Bio-Alkohol von der Familienbrennerei Keßler

von Alexandra Walterskirchen

 

Bio Weingeist von Keßler plus selbstgemachter Glas- und Fensterreiniger aus dem Weingeist in der Küche von Schloss Rudolfshausen

 

Die Geschichte des Alkohols ist sehr alt. Bereits im alten Ägypten, Griechenland und Rom war Alkohol in Form von Wein bekannt und beliebt. Unbekannt waren hingegen Spirituosen, d.h. durch Destillation gewonnener hochprozentiger Alkohol. Dieser wurde erst ca. 1100 n. Chr. in den Klosterküchen Süditaliens entdeckt, weswegen auch heute noch Klöster und Spirituosen eng miteinander verbunden sind. Im Jahr 1167 gelang Magister Salernus die erste dokumentierte Weindestillation an der ältesten abendländischen Hochschule in Salerno. Salernus gelang es, reinen Alkohol als entflammbaren Weingeist (aqua ardens) von den nicht brennbaren Bestandteilen des Weines zu trennen. Dies war der Durchbruch von Alkohol in der Destillation und die „Geburtsstunde“ der Spirituosen.

In jener Zeit schrieb man dem neu entdeckten hochprozentigen Alkohol göttliche Kräfte zu, ja, er wurde von den Alchemisten sogar als der „Stein der Weisen“ bezeichnet und für die Herstellung von „Gold“ verwendet. Gerade zu Beginn seiner Entdeckung galt hochprozentiger Alkohol als magisches Allheilmittel für jede Krankheit. So ist es nicht verwunderlich, dass auch Hildegard von Bingen, die auch zu jener Zeit lebte, einige Rezepte mit dem neu entdeckten Weingeist in ihren Heilkundeschriften aufführt, u.a. das Weingeist-Oliven-Rosen-Öl zur Wunddesinfektion, Majoran-Weingeist-Butter-Salbe gegen Bauchkrämpfe, Kräuterliköre für die Gesundheit, usw. Auch heute noch wird reiner Alkohol als Desinfektionsmittel und zum Ansetzen verschiedener Kräutertinkturen in der Naturheilkunde verwendet, u.a. in der Spagyrik.

Das Brennen von hochprozentigem Alkohol wurde im Laufe der Jahrhunderte zu einem lukrativen Geschäft, das bald von der herrschenden Regierung geregelt wurde. Von 1887 bis 2018 regelte in Deutschland das Reichsbranntweinsteuergesetz (Branntweinmonopol) die Zuteilung von Brennrechten an Brennereien sowie die steuerlichen Abgaben und der Staat nahm auch den Roh-Alkohol ab. Da der Staat jetzt keinen Roh-Alkohol mehr abnimmt, müssen die Brennereien selbst schauen, wie sie ihren Alkohol an die Kunden bringen.

Bis vor ca. 100 Jahren war es selbstverständlich, dass der Alkohol aus biologischen Früchten oder Getreide hergestellt wurde. Deswegen war er natürlich und hochwertig. Mit der industriellen Landwirtschaft, ihren chemischen Spritzmitteln, Herbiziden und Pestiziden, änderte sich das gravierend. Hinzu kam, dass immer mehr Alkohol aus Kostengründen synthetisch hergestellt wurde. Dieser künstliche Alkohol ist bekannt unter dem Namen Ethylalkohol, denaturierter Alkohol (ungenießbar gemacht durch Vergällung) oder Isopropanol. Dieser Billig-Alkohol wird z.B. zur Herstellung von Putzmitteln und Desinfektionsmitteln sowie Haarspray verwendet, da dadurch die Preise für die Produkte sehr niedrig gehalten werden können. Sie sind sehr gefährlich für die Atemwege und die Gesundheit des Menschen.

Wer für eine gesunde und natürliche Lebensweise plädiert, wird irgendwann dazu übergehen, nur noch ökologische Produkte zu verwenden oder solche selbst herzustellen. Wir haben beide Erfahrungen gemacht und uns irgendwann dazu entschieden, unsere Putzmittel, Waschmittel, Kosmetikartikel usw. selbst herzustellen. Dazu braucht man guten, reinen und biologischen Alkohol, den man im normalen Supermarkt-Handel nicht bekommt.

Auf der Suche nach biologischem Alkohol sind wird auf die Familien-Brennerei Keßler aus Bad Peterstal/Griesbach im Schwarzwald gestoßen. Sie besitzt seit fast 200 Jahren das Brennrecht und stellt auf ihrem Hof „Bühlenderandresen“ Brände und Liköre selbst her (überwiegend aus eigenen Früchten). Sowohl der Hof mit Brennerei, als auch das Wissen um die Herstellung der edlen Destillate wurde von Generation zu Generation weitergegeben und stetig weiter vertieft und verfeinert. Der heutige Inhaber Markus Keßler, bewirtschaftet die Brennerei in der sechsten Generation. Er setzt auf die Erfahrungen und die Tradition seiner Vorgänger, führt aber auch Verbesserungen und Neuerungen ein, wie neue Fruchtliköre und eine ökologische Energieversorgung der Destillationsanlage (Holz statt Heizöl und Abgabe der Wärme als Fernwärme in Heizungsnetz).

Und was ganz besonders ist und in unseren Augen die Brennerei Keßler zu einer Schloss-Perle macht: Als einzige Brennerei in Deutschland (unseren Recherchen nach) stellt Keßler Bio-Weingeist aus kontrolliert biologisch angebautem Weizen her. Der geschmacksneutrale Weingeist eignet sich ideal zum Herstellen von alkoholischen Tinkturen, Kräuter-Ansätzen oder zum Weiterverarbeiten zu feinen Likören. Wir verwenden den hochprozentigen Alkohol von Kessler mit destilliertem Wasser vermischt zur Desinfektion, für die Herstellung von Salben und Kosmetik, als Beigabe für unsere selbst hergestellten Putzmittel (z.B. Glasreiniger) im Schloss sowie zur Essig- und Sauerkrautherstellung. Hochprozentiger Alkohol ist ein Universal-(Heil)mittel, das in keinem ökologischen Haushalt fehlen sollte! Wenn dieser aus biologischen Grundzutaten stammt, ist das besonders ideal.

Im Online-Shop der Brennerei Keßler findet man neben vielen weiteren hochwertigen, hauseigenen Edelbränden und Likören, die frei von jeglichen Zusätzen sind, auch besagten Bio-Weingeist in verschiedenen Größen je nach Bedarf: von 0,5l bis 30l. Der Alkohol wird zudem mit einer praktischen Mischtabelle geliefert, was wir sehr gut finden, da dadurch der hochprozentige Alkohol auch von Anfängern leicht in niedrigprozentigen Alkohol verdünnt werden kann.

 

 

 

 

Brennerei Keßler

Inh. Markus Keßler
Breitsodstr. 4
D-77740 Bad Peterstal – Griesbach

Tel. 07806/8062
Fax 07806/910099

www.brennerei-kessler.de
info@brennerei-kessler.de

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

 

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