Demokratie. Der Gott, der keiner ist

von Alexandra Walterskirchen:

Demokratie. Der Gott, der keiner ist“
von Hans Hermann Hoppe

 

 

Das Buch „Demokratie. Der Gott, der keiner ist“ von Prof. Dr. Hans-Hermann Hoppe, Ökonom der Österreichischen Denkschule und Professor für Volkswirtschaftslehre an der University of Nevada, Las Vegas, sowie Senior Fellow des „Ludwig von Mises Institute“ in Auburn, Alabama, ist ein politisches, wirtschaftliches und literarisches Meisterwerk und sollte in jeder Schule bzw. Universität gelehrt werden. Scharfsinnig und detailliert analysiert Hans-Hermann Hoppe auf über 500 Seiten die Verflechtungen von Monarchie, Demokratie, Sozialismus und freier, natürlicher Gesellschaft. Obwohl er in seinem Werk den Schwerpunkt auf die politische Verhältnisse und Geschichte in den Vereinigten Staaten legt, in denen das Buch zuerst (2001) erschienen ist, sind deren Inhalte auch für Europa und die restliche Welt gültig.

Hoppes Erkenntnisse und Ansichten sind ebenso revolutionär wie einleuchtend, wenn man den Verlauf der Geschichte sowie den Niedergang, ja die Entartung der Gesellschaft, der Kultur und der Wirtschaft in den letzten hundert Jahren betrachtet. Auch wenn das Buch „Demokratie. Der Gott, der keiner ist“ ein Fachbuch ist, ist es äußerst spannend zu lesen: Es führt den Leser gleichsam durch den größten „Kriminalfall“ der Geschichte, nämlich den der geraubten Freiheit des Menschen. Die Erkenntnis, wer der Täter ist, trifft den Leser folglich nicht unerwartet, nein, sie ist logische Konsequenz der schrittweisen Untersuchung des Autors: Die Demokratie hat nicht oder niemals funktioniert, vielmehr hat sie als verkappter Sozialismus die Welt versklavt und in den Abgrund getrieben, und muss nun durch eine neue (freie) Staatsform ersetzt werden, in welcher der Mensch frei vom Joch und der Räuberei der Demokratie ist.

Hans-Hermann Hoppe stellt gleich zu Beginn seines Buches klar, dass die Monarchie zwar eine bessere Regierungsform als die Demokratie war, aber keineswegs die Endlösung für eine freie Gesellschaft der Zukunft ist, denn sie bleibt eine absolute Regierungsform, die gut oder schlecht sein kann. Das Ziel sollte vielmehr eine Gesellschaft der freien Marktwirtschaft sein, am besten in kleinen Staaten strukturiert mit eigenen Währungen, um die Entstehung eines allmächtigen Super-Staates zu vermeiden.

Mein Fazit: Jeder Mensch, der sich heutzutage Gedanken über eine neue Welt, Gesellschaft, Regierungsform und Wirtschaft macht, sollte das Buch „Demokratie. Der Gott, der keiner ist“ unbedingt einmal gelesen bzw. studiert haben. Auch die umfangreichen Fußnoten mit Zitaten aus anderen Werken sind sehr informativ und sollten Beachtung finden. Ein sehr empfehlenswertes Werk!

 

Manuscriptum Verlag
5. Auflage

547 Seiten, 12,5 x 19,5 cm,
Leinen mit Schutzumschlag.
ISBN: 978-3-933497-86-4
19,00 Euro