Gartenarbeiten im April

Gartenkultur-Zentrum Schloss Rudolfshausen

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von Alexandra Walterskirchen, Projektleiterin:

Basilikum und Tomaten in Keramiktöpfen an der sonnigen Hauswand von Schloss Rudolfshausen, daneben liegen die Jumbo-Kübelpflanzensäcke, die in der Nacht über die Pflanzen gestülpt werden und diese vor Kälte schützen

Unser sonnigster und wärmster Platz von Schloss Rudolfshausen ist an der Eingangsseite, die nach Westen zeigt. Dorthin haben wir Anfang April einige unserer Indoor-Pflanzen, die wir in den letzten Wochen gesät und groß gezogen haben, in ihren Keramikpflanzgefäßen hingestellt. So konnten die Pflanzen tagsüber Sonne und Wärme tanken. Nur in der Nacht ist es um diese Jahreszeit bekanntlich noch sehr kalt. So haben wir die Pflanzen bzw. Töpfe mit Kübelpflanzensäcken Jumbo von Bio-Green geschützt, indem wir diese einfach über die Töpfe gestülpt haben. Bio-Green unterstützt seit längerer Zeit unser Schloss-Gardening-Versuchsprojekt mit verschiedensten Produkten.

Die Kübelpflanzensäcke schützen die Pflanzen vor Wind, Kälte und Regen, wobei sie aber gleichzeitig lichtdurchlässig sind und den Pflanzen ein ideales Wachstumsklima bieten. Unseren Indoor-Gurken war es darunter jedoch zu kalt und sie sind eingegangen. Anders dagegen die Zucchini, das Basilikum, die Tomaten und die Kapuzinerkresse, die ihr neues Outdoor-Leben angenommen haben und munter weiterwachsen. Bei schönem Wetter entfernen wir tagsüber die Schutzhauben, so dass die Hummeln und Bienen das blühende Basilikum bestäuben können. Unser Fazit: Wärmeempfindliche Pflanzen können auch jetzt schon hinaus in den Garten, wenn sie an einem geschützten Standort positioniert werden und eine Schutzhülle wie von Bio-Green bekommen, die man am besten mit Bambusstäben stützt, damit die Pflanzen bei Regen durch den nassen Sack nicht zerdrückt werden.

Jungpflanzen geschützt unter einem Jumbo-Kübelpflanzensack

Gemäß den Prinzipien der natürlichen Landwirtschaft und Empfehlungen des Permakultur-Profis Sepp Holzer, haben wir uns vergangenen Herbst entschlossen, die verblühten Stauden nicht zurückzuschneiden, sondern den Winter über auf den Beeten stehen zu lassen, um so Tieren und Insekten einen Lebens-, Überwinterungs- und Nahrungsraum zu bieten. Der Nicht-Rückschnitt entspricht dem natürlichen Kreislauf der Natur, denn wildwachsende Pflanzen schneiden sich auch nicht mit der Schere zurück und wachsen dennoch prächtig. Vielmehr dienen die alten Blütenstände und Blätter als Dünger für die kommende Wachstumsperiode und die Jungpflanzen, die sich selbst ausgesät haben.

Dieses Frühjahr haben wir die „Staudengerippe“ (ein Großteil war schon über den Winter umgefallen oder verrottet) mit der Rasenwalze 3726 von Haemmerlin plattgewalzt.

Haemmerlin gehört ebenfalls zu den Förderern unseres Schloss-Gardening-Versuchsprojektes. Die Rasenwalze hat eine Breite von 57 cm und kann mit 40l Wasser (oder Sand) befüllt werden. Das Schöne dabei: Auch zarte Frauenhände können die Walze bedienen, d.h. schieben bzw. ziehen. Indem man sie über abgestorbene, verdörrte Pflanzenteile schiebt oder zieht, fallen diese um, so dass die nachwachsenden Jungpflanzen Platz haben zum Wachsen und dennoch nicht nackt sind, sondern von den verdörrten Mutterpflanzen geschützt und gedüngt werden. Man muss jedoch ein wenig aufpassen, dass man Halbsträucher, z.B. Lavendel oder Ysop, ausspart, denn diese sind voller Saft und haben schon neue Triebe bzw. Knospen.

Das Ziel des Walzens ist zum einen, dass der Verrottungsprozess der alten Stauden beschleunigt wird, so dass die Beete sich durch die Pflanzenreste selbst mulchen und keine Rindenmulchschicht benötigt wird, damit die Erde nicht austrocknet und Bodenerosion vermieden wird. Zum anderen soll den Jungpflanzen und neu austreibenden Stauden und einjährigen Kräutern mehr Licht gegeben werden. Mit der Rasenwalze kann zudem auch neues Saatgut angedrückt werden. Schlussendlich hat das Walzen auch einen „optischen“ Effekt, da die Beete dadurch aufgeräumter wirken und nicht so verwildert, als wenn die alten Staudenbestände weiterhin stehenbleiben würden. Wir sind gespannt, wie sich unsere Beete durch das Walzen in diesem Jahr entwickeln werden!

Projektleiterin Alexandra Walterskirchen walzt in der Baumscheibe Kirsche abgestorbene, dürre Pflanzenstängel vom Vorjahr platt (im Hintergrund die Westseite von Schloss Rudolfshausen)

Einen weiteren Erfolg unseres Schloss-Gardening-Versuchsprojektes konnten wir Mitte April mit unseren Bio-Erdbeer-Frigopflanzen in unseren selbstgebauten Frühbeeten verzeichnen: Sie blühen! Wir bekamen die Pflanzen vom Bio-Hof Rabberg, um sie in unserem Versuchsprojekt zu testen.

Was sind Frigos? Frigopflanzen sind Erdbeerpflanzen, die erst im Spätherbst von der Mutterpflanze abgenommen und dann eingefroren werden (künstlicher Winter). Sobald sie aus dem Kühlraum entnommen und gepflanzt werden, erwachen die Pflanzen aus ihrem Winterschlaf und das Wachstum setzt ein, so dass sie nach ca. 10 Wochen die ersten Früchte tragen, d.h. wesentlich früher als „normale Erdbeeren“. Wir hatten unsere Erdbeeren zuerst Indoor stehen, doch aufgrund eines Trauermückenbefalls mussten wir sie in unsere Frühbeete umsiedeln, wodurch sie im Wachstum etwas zurückliegen.

Mittlerweile ist es aber wärmer und sie blühen fleißig. Da wir die Frühbeete nur stundenweise geöffnet haben, bestäuben wir die Blüten sicherheitshalber von Hand. Wir sind gespannt, wann sich die ersten Früchte bilden und wie sie schmecken werden.

Blühende Bio-Erdbeer-Frigopflanzen in einem unserer selbstgebauten Frühbeete mit einer schützenden Mulch-Schicht aus Sand

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Wir danken herzlich  den Firmen die uns  hierbei unterstützt haben:

 

Rasenwalze:

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Sand:

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Jumbo Kübelpflanzensack:

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Frigo-Erdbeeren:Absatz

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