Chili & Co.-Voranzucht sowie eigene Terra Preta-Herstellung

Gartenkultur-Zentrum Schloss Rudolfshausen

 

von Alexandra Walterskirchen, Projektleiterin:

Chili- und Paprika-Sämlinge in Anzuchtplatten im warmen Erkerzimmer des Schlosses.

 

Der März ist ein idealer Monat, um Chilis, Paprikas und Tomaten Indoor vorzuziehen. Nach den Eisheiligen können dann die wärmeliebenden Pflanzen ins Freiland gepflanzt werden.

Dieses Jahr haben wir verschiedene Sorten von Chilis ausgesät, die wir von Michael Dietz, dem Gründer und Inhaber von Chili Food aus Bad Dürkheim erhalten haben. Seine Leidenschaft gilt Chilis, ob getrocknet als Gewürz, als Hot Sauce, als Samen, Bio-Jungpflanzen oder Hot Snacks. In seinem Online-Shop findet jeder Liebhaber der scharfen Schote, was sein Herz begehrt. Wir haben verschiedene Chili- und Paprika-Sorten, u.a. Aji Benito Chili, Chupetinho Chili, Leutschauer Paprika ausgesät und sind gespannt, wie die Früchte schmecken werden, denn jede Chili schmeckt unterschiedlich und wenn man einmal auf den Chili-Geschmack gekommen ist, freut man sich immer über neue Geschmacksnuancen und Schärfeerlebnisse – von mild bis scharf.

 

Unsere Chili- und Paprika-Sämlinge entwickeln sich prächtig

 

Bis jetzt entwickeln sich die Chili-Jungpflanzen und Sämlinge, die wir in Topfplatten ausgesät haben, gut und kräftig, so dass wir sie im Mai dann in unser neues Folienhaus auspflanzen können. Zu dieser Zeit werden wir von Michael Dietz auch eine größere Menge Chili-Jungpflanzen erhalten, die wir dann in verschiedenen Stellen in unserem Garten – geschützt und ungeschützt – auspflanzen werden, um zu beobachten wie sie sich an den verschiedenen Standorten entwickeln.

 

Zudem haben wir dieses Jahr verschiedene seltene Tomatensorten ausgesät, die wir freundlicherweise von Manfred Hans von der Raritätengärtnerei erhalten haben, u.a. die Wintertomate, Tomate Aromastar, eine Rote Fleischtomate vom Balkan. Die Samen sind schnell gekeimt und die Pflanzen entwickeln sich prächtig. Wir sind gespannt, wie sie sich später im Freiland und Folienhaus verhalten und wie ihre Früchte schmecken werden.

 

In der Mitte Tomatensämlinge mit den typisch gefiederten Blättern

 

Seit Jahren kompostieren wir unsere Garten- und Gemüseabfälle in unserem Garten, zum einen in Kompostbehältern aus Holz, zum anderen in Kompostgruben. Letztere werden dann später nach dem Zuschütten bepflanzt und dienen als nährstoffreiches Beet für Starkzehrer. Damit haben wir in der Vergangenheit gute Erfolge gehabt, besonders mit Himbeeren und Gemüsepflanzen. In unsere Kompostgruben geben wir nicht nur Gartenabfälle wie Laub, Zweige, Grünschnitt, Küchenabfälle (z.B. Obst und Gemüse), sondern auch Fäkalien (vermischt mit Hackschnitzeln bzw. Sägespänen), die wir mit der praktischen mobilen Komposttoilette von der Firma TriaTerra aus Groß Pankow gesammelt haben.

Über das Prinzip haben wir bereits in unserer Schlossperle „Mobile Komposttoilette von Tria Terra“ berichtet. Auf diese Weise kann man seine eigene Terra-Preta bzw. Schwarzerde herstellen, wie sie auch von den Indianern im Amazonas produziert wurde. Dadurch wird nicht nur der ökologische Kreislauf von Mensch und Natur geschlossen, sondern es entsteht ein wunderbarer Dünger, den die Pflanzen lieben und in dem sie sich prächtig entwickeln.

 

Projektleiterin Alexandra Walterskirchen mit Eimer der Tria Terra Komposttoilette

 

Wir danken folgenden Firmen:

 

Chilli Food Michael Dietz

 

Raritätengärtnerei Manfred Hans

 

Tria Terra