Die Suche nach dem verlorenen Paradies

von Alexandra Walterskirchen:

„Die Suche nach dem verlorenen Paradies –  Natürliche Landwirtschaft als Ausweg aus der Krise“
von Masanobu Fukuoka

 

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Obwohl das Buch „Die Suche nach dem verlorenen Paradies“ von Masanobu Fukuoka bereits 1987 erschienen ist und der Autor mittlerweile verstorben ist, hat es nichts von seiner Weisheit, Poesie und Gültigkeit verloren. Im Gegenteil, wenn der gelernte Pflanzenpathologe und Bauer geahnt hätte, zu welchen Genveränderungen, Bodenzerstörung, etc. es in der Landwirtschaft kommen würde, hätte er wohl sein Entsetzen über die Abkehr des Menschen von der Natur zur Wissenschaft noch deutlicher hervorgehoben. Doch auch so bleibt sein Werk ein Grundstein einer natürlichen Landwirtschaft im Einklang mit der Natur, das jeder ökologisch interessierte Mensch, Landwirt oder Gartenbesitzer gelesen haben sollte.

Der erste Teil des Buches widmet sich der Grundfrage, was Natur ist und wie eine natürliche Landwirtschaft aussehen kann. Dabei bezieht sich der Autor primär auf seine persönlichen lebenslangen Erfahrungen in Japan, die er als „einfacher Bauer“ auf seinen Reisfeldern und in seinen Obsthainen gesammelt hat. Im sicheren Vertrauen darauf, dass die Natur allein den wahren Weg kennt, hat er die Natur einfach sein lassen und nicht manipulierend eingegriffen. Die Bescheidenheit Masanobu Fukuokas und seine gleichzeitige Ehrfurcht vor der Schöpfung machen ihn zu einem sympathischen Lehrer.

Der Leser spürt, dass der Autor kein „einfacher Bauer“ war, sondern vielmehr einer der großartigsten Naturphilosophen und Weisen unserer Zeit. So ist es nicht verwunderlich, dass er zu zahlreichen Kongressen und Veranstaltungen um die Welt reiste, immer in seiner einfachen japanischen Bauerskleidung, worüber er im zweiten Teil des Buches ausführlich berichtet. Als Botschafter des grünen Friedens und als Angehöriger der japanischen Kultur ist er zudem in der Lage die westliche Landwirtschafts- und Gartenkultur von einem anderen Standpunkt aus zu betrachten, was für den Leser interessant zu erfahren ist.

Im letzten Teil des Buches philosophiert der Autor über die Einheit von Gott und Natur, das Leben und den einzigen Weg des Menschen, um den drohenden Untergang seiner eigenen Kultur und der Erde zu verhindern: seine Rückkehr zur Natur durch die natürliche Landwirtschaft.

Sehr beeindruckend sind die Worte des Autors  auf S. 141: „Wir brauchen nur natürlich, in Übereinstimmung mit der Natur zu handeln. Es gibt keinen anderen Weg für uns, als mit vollem Herzen und ganzer Seele nach der wahren Natur und dem wahren Gott zu suchen. Das ist der letzte Weg, der der Menschheit bleibt.“

Mein Fazit: Das Buch ist eine wahre Weisheitsperle und sehr empfehlenswert.

Absazt

 

Pala Verlag

192 Seiten,
Paperback
1. Juni 1999

ISBN 978-3-923176-63-2

18,00 Euro

 

 

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