Eating you alive

von Helene Walterskirchen:

„Eating you alive“
Regisseur: Paul David Kennamer Jr.

 

 

„Eating you alive“ ist eine amerikanische Dokumentation des Regisseurs Paul David Kennamer jr., deren deutsche Ausgabe zwar in englischer Sprache erscheint, aber von einem deutschen Sprecher begleitet wird. Der Film hat keine durchgehende Handlung, auf die man sich bequem einlassen kann und bei der man gemütlich nebenbei Tee trinken und einen Keks essen kann. Sie erfordert von Anfang an die absolute Aufmerksamkeit des Zuschauers, um all die, wie im Zeitraffer nacheinander aufgeführten Szenen, aufnehmen und verstehen zu können.

Für jemanden, der sich noch nicht oder nur wenig mit einer veganen Ernährung, dem warum und wieso, befasst hat, ist die Dokumentation ein nicht ganz leichter Einstieg. Für jemanden hingegen, der sich schon länger mit der ganzen Thematik „vegane Ernährung“, „warum und wieso“ befasst hat, ist es wie eine geraffte Zusammenfassung der gesamten Thematik in eineinhalb Stunden. Es werden nicht, wie sonst bei Filmen über vegane Ernährung bestimmte Themenbereiche herausgenommen und behandelt, sondern es werden alle Themenbereiche, alle Daten, alle Erkenntnisse, die es dazu gibt, in eine einzige „Box“ gepackt und im Zeitraffer dem Zuschauer präsentiert. Es geht Schlag auf Schlag und man muss sich als Zuschauer sehr konzentrieren, aber auch sehr flexibel sein, um hier mitgehen zu können. Also durchaus ein anspruchsvoller Film.

Was aber durch den geballten Inhalt des Films am Ende herauskommt, ist sensationell. Man erkennt ganz und gar die Problematik des gesamten Themenbereichs, die sich wie folgt zeigt:

  1. Wir haben – ob in Amerika, Europa oder sonst auf der Welt -, eine Agrarindustrie, deren System darauf ausgerichtet ist, Geld zu machen.
  2. Wir haben – ob in Amerika, Europa oder sonst auf der Welt -, eine Ernährungsindustrie (Lebensmittelindustrie), deren System darauf ausgerichtet ist, Geld zu machen.
  3. Wir haben – ob in Amerika, Europa oder sonst auf der Welt -, eine Medizinindustrie, deren System darauf ausgerichtet ist, Geld zu machen.
  4. Wir haben – ob in Amerika, Europa oder sonst auf der Welt -, eine Pharmaindustrie, deren System darauf ausgerichtet ist, Geld zu machen

Diese 4 Industrien arbeiten Hand in Hand und versorgen sich gegenseitig.

Fazit: Diese 4 Industrien haben überhaupt kein Interesse daran, dass die Menschen gesund sind oder dass sie sich gesund ernähren. Im Gegenteil! Es ist alles darauf ausgerichtet, dass die Menschen krank werden und Dauerpatienten des Systems werden. Zuerst macht man sie durch schlechtes und ungesundes Essen (Agrarindustrie und Nahrungsmittelindustrie) krank, dann gibt man sie an die Medizin- und Pharmaindustrie weiter, von der sie bis zum Lebensende nicht mehr frei kommen.

Ach ja, und am Ende gibt es noch eine Industrie, die wiederum Geld bringt: Die Bestattungsindustrie. Diese wird jedoch in der Dokumentation nicht gezeigt.

Fazit: Alle Menschen sind in diese Industrien eingebunden und hängen an ihrem Tropf, solange, bis sie irgendwann erkennen und bereit sind (meistens dann, wenn sie schwerst krank sind), ihre Ernährung und ihr Leben auf vegan, frisch, unverarbeitet, glutenfrei usw. umzustellen, sich mehr zu bewegen und auf Medikamente (weitgehend) zu verzichten.

Der Film zeigt es ganz klar und deutlich: Wir können nicht die Welt der alles beherrschenden 4 Industrien verändern, aber wir können eins: Wir können uns selbst und unsere Lebensweise ändern. Niemand ist hilflos einer schweren Krankheit ausgeliefert, die ihm das Leben kostet. Jeder hat es in der Hand, auch wenn er bereits 60 oder 70 ist, das Steuer seines Lebens herumzureißen, indem er seine Ernährung, sein Leben und sein Verhalten ändert.

 

OT: „Eating You Alive“
Land: USA
Jahr: 2018
Regie: Paul David Kennamer Jr.
Musik: Michael Omartian
Kamera: Kevin E. Klein

Eating You Alive“ // Deutschland-Start: 25. Juli 2019 (DVD)

 

 

KSM GmbH
Athanassios Psomas
Otto-von-Guericke-Ring 15
65205 Wiesbaden

www.ksmfilm.de
presse@ksmfilm.de
Abs.

Starttermin: auf DVD am 17. Oktober 2019

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