Tacitus: Annalen

von Alexandra Walterskirchen

„Annalen“
von Tacitus

 

 

 

 

Dieses Buch ist nicht nur für Philologen höchst interessant, sondern auch für Geschichtsinteressierte und Latein-Fans, beinhaltet es doch die einzige vollständige, auf dem Buchmarkt erhältliche Ausgabe des bedeutenden Geschichtswerkes „Annalen“ (Jahrbücher) von P. Cornelius Tacitus in lateinischer und deutscher Sprache. Das hochwertige, gebundene Buch mit seinen fast 1000 Seiten ist seinen Preis wert, denn dadurch kommt man in den Genuss, die „Annalen“ in der Originalsprache studieren und übersetzen zu können und muss sich nicht auf rein deutschsprachige Ausgaben verlassen. Zudem sind darin auch die seltenen Bücher 11 bis 16 der „Annalen“ enthalten, die ansonsten nur noch als deutsche Reclam-Übersetzung im Antiquariat zu finden sind.

Die „Annalen“ gehören zu den wichtigsten historischen Quellen der Geschichte Roms und wurden von P. Cornelius Tacitus (ca. 55 n. Chr. bis 120 n. Chr.) verfasst. Über das Leben dieses wichtigsten Historiographen der Weltgeschichte ist leider kaum etwas bekannt, jedoch spricht er durch sein letztes und mächtigstes Werk, die „Annalen“, zu uns und gibt uns einen Einblick in eine längst vergangene Zeit . Die „Annalen“ haben die Geschichte Roms unter der julisch-claudischen Dynastie zum Inhalt, angefangen von Tiberius, dem Nachfolger von Augustus, bis hin zu Kaiser Trajan. Ursprünglich bestanden die „Annalen“ aus sechzehn Büchern, von denen die Bücher 1-4, der Anfang von Buch 5 und Buch 6 sowie die Bücher 11-16, außer dem Anfang von Buch 11 und dem Ende von Buch 16, erhalten sind. Vermutlich konnte Tacitus sein Werk vor seinem Tod nicht mehr vollenden. Auch wenn ein Teil der Bücher über die Herrschaft des Tiberius, sowie die ganze Regierung Caligulas und die ersten Jahre des Claudius fehlen, geben die überlieferten „Annalen“ doch einen guten Einblick in die Zeit der römischen Kaiserherrschaft. Tacitus schließt damit an das gewaltige Geschichtswerk von Livius an, das von der Gründung Roms bis zum Prinzipat des Augustus reicht.

Auch wenn sich Tacitus, der selbst Angehöriger des Senats war, in seinem Werk um Objektivität bemüht, wird im ganzen Text seine republikanische Gesinnung deutlich. Er zeigt immer wieder die Diskrepanz der weiterhin existierenden republikanischen Einrichtungen wie des Konsulats  und der monarchischen, fast schon tyrannischen Herrschaft des Kaisers, auf, sowie den schleichenden Verfall im Laufe der Kaiserzeit, der in der neronischen Schreckensherrschaft seinen Höhepunkt findet. Dabei gilt Tacitus Kritik nicht in erster Linie den einzelnen Kaisern, sondern zuallererst dem Kaisertum überhaupt, das diese Gräueltaten und Willkür erst möglich gemacht hat. Ein nachdenkliches Werk, das den Leser nicht nur hautnah die Geschichte des alten Roms wieder erleben lässt, sondern auch zum Philosophieren über die wahre“ Staatsform“ anregt.

 

Autor: Publius Cornelius Tacitus
Herausgegeben und übersetzt von Erich Heller

Lateinisch/Deutsch
Verlag: De Gruyter Verlag, 2011

Hardcover: 990 Seiten
ISBN 978-3-05-009293-5
79,95 Euro

 

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