Gemeinschaftsprojekt: Beet „Himbeerfee“ im Schlossgarten

von Helene Walterskirchen:
Ein Gemeinschaftswerk der Firmen Sägewerk Herz, May & Glass Gartenbau, Biohof Jeebel, Blumenschule Schongau, Töpferei Langerwehe, as-Schwabe

 

 

 

 

Unser 2. Gemeinnütziges Gemeinschaftsprojekt ist vollendet: Das Beet „Himbeerfee“, welches nun seine Winterruhe genießen darf, um im Frühjahr 2019 zu neuem Leben zu kommen.

 

Es macht Spaß, mit Gleichgesinnten ein gemeinnütziges Projekt gemeinsam durchzuführen. Das haben wir bei unserem ersten Gemeinschaftsprojekt „ein Gartenhaus für Schloss Rudolfshausen“ in diesem Sommer 2018 erlebt. Wir waren anfangs erst etwas skeptisch, wie Firmen auf unsere Anfrage, ob sie sich als Stifter an einem Gartenprojekt unseres gemeinnützigen (Friedens-)Kulturzentrums Schloss Rudolfshausen beteiligen, reagieren würden. Unsere Skepsis jedoch war unbegründet, im Gegenteil: es gab Firmen, die absolut offen für unser gemeinnütziges Projekt waren und uns spontan eine Zusage für ihre Beteiligung gegeben haben. Sie fanden unsere Idee ansprechend und zu hören, dass auch diese und jene andere Firma aus der Region mitmacht, war für sie ein besonderer Ansporn, auch dabei zu sein.

So entstand unser erstes gemeinnütziges Stifter-Gartenprojekt, das im Sommer 2018 umgesetzt wurde: ein neues Gartenhaus aus Holz in unserem Schlossgarten (siehe Online-Bericht in unserer Website www.schlossrudolfshausen.de).

Unser 1. Gemeinnütziges Gemeinschaftsprojekt: Ein neues Gartenhaus im südwestlichen Teil des Schlossgartens

 

Daraus erwuchs unsere Idee für ein 2. Gemeinnütziges Gemeinschaftsprojekt, das wir alsbald im Frühherbst 2018 in Angriff nahmen: ein Himbeerbeet auf zwei ehemaligen Kompostgruben im nordwestlichen Teil des Schlossgartens. Wir haben in diesem Teil des Gartens jedes Jahr mind. eine neue Kompostgrube, die am Ende des Jahres geschlossen wird. Auf diesen alten Gruben haben wir primär Himbeeren und Brombeeren angepflanzt, die dort ausgezeichnet wachsen und hervorragende Früchte tragen. Dies wollten wir mit einem neuen Beet auf zwei vorjährigen Kompostgruben noch verbessern, indem wir ein regelrechtes Beet schufen, in dem nicht nur Himbeeren in Reih und Glied gepflanzt wurden, sondern auch Mischkultur-Partner der Himbeeren, z.B. Erdbeeren, Knoblauch und Bärlauch. Um vor den gefräßigen Nacktschnecken sicher zu sein, sollte das Beet eine Holzumrandung mit einem Schneckenzaun bekommen.

Gesagt, getan. Der erste, der uns eine Zusage gab, war die Gartenbaufirma May & Glass aus Landsberg, die uns den Boden für das geplante Beet mit einer Fräse durchgegraben und aufgelockert hat.

Eine weitere Zusage in Form einer größeren Holzlieferung erhielten wir vom Sägewerk Herz in Weitnau im Allgäu, die spezialisiert sind auf Lärchenholz, das besonders witterungsbeständig ist. Sie stifteten Lärchenholz nicht nur für die Umrandung des neues Beetes, sondern auch gleich für die gesamten Beete in unserem Schlossgarten. Die alten waren aus Fichte gewesen und nach mehreren Jahren so verwittert, dass sie erneuert werden mussten.

Der erste Schritt bei der Umsetzung des neuen Himbeerfee-Beetes: mit der Fräse wird der Boden, auf dem eine Gründüngung war, durchgearbeitet und aufgelockert und damit bepflanzbar gemacht.

 

Danach wurden uns die Pflanzen, d.h Himbeeren und Erdbeeren, vom Biogartenversand Jeebel, mit dem wir seit Jahren gut zusammenarbeiten, ins Haus geschickt. Sie wurden von uns in Reih und Glied mit den erforderlichen Abständen in den vorbereiteten Erdboden eingepflanzt. Sodann erhielten wir von der Blumenschule Schongau, Herrn Engler, wo wir seit vielen Jahren unsere Biopflanzen kaufen, eine große Tüte mit Bärlauchzwiebeln, die wir in den Zwischenräumen in der Erde vergruben.

Vom Sägewerk Herz hatten wir zwischenzeitlich die Lärchenholzbretter für die Umrandung bekommen. Unser langjähriger Hausmeister, Günther Schöppner, von Beruf gelernter Schreiner, fertige sodann mit den Lärchenholzbrettern die Umrandung für das Beet und fixierte zum Abschluss noch den Schneckenzaun von außen an die Holzumrandung. So hat alles einen guten und festen Halt.

Schloss-Hausmeister, Günther Schöppner, sägt mit der Motorsäge einen Ast vom Haselnussstrauch ab, damit das neue Beet mehr Licht hat. Mit einer Kabeltrommel von as-Schwabe wird der Strom von der Garage bis zum nord-westlichen Teil des Gartens geleitet.

 

Rechtzeitig vor Einbruch der kalten Jahreszeit war, zu unserer großen Freude, das neue Beet, dem wir den Namen „Himbeerfee“ gaben, fertig. Das Projekt war von Anfang an gesegnet, denn es lief alles, von der Planung bis zur Umsetzung, reibungslos und, wie man heute so schon sagt, „easy“. Zum Abschluss des Projektes kam das Keramik-Beetschild mit dem Schriftzug „Himbeerfee“, das die Töpferei Langerwehe angefertigt hat – wie im übrigen alle anderen Beetschilder im Schlossgarten – bei uns an. Es wird demnächst seinen Platz im neuen Beet finden und es damit aus seiner Anonymität herausheben.

Unser Schlossgarten ist ein ökologischer Experimentier- und Entwicklungsgarten, der sich jedes Jahr ein Stückchen verändert und an neue Gegebenheiten anpasst. Es bereitet uns große Freude, den Garten, unter Berücksichtigung seiner natürlichen Entwicklung, aber auch unserer eigenen Entwicklung, jedes Jahr so zu gestalten, dass er in Einklang mit den natürlichen Entwicklungen ist.

So freuen wir uns schon auf die nächste Gartensaison, die im April 2019 beginnt, in der sich uns all die neuen Entwicklungen zeigen werden, die der Garten als lebendiger und sich ständig wandeldner Organismus, eingeleitet hat – Entwicklungen, die uns als „Gartenfeen“ dazu motivieren, neue Teilkonzepte zu entwickeln und sie umzusetzen. Auf diese Weise präsentiert sich der Schlossgarten als sich ständig wandelnder Garten mit immer neuen Aspekten. Das einzige, das sich wie ein roter Faden durch alles zieht, ist das Konzept des ökologischen Gärtnerns.

Keramikschild für das neue Beet im Garten von Schloss Rudolfshausen von der Töpferei Langerwehe, die auch die anderen Beetschilder im Schlossgarten kreiert hat.

 

 

Wir danken den Stiftern und Mitwirkenden:

 

Alexander May & Marco Glass
Garten- und Landschaftsbau GbR
Staufenstraße 58
86899 Landsberg am Lech
www.gartenbau-may-glass.de

 

Sägewerk Herz Weitnau
Inh. Franz Herz
Ritzensonnenhalb 6
D-87480 Weitnau
www.saegewerk.herz.de

 

Bioland Hof Jeebel

Biogartenversand OHG
Jeebel 17
29410 Salzwedel OT Jeebel
www.biogartenversand.de

 

Blumenschule Schongau

Augsburger Str. 62
D-86956 Schongau
www.blumenschule.de

 

Töpferei Langerwehe Kuckertz & Rennertz GmbH
Ulhaus 38
D-52379 Langerwehe
www.toepferei-langerwehe.de

 

as-Schwabe GmbH
Merkurstraße 10
72184 Eutingen im Gäu
www.as-schwabe.de

Helene und Alexandra Walterskirchen sowie das gesamte Team von Schloss Rudolfshausen

 

 

 

 

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