recht weit verbreitet war, entfernt und sind insgesamt moderater geworden. Das liegt auch daran, dass 1998 der Fachanwalt für Familienrecht eingeführt worden ist und die Anwälte sich mehr auf die fachliche Seite der Scheidung und der wirtschaftlichen Fragen konzentrieren. Die Fachanwälte verfassen heute Schriftsätze, die sehr fundiert sind. Wenn ich an meine erste Zeit als Anwalt denke und die Schriftsätze mit den heutigen vergleiche, dann ist das ein himmelweiter Unterschied.“

Und last not least, was hat sich im Sinner Richter geändert? Graf Luxburg: „Scheidungen fanden vor der Scheidungsreform beim Landgericht statt. Mit dem neuen Gesetz kam es zur Einführung von Familiengerichten und die Richter wurden Familienrichter. Dies führte dazu, dass die Richter sich selbst hinterfragt haben, was das für ihre Arbeit bedeutet. Beim Familiengericht herrscht ein anderer Stil als bei anderen Gerichten, z.B. beim Strafgericht. Familienrichter bemühen sich viel mehr um einen Vergleich.“

Die Scheidungskultur hat sich nach Ansicht von Graf Luxburg seit den 1970er Jahren hin zum Positiven hin entwickelt. Dabei spielen die Anwälte, aber auch die Familienrichter eine entscheidende Rolle. „Dazu gehört, dass Anwälte untereinander kollegial miteinander umgehen und dass die Richter nicht autoritär sind. Den jüngeren Richtern gelingt es immer besser, dass sie einen angemessenen Umgangston in den Verhandlungen pflegen.“

Wie wohltuend für alle Beteiligten eine humane, faire und friedliche Scheidung ist, hat Graf Luxburg im Laufe seiner über 40-jährigen Anwaltstätigkeit immer wieder erlebt. Er ist fest davon überzeugt, dass der Trend für die Scheidungskultur in den nächsten 50 Jahren weiter in Richtung einvernehmliche Scheidungen geht. „Dass Ehen möglichst lange halten, ist zwar wünschenswert – gerade im Interesse von gemeinsamen Kindern -, jedoch ist es auch völlig normal, wenn eine Ehe von zwei gleichberechtigten Partnern, die ihren eigenen Beruf ausüben und die damit weitgehend selbstständig sind, irgendwann geschieden wird. Die meisten meiner Mandanten sind über 50 Jahre alt und eine Scheidung eröffnet ihnen den Weg für einen neuen Lebensabschnitt. Die einvernehmliche Scheidung ist dabei der beste Wegbereiter.“

Ans Aufhören denkt Graf Luxburg trotz seines nicht mehr jugendlichen Alters nicht. Er übt seinen Beruf mit Freude und Hingabe aus und will weiter aktiv daran mitwirken, dass sich die Scheidungskultur in dem Sinne entwickelt, dass sie immer friedlicher und konstruktiver für alle Parteien verläuft. Er will weiterhin seine Mandanten durch die Scheidungskrise führen und ihnen zu fairen, vernünftigen und intelligenten Lösungen verhelfen. Daneben will er als Vorsitzender des Vereins „Humane Trennung und Scheidung“ weiter durch Vorträge und Veröffentlichungen für diese Philosophie werben.


„Die Scheidungskultur ist Teil der Rechtskultur und die Rechtskultur entwickelt sich dadurch, dass sich die gesellschaftlichen Verhältnisse ändern und sich die Gesetzgebung und das Recht dem anpassen“. Harro Graf von Luxburg (im Bild mit der Autorin) hat ein Faible für Antiquitäten und Kunst, die seine Kanzlei zieren.

Kanzlei für Familienrecht
Rechtsanwalt Harro Graf von Luxburg
Goethestr. 68
80048 München

in Partnerschaft mit:
Alexander Graf von Luxburg LL.M.
RAin Friederike Lehle

Tel. 089/544 23 40
Fax 089/532 84 00

www.ravonluxburg.de
mail@ravonluxburg.de

Zeitreise ins Jahr 1917: Eugenio Pacelli – Bote des Friedens

Zeitreise ins Jahr 1917: Eugenio Pacelli – Bote des Friedens

Kulturgeschichte von Helene Walterskirchen:
Zeitreise ins Jahr 1917: Eugenio Pacelli – Bote des Friedens

Kardinalstaatssekretär Pacelli in seinem Arbeitszimmer (Quelle Buch „Von Pius XI. zu Pius XII, herausgegeben vom Bischöflichen Ordinariat, Verantwortlich: Generalvikar Dr. M. Prange, 1939)

Wir Menschen heute sind die Summe unserer Vorfahren und damit unserer gemeinsamen Vergangenheit. Wir leben zwar im Hier und Heute und tun gut daran, uns mit unserer Gegenwart zu beschäftigen, denn, wie schon der Volksmund sagt: „Im Jetzt spielt die Musik“, aber dennoch sollten wir uns bewusst sein, dass unser Hier und Heute auf dem aufbaut, was man Vergangenheit nennt.

Hin und wieder ist es sogar ratsam, einen Blick zurück zu tun, um sich bewusst zu werden, wie vergänglich die Zeit und das Leben ist. Schon ein Sprung von 100 Jahren zurück in die Vergangenheit, also in das Jahr 1917, entführt uns in eine völlig andere Zeit. Die Menschen, die damals lebten, empfanden ihre Zeit als Gegenwart. Sie hätten sich nicht vorstellen können, dass wir Menschen des Jahres 2017 einmal eine Zeitreise zurück zu ihnen machen würden.

Was motiviert mich, diese Zeitreise zu machen? Wir halten uns für moderne, aufgeklärte, fortschrittliche Menschen und können uns keine andere Welt vorstellen, als die Welt des Jahres 2017. Wir halten die Menschen und die Zeit um 1917 für rückständig und altmodisch, weil sie all die modernen Einrichtungen, die wir heute haben, wie Laptop, Tablet, Smartphones, Apps, Internet und E-Mail nicht kannten und folglich auch nicht nutzen konnten. Sie schrieben ihre Briefe noch mit der Hand oder einer manuellen Schreibmaschine und versendet wurden sie klassisch mit der Post.
Wenn man einen Zeitsprung vom Jahr 2017 zurück ins Jahr 1917 macht, wird man erkennen, dass sich die Menschen von damals ebenso als „moderne, aufgeklärte und fortschrittliche Menschen“ sahen – im Rückblick betrachtet mit ihren Vorfahren des Jahres 1817. Im Jahr 1917 gab es immerhin schon Telefone, Autos und elektrisches Licht – all das gab es 1817 noch nicht.

Im Jahr 1917 standen andere Menschen auf der Bühne des Lebens, die sich ebenso wichtig genommen haben, wie wir Menschen uns im Jahr 2017. So wie wir heute jeden Tag darum bemüht sind, unser Leben so gut wie möglich zu leben und den Anforderungen, die das Leben an uns stellt, gerecht zu werden, waren es einst die Menschen Anfang des 20. Jahrhunderts. Nur die Bühnen und ihre Rahmenbedingungen waren anders.

Wir schreiben das Jahr 1917 und reisen in die bayerische Landeshauptstadt München, konkret in das Erzbischöfliche Ordinariat, das Zentrum der Verwaltung des Erzbistums München und Freising. In Wikipedia heißt es dazu:

„Das Erzbischöfliche Ordinariat München ist die Kurie (Verwaltungsbehörde) des Erzbistums München und Freising. Es nimmt im Auftrag und im Namen des Erzbischofs von München und Freising die Aufgaben der Bistumsverwaltung wahr und unterstützt den Diözesanbischof bei der pastoralen Leitung des Erzbistums.

Das Erzbischöfliche Ordinariat ermöglicht und fördert die Entwicklung und das Gelingen einer zeitgemäßen Seelsorge vor Ort. Da das Erzbischöfliche Ordinariat also auch der Ausübung des Apostolates dienen soll, übernimmt es ebenso Aufgaben, die sich aus der pastoralen Situation des Bistums ergeben (Würzburger Synode, 1976). Im Ordinariat sind alle Dienste und Ämter der erzbischöflichen Gerichtsbarkeit (Offizialat), der Finanzverwaltung (Erzbischöfliche Finanzkammer) und der allgemeinen Verwaltung (Generalvikariat), zusammengeführt. Es handelt sich im Wesentlichen um Dienstleistungen für die Leitung des Erzbistums, für die Pfarreien und Dekanate, für die Kirchenstiftungen, im Bedarfsfall auch für einzelne Katholiken. Außerdem ist es mit seinen Fachstellen wichtiger Ansprechpartner für Politik, Gesellschaft und Medien.“

Dem Ordinariat angegliedert ist das Domkapitel, auch Metropolitankapitel „zu unserer Lieben Frau in München“. Im Wikipedia erfahren wir hierzu:

„Dem Domkapitel oder dem Metropolitankapitel Zu Unserer Lieben Frau in München gehören zwölf Geistliche an: zehn Kapitulare sowie der Dompropst und der Domdekan. Die Mitglieder des Domkapitels nehmen insbesondere an den feierlichen Gottesdiensten des Erzbischofs zu den kirchlichen Hochfesten teil. Das Domkapitel wirkt als Konsultorenkollegium bei der Leitung und Verwaltung der Erzdiözese mit. Es erstellt auch eine Vorschlagsliste für den Fall, dass der Bischofsstuhl vakant wird.“

1917 war eines der Mitglieder des Metropolitankapitels mein Großonkel Konrad Graf von Preysing, damals 37 Jahre alt. Wiederum aus Wikipedia können wir folgende geschichtliche Daten erhalten:

„Er (Konrad Graf von Preysing) lernte den seit 1917 in München, seit 1920 zugleich auch in Berlin akkreditierten Apostolischen Nuntius Eugenio Pacelli kennen, der sich in den 1920er-Jahren wiederholt seiner diskreten Assistenz bediente. Die enge Beziehung zu Pacelli, dem späteren Pius XII., der 1930 das Amt des Kardinalstaatssekretärs übernommen hatte, war wohl nicht ohne Einfluss auf den Entschluss von Pius XI. Preysing, am 9. September 1932 zum Bischof von Eichstätt zu ernennen […].“

1935 wurde mein Großonkel Bischof und später Kardinal von Berlin. In dieser Zeit, genauer 1939, schrieb er das Vorwort zu dem 100-seitigen Büchlein „Von Pius XI. zu Pius XII.“ herausgegeben vom Bischöflichen Ordinariat Berlin. Das Büchlein beginnt mit dem Tod des Papstes Pius XI. und endet mit der Wahl und der Krönung von Papst Pius XII. Dazwischen wird im Hauptteil vom Leben und der Entwicklung des jungen Eugenio Pacelli (geboren 1876) hin zum Priester und weiter bis zur Übernahme des Papstamtes berichtet. Wir greifen uns hieraus das Jahr 1917 heraus (Wortwahl und Rechtschreibung entsprechen der damaligen Zeit):

Titularerzbischof von Sardes und Apostolischer Nuntius in München
Als nun im Jahre 1917 der Apostolische Nuntius in München, Monsignore Aversa, starb, wußte Benedikt XV., der Pacelli in jahrelanger Zusammenarbeit in der Kongregation für außerordentliche Angelegenheiten in Tugend und Talent, in Wesen und Wissen kennengelernt hatte, für diese überaus wichtige Mission keinen Geeigneteren als diesen, seinen früheren, jetzt 41jährigen Mitarbeiter. Am 21. April 1917 ernannte er ihn zum Nuntius in München. Und der Papst selbst erteilte ihm zuvor, als wollte er ihm einen ganz besonderen Segen auf dem Wege nach Deutschland in schwerster Zeit mitgeben, am 13. Mai 1917 in der Sixtinischen Kapelle die Bischofsweihe unter Verleihung des Titels eines Erzbischof von Sardes. …. Unter den Klängen des Tedeums umarmte Benedikt den neuen Bischof der Kirche – er gab dem Manne seines Vertrauens den Friedenskuß, auf daß er über die Alpen reise als Nuntius, als Bote des Friedens, denn seine Mission war nach dem Auftrage des Papstes eine Friedensmission inmitten des unvorstellbaren Kriegsleides. […]

Einschub der Autorin: Der Wahlspruch des frisch geweihten Bischofs und Nuntius lautete: Opus Justitiae Pax (dt. Das Werk der Gerechtigkeit ist der Frieden).

[…] Der Nuntius brach sogleich ins Reich der Deutschen auf. Am 25. Mai des Kriegsjahres 1917 traf er in München ein, und am 28. Mai überreichte er in feierlicher Antrittsaudienz König Ludwig sein Beglaubigungsschreiben […]. Im folgenden Monat verhandelte der Nuntius in Berlin mit dem Reichskanzler um Friedensmöglichkeiten, und unmittelbar darauf überreichte er im Großen Hauptquartier zu Kreuznach dem Kaiser ein päpstliches Handschreiben in demselben großen Anliegen.

Am 1. August 1917 erließ Benedikt XV. dann seine berühmte Friedensbotschaft; in Deutschland führte der Münchner Nuntius die mit dem päpstlichen Friedensschritt gegebenen Verhandlungen, wie bekannt […].“

Im Jahr 1917 besuchte Nuntius Pacelli eine bayerische Festung, in der etwa 300 französische Offiziere als Kriegsgefangene gehalten wurden. Einer von ihnen veröffentlichte folgende Erinnerung im Büchlein „Von Pius XI. zu Pius XII.“:

„Es war im Jahre 1917, in jenen für uns Gefangene so düsteren und schmerzvollen Tagen. Der Krieg zog sich in die Länge. Die Niederlagen der Entente an verschiedenen Fronten zerstörten unsere Hoffnungen auf ein baldiges Ende des Kampfes. Die Tage flossen eintönig, schwer und traurig dahin. Da kündete man uns den Besuch des Vertreters des Heiligen Vaters in München an. Die Nachricht wurde verschieden aufgenommen: die vorkrieglichen, antikleralen Leidenschaften, die an der Front ganz verschwunden waren, machten sich noch in den Gefangenenlagern bemerkbar. Einige hielten den Besuch für ungelegen, einige für taktlos. Wenige Tage darauf führte man uns in eine der Kasematten des Forts. Obwohl keinerlei Zwang bestand, waren alle mitgekommen, teils von dem Wunsch getrieben, den Vertreter des Heiligen Vaters zu sehen, teils aus Neugier. Er trat ein, begleitet von dem Platzkommandanten, ein ganz in Schwarz gekleideter Priester. Die Unterhaltung der Gefangenen verstummte plötzlich; ehrfurchtsvolles Schweigen hüllte den Nuntius Monsignore Pacelli ein. Er brach es rasch, und in tadellosem Französisch richtete er eine kurze Ansprache an uns, indem er in eindringlichen Worten an den Geist der christlichen Liebe und an die Tugend der Geduld appellierte; ganz schlichte Worte, aber erfüllt von zartfühlendster, ergreifender Güte und Barmherzigkeit. Als er geendet hatte, brachen Beifallsbezeugungen aus – einstimmig!“

Wie schon zuvor erwähnt, lernten sich Eugenio Pacelli und Konrad Graf von Preysing im Zuge ihres Wirkens für die Katholische Kirche im Jahr 1917 in München kennen. Konrad Graf von Preysing war damals Sekretär des Kardinal-Erzbischofs von München und Freising, Franziskus von Bettinger.

Kardinal-Erzbischof Franziskus von Bettinger starb am 12. April 1917 in seinem Münchner Palais an einem plötzlichen Herztod. In Wikipedia heißt es dazu:

„Er hatte am Morgen die Heilige Messe gelesen, machte dann einen Besuch bei dem todkranken Apostolischen Nuntius Giuseppe Aversa, von wo er sichtlich erschüttert zurückgekehrt sei. Um 10 Uhr gab er noch eine Audienz. Gegen 11 Uhr fand der Hausdiener den Kardinal regungslos vor seinem Lehnstuhl auf dem Boden liegen. Der schnell herbeigerufene Sekretär Graf Konrad von Preysing (der spätere Kardinal-Bischof von Berlin) spendete ihm rasch die Krankensalbung. Ein inzwischen erschienener Arzt konnte nur noch den schon eingetretenen Tod feststellen. Sein Nachfolger wurde der damalige Speyerer Bischof Michael von Faulhaber.“

Aus der anfänglichen Begegnung von Eugenio Pacelli und Konrad Graf von Preysing entwickelte sich eine enge und lebenslange Freundschaft, die auch nach der Papstwahl von Pacelli im Jahre 1939 nicht endete, sondern bis zum 21.12.1950, dem Todestag von Konrad, dauerte.

In meinem 100-seitigen Büchlein „Albert Graf von Preysing – Stadtpfarrer und Stiftspropst von St. Martin zu Landshut, 1926 – 1946“, erschienen 1990 im Eigenverlag mit Subvention der Erzbischöflichen Finanzkammer München, schrieb ich zum Jahr 1939, konkret zur Wahl von Eugenio Pacelli zum neuen Papst Pius XII.:

„Am 10. Februar des Jahres 1939 starb Papst Pius XI. „Ein großartiger Mann ist von uns gegangen“, sprach Albert anlässlich der Totenfeier in der Martinskirche zu der großen Zahl von Gläubigen. Am 2. März verkündeten Ätherwellen die frohe Botschaft: „Habemus Papam – Eugenio Pacelli – Pius XII.“!

Albert vernahm diese Nachricht mit freudiger Überraschung, kannte er doch Eugenio Pacelli persönlich aus seiner Münchener Zeit. Auch Konrad in Berlin war tief bewegt über diese Wahl, denn er und Pacelli waren seit vielen Jahren gute Freunde. Begonnen hatte die Freundschaft der beiden, als Eugenio Pacelli im Jahre 1917 zum Apostolischen Nuntius in München berufen wurde und er damals Konrad, den Sekretär des 1917 verstorbenen Kardinals Franziskus von Bettinger, zur gelegentlichen Mitarbeit in der Nuntiatur heranzog. Pacelli hatte – im Jahre 1920 – Konrad auch zu seinem Reisebegleiter erwählt, wo er dem damaligen Reichspräsidenten Ebert sein Beglaubigungsschreiben als Nuntius beim Deutschen Reich überreichte […].“

Zeitensprung ins Jahr 2017.
Was uns heute so fern und fremd erscheint, die Zeit um 1917, war einmal die Zeit, in der „die Musik spielte“, um bei dem zuvor erwähnten alten Sprichwort zu bleiben. Und wie wird es einmal mit dem Jahr 2117 sein, wenn unsere Nachfahren, die 100 Jahre später leben, zurückblicken? Werden sie dann auch sagen: „Was für eine altmodische und verstaubte Zeit das doch war – damals 2017!“ und sich von ihren Autorobotern chauffieren lassen und über ihren Mentalchip miteinander kommunizieren?

Nuntius Pacelli und Msgr. Konrad Graf von Preysing vor der St.-Hedwigs-Kathedrale in Berlin, anlässlich der Überreichung des Beglaubigungsschreibens beim Reichspräsidenten am 30. Juni 1920 (Quelle wie Bild zuvor)

Marianne Asam und das Rote Kreuz – durch Menschlichkeit zum Frieden

Marianne Asam und das Rote Kreuz – durch Menschlichkeit zum Frieden

Rotes-Kreuz-Kultur von Helene Walterskirchen:
Marianne Asam und das Rote Kreuz – durch Menschlichkeit zum Frieden

Marianne Asam mit der Autorin Helene Walterskirchen

Wer kennt es nicht: Man trifft jemand und spürt von Anfang an eine gleiche Chemie oder besser einen Gleichklang der Seelen. So ging es mir mit Marianne Asam, als ich sie vor rund drei Jahren das erste Mal traf und ihr erging es ähnlich wie mir. Seitdem haben sich unsere Wege einige Male gekreuzt und zudem haben wir einige Projekte in Sachen „Frieden“ miteinander gemacht, unter anderem ein Benefiz-Friedenskonzert und eine Friedens-Malaktion. Unser zentrales Thema „Frieden“ spielt auch beim Roten Kreuz eine wichtige Rolle und zeigt sich in dem Leitmotto: „Durch Menschlichkeit zum Frieden“.

Als ich im Jahre 2016 damit begann, interessante Persönlichkeiten aus der Region Landsberg in meinem „Kultur-Magazin Schloss Rudolfshausen“ zu porträtieren, war Marianne Asam eine der ersten. So gibt es in der Ausgabe I/2016 ein vierseitiges Porträt über die stellvertretende Geschäftsführerin des Bayerischen Roten Kreuzes (BRK), Kreisverband Landsberg am Lech, das einen Einblick in das Leben und Wirken einer sympathischen, warmherzigen und bescheidenen Frau gibt.

Da sich jedoch ein Mensch und das, was ihn und sein Wirken ausmacht, nicht in einem einzigen Porträt darstellen lässt, folgt in dieser Ausgabe Teil II, der zeigt, dass Marianne Asam nicht nur Mitarbeiterin des BRK ist, sondern wesentlich mehr: sie ist eine der zahlreichen Repräsentantinnen der weltweiten „Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung“, die ihren Hauptsitz im schweizerischen Genf hat. Auf meine Frage, wann und wie sie zum Roten Kreuz (umgangssprachliche Kurzfassung) gekommen ist, führt Marianne Asam aus:

„Ich bin 1991 zum Roten Kreuz gekommen. Damals wurde ein neuer Kindergarten in meiner Wohnortgemeinde eröffnet, dessen Träger das Rote Kreuz ist. Als ausgebildete Erzieherin und damals Mutter kleiner Kinder, war ich sehr an dem neuen Kindergarten und seinem Konzept interessiert. So war ich nicht nur bei der Eröffnung dabei, sondern habe mich umfassend informiert. Das, was ich dabei erfahren habe, hat mich sehr angesprochen, beispielsweise in Sachen Friedenserziehung und Gesundheitserziehung. Als bald darauf eine Erzieherin dieses Kindergartens krank wurde, hat mich die Leitung gefragt, ob ich bereit wäre, sie zu vertreten. Ich habe gerne zugesagt und in meiner Vertretungszeit noch einen tieferen Einblick in die Arbeitsweise des BRK-Kindergartens bekommen. Es hat mir sehr gefallen, wie die Mitarbeiter miteinander umgehen, wie der Kontakt zum Träger war, dem Kreisverband Landsberg, wie dieser die Arbeit der Mitarbeiter unterstützt. So etwas hatte ich in meinen früheren Tätigkeiten als Kindergarten-Erzieherin anderer Träger noch nicht erlebt.

Im April 1992 ist dann im BRK-Kindergarten eine Stelle frei geworden und ich wurde gefragt, ob ich nicht nur aushilfsweise, sondern ganz dort arbeiten möchte. Ich habe nicht lange überlegt und zugesagt. Nach zwei Jahren hat mich mein Träger, das BRK Landsberg, gefragt, ob ich nicht Interesse daran hätte, die Leitung des neuen BRK-Kindergartens in der Nachbargemeinde Lengenfeld zu übernehmen. Man hätte gesehen, dass ich das Potenzial dazu habe und man würde mir diese verantwortungsvolle Aufgabe zutrauen. Ich empfand ein solches Vertrauen als große Ehre und habe mit Freude zugesagt. 12 Jahre lang habe ich die Leitung innegehabt und die zweigruppige Einrichtung in eine moderne Kindertagesstätte umfunktioniert.“

Ich frage Marianne Asam, ob sie damals in jede andere Träger-Einrichtung, z.B. Caritas, Arbeiterwohlfahrt oder Evangelische Kirche, eingetreten wäre oder war es damals schon ein Anreiz für sie, dass es sich um das Rote Kreuz handelte?

Sie antwortet in ihrer gewohnt bedächtigen Art: „Zuerst wusste ich nicht sonderlich viel über die inhaltliche Arbeit oder die inhaltlichen Grundsätze des Roten Kreuzes und auch nicht, wie diese in der Praxis umgesetzt werden. Das habe ich erst durch meine Aushilfstätigkeit im Kindergarten das erste Mal erlebt und entsprechende Erfahrungen gemacht, die nicht ganz neu waren, aber bestätigt haben, dass diese Grundsätze nicht nur leere Floskeln sind, sondern auch wirklich praktiziert werden. Wir hatten von Trägerseite einen sehr großen Freiraum, wie wir diese Grundsätze umsetzen. Das war für einen kreativen Menschen wie mich, der gerne eigene Ideen einbringt, sehr wichtig und sehr schön.“

Das Rote Kreuz ist eine neutrale Organisation – auf allen Ebenen, auch im kulturellen oder religiösen Sinne. Sie ist für alle Kulturen und Religionen offen. Meine Frage an Marianne Asam lautet daher: „Wie wirkt sich das im Kindergarten- oder Kindertagesstättenleben und in der Erziehung aus? Was ist anders?“

Marianne Asam hat vor ihrer Tätigkeit im BRK-Kindergarten in einem Katholischen Kindergarten gearbeitet. Sie hat dabei miterlebt, dass der religiöse Faktor weit stärker ausgeprägt war, z.B. Beten, religiöse Geschichten oder Gottesdienste. Da war in der Regel kein Platz für andersgläubige Kinder, beispielsweise den Islam oder den Buddhismus. „Bei uns beim Roten Kreuz war es ein bisschen anders, denn da war die Tür offen für Kinder aus allen Kulturen und Religionen, da gab es keine Begrenzungen. Wir haben den Kindern erklärt, dass es nicht nur den Gott der Katholiken gibt, sondern dass es denselben Gott in allen anderen Religionen gibt, und dass er in diesen einfach nur anders heißt. Natürlich haben wir mit den Kindern das christliche St. Martin-Fest gefeiert und den bekannten Umzug mit Laternen veranstaltet. Wir haben jedoch so manches christliche Fest anders gefeiert, z.B. Weihnachten: unsere Feier fand nicht in der Kirche statt, sondern bei uns im Kindergarten oder draußen im Wald bei den Tannenbäumen und den Tieren. Für uns war immer wichtig, dass die Kinder etwas Positives mitnehmen. Und hierbei haben wir ganz klar unsere Grundsätze, denen all jene, die bei einer Rotkreuz-Organisation mitarbeiten, verpflichtet sind.“

Einschub (Quelle Wikipedia)
Die Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung umfasst das „Internationale Komitee vom Roten Kreuz“ (IKRK), die „Internationale Föderation der Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften“ (Föderation) sowie die „nationalen Rotkreuz- und Rothalbmond-Gesellschaften“. Alle diese Organisationen sind voneinander rechtlich unabhängig und innerhalb der Bewegung durch gemeinsame Grundsätze, Ziele, Symbole, Statuten und Organe miteinander verbunden. […] Die Internationale Konferenz ist das oberste Organ der Bewegung. Diese findet alle vier Jahre in der Zentrale in Genf (Schweiz) statt.[ …] Zusammengefasst unter der Bezeichnung „Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung“ sind für das IKRK, die Föderation und die nationalen Gesellschaften weltweit gegenwärtig etwa 97 Millionen Mitglieder aktiv, davon ca. 300.000 Menschen hauptberuflich.
Das geplante Gesamtbudget für das Jahr 2011 beläuft sich auf etwa 1,23 Milliarden Schweizer Franken. […] Alle Organisationen und Mitarbeiter innerhalb der Rotkreuz-Bewegung folgen sieben Grundregeln, die am 8. Oktober 1965 auf der XX. Internationalen Konferenz vom 2. Bis 9. Oktober 1965 verkündet und in der XXV. Internationalen Konferenz vom 23. bis 31. Oktober 1986 angepasst wurden. Sie lauten:
Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität, Unabhängigkeit, Freiwilligkeit, Einheit, Universalität. […] Die Aufgaben der Föderation lassen sich zu folgenden Schwerpunkten zusammenfassen:
– Verbreitung humanitärer Prinzipien und Werte
– Reaktionen auf Katastrophen und andere Notsituationen durch Hilfsmaßnahmen
– Katastrophenvorsorge durch Aus- und Weiterbildung von Hilfskräften sowie Bereitstellung und Verteilung von Hilfsgütern
– Gesundheitsvorsorge und sozialmedizinische Betreuung auf lokaler Ebene.
Der erste Wahlspruch des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz lautete „Inter Arma Caritas“ (dt. „inmitten der Waffen Menschlichkeit“). Er wurde erstmals 1888 durch Gustave Moynier anlässlich der Feierlichkeiten zum 25-jährigen Bestehen der Rotkreuz-Bewegung verwendet. Das Motto wurde 1961 für die gesamte Bewegung erweitert auf „Per Humanitatem ad Pacem“ (dt. „durch Menschlichkeit zum Frieden“).

Marianne Asam ist wie ein Blatt an einem starken Baum, ein Baum, der seit 150 Jahren auf der Erde steht und der seine Äste um die ganze Welt spannt, und dieser Baum heißt „Rotes Kreuz“, genauer „Internationale Rotkreuz- und Rothalbmond-Bewegung“ (offizieller Name seit 1991). Marianne Asam repräsentiert bei ihrer Arbeit für das Rote Kreuz die Philosophie und das Herz der weltumspannenden Bewegung. Sie ist lebendiges Leitbild der Werte, die in den Grundsätzen des Roten Kreuzes stecken und die sie täglich in ihre Aufgaben und in ihr Wirken für das BRK einbringt.
Marianne Asam: „Diese Werte kommen insbesondere im Umgang miteinander zum Tragen. Das war und ist für mich manchmal eine Herausforderung, aber auch eine große Aufgabe, es so zu leben und zu vermitteln, dass die Menschen es verstehen. Beispiel: Wir sind ein multikultureller Verband, d.h. wir beschäftigen auch ausländische Mitarbeiter mit einem anderen kulturellen und religiösen Hintergrund, als den, den wir hier in Deutschland haben. Da kann es schon vorkommen, dass manche deutsche Mitarbeiter damit Mühe haben oder sogar mit Ablehnung reagieren. Dann sehe ich es als meine Aufgabe, solche Mitarbeiter auf die Grundsätze des Roten Kreuzes/Roten Halbmondes hinzuweisen und ihnen bewusst zu machen, was beispielsweise Universalität und Neutralität bedeuten.“

Bayerisches Rotes Kreuz
Kreisverband Landsberg am Lech
Max-Friesenegger-Str. 45
D-86899 Landsberg am Lech
Email: info@kvlandsberg.brk.de
www.kvlandsberg.brk.de

Das 1,7 km lange Friedensprojekt, die Friedens-Banderole, war 2016 zu Gast bei einer Malaktion beim BRK und Marianne Asam malte ihr Friedensbild darauf

Verstrahlungen heilen durch Earthing

Verstrahlungen heilen durch Earthing

von Alexandra Walterskirchen:
„Verstrahlungen heilen durch Earthing“

Helene Walterskirchen an ihrem Arbeitsplatz: Erdungsmatte unter der PC-Tastatur

Vor einigen Jahren lasen wir das Buch „Earthing“ (nachfolgend eine Buchrezension) und stießen darauf, dass es sogenannte „Erdungsprodukte“ wie Tücher, Matten, Armbänder usw. gibt, mit denen man die gefährlichen Esmog-Strahlungen aus dem Körper ableiten kann. Wir erfuhren, dass es diese Produkte seit kurzem auch in Deutschland gibt, und der Vertriebsmann Thomas Zimpfer, ein Heilpraktiker, ist. Dorthin wandten wir uns und kauften uns diverse Erdungsprodukte, von denen wir ganz schnell überzeugt waren und sie überall verwendeten: beim Schlafen, bei der Fitness an unseren elektrischen Hometrainern, bei der PC-Arbeit und sogar beim Autofahren.

Der Heilpraktiker Thomas Zimpfer ist seit 2003 im Gesundheitsbereich aktiv und bietet seit 2011 Erdungsprodukte im deutschsprachigen Raum an. „Im Frühjar 2011 war ich in Lissabon /Portugal auf einem Kongress über biolog. Tumortherapie,“ so Thomas Zimpfer. „Dort traf ich Dr. James (Jim) Oschmann, der einen Vortrag über Earthing – Erden hielt. Zuerst schienen mir der Gedanke des Erdens und die Ausführungen von Dr. Oschmann ein wenig übertrieben. Jim schenkte mir zum Abschluss das Buch „Earthing – the most important health discovery ever“. Thomas Zimpfer las im darauffolgenden Urlaub das Buch und konnte kaum glauben, was dort geschrieben stand. Skeptisch, aber auch neugierig, besorgte er sich ein Erdungstuch und begann mit Praxisstudien an freiwilligen Patienten. Die Ergebnisse waren teilweise spektakulär. So war einer der Probanden, Herr E., Diabetiker, der an einer hartnäckigen Polyneuropathie (Kribbeln, Brennen, Schmerzen in den Beinen und Füßen) litt. Nachdem Herr E. 30 Minuten auf dem Erdungstuch gesessen hatte, waren seine Beschwerden deutlich reduziert.

Dieser und weitere Fälle veranlassten Thomas Zimpfer die Erdungsprodukte von Clinton Ober, die damals in Deutschland noch wenig bekannt waren, anzubieten.

Was ist das Besondere beim Erden? Die Erde ist das größte Reservoir an negativ geladenen Elektronen. Negativ geladene Elektronen finden wir auch in Wald- oder Meeresluft. Diese Teilchen haben eine sehr positive Wirkung auf den Organismus.

Die einfachste und natürlichste Art des Erdens ist – Barfußlaufen! Im Freien – auf Erde, Gras, Sand. Naturgemäß wird das in unseren Breitengraden nur bedingt möglich sein. Zu Bedenken ist zudem, dass beispielsweise Asphalt nicht leitet – das  heißt: in der Stadt Barfußlaufen bringt nicht die gewünschte Wirkung. Außerdem besteht eine gewisse Verletzungsgefahr durch Steine, Scherben, Dorne etc.

Clinton Ober entwickelte deshalb spezielle Erdungsprodukte, um den Effekt des Erdens in geschlossenen Räumen zu ermöglichen. Im Prinzip handelt es sich um Laken, Matten und Bänder, die leitend sind und an die Erdung angeschlossen werden. In Europa geht das zumeist leicht über die Erdung des Hauses. Diese befindet sich in Deutschland an den Metallklammern links und rechts in jeder modernen Steckdose. Zu prüfen ist dabei, ob die Erdungsprodukte korrekt angeschlossen sind (dies kann man beispielsweise gut mit einem Erdungs-Checker). Kontakt zu stromführenden Teilen der Steckdose haben die Erdungsprodukte nicht. Die Erdungslaken sind mit feinsten Silberfäden durchwoben. Silber ist ein exzellenter elektrischer Leiter, der zudem wegen seiner antibakteriellen Eigenschaften auch im medizinischen Bereich sehr geschätzt.

Bei direktem physikalischem Erdkontakt stehen uns diese Elektronen praktisch in unbegrenzter Menge zur Verfügung. Im Körper bewirken sie erstaunliches, wie Studien an US amerikanischen Universitäten zeigen konnten: Entzündungen werden reduziert und zum Teil ganz beseitigt. Subklinische Entzündungen („Silent Inflamation“) sind ein brisantes Thema in der Medizin. Subklinisch, weil nicht im Laborblut nachweisbar. Ärzte und Wissenschaftler vermuten, dass ein Großteil der Bevölkerung betroffen ist.

Die negativen Elektronen, die uns „Mutter Erde“ kostenlos zur Verfügung stellt, könnten in der Lage sein, diese Entzündungen abklingen zu lassen. Zu diesem Thema gab es einige Studien an Universitäten in den USA, unter anderem mit Thermofotografie. Hier konnte der anti-entzündliche Effekt nachgewiesen werden.

Weitere typische Wirkungen des Erdens sind: besserer, tieferer und erholsamer Schlaf, am Morgen schneller wach und klar, tagsüber fitter und leistungsfähiger. Das Hormonsystem wird harmonisiert, Verletzungen heilen schneller, Schmerzen werden weniger oder verschwinden komplett. Meist sind die Effekte bereits nach kurze Zeit spürbar. Ein interessantes Phänomen ist Jetlag, bei Flügen durch mehrere Zeitzonen – und die damit verbundenen Probleme entfallen durch Erden direkt nach dem Flug.

Die entzündungshemmenden und heilenden Effekte des Erdens machen sich auch Hochleistungssportler zunutze. Aktuell läuft eine Studie mit Leistungssportlern an einer Universität in Europa. Wie die Studienleitung bekannt gab, sind erste Forschungsergebnisse sehr vielversprechend. Die Studie dürfte Anfang 2018 veröffentlicht werden.

Seien wir uns bewusst, dass in unserer technisierten Welt das Thema E-Smog immer mehr an Bedeutung gewinnt. Bedenkt man, dass unsere Zellen und das Nervensystem mit Mikroströmen und Spannungen im Milli-Voltbereich arbeiten, ist das leicht verständlich. Hier harmonisiert physikalischer Erdkontakt durch Erdungstücher, -Matten und –Bänder das Nervensystem – oft deutlich spürbar durch weniger Spannungen und Kopfschmerzen sowie eine geringere Ermüdung z.B. beim Arbeiten am PC. Das können wir duch eigene Erfahrungen bestätigen.

Wenn Sie bei Ihrer Bestellung das Codewort „Kultur-Magazin“ angeben, erhalten Sie 5 % Nachlass auf Ihre Erstbestellung!

Thomas Zimpfer
Fachhandel für Gesundheitsprodukte

Yburgstr.116
D-76534 Baden-Baden
Telefon: 0049(0)7223 800 68 42
Fax: 0049(0)7223 800 68 43

www.tz-gesundheit.de
t.zimpfer@tz-gesundheit.de

Eilika von Habsburg-Lothringen – zwischen Tradition und Moderne

Eilika von Habsburg-Lothringen – zwischen Tradition und Moderne

von Helene Walterskirchen:
Eilika von Habsburg-Lothringen – zwischen Tradition und Moderne


Vor fast 20 Jahren lernte ich Eilika von Habsburg-Lothringen (im nachfolgenden kurz Eilika Habsburg genannt) und ihren Mann Georg bei der Arbeit an meinem Buch „Aristokraten – Leben zwischen Tradition und Moderne“, das im Jahre 2000 im Ueberreuter Verlag Wien erschienen ist, persönlich kennen und schätzen. Diesem Treffen folgte einige Jahre später ein weiteres, als ich Eilika Habsburg in meinem Buch „Benefiz-Ladies“ mit ihrer ungarischen Eilika-Habsburg-Stiftung porträtierte. Damals lebte sie mit ihrem Mann noch in einem Mehrfamilienhaus in Budapest, heute dagegen lebt sie mit ihrer Familie im ca. 30 km entfernten Ort Soskut in einem herrschaftlichen Gebäude, das damals gerade im Bau war.

Eilika Habsburg, geboren am 22.8.1972 in Bad Segeberg, ist eine geborene Herzogin von Oldenburg und damit Angehörige des deutschen Hochadels. Sie ist ausgebildete Direktions-Assistentin und Europa-Sekretärin, was ihr im täglichen Leben bei den verschiedensten Management- und Organisations-Aufgaben des eigenen Betriebes wie auch ihrer Stiftung sowie bei den vielfältigen repräsentativen Pflichten als führendes Mitglied des Hauses Habsburg zu Gute kommt. Eilika Habsburg ist die Frau von Georg von Habsburg-Lothringen (* 16.12.1964 in Starnberg), der dem einstmals regierenden Hause Habsburg in Österreich entstammt. Er ist der Sohn von Otto von Habsburg-Lothringen, der bis zur Abschaffung der Monarchie im Jahre 1919 Kronprinz von Österreich war und dessen Vater als Karl I. der letzte Kaiser von Österreich gewesen ist.

Welche gesellschaftliche Position Eilika und Georg von Habsburg-Lothringen in Ungarn haben, zeigt ein Film des NDR vom 12.6.2017 mit dem Titel „Nachfahren von Kaiserin Sissi zu Gast in Budapest“ mit folgender Headline: „Vor 150 Jahren wurde Kaiser Franz Josef I. von Österreich auch zum König von Ungarn gewählt. Zur Fahnenweihe in Budapest sind die Nachfahren angereist, darunter auch Georg von Habsburg und seine Familie.“ In dem kurzen Film werden Georg von Habsburg-Lothringen und seine Frau Eilika nicht nur als „Erzherzog“ und „Erzherzogin“ tituliert, sondern es wird auch darauf Bezug genommen, dass im heutigen Ungarn ein Hype in Richtung Habsburger-Monarchie besteht.

Es ist ein strahlender Herbsttag im Oktober als ich mich mit meinem Wiener Fotografen auf in Richtung nach Budapest-Soskut mache: ein fast tiefblauer Himmel, an dem die Sonne so intensiv scheint als wolle sie ihre ganze Kraft versprühen, dazu ist es beinahe sommerlich warm – ein wahres Kaiserwetter.

Als ich mich mit meinem Fotografen dem stattlichen Anwesen von Eilika und Georg von Habsburg–Lothringen nähere, ist dies nicht eine dem herrschaftlichen Charakter des Gebäudes angemessene Zufahrtsstraße, sondern ein holpriger und ungeteerter Feldweg, der mitten durch die ungarische Prärie führt und mich zweifeln lässt, ob wir richtig sind. Als jedoch die Kulisse des „Habsburger Landschlosses“ – dies drängt sich mir als passende Bezeichnung für das Gebäude auf – seitlich vor uns auftaucht, ist unumstritten klar, dass wir am Ziel angelangt sind. Beim Einfahren in das Gelände zeigt sich, dass sich an das stattliche Wohnhaus eine große Reitanlage mit Ställen und Koppeln anschließt. Pferdegewieher aus allen Ecken und Ende erscheint mir wie eine freundliche Begrüßung, die anschließend noch durch Eilika Habsburg fortgeführt wird, die uns leger in Empfang nimmt. Sie ist groß, schlank und wie immer völlig natürlich ohne eine Spur von Make-up.

Nachdem sie uns in der großen, lichtdurchfluteten Küche mit Tee und Kaffee versorgt hat, lassen wir uns im Salon nieder. Auffällig sind die hohen Fenster, durch die die Sonnenstrahlen hereinfallen und ein warmes, fast gleißendes Licht im Salon verbreiten. Schnell kommt eine ungezwungene Unterhaltung in Gange, in der sie mir von mir ihren drei Kindern, Sophie (* 12.1.2001), Ildiko (* 6.6.2002) sowie Karl Konstantin (*20.07.2004) berichtet, welche die Deutsche Schule in Budapest besuchen. Sie erzählt vom üblichen Freud und Leid einer Mutter von schulpflichtigen Kindern, von schulischen Gegebenheiten, wie einer 44-Stunden-Woche, denen die Kinder ausgesetzt sind, von Lehrern, die noch spät am Abend Hausaufgaben aufgeben, welche am nächsten Tag fertig sein müssen, von damit verbundenen übermäßigen Belastungen von Kindern und Familienleben, von den Ferien, die in Kürze sein werden und dass sie diese mit Mann und Kindern in Indien verbringen wird.

Eilika Habsburg mit der Autorin im legeren Gespräch im Salon

Auf meine Frage, ob sie eine strenge Mutter ist, antwortet Eilika Habsburg mit einem knappen „ja“. Sie spricht von Werten, die sie ihren Kindern beibringt und von ihnen verlangt wie Verantwortung und Pflichtgefühl. Bei Missachtung dieser Werte kann sie schon mal sehr unangenehm werden, gibt sie ohne Schnörkel zu. Insbesondere die Mitverantwortung für die Pferde und die Hunde, die zur „Familie“ gehören, ist für Eilika Habsburg ganz besonders wichtig. Diese Mitverantwortung verlangt sie jedoch nicht nur von ihren Kindern, sondern auch von ihren Schülern, die in ihrem Ausbildungsstall reiten und voltigieren lernen und praktizieren.

Aus unseren früheren Gesprächen weiß ich, dass Eilika Habsburg eine passionierte Reiterin ist und so verwundert es mich nicht, dass sie ihren einstigen Ein-Mann- bzw. Eine-Frau-Reitbetrieb zu einem umfassenden Ausbildungsstall mit vier Mitarbeitern und derzeit 120 „Schülern“ aufgebaut hat und unternehmerisch betreibt. Auf dem Ausbildungsplan stehen Parasport, Hippotherapie bzw. heilpädagogisches Reiten sowie Voltigieren als Leistungssport. Derzeit befinden sich ca. 30 Pferde in ihrem Reitstall bzw. Ausbildungsstall. Eilika Habsburg: „Wir haben eigene Pferde, Berittpferde für den Verkauf sowie Einstellerpferde von derzeit 15 verschiedenen Pferdebesitzern.“

Dies ist nur eine Leseprobe. Den gesamten Inhalt des Artikels können Sie in unserer Printausgabe des Kultur-Magazins lesen.

Dr. Rüdiger Dahlke – Mediziner, Brückenbauer und Schamane

Dr. Rüdiger Dahlke – Mediziner, Brückenbauer und Schamane

von Helene Walterskirchen:
Dr. Rüdiger Dahlke – Mediziner, Brückenbauer und Schamane

Dr. Rüdiger Dahlke mit der Autorin im Heilkunde-Zentrum Dahlke in Johanniskirchen

Wenn zwei, nicht mehr ganz junge Menschen aus derselben Generation, sich treffen und feststellen, dass sie nicht nur am selben Ort ihre Jugend verbracht haben, sondern auch noch auf dieselbe Schule gegangen sind, sich aber sonst nie im Leben begegnet sind, dreht sich erst einmal alles um diese gemeinsame Zeit. So war es bei Rüdiger Dahlke, Jahrgang 1951, und mir als ich ihn im Heilkunde-Zentrum Dahlke im niederbayerischen Johanniskirchen besuchte, um mit ihm ein Gespräch zu führen.

Eingebunden in den lichtdurchfluteten, mit viel Holz verkleideten Seminarraum, an den sich eine moderne, offene Küche anschließt, kam das Gespräch in Gange, das einen biographischen Charakter hatte. Wir sprachen über Freising, das Hofmiller-Gymnasium, das Hochhaus nahe der General-von-Stein-Kaserne, wo er mit seiner Familie gewohnt hatte – von dem ich nur einen Katzensprung entfernt war. Wir sprachen über Mitschüler, insbesondere einen, der ein begnadeter junger Klavierspieler war, von dem alle glaubten, er würde einmal eine Konzertkarriere machen und der doch etwas ganz anderes wurde, nämlich Arzt. Und da sind wir schon bei Rüdiger Dahlke, der ebenfalls Medizin studiert hat und Arzt wurde. Nur, dass er in seiner Jugend kein begnadeter Klavierspieler war, sondern ein begeisterter Skifahrer, der mehrere Jugendpreise gewonnen hat.

Rüdiger Dahlke: „Für meine Mitschüler war ich ein ‚Saupreiss‘, weil ich in Berlin-Ost geboren bin und dort mein frühe Kindheit verbracht habe, ehe wir nach Krefeld und dann weiter nach Bayern gezogen sind. Als ‚Saupreiss‘ ließen mich meine Mitschüler nicht mit ihnen Fußball spielen. Deshalb habe ich mich dem Skifahren zugewendet und wurde mit der Zeit so gut, dass ich mehrere Jugendrennen gewonnen habe. Das stand dann in der Zeitung und plötzlich hieß es nicht mehr: ‚Der Saupreiss darf nicht mitspielen‘, sondern stolz ‚der aus der Zeitung ist bei uns in der Klasse‘, und dann durfte ich natürlich auch Fußball mitspielen.“

Die Ski-Karriere von Rüdiger Dahlke wurde durch drei Brüche beendet. Nach dem ersten Ski-Unfall machte er noch weiter, nach dem zweiten bekam er Zweifel, ob er auf dem richtigen Weg ist, und beim dritten wurde ihm bewusst, dass eine Ski-Karriere ganz offensichtlich nicht für ihn vorgesehen war. Ski-Brüche hießen zu dieser Zeit: mehrere Wochen in Gips im Krankenhaus liegen. Rüdiger Dahlke: „Das war für mich als Jugendlichen sehr langweilig. Ich hatte jedoch einen anderen Jungen mit einem komplizierten Bruch im Zimmer, der bekam immer wieder Besuch von einem Lehrer für Autogenes Training. Dieser hatte den Auftrag, dem Jungen das Autogene Training beizubringen. Der Junge jedoch war nicht interessiert. Dagegen interessierte es mich sehr und so hat es mir der Lehrer beigebracht. Die Oberstufe des Autogenen Trainings beinhaltete auch das Erlernen der geführten Meditation und so kam ich schon sehr früh mit Meditation in Verbindung und pflegte sie fast täglich zu praktizieren.“

Tauchen wir etwas tiefer in jene Zeit der 60er und beginnenden 70er Jahre ein, denn nur so lässt sich verstehen, welcher Zeitgeist damals herrschte und all jene, die dafür offen waren, beeinflusste – auch Rüdiger Dahlke. Es war die Zeit der Beatles und Rolling Stones, die Zeit der Hippies, die Zeit der 68er-Bewegung, die Zeit der Pille und der sexuellen Freiheit. Viele junge Leute wollten raus aus dem spießbürgerlichen Milieu, in dem ihre Eltern lebten, raus aus einengenden Normen und Verhaltensweisen, raus aus den gesellschaftlichen, politischen und religiösen Begrenzungen und Dogmen, sie wollten frei sein, anders sein, ehrlich sein, sich nichts vorschreiben lassen und sie wollten keine angepassten Massenmenschen sein, die es anderen recht machen, dabei aber eigene Werte und Ideale verrieten. Sie hatten einen anderen „Mind“, ein anderes Bewusstsein und spürten, dass es mehr gab, als diese materielle Welt und dieses eine Leben. Sie glaubten an die Selbstverantwortung jedes einzelnen Menschen und daran, dass Ungutes, das man anderen und dieser Welt zufügt, in Form von Karma auf den Verursacher zurückkommt. Sie glaubten an die Seele und den Geist, der in jedem Menschen vorhanden ist, und verbanden sich in Meditationen mit diesen Ebenen, um besser zu verstehen, wer sie sind, was diese Welt ist, was der Sinn dieses Lebens ist und welcher Weg im Einklang mit den übergeordneten Lebensprinzipien steht. Sie ahnten, dass alles, was uns im Leben passiert, kein Zufall ist, sondern einen höheren bzw. tieferen Sinn und eine Ursache hat und dass wir selbst es in der Hand haben, das Steuer unseres Lebensschicksals herumzureißen, indem wir uns und unser Leben verändern.

Rüdiger Dahlke ist ein „Kind“ dieses Zeitgeistes. Er studierte an der Ludwig-Maximilians-Universität in München Humanmedizin und danach Psychotherapie. Die notwendigen Praktika absolvierte er in München und Augsburg. Rüdiger Dahlke: „Ich habe dabei erlebt, wie ich mit meinen Ansichten und meiner Art bei anderen Medizinern anstieß. Ich habe beispielsweise mit Patienten während Behandlungen gesprochen und dadurch habe ich länger gebraucht, aber genau das passte den meisten Ärzten nicht. Ich habe auch bei verschiedenen Behandlungsmethoden protestiert, z.B. dass Sterbende noch kurz vor ihrem Tod mit Essen gefüttert wurden. Auch das passte den Ärzten nicht. Irgendwann kam ich an den Punkt, an dem ich dachte: ‚Das ist nichts für mich‘, und ich wollte meinen Beruf ändern und Journalist werden. Ich gab mir jedoch erst einmal eine Bedenkzeit und ging ein Jahr lang auf Weltreise. Dabei habe ich mir nicht nur die Welt angeschaut, sondern auch, welche Medizin es in den jeweiligen Ländern gibt. So habe ich meinen medizinischen Horizont erweitert und mich entschieden, weiter als Mediziner und Psychotherapeut tätig zu bleiben.“

Dass damals mit dem Berufswunsch als Journalist schon der spätere Autor von über 60 Büchern ans Licht drängte, ahnte Rüdiger Dahlke nicht. Seine Motivation als Autor war nicht die Unterhaltung, sondern die Information, Aufklärung, Beratung und Anleitung für Veränderungen, Verbesserungen, Wandlung und Transformation in Sachen Gesundheit für Körper, Seele und Geist.

Dr. Rüdiger Dahlke ist Vater einer umfassenden Psychosomatik, die bis in spirituelle Dimensionen reicht, und sein Nachschlagewerk „Krankheit als Symbol“ ist ein Standardwerk ganzheitlicher Psychosomatik für viele Familien geworden. Eines seiner früheren Bücher zu dieser Thematik lautete: „Krankheit als Weg“. Er schrieb es zusammen mit seinem Kollegen, Thorwald Detlefsen, mit dem er 12 Jahre (von 1977 bis 1989) zusammen in München im „Institut für außerordentliche Psychologie“ arbeitete. In diesem Buch zeigen beide Autoren auf, dass alle Krankheitssymptome einen tieferen Sinn für unser Leben haben. Sie übermitteln uns Botschaften aus dem seelischen Bereich und sind ein Anstoß, uns selbst zu finden.

Bei Thorwald Dethlefsen machte Rüdiger Dahlke auch die Ausbildung zum Reinkarnations-Therapeuten. Als Thorwald Dethlefsen sich mit den Jahren immer mehr für Medien statt für Psychotherapie interessierte, trennte sich Rüdiger Dahlke von ihm. Dahlke: „Ich war immer gerne Arzt und Psychotherapeut. Mich haben auch ‚normale‘ Menschen interessiert; Dethlefsen hingegen war vor allem an spirituellen Menschen interessiert. Mich interessieren weder Channelings noch Medien, auch geht mir der Begriff ‚Orden‘ zu weit. Ich wollte Arzt bleiben. Ich möchte verstehen und vermitteln, einordnen und verwandeln und vor allem verstehen, was psychisch hinter der Krankheit steckt.“

Dr. Dahlke hat, wie er sagt, einiges in der Medizin abgekriegt in seinem Kampf für die Psychosomatik. „Irgendwann hat mir einmal ein Kollege an den Kopf geworfen: ‚Sie sind ja gar kein Arzt‘! Darüber war ich ziemlich betroffen, weil ich natürlich überzeugter Arzt war. Er meinte weiter: ‚Sie sind ein Schamane im Arzt-Pelz‘! Das hat mir irgendwie gefallen und ich habe mir gesagt: ‚Ja, genauso ist es: ich bin Schamane und Arzt und der ist nur Arzt‘. Die schamanistische Medizin und Weltsicht, das ist meins, das ist für mich viel ehrlicher und authentischer als all das wissenschaftliche Getue, wo so oft gar kein Wissen dahinter ist.“

Dr. Rüdiger Dahlke bei einer Präsentation seines Buch „Das Geheimnis der Lebensenergie in unserer Nahrung“ (Foto-Quelle: TamanGa)

Zusammen mit seiner ersten Frau Margit, einer Heilpraktikerin, gründete Rüdiger Dahlke 1990 das „Heilkunde-Zentrum Dahlke“ im niederbayerischen Johanniskirchen. Dort kam auch beider Tochter, Naomi, auf die Welt.

Das Heilkunde-Zentrum ist ein Ort der ganzheitlichen Therapie von Körper, Seele und Geist. In der Homepage heißt es dazu:

„Der Mittelpunkt und damit tragende Säule unserer therapeutischen Arbeit ist eine umfassende Psychotherapie zu den verschiedensten Problembereichen des Lebens. Durch unsere langjährige therapeutische Erfahrung wissen wir, dass oft hinter allen Problemen, Symptomen und Krisen unbewusste Seelenanteile darauf warten und drängen können, endlich wahrgenommen und geachtet zu werden. Die Sprache der eigenen Seele verstehen, den seelischen Schatten durchlichten, bildet das Fundament für Gesundheit und Heilung. ….“

Dies ist nur eine Leseprobe. Den gesamten Inhalt des Artikels können Sie in unserer Printausgabe des Kultur-Magazins lesen.

Professor Peter Berthold – Ornithologe und Naturforscher

Professor Peter Berthold – Ornithologe und Naturforscher

von Helene Walterskirchen:
Professor Peter Berthold – Ornithologe und Naturforscher


Eines Tages im Sommer legte mir meine Tochter zwei Bücher vor die Nase und sagte: „Diesen Autor musst du unbedingt ins nächste Kultur-Magazin aufnehmen!“ Es waren die Bücher „Unsere Vögel – Warum wir sie brauchen und wie wir sie schützen können“ und „Mein Leben für die Vögel – und meine 60 Jahre mit der Vogelwarte Radolfzell“ von Peter Berthold. Meine Begeisterung hielt sich in Grenzen, denn ich erinnerte mich an frühere Fernsehdokumentationen mit dem bekannten verstorbenen Tierfilmer Heinz Sielmann, in denen es um Tiere und insbesondere um Vögel ging, die mich eher gelangweilt als interessiert hatten. Dabei gefielen mir die putzigen kleinen Tierchen mit ihrem melodischen Gezwitscher oder auch die wunderschönen bunten Papageien, die menschliche Worte nachsprechen konnten, aber ich war weder Ornithologe noch Ornithomane, geschweige denn Ornithopath wie sich Peter Berthold selbst in seinem Buch „Mein Leben für die Vögel“ bezeichnete.

Nachdem ich die beiden Bücher gelesen hatte, erwachte mein Interesse an dem rauschebartigen Mann, diesem „Naturburschen“, der zwar kein Bursche mehr war mit seinen 78 Jahren, sondern ein „gstandenes Mannsbild“ wie man bei uns in Bayern sagen würde. Ein Gesprächstermin kam schnell zustande und so fuhr ich Anfang November mit meiner vogelbegeisterten Tochter nach Radolfzell am Bodensee, dort, wo das „Max-Planck-Institut für Ornithologie“ seinen Sitz hat. Obwohl ich Professor Berthold das erste Mal traf, hatte ich gleich ein vertrautes Gefühl als wir uns begrüßten und ihm schien es ebenso zu ergehen, denn es entstand sofort eine angenehme Atmosphäre, in der ein angeregtes Gespräch in Gang kam. Peter Berthold war ein Mann, dem man die Worte nicht aus der Nase ziehen musste, sondern der bereitwillig sein Füllhorn an Lebenserfahrungen ausgoss.

Er erzählte, wie sein Buch „Mein Leben für die Vögel“ entstanden war, dass er etwas ganz anderes hatte schreiben wollen und sollen, nämlich ein Buch mit dem Titel „115 Jahre Vogelwarte Radolfzell“. Seine Kollegen hatten auf die Realisierung dieses Buches gedrängt und gesagt: „Wenn du das jetzt nicht schreibst, dann lass noch mal 10 Jahre vergehen, und es kennt keiner mehr die Anfangsjahre und Entwicklung der Vogelwarte und all die Persönlichkeiten, die eine tragende Rolle bei der Entstehung und Entwicklung gespielt haben.“ Peter Berthold war zwar noch fit und geistig sehr rege, jedoch war er sich dessen bewusst, dass die Zeit vor ihm nicht Halt machte. Also gab er dem Drängen seiner Kollegen nach und entschloss sich das Buch zu schreiben. Sein Verlag, der Kosmos Verlag, wollte jedoch keine geschichtliche Dokumentation der Vogelwarte, sondern viel lieber eine Lebensgeschichte von Peter Berthold, in die durchaus einiges Dokumentarisches der Vogelwarte eingebaut sein durfte. Und so entstand sein Buch „Mein Leben für die Vögel – und meine 60 Jahre mit der Vogelwarte Radolfzell“, das im Jahr 2016 erschienen ist.

Peter Berthold, geb. 1939 im sächsischen Zittau, ist seit über 60 Jahren in Sachen Vogelforschung und Vogelkunde aktiv und sein Entschluss dazu entstand in den 1950er Jahren, als er im baden-württembergischen Nagold das Internat besuchte, um das Abitur abzulegen. Er schreibt in seinem Buch: „Mein Leben für die Vögel“: „…dass mir klar wurde: Ich werde weder Walfänger, Schreiner, Industriekaufmann, Psychotherapeut oder Volksschullehrer, wie der Reihe nach geplant, sondern muss Biologie studieren und versuchen, mich einer Laufbahn als Wissenschaftler der Ornithologie zu widmen.“

Seit seinem kindlichen Erlebnis, in dem er einen Vogel fing, der einen Ring der „Vogelwarte Radolfzell“ trug, spukte in ihm der Gedanke herum, in Kontakt mit jener Vogelwarte zu gelangen. Wie es ihm möglich wurde, diese Nuss zu knacken, beschreibt Peter Berthold in seinem Buch: „Der damalige Federsee-Ornithologe, Dr. Gerhard Haas, Vater meines Nagolder Klassenkameraden Wilfried, riet mir, zunächst Mitglied der Deutschen Ornithologen Gesellschaft zu werden und deren nächste Jahresversammlung zu besuchen. Dort würde ich alle führenden deutschen Vogelkundler treffen und könnte sie gut ansprechen. Also trat ich 1955 der DO-G bei und peilte deren Versammlung im Juli in Frankfurt an.“

Dass Peter Berthold überhaupt nach Frankfurt kam, ist seinem Ideenreichtum und seiner Hartnäckigkeit zu verdanken, aber auch seinem Mut – Eigenschaften, die ihn sein ganzes Leben lang begleitet haben. Er schwänzte den letzten Schultag vor den Sommerferien und machte sich mit seinem Fahrrad auf in Richtung Frankfurt. Peter Berthold erzählt in seinem Buch: „Und dann konnte ich vom nächsten Tag an meine erste DO-G-Tagung besuchen – und sah erstmals eine Reihe der „Götter aus dem Ornithologen-Olymp“: Erwin Stresemann – den Allmächtigen, Gustav Kramer – Genius der Orientierungsforschung, Heinz Sielmann – Pionier des Tierfilms, Ernst Schüz – letzter Direktor der Vogelwarte Rossitten, Rudolf Kuhk – Leiter der Vogelwarte Radolfzell. Der Rest war einfach: Sie waren sehr freundlich, fanden offenbar Gefallen an einem 16-jährigen überaus interessierten ‚Nachwuchs-Ornithologen‘, und Kuhk stellte mir in Aussicht, ich könne wohl nach entsprechender Vorstellung in Schloss Möggingen mit einer Erlaubnis der ‚Vogelberingung für wissenschaftliche Zwecke‘ zum Jahresende rechnen.“ Damit war also der erste Bezug zur Vogelwarte Radolfzell hergestellt, die noch eine zentrale Rolle in seinem Leben spielen sollte.

Nach Beendigung seines Studiums der Biologie, Chemie und Geografie, promovierte Peter Berthold 1964 an der Universität Tübingen; 1972 folgte seine Habilitation in Biologie an der Universität Konstanz. Seit über 60 Jahren ist er für die Vogelwarte Radolfzell tätig: zuerst ehrenamtlicher Beringer, danach studentische Hilfskraft, Doktorand, Postdoc-Stipendiat, wissenschaftlicher Mitarbeiter, Örtlicher Leiter und schließlich von 1998 bis 2004 Direktor des Max-Planck-Instituts für Ornithologie. Daneben war er von 1981 bis 2005 Professor für Biologie an der Universität Konstanz.

Peter Bertholds Arbeitsplatz befand sich viele Jahre in Schloss Möggingen, das im Ortsteil Möggingen der Gemeinde Radolfzell liegt und im Eigentum der Freiherrlichen Familie von Bodmann steht. Peter Berthold schreibt in seinem Buch: „Der Neubeginn des Instituts als ‚Vogelwarte Radolfzell‘ (vormals Vogelwarte Rossitten) kam schnell in Gang. Schon vom 19. bis 22. März 1946 besuchte Dr. Schüz Baron von Bodmann in Schloss Möggingen zur Lagebesprechung, und beide wurden sich rasch einig. Als ‚Keimzelle‘ für das neue Institut stand im damals stark belegten Schloss zunächst ein Raum im zweiten Stock zur Verfügung mit Aussicht auf baldige Erweiterung.“

Peter Berthold ist lebendige Geschichte und berichtet in unserem Gespräch im modernen Gebäude des MPI in Radolfzell (gegenüber von Schloss Möggingen) aus seinem enormen Fundus an Erinnerungen: „Ich erzähle manchmal Studenten, wie es früher hier war, in den 50er und 60er Jahren. Da gab es ganze drei Autos: eines gehörte dem Baron, eines der Vogelwarte und eines dem Dorf. Unser Auto ist in der Woche zweimal bewegt worden, das vom Baron in der Regel nicht, weil er kein Geld fürs Benzin hatte, und das im Dorf auch nicht sehr oft. Hier, wo sich heute das Max-Planck-Institut für Ornithologie befindet, herrschte absolute Totenstille. Man hat nur das Muhen von Kühen oder das Zwitschern von Vögeln gehört. Alle Straßen waren ungeteert. Da, wo wir jetzt sitzen, war früher ein Haferfeld. Die Heidelerchen haben gesungen, ab und zu kam ein Fasan aus dem Wald heraus. Wenn ich das so erzähle, schauen mich die jungen Studenten an, als hätte ich einen Vogel und würde das alles nur erfinden.“

Professor Peter Berthold vor Schloss Möggingen

Peter Berthold hat, wie er sagt, in Sachen Natur radikale Umbrüche erlebt, Umbrüche, die seines Erachtens nicht mehr rückgängig gemacht werden können: „Wenn man jetzt einen Strich ziehen und versuchen würde, alle Schäden zu reparieren, die in der Landwirtschaft, in den Böden und im Grundwasser vorhanden sind, würde das grob geschätzt ca. 300 Milliarden Euro kosten. Zum Vergleich: Das ist der Etat der Bundesregierung von etlichen Jahren!“….

Dies ist nur eine Leseprobe. Den gesamten Inhalt des Artikels können Sie in unserer Printausgabe des Kultur-Magazins lesen.

Pater Anselm Grün – Botschafter der benediktinischen Weisheit

Pater Anselm Grün – Botschafter der benediktinischen Weisheit

von Helene Walterskirchen:
Pater Anselm Grün – Botschafter der benediktinischen Weisheit

Pater Anselm Grün und die Autorin in der Empfangshalle der Abtei Münsterschwarzach

Als ich einen Tag vor meinem Treffen mit Pater Anselm Grün ein wenig nach dem populären Kirchenmann und Autor im Internet recherchiere, um mich auf ihn einzustimmen, sind es primär die Fotos, auf denen mich ein freundlich lächelnder, älterer Mann mit Rauschebart anlächelt, die mich wohlwollend stimmen. Er hat eine gewisse Ähnlichkeit mit meinem Vater, nur dass dieser keinen Bart hatte, jedoch gleichen sie sich in der Ausstrahlung – positiv, lebensbejahend, weise, leise, tiefgründig, friedfertig, ein wenig vergeistigt.

Als ich zur vereinbarten Zeit in der Benediktinerabtei Münsterschwarzach nahe Würzburg ankomme, zeigt sich mir eine imposante Klosteranlage mit der 4-türmigen Abteikirche, die von 1935 bis 1938 erbaut wurde. In der Anlage befinden sich eine Reihe von Werkstätten und Betrieben, in denen 300 Mitarbeiter tätig sind: Goldschmiede, Metallwerkstatt, Elektrowerkstatt, Malerwerkstatt, Druckerei Benedict Press, Vier-Türme-Verlag, Buch- und Kunsthandlung, Bäckerei, Metzgerei, Schreinerei, Schnapsbrennerei, Fairhandel mit Produkten aus aller Welt und landwirtschaftliche Betriebe mit circa 118 Hektar Anbaufläche (Quelle: Wikipedia). Weiterhin gehört zur Abtei ein staatlich anerkanntes Gymnasium, das Egbert-Gymnasium Münsterschwarzach, das von 800 Schülern besucht wird. Auf dem Gelände des Klosters befinden sich zudem ein Biomasseheizwerk, eine Biogasanlage, Photovoltaik, Solarthermie und ein Wasserkraftwerk.

In der Abtei Münsterschwarzach leben derzeit 90 Mönche nach den Regeln des Ordensgründers Benedikt von Nursia (geb. 480, gest. 547 n.Chr.), unter ihnen Pater Anselm Grün. Benedikt von Nursia gründete auf dem Monte Cassino das Mutterkloster des Benediktinerordens. Dort konnte er seine Vorstellungen vom Klosterleben verwirklichen. Die Mönche durften keinen persönlichen Besitz haben, sollten vorbildlich und gottesfürchtig leben. Ein ausgewogenes Verhältnis von Beten und körperlicher Arbeit bestimmte den Alltag. Wesentlich war auch das Leben in der Gemeinschaft, beispielsweise das gemeinsame Einnehmen der Mahlzeiten. Mit diesen Klosterregeln, der „Regula Benedicti“, beeinflusst Benedikt das gesamte abendländische Klosterleben bis heute.

Der Gründer des Benediktiner-Ordens war bei der einheimischen Bevölkerung sehr beliebt: Er wirtschaftete klug und konnte so den Menschen in Notzeiten mit Lebensmitteln helfen. Auch für Heilungen wandten sich die Menschen an ihn. Benedikt galt weiterhin als Friedensstifter: Sein Modell des brüderlichen und friedlichen Umgangs miteinander sollte auch für die Gesellschaft gelten. Wenn er sich gegen Gewalt und Krieg aussprach, legte sich Benedikt von Nursia mitunter furchtlos mit der Obrigkeit an, beispielsweise mit dem Gotenkönig Totila. (Quelle: ARD, Planet Wissen v. 28.11.2014)

Benediktiner-Abtei Münsterschwarzach (Copyright Martin Scharrer)

Das Gespräch mit Pater Anselm Grün findet in einem der gemütlichen Besucherzimmer im Kloster statt. Zwei Fremde, die sich aufeinander einlassen, die ihre Werte miteinander abgleichen, schauen, wo Übereinstimmungen und wo Unterschiede sind, die an die Seele des anderen anklopfen, abwägen, ob man einander vertrauen kann, um eine Öffnung zuzulassen, die es ermöglicht, in die Tiefe zu gehen oder nur an der Oberfläche zu bleiben. So tasten wir uns am Anfang unseres Gespräches aneinander heran.

Ich bin mir bewusst, dass ich es mit einem Mann zu tun habe, der Zeit seines Lebens den spirituellen Weg des Christentums gegangen ist, denn wie sollte es anders sein, wenn einer wie Pater Anselm Grün mit 19 Jahren die Entscheidung getroffen hat, nicht den Pfad des weltlichen, materiellen Lebens zu gehen, sondern den klösterlichen, spirituellen Pfad. Was so simpel und unwichtig klingt, ist in Wirklichkeit eminent wichtig und umfassend: alle Menschen haben die Wahl, entweder ein weltliches, materielles Leben zu führen oder ein nichtweltliches, spirituelles. Beides sind voneinander getrennte Welten mit ganz eigenen Lebensrhythmen, Maßstäben und Verhaltensweisen. Priester wie auch Mönche bewegen sich dadurch in anderen Dimensionen, sie kennen nicht das Ausleben von sinnlichen Gelüsten, den Kummer und das Leid durch eine ungute Ehe oder Partnerschaft, die Existenzängste durch die Kündigung eines Jobs, sie kennen keine Vaterschaft, keine väterlichen Freuden und Pflichten, aber auch keine Sorgen und keinen Kummer durch eigene Kinder. Dafür kennen sie persönliche Armut, denn sie sind frei von Geld und Besitz, kennen Gehorsam und Demut gegenüber Gott, Jesus Christus und ihrem Abt oder Bischof, kennen die Selbstdisziplin der Tugendentwicklung und eines tugendhaften Lebens. So ist ihr Umgang mit den Menschen draußen in der Welt eher distanziert, durchaus interessiert, jedoch mehr im Sinne eines Studienobjektes als im Interesse einer persönlichen Verbindung. Dies betrifft auch den Umgang mit Frauen, der für sie eher befremdlich als vertraut ist.

Trotz der beiden unterschiedlichen Welten gibt es nicht nur Brücken zwischen diesen Welten, sondern auch gemeinsame Berührungspunkte. Ein solcher Punkt ist beispielsweise die Thematik „beruflicher Erfolg“. So wie die Menschen in der weltlichen, materiellen Welt nach diesem streben, strebte auch Pater Anselm Grün in seinem Amt als Cellerar (= wirtschaftlicher Leiter) der Abtei Münsterschwarzach, das er 36 Jahre (von 1977 bis 2013) inne hatte, nach Erfolg für sein Kloster und wurde das, was man „erfolgreich“ nennt.

Pater Anselm Grün berichtet: „Ursprünglich wollte ich nicht Cellerar werden. Ich hatte Theologie und Philosophie studiert. Als der bisherige Cellerar aus Altersgründen sein Amt abgab, kam ein junger Nachfolger. Dieser schied jedoch bereits nach einem Jahr wieder aus seinem Amt aus. Unser Abt suchte daraufhin einen Ersatz und kam auf mich, weil mein Vater ein Geschäft gehabt hatte, in dem ich schon als Kind mitgeholfen habe. Unser Abt war der Ansicht, ich müsse deswegen ein gutes Gespür für die Geschäftswelt haben“, sagt Pater Anselm Grün schmunzelnd und erzählt weiter: „Ich habe zwei Jahre lang, verkürzt, Betriebswirtschaftslehre studiert und wurde danach Cellerar. Damals war die wirtschaftliche und finanzielle Situation der Abtei nicht besonders gut, zudem war es eine Krisenzeit, in der eine ganze Reihe von Mönchen ausgetreten ist. Für uns, die wir im Kloster verblieben sind, sowie für unseren Abt, war das ein Signal, dass wir etwas ändern müssen nach dem Motto: ‚Mit Geld kann man alles ermöglichen oder man kann alles verhindern‘, aber auch nach dem Motto: ‚Wir müssen alle mitarbeiten und mitreden dürfen; es geht nicht, dass einer von oben alles bestimmt‘. Und so haben wir, und auch ich als Cellerar, ein Arbeitsklima geschaffen, in dem unsere Leute gerne mitgearbeitet haben. Es war eine Zeit der Wandlung und das hat sich positiv auf alles ausgewirkt: auf unser Leben innerhalb der Gemeinschaft, auf unsere Wirtschaftsbetriebe und auf das, was man Erfolg nennt.“

Erfolgreich wurde Pater Anselm Grün nicht nur als Cellerar der Abtei Münsterschwarzach, sondern auch als Schriftsteller, einem Nebenberuf, dem er sich in seiner Freizeit widmete. …

Dies ist nur eine Leseprobe. Den gesamten Inhalt des Artikels können Sie in unserer Printausgabe des Kultur-Magazins lesen.

Gleichstrom-Lampe Lichtblick

Gleichstrom-Lampe Lichtblick

Produktempfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Gleichstrom-Lampe Lichtblick


Elektrosmog entsteht nicht nur durch Handys, W-LAN oder kabellose elektrische Geräte, sondern auch durch elektrisches Licht! Denn die meisten Lampen werden mit Wechselstrom betrieben, der alles andere als gesund ist. Ganz besonders fatal sind hierbei Energiesparlampen und Leuchtstoffröhren, die in der Elektrosmog-Lichtdiagnose artspezifische Störungen aufweisen, die weit über die von Glühbirnen hinausgehen. Neben dem enthaltenen giftigen Quecksilber verursachen Energiesparlampen oft auch Schlafstörungen. Die Energiesparlampen und Leuchtstofflampen produzieren zudem ein abgehacktes Licht, dessen Kurve in disharmonischen Zacken verläuft und der harmonischen, sanft ansteigend und absteigenden Lichtkurve des normalen Tageslichtes bzw. Sonnenlichtes entgegengesetzt ist.

Mit dem Super Esmog-Spion kann man messen, wie stark die Lampen im eigenen Haushalt strahlen. Die Geräusche, die man über das Messgerät zu hören bekommt, gehen von einem noch halbwegs erträglichen Brummen über das Hämmern wie ein Presslufthammer bis hin zum Heulen wie eine Sirene. Jede Lampe ist unterschiedlich und jedes Leuchtmittel kann anderes klingen. Der Super Esmog-Spion macht diese gesundheitsgefährdende „Licht-Strahlung“ hörbar.

In der Regel sind Halogen-Leuchtmittel und LEDs die bessere Wahl, da ihr „Licht-Smog“ geringer ist als der von Energiesparlampen, Leuchtstoffröhren oder normalen Glühlampen. Idealerweise sollten diese mit Gleichstrom betrieben werden. Doch auch hier ist Vorsicht geboten! So haben wir z.B. festgestellt, dass ältere oder defekte LEDs ganz massiv strahlen können, ebenso LEDs aus Billigproduktion. Am besten sollte man neue LEDs von Markenfirmen wie Megaman, die am besten über den Memo bezogen werden, verwenden, die praktisch strahlungsfrei sind, im Gegensatz zu Energiesparlampen kein giftiges Quecksilber enthalten, und in ihrer Lichtstrukur weitgehend dem natürlichen Licht entsprechen.

Ideal wäre es, wenn man sein Haus auf Gleichstrom umrüsten würde, was jedoch momentan nur bei Neubauten realisierbar ist. Alternativ kann man sich auch Gleichstromlampen kaufen, um wirklich sauberes und gesundes Licht zu erhalten. Leider gibt es noch kaum Modelle auf dem Markt. Wir empfehlen die portable LED-Gleichstromlampe/Akku-Tischleuchte „Lichtblick II“, die von Werner Hengstenberg und seiner Firma Endotronic entwickelt wurde. Das Besondere ist, dass die Lampe über einen Akku aufgeladen wird, der den Wechselstrom aus der Steckdose in Gleichstrom wandelt. Die „Lichtblick II“ hat uns sofort begeistert, denn das Messgerät konnte keine Strahlung feststellen, nur ein angenehmes Rauschen, das einem sanften Regen ähnelt, wie es auch bei der Messung von Tageslicht der Fall ist. Elektrosensible werden sofort den Unterschied spüren. Die „Lichtblick II“ kann auch dicht neben dem Körper, am Kopf oder dem Bett stehen, ohne dass Elektrosmog-Symptome auftreten. Man kann sie überallhin mitnehmen und stundenlang lesen und arbeiten ohne Augenbrennen oder Ermüdungserscheinungen zu bekommen. Mit ihrer eingebauten Lupe ist sie auch für das konzentrierte Arbeiten in der Mechanik oder Elektronik zu später Stunde geeignet. Sie ist momentan eine der gesündesten Lampen, die es gibt – abgesehen vom Sonnenlicht oder dem Licht einer Kerze/eines Feuers.

Die „Lichtblick II“ kostet 223,- Euro und ist zu bestellen bei Endotronic GmbH

Unsere Vögel – Warum wir sie brauchen…

Unsere Vögel – Warum wir sie brauchen…

von Alexandra Walterskirchen:

„Unsere Vögel – Warum wir sie brauchen und wie wir sie schützen können“
von Peter Berthold

 


Vögel sind ein Symbol für Freiheit, Schönheit und Anmut. Doch in der heutigen Zeit des „Homo suicidalis“ und seiner selbstzerstörerischen extensiven Landwirtschaft ist ihre Existenz bedroht!

Prof. Berthold belegt anhand von zahlreichen Dokumentationen, wie stark die Vogelpopulation in Deutschland in den letzten Jahrzehnten geschrumpft ist. Die Vögel haben nicht nur ihren Lebensraum verloren, sondern auch ihre Nahrungsgrundlage, da es immer weniger Insekten gibt. Wenn wir nichts unternehmen, werden wir eines Tages kein morgendliches Vogelkonzert mehr in unserem Garten hören! Um das zu verhindern, plädiert Prof. Berthold in seinem Buch für die Ganzjahresfütterung der Vögel.

Weiter stellt er sein Projekt „Biotopverbund Bodensee“ vor, das er zusammen mit der Heinz-Sielmann-Stiftung seit Anfang 2000 realisiert. Er zeigt auf, warum es so wichtig ist, wieder ein zusammenhängendes Netz aus Lebensräumen für die Vögel zu schaffen. Der Leser erfährt, was er selbst tun kann, um beim Erhalt der Vogelwelt mitzuhelfen. Ein berührendes Buch von einem Mann, dessen Herz für die Vögel und die Erde schlägt!

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Erschienen 2017 im Ullstein Verlag, Berlin
Hardcover, 336 Seiten
ISBN-13 9783550081224
€ 24,00

 

Super Esmog-Spion-Messgerät

Super Esmog-Spion-Messgerät

Produktempfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Super Esmog-Spion-Messgerät


Mit diesem Gerät kommen sie jeder Elektrosmog-Verseuchung in ihrem Umfeld auf die Spur! Es können nicht nur HF-Felder (z.B. W-LAN, DECT-Telefone, Rundfunk, Fernsehen, Mobilfunk), sondern auch NF-Felder (z.B. Haushaltsgeräte, Elektroinstallation im Haus) gemessen werden. Zusätzlich ist ein Lichtmodul zur Messung von Lampen enthalten, denn Lichtsmog ist genauso schädlich wie Elektrosmog. Wir sind von diesem Gerät begeistert und haben damit einige Störfelder in unserem Haus ausfindig machen, u.a. defekte LED-Lampen, die wie Sirenen heulten, und ein Drucker, der W-LAN aussendete, obwohl wir dieses gar nicht eingestellt hatten.

Sie können den Super-Esmog-Spion benutzen zur Kontrolle:

  • Ihrer häuslichen Elektro-Installation und Ihrer eigenen technischen Gerätschaften
  • von Hotelzimmern und Ferienwohnungen
  • der Bedrohung von außen: Funkmasten, etc.
  • zum Finden von Funklöchern und natürlicher Natur
  • zur Erkundung von Wirklichkeiten, z.B. Waldsterben
  • zur Eigenmessung, inwieweit Sie selbst verstrahlt sind

Werner Hengstenberg bzw. die Endotronic GmbH hat den Super-Esmog-Spion konzipiert, um möglichst vielen Mitmenschen die Möglichkeit zu geben, wahrzunehmen, welche Elektrosmog- Störfelder uns umgeben. Denn von Natur aus hat der Mensch keine Sinne, um diese Art Umweltverschmutzung als für seinen Körper schädlich zu erkennen. Körper und Seele reagieren dagegen früher oder später mit verschiedenartigen Symptomen.

Seien Sie sich bewusst: Heutzutage kann man der Technik nicht mehr vertrauen, deswegen ist es wichtig, sie mit einem Messgerät wie dem Super Esmog-Spion zu kontrollieren, um sich auf diese Weise besser schützen zu können.

Preis: 534,30 €

Zu beziehen bei

Endotronic GmbH

Werner Hengstenberg
Rosenhalde 8
88260 Argenbühl

Peace Food

Peace Food

von Alexandra Walterskirchen:

„Peace Food: Wie der Verzicht auf Fleisch und Milch Körper und Seele heilt“
von Rüdiger Dahlke



„Peace Food“ ist eine für jeden Menschen gut verständliche Erläuterung der doch recht wissenschaftlich geschriebenen „China Studie“ von Prof. Dr. T. Colin Campbell, geht aber noch weiter, da auch die Auswirkungen auf Seele und Geist mit einbezogen werden. Dr. Dahlke erklärt sowohl aus ethischer als auch aus gesundheitlicher Sicht, warum wir nur durch Pflanzen körperlich und seelisch dauerhaft gesund und in Frieden leben können. Deshalb wird die vegane Ernährung auch als „Peace Food“ bezeichnet.

Dieses Buch sollte als Pflichtlektüre in allen Schulen gelernt werden, um schon den Kindern und Jugendlichen bewusst zu machen, wie sie sich durch Ernährung physisch und psychisch krank machen oder heilen können. Ein wertvolles Buch für all jene, die ein zufriedenes, gesundes Leben führen möchten und ein Herz für die Erde und alle Geschöpfe haben. Ein Rezeptteil mit veganen Gerichten macht den Ernährungsumstieg leicht.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Erschienen 2011 im Gräfe & Unzer Verlag München
Hardcover
336 Seiten
ISBN: 9783833822865
€ 20,50

 

Strahlungsarmes Licht – Megaman-LEDs

Strahlungsarmes Licht – Megaman-LEDs

Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Strahlungsarmes Licht – Megaman-LEDs

 

Kronleuchter in Schloss Rudolfshausen mit LIGHTME-LED-Kerzenlampen

 

Wussten Sie, dass Energiesparlampen und LEDs sowie auch LED und LED nicht dasselbe sind? Auch wir als umweltbewusste Menschen waren lange Zeit im guten Glauben, hochwertige Energiesparlampen und LEDs in unserem Kronleuchter und in unseren Deckenstrahlern wären, ökologisch gesehen, das Optimale.

Bei unserem Einzug in Schloss Rudolfshausen vor sieben Jahren haben wir fast alle Räume mit neuen, hochwertigen Deckenstrahlern ausgestattet, die die Fassung GX53 besitzen. Damals waren Energiesparlampen das Optimum während die LED-Technik noch in den Kinderschuhen steckte. Mit den Jahren verwendeten wir jedoch auch LED-Leuchtmittel von verschiedenen Firmen, zumal diese auch bei den Original-Deckenstrahlern, die wir noch nachträglich anbrachten, mit dabei waren. So hatten wir eine bunte Mischung von Leuchtmitteln.

Als wir vor kurzer Zeit alle Lampen im Haus mit dem Super Esmog-Spion-Messgerät auf ihre Strahlung überprüften, mussten wir feststellen, dass der größte Teil von ihnen eine starke Strahlung hatte, was sich durch lautes, sirenenartiges Heulen äußerte. Es gab nur einige wenige Leuchtmittel/Lampen, die keine besonderen Geräusche von sich gaben, also strahlungsarm waren. Wie wir durch Tests ermittelten, handelte es sich bei diesen um LED-Leuchtmittel der Marke MEGAMAN von der Firma IDV. Andere LEDs hingegen gaben die bekannten sirenenartigen Laute von sich, was Hinweis darauf gab, dass LED nicht gleich LED ist. Welche Rolle hierbei der Wechselstrom spielt (heute übliche Stromform in ganz Deutschland) können wir nicht sagen. Womöglich wäre es bei Gleichstrom anders.

Auch wenn man es nicht sehen kann: wer mag schon gerne Leuchtmittel in seinem Wohn- und Arbeitsbereich, von denen man weiß, dass sie eine starke Strahlung haben und zudem mit einer unangenehmen Geräuschkulisse, die sicherlich negative Auswirkungen auf das Körpersystem hat, verbunden sind? Wir fassten den Entschluss, in einer etwas größeren Umrüstungsaktion – unser Schloss hat 500 qm Wohn- und Arbeitsfläche mit vielen Zimmern – ganz auf MEGAMAN-LEDs (primär GX53 MM27682) umzusteigen. Unterstützt von den Firmen IDV und Memo gingen wir ans Werk, tauschten die zahlreichen Leuchtmittel aus und setzten dafür LED-Leuchtmittel ein.

Auch unser antiker Kronleuchter mit seinen elektrischen Kerzen war vom Licht-Elektrosmog betroffen. Guten Gewissens hatten wir diesen vor Jahren mit LEDs eines anderen namhaften Markenherstellers ausgestattet, nicht wissend, dass diese bei unserem Elektrosmog-Test sehr schlecht abschnitten. Die Firma IDV stattete uns mit ganz neuen LED-Kerzen der Marke „LIGHTME“ aus, die in ihrer optischen Form Glühbirnen ähneln und sehr schick aussehen. Sie produzieren nicht nur ein viel schöneres Licht und bringen unseren Kronleuchter in Geltung, sondern schneiden auch bei der Elektrosmog-Messung vorbildlich ab: sie geben nur ein leichtes Brummen von sich, was normal für jedes elektrische Licht ist.

Die LIGHTME-LED-Kerzen haben noch eine weitere Besonderheit: Sie haben den Flimmertest von „Lichtpeter“ bestanden, einem unabhängigen Spezialisten im Bereich Lichtflimmern. Das ist gerade bei Filament-Lampen, d.h. Lampen, die optisch wie Glühlampen aussehen, nicht unwichtig, denn hier gibt es viele schlechte flimmernde Produkte, die dann wiederum zu einer stärkeren Elektrosmog-Belastung führen.

Zu Ihrer Information: Die Firma IDV vertreibt seit 1994 hochwertige, energieeffiziente Leuchtmittel – früher primär Energiesparlampen, nun überwiegend LEDs -, die über eine lange Lebensdauer verfügen. Die Produktion erfolgt unter anerkannt hohen technischen, ökologischen und sozialen Maßstäben, u.a. Fairtrade, was mit unserer ökologischen Philosophie konform geht.

Deshalb können wir Ihnen nur empfehlen: Machen Sie das Licht in Ihrem Haus „clean“ und steigen Sie auf Marken-LEDs von MEGAMAN oder LIGHTME um. Auch wenn sie preislich nicht ganz günstig sind, überwiegen klar die Vorteile: Lange Lebensdauer, flimmerfreies Licht, kein Quecksilber, Elektrosmogreduzierung. Damit tut man sich selbst, seiner Gesundheit und seinem Wohlbefinden etwas Gutes!

 

Deckenstrahler mit Megaman-LED-Leuchtmittel beleuchtet das Deckenfresco in Schloss Rudolfshausen

 

Die Megaman-LED-Leuchtmittel können Sie bestellen bei:

Megaman

IDV GmbH
Birkenweiherstr. 2
D-63505 Langenselbold
Telefon: +49 (0) 6184 / 93 19-0
Fax: +49 (0) 6184 / 93 19 19
www.megaman.de
info@megaman.de

 

 

memo AG

Bürobedarf, Schreibwaren, Bürotechnik
Am Biotop 6
D-97259 Greußenheim
Tel.: (+49) 09369 905 0
Fax: (+49) 09369 905 300
www.memo.de
info@memo.de

 

 

 

 

 

 

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

Kichererbsen – Legal und Lecker

Kichererbsen – Legal und Lecker

Produktempfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Kichererbsen – Legal und Lecker

 

Von uns selbstgekochte Kichererbsen werden in kleine Vorratsgläser abgefüllt

 

Kichererbsen sind nicht nur lecker, sondern auch gesund. Bereits Hildegard von Bingen beschreibt ihre heilsame Wirkung und rät zum Verzehr der Kichererbsen bei fiebrigen Erkrankungen. Wissenschaftliche Studien in den letzten Jahren bestätigen, dass die Kichererbse zu jenen Nahrungsmitteln gehört, die den Organismus kräftigen, bei Krankheiten unterstützend wirken und zur Erhaltung der Gesundheit beitragen. So ist es nicht verwunderlich, dass die Kichererbse seit über 8 000 Jahren in vielen Ländern der Erde ein Grundnahrungsmittel ist, aus dem sich feine Gerichte wie Hummus und Falafel zaubern lassen.

Die Kichererbse ist ein wahres Nährstoffwunder und enthält neben Kohlenhydrate auch besonders viele Proteine, was insbesondere für Vegetarier und Veganer wichtig ist. Daneben liefern die Kichererbsen Vitamin A, B6, C, E und K, Kalzium, Phosphor, Kalium, Zink, Magnesium, Eisen, Folsäure und Sodium. Ihre Ballaststoffe reinigen den Darm und helfen dabei, ein gesundes Darmmilieu zu erhalten, ferner senken sie den Cholesterinspiegel. Zudem ist die Kichererbse mit nur 12,6% Fett auch bei einer fettarmen Ernährung ideal.

Die meisten Kichererbsen im Handel kommen aus unbekannter Nicht-EU-Landwirtschaft. Es gibt jedoch auch Kichererbsen, die in Europa, primär in Italien, angebaut werden. Auf unserer Suche nach fairen, biologischen Kichererbsen, am besten direkt vom Hersteller, sind wir auf die Produkte von „Legal und lecker“ des Fairhandelszentrum Rheinland aufmerksam geworden, das in seinem Feinkost-Onlineladen fair gehandelte Produkte anbietet, mit deren Kauf etwas Gutes bewirkt werden kann.

Dort gibt es neben vielen weiteren Lebensmitteln auch Kichererbsen (als Körner, Mehl, gekocht oder Paste), die auf Sizilien biologisch angebaut werden. Das Besondere: Die Kichererbsen stammen aus dem Anbau von Kooperativen und Landwirten des Projekts „Libera Terra“, die konfiszierte Mafia-Ländereien bewirtschaften und sich für eine mafiafreie Gesellschaft einsetzen. Kunden können durch den Kauf der Produkte das Projekt unterstützen.

Der katholische Priester Luigi Ciotti hatte 1995 die Libera-Organisation gegründet, die seit 2001 unter dem Label „Libera Terra“ die Produkte der Kooperativen verkauft. Er sagt: „Unsere Produkte sind mehr als nur Lebensmittel. Sie sind ein Zeichen des Widerstands gegen die Macht der Mafia.“

Zu den ethischen und sozialen Kriterien von „Libera Terra“ gehört, dass die Kooperativenmitglieder keine Kontakte zur Mafia haben dürfen, was regelmäßig überprüft wird. Daneben haben Umweltschutz, faire Bezahlung und Behandlung der Arbeiter, organischer Anbau und beste Produktqualität höchste Priorität. Gleichzeitig haben die Kooperativen auch die Aufgabe, Menschen mit Behinderungen die Mitarbeit zu ermöglichen und die konfiszierten Güter im Sinne des Allgemeinwohls zu bewirtschaften. Zudem sollen die Kooperativen in ihrem jeweiligen Umfeld Vorbildfunktion übernehmen und dadurch die Bauern mit unabhängigem Land davon überzeugen, sich ihnen anzuschließen und von der Mafia abzuwenden.
Das Projekt „Libera Terra“ hat uns sofort angesprochen, als wir davon erfahren haben, da es mit unserer Friedens-Philosophie des gewaltlosen Widerstandes gegen gewalttätige Systeme übereinstimmt. Wir haben uns die ersten Kichererbsen bestellt und waren von der Qualität begeistert: Die Kichererbsen von „Libera Terra“ sind ein wenig kleiner als andere Kichererbsen, dafür aber aromatischer und weicher. Man schmeckt, dass die reiche Bodenbeschaffenheit auf Sizilien aufgrund ihrer hohen Mineralien ideal für den Anbau von Kichererbsen ist.

Möchten auch Sie mit ihrem Einkauf eine Mafia-Freie Gesellschaft auf Sizilien unterstützen? Dann schauen Sie auf den Shop von „Legal und Lecker“. Dort bekommen Sie biologische Kichererbsen in allen Varianten und auf Anfrage auch im günstigen 20kg Vorratssack.

 

„Legal und Lecker“
Libera Terra
Fair-Handelszentrum Rheinland oHG
Am Tonschuppen 4a
D-53347 Alfter-Witterschlick
Fon: +49 (0)228 280 370 92
Fax: +49 (0)228 280 370 87
E-Mail: info@legalundlecker.de

www.rfz-rheinland.de
www.legalundlecker.de

 

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

 

Loden zu jeder Jahreszeit

Loden zu jeder Jahreszeit

Produktempfehlung von Alexandra und Helene Walterskirchen:
Loden zu jeder Jahreszeit

Alexandra Walterskirchen beim Outdoor-Training mit selbst genähter Loden-Decke (Lodenstoff von der Firma Mehler)

 

Wer gerne bei Wind und Wetter draußen ist – ich mache regelmäßig, auch im Winter, Outdoor-Training -, schätzt Kleidung, die Regen oder Kälte abhält und warm hält. Hierbei gibt es nur zwei Optionen: Kleidung aus Kunstfasern oder Kleidung aus Wolle. Jahrelang habe ich als Kind und Jugendliche Anoraks oder Overalls aus „Plastik“ getragen, die zwar dick und wärmend aussahen, in denen ich aber oft fror, besonders wenn ich geschwitzt habe, weil der Stoff die Feuchtigkeit aufgenommen hatte. Die angebliche „Atmungsaktivität“ der Kunstfasern konnte ich nicht bestätigen. Nachdem ich vor einigen Jahren auf Kleidung aus Wolle umgestiegen bin, erkannte ich, dass nur Wolle wirklich warm halten kann, alles andere ist ein Irrglaube. Schafe tragen auch kein Plastikfell, sondern ein Wollfell – und das aus gutem Grund!

Im Laufe der Jahre stellte ich fest, dass Wolle nicht gleich Wolle ist. So wurde mein Woll-Strickmantel bei Regen schnell durchnässt und im Winter pfiff der kalte Nordwind durch den Stoff. Zudem wog er stolze 2kg und war dadurch sehr schwer, was jeden Spaziergang zu einem „Fitness-Training“ machte. Eine neue Jacke aus gestricktem Walkloden brachte zwar eine Verbesserung, war aber keinem starken Regenguss oder Sturm gewachsen.

Per Zufall entdeckte ich im Internet bei einem Jagdbekleidungsladen – dabei jage ich gar nicht! – „Wetterflecke“ aus Loden, das sind Capes bzw. Umhänge, die viel Bewegungsfreiheit haben und jedem Wetter trotzen. Ich war erstaunt, wie warm der scheinbar dünne Umhang mich beim Spazierengehen hielt. Selbst ein starker Regenguss oder orkanartige Nordwind-Böen konnte ihnm nichts anhaben. Damals entstand meine Faszination für Loden. Was ist Loden? Der Begriff Loden als Sammelbezeichnung wird für dichte Streichgarngewebe – vorwiegend aus Wolle – mit einer mehr oder weniger glatten Oberfläche verwendet. Die Geschichte des Lodens ist sehr alt, war doch Loden über Jahrhunderte traditionell der widerstandsfähige Kleidungsstoff der bäuerlichen Bevölkerung Europas. Denn Loden ist nicht nur wasserabweisend, sondern auch temperaturausgleichend, atmungsaktiv, winddicht und schmutzresistent. Anders als Kunststoff-Kleidung, die nach ein paar Jahren entsorgt werden muss und zu einem großen Plastikmüllproblem wird, hält Loden in der Regel ein Leben lang und kann dann ganz einfach wieder der Natur zurückgeführt werden. Auch heute hat Loden in den Alpen und im Norden noch eine hohe Bedeutung inne, z.B. bei Trachten und Jagd- und Wander-Bekleidung, aber auch im modernen Mode- und Wohnbereich. So wollte ich gerne Loden zurück in unseren Kleiderschrank bringen und mir einige Kleidungsstücke davon anfertigen lassen.

Bei meiner Suche nach traditionellen, natürlichen Lodenstoffen bin ich auf die Produkte der Tuchfabrik Mehler in Tirschenreuth gestoßen. Die Tuchfabrik Mehler, die 1644 gegründet wurde und heute in der 10. Familiengeneration von Paulus und Ludwig Mehler geleitet wird, zählt zu den ältesten Lodenherstellern Deutschlands. Die Geschichte und Philosophie der Tuchfabrik Mehler hat uns angesprochen, legen sie doch Wert auf hohe Qualität, naturbelassene Ausrüstung und pestizidfreie Wolle. Hier wird noch echter Loden produziert und kein gestrickter Walkloden (welcher viel billiger ist) oder mit Kunstfasern versetzter günstiger „Lodenstoff“ aus dem Ausland.

Die Tuchfabrik Mehler ist zudem eine vollstufige Tuchfabrik, was heute sehr selten ist, d.h. hier geschieht noch alles aus einer Hand in Deutschland: Spinnen, Weben, Färben und Ausrüsten. Die Produktion ist weder nach Fernost ausgelagert noch werden Stoffe aus Fernost zugekauft. Das ist traditionell deutsches Produktionshandwerk! Zudem bietet die Tuchfabrik Mehler auch einige GOTS zertifizierte Stoffe an, die für historische Kleidung oder Öko-Mode verwendet werden können.

Kurzerhand haben wir uns einige Lodenstoffe bei der Tuchfabrik Mehler bestellt und von unserer Schneiderin zu hochwertiger Kleidung verarbeiten lassen, u.a. zu einem Hosenanzug und einem Windfang (Alexandra) und zu einem Hosenanzug (Helene – siehe Foto unten). Helene schätzt insbesondere den angenehmen und leichten Tragekomfort ihres Loden-Hosenanzugs.

 

Helene Walterskirchen mit ihrem Loden-Hosenanzug (Lodenstoff von der Firma Mehler), genäht von der Schneiderin Heidi Bräunl.

 

Es gibt die Lodenstoffe der Tuchfabrik Mehler in verschiedenen Farben – von natürlichem braun, grau und schwarz bis pink und grün oder kariert – und Stärken – von dünn bis dick – aus Schurwolle oder mit Alpaka versetzt. Aus dem dicksten Stoff der Tuchfabrik Mehler kann man sich z.B. eine wunderbare warme Lodendecke anfertigen lassen, wie Alexandra es gemacht hat. Sie hat sich diesen braunen, kuscheligen Stoff von der Yoga-Manufaktur Bausinger (siehe Yoga-Beitrag im aktuellen Kulturmagazin 1/2018) umsäumen lassen. Auf diese Weise entstand eine wunderschöne Freizeit- und Outdoor-Decke.

Echtes, hochwertiges Loden können Sie beziehen bei:

Gebrüder Mehler GmbH
Bahnhofstr. 45-47
D-95643 Tirschenreuth
Telefon: 0 96 31 / 70 22-0
Telefax: 0 96 31 / 70 22-66
E-Mail: info@mehler-tuchfabrik.de
www.mehler-tuchfabrik.de

Lost Technologies of Ancient Egypt  von Christopher Dunn

Lost Technologies of Ancient Egypt von Christopher Dunn

Buch-Rezension von Alexandra Walterskirchen:

„Lost Technologies of Ancient Egypt“
von Christopher Dunn

 


Ein Buch, das jeden Ägypten- sowie antike Technologien-Interessierten begeistern wird, da es eine komplett andere Sicht der damaligen Technologien aufzeigt, als dies durch Ägyptologen bisher der Fall war. Leider gibt es das Buch nur in englischer Sprache.

Der Autor, Christopher Dunn, der 1946 in England geboren wurde, ist gelernter Maschinenbauer und Produktionsingenieur mit über 50 Jahren Berufserfahrung. Er arbeitete u.a. für das Unternehmen Danville Metal Stamping, das Treibstoff-Turbinen und Produkte für die Luft- und Raumfahrt produziert, wo er als Laser-Produktionsleiter sowie als Leiter der Personalabteilung tätig war. Er ist somit ein Experte seines Metiers und mit diesen Augen betrachtet er auch die Überbleibsel der altägyptischen Kultur, weshalb er eine andere Sichtweise als die der Ägyptologen und Archäologen hat, welche vom Ingenieurswesen in der Regel keine Ahnung haben.

1998 wurde Christopher Dunn mit dem Buch „The Giza Power Plant: Technologies of Ancient Egypt“ (zu deutsch: „Das Giza Kraftwerk: Technologien des alten Ägyptens“) bekannt, in dem er die sehr interessante Behauptung aufstellt, dass die Pyramiden von Gizeh nicht nur mit Hightech-Präzisionsmaschinen gebaut wurden, sondern auch einen ganz anderen, höheren Zweck besaßen, nämlich den eines Resonanz-Kraftwerks zur Energieversorgung einer ganzen Zivilisation, welches schließlich nach einem internen Betriebsschaden aufgegeben wurde. Die Beweise von Christopher Dunn sind stichhaltig und selbst für Laien im Ingenieurswesen logisch nachvollziehbar. Auch wenn einige Fragen offen bleiben: Für mich ist die Theorie der Pyramiden von Gizeh als Kraftwerk momentan eine der stichhaltigsten und faszinierendsten im Grenzwissenschaftlichen Forschungsbereich, die weiter untersucht werden sollte.

2010 veröffentliche Christopher Dunn sein zweites Buch mit dem Titel „Lost Technologies of Ancient Egypt: Advanced Engineering in the Temples of the Pharaohs“ (zu deutsch: „Verlorene Technologien des alten Ägyptens: Modernes Ingenieurswesen in den Tempeln der Pharaonen“). Darin dokumentiert er die Spuren von Hightech- und Hochleistungs-Präzisionswerkzeugen, die er bei einer näheren Untersuchung von altägyptischen Tempelbauten in Karnak und Lxuor, von Kolossalstatuen u.a. von Ramses II., von riesigen Granitsarkophagen im Serapeum, und anderen steinernen Ruinen und Funden entdeckt hat. Seine Schlussfolgerung als Fachmann: Eine solche Steinbearbeitung wäre heute nur mit computergsteuerten CNC-Fräsern möglich!

Christopher Dunn ist sich bewusst, dass seine Aussage im Widerspruch zur Behauptung der klassischen Ägyptologie steht, die besagt, dass die alten Ägypter allein mit Hammer und Meißel diese Präzisionswerke aus Stein geschaffen haben. Im Gegensatz zu seinem ersten Buch hält er sich jedoch zurück, was Spekulationen darüber angeht, wie die alten Ägypter eine solche Präzisionsarbeit umsetzen konnten und wagt nur im letzten Kapitel einige Andeutungen. Ansonsten richtet er im Buch „Lost Technologies of Ancient Egypt“ sein Augenmerk auf die Beweisführung und umfassende Analyse der High-Tech-Spuren. Dadurch nimmt er sich gezielt aus der Schusslinie der klassischen Lehrmeinung der Ägyptologen, denn er gibt nur seine Forschungsergebnisse und Erkenntnisse als Ingenieur-Fachmann wieder. Und dieses Fachwissen sollte jeden Ägyptologen und Ägypten-Fan anregen, zumindest einmal darüber nachzudenken, wie Präzisionswerke von einer Zivilisation geschaffen worden sein können, die angeblich nicht einmal das Rad kannte.

Christopher Dunn hebt mit seinem Buch die alten Ägypter aus dem Bronzezeitalter mit seinen sehr begrenzten Möglichkeiten, in ein High-Tech-Zeitalter, das uns heute durchaus ebenbürtig ist, heraus. Dies erfordert jedoch, dass wir den egoistischen Alleinanspruch unserer eigenen Hochzivilisation, die sich als Krone der vergangenen kulturellen Entwicklung der gesamten Menschheit ansieht, aufgeben und anerkennen, dass es bereits vor uns Hochkulturen gab, die – auch wenn sie vielleicht über andere technische Methoden und Maschinen verfügt haben – genauso hochentwickelt wie wir heute waren.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Seitenanzahl : 400 mit 16 Farbseiten und 280 Illustrationen
ISBN : 9781591431022
Verlag : Bear & Company
On Sale Date : June 24, 2010
Format : Taschenbuch
Preis: 25,- USD

Stilvolle Tischkulturgeschichten mit Villeroy & Boch

Stilvolle Tischkulturgeschichten mit Villeroy & Boch

Produktempfehlung von Helene Walterskirchen:
Stilvolle Tischkulturgeschichten mit Villeroy & Boch

Mittägliches Lunch im Speisezimmer von Schloss Rudolfshausen mit dem Wildrose-Service

Es ist immer wieder faszinierend, welche Geschichten das Leben schreibt und wie sich zwei völlig fremde Dinge miteinander kreuzen und einen gemeinsamen Weg bilden.

Die Geschichte, die ich hier in Kurzform beschreiben möchte, nahm in den 1960er Jahren ihren Lauf. Mutter Natur hatte mir einen ausgeprägten Sinn für Ästhetik, Schönheit, Eleganz und Harmonie mit in die Wiege gelegt. Dies bezog sich auch auf das, was man stilvolle Tischkultur nennt. Damit stand ich in krassem Gegensatz zu meiner Mutter, die sich in grobem Steingutgeschirr, Töpfen auf dem Tisch, Plastiktischdecken usw. wohlfühlte. Bereits als Kind, später dann als Jugendliche, kam es zwischen ihr und mir deswegen zu so manch heftigen Auseinandersetzungen, in denen ich darauf bestand, dass ein gewisses Maß an Tischkultur zu herrschen hatte. Um des lieben Friedens willen gab sie meistens nach und ließ mir freie Wahl beim Decken des Tisches und der Wahl des Geschirrs.

Meinen Sinn für Ästhetik konnte ich jedoch erst dann nach und nach so richtig ausleben, als ich verheiratet war, jedoch fehlte mir in den anfänglichen Ehejahren schlichtweg das Budget für meine extravaganten Wünsche. Dies änderte sich Anfang der 80er Jahre. Plötzlich verfügte ich über die entsprechenden Finanzen, um meine Träume zu realisieren. Dazu zählte auch ein schönes, edles und stilvolles Kaffee- und Ess-Service. Ich besuchte ein exklusives Haushaltswarengeschäft in München und ließ mich beraten und inspirieren. Die Firma, die mich ansprach, war das Keramik-Traditionsunternehmen Villeroy & Boch, das schon damals eine Premium-Lifestyle-Marke war.

Was genau dabei passierte, ist mit Worten schwer zu beschreiben, da es auf einer höheren Ebene ablief. Mein ausgeprägter Sinn für Ästhetik und stilvolle Tischkultur war wie eine Stimmgabel, die von etwas in Schwingung gesetzt wurde, das ich heute als „Villeroy & Boch-Tischkultur-Ästhetik“ bezeichnen möchte. Das Design des Geschirrs, die Farbkompositionen, die in allem sich ausdrückende Eleganz von ländlich bis hin zu klassisch, ließen einem Tischkultur-Freak wie mir viele Möglichkeiten in der Kreativität der Tischgestaltung. Was gibt es Schöneres als einen liebevoll und stilvoll gedeckten Kaffeetisch oder Esstisch, der in sich harmonisch und wie aus einem Guss ist, der dem, der ihn deckt, viel Raum lässt und Inspiration gibt, sich immer wieder in veränderter Form zu präsentieren.

Das alles fand ich mit meinem ersten Villeroy & Boch-Geschirr der Marke „Basket“ Anfang der 80er Jahre und es zieht sich durch mein Leben hindurch bis zum heutigen Tag. Leider ist mein Basket-Service heute nicht mehr komplett, da es durch meine Scheidung in zwei Teile aufgeteilt wurde: ich behielt das Kaffeegeschirr. Danach legte ich mir das Wildrose Geschirr von Villeroy & Boch zu, das seitdem unser tägliches Essgeschirr ist. Auch wenn ich das Wildrose Geschirr gerne mag, mein Lieblingsgeschirr war immer das Basket, da es mich als anglophilen Menschen, der oft in England weilte, stets an den englischen Countryside Stil erinnerte.

Und last not least, eine kleine Episode, die sich in die ganze Geschichte einfügt: Die Frau, die das Basket designed hat, war Helen von Boch (1938-2007), die im Unternehmen Villeroy & Boch eine bekannte Keramik-Designerin war. Zwei Helenen, zwei Kreativ-Menschen, zwei Tischkultur-Menschen, die nonverbal, sozusagen „porzellanverbal“ miteinander kommunizierten. Das nennt man „Magie der Tischkultur bzw. Porzellankultur“: Der Keramikkünstler bzw. die -Künstlerin tritt über das von ihm/ihr kreierte Porzellan-Design mit dem potentiellen Käufer bzw. der Käuferin in Kontakt. Das ist wahrhafte Keramikkunst, eine Kunst, die sich das Unternehmen Villeroy & Boch über Jahrhunderte bewahrt hat. Denn unbemaltes Porzellan an sich ist nur anonymes Porzellan, selbst wenn es die beste Qualität besitzt. Erst der Keramik-Künstler bzw. die –Künstlerin gibt dem Porzellan mit seinem/ihrem Design eine individuelle Note. Diese Note wirkt auf den potentiellen Käufer bzw. die Käuferin, erzeugt in ihm bzw. ihr eine oder keine Resonanz. Helen von Boch hat mich mit ihrem Design Basket in Schwingung gesetzt. Tischkultur ist somit nicht nur eine praktische Sache, d.h., dass man damit essen kann, sondern auch eine künstlerische Sache, die nicht nur den Magen füllt, sondern auch das Bedürfnis jedes kultivierten Menschen nach dem Genuss von Kunst und Ästhetik.

Ziert seit mehr als 35 Jahren meinen Kaffeetisch, früher in München, heute in Schloss Rudolfshausen

Villeroy & Boch AG
Saaruferstraße
D-66693 Mettlach
Telefon +49 (0) 68 64 / 8 10
E-Mail information@villeroy-boch.com
www.villeroy-boch.com

Getreide mahlen mit dem Kenwood-Getreidemühlenaufsatz

Getreide mahlen mit dem Kenwood-Getreidemühlenaufsatz

Produkt-Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Getreide mahlen mit dem Kenwood-Getreidemühlenaufsatz

 


Wer gerne Brot backt und isst, wird mit der Zeit das Bedürfnis haben, nicht nur sein Brot, sondern auch sein Mehl selber herzustellen, um so dem Prozess der Brotherstellung auf allen Ebenen zu erfahren. Der Unterschied von eigenem frisch gemahlenem und im Handel gekauften, einige Monate bis Jahre alten Mehl ist geschmacklich eindeutig: das eine schmeckt aromatisch und würzig, das andere abgestanden und fad. Frisches Mehl strahlt auch eine höhere Lebensenergie aus, war es doch noch vor wenigen Minuten Getreide oder Körner, die in sich die Keimkraft zu neuem Leben trugen. Ein Sauerteig-Ansatz gelingt nur mit frisch gemahlenem Mehl, da sich darin die notwendigen Mikroorganismen befinden. Und der Sauerteig gedeiht wesentlich besser, wenn er mit frisch gemahlenem Mehl gefüttert wird.

Auf der Suche nach einer Getreidemühle sind wir auf den Getreidemühlenaufsatz AWSM900001 der Firma Kenwood aufmerksam geworden, der zusammen mit der Firma Schnitzer produziert wird, die ein Experte für glutenfreie Backwaren und Getreidemühlen sind.

Für den Besitzer einer Kenwood Küchenmaschine Chef oder Major ist dieser Getreidemühlenaufsatz, der mit einem hochwertigen Steinmahlwerk ausgestattet ist, ideal, da er nur noch an die Küchenmaschine angeschraubt werden muss – schon kann er verwendet werden! Damit lassen sich diverse Getreidesorten und – was besonders für glutenfreie Hobby-Bäcker wie uns interessant ist – auch Reis, Buchweizen, etc. mahlen. Nur für Mais, parboiled Reis und Ölsaaten ist die Mühle nicht geeignet.

Die Getreidemühle ist solide verarbeitet und hat durch ihr Steinmahlwerk ein Eigengewicht von knappen 1,4 kg. Man kann zwischen Feinmehl und grobem Schrot wählen. Die Bedienung ist kinderleicht und unkompliziert.

Mit 40 bis 50g Feinmehlleistung je Minute ist der Getreidemühlenaufsatz zwar nicht sehr schnell und auch ein wenig laut, aber für den kleinen Backbetrieb völlig ausreichend. Zudem ist er platzsparender und günstiger als eine kompakte, große Getreidemühle. Für uns ist der Kenwood-Getreidemühlenaufsatz eine sinnvolle Ergänzung zu unserem Kenwood-Küchenmaschinen-Sortiment. Wenn es mal schnell gehen soll und wir feines Mehl brauchen, verwenden wir gerne diese Getreidemühle. Wir können uns darauf verlassen innerhalb 10-15 Minuten die benötigte Menge frisches Mehl für ein Brot zu bekommen! Da macht das Backen Freude!

Wichtiger Hinweis: Beim Mahlen von glutenfreiem Getreide wie Reis und Buchweizen ist es notwendig, die Mühle nach jedem Mahlvorgang auseinanderzuschrauben und die Mühlsteine innen zu reinigen, da sie sonst verkleben und die Mühle nicht mehr ordnungsgemäß funktioniert.

Preis: 130,- Euro

Der Getreidemühlenaufsatz kann bestellt werden bei:

DE’LONGHI DEUTSCHLAND GmbH

Carl-Ulrich-Straße 4
63263 Neu-Isenburg
Tel. 06102-5999500
Fax. 06102-5999555

www.kenwoodworld.com
E-Mail: unternehmen@delonghi.de

 

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

 

Grüezi-Bag – der natürliche Woll-Schlafsack

Grüezi-Bag – der natürliche Woll-Schlafsack

Produktempfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Grüezi-Bag – der natürliche Woll-Schlafsack

Warm trotz Winterlandschaft: Die Autorin mit ihrem Grüezi-Bag

Im aktuellen Kulturmagazin 1/2018 und in meinen letzten Rezensionen über Loden und Wollsocken habe ich über die Bedeutung von Wolle im Bekleidungssektor geschrieben, die Kunststoffen bei weitem überlegen ist und zudem wesentlich ökologischer ist. Als ich vor einigen Jahren Wolle für mich entdeckt habe, die besonders in unseren kalten Breiten im Herbst, Winter und Frühjahr aufgrund ihrer Wärmeigenschaft unverzichtbar ist, wollte ich meinen altgedienten Daunen-Schlafsack mit einem Woll-Schlafsack ersetzen. Ich machte mich auf die Suche nach einem solchen im Internet, wurde jedoch nicht fündig, denn es gab nur Kunstfaser- und Daunen-Schlafsäcke.

Ein reiner Kunstfaser-Schlafsack kam für mich nicht in Frage, denn, wenn – wie ich es selbst aus eigener Erfahrung erlebt habe – dieser einmal feucht wird, friert man sehr schnell darin. Auch ein Daunen-Schlafsack war für mich keine Option, denn diese sind zwar wärmender, aber aufgrund ihres Gewichts auch sehr leicht und vermitteln nicht das geborgene, wärmende Gefühl von „schwerer“ Wolle auf dem Körper. Zudem sind Herkunft und Qualität der verwendeten Daunen oft fragwürdig und tierethisch nicht tragbar.

Ich überlegte, mir einen Wollschlafsack von unserer Schneiderin anfertigen lassen, habe aber das Unterfangen schlussendlich als zu schwierig angesehen und aufgegeben. Behelfsmäßig verwendete ich fortan dicke Wolldecken bzw. Lodendecken, in die ich mich einwickelte. Das ging jedoch nur bedingt in der Übergangs-Jahreszeit und wenn ich Platz für viel Gepäck hatte, denn die Decken füllten einen ganzen Koffer. So musste ich auf Reisen weiterhin meinen Daunen-Schlafsack verwenden.

Wie es das Schicksal so will, fand ich im letzten Herbst bei einer neuerlichen Internet-Recherche die junge Firma „Grüezi-Bag“, die meinen Traum von einem Wollschlafsack Wirklichkeit werden ließ. Ob der Gründer und Geschäftsführer Markus Wiesböck, der jahrelange Erfahrung im Schlafsack-Sektor vorweisen kann, meine telepathische Botschaft gehört hatte, kann ich nicht sagen, aber auf jeden Fall habe ich mich sehr gefreut, einen gleichgesinnten „Woll-Liebhaber“ zu finden, der die Vision eines „Woll-Schlafsacks“ in die Tat umgesetzt hat.

Der Grüezibag-Woll-Schlafsack vereint die Vorteile von beiden Materialien in sich und schafft einen innovativen Schlafsack, der selbst im feuchten Zustand isoliert und Temperaturen ausgleicht, so dass man weniger friert oder schwitzt. Zudem ist er antibakteriell und geruchshemmend und transportiert die Feuchtigkeit nach außen. Das Außenmaterial besteht aus hochwertigem, nicht beschichtetem und pflegeleichtem Polyestergewebe, das außen zusätzlich wasserabweisend ist. Im Inneren befindet sich dann die Wolle, welche Natürlichkeit, Wärme und Geborgenheit vermittelt. Und das wunderbare: Die Wolle stammt von Schafen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und ist ökologisch nachhaltig und ohne Giftstoffe. Kein Tier musste dafür sterben. Der ideale Schlafsack für VEGETARIER und ökologisch bewusste Menschen.

Die Firma Grüezi-Bag bietet in ihrem Online-Shop verschiedene Schlafsack-Varianten an: vom Mumienschlafsack, Deckenschlafsack bis hin zum Kinderschlafsack. Für den Winter gibt es auch einen ganz besonderen Schlafsack aus „Downwool“, einer Füllung aus 70% Daunen und 30% Wolle, den ich mir als neuen Schlafsack zugelegt habe. Das ist für mich ein guter Kompromiss, denn im Winter braucht man ansonsten ein hohes Wollgewicht, um sich warm zu halten, was einen reinen Woll-Schlafsack nicht praktikabel machen würde. In den speziellen Grüezi-Bag-Schlafsäcken „Biopod DownWool Ice“ verbinden sich Daunen und Wolle in einem perfekten Verhältnis miteinander, so dass der Schlafsack durch die Wolle nicht so empfindlich ist gegenüber Feuchtigkeit wie ein reiner Daunenschlafsack, aber dennoch deutlich leichter ist als ein reiner Wollschlafsack.

Für mich als Outdoor-Fan, der sich auch gerne im Winter bei kühlen Temperaturen im Garten oder der Natur aufhält, ist der Schlafsack „Biopod DownWool Ice 185“ der ideale Begleiter. Ich muss mich nicht mehr in mehrere Wolldecken einwickeln, um es warm zu haben, es genügt nun der Grüezi-Bag. Wo vorher bei Wind immer wieder die Kälte durch die Decken kroch, herrscht nun permanent Wärme. Das durch die Wolle erhöhte Gewicht ist angenehm und vermittelt eine bessere Griffigkeit und stabilere Umhüllung als als mein dünner und leicht rutschender alter Ultraleicht-Daunen-Schlafsack (Yeti Passion 5). Dennoch empfinde ich das Eigen-Gewicht des Schlafsacks von 1500g nicht als störend, sondern praxistauglich. Im Vergleich zu einem reinen Woll-Schlafsack ist der Downwool-Schlafsack zudem wesentlich leichter. Der Zwei-Wege-Reißverschluss ist hochwertig und die Innentasche für Wertsachen eine gute Idee. Die blaue Farbe spricht mich als „Blau-Liebhaber“ sehr an. Für Menschen, die auf ein geringeres Packgewicht und Volumen Wert legen, gibt es den „Biopod DownWool Ice 175“ mit nur 1150g Gewicht.

Für Elektrosmog-Sensible gibt es noch ein Plus: die Grüezi-Bag-Schlafsäcke haben durch die in ihnen enthaltene Wolle meinem Empfinden nach automatisch eine gewisse Abschirmung gegen Elektrosmog, wodurch man besser schläft und am Morgen erholter und frischer aufsteht. Wie ich in meinem Artikel „Yoga und Yoga-Matte“ 1/2018 geschrieben habe, bietet Wolle nämlich einen energetischen Schutz: sie isoliert das eigene Magnetfeld bzw. die Aura des Menschen vom Magnetfeld der Umgebung, was optimale Voraussetzungen für Erholung und Schlaf schafft.

Mein Fazit: Ich empfand den „Grüezi-Bag“ von Anfang an als hochwertig und außergewöhnlich, da er kein Massenprodukt ist, sondern in Kleinproduktion mit viel Liebe hergestellt wird. Ich fühle mich in ihm schlichtwohl wohl und geborgen und genieße, geschützt und gewärmt von ihm, sogar die kälteste winterliche Schneelandschaft. Mit ihm macht Outdoor so richtig Spaß, bei jeder Jahreszeit, bei fast jedem Wetter.

Ihren neuen Grüezi-Woll-Schlafsack können Sie  in allen Varianten hier bestellen:

Grüezi-Bag
Kultschlafsack GmbH
Schmiedgasse 31
D-83075  Bad Feilnbach
Telefon : 080 64 / 906 29 22
Telefax : 080 64 / 906 29 24
E-Mail : info@gz-bag.de
www.gz-bag.de

„Es ist nie zu spät“ von Manuel Schweizer

„Es ist nie zu spät“ von Manuel Schweizer

DVD-Rezension von Helene Walterskirchen:
Es ist nie zu spät von Manuel Schweizer


Neben dem Film „Falten“ von Silvia Häselbarth, der sich ebenfalls mit dem Thema „positiv Älterwerden“ befasst, jedoch aus der Sicht einer weiblichen Regisseurin, ist der Film „Aktiv ins Alter“ bzw. „Es ist nie zu spät “ von Manuel Schweizer die männliche Variante. Wo es beim einen eher um Lebensphilosophie, Lebensfreude, Soziales, Hobbies und Kreativität geht, steht beim anderen die Aktivität in Form von Bewegung, sportlichen Aktivitäten und Leistungen, sportlichen Hobbies und körperlicher Fitness im Mittelpunkt.

Der Film zeigt die Träume von älteren und alten Menschen im Sinne ihrer körperlichen Fitness und Leistungsfähigkeit, die sie vorantreibt, sich körperlich zu fordern, auch im Alter noch neue Wege zu gehen, und nicht zu rasten und zu rosten. Er zeigt jedoch auch, dass Träume und ein Geist, der darauf programmiert ist, selbst im Alter einen „Beachbody“ aufzubauen, nicht genügen, um Alterserscheinungen aufzuhalten und umzukehren oder gar dem Tod von der Schippe zu springen.

Manuel Schweizer macht mit seinem Film bewusst, dass für jene Menschen, die dem Sport und der Bewegung zugeneigt sind, sportliche Aktivitäten eine wichtige Art von Lebensqualität darstellen. Was für den einen die Kunst oder Kreativität ist, ist für den anderen das Fitnesstraining und die Teilnahme an sportlichen Disziplinen. Die einen fühlen sich glücklich durch Malen, Tanzen oder Handwerkern, die anderen fühlen sich glücklich durch Paragliding, Rennradfahren oder Sprinten. Wie das Alter bei jedem Menschen ausschaut und ihn bis zum letzten Atemzug erfreut, liegt an jedem selbst, an seinen Interessen, Bedürfnissen und Neigungen.

Manuel Schweizers Film ist primär auf jene zugeschnitten, die schon immer, oder zumindest viele Jahre lang, Bewegungstypen und Freizeit- oder Leistungssportler waren. Für sie ist „Leben“ gleichbedeutend mit körperlicher Bewegung, Dynamik, Herausforderung, Leistungsfähigkeit – auch wenn der Körper dabei so manches Mal muckt. Die Zuschauer können sich hier vom Protagonisten Fredy, der verschmitzt in die Welt schaut und dabei akrobatische Übungen vollbringt, die der Kondition eines jungen Menschen entsprechen, eine Scheibe abschneiden. Er ist mit 59 Jahren zwar der jüngste der Protagonisten, jedoch auch der am besten trainierte, der dem Titel des Films absolut gerecht wird: „Es ist nie zu spät“. Auch der 70-jährige Protagonist Peter zollt dem Zuschauer Respekt ab: Mutig springt er von hohen Brücken oder Felswänden hinab ins Wasser und ebenso mutig hat er vor einigen Jahren das Paragliding gelernt, das er seitdem betreibt und mit dem er so manche Fehllandung erlebt hat, über die er sich selbst amüsiert. Es scheint so, als lache er dem Älterwerden entgegen nach dem Motto: „Komm nur her, ich habe vor dir keine Angst!“

Auch wenn der 97-jährige Protagonist Charles seine Vision vom Sprint-Weltrekord und vom „Beach-Body“ nicht realisieren konnte – er starb vor kurzem an Herzversagen -, so hinterlässt er dennoch allen Menschen sein Vermächtnis, das lautet: „Man kann in jedem Alter seinen Körper umbauen“ und „man kann in jedem Alter etwas Neues lernen!“ Charles hat es vorgemacht und durchgehalten bis zum letzten Atemzug.

Und was gibt es Schöneres, als aktiv zu sein, Spaß und Ziele zu haben, bis zum absoluten Ende, anstatt ein tristes, monotones, freudloses Dasein zu fristen und bereits vor dem Tod wie tot zu sein. Alle Protagonisten im Film zeigen, wie sehr sie im Leben stehen und ihr Leben genießen, ob mit 59, 70, 80, 86, 97 oder 102.

Danke, Manuel, für diesen Film!

 

Produktion:
Schweizer Produktion
Grühhügel 30
CH-9604 Lütisburg
+41 79 752 74 45
info(at)manuelschweizer.com
www.schweizerproduktion.ch
www.esistniezuspaet-film.de

Verleih:
MovieBiz Films
Postfach 204
CH-9630 Wattwil
+41 78 855 95 00
jay(at)moviebiz.ch
www.moviebizfilms.com

Wohlig warm mit AeroFlow®-Heizkörpern

Wohlig warm mit AeroFlow®-Heizkörpern

von Alexandra Walterskirchen:
Wohlig warm mit AeroFlow®-Heizkörpern

 

AeroFlow Elektroheizkörper der Firma Thermotec AG in der Eingangshalle von Schloss Rudolfshausen

 

Wer in einem historischen Schloss lebt, in dem die Räume nicht nur groß, sondern auch hoch sind, weiß, dass das Thema „Heizung“, insbesondere im Winter, gerne ein Problem ist. Der Einbau und Betrieb einer Öl-Zentralheizung ist zwar eine gute Sache – so in unserem 450 Jahre alten Gebäude -, jedoch kommt es durch die starke Beanspruchung immer wieder zum Ausfall der Heizung. Dann kann es innerhalb weniger Stunden sehr schnell zu einer Auskühlung der schlecht isolierten Räume kommen, in die es durch die historischen Fenster ständig kalt hereinzieht.

Deshalb ist es wichtig, dass es neben der Öl-Zentralheizung noch weitere Heizkörper gibt, die man in solchen Fällen rasch und problemlos einschalten bzw. zuschalten kann und die auch ggf. über Nacht oder womöglich sogar einige Tage laufen kann, ohne dass man Holz oder Kohle dazu verwenden muss. Wir haben bereits im ersten Winter, nachdem wir in das Schloss gezogen sind, diese Erfahrungen gemacht und uns ziemlich rasch nach einer geeigneten Alternative umgeschaut und sie auch nach längerer Suche gefunden: AeroFlow-Elektroheizkörper der Firma Thermotec AG, die es in verschiedenen Größen gibt – von klein, über mittel bis groß.

Unsere Entscheidung beruhte auf verschiedenen Gründen: Zum einen sprach uns ihr formschönes, schlankes Design an, daneben ihre Beweglichkeit durch Rollen, die es möglich machen, die schweren Heizkörper jederzeit an einen anderen Ort zu stellen. Zudem haben die Heizkörper nicht nur eine hohe Qualität und Langlebigkeit, sondern werden in Deutschland produziert und stammen nicht, wie die meisten billigen Elektroheizungen, die man im Baumarkt findet, aus dem Osten oder China. Auch war für uns entscheidend, dass die AeroFlow-Elektroheizungen einfach zu montieren sind, wenn man sie an einem festen Ort haben möchte. Wir haben uns jedoch für Rollen entschieden, denn gerade die Beweglichkeit der Heizkörper war für uns entscheidend.

Die AeroFlow-Elektroheizungen können übrigens auch sehr gut in kleineren Nebengebäuden, die keine eigene Zentralheizung haben, verwendet werden, z.B. in Garagen oder in Gartenhäusern.

Die patentierten AeroFlow-Elektroheizkörper bestehen aus 2 cm dicken Heizsteinen aus Schamotte, die ähnlich einem Kachelofen die Wärme besonders gut speichern und die Temperatur des Heizkörpers lange halten können, ohne nachheizen zu müssen. Dadurch sind die Heizkörper sparsam im Verbrauch, obwohl sie mit Strom heizen. Auch blasen die AeroFlow-Elektroheizkörper im Gegensatz zu den kleinen, oft ineffizienten und schnell defekten Heizlüftern oder Konvektoren, die man sonst als Zusatzheizung im Haus kennt, keine warme „Luft“ in den Raum, die durch den Luftaustausch schnell kalt wird, sondern verbreiten wirkliche, dauerhafte Wärme, wie man es von einem „normalen“ Heizkörper oder Kachelofen gewohnt ist. Die AeroFlow-Elektroheizkörper heizen jeden Raum schnell und gleichmäßig, so dass ein angenehmes, warmes und wohliges Raumklima entsteht. Optisch sehen sie durch ihre schlanke Form und die weiße Farbe sehr schön aus und fügen sich harmonisch in ein schon bestehendes Heizkörper-System im Haus ein. Es gibt auch spezielle Heizkörper für Badezimmer, die man auch als Badetuchwärmer verwenden kann.

Die Bedienung ist mittels einem Displayregler sehr gut durchdacht und komfortabel. Man hat die Möglichkeit eine bestimmte Minimal- und Maximaltemperatur einzustellen, nach der sich der Heizkörper richtet, eine Nachtabschaltung zu programmieren oder nur bestimmte Stunden und Tage, an denen der Heizkörper heizt. So kann man die Heizleistung genau den individuellen Bedürfnissen anpassen.

 

 

Zusammenfassend können wir sagen, dass wir mit den AeroFlow-Elektroheizkörpern der Thermotec AG sehr zufrieden sind. Sie haben uns schon vor manch kalten Stunden gerettet, als beispielsweise einmal unsere Öl-Zentralheizung ausfiel und die Reparatur über mehrere Tage ging. Die Thermotec-Heizkörper sind unser Back-up-System im Schloss, das wir nicht mehr missen möchten. Besonders in diesem kalten Februar 2018, als die Temperaturen nachts unter -18°C fielen und auch tagsüber kaum über -8° kletterten, waren die Thermotec-Heizkörper unsere rettende Zusatz-Wärmequelle im Haus, so dass wir wohlige Temperaturen beim Essen, Yoga, Lesen und Arbeiten hatten.

Die AeroFlow-Elektroheizkörper bekommen sie hier:

 

Thermotec AG
Arnsdorf 26
D-02894 Vierkirchen
Telefon: +49(0)3 58 27 78 93 30
Telefax: +49(0)3 58 27 78 93 444
E-Mail: info@thermotec-ag.de

Fascia in Motion von Gunda Slomka

Fascia in Motion von Gunda Slomka

DVD-Rezension von Alexandra Walterskirchen:

Wer wie ich Yogalehrerin ist und jeden Tag Yoga macht, wünscht sich nach einer gewissen Zeit Abwechslung. Man hat das Gefühl genügend Sonnengrüße in allen Varianten, herabschauende Hunde, Kobras und Bäume gemacht zu haben – nun strebt der Körper nach neuen Bewegungsabläufen! Was tun? Zuerst habe ich mich ein wenig in den Pilates-Sektor gewagt, jedoch musste ich feststellen, dass die Pilates-Übungen zwar durchaus interessant sind, allerdings einen Yogi nicht vollends erfüllen können.

Da ich mich seit einigen Jahr sehr für die Thematik der Faszien interessiere und mehrere Bücher dazu gelesen habe, machte ich mich auf die Suche nach einer Übungs-DVD für Faszien-Fitness. Dabei bin ich über Dr. Schleip auf die erste DVD „Fascia in Motion – Faszien in Bewegung“ der Sporttherapeutin Gunda Slomka gestoßen, die mich sofort angesprochen hat. Ihre wissenschaftliche, fundierte Art, das sichere, achtsame Führen durch die Übungen und die neuen, fließenden Bewegungsabläufe, gehen mit meiner Körper-Fitness-Philosophie konform.

Vor kurzem ist die 2. DVD „Fascia in Motion – Faszien in Bewegung“ von Gunda Slomka erschienen. Beide Trainings-DVDs von Gunda Slomka sind anspruchsvoll und können nicht mit einer laschen Larifari-Einstellung mal so nebenbei praktiziert werden. Sie richten sich vielmehr an Menschen, die Erfahrung im Sport-, Fitness-, Tanz- und Körperbereich haben oder selbst Lehrer sind und ihren Körper mit seinen Stärken und Schwächen gut kennen, so dass sie wissen, wie sie die Übungen auszuführen haben, und Teile davon in ihren Unterricht einbauen können.

Wie in der 1. DVD hat auch die 2. Faszien-DVD von Gunda Slomka einen Theorie-Teil, der wichtige Grundlagen über die Faszien vermittelt und zeigt, was hinter den Übungen des Praxis-Teils steht. Beim ersten Mal habe ich mir die gesamte DVD komplett angeschaut, beim Praxis-Teil jedoch nur teilweise mitgemacht. Es ging mir zuerst darum, die Übungen neu zu lernen und meinen Körper mit den Bewegungsabläufen, die für einen Yogi wie mich überwiegend neu waren, vertraut zu machen, um sie sicher ausführen zu können. Auch wenn ich einige ähnliche Positionen aus dem Yoga kannte, war es doch eine neue Zusammensetzung, Zielrichtung und Wahrnehmung. Die Flows von Gunda Slomka gleichen Tänzen, die ich gerne als Faszien-Tänze bezeichne – was sicherlich auch an der schwungvollen Musik liegt -, und bringen den gesamten Körper bis in seine tiefsten Schichten zum Schwingen.

Beim 2. Durchgang des Praxis-Teils habe ich dann komplett mitgemacht und mich von Gunda Slomka durch das Training mit seinen Flows, dem Krafttraining und der Entspannung tragen lassen. Das Krafttraining – besonders am Boden – war positiv anspruchsvoll und ließ mich an meine Grenzen kommen.

Die Endentspannung am Ende empfand ich als angenehm und trotz seiner scheinbaren Kürze sehr effektiv. Obwohl ich sehr viel mit der Blackroll arbeite, war mir der neue vibrierende Blackroll-Booster nicht bekannt, jedoch werde ich ihn mir organisieren, um mit ihm noch vielseitiger an meinen Faszien arbeiten zu können.

Die hohe Wirksamkeit der von Gunda Slomka vorgestellten Übungen ist mir nach dem Training sofort aufgefallen: Ich fühlte mich in meinem ganzen Körper präsent und entspannt. Blockaden und Anspannungen haben sich gelöst.
Die Wirksamkeit ist für mich ein wichtiges Kriterium bei einer Trainings-DVD. Ich muss mich nach einem Training positiv „anders“, bis in die tiefsten Fasern bearbeitet, fühlen und ein neues Körperbewusstsein haben. Das ist bei den DVDs von Gunda Slomka der Fall, was zeigt, dass sie ihre Faszien-Arbeit bis ins kleinste Detail versteht und weiß, welche Bewegungsabläufe nötig sind, um nicht nur oberflächlich an den Muskeln zu arbeiten, sondern die Faszien durch Federn, Dehnen, Schwingen, Rotieren, Schütteln, usw. so zu stimulieren, dass dadurch Körper, Seele und Geist gleichermaßen erfrischt und energetisiert werden. Eine DVD die ich jedem Bewegungsbegeisterten empfehlen kann, besonders allen Yogis, die mal etwas Neues ausprobieren möchten!

Inhalt der DVD:
1. Einleitung und Inhalte der Trainingssäulen (Theorie)
Die Fünf Säulen des Faszientrainings
1.1 Versorgung ist alles – Metabolismus
1.2 Fascial Stretch – Ausrichtung der Strukturen
1.3 Die Renaissance des Schwingens und Federns
1.4 Fascial Power – tensegrales Krafttraining
1.5 Wahrnehmung & Entspannung (Detonisieren)
2. Faszien in Bewegung (Praxis)
2.1 Aktivierung und Wahrnehmung (Pandikulation & Fascial Strech)
2.2 Bewegungsflows (Elastizität & Spannkraft)
2.2.1 Flow 1
2.2.2 Flow2
2.3 Tensegrales Krafttraining (4 Myofascial Lines)
2.3.1 Stand
2.3.2 Planke
2.3.3 Rückenlage
2.4 Wahrnehmen & Entspannen
2.4.1 Mobilisieren & Detonisieren über Bewegung
2.4.2 Detonisieren mit vib.innovation (Vibrationstechnik)
Sprache: Deutsch & Englisch
Spielzeit: 87 min.
29,95 Euro

Pro Sport GmbH Gunda Slomka
Praetoriusweg 3
30655 Hannover
g.slomka@4more-education.de

Die DVD ist zu bestellen bei:
www.european-musicstore.com

DVD „Yin Yoga & Buch „Gesund durch Yin Yoga“

DVD „Yin Yoga & Buch „Gesund durch Yin Yoga“

DVD-Rezension von Alexandra Walterskirchen:

Auf Yin Yoga bin ich vor einigen Jahren gestoßen, als ich beruflich und privat sehr eingespannt und gestresst war. Ich suchte nach einer Möglichkeit meinen angespannten Geist und Körper loszulassen. Die DVDs „Yin Yoga – der sanfte Weg zur inneren Mitte“ und „Yin Yoga und Yang Yoga“ von Stefanie Arend wurden über Monate hinweg mein täglicher Begleiter durch meine Yoga-Praxis. Zusätzlich habe ich mir ihre Bücher „Yin Yoga“ und „Faszien-Massage“ bestellt, um mehr über Yin-Yoga und Faszienbearbeitung zu erfahren.

Nachfolgend möchte ich Ihnen die neueste DVD „Yin Yoga – Entspannt zu Ausgeglichenheit und Gesundheit“ und das neueste Buch „Gesund durch Yin Yoga“ (2016 im Südwest-Verlag erschienen) von Stefanie Arend vorstellen:

Stefanie Arend ist eine erfahrene, einfühlsame Yoga-Lehrerin. Sie vermittelt dem Zuschauer bzw. Yoga-Praktizierenden ein Gefühl von Verständnis, Geborgenheit, Angenommensein und bedingungsloser Liebe für die Einzigartigkeit jeder Seele des Menschen. Ich habe schon viele Yoga-Lehrer und ihren Yin- oder Yang- Stundenaufbau erlebt, aber bei keiner Yoga-Lehrerin fühlte ich mich so wohl wie bei Stefanie Arend. Diese positive Energie zieht sich durch all ihre Yoga-DVDs und ist auch in ihrer neuesten DVD „Yin Yoga – Entspannt zu Ausgeglichenheit und Gesundheit“ vom ersten Augenblick an spürbar.

Stefanie Arends dezente, angenehme Stimme führt den Yoga-Praktizierenden durch die Yoga-Praxis, ohne zu fordern, ohne zu drängen, ohne zu korrigieren, ohne zu pushen. Stattdessen erklärt sie einfach und verständlich die Yin-Yoga-Übungen, die in der Regel drei Minuten gehalten werden, und gibt an, welche Modifikationen man durchführen kann, wenn der Körper die Position nicht zulässt oder man schwanger ist oder seine Menstruation hat. Sie macht selbst die Übungen vor, in sanften Bildern in einem beruhigend gestalteten Raum gefilmt, der zur Meditation einlädt. Die Entspannung, die Stefanie Arend vermittelt, ist authentisch.

In der ersten Minute der Yin-Yoga-Position erzählt Stefanie Arend kurz über die gesundheitliche Bedeutung der Übung für den Körper und seine Meridiane. Diese Informationen finde ich sehr hilfreich, um die Yin-Yoga-Position, in der man sich nun befindet, besser zu verstehen und auch, warum man vielleicht diese oder jene angenehme oder unangenehme Empfindung im Körper wahrnimmt. Auch ist es ein kleiner Ansporn die drei Minuten durchzuhalten, weil man weiß, dass man seinem Körper dadurch in diesen Organen und Körperbereichen etwas Gutes tut.

Für die letzten zwei Minuten der Yin-Yoga-Position zieht sich Stefanie Arend verbal vom Zuschauer zurück – auch wenn sie weiter auf dem Bildschirm sichtbar ist – und lässt ihn ganz in die Entspannung abtauchen. Sanfte Klangschalenmusik begleitet das Yin-Yoga.

Die DVD „Yin Yoga – Entspannt zu Ausgeglichenheit und Gesundheit“ bietet dem Yin-Yoga-Praktizierenden ein breites Sortiment an Yin-Yoga-Stunden, die er entsprechend seinem persönlichen Fokus auf die jeweiligen Meridiane oder seine eigene körperliche und seelische Verfassung auswählen kann. Die Gesamtlaufzeit der DVD ist erstaunliche 593 Minuten, was ich angesichts des Preises als Geschenk empfinde. Es gibt folgende acht Yin-Yoga-Sequenzen auf der DVD:

• Leber-Gallenblase (90 min)
• Herz-Dünndarm (60 min)
• Milz-Magen (54 min)
• Lunge-Dickdarm (60 min)
• Nieren-Blase (75 min)
• Sequenz an der Wand (40 min)
• Sequenz für Schwangere (59 min)
• Gesamtsequenz (137 min)

Stefanie Arend greift in dieser DVD auf bekannte und bewährte Yin-Yoga-Positionen zurück, führt aber auch neue Variationen ein, z.B. den halben Schmetterling und den Schnürsenkel mit Seitwärtsneigung und Drehung, die Sphinx mit Adlerarmen, den Kranich mit Rolle und Drehung, oder ganz neue Yin-Yoga-Positionen wie die Regenbogenbrücke, die 90-90-Position, den halben liegenden Lotus oder die Schüttelübung. Zusätzlich hat sie einen Schwerpunkt auf Übungen an der Wand gelegt.

Die DVD „Yin Yoga – Entspannt zu Ausgeglichenheit und Gesundheit“ ist ein wahrer Yoga-Schatz, der wunderbar zu sanfter Entspannung und Loslassen einlädt. Von allen auf dem Markt erhältlichen deutschen und englischsprachigen Yin-Yoga-DVDs ist diese DVD meines Erachtens die von Herzen kommendste und angenehmste. Ich kann sie jedem Menschen, der sich aus dem Alltags-Stress des Lebens zurückziehen möchte, genauso wie jedem Yoga-Begeisterten, sehr empfehlen.

Das neueste Buch „Gesund durch Yin Yoga“ von Stefanie Arend ist klar und verständlich aufgebaut und ergänzt ihre anderen, bereits erschienenen Bücher zum Thema Yin-Yoga. Es besteht aus drei Teilen: Theorie, Praxis und Übungs-Sequenzen.

Im Theorie-Teil erklärt sie die Bedeutung von Yin-Yoga auf den Körper und die Faszien, aber auch auf die Seele und Psyche des Menschen. Es werden die Meridiane und Chakren im Körper vorgestellt, sowie die Organuhr des Körpers.

Im Praxis-Teil werden die einzelnen Meridiane vertiefender erläutert und gezeigt, welche Auswirkungen Massagen mit den Händen oder einem Ball auf den Körper und seine Gesundheit haben. Danach werden die verschiedenen Yin-Yoga-Positionen mit zahlreichen Fotos gezeigt und deren Variationen und Wirkungen erklärt. Zum Abschluss werden verschiedene Yang-Positionen aufgeführt, die als Ausgleich zwischen den Yin-Yoga-Positionen durchgeführt werden, sowie einige Atem-Übungen und Meditationsformen.

Im dritten Teil werden verschiedene Sequenzen vorgestellt, die heilsam auf das Energiesystem und die Meridiane des Praktizierenden wirken und eine ähnliche Wirkung wie eine Akupunkturbehandlung haben. Auf diese Weise kann man sich selbst etwas Gutes tun und sich bei bestimmten Krankheiten oder Beschwerden positiv unterstützen, sowie seine Genesung beschleunigen. Die Sequenzen sind alphabetisch angeordnet von A wie Allergien, Ängste, Arthrose, Atembeschwerden bis zu Verdauungsbeschwerden, Wut und Zähneknirschen und Wechseljahre. Zusätzlich zur Yin-Yoga-Sequenz wird auch die ganzheitliche Sichtweise der Beschwerden dargestellt und dem Leser mögliche Reflexionsfragen für die Meditation mitgegeben.

Besonders die Sequenzen für Burn-out, Depressionen, Unsicherheit und Unentschlossenheit, Unruhe, Sorgen, Grübeln, Traurigkeit und Trauer finde ich angesichts der vielen Menschen, die in der heutigen „Time-is-money-Welt“ verschiedenste gesundheitliche Probleme haben, sehr wichtig.

Die Yin-Yoga-Bücher und DVDs von Stefanie Arend können sowohl vorbeugend als auch in der Therapie und Nachbehandlung eines Burn-out eingesetzt werden. Die Sequenzen für körperliche Beschwerden wie Nackenschmerzen, Kopfschmerzen, Rundrücken, Schulterschmerzen sehe ich ebenfalls als sehr hilfreich an, da viele Menschen heute unter – oft undefinierbaren – Rückenschmerzen leiden. Alles in allem: die DVDs und Bücher von Stefanie Arend kann ich jedem nur sehr empfehlen.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

DVD „Yin Yoga – Entspannt zu Ausgeglichenheit und Gesundheit“
Erscheinungstermin: 2015
Spieldauer: 593 Minuten
19,95 Euro

Die DVD ist zu bestellen bei:
einzigartig – Yoga & Ernährung
Stefanie Arend
Hömeler Weg 1a
D-51674 Wiehl
E-Mail: stefanie.arend@gmail.com
Tel: +49 (0) 2262-7139696

Buch: „Gesund durch Yin Yoga
von Stefanie Arend
Südwest Verlag
Erschienen:  31.10.2016
Paperback, Klappenbroschur
ISBN: 978-3-517-09457-1
€ 19,99 [D] € 20,60 [A] | CHF 27,90*

Palatina-Reis: Grundnahrungsmittel und Geschmacksgrundlage

Palatina-Reis: Grundnahrungsmittel und Geschmacksgrundlage

Produktempfehlung von Helene Walterskirchen:
Palatina-Reis: Grundnahrungsmittel und Geschmacksgrundlage

Ein Lieblingsgericht der Autorin: Reis-Paprika-Pfanne mit Tamarisauce

Für die einen ist Reis eine schmackhafte Komponente in der Ernährung, für die anderen ist Reis der tägliche Garant für das, was man sattwerden nennt. Die einen können sich eine vielfältige und abwechslungsreiche Ernährung leisten, die anderen haben gerade genug zum Überleben. Sieben Milliarden Menschen auf der Welt, die täglich Hunger haben und essen müssen, erfordert von den Bauern und landwirtschaftlichen Großbetrieben dieser Welt einen immer intensiveren Anbau der Grundnahrungsmittel, der oft nur mit chemischen Düngemitteln, Pestiziden und Herbiziden sowie dem Einsatz von genmanipuliertem Saatgut möglich ist.

Die Weltproduktion zwischen 1960 (ca. 3 Milliarden Weltbevölkerung) und 1990 (ca. 5 Milliarden Weltbevölkerung) hat sich beim Reis verdoppelt. Reis ist heute eine der wichtigsten Nutzpflanzen der Welt: für mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung stellt er das Hauptnahrungsmittel dar. 90 Prozent der Weltreisproduktion wird in Asien angebaut. In Asien verzehrt ein Einwohner etwa 150 kg Reis im Jahr, in Deutschland dagegen nur ca. fünf Kilogramm. Dies liegt vor allen Dingen daran, dass Deutschland als Kartoffelland gilt, ein weiteres wichtiges Grundnahrungsmittel dieser Welt.
Wir kennen Reis als Nahrungsmittel, jedoch hat Reis auch noch andere Bedeutungen im Sinne von Brauchtum, insbesondere bei Hochzeiten: Wenn zwei heiraten, stellt sich die Hochzeitsgesellschaft vor dem Standesamt oder der Kirche im Spalier auf und empfängt das Brautpaar mit einem Regen aus Reis. Welche Bedeutung hat dieser Brauch? Dem Reis kommt in asiatischen Ländern traditionell eine ganz besondere Bedeutung zu: Er steht für Glück und Fruchtbarkeit. Wenn die Hochzeitsgäste das Brautpaar mit Reis bewerfen, soll ihnen das eine fruchtbare Ehe, sprich eine reiche Kinderschar, bescheren.

Reis gilt in unserer westlichen Wohlstandsgesellschaft weniger als Mittel, um unseren täglichen Hunger zu stillen, sondern viel mehr als abwechslungsreiche Beilage zu verschiedenen Gerichten. Mit den vielen Zuwanderern aus den verschiedensten Ländern, von Italien über Spanien, von der Türkei über den asiatischen Raum, kamen seit den 60er und 70er Jahren auch deren Küchen zu uns und erweiterten unser Speisensortiment. So ist es in der asiatischen Küche unabdingbar, Reis zu den Gerichten zu servieren. Dies führte dazu, dass sich Kartoffeln oder Knödeln als Beilage um das Grundnahrungsmittel Reis erweiterten.

Es gibt unzählige Reissorten – man sagt 6.000 -, jedoch verwenden die meisten in unseren Breiten nur wenige Sorten, z.B. den Milchreis, den Langkornreis, den Risotto und den Basmati-Reis. Ob man lieber weißen oder braunen Reis in der Küche verwendet, ist ebenfalls Geschmackssache. Angeblich soll der braune Reis gesünder sein, dagegen jedoch schwerer verdaulich – und sehr eigenwillig im Geschmack, das jedenfalls behaupten Reiskenner.

In meiner Kindheit kam bei uns zu Hause Reis nur zu ganz bestimmten Gerichten auf den Tisch. Diese waren unter anderem: Ungarisches Gulasch, gefüllte Paprikaschoten, Hühnerfrikassee, Milchreis mit Rosinen und Zimt und Zucker oder Reisauflauf mit gedünsteten Äpfeln. Warum es genau diese Gerichte waren, zu denen meine Mutter Reis verwendete, blieb mir verborgen. Ich übernahm jedoch später diese Tradition, denn zu den besagten Gerichten konnte ich mir kein anderes Grundnahrungsmittel vorstellen.

Vor nicht allzu langer Zeit bin ich dieser Sache auf den Grund gegangen und habe mich mit der Frage auseinandergesetzt, warum Reis ganz besonders zu bestimmten Gerichten und im Gegensatz dazu zu anderen nicht so gut passt. Dabei ist mir folgendes klar geworden:

Kartoffeln haben einen bestimmten kartoffeligen Geschmack, der teilweise recht intensiv und aromatisch sein kann. Gleiches gilt für Knödel, egal ob Semmel- oder Kartoffelknödel. Im Verbund mit bestimmten Nahrungsmitteln kann dies den Eigengeschmack dieser Nahrungsmittel beeinträchtigen, schmälern oder sogar verfälschen.

Reis dagegen hat zumeist einen sehr feinen, dezenten, fast neutralen Geschmack. Im Verbund mit anderen Nahrungsmitteln gewährt er diesen sehr viel Raum für ihre Geschmacksentfaltung. Reis drängt sich nicht – wie dies bei der Kartoffel zumeist der Fall ist – auf, sondern bleibt dezent im Hintergrund. Ja mehr noch: er verstärkt durch seine Feinheit die starken oder aromatischen Gerüche anderer Speisen. Paprika wird noch mehr zu Paprika, Tomate noch mehr zu Tomate, Zimt und Zucker oder Vanille werden zu einem intensiven, exotischen Geschmackserlebnis.

Ich habe dies auch bewusst getestet, z.B. Paprikaschoten nicht mit Reis gefüllt, sondern mit Kartoffelstampf, und so erkannt, wie anders – oder weniger gut – die Paprikaschoten mit Kartoffelstampf schmeckten. Mir kam es vor, als rivalisiere die Kartoffel mit der Paprika um die Vormachtstellung in Sachen Geschmack. Ganz anders die mit Reis gefüllten Paprikaschoten: der Reis hielt sich dezent im Hintergrund und ließ so der starken Geschmacksentfaltung der Paprikaschote viel Raum. Ja, mehr noch, beide bildeten ein harmonisches Duo, das beim Essen die Nahrhaftigkeit des Grundnahrungsmittels mit dem Aroma des Gemüses zu dem machte, was man ein echtes Genusserlebnis nennt.

Reis ist nicht nur ein feines und dezentes Grundnahrungsmittel, sondern auch ein leichtes. Nach einem Mittag- oder Abendessen mit Reis fühlt man sich nicht so schwer wie mit Kartoffeln. Dies tut auch der Verdauung wohler.

Ich kaufe Reis übrigens nur im Bio-Laden und in Bio-Qualität. Sehr gerne verwende ich die Marke „palatina – Mühle der Pfalz“, die Teil der Firma Transimpex aus Lambsheim in der Pfalz ist. Diese hat sich auf Reis und Hülsenfrüchte spezialisiert und bietet sie auch in Großgebinden zum Verkauf an, was für uns wichtig ist, da wir Reis nicht nur zum Kochen, sondern auch zum Backen verwenden, so dass wir größere Mengen benötigen. Reis ist übrigens von Natur aus glutenfrei, was bei Menschen mit Glutenunverträglichkeit von Vorteil ist. Mit ein wenig Übung und Geschick lässt sich aus gemahlenem Reis ein schmackhaftes Reisbrot oder ein leckerer Reiskuchen backen.

Transimpex bietet verschiedenste Reissorten an, sowohl bio als auch konventionell, ebenso Reismehl, Reisgries und Reiskleie.

Das Bio-Reissortiment wird seit 2007 unter ihrer Marke „palatina – Mühle der Pfalz“ verkauft. Dazu zählen klassische Reissorten wie Bio Langkorn Naturreis, Basmati Reis, Thai Duft Reis, Milchreis, Risottoreis oder Parboiled Reis. Zum Backen verwenden wir am liebsten den braunen Bio Langkorn Naturreis, da er noch viele Mineralien und Nährstoffe enthält, zum Essen dagegen verwenden wir lieber den weißen Bio Spitzen Langkornreis, da dieser leichter verdaulich ist.

Die beiden Sorten Bio Langkorn Naturreis und Bio Langkorn Spitzenreis kommen, wie die Firma auf ihrer Website berichtet, aus einem Projekt in Thailand. Dabei werden die Bauern beim Reisanbau finanziell unterstützt, um die Umwelt nachhaltig zu schützen und sozial zu verbessern. „Die ärmsten Regionen werden durch unser landwirtschaftliches Knowhow unterstützt um (finanzielle) Sicherheit für die Bauern zu gewährleisten und höhere Erträge zu erzielen“, so die Firma. Den Bauern und allen Mitarbeitern wird kostenloses Essen zur Verfügung gestellt. Des Weiteren darf jeder Mitarbeiter monatlich 5 kg Roh-Reis mit nach Hause nehmen. Kinderarbeit wird nicht unterstützt und alle Mitarbeiter unterliegen einem medizinischen Schutz.

All das sind Punkte, die für uns maßgeblich dafür waren und sind, unseren Reis bei „palatina – Mühle von der Pfalz“ zu kaufen, denn auch uns liegen Nachhaltigkeit, Fairness und Umweltschutz am Herzen.

Reisfeld in Thailand (Fotoquelle: palatina – Mühle der Pfalz/Transimpex)

Sie können den Bio-palatina-Reis im Lebensmittel-Einzelhandel kaufen oder direkt bei Transimpex:

Transimpex Warenhandelsgesellschaft mbH – Die Experten für Reis und Hülsenfrüchte
Neustadter Straße 1a
67245 Lambsheim
Telefon +49 (0) 6233 35 60-0
Fax +49 (0) 6233 35 60-53
E-Mail info@transimpex.de
www.transimpex.de

Drahtbügelgläser – ideal für Küche und Vorratshaltung

Drahtbügelgläser – ideal für Küche und Vorratshaltung

Produktempfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Drahtbügelgläser – ideal für Küche und Vorratshaltung

Früher haben wir, wie viele andere Menschen auch, Lebensmittel einfach in den geöffneten Verkaufsverpackungen aus Plastik, Papier oder Pappe im Küchen- oder Vorratsschrank aufbewahrt. Angebrochene Nahrungsmittelpackungen sind jedoch problematisch, weil Insekten wie Ameisen, Motten oder andere Schädlinge die Nahrungsmittel befallen können, und sie zudem schneller verderben, austrocknen oder verschimmeln.

Durch eigene negative Erfahrungen sind wir dazu übergegangen, einmal geöffnete Packungen nicht so aufzubewahren, sondern sie in Vorratsdosen aus Plastik, Metall oder Blech umzufüllen, um sie zu schützen. Gerade Plastikgefäße sind in der Küche sehr beliebt, da sie leicht und unzerbrechlich sind. Dabei wird aber übersehen, dass die Giftstoffe und Mikropartikel von Plastikgefäßen sowie die Schwermetalle von Metallgefäßen auf die Nahrungsmittel übergehen und auf diese Weise in den menschlichen Organismus gelangen können, was Allergien, hormonelle Störungen, Krebs und andere Krankheiten zur Folge haben kann. Zudem verändern die Nahrungsmittel, die lange Zeit in Plastik- und Metallgefäßen aufbewahrt wurden, ihren Geschmack und schmecken nach Plastik oder Metall. Zudem sehen die Plastikdosen oft nach einer Zeit des Gebrauchs nicht mehr schön aus, weshalb man sie durch neue ersetzt, was zu einem vermehrten Müllproblem führt und der Umwelt schadet.

Die mittlerweile fast überall erhältlichen Edelstahl-Dosen sehen zwar chic aus sind relativ geschmacksneutral, dafür aber teuer und aufwendig in der Herstellung, wodurch sie die Umwelt und den Geldbeutel belasten. Außerdem dürfen bestimmte Nahrungsmittel wie Essig, Tinkturen oder Kräuter, besonders wenn sie für heilkundliche Zwecke verwendet werden, nicht in Metall- oder Edelstahlgefäßen aufbewahrt werden, weil sich sonst ihre Heilwirkung verändern kann.
Die beste Option zum Aufbewahren von Nahrungsmitteln sind unserer Ansicht nach Gläser. Das wussten auch schon unsere Großeltern und Ur-Großeltern, die in ihren Vorratskammern ihre in Gläsern eingemachten Marmeladen und Kompotte gelagert haben. Glas ist nicht nur neutral, sondern auch leicht zu reinigen und umweltschonend in der Herstellung und Entsorgung. Es ist praktisch unverwüstlich, so lange es nicht auf den Boden fällt, und nützt sich im Gegensatz zu Plastikprodukten nicht ab. Da Gläser in der Regel durchsichtig sind, kann man zudem leicht den Zustand und die Menge der darin aufbewahrten Speisen kontrollieren und ggf. austauschen. Das ist bei Edelstahl- oder Metall-Gefäßen hingegen nicht möglich.

Ein großes Schloss wie unseres bietet in seinem Dachboden und Keller viel Möglichkeit für Lebensmittel-Vorratshaltung, was wir auch kräftig nutzen. So ersparen wir uns das ständige Einkaufen müssen im Biomarkt/Supermarkt. Wir haben uns über die Jahre in unserer Schlossküche, auf dem Dachboden und im Keller ein Vorratssystem mit tausenden von Gläsern in verschiedenen Größen aufgebaut.

Nach langer Suche, welche Gläser die besten sind, haben wir uns für Drahtbügelgläser entschieden. Drahtbügelgläser ähneln dem System der Weck-Gläser, sind jedoch wesentlich leichter zu öffnen und zu schließen, da sie, statt losen Klammern, über einen vormontierten Glas-Deckel mit einem Einkoch-Gummiring verfügen, der zur Reinigung abmontiert werden kann. Der Gummiring ist aus Bisphenol A-freiem Naturkautschuk, was ein großes Plus im Gegensatz zu anderen Gläsern ist, deren Deckel oft mit giftigem Kunststoff beschichtet sind. Auch wenn die Gläser ein wenig schwerer als Plastik sind: wenn man sich einmal umgestellt und sich an die neuen Gefäße gewöhnt hat, ist die Verwendung problemlos und sicher.

Wir kaufen unsere Drahtbügelgläser im Online-Shop der „Gläser und Flaschen GmbH“, die neben den erwähnten Drahtbügelgläsern auch viele weitere Gläser und Flaschen aller Art – sei es mit Schraubverschluss, Korken oder Stopfen – anbietet. Die Bestellung ist einfach und die Lieferung sehr zügig und gut verpackt, so dass in der Regel auch nichts zerbrochen ankommt.

Wir haben dort in den letzten Jahre tausende Gläser und Flaschen für die verschiedensten Verwendungen bestellt: für unseren selbst gemachten Essig, für Räucherwerk, selbst gesammelte Kräuter aus dem Garten, selbst getrocknete Früchte, usw. Unser Favorit jedoch sind die Drahtbügelgläser, da diese besonders praktisch in der Handhabung sind. Sie sind im Gegensatz zu manch anderen Gläsern absolut dicht und Ungeziefersicher und können auch in der Spülmaschine gereinigt werden; allerdings sollten vorher – auch wenn es ein wenig Zeit braucht – immer das Drahtgestell und der Gummiring entfernt werden, damit sich diese nicht verfärben und unansehnlich werden!

Nachfolgend stellen wir Ihnen die wichtigsten Größen der Drahtbügelgläser vor und für welche Verwendungszwecke diese gemäß unserer Erfahrung am besten geeignet sind. Denn als Neuling steht man häufig ratlos vor einer Fülle von Glasgrößen und Volumenangaben und weiß oft gar nicht, welche denn nun die geeignetsten für die persönlichen Bedürfnisse sind. Hier möchten wir als erfahrene Gläser-Profis gerne unser Wissen weitergeben.


125 ml: Der Mini: kommt bei uns nur selten zum Einsatz, ist aber doch elementar wichtig für kleinere Mengen Gewürze, selbst gesammeltes Saatgut, Superfoods, Tabletten oder Reste von Nahrungsmitteln, die man ansonsten entsorgen würde. Nicht zum Einkochen geeignet, da zu klein.

400 ml: Klein, aber nicht zu klein. Genau richtig für selbstgemachte Marmelade, zum Einkochen, für Honig und für kleinere Mengen wie Kräuter und Rohstoffe für die Küche oder Salbenherstellung. Ideal zum Stapeln und Lagern im Vorratsraum oder Keller.


550ml: Eckig mit viel Platz: Auch wenn dieses Glas aufgrund seiner Form auf den ersten Blick ein wenig schwierig zum Lagern und Saubermachen erscheint, ist es unser absoluter Favorit für selbstgemachte Brotaufstriche, zum Einkochen von Hülsenfrüchten sowie zum Aufbewahren von getrockneten Früchten. Es hat mehr Platz als man denkt und ist als Mittelgröße ideal. Vorsicht allerdings bei der Lagerung im Schrank: für sich alleine blockiert es schnell ein Schranksystem, in größerer Menge allerdings ist es doppelt gestapelt ideal.

800ml: Der Allrounder – Einkochen, Vorräte lagern, Lebensmittel wie Mehl, Zucker, Salz, Körner etc. für die Küche abfüllen! Mit seiner mittelgroßen Größe ist dieses Glas unser Favorit. Wir haben über 500 Gläser dieser Art im Haushalt und verwenden sie für alles, was luftdicht verschlossen und schnell abgefüllt werden muss.


1150 ml: Ideal für größere Mengen von Mehl, Zucker und Co. im Küchenschrank. Manchmal allerdings ein wenig zu groß für im Supermarkt gekaufte Standard-Packungen, weswegen wir das 800ml-Gefäß mehr verwenden.

1500ml: Für größere Mengen Getreide, Kaffee, Mehl, Zucker, etc., aber Vorsicht – passt aufgrund seiner Höhe nicht in jeden Schrank und findet bei uns überwiegend auf dem Dachboden für größere Vorratsmengen Verwendung. Für das Einkochen zu groß, so dass die Speisen schnell verderben.


2590ml: Ideal für kleine Kräuteressig-Ansätze, Chi, Kombucha oder größere Vorräte. Für die Küche zu groß, ideal für Vorratshaltung von nicht klebenden Speisen wie Zucker, Getreide, Mehl, Tee (ansonsten gestaltet sich die Reinigung schwierig, da das Gefäß sehr tief und groß ist).

4250 ml: Unser Jumbo für alles, was mit Fermentation, Kräuteransätzen, Liköre, Tinkturen, Essig oder größere Mengen Kombucha und Chi zu tun hat. Knappe 5Kg Zucker oder 5kg Getreide finden darin locker Platz. Hat man keine Zeit alles in einzelne kleinere Gläser abzufüllen, ist man mit diesem Glas gut bedient, da es durch seine breite Öffnung leicht zu befüllen ist. Wir haben ca. 100 Gläser dieser Art im Haus und benutzen sie auch für Waschmittel, Putz-Rohstoffe und Badesalz-Lagerung.

Unser Tipp: Wenn Sie den Deckel und/oder Gummiring entfernen, können Sie jedes Glas auch zum Ansatz von Sauerteig, Essig oder Chi verwenden, die Luft für den Fermentationsprozess benötigen.

Alle vorgenannten Gläser können Sie bestellen bei:

Gläser und Flaschen GmbH
Altonaer Str. 84-90
D-13581 Berlin
Tel.: 030 – 33 77 88 33
Fax: 030 – 34 34 95 98
Internet: www.glaeserundflaschen.de
E-Mail: info@glaeserundflaschen.de

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

Lehrbuch der klassisch-ägyptischen Sprache

Lehrbuch der klassisch-ägyptischen Sprache

Buch-Rezension von Alexandra Walterskichen:

„Lehrbuch der klassisch-ägyptischen Sprache“
von Hanna Jenni



Wer wie ich seit dem Alter von 12 Jahren ein Fan des alten Ägyptens und der altägyptischen Sprache ist, wird von diesem Buch begeistert sein! Bis dahin gab es für Hieroglyphen-Interessierte im Selbststudium nur die Bücher „Hieroglyphen: Schreiben und Lesen wie die Pharaonen“ von Gabriele Wenzel (2001), „Hieroglyphen ohne Geheimnis“ von Karl-Theodor Zauzich (1980) oder „Hieroglyphen: entziffern – lesen – verstehen“ von Marc Collier (2013) – allesamt interessante Bücher, aber eben nur für Einsteiger geeignet. Danach steht man als Hobby-Ägyptologie vor der Frage, wie man nun sein erlerntes Hieroglyphen-Wissen vertiefen kann, ohne einen Kurs bei der Universität besuchen zu müssen. Es gibt zwar einige englischsprachige Universitäts-Bücher zu diesem Thema, jedoch sind sie sehr komplex aufgebaut und erfordern eine gute Kenntnis der englischen Sprache.

Als Laie, der lernen möchte die alten Hieroglyphen zu entziffern, muss man sich bewusst sein: Die Hieroglyphenschrift ist schwierig zu erlernen und kann nicht so einfach durch einzelne Hieroglyphen mit Alltagsbeschreibungen zum Leben der alten Ägypter geschehen. Dabei wird die Thematik allenfalls gestreift und es bedarf schon einiger zusätzlicher Übung, um schlussendlich wirklich einige Hieroglyphen-Texte zumindest ansatzweise übersetzen zu können. Anders ist es dagegen bei dem hochwertigen Hardcover-Buch „Lehrbuch der klassischen-ägyptischen Sprache“ der Ägyptologin Dr. phil. Hanna Jenni aus Basel, das sich direkt an ein gebildetes, akademisches Publikum richtet, das bereits Vorkenntnisse über die alten Ägypter und ihre Sprache und Schrift hat. Endlich werden hier auch auf deutsch sprachwissenschaftliche Fakten in aufeinander folgenden Einheiten vermittelt, die man sonst nur bei einem Universitätsstudium findet.

So ist dieses Buch die ideale Perle für jeden Ägypten-Begeisterten, der wirklich die Hieroglyphen-Schrift lernen und nicht nur an der Oberfläche kratzen möchte. Das Selbststudium erfordert jedoch Disziplin und Beharrlichkeit. Man kann dieses Buch nicht auf einmal lesen, sondern muss es über Monate hinweg lernen und studieren. Ich bin sehr dankbar für die umfassende Darstellung der altägyptischen Grammatik, denn die Grammatik ist das Grundgerüst jeder Sprache und kam meines Erachtens in allen anderen bisher gelesenen Hieroglyphen-Büchern immer zu kurz. Zahlreiche Übungen helfen beim Verstehen und Vertiefen des Wissens und die übersichtlichen Tabellen machen das Lernen klar und strukturiert.

Fazit: Ein gut aufgebautes Buch, das einen fundierten Lehrkurs zum Erlernen der ägyptischen Sprache und Schrift bietet und den Studierenden auf ein hohes Sprach- und Wissens-Niveau führt.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

 

 

Schwabe Verlag
ersch. 2010
304 Seiten, 12 Abbildungen, gebunden
sFr. 48.- / € (D) 48.- / € (A) 49.50
ISBN 978-3-7965-2669-5

Essen was das Herz begehrt & The How not to die Cookbook

Essen was das Herz begehrt & The How not to die Cookbook

Zwei vegane-Kochbuch-Rezensionen von Alexandra Walterskichen:

„Essen was das Herz begehrt von Ann Crile & Jane Esselstyn“
The How not to die Cookbook von Michael Greger, MD mit Gene Stone

 

 

Dieses ansprechende Kochbuch ist von Ann und Jane Esselstyn, der Frau und der Tochter des bekannten Herzchirurgen Dr. Esselstyn, verfasst worden, der mit Hilfe seiner veganen Low-fat-Diät viele Herzerkrankungen bei seinen Patienten heilen konnte. Es ist als praktische Ergänzung zu seinem Buch „Essen gegen Herzinfarkt“ zu sehen und ist kein gewöhnliches Kochbuch, das nur den Magen und den Gaumengenuss anspricht, sondern vielmehr ein Kochbuch zur Vorbeugung von Herz-Erkrankungen und zur Genesung von solchen. Die Gerichte zielen darauf ab, dass sie der Gesundheit und besonders dem Herz des Körpers nutzen – und zugleich gut schmecken!

Das hochwertige, mit zahlreichen Fotos, gestaltete Buch beinhaltet viele leckere Rezepte, die auf tierische Produkte und Öl verzichten und nur sparsam hin und wieder Lein- oder Chiasamen verwenden. Sowohl Neu-Umsteiger auf eine vegane, fettarme Ernährung als auch bereits erfahrene Low-fat-Veganer werden hier einige neue Rezept-Ideen finden, die zum Nachkochen anregen. Es ist momentan das einzige Kochbuch auf dem deutschsprachigen Buchmarkt, das sich an High-carb-low-fat-Veganer richtet und komplett auf Öl verzichtet, weswegen ich es als High-carb-low-fat-Veganerin besonders ansprechend finde und ihm einen wichtigen Platz in meinem Küchenschrank eingeräumt habe.

Grundrezepte wie das fettfreie Kichererbsen-Hummus als Pasteten- bzw. Brotaufstrich-Ersatz, aber auch die geröstete Paprika und Zucchini als Beilage, die Brez’n oder das Lebkuchen-Biscotti sind zu unseren neuen Favoriten auf unserem Speiseplan geworden! Die Rezepte sind verständlich beschrieben, nicht zu kompliziert und leicht nachzukochen.

Erfreulich ist, dass bis auf fettarmen Seitan, generell auf Soja- und künstliche Fleischersatz-Produkte verzichtet wird, was bei Soja-Unverträglichkeit wichtig ist. Stattdessen werden viele Gemüse- und Hülsenfrüchte verwendet, die den Speiseplan abwechslungsreich gestalten.

Dieses Kochbuch ist ideal für alle Menschen, die eine pflanzliche/vegane Ernährung mit vielen Kohlenhydraten und wenig Fetten befolgen müssen – sei es aus gesundheitlichen Gründen oder aufgrund ihres Stoffwechsel-Typs, da sie Fette einfach schlecht vertragen. Ein sehr empfehlenswertes Buch!

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

 

Narayana Verlag
264 Seiten, gebunden
erschienen 2016
ISBN: 978-3-944125-73-2
29,00 Euro

 

 

 


Das Buch „The How not to die Cookbook“ (in englischer Sprache) ist das Kochbuch zum Bestseller „How not to die“ des bekannten Arztes und Ernährungswissenschaftlers Dr. Michael Greger, der nachgewiesen hat, dass die wahren Gründe von Zivilisationskrankheiten, wie Herzerkrankungen, Krebs, Diabetes oder Bluthochdruck primär in der falschen Ernährung des Menschen liegen. Er plädiert wie Dr. Esselstyn auf eine pflanzenbasierte Ernährung ohne Öle, setzt jedoch zusätzlich auch Nüsse und Saaten ein, allerdings begrenzt. So ist das Buch mit seinen Rezepten, wie das Buch von Dr. Esselstyn, ebenfalls weitgehend für eine vegane High-carb-low-fat-Ernährung geeignet.

Die Rezepte im Buch „The How not to die Cookbook“ stammen von der bekannten veganen Köchin Robin Robertson, die bereits über 20 vegane Kochbücher verfasst hat. Die über 100 Rezepte des Buches sind auf Dr. Greger’s Daily Dozen aufgebaut, d.h. den zwölf Lebensmittel, die wir am besten jeden Tag essen sollten, um gesund zu bleiben: Hülsenfrüchte (besonders Bohnen), Beeren, Obst, Kreuzblütergemüse, Blattgemüse, anderes Gemüse, Leinsamen, Nüsse/Samen, Gewürze, Vollkorn-Produkte, Getränke und Sport (letztere gehören für Greger mit zu den „Lebensmitteln“). Erfreulich ist, dass auch Rohkost-geeignete Gerichte vorgestellt werden, wie Zucchini-Spaghetti, Smoothies, Hafer-Walnuss-Cookies, Mandel-Schokoladen-Trüffel, welche nicht gebacken werden. Anders als Dr. Esselstyn hat Dr. Greger bzw. Robin Robertson einen „süßeren Zahn“, d.h. er bzw. sie führt in diesem Kochbuch mehr Süßspeisen auf, ohne jedoch künstlichen Zucker zu verwenden, wodurch die Gerichte ideal für Liebhaber von Süßem und Fruchtigem sind. Auch hat Dr. Greger eine Vorliebe für Gewürze, so dass diese bei vielen Gerichten zum Einsatz kommen.

Die vielen Fotos sind ansprechend und machen Appetit darauf, die Gerichte nachzukochen bzw. selber zuzubereiten. Die Rezept-Anleitungen sind gut erklärt und leicht umzusetzen. Wie das Kochbuch von Dr. Esselstyn spricht das Kochbuch von Dr. Greger Menschen an, die Wert auf eine gesunde Ernährung legen oder sich durch einen Ernährungsumstieg von Krankheiten heilen wollen, ohne dabei auf Genuss beim Essen verzichten zu wollen. Der 2-wöchige Menü-Plan macht einen Umstieg auf die neue pflanzliche Ernährung leicht. Sehr zu empfehlen.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

 

Pan Macmillan Publishing
28. Dezember 2017
272 Seiten
Sprache: Englisch
ISBN 9781509844333
£16.99

Hinweis: Das Buch erscheint am 25. Mai 2018 auch auf Deutsch im Narayana-Verlag und wird 29,00 Euro kosten.

Bio-Akazienhonig von Hoyer zum Süßen von Tee

Bio-Akazienhonig von Hoyer zum Süßen von Tee

Produktempfehlung von Helene Walterskirchen:

 

Bio-Akazienhonig von Hoyer zum Süßen von Tee

 

Seit mehreren Jahren verwende ich Bio-Akazienhonig zum Süßen meines Tees. Auch wenn ich manchmal zur Zuckerdose greife, um mir die Süße für meinen Tee zu holen, so favorisiere ich eindeutig Honig, jedoch nicht nur irgendeinen Honig, sondern bevorzugt Akazienhonig in Bioqualität. Dieser relativ geschmacksneutrale Honig gibt dem Tee ein ganz besonderes Aroma, einen Hauch von Karamell, allerdings so dezent, dass es kaum ins Gewicht fällt. Dabei gehe ich nicht sparsam mit dem Honig um, sondern nehme so viel, dass ich Tee + Süße genießen kann. Dies tut meinem High-Carb-Stoffwechsel gut.

Für Menschen mit einem High-Carb-Stoffwechsel ist Honig ideal, da er den Organismus schnell mit Kohlenhydraten versorgt, aber auch Low-Carb-Menschen sollten sich dosiert einen Löffel Honig gönnen, sei es als Belohnung oder als Heilmittel. Anders als normaler, weißer Zucker besteht Honig nämlich aus über 240 gesunden Vitaminen, Enzymen und Mineralstoffen, was ihn zu einem wahren Superfood macht! Nicht umsonst galt Honig im alten Ägypten als „Speise der Götter“ und als Quelle der Unsterblichkeit.

Außerdem schmeckt Honig nicht nur gut, sondern ist auch gesund: Seine antibiotische Wirkung wirkt gegen verschiedene Krankheiten wie Atemwegsinfektionen, Halsentzündung, Nebenhöhlenentzündung, Erkältungen, Durchfall, Helicobakter-Bakterien, Geschwüren, Reizdarm, Krebs, Infektionen, Hautabschürfungen, Verbrennungen, u.v.m. Und ganz wichtig: Honig schadet unseren Zähnen nicht, er verhindert sogar Karies! Das haben zahlreiche Studien ergeben.

Als Veganerin stört es mich nicht, dass der Honig von Bienen stammt, also im veganen Sinne „tierisch“ ist. Auch Dr. Rüdiger Dahlke, der bekannte Autor von „Peace Food“, betont, dass Honig in einer pflanzenbasierten Ernährung erlaubt ist, da er, anders als tierisches Protein wie Fleisch, Milch, Eier,. etc., gesund ist.

Zur heiß diskutierten Frage, ob Honig vegan ist, möchte ich folgendes sagen: Für uns als Veganer ist Honig, sofern er biologischer Herkunft ist, kein Widerspruch. Wir haben selbst Honigbienen in unseren Demeter-Bienenkisten im Schlossgarten und freuen uns an ihrem Gesumm und Gebrumm. Wir entnehmen nur Honig, wenn ein Überschuss vorherrscht und verzichten ansonsten auf die Honigentnahme. Seitdem wir Honigbienen haben, sind unsere Blumenbeete viel belebter und die Blumen blühen zahlreicher.

Das ist kein Einzelfall: Denn die Wildbienen und wilden Insekten haben mittlerweile so stark abgenommen, dass eine alleinige Bestäubung durch sie nicht mehr funktionieren würde. Wir brauchen also die Honigbienen, damit unser ohnehin schon geschwächtes Öko-System nicht komplett zusammenbricht und keine Nahrungsmittelknappheit entsteht! Denn keine Bienen heißt keine Bestäubung unserer Nutzpflanzen, heißt kein Obst, Gemüse, Nüsse, Gewürze, Öle! Das vergessen leider viele sogenannte „Veganer“, die oft aus den Städten kommen, den Zusammenhang von Imkerei und Ökologie nicht erkennen oder nur konventionellen, billigen Supermarkt-Honig kaufen, bei denen in der Tat eine Ausbeutung der Bienen stattfindet.

In der Bio-Imkerei werden die Bienen geachtet und als Lebewesen geschätzt. Kein Bio-Imker quält, verletzt oder tötet seine Bienen, um Honig zu rauben, reich zu werden oder gar aus Egoismus. Er lässt seinen Bienen zum Überwintern genügend eigenen Honig, verzichtet auf billiges Zuckerwasser als Ersatz, und erntet nur das, was im Frühjahr und Sommer über den Eigenbedarf der Bienen hinausgeht.

Zurück zum Bio-Akazienhonig von Hoyer, den ich schon früher verwendet habe und auch heute wieder verwende: er ist etwas ganz Besonderes. Wer den Honig nicht kennt, wird vielleicht anfangs glauben, es handele sich gar nicht um Honig, weil er so dünnflüssig und sehr süß ist. Dies ist jedoch nicht der Fall, sondern es verhält sich so, dass die meisten anderen sogenannten Bio-Akazienhonige, die kristallisiert sind, keine echten Bio-Akazienhonige sind, sondern mit anderen Sorten gemischte.

Anders als andere Akazienhonige auf dem Markt besteht der Hoyer-Honig zu 100% aus echtem Akazienhonig. Echter Akazienhonig enthält sehr viel Fruchtzucker, was man daran erkennt, dass er sehr süß ist und lange Zeit, oft über Jahre, flüssig bleibt. Kristallisiert ein so genannter Akazienhonig dagegen sehr schnell oder ist bereits beim Kauf hart, dann ist anzunehmen, dass er mit anderem Honig gestreckt wurde oder dass die Bienen auch Nektar von anderen Blüten gesammelt haben. Wirklich reiner Akazienhonig ist somit selten und eine Honig-Gourmet-Kostbarkeit! Beim Bio-Honig von Hoyer kann man sich darauf verlassen, beste Qualität und reinsten Akazien-Honig zu bekommen.

Das Familienunternehmen Hoyer, das seinen Hauptsitz in Polling in Oberbayern hat und deren Zweitstelle sich in Sachsen befindet, hat sich seit über 40 Jahren auf die Herstellung und den Verkauf von Bio-Imkereiprodukten wie Honig, Blütenpollen, Gelée Royal, Kapseln, Lutschpastillen, etc. spezialisiert. Die Firma Hoyer kennt den Imkerei-Sektor genau und weiß, worauf bei der Erzeugung bis zur Verarbeitung zu achten ist, dass sowohl Geschmack als auch Qualität stimmen. Natürliche, Rohstoffe aus biologischem Anbau und der komplette Verzicht auf künstliche Aroma-, Süß- und Farbstoffe sowie gentechnische veränderte oder bestrahlte Zutaten ist selbstverständlich. Neben heimischem Honig gibt es auch den besonders heilkräftigen Manuka-Honig aus Neuseeland.

Der Firma Hoyer und ihrem Inhaber Klaus Hoyer liegen Ökologie, Nachhaltigkeit und die Gesundheit des Menschen am Herzen – ebenso wie uns. Diese gemeinsame Philosophie verbindet uns.

Reinen, biologischen Akazienhonig sowie viele weitere ansprechende Honigsorten von Hoyer bekommen Sie hier:

 

HOYER GmbH
Steinbruchstrasse 18
D-82398 Polling
Tel: 0881/30 15
Fax: 0881/413 60

e-mail: info@hoyer-honig.de
www.hoyer-honig.de

 

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

 

Bio-Gourmet-Senf von Weber für die exquisite Küche

Bio-Gourmet-Senf von Weber für die exquisite Küche

Produktempfehlung von Helene Walterskirchen

 

Kartoffel-Gurken-Salat mit Avocado-Sauce, zubereitet mit Weber-Senf (Rezept siehe unten)

 

Als wir vor mehreren Jahren unsere Ernährung auf biologisch, vegan und weitgehend roh umgestellt hatten, wollten wir auch unseren „Tubensenf“ aus dem Bio-Markt nicht mehr verwenden und machten uns auf die Suche nach einem anderen Senfhersteller, der mehr unseren hohen Ansprüchen und unserer Philosophie entsprach. Bei unseren Online-Recherchen stießen wir auf die Bio-Senfmanufaktur Weber aus Vilshofen in Niederbayern und bestellten uns einige Probegläser verschiedener Senfsorten, die uns ein neues, bis dahin unbekanntes Senferlebnis ermöglichten.

Hinter der Senfmanufaktur Weber steht Thomas Weber, der als gelernter Diät-Koch auf eine über 20-jährige Berufserfahrung zurückblicken kann. Das Schicksal führte ihn über Umwege zum Senf, so dass er heute einer der wenigen echten Senfmüller in Bayern ist. Ursprünglich war sein selbst gemachter Senf nur ein Weihnachtsgeschenk für Freunde gewesen. Doch als der Senf so gut ankam und seine Freunde und Bekannten immer mehr von seinem leckeren Senf verlangten und sich schließlich sogar Bio-Läden bei ihm meldeten, entschloss er sich in die Senf-Herstellung einzusteigen.

In seiner kleinen Broschüre, die er uns mitschickte „Senf ist so viel mehr als nur gelb“, schreibt Thomas Weber: „Ich bin Senfmüller aus Leidenschaft – übrigens einer der wenigen in ganz Deutschland. In meiner Manufaktur in Niederbayern stelle ich persönlich und von Hand verschiedenste Senf-Kreationen her: kaltvermahlen und mit eigenen Rezepturen verfeinert. Mal süß wie der Himmel, mal scharf wie die Hölle. Aber immer zu 100 Prozent ehrlich, natürlich in zertifizierter Bio-Qualität.“

Dadurch, dass der Weber-Senf kaltvermahlen wird, bleiben seine gesundheitsfördernden Wirkstoffe und sein ätherisches Aroma enthalten. Gleichzeitig ist er auch für die Rohkost-Ernährung geeignet und damit unseren Recherchen nach der einzige Rohkost-Senf auf dem Markt. Der Weber-Senf ist frei von jeglichen tierischen Stoffen und vegan (bis auf den Honig-Senf, wobei wir als Veganer auch Honig essen).

Der Weber-Senf wird umweltfreundlich in Gläser abgefüllt wird, so dass nicht der übliche „Tuben-Müll“ entsteht, denn die formschönen Gläser mit Schraubverschluss kann man nach Gebrauch auswaschen und für andere Dinge verwenden. Die Gläserabfüllung hat gegenüber den Tuben auch noch den gesundheitlichen Vorteil, dass es keine Schwermetallbelastungen für den Körper gibt.

Ich verwende den Bio-Weber-Senf sehr gerne für meine Salatsaucen, die nicht nur vegan, sondern auch rohköstlich sind. Nachfolgend mein Rezept.

Sie benötigen folgende Zutaten (für 2 Personen):

1 große reife Bio-Avocado (oder 2 kleinere)

Bio-Tamari-Sauce

Bio-Essig (Sorte nach eigener Wahl)

Bio-Weber-Senf (Sorte nach eigener Wahl)

etwas Wasser

Zubereitung der Salatsauce:

Geben Sie alle Zutaten in ein Mixgerät. Achten Sie darauf, dass die Avocado weich ist. Sie darf jedoch nicht fischig schmecken oder braune Flecken haben. Sie sollte einen Geschmack wie Butter haben. Verwenden Sie von der Tamari-Sauce ein bis zwei kräftige Spritzer, vom Bio-Essig einen kräftigen Schuss und vom Weber-Senf einen Esslöffel, vom Wasser ca. eine halbe Tasse.

Mixen Sie dann alles kräftig im Mixgerät. Die Sauce sollte cremig-flüssig sein, wenn Sie z.B. einen gemischten Salat machen. Wenn Sie hingegen einen Kartoffelsalat machen, sollte die Sauce cremig und nicht flüssig sein, d.h. Sie verwenden weniger Wasser.

Durch den Bio-Weber-Senf können Sie Ihrer Salatsauce die verschiedensten Geschmacksrichtungen geben. Es gibt unterschiedliche Sorten wie milden Honig Senf, Apfel Senf oder Ingwer Senf, deftigen Senf wie Knoblauch Senf, Estragon/Rucola Senf, Bärlauch Senf oder scharfen Senf wie Leonhards Dijon Senf, Meerrettich Senf, Chili Senf.

Die Zutaten für den Bio-Senf von Weber wie z.B. Senfkörner und Kräuter, stammen aus Bayern und Österreich, wodurch die regionalen Bio-Bauern unterstützt werden, was wir sehr wichtig finden, denn Bio und Regional hängen zusammen. Es kann nicht sein, dass Bio-Senf aus weit entfernten Ländern wie Serbien oder Kanada mit hohen Transportkosten importiert wird, obwohl Senf genauso gut auch in Mitteleuropa wächst und dort von Bio-Bauern angebaut wird. Beim Blick für nachhaltige Bio-Produkte sollte deshalb immer ihre Herkunft berücksichtigt werden und ob es evtl. regionale Bio-Alternativen gibt.

Senf schmeckt nicht nur gut, sondern hat auch zahlreiche gesundheitliche Heilwirkungen. Das wussten bereits unsere Vorfahren, weswegen Senf in der Volksheilkunde als wichtiges Heilmittel angesehen wurde, was wissenschaftliche Studien bestätigen. Senf schützt u.a. vor Krebs, reduziert Darmpolypen, regt die Verdauung an, wirkt gegen Sodbrennen, bekämpft krankmachende Bakterien, hilft bei Bronchitis, Grippe und Erkältungen, regt den Kreislauf an und wirkt gegen kalte Füße. Ein Grund mehr Senf zu essen!

Den feinen Bio-Gourmet-Senf von Weber bekommen Sie im Online-Shop der Weber Bio-Senfmanufaktur:

 

Weber Bio-Senfmanufaktur

Thomas Weber
Josef Gapp Straße 10
A-6410 Telfs

Telefon: +43 / 660 / 54 54 085 oder
0151 / 110 151 69

E-Mail: info@weber-senf.de

 

 

 

 

 

 

 

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

 

Israelische Datteln der Farm Mehadrin – traumhafte und gesunde Energie-Booster

Israelische Datteln der Farm Mehadrin – traumhafte und gesunde Energie-Booster

Produktrezension und –Empfehlung von Helene und Alexandra Walterskirchen

 

Spezialistin für eine gesunde Ernährung: Alexandra Walterskirchen mit einer Box Medjoul-Datteln

 

Vor mehreren Jahren lasen wir das Buch der russischen Ärztin Dr. Galina Schatalova „Wir fressen uns zu Tode“ (ersch. Erstmals 2002). Darin beschreibt Dr. Schatalova ein Experiment, das sie mit Probanden durchgeführt hat: eine Wüstendurchquerung. Die einen Probanden war Leistungssportler, die anderen normale Menschen; die einen waren mit kalorienreichen Essen und Getränken ausgerüstet, die sie fit und leistungsfähig halten sollten, die anderen hatten nur einen kleinen Sack Datteln und etwas Wasser. Fazit dieses Tests: Die viel zu essen und zu trinken hatten, waren viel weniger leistungsfähig als die, die nur kleine Mengen von Datteln und Wasser zu sich nahmen.

Dieser Text zeigt die herausragende Bedeutung von Datteln – sowohl als sättigendes und stärkendes Nahrungsmittel, aber auch als Energie-Booster.

Wir, die Autorinnen, machen uns diese Wirksamkeit der Datteln seit mehreren Jahren täglich zunutze: Helene isst einige Datteln zu ihrem ersten Frühstück und auch gerne zu ihrem Nachmittagstee; Alexandra isst sie bevorzugt als Dessert nach ihrem Abendessen und wir beide reichern unser mittägliches Bananenmus regelmäßig mit einer Hand voll Datteln an, die wir im Mus mitmixen, so dass es noch gehaltvoller und süßer ist.

Als Dattelliebhaberinnen sind wir immer auf der Suche nach hochwertigen, naturbelassenen, biologischen und möglichst rohköstlichen Datteln, also solchen, die nicht erhitzt und behandelt worden sind, was sich negativ auf die Lebensenergie der Datteln auswirkt. Zudem lieben wir eine Dattel-Variation mit verschiedenen Dattelsorten und Geschmacksrichtungen, so dass wir uns auch immer wieder von verschiedenen Dattelversandhändlern Proben zukommen lassen, um so unter Dattel-Sortiment zu erweitern oder zu verändern.

Vor kurzem sind wir auf eine „Dattel-Perle“ aus Israel gestoßen, die von einer in Familienbesitz befindlichen Plantage stammen, die organisch arbeitet und zertifiziert ist. In ihrer Homepage schreiben sie:

„Seit mehr als 20 Jahren nähren wir unsere Dattelpalmen mit einem reichhaltigen organischen Kompost ohne den Einsatz von chemischen Düngemitteln oder Pestiziden. Wir glauben, dass ein gesunder Boden die grundlegenden Bedürfnisse gesunder und nahrhafter Lebensmittel erfüllt, die besser schmecken. Unsere Datteln sind reich an Mineralien und Antioxidantien und stellen eine ausgezeichnete Quelle für Ballaststoffe und Ernährung dar. Wir sind sicher, dass Sie die reine Natur in jeder Dattel schmecken werden. Biodiversität erhält das Gleichgewicht in der Natur und auf Plantagen aufrecht. Schleiereulen sorgen für eine umweltfreundliche Schädlingsbekämpfung, und jede Palme erhält persönliche Fürsorge und wird individuell betreut, um die bestmögliche Qualität zu gewährleisten.“

Diese Idee der Schädlingsbekämpfung durch Eulen, die Nagetiere, Vögel und Schlangen im Zaum halten, spricht uns persönlich sehr an, da sie etwas Außergewöhnliches ist.

Die „Eulenbetreuerin“ der israelischen Farm Mehadrin mit einer ihrer Eulen

 

Weiter heißt es in der Homepage: „Unsere Auswahl an organischen Medjoul Datteln ist ein neues Unternehmen, das auf die Liebhaber von Datteln ausgerichtet ist. Die Datteln haben ein saftiges, weiches Fruchtfleisch und eine einzigartige Textur, sind nicht zu klebrig oder zu zäh, mit einem besonderen Aroma, das diese Frucht zu mehr macht als nur zu einer Medjoul Dattel! Jede Dattel wird sorgfältig von Hand gepflückt, wenn sie einen perfekten Reifegrad erreicht hat. Schnell bringen wir sie in die gekühlte Lagerung, um die Frische und das Aroma zu erhalten. Das stellt sicher, dass Sie in jeder Dattel die reine Natur herausschmecken. Wir garantieren, dass alle unsere zertifiziert organischen Premium Medjoul zu 100% natürlich sind und nicht mit Hitze behandelt werden, so dass sie so frisch schmecken, wie sie sind, wenn sie direkt vom Baum gepflückt werden.“

Wir haben im Laufe der Zeit schon viele Dattelsendungen erhalten und waren oft entsetzt über den Zustand der Datteln, wie sie bei uns ankamen: lieblos in eine Plastiktüte abgefüllt, zusammengepresst, verklebt, teilweise gar nicht mehr als Einzelfrucht identifizierbar und nicht selten mit Staub, Erde, und anderem Ungeziefer verschmutzt. Ein Zeichen völliger Lieblosigkeit und Achtlosigkeit.

Die Datteln aus Israel hingegen überraschten uns mit ihrem gepflegten und hochwertigen Versand: jede Frucht war noch Frucht und sah sauber und wie frisch vom Baum gepflückt aus. Man spürte gleich, dass hier jemand mit Achtung und Sorgfalt in Hinblick auf eine göttliche Frucht an den Versand gegangen war. Jedoch garantiert nicht nur der Versand die Qualität, sondern in erster Linie die Herstellung: vom Anbau, über die Ernte bis hin zum Export. Es ist eben ein Unterschied, ob etwas in Großproduktion oder in kleinem Familienbetrieb angebaut wird, denn bei letzterem arbeiten die Menschen in der Regel mit Hingabe und einem Wertebewusstsein gegenüber Mutter Erde, den Früchten, die sie hervorbringt und den Verbrauchern, die sie ernähren und denen sie schmecken sollen. Uns als erfahrene Dattel-Spezialisten haben die Datteln aus Israel vollkommen überzeugt und sie sind heute Teil unseres Dattel-Sortiments.

Die israelischen Datteln schmecken sehr sauber, unverfälscht, weich, aber nicht matschig oder vergoren, zudem sind sie sehr gehaltvoll und sättigend. Der Geschmack von israelischen Datteln unterscheidet sich vom dem arabischer Datteln, z.B. aus Iran oder Saudi-Arabien, was unserer Ansicht nach auf einen anderen Erdboden zurückzuführen ist. Die israelischen Datteln sind für Rohköstler sehr gut geeignet und können auch gut vertragen werden.

Die israelischen Datteln bekommt man über den deutschen Importeuer Raimund Dietrich, der seit 1982 ein Israelfan ist und mit dem Verkauf israelischer Produkte die dort ansässigen kleinen Erzeuger unterstützt. Es werden drei unterschiedliche Sorten angeboten: Bio-Medjoul, vollmundig im Geschmack und lange haltbar; Bio-Deglet Nour, exquisites Aroma, auch „Dattel des Lichts“ genannt; Hayani mit dunkelbrauner Schale, sehr süß und – wer auf Kalorien achten muss – etwas kalorienarmer als die anderen Datteln.

 

 

 

Raimund Dieterich
Weilerstrasse 18
73252 Lenningen (Hochwang)

Tel.: 07026-7079
Fax: 07026-81160

www.israel-spezialitaeten.de
info@israel-spezialitaeten.de

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

Immer zu Diensten: der Koch-Butler KRC-140 von KeMar

Immer zu Diensten: der Koch-Butler KRC-140 von KeMar

Produktempfehlung von Alexandra Walterskirchen

 

Der Multikocher KRC-140 von KeMar im Einsatz

 

Essen bedeutet nicht, den Magen mit minderwertigen Füllstoffen zu füllen, damit man ein Gefühl von Sättigung empfindet, sondern ihn mit hochwertigen, frischen bzw. frisch gekochten Lebensmitteln zu versorgen – am besten selbst zubereitet -, damit wir dadurch gesund sind und neue Energie bekommen. Leider können so manche Menschen, insbesondere Jüngere, heute nicht kochen und essen deshalb sehr viel Kantinenessen, Fast Food oder Junk Food. Und diejenigen, die kochen könnten, sind oft zeitlich so ausgelastet und unter Druck, dass sie keine Zeit zum Kochen haben. Dann gibt es die Fertigpizza aus dem Tiefkühlfach, die in der Mikrowelle schnell gebacken wird, oder eine Dose mit Eintopf aus dem Supermarkt, die nur kurz aufgekocht werden muss. Dass diese Art von Essen der Gesundheit auf die Dauer gesehen nicht gut tut, merkt man früher oder später – sei es an der Verdauung, an Magenbeschwerden oder an der fehlenden Energie.

Es geht eben nichts über ein frisch gekochtes Gericht – sei es Reis oder Kartoffeln mit Gemüse, ein nahrhafter süßer Brei oder ein herzhafter Eintopf! Da wünscht man sich manchmal einen eigenen Koch, der täglich für einen kocht.

Diesem Grundbedürfnis der Menschen hat sich die Firma KeMar GmbH aus München gewidmet und ein Produkt entwickelt, das den Namen „KRC-140 Multifunktionaler Reiskocher trägt, kurz KRC-140 genannt. Dieses Gerät ist zwar kein Koch im üblichen Sinne, jedoch ist es ein „Koch-Butler“, denn es unterstützt die „Hausfrau“ bzw. den „Hausmann“ beim Kochen.

Die Verwendungsarten des „Koch-Butlers“ sind sehr vielseitig: Je nach Bedarf kann er ein ganzes Hauptgericht kochen (z.B. parallel Reis kochen und Gemüse im Dampfeinsatz dämpfen) oder nur eine Beilage für das Essen vorbereiten. Das Gerät kocht alle Getreidearten, braunen und weißen Reis, Hülsenfrüchte, usw. spielend in der gewünschten Konsistenz, ohne dass etwas haften bleibt oder anbrennt. In dem Edelstahl-Dämpfeinsatz kann man vitaminschonend und energieschonend Gemüse dämpfen oder das (Soja)Schnitzel frisch dazu braten. Soßen und Suppen gelingen ebenfalls leicht und wer keinen Backofen hat, kann damit sogar einen Kuchen backen.

Das Highlight des „Koch-Butlers“ ist seine Zeitschaltuhr und die damit verbundene Warmhaltefunktion. Wer berufstätig ist, kann so am Morgen, ehe er/sie das Haus verlässt, oder auch in Ruhe am Nachmittag für den Abend sein Essen vorbereiten und sich dann anderen Dingen widmen. Man stellt den Timer auf die Zeit ein, wann man nach Hause kommt und essen möchte. Falls es mal etwas später wird, hält der KRC-140 die Speisen zuverlässig warm und es kühlt nichts aus oder verklebt. Der KRC-140 ist auch ideal, wenn man wie wir viel am Computer arbeitet und schnell mal die Zeit vergisst, so dass man sich nicht um kochende Töpfe auf dem Herd kümmern kann. Mit dem KRC 140 kocht nichts über und brennt auch nichts an. Dadurch kann man sich nicht nur besser auf seine Arbeit konzentrieren, sondern auch das gemeinsame Essen wird wieder zu einem stressfreien und entspannten Familienerlebnis.

Was wir sehr wichtig finden: Der Multifunktionskocher besteht aus einem Titan-Keramik-antihaftbeschichteten Innentopf, der kein Nickel, kein Bisphenol A (BPA), PFOA (Perfluoroctansäure), Blei oder Kadmium enthält. Dadurch ist der Topf auch für Allergiker und gesundheitsbewusste Menschen geeignet.

Übrigens kann der „Koch-Butler“ auch vielen Senioren, die mit „Essen auf Rädern“ versorgt werden, das in der Regel aus Großküchen stammt und mit minderwertigen Lebensmitteln gekocht wird, eine große Hilfe sein, denn mit ihm können die meisten wieder selbst kochen und sich so ein gesundes und vitaminreiches Essen ermöglichen. Mit dem KRC-140 ist Kochen ein Kinderspiel, denn die Bedienung ist einfach und für jeden verständlich.

Auch größeren Familien, bei denen die einzelnen Familienmitglieder unterschiedliche Ernährungsrichtlinien befolgen oder aus gesundheitlichen Gründen müssen, z.B. low-fat, high-fat, vegetarisch, vegan, Diäten, etc., hilft der „Koch-Butler“ der Hausfrau oder dem Hausmann beim schnellen Zubereiten der Diät-Speisen, ohne unter Druck zu geraten oder keine freie Herdplatte mehr zur Verfügung zu haben. Da der Multikocher überall an eine Steckdose angeschlossen werden kann, ist sein Einsatz flexibel und er kann sogar mit auf Reisen genommen werden, so dass man sich überall sein frisches, gesundes Essen nach eigenen Wünschen zubereiten kann.

Durch seinen verhältnismäßig günstigen Preis und seine leichte Bedienung ist der KRC-140 auch für alle Menschen geeignet, die noch keine eigene Küche und auch keinen eigenen Herd haben, denn mit ihrem „Koch-Butler“ können sie sich dennoch täglich etwas Frisches kochen. Durch die raschen Erfolgserlebnisse mit dem Multikocher macht das Kochen Spaß und werden selbst „Kochmuffel“ dafür begeistert, mehr gesunde und frisch gekochte Speisen zu verzehren.

Wir schätzen die Philosophie der Firma KeMar GmbH, die sich seit vielen Jahren nicht nur dafür einsetzt, jedem Menschen mit ihren qualitativen Haushaltsgeräten eine gesunde Ernährung zugänglich zu machen, sondern die sich auch für Umwelt, Klimaschutz, Ressourcenschonung engagiert, denn sie entspricht unserer eigenen Lebensphilosophie.

 

Ihren neuen Koch-Butler bekommen Sie hier:

 

 

 

KeMar GmbH
Rohlfsstr.5
81929 München

Telefon: 089-28857266
Telefax: 089-28857265

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

Veggie-Ernährung: 3 Low-Carb-Rezeptbücher im Test

Veggie-Ernährung: 3 Low-Carb-Rezeptbücher im Test

Bücher-Rezensionen von Tanja Berg (Low-Carb-/High-Fat-Stoffwechseltyp),

redaktionell überarbeitet von Alexandra Walterskirchen:

„Mein Keto-Kochbuch“

450 ketogene Rezepte zum gesunden Genießen und Abnehmen
Kochen nach dem Keto-Prinzip

von Bruce Fife

 

Dieses Buch ist eine wahre Perle! Der bekannte Keto-Experte Bruce Fife geht darin fundiert auf die Grundlagen und gesundheitlichen Vorzüge einer fettarmen, ketogenen Ernährung ein. Ich muss zugeben, dass ich als Veganerin zu Beginn ein wenig skeptisch war, da sich das Buch auf den ersten Blick überwiegend an Menschen richtet, die keine Vegetarier sind und gerne und oft Fleisch verzehren.

Doch nach genauerem Lesen zeigte sich: Dieses Buch liefert von allen auf dem Markt erhältlichen vegetarischen low-carb-high-fat-Kochbüchern die meisten leckeren und gut nachvollziehbaren Grundrezepte, die sehr einfach in eine vegane Variante umgewandelt werden können. Die Rezepte bestehen aus viel Gemüse, Fleisch und wenigen anderen Zutaten. Das Fleisch kann leicht mit Tofu oder anderen Fleisch-Ersatzprodukten ausgetauscht werden.

Der Autor liebt offenbar eine feine und einfache Kost mit vielen frischen Zutaten, was jeden Gemüsefan begeistern wird! So findet man in diesem Buch wunderbare Grundrezepte, die eine ketogene, low carb/high-fat Ernährung erst richtig lecker machen. Ansonsten verliert man vielleicht nach einiger Zeit die Freude an einer low-carb-Ernährung, wenn man kein Fleisch verzehren möchte.

Besonders schmeckt mir die ketogene Grundsauce, die einer Bechamelsauce gleicht und sehr gut vegan nachgekocht werden kann. Ebenso lecker sind die ketogenen Dressings, ob mit Meerrettich,  Senf oder Champignons, oder die Hauptgerichte wie gefüllte Paprika mit Veggiehackfleisch und Zwiebeln mit Tomatensoße. Daneben gibt es ganz neue Ideen wie Spinat mit Kokosmilch oder „Kartoffelsalat“ aus Blumenkohl. Bei den über 450 Rezepten ist für jeden Geschmack etwas dabei und alles ist mit ein wenig Phantasie auch vegan umsetzbar.

Dieses Buch ist für Keto-Vegetarier und Veganer ideal, wenn man unvoreingenommen an die Rezepte herangeht und sich von den tierischen Begriffen nicht abschrecken lässt. Zudem ist das Buch ein wichtiger Ratgeber für jeden Menschen, der auf die low-carb-high-fat-Ernährung umsteigen möchte. Sehr empfehlenswert.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

 

 

VAK-Verlag
416 Seiten, Paperback
erschienen 2017
ISBN 978-3-86731-194-6
22,80 Euro

 

 

„Low Carb High Fat Vegetarisch“

von Prof. Dr. Jürgen Vormann/Malika Stenger

 

Der erste low-carb-high-fat-Ratgeber speziell für low-carb-Vegetarier und Menschen, die aufgrund ihres Stoffwechsel-Typs auf eine kohlenhydratarme Ernährung mit hohem Fettanteil achten müssen!

Das Buch „Low Carb High Fat Vegetarisch“ von Prof. Dr. Jürgen Vormann/Malika Stenger ist sehr gut geschrieben und beinhaltet wichtige ausführliche Erläuterungen zum gesundheitlichen Nutzen und zur Entstehung der low-carb-Ernährungsweise und der dahinter stehenden Philosophie. Die positiven Auswirkungen einer fettreichen und kohlenhydratarmen Ernährung auf den Körper und die Stoffwechselvorgänge von Kohlenhydraten, Proteinen und Fetten werden gut erklärt. Dadurch wird auch Einsteigern die Sinnhaftigkeit von low-carb/high-fat näher gebracht und man lernt einiges über die Auswahl der geeigneten Nahrungsmittel.

Die über 80 Rezepte sind unkompliziert, schnell und gut nachzukochen. Auch für Veganer sind sie leicht umzurüsten, indem man statt Ei, Milch, Butter und Käse vegane Ersatzprodukte verwendet. Besonders lecker sind die Frühstücksbrötchen, die Low Carb Pan Cakes, der vegetarische Jägertopf und die Gemüse-Tofu-Pfanne sowie die Frühstücks-Rezepte „Chia mit Himbeeren“ und „Flohsamen mit Erdbeeren (getrocknet)“.

Alles in allem ein empfehlenswertes Buch, das den Umstieg auf eine low-carb-high-fat-Ernährungsweise – ob vegetarisch oder vegan – leicht macht

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

 

GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH
Klappenbroschur, 128 Seiten
erschienen Februar 2018
ISBN: 9783833864377
14,99 Euro

 

 

„Noch mehr Essen ohne Kohlenhydrate“

60 neue köstliche Low-Carb-Rezepte – Auch vegan und vegetarisch

von Alexander Grimme

 

Das Buch von Alexander Grimme ist für „Fleischköstler“ und Vegetarier ein gutes Einstiegsbuch in die low-carb-Ernährung, da der Autor gelassen und unkompliziert an die Thematik herangeht. Er beharrt nicht wie so manch andere Autoren verbissen auf einer kompletten Kohlenhydrate-Verbannung, sondern erlaubt diese in reduzierten Mengen. So propagiert er in seinen Büchern mehr ein „low carb“ als ein „no carb“, was ich sehr entspannend und auch für die Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden als wohltuend erachte, weil man nicht in das Feindschaftsdenken gegenüber jeglichen Kohlenhydraten gerät.

Das Buch ist ideal für eine Ernährung mit wenig Kohlenhydraten. Wenn man allerdings aus persönlichen Gründen low carb isst oder an einer Stoffwechselkrankheit bzw. Krebs leidet, dann sollte man die Kohlenhydrate noch strikter meiden. Alexander Grimme erklärt in seinem Buch, dass die Entscheidung zu einer low-carb-Ernährung immer auch vom Menschen-Typ und seiner Denkweise abhängig ist. Niemand sollte dazu gezwungen werden, sondern sich immer frei dazu entscheiden können.

Fazit: Ein nettes und nicht dogmatisches Buch. Mir persönlich liegen allerdings die Rezepte darin nicht so sehr, da zu viel Fleisch, Milchprodukte und Eier verwendet werden und es kaum Alternativen für Veganer gibt bzw. die Rezepte schwerer vegan „umzurüsten“ sind.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Goldmann Verlag
Paperback, Klappenbroschur
ersch. März 2017
ISBN: 9783442176687
12,99 Euro

Solino Kaffee: Äthiopischer Fairtrade Kaffeegenuss

Solino Kaffee: Äthiopischer Fairtrade Kaffeegenuss

von Helene und Alexandra Walterskirchen

Kaffeepause in Schloss Rudolfshausen

 

Es gab einmal eine Zeit, das stand der Genuss eines Produkts über allem. Ob zum Anbau Pestizide verwendet oder Menschen ausgebeutet wurden, interessierte nicht. Heute gibt es, Gott sei Dank, immer mehr Menschen, die bei der Wahl eines Produktes nicht nur genussorientiert eingestellt sind, sondern sich auch daran orientieren, ob es biologisch/ökologisch angebaut wurde und ob die Menschen, die es anbauten, fair behandelt und entlohnt wurden. Es entscheidet beim Kauf also nicht mehr ausschließlich der Markenfaktor, sondern der soziale Faktor. Man will nicht nur egoistisch Kaffeegenuss haben, sondern man möchte dabei auch Gutes tun.

Auch Helene Walterskirchen hat früher ausschließlich exklusiven Marken-Kaffee getrunken – so als gäbe es beim Kaffee den Mercedes und den Polo -, sich dann jedoch, zusammen mit ihrer Tochter Alexandra, immer mehr damit befasst, hinter die Kulissen der Kaffeeherstellung zu schauen, wobei sie allerlei ökologische und soziale Missstände entdeckten. Als Folge davon, machten sie sich auf die Suche nach einem neuen Kaffee, der beides, Mercedes und Ökologisch-Soziales, in sich vereint. Dabei stießen sie eines Tages zufällig auf das äthiopische Fairtrade Kaffee-Projekt Solino, das es seit 2008 gibt.

Solino ist der erste Kaffee, der zu 100% in Äthiopien hergestellt wird! Dort im Hochland über 2000 Meter gedeiht der hochwertige Arabica Kaffee, den das Solino-Team erntet, röstet und verpackt. Dadurch nimmt das Land an der gesamten Wertschöpfung seines Kaffees teil. Jede Packung Solino hilft, qualifizierte und besser bezahlte Jobs in Äthiopien zu schaffen.

Der Solino-Kaffee wird im übrigen unter biologischen Bedingungen angebaut, auch wenn er nicht Bio-zertifiziert ist, denn äthiopische Kaffeebauern setzen praktisch nie künstlichen Dünger ein, weil sie sich diesen gar nicht leisten können. Da ein Bio-Zertifikat zudem mit hohen Gebühren verbunden ist, verzichtet Solino bewusst darauf, um möglichst viel Geld bei den äthiopischen Bauern zu belassen.

Die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Umsetzung des Konzepts „Handeln statt helfen“ bietet die außergewöhnliche Qualität des Kaffees aus Äthiopien: Der frisch geerntete grüne Kaffee wird ausschließlich sonnengetrocknet und dann von Hand bei niedriger Temperatur geröstet. Durch die schonende Röstung entwickelt sich das Aroma optimal und der Kaffee ist besonders bekömmlich. Der Geschmack ist mild bis fruchtig-würzig mit einem Hauch von Zartbitterschokolade. Dank der Sonnentrocknung enthält der Solino Kaffee sogar etwas weniger Säure als herkömmlicher Kaffee.

Der Ursprung des Kaffees liegt in Äthiopien in dem kleinen Ort Kaffa, südlich von Addis Abeba, der äthiopischen Hauptstadt. Heute zählt der äthiopische Hochland Arabica Kaffee weltweit zu den Besten. Die perfekte Kombination aus kühlem Hochlandklima, hervorragenden Böden und einer langen Kaffeekultur ergibt eine außergewöhnliche Kaffeequalität. Da der äthiopische Kaffee auch zu den teuersten Kaffeesorten gehört, wird er oft anderen Kaffeesorten in kleinen Mengen beigemischt, um einen besseren Geschmack zu erzielen.

Die berühmtesten Anbaugebiete In Äthiopien heißen Yirgacheffe, Sidamo und Harara. Solino Kaffee stammt aus diesen drei Anbaugebieten.

Solino Coffee ist Teil der Lenox Handels- und Speditionsgesellschaft GmbH aus Hamburg, die Großhändler für Tiefkühlprodukte ist. Solino Coffee ist ihr soziales Projekt, mit dem sie Direkthilfe in Äthiopien leisten. Auf der Website (siehe unten) schreibt die Firma Lenox über ihr soziales Kaffeeprojekt:

„Fairtrade-Programme sollen dafür sorgen, dass die Kaffeebauern etwas mehr Geld für ihren Kaffee bekommen. Mit Solino konzentrieren wir uns bis heute auf die Weiterverarbeitung: das Rösten und das Verpacken in Äthiopien. Jedes Kilo gerösteter Kaffee bringt 60% mehr Geld für das Land im Vergleich zum Export von grünem Rohkaffee. Außerdem entstehen in der Weiterverarbeitung qualifizierte Jobs, zum Beispiel als Röstmeister, Verpackungsentwickler oder als Drucker. Diese qualifizierten Jobs in der Weiterverarbeitung werden im Durchschnitt 3 bis10 mal besser bezahlt (ca. 60 – 200 Euro/Monat) als die Arbeit von einem Kaffeebauern (ca. 20 Euro/Monat). Das Greenpeace-Magazin hat unseren Solino Kaffee auch als “Kaffee Fair Plus” beschrieben. Den Solino Kaffee kann man über das Internet, bei Edeka oder Karstadt kaufen.“

Solino Kaffee ist übrigens neben seiner Funktion als wunderbares Genussmittel auch ein Gesundheitshelfer – so zumindest verwenden wir ihn auch gerne: Bei verschiedenen Krankheiten bzw. Beschwerden empfehlen Ärzte oder Heilpraktiker Kaffee-Einläufe, um krankmachende Schlacken aus der Leber zu entfernen und die Beschwerden zu lindern. „Kaffee-Einläufe“ – so das Zentrum der Gesundheit – „sollen sogar schon Schwerkranke wieder ins Leben zurückgeholt haben.“ Wenn Sie mehr darüber wissen wollen, lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Heilpraktiker beraten.

 

 

 

 

 

LENOX GmbH & Co KG
Theodorstr. 42 – 90, Haus 4
D-22761 Hamburg

Tel. +49 (0) 40 8541 4084
Fax +49 (0) 40 3038 0751
E-Mail: hallo@solino-coffee.com

Kontakt für Bestellungen: Katharina Schade
Tel. +49 (0)40 8541 4050
Fax +49 (0) 40 30 38 07 51

www.solino-coffee.com

AMELIE RENNT

AMELIE RENNT

DVD-Rezension von Helene Walterskirchen

 

Hauptfigur in diesem Film ist das 13-jährige Großstadtmädchen Amelie, die seit ihrer frühesten Kindheit an der lebensbedrohlichen Krankheit Asthma leidet und diese Krankheit hasst. Nach einem schweren Anfall kommt sie in die Asthma-Reha nach Südtirol, wo sie ziemlich schnell ausbüchst und sich auf den Aufstieg auf einen Berg macht. Sterben oder Leben, das steht ihr gleich nahe, jedoch wünscht sie sich insgeheim, dieses Leben möge zu einem Ende kommen. Sie will jedoch die Lebenskräfte, die noch in ihr sind, kennen lernen und erleben, und ein Aufstieg auf einen Berg erscheint ihr als das richtige Mittel dazu. Auf dem Weg trifft sie Bart.

Der Südtiroler Junge, Bart, 15 Jahre alt, ist nicht nur ein Bauernbub, sondern hat auch eine tiefe Verbindung und Liebe zu den Bergen, in deren Kraftfeld er aufgewachsen ist. Er hat von Anfang an eine Sympathie zu Amelie, deren Krankheit er kennt. Mit seinem heiteren Gemüt und seinem großen Einfühlungsvermögen begreift er, was Amelie mit ihrem Bergaufstieg bezwecken möchte. Er heftet sich an ihre Seite, wird ihr, der Bergunerfahrenen, ein wichtiger Führer und Begleiter, ja fast ihr persönlicher Engel, der sie wieder zum Leben hinführen möchte.

Für die zurückgebliebenen Eltern, Betreuer und Ärztin der Klink gibt es nichts als Ängste; für Amelie und Bart ist es wie ein Pilgerweg hinauf zum höchsten Gipfel des Berges, dort, wo die großen Jahresfeuer in Holzbergen aufgetürmt sind und bald abgebrannt werden. Bart verrät Amelie ein Geheimnis: Wer über das Feuer springt, kann ein Wunder erleben – auch ein gesundheitliches. Amelie hegt wieder Hoffnung. Und so nehmen die beiden die Strapazen des Aufstiegs, Wind und Wetter, auf sich, um ganz nach oben zu gelangen, zu den Feuerhölzern. Und sie schaffen es, auch wenn Bart Amelie manchmal tragen muss. Und am Ende springen sie gemeinsam über das Feuer, denn sie sind beide Freunde geworden – Freunde über Leben und Tod, denn in der mächtigen, kraftvollen Welt der Berge, hat sich Tod in Leben verwandelt.

Der Film „Amelie rennt“ zeigt die Geheimnisse des Lebens: die tiefe Sehnsucht im Menschen nach Leben, auch wenn alle Umstände für Leid und Tod sprechen; die Liebe eines Jungen zum Leben, mit der er die kranke Amelie erfüllt und wieder ins Leben zurückholt; die große Kraft und Unendlichkeit der majestätischen Berge, die frei sind von Zeit und Raum, und in deren Anblick der Mensch mit seinem Ego und seinen Ängsten zusammenbricht und wieder Teil dieser ursprünglichen Natur wird; das Geschenk einer außergewöhnlichen, fast engelhaften, Freundschaft, die wie ein Gottesgeschenk den Funken des Lebens in Amelie wieder zu Pulsieren bringt.

Die am 20.4. erscheinende DVD können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Ab 20.04.2018 verfügbar
Ab 6 Jahren
Laufzeit: 93 Minuten
EAN 4250128422314
Euro 13,99

 

PRESSE

Farbfilm Verleih GmbH
Boxhagener Str. 106
10245 Berlin

www. farbfilm-verleih.de

www.entertainmentkombinat.de

Hier finden Sie die Webseite zum Film

 

BLACKROLL®  Booster – Ihr persönlicher Massage-Butler

BLACKROLL® Booster – Ihr persönlicher Massage-Butler

von Alexandra Walterskirchen

 

Die Autorin genießt ihre BLACKROLL® -Booster-Home-Massage

 

Kennen Sie das auch? Im Laufe des Tages nehmen durch Stress und permanentes Sitzen vor dem Computer die Verspannungen im Körper, primär in den Schultern, im Rücken und Gesäß, immer mehr zu, bis man am Abend gar nicht mehr sitzen kann und völlig verspannt ist? Eine Körpermassage wäre in diesem Fall ideal, aber wer hat schon die Möglichkeit nach seiner Tagesarbeit noch einen Besuch beim Masseur/der Masseurin einzubauen?

Was also tun? Vor einigen Jahren bin ich im Rahmen meiner Yogalehrer-Ausbildung zum ersten Mal in Kontakt mit der damals noch ganz neuen „Faszienlehre“ von Dr. Robert Schleip gekommen, die mich sofort überzeugte, so dass ich mir meine erste Blackroll der Firma Blackroll bestellte. Mit dieser boten sich mir ganz neue (Selbst)-Therapie-Möglichkeiten, auch im Rahmen meiner eigenen Yoga-Praxis, um noch geschmeidiger und dehnbarer zu werden. Ich konnte durch das Ausrollen nicht nur meine Faszienverklebungen in Beinen und Armen lösen, sondern auch die Verspannungen des Tages.

Nach und nach legte ich mir das komplette Blackroll-Sortiment zu, und habe mich von der Standard-Blackroll auf die härtere Blackroll hochgearbeitet. Die Philosophie des jungen Unternehmens Blackroll AG, das seinen Sitz in Bottighofen in der Schweiz hat und seit 2007 zusammen mit Ärzten, Wissenschaftlern, Sportlern und Therapeuten Gesundheitsprodukte entwickelt, um den Menschen zu helfen, mehr Gesundheit und Wohlbefinden zu erlangen, stimmt mit meiner Yoga-Philosophie überein. Das höchste Gut des Menschen ist seine Gesundheit und diese sollte mit allen uns heute bekannten Mitteln so weit als möglich erhalten werden.

Über die DVD „Fascia in Motion“ von Gunda Slomka (siehe meine Rezension dazu) habe ich vor kurzem erfahren, dass es ein neues Qualitäts-Produkt von Blackroll gibt, nämlich den „Blackroll Booster“, der quasi ein „Upgrade“ für die klassische Blackroll ist und diese mit oszillierenden Schwingungen bzw. elektrischen Vibrationen im Frequenzbereich von 12-56 Hz erweitert.

Ich war anfangs etwas skeptisch, änderte jedoch meine Meinung bald. Der „Booster“, den ich gerne als persönlichen „Massage-Butler“ bezeichne, entwickelte sich schnell zu meinem neuen Lieblings-Tool bei meiner täglichen Praxis. Er hat eine überragende entspannende und befreiende Wirkung, die schon nach wenigen Minuten im ganzen Körper spürbar ist. Anders als mit der klassischen Blackroll, bei der man „arbeiten“ bzw. etwas tun muss, um sich selbst zu massieren, kann man sich bei der Verwendung des Boosters auch einfach passiv hinlegen und den „Massage-Butler“ arbeiten lassen. Ideal ist die Rückenlage, wenn man z.B. die Füße, das Gesäß oder die Schultern auf den Booster legt und mit den niederen Frequenzen den Körper massieren lässt. Man kann dabei auf dem Booster bzw. der Blackroll auch langsam vor und zurückrollen, um den Effekt zu steigern.

Die Vibrationen bzw. Mikro-Schüttel- und Klopf-Bewegungen, die der Booster bei niedrigen Frequenzen im Körper auslöst, ähneln denen einer Thai-Yoga-Massage oder Schüttelmassage. Sie durchdringen den ganzen Körper und gehen in die tiefsten Schichten der Muskeln und des Bindegewebes, ja sogar in jede Zelle und Flüssigkeit des Körpers. Schon nach wenigen Minuten fühlt man sich erfrischt, belebt und entspannt. Für einen solchen positiven Körperzustand habe ich bis dahin mindestens eine halbe Stunde mit den Blackroll-Produkten „arbeiten“ müssen.

Auch für das klassische Ausrollen der Beine ist der Booster ideal, da schmerzvolle Bereiche, die manchmal das Ausrollen unangenehm gemacht haben, schmerzfreier und effizienter bearbeitet werden. Das liegt an der tiefenwirksamen Schwingung der Vibration, welche die Schmerzrezeptoren irritiert, so dass das Schmerzempfinden verringert wird und die Durchblutung der Muskulatur und Regeneration angeregt werden.

Für Anfänger, magere, ältere oder sensible Menschen empfiehlt es sich, eine weiche Blackroll zu verwenden und primär mit den niederen Frequenzen zu arbeiten, um den Körper nicht zu überreizen. Man sollte sich bei der Booster-Behandlung immer wohl fühlen. In der Regel reichen 10 Minuten Betriebsdauer je Massageeinheit, ehe der Booster sich automatisch abschaltet. Man kann jedoch den Booster auch länger verwenden, wenn man z.B. Ausrollübungen durchführen möchte. Wenn der Akku leer ist, lädt man ihn einfach mit dem Ladekabel an der Steckdose auf.

Der Booster kann auch gut mit verschiedenen Yoga-Übungen (primär Yin-Yoga) kombiniert werden, z.B. bei der Haltung des Kindes oder dem „Puppy Dog“, indem man die Hände oder Unterarme auf den Booster legt, was eine angenehme durchgehende Vibration bis hinauf zum Kopf gibt, oder bei der Schulterbrücke, indem man die Füße oder Gesäß auf den Booster stellt. Ebenfalls angenehm ist der Booster bei der Fisch-Haltung, um den Herzbereich zu öffnen und den oberen Rücken zu entspannen.

Wer möchte, kann den Booster auch ohne Blackroll für die direkte Druckmassage verwenden, was allerdings gewöhnungsbedürftig, da man ihn dabei in der Hand halten muss, wobei seine Schwingungen so stark sind, dass mehr der Arm vibriert als der punktuelle Bereich, den man bearbeiten möchte.

Mein Fazit: Der Booster ist vielmehr als ein „Update“. Er macht aus der Blackroll Ihren persönlichen Massage-Butler, der Sie jederzeit, wenn Sie es brauchen, massiert und Ihre Verspannungen löst. Der „Release“-Effekt von Faszien, Muskeln und Gewebte ist phänomenal schnell: nicht nur körperlich, sondern auch geistig kann man dadurch altes loslassen und neu starten.

Blackroll AG
Hauptstraße 17
CH-8598 Bottighofen
Schweiz

 

 

 

Tel./CH: +41 (0)71 508 5779
Tel./DE: +49 (0)7141 309 8853 0
support@blackroll.com
www.blackroll.com

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

 

Stärker als Fleisch

Stärker als Fleisch

Vegane Kochbuchrezension von Alexandra Walterskichen:

„Wie ein Feuerwehrmann aus Texas den Fleischhunger mit einer pflanzenstarken Ernährung löschte“
von Rip Esselstyn

 

 

Dieses coole Kochbuch stammt von Rip Esselstyn, dem Sohn des berühmten Herzspezialisten Dr. Caldwell B. Esselstyn. Es richtet sich von der Aufmachung und Gestaltung her primär an „starke Männer“ (aber natürlich auch „starke Frauen“), die bis dato nicht auf ihr Grillsteak, Fleisch und Ei verzichten können und wollen, weil sie damit Männlichkeit und körperliche Stärke assoziieren.

Rip Esselstyn, ein erfolgreicher Triatleth und ehemaliger Feuerwehrmann, holt die Menschen genau dort ab, wo sie stehen und macht ihnen bewusst, dass ihr Verlangen nach Fleisch keine Vorteile bietet. Im ersten Teil seines Buches zeigt er 35 stichhaltige Fakten, warum sich eine pflanzliche Ernährung lohnt und Veganismus kein Widerspruch zu einem „starken Mann“ oder einer „starken Frau“ ist. Wen das noch nicht überzeugt, der wird spätestens im zweiten Teil des Buches, das aus vielen leckeren Rezepten besteht, schwach werden. Ganz nach dem Motto von Ripp Esselstyn: Man gewinnt jede Diskussion mit einem Fleischesser, wenn man diesen liebevoll mit dem besten (veganen) Essen der Welt vollstopft.

Der Schreibstil von Rip Esselstyn ist salopp und locker, geprägt von der amerikanischen Unkompliziertheit und Direktheit, wodurch das Buch leicht zu lesen ist. Statt „vegan“ bezeichnet er seine Ernährung als „pflanzenstark“, was gut für Neueinsteiger ist, die noch Mühe mit dem Wort „vegan“ haben. Besonders die 35 Fakten für eine pflanzenstarke Ernährung finde ich sehr gut recherchiert und auf den Punkt gebracht. Hier wird nicht lange um den „heißen Brei“ herum geredet, sondern es werden Tatsachen aufgeführt, die dem Autor, der sich seit über 30 Jahren pflanzlich ernährt, in Herz und Blut übergegangen sind. Er wird dadurch zu einem pflanzenstarken Vorbild für jeden Mann bzw. jede Frau, der/die auf eine vegane Ernährung umsteigen möchte. Wie sein Vater legt auch Rip Esselstyn seinen Schwerpunkt auf eine High-Carb-Ernährung, in der keine Öle und nur wenig Fette verwendet werden. Anders als im Kochbuch seines Vaters kommen bei einigen Rezepten aber auch Nüsse und Avocados vor, allerdings in Maßen.

Die Rezepte im Buch stammen von verschiedenen amerikanischen (Hobby-)Köchen und sind sehr vielseitig, jedoch unverkennbar auf das Wahlheimatland des Autors, Texas, ausgerichtet. Es gibt z.B. mexikanisch angehauchte Gerichte wie Scharfe Linsen-Tacos, Burritos, Cranberry-Polenta-French-Toast, Armadillo-Süßkartoffeln, Knochenbrecher-Chili, u.a.. Bemerkenswert ist, dass in allen Rezepten keine Soja-Fleisch-Ersatzprodukte verwendet werden und auch Tofu nur sparsam eingesetzt wird, so dass die Rezepte auch für Allergiker geeignet sind. Stattdessen gibt es viel Gemüse, Hülsenfrüchte, Kartoffeln, Reis, Vollkornprodukte, Bohnen, Gewürze und auch Obst, zubereitet in uns oft neuen Variationen, z.B. „Cowgirl Biscotti“, die „Wassermelonen Torte“ zum Belegen und Ausstechen sowie „Schlanke und Ranke Grüne Spalterbsen-Burger“.

Ein Buch, das aufräumt mit dem Märchen, dass nur Fleisch stark macht und nur Fleischgerichte schmecken. Der Autor zeigt etwas, das stärker ist als Fleisch: die vegane Ernährung.

(Weitere Lektüre zum Thema: „Essen was das Herz begehrt“ von Ann Crile & Jane Esselstyn)

 

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

 

 

 

 

 

Narayana Verlag
402 Seiten, geb.
erschienen 2017
ISBN: 978-3-946566-61-8
29,80 Euro

 

 

Luvos®-Heilerde-Gesundheits-Drink

Luvos®-Heilerde-Gesundheits-Drink

von Alexandra Walterskirchen

 

Luvos® Heilerde wird in ein Glas Osmose-Wasser eingerührt

 

Es gab eine Zeit, da wurden Krankheiten nur mit Naturheilmitteln geheilt, denn es gab keine chemischen Medikamente. Meine Ur-Ur-Großmutter, die von 1849 bis 1937 lebte, und 11 Kinder hatte, war nicht nur eine Anhängerin von Pfarrer Sebastian Kneipp (1821 – 1897) und seinen Kneipp’schen Anwendungen, sondern auch von Adolf Just (1859 – 1936), der wiederum ein großer Anhänger von Pfarrer Kneipp gewesen war. In allen Therapien ging es um die Kraft der Natur und der Erde, zu der wir zurückkehren müssen, wollen wir uns von Zivilisationskrankheiten heilen.

Während Pfarrer Kneipp bis in die heutige Zeit seine Popularität bewahrt hat, hat dies Adolf Just nicht so sehr. Dabei war er zu seiner Zeit durchaus bekannt, denn er war Gründer und Leiter der Kurklinik „Jungbrunnen“. Zahlreiche Prominente der damaligen Zeit, u.a. die Schauspieler Marika Röck, Viktor de Kowa, Hans Albers und der Schriftsteller Franz Kafka, besuchten die Kurklinik zur Heilung und Regeneration. Anfang der 1920 Jahre war die Klinik so gewachsen, dass 250 Kurgäste untergebracht werden konnten. Adolf Just, der sich als junger Mann mit Heilerde von einer unheilbaren Nervenkrankheit geheilt hatte, gründete zudem 1918 in Blankenburg (Harz) die Heilerde-Gesellschaft Luvos Just GmbH, die es heute noch gibt. Laut Just war Heilerde das „beste Heilmittel der Natur“.

Die Naturheilkunde ist auch heute noch – oder besser wieder – populär, denn was unseren Vorvätern und –Müttern half, wenn sie krank waren, kann auch uns nur helfen. Ein solches natürliches Heilmittel ist die Heilerde von Luvos, die seit Jahren aus eiszeitlichem Löss gewonnen wird. Bei der Herstellung von Luvos-Heilerde werden keinerlei Stoffe zugesetzt und die Heilerde besteht im Wesentlichen aus Mineralien, Silikat (Quarz), Kalkspat, Dreischichttonminerale, Feldspat und Dolomit.

Luvos-Heilerde gibt es in verschiedenen Feinheitsgraden und wird als natürliches Heilmittel bei verschiedenen Beschwerden eingesetzt u.a. zur Entgiftung des Körpers, zum Binden von Schadstoffen und Umweltgiften, zum Abbau von freien Radikalen, zur Versorgung mit wichtigen Mineralien und Spurenelementen, zur Bindung von Cholesterin und Fetten, zur Linderung von Magen-Darm-Beschwerden, Reizdarm und Durchfall, zur Unterstützung bei Darmsanierung und Entschlackung. Sie kann aber auch äußerlich zur Körperpflege und für eine bessere und schönere Haut eingesetzt werden.

Als Naturgesundheitsanhängerin habe ich über mehrere Jahre jeden Morgen ein Glas Heilerde getrunken. Dies war für mich fast wie ein Ritual. Jeden Abend bereitete ich mir meinen Luvos-Heilerde-Gesundheits-Drink zu: Mit einem Holzlöffel (Holz ist aus energetischer Sicht besser als Metall) gab ich einen Teelöffel Luvos-Heilerde in ein Glas mit Wasser (wir verwenden aktiviertes Osmose-Wasser; siehe dazu auch unseren Wasser-Bericht) und ließ das Ganze über Nacht „ziehen“. Die Heilerde braucht nämlich ein paar Stunden, um sich bis in ihre Mikrobestandteile im Wasser aufzulösen und ihr komplettes Aroma zu entfalten; ansonsten schmeckt sie nach meinem Empfinden nicht richtig vollmundig, sondern eher sandig. Am nächsten Morgen führte mich mein erster Gang direkt zum Heilerde-Wasser, das ich nochmals kräftig umrührte und dann trank, ehe ich mich an mein Frühstück machte. Das Trinken auf nüchternen Magen ist sehr vorteilhaft, weil dann die guten Stoffe intensiver aufgenommen werden können. Zudem ist der Körper am Morgen noch auf Entgiftungsmodus eingestellt.

Als ich mich damals, vor mehreren Jahren, auf die Suche nach einer guten und natürlichen Heilerde machte, entschied ich mich aus verschiedenen Gründen für die Luvos-Heilerde. Einer der Gründe war, dass die Luvos-Heilerde frei von Schwermetallen ist, die leider in so manchen anderen Tonerden vorhanden sind. Ein weiterer Grund bestand in der Tatsache, dass die Luvos-Heilerde als einziges Heilerde-Mittel auf dem Markt in der Gesundheitsszene als Medizinprodukt anerkannt ist und ihre Qualität regelmäßig kontrolliert und geprüft wird.

Im Laufe der Jahre veränderte sich meine Verbindung zu der Luvos-Heilerde. Anfangs nahm ich sie primär zum Entgiften und zur Darmreinigung, später wurde sie zu einem unentbehrlichen Getränk, das mich mit den Urkräften der Erde verbunden hat: Erde in sich aufzunehmen, die Substanz, aus der wir entstanden sind und zu der wir eines Tages wieder zurückkehren, wirkte auf mich wie ein archetypisches Ritual, das mich an meine Wurzeln erinnerte und damit verband. Ich nahm meine tägliche Ration Heilerde solange, bis ich mich gesund fühlte. Heute verwende ich die Luvos-Heilerde eher sporadisch, wenn die innere Weisheit signalisiert, dass sie jetzt gerne wieder einige Heilerde-Gesundheits-Drinks hätte.

Das Traditionsunternehmen Luvos-Heilerde, das sein 100-jähriges Bestehen feiert, stellt Heilerde-Produkte für die innerliche und äußerliche Anwendung her, daneben auch Naturkosmetik mit Heilerde, wie Hautpflege, Gesichtspflege oder Haar- und Körperpflege. Alles über die Geschichte der Luvos-Heilerde, die verschiedensten Anwendungsmöglichkeiten, medizinische Hinweise usw. kann man in dem sehr schönen und ausführlichen Ratgeber „Luvos Heilerde“ des Herstellers lesen und studieren.

Wenn Sie mehr über den Gründer der Luvos Heilerde GmbH wissen möchten, lesen Sie   HIER unseren Artikel  „Adolf Just: Kehrt zur Natur zurück!“

 

 

 

 

 

 

Heilerde-Gesellschaft Luvos
Just GmbH & Co. KG
Otto-Hahn-Strasse 23
61381 Friedrichsdorf
Telefon: 06175 9323 0
Fax: 06175 9323 445
info@luvos.de
www.luvos.de

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

 

 

Faber-Castell: Hochwertige Schreib- und Stifte-Kultur

Faber-Castell: Hochwertige Schreib- und Stifte-Kultur

von Helene Walterskirchen

Stilvolles Schreiben: handgeschöpftes Büttenpapier, Faber-Castell-Kugelschreiber und Füller in Geschenkpackung, darüber die Leitgestalt des Unternehmens bis 2016: Anton Graf Faber-Castell

 

Seit ich denken kann, waren Bleistifte und Farbstifte von Faber-Castell immer etwas Besonderes. So erinnere ich mich daran, dass ich als Kind einmal zu Weihnachten eine große Schachtel mit Farbstiften von Faber-Castell geschenkt bekam, nicht nur mit 6 Farben, sondern mit 24 und das war zu jener Zeit etwas Besonderes. Ich packte die Schachtel stolz in meinen Schulranzen und zeigte sie nach den Ferien meinen Mitschülerinnen. Gemeinsam bewunderten wir die bunte Farbenvielfalt mit dem Markenemblem Faber-Castell. Damals war Faber-Castell schon ein Mercedes unter den Bleistiften und Farbstiften, den sich nur wenige leisten konnten. Deshalb wurde auch jeder Farbstift so lange benutzt und gespitzt, bis am Ende selbst nicht mehr die Stifteverlängerung half.

Stifte von Faber-Castell, ganz gleich ob Bleistifte, Farbstifte, Füller oder Kugelschreiber, waren für mich immer ein Bestandteil meiner eigenen hochwertigen Lebenskultur. Ich hatte ein Faible für ästhetisch schöne und außergewöhnliche Stifte und Designs – ganz gleich ob bei Geschirr, Schreibpapier oder Schreibstiften. Natürlich gab es auch wesentlich billigere Firmen, die ebenfalls Bleistifte, Farbstifte, Kugelschreiber usw. anboten, aber diese seelenlosen Massenprodukte entsprachen eher billigen Werbeartikeln, die bei nächster Gelegenheit auseinanderfielen oder im Abfalleimer landeten, als hochwertigen Schreibkulturartikeln, die solide produziert sind und viele Jahre lang verwendet werden können.

Die wunderschönen, edlen Kugelschreiber von Faber-Castell sind wie Wertgegenstände, die, lässt man sie irgendwo liegen, zumeist nicht mehr auffindbar sind. Irgendjemand hat sie schlichtweg mitgehen lassen. Dies ist etwas, was einem bei einem Billigkugelschreiber nicht so leicht passieren kann. Deshalb habe ich meinen Faber-Castell-Kugelschreiber, zuletzt der Marke Ambition Birnbaum (€ 95,–), jetzt auch der Marke Ondora Räuchereiche (€ 120,–), immer in meiner Handtasche. Wenn ich etwas schreiben oder unterschreiben möchte, hole ich den Stift heraus und lege ihn nach Verwendung auch sofort wieder in meine Tasche zurück. So habe ich über Jahre gewährleistet, dass mir kein Stift von Faber-Castell verloren geht, was früher schon gelegentlich vorkam.

Faber-Castell, das sind für mich auf der einen Seite, hochwertige und edle Schreib- und Mal-Utensilien, auf der anderen Seite ist es eine Leitgestalt, die diesen Utensilien einen Stempel aufgedrückt, ja mehr noch, eine Seele eingehaucht hat: Anton Wolfgang Graf von Faber-Castell, der fast 40 Jahre lang in der achten Generation Vorstandsvorsitzender des Unternehmens. Der 1941 Geborene starb 2016 im Alter von 74 Jahren.

Ich durfte diesen charismatischen und aristokratischen Menschen im Jahr 1999 persönlich bei der Arbeit an meinem Buch „Aristokraten – Leben zwischen Tradition und Moderne“, das im Jahr 2000 im Ueberreuter Verlag erschienen ist, kennenlernen. Das Portrait, das ich über ihn erstellte, hat in dem zeitgeschichtlichen Werk einen würdigen Platz und das Foto von ihm zeigt ihn als Mitten im Leben stehenden Unternehmer – edel gekleidet im dunkelblauen Blazer, umrahmt von Antiquitäten – eben ganz er selbst: kultiviert, weltoffen, schick, selbstbewusst, umgeben von einem Hauch Lebemann und engagiertem Unternehmer, der sein Bleistiftimperium ökologisch und sozial orientiert in die neue Zeit des 2. Jahrtausends führte.

Zwei Stunden lang im Gespräch mit einem interessanten Mann, dessen anfängliche Skepsis und Desinteresse sich im Gespräch in Offenheit und Interesse wandelte, so dass er nicht zögerte, zu so manchen Themen im Bereich Adel, Wirtschaft, Unternehmertum und Privatleben, das zu sagen, was ihm auf dem Herzen lag. Und wenn ich fragte: „Kann ich das so im Buch schreiben?“, antwortete er: „Ja, das können Sie! Dazu stehe ich.“ Dass man seinen Worten trauen kann, merkte ich am Ende an der Endkorrektur, denn nichts von alledem, was er gesagt hatte, wurde gestrichen.

„Anton Graf Faber-Castell bewies von Anfang an eine glückliche Hand. Unter seiner Führung wurde das Sortiment gestrafft, unrentable Produkte aufgegeben und eine Kosmetikstiftproduktion aufgenommen. Er konzentrierte sich auf Innovation und Spezialisierung. Sein Leitgedanke war der seines Vorfahren Lothar von Faber, nämlich, ‚die besten Stifte der Welt zu machen‘.“ (Auszug aus dem Buch „Aristokraten – Leben zwischen Tradition und Moderne“).

Der Tod von Graf Faber-Castell vor zwei Jahren hat zwar eine große Lücke in das Unternehmen gerissen, jedoch tun die Nachfolger alles, um diese Lücke zu schließen und das traditionsreiche Bleistiftimperium in eine neue Aera zu führen. Die Zeit geht weiter und wird irgendwann wieder eine neue Leitgestalt aus dem Hause Graf Faber-Castell hervorbringen.

Faber-Castell hat im Laufe seiner ca. 250-jährigen Unternehmensgeschichte schon so manche Stürme erlebt und erfolgreich bewältigt, denn es gab immer kluge und engagierte Köpfe im Unternehmen, denen es ein Herzensanliegen war, dafür zu sorgen, dass der Mercedes in der Stifteherstellung seine „Mercedes-Position“ weiter bewahren kann – für die jetzige und zukünftige Generationen. So, wie meine Eltern schon Stifte von Faber-Castell schätzten, schätze ich sie seit ich denken kann und schätzt sie auch meine Tochter, die besonders gerne mit den Füllern von Faber-Castell in ihren handgebundenen Büttenpapier-Tagebüchern schreibt.

Faber-Castell ist sowohl Bestseller als auch Longseller im Bereich Bleistifte, Farbstifte, Füller, Kugelschreiber u.a. Faber-Castell spricht Menschen an, die einen hochwertigen Lifestyle pflegen. Aber auch für diejenigen, denen dies nicht möglich ist, können Produkte von Faber-Castell ein Traum sein, den sie sich irgendwann erfüllen wollen. Es ist einfach ein anderes Gefühl, einen Kugelschreiber von Faber-Castell in Händen zu halten als einen 99-Cent-Plastikugelschreiber – und dieses Gefühl hat mit Wert und Selbstwert zu tun. Wir können durch unsere Produktauswahl entscheiden, auf welcher Ebene wir uns bewegen, auf der hochwertigen oder minderwertigen.

 

Mehr über das Haus Faber Castell finden Sie in unserem Online Schloss Magazin Bericht HIER.

 

 

 

 

 

Faber-Castell
Nürnberger Straße 2
90546 Stein

www.faber-castell.de
Telefon: +49 (0) 911 9965-0

Bewegter Rücken

Bewegter Rücken

DVD-Rezension von Alexandra Walterskirchen:

von Gunda Slomka, Vroni Raab-Kronski und Barbara Raab

 

Dieses anspruchsvolle, sehr gut durchdachte und konzipierte Fitness-Programm „Bewegter Rücken – Die vier Säulen des zeitgemäßen Rückentraining“ macht nicht nur Spaß, sondern erweitert auch den Trainingsbereich jedes Sport-Interessierten oder Yogis. Die erfahrenen Sportlehrerinnen und Trainerinnen Gunda Slomka, Vroni Raab-Kronski und Barbara Raab zeigen auf dieser DVD neue Bewegungskonzepte und Flows, die sich an den neuesten Forschungsergebnissen orientieren, was Faszien, Muskeln und Bewegungsapparat betrifft.

Der Fokus des Programms liegt auf dem Rücken, wobei aber auch andere Körperbereiche mit einbezogen werden, denn alles steht miteinander in Verbindung und kann nicht isoliert betrachtet werden. Die DVD ist gut aufgebaut mit einer absteigenden und aufsteigenden Energiekurve. Nach einem Intro mit wichtigem Basiswissen gibt es ein Warm-Up, gefolgt von 5 Flows mit unterschiedlichen Schwerpunkten, die mit einem Cool-Down (Achtsamkeits-Übung) enden. Bis auf den 5. Flow, bei dem auch Bodenarbeit auf der Matte stattfindet, werden alle Flows im Stehen durchgeführt. Jeder Flow dauert ca. 15 Minuten und kann auch einzeln praktiziert werden, wenn man nicht so viel Zeit hat. Ich empfinde es allerdings am effizientesten, das volle Programm zu absolvieren, um seinen Körper komplett zu bearbeiten und ihm etwas Gutes zu tun.

In den abwechslungsreichen Flows wird im Wechselspiel geschwungen – ja fast schon getanzt -, gefedert, gestreckt, balanciert, gekräftigt, aufgespannt – und das alles im Rhythmus des Atems und begleitet von einer tollen Musik. Stoffwechsel und Herz-Kreislauf-System werden so ordentlich in Schwung gebracht. Die drei Trainerinnen vermitteln die gesamte DVD über Freude am Körper, an der Bewegung und den Übungen, so dass man motiviert wird mitzumachen.

Zu Beginn braucht man allerdings als Neuling – besonders, wenn man bis dahin nur passives Yoga gemacht hat -, ein wenig Zeit, um sich in die neuen dynamischen Bewegungsabläufe hineinzufinden. Empfehlenswert ist, wie ich bereits bei meiner DVD-Rezension „Fascia in motion 2“ von Gunda Slomka geschrieben habe, sich erst einmal die Choreographie der Flows in Ruhe anzuschauen oder nur ein wenig mitzumachen, um verstehen zu lernen, worauf es ankommt. Danach geht es von Trainingsstunde zu Trainingsstunde leichter. Wichtig dabei ist es, die kontrollierende innere „Ego-Stimme“ loszulassen, die einem einredet, wie man den Arm oder das Bein bewegen müsse, damit es perfekt sei. Denn dadurch verkrampft man sich nur und wirkt dem positiven Effekt der Übungen entgegen. Vielmehr geht es um ein Fließen in den Bewegungen und ein Loslassen des Verstandes, ohne groß darüber nachzudenken, was man gerade tut.

Die DVD richtet sich mit ihrem professionellen Inhalt an Lehrer und Trainer, die ihr Übungs-Repertoire erweitern wollen, aber auch an erfahrene Hobby-Sportler, die ein gutes Körpergefühl haben und nach neuen Bewegungsabläufen suchen. Yogis können mit dieser DVD eine schöne Abwechslung zu ihren Yoga-Stunden schaffen und ganz neue Körperübungen entdecken. Für mich ist das Programm ein idealer Start in den Tag, damit ich so richtig wach werde und meine Energie zum Fließen kommt.

Mein Fazit: Drei Powerfrauen – ein Power-Fitness-Programm, das den gesamten Körper anspricht und vitalisiert. Danach sind alle Rückenschmerzen und Schulterverspannungen vergessen und man fühlt sich bis in die tiefsten Zellen, Bänder und Muskeln seines Körpers geschmeidig, aktiviert, frei und wohl. Sehr zu empfehlen!

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sprache: Deutsch & Englisch
Spielzeit: 105 min.

29,95 Euro

Pro Sport GmbH Gunda Slomka

Praetoriusweg 3
30655 Hannover

g.slomka@4more-education.de
www.gunda-slomka.de

Die DVD ist zu bestellen bei:

www.european-musicstore.com

 

 

Ausseer-Natursalz – kostbarer Schatz für unsere Gesundheit

Ausseer-Natursalz – kostbarer Schatz für unsere Gesundheit

von Helene Walterskirchen

 

Vielseitig und gesund verwendbar: Ausseer-Natursalz

 

 

Es ist ein Merkmal dieser konsum- und profitorientierten Welt, dass aus Qualitätsstoffen minderwertige Stoffe gemacht werden, um im Konkurrenzkampf noch billiger zu sein als andere und dadurch die Käufer zu locken. Bei dem Lebensmittelzusatzprodukt „Salz“ käme man nie oder nur kaum auf den Gedanken, dass das Salz, welches uns Menschen im Laufe unserer Menschheitsgeschichte zur Verfügung stand, mit dem Salz, das wir heute verwenden, nur noch wenig gemeinsam hat. Es hat sich sogar vom einst gesundheitsfördernden Produkt zu einem gesundheitsbelastenden Produkt entwickelt – oder sagen wir besser, die Industrie und Wirtschaft haben es dahin gebracht.

Der Salz-Experte Helmut Spraiter und seine Tochter Katrin aus Hallein in Österreich erklären auf ihrer Homepage www.keltensalz.at den Unterschied zwischen Natursalz (Ur-Kristallsalz) und Kochsalz:

„Natursalz in seinem natürlichsten Zustand setzt sich aus 84 chemischen Elementen (42 organisch messbar, und 42 nur noch bioenergetisch messbar) zusammen. Diese Elemente sind auch die Baustoffe jeglichen Lebens auf der Erde. In den Strukturen des Natursalzes sind die lebenswichtigen Mineralstoffe und Spurenelemente so mikrofein komprimiert, dass sie über unsere Zellmembran absorbiert werden können.

Industriell hergestelltes Kochsalz hingegen ist nur mehr ein chemisch reines Produkt (raffiniertes Salz) und besteht zu hundert Prozent aus Natrium Chlorid. Beides sind für den Körper belastende Substanzen.“

Was bedeutet das konkret? In allen industriell hergestellten Speisen wird das billige und gesundheitsgefährliche Kochsalz verwendet. Da die meisten Menschen heute überwiegend industriell oder halb-industriell hergestellte Speisen essen – vom Brot über Brezen, von Pommes frites über Burger, von Wurstwaren über Hähnchen, von Pasteten über Pizzas usw. – nehmen sie viel zu viel ungesundes Salz zu sich.

Dies hat zur Folge, dass der Körper mit der täglichen Natrium-Chlorid-Dosis, die er aufnimmt, überfordert ist. Er versucht, überschüssiges Kochsalz zu binden und zu isolieren. Ein Teufelskreis beginnt, da der Organismus dazu sein lebenswichtiges Zellwasser benötigt. Entwässerte Körperzellen aber sterben ab, Wassergewebe wird gebildet, Knochen, Gelenke, Niere und Galle werden belastet. Dies ist den meisten Menschen nicht bewusst. Erst wenn sie krank werden und einen Arzt aufsuchen, stellt dieser fest, dass sie zu viel Kochsalz zu sich nehmen – nicht unbedingt durch eigene Verwendung, sondern durch die vielen „versteckten“ Kochsalze in industriellen Produkten.

Bei keinem Lebensmittel ist es so auffällig wie beim Salz: der Wandel vom Qualitätsprodukt unserer Vorfahren, das seinen Preis hatte („weißes Gold“), hin zum Massenprodukt, das man für wenige Cent im Supermarkt kaufen kann. Das billigste Salz, das ich einmal vor vielen Jahren erwarb, kostete 19 Pfennig und ich verwendete es als Streusalz bei Schneefall, da mir in diesem Moment kein anderes zur Verfügung stand.

Dabei ist Natursalz seit Jahrtausenden nicht nur ein Lebensmittelzusatzstoff zum Salzen, sondern auch ein Allheilmittel: es wird als Solebad verwendet, durchblutet die Haut und stimuliert den Stoffwechsel; es wird als Trinkkur verwendet, regt die Verdauung und Darmtätigkeit an; es wird zur Inhalation verwendet, wirkt positiv auf die oberen Atemwege; es wird als Peeling für die Haut verwendet, auch für die zarte Haut, und es kann auch für Neti-Nasenspülungen verwendet werden.

Betrachten wir dagegen das billige, industriell hergestellte und in vielen Haushalten verwendete Kochsalz, so ist es genaugenommen ein leeres Salz. Man kann mit ihm noch salzen, aber mehr auch nicht. Sein gesundheitsfördernder Effekt wurde ihm genommen bzw. wurde gewandelt in einen gesundheitsgefährdenden Effekt.

Dies hat uns vor einigen Jahren veranlasst, nur noch hochwertiges Natursalz in unserer Küche und bei unseren gesundheitlichen Anwendungen zu verwenden. Im Trend einer gesunden, ökologischen und biologischen Ernährung gibt es heute immer mehr Menschen, die sich ebenfalls vom Kochsalz abwenden und dem Natursalz zuwenden. Sie kochen oder zubereiten ihre Speisen wieder verstärkt selbst, anstatt Fastfood oder industriell hergestellte Produkte mit versteckten Salzen zu verwenden. Dieser Trend zum Natursalz trägt dazu bei, dass Salz aus seinem Schattendasein als reines Salzungsmittel hervortreten und wieder zu dem werden kann, was es eigentlich von Natur aus ist: ein wertvolles und kostbares Gesundheitsmittel.

Zwei, die sich seit vielen Jahren dem Natursalz seit 2002 verschrieben haben, sind die österreichischen Salz-Experten Helmut und Katrin Spraiter. In ihrem Lager in Hallein, wo bis 1989 auch Salz abgebaut wurde, bieten Vater und Tochter, denen die Liebe zum Salz durch ihre Heimatstadt quasi in die Wiege gelegt worden ist, verschiedene Sorten von Natursalzen an, u.a. das Ausseer Bergkernsalz. Dieses wird im letzten aktiven Salzbergwerk Österreichs, in Bad Altausee, in traditioneller bergmännischer Art und Weise von Hand abgebaut, gemahlen und verpackt. Das Ausseer Bergkernsalz ist eine ganz besondere Perle unter den „Salzen“, was man nicht nur am aromatischen, würzig- mineralischen Geschmack erkennt, sondern auch an seiner bioenergetischen Kraft, die es zu einem idealen Heil- und Gesundheitsmittel machen. Das Ausseer Bergkernsalz wird weder raffiniert, gebleicht noch sonst wie verarbeitet und enthält auch weder Jod noch Fluor. Seine hellbraune, leicht rötliche Farbe ist auf den höheren Eisen- und Mangangehalt zurückzuführen. Es stammt direkt aus dem Berginneren, wo es vor etwa 250 Mio. Jahren bei der Entstehung der Alpen eingeschlossen wurde. Bis heute lagert es mit vielen Mineralien angereichert, bestens geschützt vor Umwelteinflüssen, als Relikt einer vergangenen Erdgeschichte im Herzen des Salzkammergutes und stellt den Menschen, die es seit der Bronzezeit abbauen, seine Heilwirkung zur Verfügung. Es kann somit mit Recht als europäischer „Salzschatz“ bezeichnet werden.

Uns gefällt die Philosophie von Helmut und Katrin, die mit ihrem Salzhandel die beiden Salzstädte Hallein und Bad Altausee miteinander verbinden und so das österreichische Salz über die einstige Salzstadt Hallein nach ganz Europa verkaufen, um natürliches Bergkern-Salz aus Österreich allen Menschen zugänglich zu machen.

Das Ausseer Bergkernsalz gibt es im Online-Shop von Helmut und Katrin Spraiter als Fein-Salz oder Grob-Salz zu kaufen.

 

 

Helmut und Katrin Spraiter
An der Sandriese 2
A-5400 Hallein

Österreich
Tel. +43 (0)664/459 59 85

www.keltensalz.at
info@keltensalz.at

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

 

 

Wüste oder Paradies – Holzer´sche Permakultur jetzt!

Wüste oder Paradies – Holzer´sche Permakultur jetzt!

von Alexandra Walterskirchen:

„Von der Renaturierung bedrohter Landschaften über Aqua-Kultur und Biotop-Aufbau bis zum Urban Gardening“
von Sepp Holzer

 

 

Der bekannte Permakulturpionier Sepp Holzer ist nicht nur ein „Agrar-Rebell“, sondern auch ein Mensch, dem die Liebe zur Natur und die Achtung vor der Erde mit in die Wiege gelegt worden ist.  Sepp Holzer besitzt die Gabe, mit der Natur des Ortes zu kommunizieren und zu verstehen, was sie braucht, um gesund und im Fluss des Lebens zu sein. So werden aus Wüsten neue Paradiese – für Mensch, Tiere und Pflanzen.

In diesem kurzweilig geschriebenen Buch beschreibt Sepp Holzer anhand verschiedener Projekte in aller Welt, die er begleitet hat, die Möglichkeiten der Renaturalisierung von misshandelten und zerstörten Landflächen mittels Aqua-Kulturen und Biotopen. Ob in Portugal, Spanien, Schottland oder Russland – Sepp Holzer gelingt es überall die verdörrte, erodierte Erde wieder in eine blühende Landschaft zu verwandeln. Es geht Sepp Holzer dabei nicht um sich selbst, sondern um die Natur und das Wiedergutmachen der Fehler des Menschen. Ein natürliches Leben im Einklang mit der Erde wäre so leicht – wenn die konventionelle Landwirtschaft und die Menschen nur umdenken würden!

Sepp Holzer erklärt das System von natürlichen Teichen und Seenlandschaften, bei denen man sich Regenwasser und die natürliche Fließeigenschaft des Wassers zu Nutze macht. Künstliche Teiche oder Seen aus Beton oder Folie, die irgendwo im Garten oder Gelände der Natur „aufgezwungen“ werden, sind für Sepp Holzer keine Option und können nicht wirklich als Biotope bezeichnet werden. Denn auch wenn diese künstlichen Gewässer komplett dicht sind, ist es doch gerade diese Isolation vom Erdboden, die ihre Lebendigkeit einschränkt und schließlich zum Faulen des Wassers führt. Lebendiges Wasser muss fließen und wieder in den Boden zurück sickern. Das ist der Kreislauf der Natur und das wussten bereits unsere Vorfahren.

Wer ein eigenes Gewässer im Garten plant, wird durch dieses Buch zwar keine genaue Anleitung bekommen – denn diese ist von den örtlichen Gegebenheiten und der Fließrichtung des Wassers abhängig -, dafür aber wichtiges Hintergrundwissen erhalten, was ein natürliches Gewässer und ein Leben im Einklang mit Wasser und Erde wirklich ausmacht. So kann man eigene bis dahin vielleicht egoistisch geplante Teichvorhaben überdenken und sich die Frage stellen: Welchen Teich möchte das Ökosystem in meinem Garten wirklich haben und wo wäre von Natur aus der geeignete Platz dafür?

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Hier finden Sie einen  Youtube Beitrag mit Sepp Holzer!

 

 

 

 

 

 

Stocker Verlag

208 Seiten, zahlreiche Farbabbildungen, Hardcover
ISBN 978-3-7020-1324-0
2. Auflage, 2013
€ 21,90

 

Vegan for Life

Vegan for Life

von Alexandra Walterskirchen und Tanja Berg

„Vegan for Life“
von Jack Norris und Virginia Messina

In den letzten Jahren sind einige neue Bücher auf dem Buchmarkt zum Thema „Veganismus“ erschienen. Die meisten dieser Bücher lassen sich einem der drei Themenblöcke zuordnen: 1. Kochbücher mit vielen Rezepten und schönen Bildern 2. Tier- und Umweltschutz-Bücher mit abschreckende Fakten über das Leid der Tiere und die negativen Auswirkungen einer fleischorientierten Lebensweise 3. wissenschaftliche Fachbücher mit vielen Tabellen und Grafiken über die gesundheitlichen Aspekte einer pflanzlichen Ernährung.

Das Buch „Vegan for Life“ unterscheidet sich von allen vorhandenen Büchern dadurch, dass es sich zwar mit allen drei Themen auseinandersetzt, aber nicht tiefer in diese einsteigt. Die gut recherchierten Daten werden sachlich, knapp und glaubhaft vermittelt. Der Schreibstil ist für jedermann verständlich und regt bereits beim Lesen dazu an, sich auch dem Veganismus zuzuwenden.

Alles in allem ist das Buch „Vegan for Life“ eine bunte Mischung aus Erfahrungen der Verfasser in ihrem veganen Alltag, Einkaufshilfen, Tipps, Daten und Hintergrundinformationen worauf man bei einer veganen Ernährung achten muss, sowie kleinen umsetzbaren Rezeptideen mit viel Liebe zum Detail. Die Autoren räumen mit veralteten Ernährungsmythen auf und machen deutlich, warum eine vegane Ernährung nicht nur aus ethischer und ernährungsphysiologischer Sicht gut, sondern auch zeitgemäß ist. Das Buch ist mit seinen 336 Seiten nicht so umfangreich wie manch andere vegane „Schmöker“, wodurch es angenehm leicht und schnell zu lesen ist. Mancher Leser, der auch gerne Bilder im Buch zu den Begleittexten hat, wird diese womöglich vermissen.

Erfreulich ist, dass die Autoren Soja nicht verdammen oder glorifizieren, sondern wie selbstverständlich in die Ernährung mit einbauen. So fällt auch Anfängern oder Soja-Liebhabern der Umstieg auf eine vegane Ernährung leicht, da sie mit Soja zahlreiche Fleisch-Ersatzprodukte zur Verfügung haben.

Mein Fazit: Das Buch „Vegan for Life“ ist ein sehr informativer und gut zusammengefasster Leitfaden über den Veganismus, der zusammen mit seinen Rezepten und Anleitungen eine vegane Ernährungsweise – sei es für Neueinsteiger oder Wiedereinsteiger – leicht macht.

 

 

Narayana Verlag

336 Seiten, geb.
erschienen 2018
ISBN: 978-3-946566-63-2
19,80 Euro

Natur-Beeren-Sträucher von Ahornblatt

Natur-Beeren-Sträucher von Ahornblatt

von Helene Walterskirchen

 

Garten Schloss Rudolfshausen Mitte April: Verschiedene Beerenobst-Jungpflanzen von Ahornblatt, die im Herbst von unserem Gärtner eingepflanzt wurden und jetzt kräftig austreiben.

 

Als wir vor rund sieben Jahren nach Schloss Rudolfshausen gezogen sind, haben wir den dortigen großen Garten, der einer toten Natur glich, wieder zum Leben erweckt und einen Permakultur-Garten dort eingerichtet, in dem es heute – zumeist wie von selbst – wieder grünt und blüht und sich Tiere der vielfältigsten Arten tummeln.

Wir haben verschiedene Gartenbereiche von Medizinal-Pflanzen über Teepflanzen, von Kräutern der Provence über heimische Gemüsepflanzen, und natürlich auch einen Bereich für Beerensträucher: Johannisbeeren rot und schwarz, Stachelbeeren und Himbeeren. Einen Teil der Sträucher haben wir aus unserem früheren Garten mitgebracht, in dem wir noch weitgehend konventionelle Sträucher aus Gartencentern verwendet haben. Diese Sträucher sind über die Jahre immer karger geworden und manche auch gänzlich eingegangen.

Zwischenzeitlich waren wir auf das Konzept „Ur-Obst“ gestoßen und davon überzeugt, dass es sich sehr gut in unseren Schlossgarten einfügen würde. So haben wir im letzten Herbst alte und abgestorbene Beerensträucher entfernt und neue Sträucher von der Baumschule Ahornblatt aus Mainz eingepflanzt. Diese haben sich gut über den Winter gehalten und tragen nun große Knospen, die in Kürze austreiben werden, was bedeutet: die Sträucher haben sich gut bei uns im Garten eingefügt. Dies ist immer eine große Freude für den Gärtner.

Die Baumschule Ahornblatt haben wir deshalb ausgewählt, weil sich ihr Konzept der naturnahen Gärten sehr gut mit unserem Schlossgarten-Konzept vereinbart. Die Gründung von Ahornblatt geht auf Dr. Norbert Kleinz zurück, der in den 1980er Jahren in der Naturgartenbewegung tätig war, und 1993 mit Mitstreitern die Baumschule Ahornblatt in Mainz ins Leben gerufen hat. Er hat ein interessantes Buch über Ur-Obst und alte Obstsorten geschrieben mit dem Titel „Ur-Obst wurzelecht und pflegeleicht“, erschienen im Leopold Stocker Verlag, das ich nur jedem empfehlen kann zu lesen (Das Buch kann man direkt bei Ahornblatt bestellen).

Das Naturgarten-Team von Ahornblatt beschreibt naturnahe Gärten wie folgt:

„Naturnahe Gärten sind pflegeleicht und noch aus einem anderen Grund von hohem ökologischem Wert: Sind die Pflanzen standortgerecht ausgewählt und richtig gepflanzt und angewachsen, ist weder Gießen, noch Schädlingsbekämpfung, Düngung oder Frostschutz nötig. Eine Stärke der heimischen Pflanzen ist gerade ihre Gesundheit, Widerstandsfähigkeit und Frosthärte. Und da bei Ahornblatt die Pflanzen grundsätzlich auf eigener Wurzel stehen, also nicht „veredelt“ oder „okuliert“ sind, gibt es auch keinen Ärger mit unerwünschten Wildtrieben, die aus der Unterlage herauswachsen und die gekaufte Pflanze verdrängen können. Statt im Garten zu arbeiten, kann man sich einfach hineinsetzen und die Vielfalt des Lebens um einen herum genießen. Heimische Pflanzen sind selbst in kleinen Gärten Anziehungspunkt für Vögel, Falter und andere Tiere. Nirgends lernt man so viel über die Natur, wie im naturnahen Garten vor der eigenen Haustür! Selten kann man so einfach einen ganz greifbaren Beitrag zum Schutz unserer Umwelt leisten, der Freude und Entspannung bringt und dem eigenen Umfeld dazu noch ein unverwechselbares Gepräge verleiht!“

Ahornblatt verfügt über ein großes Angebot an schmackhaften und aromatischen Ur-Obst-Pflanzen, die man nicht schneiden muss, nicht gießen muss, nicht düngen muss, nicht spritzen muss. Sie wachsen ganz von selbst – man darf nur ernten und genießen. Fast wie im Paradies.

Gemäß der Ahornblatt-Philosophie sind Pflanzen keine „Ware“, sondern sind Mitgeschöpfe mit eigener Würde, die eine entsprechende Behandlung von uns Menschen verdienen. Dies spricht uns absolut aus dem Herzen.

Die Pflanzen von Ahornblatt kann man vor Ort im Gartenmarkt in Mainz kaufen oder zu sich nach Hause versenden lassen.

Der Ahorn-Gartenmarkt befindet sich in: 55131 Mainz Zahlbach, Untere Zahlbacher Straße 1a, an den Römersteinen, gegenüber dem FIAT-Autohaus.

 

 

 

Postfach 1125

55001 Mainz

Tel. 06131/72354

Fax 06131/364967

www.ahornblatt-garten.de
nachricht@ahornblatt-garten.de

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

 

Bio-Alkohol von der Familienbrennerei Keßler

Bio-Alkohol von der Familienbrennerei Keßler

von Alexandra Walterskirchen

 

Bio Weingeist von Keßler plus selbstgemachter Glas- und Fensterreiniger aus dem Weingeist in der Küche von Schloss Rudolfshausen

 

Die Geschichte des Alkohols ist sehr alt. Bereits im alten Ägypten, Griechenland und Rom war Alkohol in Form von Wein bekannt und beliebt. Unbekannt waren hingegen Spirituosen, d.h. durch Destillation gewonnener hochprozentiger Alkohol. Dieser wurde erst ca. 1100 n. Chr. in den Klosterküchen Süditaliens entdeckt, weswegen auch heute noch Klöster und Spirituosen eng miteinander verbunden sind. Im Jahr 1167 gelang Magister Salernus die erste dokumentierte Weindestillation an der ältesten abendländischen Hochschule in Salerno. Salernus gelang es, reinen Alkohol als entflammbaren Weingeist (aqua ardens) von den nicht brennbaren Bestandteilen des Weines zu trennen. Dies war der Durchbruch von Alkohol in der Destillation und die „Geburtsstunde“ der Spirituosen.

In jener Zeit schrieb man dem neu entdeckten hochprozentigen Alkohol göttliche Kräfte zu, ja, er wurde von den Alchemisten sogar als der „Stein der Weisen“ bezeichnet und für die Herstellung von „Gold“ verwendet. Gerade zu Beginn seiner Entdeckung galt hochprozentiger Alkohol als magisches Allheilmittel für jede Krankheit. So ist es nicht verwunderlich, dass auch Hildegard von Bingen, die auch zu jener Zeit lebte, einige Rezepte mit dem neu entdeckten Weingeist in ihren Heilkundeschriften aufführt, u.a. das Weingeist-Oliven-Rosen-Öl zur Wunddesinfektion, Majoran-Weingeist-Butter-Salbe gegen Bauchkrämpfe, Kräuterliköre für die Gesundheit, usw. Auch heute noch wird reiner Alkohol als Desinfektionsmittel und zum Ansetzen verschiedener Kräutertinkturen in der Naturheilkunde verwendet, u.a. in der Spagyrik.

Das Brennen von hochprozentigem Alkohol wurde im Laufe der Jahrhunderte zu einem lukrativen Geschäft, das bald von der herrschenden Regierung geregelt wurde. Von 1887 bis 2018 regelte in Deutschland das Reichsbranntweinsteuergesetz (Branntweinmonopol) die Zuteilung von Brennrechten an Brennereien sowie die steuerlichen Abgaben und der Staat nahm auch den Roh-Alkohol ab. Da der Staat jetzt keinen Roh-Alkohol mehr abnimmt, müssen die Brennereien selbst schauen, wie sie ihren Alkohol an die Kunden bringen.

Bis vor ca. 100 Jahren war es selbstverständlich, dass der Alkohol aus biologischen Früchten oder Getreide hergestellt wurde. Deswegen war er natürlich und hochwertig. Mit der industriellen Landwirtschaft, ihren chemischen Spritzmitteln, Herbiziden und Pestiziden, änderte sich das gravierend. Hinzu kam, dass immer mehr Alkohol aus Kostengründen synthetisch hergestellt wurde. Dieser künstliche Alkohol ist bekannt unter dem Namen Ethylalkohol, denaturierter Alkohol (ungenießbar gemacht durch Vergällung) oder Isopropanol. Dieser Billig-Alkohol wird z.B. zur Herstellung von Putzmitteln und Desinfektionsmitteln sowie Haarspray verwendet, da dadurch die Preise für die Produkte sehr niedrig gehalten werden können. Sie sind sehr gefährlich für die Atemwege und die Gesundheit des Menschen.

Wer für eine gesunde und natürliche Lebensweise plädiert, wird irgendwann dazu übergehen, nur noch ökologische Produkte zu verwenden oder solche selbst herzustellen. Wir haben beide Erfahrungen gemacht und uns irgendwann dazu entschieden, unsere Putzmittel, Waschmittel, Kosmetikartikel usw. selbst herzustellen. Dazu braucht man guten, reinen und biologischen Alkohol, den man im normalen Supermarkt-Handel nicht bekommt.

Auf der Suche nach biologischem Alkohol sind wird auf die Familien-Brennerei Keßler aus Bad Peterstal/Griesbach im Schwarzwald gestoßen. Sie besitzt seit fast 200 Jahren das Brennrecht und stellt auf ihrem Hof „Bühlenderandresen“ Brände und Liköre selbst her (überwiegend aus eigenen Früchten). Sowohl der Hof mit Brennerei, als auch das Wissen um die Herstellung der edlen Destillate wurde von Generation zu Generation weitergegeben und stetig weiter vertieft und verfeinert. Der heutige Inhaber Markus Keßler, bewirtschaftet die Brennerei in der sechsten Generation. Er setzt auf die Erfahrungen und die Tradition seiner Vorgänger, führt aber auch Verbesserungen und Neuerungen ein, wie neue Fruchtliköre und eine ökologische Energieversorgung der Destillationsanlage (Holz statt Heizöl und Abgabe der Wärme als Fernwärme in Heizungsnetz).

Und was ganz besonders ist und in unseren Augen die Brennerei Keßler zu einer Schloss-Perle macht: Als einzige Brennerei in Deutschland (unseren Recherchen nach) stellt Keßler Bio-Weingeist aus kontrolliert biologisch angebautem Weizen her. Der geschmacksneutrale Weingeist eignet sich ideal zum Herstellen von alkoholischen Tinkturen, Kräuter-Ansätzen oder zum Weiterverarbeiten zu feinen Likören. Wir verwenden den hochprozentigen Alkohol von Kessler mit destilliertem Wasser vermischt zur Desinfektion, für die Herstellung von Salben und Kosmetik, als Beigabe für unsere selbst hergestellten Putzmittel (z.B. Glasreiniger) im Schloss sowie zur Essig- und Sauerkrautherstellung. Hochprozentiger Alkohol ist ein Universal-(Heil)mittel, das in keinem ökologischen Haushalt fehlen sollte! Wenn dieser aus biologischen Grundzutaten stammt, ist das besonders ideal.

Im Online-Shop der Brennerei Keßler findet man neben vielen weiteren hochwertigen, hauseigenen Edelbränden und Likören, die frei von jeglichen Zusätzen sind, auch besagten Bio-Weingeist in verschiedenen Größen je nach Bedarf: von 0,5l bis 30l. Der Alkohol wird zudem mit einer praktischen Mischtabelle geliefert, was wir sehr gut finden, da dadurch der hochprozentige Alkohol auch von Anfängern leicht in niedrigprozentigen Alkohol verdünnt werden kann.

 

 

 

 

Brennerei Keßler

Inh. Markus Keßler
Breitsodstr. 4
D-77740 Bad Peterstal – Griesbach

Tel. 07806/8062
Fax 07806/910099

www.brennerei-kessler.de
info@brennerei-kessler.de

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

 

Kolloidales Silber mit dem Ionic Pulser®: Antibiotikum und Anti-Schimmelmittel

Kolloidales Silber mit dem Ionic Pulser®: Antibiotikum und Anti-Schimmelmittel

von Alexandra Walterskirchen:

Der Ionic Pulser verwandelt destilliertes Wasser  in einem Glas in ein bis zwei Stunden in kolloidales Silber

Kennen Sie das auch? Im Badezimmer, Schlafzimmer, Keller oder anderen feuchten Räumen in Ihrer Wohnung/Ihrem Haus tauchen unschöne, schwarz-graue Schimmelflecken an der Decke oder der Wand auf? Was so harmlos als ein paar schwarz-graue Flecken beginnt, wird mit der Zeit immer größer und hartnäckiger, wenn man nichts dagegen unternimmt. Trotz Einsatz von giftigen Anti-Schimmelmitteln und verschiedensten Putzmitteln: der Schimmel bleibt in der Regel und lässt sich nicht so leicht entfernen, denn er ist nicht an der Oberfläche, sondern im Inneren der Wand. Oft entsteht ein jahrelanger Kampf gegen den Schimmel in den eigenen vier Wänden, der nicht selten zum Streit mit dem Vermieter führt. Abgesehen davon ist Schimmel gesundheitsschädlich, führt zu Asthma, Krebs, Allergien, etc. und belastet über die Luft den menschlichen Körper, besonders wenn man in dem mit Schimmel belasteten Raum schläft.

Auch wir hatten ein solches Schimmel-Problem, als wir 2011 in das 1580 erbaute Schloss Rudolfshausen eingezogen sind. Im historischen Gewölbekeller, der frisch gestrichen worden war, kamen bereits nach einigen Wochen die ersten schwarzen Schimmelflecken zum Vorschein, die im Laufe kürzester Zeit zu riesigen „Schimmelpolstern“ wurden, die ihre Sporen im ganzen Keller verteilten und die Wände schwarz-grau färbten. Das Streichen des Kellers hatte das wohl schon vorher existierende Problem nur überdeckt, aber nicht behoben. Wir wussten nicht, wie wir dem Schimmel Herr werden sollten. Wir wuschen die Wände mit ökologischem Putzmittel ab, doch der Schimmel kehrte schon nach Tagen zurück. Der Schimmelgeruch war so unerträglich, dass wir den Keller nicht mehr benutzen konnten, was schade war, da wir planten dort unseren Vorratskeller einzurichten.

Da wir keine giftigen Anti-Schimmelmittel verwenden wollten, machten wir uns auf die Suche nach einer natürlichen Alternative. Dabei stießen wir auf das kolloidale Silber, das wir bereits seit Jahren erfolgreich als Gesundheitsmittel verwendeten, primär als natürliches Antibiotikum bei viralen Infektionen, Grippe, Erkältungen, Zeckenbissen oder zur Augenspülung. Silber, das eine desinfizierende Wirkung hat, wurde schon in der Antike zur Desinfektion bei chirurgischen Eingriffen verwendet und war bis in das 19. Jahrhundert wichtiger Bestandteil der Volksheilkunde und medizinischen Praxis, ehe es von den neu entdeckten Antibiotika verdrängt wurde. So gerieten die desinfizierenden und antibiotischen Eigenschaften von Silber nach und nach in Vergessenheit. Dabei haben die hochgepriesenen Antibiotika nicht nur schädliche Nebenwirkungen, sondern immer mehr Bakterien bilden dagegen Resistenzen und mutieren, so dass Antibiotika-Resistenz heutzutage zu einem großen Problem geworden ist. Mittlerweile wird Silber bzw. kolloidales Silber als natürliches, resistenzfreies Heilmittel wiederentdeckt.

Früher wurde Silber vor allem als Silberwasser zu sich genommen. Heute wird kolloidales Silber im Elektrolyseverfahren hergestellt. Dabei wird elektrische Spannung dazu genutzt, kleinste Teilchen von hochwertigen Silberplatten zu lösen und mit destilliertem Wasser zu vermischen. Die Silberteilchen im Wasser sind dann teilweise elektrisch geladen. Die Konzentration des Silbers ist dabei je nach angebotenem Wasser unterschiedlich. Das kolloidale Silber ist nicht nur ideal als Antibiotikum für innerliche und äußerliche Verwendung bei Mensch und Tier, sondern auch als Anti-Schimmelmittel im Haushalt.

Auf unserer Suche nach einem Gerät, mit dem wir selber kolloidales Silber herstellen und unabhängig von teurem, gekauftem kolloidalen Silber sein konnten, sind wir vor einigen Jahren auf die Firma  Medionic GmbH (bis 2004 Jenkner Elektronik) gestoßen. Diese fertigt seit 1997 als erster deutscher Hersteller Silbergeneratoren der patentierten Marke „Ionic Pulser“, mit denen sowohl Laien als auch Profis reinstes kolloidales Silber herstellen können. Dabei kommt ein vom damaligen Inhaber der Medionic GmbH, Wolfgang Jenkner, entwickeltes einmaliges elektronisches Regelungsverfahren zur Anwendung, mit dem qualitativ hochwertigste Lösungen, vor allem mit destilliertem Wasser, hergestellt werden können.

Unser kolloidales Silber, das wir mit dem Ionic Pulser seit Jahren selbst herstellen, verwenden wir nicht nur erfolgreich für den Anti-Schimmel-Befall im Keller und Haus, sondern auch als natürliches Antibiotikum bei Erkrankungen, zur Desinfektion sowie beim Wäschewaschen, um Gerüche zu entfernen oder Textilien, die man nicht auf hohen Temperaturen waschen kann, zu desinfizieren. Das kolloidale Silber ist wichtiger Bestandteil unserer natürlichen Hausapotheke und wir können es jedem nur sehr empfehlen.

Die Firma Medionic bietet zwei Silbergeneratoren an: den Ionic Pulser Standard S und den Ionic Pulser Pro. Beide Geräte arbeiten gleich gut und zuverlässig, jedoch ist der Ionic Pulser Pro deutlich schneller, wodurch sich die Herstellungsdauer für kolloidales Silber verkürzt, was gerade bei größeren Mengen, die man benötigt, von Vorteil ist. Wir haben Jahrelang den Ionic Pulser Standard S für den Hausbedarf verwendet und waren mit diesem sehr zufrieden. Seit kurzem ist bei uns auch Ionic Pulser Pro im Einsatz, den wir ebenso gut und zuverlässig finden. Mit beiden Geräten kann man übrigens auch kolloidales Gold herstellen.

Medionic GmbH & Co. KG
Großbrösern 1
02627 Radibor
Telefonnummer: 035935-21763
Faxnummer: 035935-21764
service@silberstab.de
www.ionic-pulser.de

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

 

For orders please use the following form in pdf format:

  • book stores (please click)
  • General orders (please click)

Helene Walterskirchen is gladly available for lectures and readings of the themes from her books. Please enquire here.