Der Todestrieb in der Geschichte – Erscheinungsformen des Sozialismus

von Alexandra Walterskirchen

Der Todestrieb in der Geschichte – Erscheinungsformen des Sozialismus“

von Igor Rostislawowitsch Schafarewitsch

 

 

In seinem Buch „Der Todestrieb in der Geschichte“ (erschienen 1975) beschreibt der russische Philosoph und Mathematiker Igor Rostislawowitsch Schafarewitsch (1923-2017) detailliert und verständlich die tieferen Hintergründe und Entwicklungsschritte, die zur Entstehung des Sozialismus geführt haben.

Dabei geht er weit in die Geschichte zurück – so sind bereits in der Antike bei Platon und Aristoteles sozialistische Staatsgedanken erkennbar, welche sich über den Sozialismus der christlichen Ketzer des Mittelalters bis zu den bekannten sozialistischen Utopien wie „Utopia“ von Thomas Moore und den Philosophen der Aufklärung ziehen. Das Inkareich in Südamerika, der Staatssozialismus Mesopotamiens und China, u.a. werden als Beispiele für sozialistische Herrschaftsformen in der Vergangenheit aufgeführt und erläutert.

Im letzten Teil des Buches analysiert der Autor gekonnt die Konturen des Sozialismus und geht auf die Problematik von Sozialismus und Individualität ein; letztere muss zerstört werden, um das Ziel des Sozialismus erreichen zu können: der Tod des Menschen als Individuum, den der Sozialismus nicht nur hasst, sondern als das Übel der Welt ansieht. Erst dann kann die Menschheit Frieden finden.

Bei seiner Untersuchung bekannter und weniger bekannter historischer Werke über den Sozialismus zeigt der Autor immer wieder die dahinter stehende Ideologie des Sozialismus auf, nämlich seinen Chiliasmus. Dieser ist ein Paradox, denn obwohl der Sozialismus Religion und Gott strikt ablehnt, nimmt er gleichzeitig für sich allein in Anspruch, ein neues „tausendjähriges Reich“ des Glücks, ähnlich einem Paradies, auf Erden errichten zu wollen, ja den messianischen Auftrag dafür zu haben. Nur durch den Sozialismus könne die Menschheit erlöst und glücklich werden. Dafür müsse sie aber zuerst alle Individualität, Unterschiede und Ungleichheiten aufgeben, denn im sozialistischen „Paradies“ sind alle Menschen gleich, bis in die kleinste Zelle ihres Wesens. Erst wenn das „Ich“ komplett eliminiert ist, kann auch das Böse im Menschen sterben; zurück bleibt ein leerer, toter Automat, der aufgrund der fehlenden Persönlichkeit „gut“ ist. Die dargelegte Weltanschauung des Sozialismus ist für den Leser erschreckend, zeigt sie doch nicht nur die perfide Logik des Sozialismus, sondern auch seinen fanatischen Hass gegenüber dem Menschen, der mit dem religiösen Wahn und messianischen Heilsauftrag verbunden ist, die Menschheit erlösen zu müssen, indem die Gesellschaft komplett zerstört und das Mensch als Individuum eliminiert wird.

Fazit: Ein wichtiges Buch, das jeder lesen sollte, um den großen Plan, welcher der Bewegung des Sozialismus zugrunde liegt, verstehen zu können. Sehr empfehlenswert!

 

Lichtschlag Medien Verlag
Zweite überarbeitete deutsche Auflage 2016 (19. Oktober 2016)

Taschenbuch
Sprache: deutsch
472 Seiten

ISBN-10: 3939562637
ISBN-13: 978-3939562634

24,90 Euro

 

 

Das Buch „Der Todestrieb in der Geschichte“ können Sie hier beim Ecobookstore bestellen.

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