Bio-Schwedenbitter selbst zubereiten

von Helene  Walterskirchen:

In unserer Schlossküche: Zutaten für den Schwedenbitter sowie Drahtbügelglas mit der im Weingeist angesetzten Kräuterlösung.

 

Der Schwedenbitter geht auf den schwedischen Arzt Dr. Samst zurück, der das Elixier im Dreißigjährigen Krieg zur Gesunderhaltung seiner Truppe entwickelt haben soll. Bereits seit 1.700 Jahren existiert eine Schrift über ein „Elixier ad longam vitam“, ein „Länger-Leben-Elixier“, der „Schwedenbitter“ genannt wird. Diese Lebensessenz hat sich über die Jahre bewährt und ist auch heute noch ein hervorragendes Mittel, das verdauungs- und sekretionsfördernd, entzündungshemmend, entgiftend, stoffwechselfördernd, abwehrsteigernd und zusammenziehend wirkt.

Man kann den Schwedenbitter in jeder Apotheke kaufen. Man kann ihn aber auch selbst herstellen und bei dieser Gelegenheit biologische Zutaten verwenden, die in der Regel bei konventionellem Schwedenbitter nicht verwendet werden. Nachfolgend das Rezept für den Schwedenbitter (der Freiburger Heilpflanzenschule):

10 g Ringelblumen (entzündungshemmend, gallenflussanregend)

2 g Blutwurz (zusammenziehend, bakterienhemmend, kolikwidrig)

18 g Kalmus (kräftigende bittere Magenwurz)

20 g Engelwurz-Wurzel (tonisierend auf Verdauungs-, Nieren- und Frauen-Organe)

5 g Muskatnuss (sekretionsanregend, gärungshemmend, brechreizlindernd)

10 g Enzianwurzel (aromatisches Bittermittel)

5 g Kardamom (verdauungsfördernd, keimhemmend)

5 g Zimtrinde (erwärmend, durchblutungs- und magensekretionsfördernd)

1.250 ml Weingeist (wir verwenden dazu den einzigen Bio-Weingeist, der im Handel erhältlich ist, nämlich von der Brennerei Kessler)

(alle vorgenannten Kräuter haben Bioqualität und stammen von Dragonspice Naturwaren)

Zubereitung:

  • Alle Zutaten, zusammen mit dem 700 ml Weingeist ansetzen. Wir verwenden dazu das 750 ml Drahtbügelglas „Rocco“ von Flaschenland, was sich dazu ideal von seiner Größe eignet.
  • Unter täglichem Schütteln 10 Tage lang in der Sonne oder an einem warmen Ort stehen und ziehen lassen.
  • Danach die Flüssigkeit durch ein Tuch oder ein feines Sieb abgießen.
  • Den Kräuteransatz nun mit weiterem 550 ml Weingeist übergießen und 10 Tage lang erneut stehen und ziehen lassen (dadurch wird die Konzentration des Auszugs erhöht). Danach abgießen.
  • Abschließend beide Lösungen miteinander vermischen und in große oder kleine Flaschen – je nach Bedarf – abfüllen und etikettieren (mit Herstellungsdatum). Kühl stellen.
  •  

Nun kann der Schwedenbitter entweder innerlich oder äußerlich angewendet werden.

Innerliche Anwendung: als Kur (3 – 6 Wochen) 2 x täglich 10 – 30 Tropen in Wasser einnehmen zur allgemeinen Kräftigung (wird von der Freiburger Heilpflanzenschule so empfohlen. Für weitere Fragen wenden Sie sich an Ihren Arzt, Heilpraktiker oder Apotheker).

Äußerliche Anwendung: zum Einreiben oder als Wickel wirkt der Schwedenbitter entzündungshemmend und zusammenziehend, lokal durchblutungsfördernd und desinfizierend. Hilft auch bei Sonnenbrand oder Insektenstichen. Zwischendurch die Haut mit Heilsalbe einreiben.

 

In meiner Schlossküche verwende ich für die Herstellung des Bio-Schwedenbitters den

 

Bio-Weingeist von Kessler.

 

 

Ebenso verwende ich für den Schwedenbitter die Biokräuter von

 

Dragonspice Naturwaren.

 

 

 

Weiterhin verwende ich zum Ziehen der Kräuterlösung und zum Abfüllen bzw. Lagern der Kräuter die Glas-Drahtbügelgläser

 

von Flaschenland,

 

 

denn diese sind Bisphenol-A-frei, gesundheitlich unbedenklich und die Kräuter halten sich darin lange frisch.

 

Wir wünschen Ihnen viel Erfolg beim Zubereiten Ihres hausgemachten Bio-Schwedenbitters!

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