Herbstausklang: letzte Pflanzarbeiten

Gartenkultur-Zentrum Schloss Rudolfshausen

 

von Alexandra Walterskirchen, Projektleiterin:

Alexandra Walterskirchen an der neu gepflanzten Wildobsthecke von der Baumschule Schuldt im Südwesten des Schlossgartens entlang der alten Schlossmauer zwischen Gewächshaus, Folienhaus und Gartenhaus.

 

Auch Ende November/Anfang Dezember, wenn der Herbst so langsam ausklingt, gibt es noch sonnige und milde Tage. Eine ideale Zeit, um eine neue Hecke zu pflanzen. Wir haben die alte Buchenhecke, die uns viel Licht genommen hat und zudem weder Blüten noch Früchte trägt, somit auch für Bienen, Insekten und Vögel uninteressant ist, entfernt, den Boden neu aufbereitet mit Bokashi-Dünger vom EM-Technologiezentrum Süd, und dann vielerlei verschiedene Wildobstheckenpflanzen von der Baumschule Direkt.de, JA. Schuldt-Baumschulen doppelreihig eingepflanzt, z.B. Weißdorn, Holunder, Schlehen, Heckenrosen, Felsenbirnen, Aronia, Sanddorn usw.

Wenn die Wildobsthecke im Laufe der Jahre größer wird, gibt es im Frühjahr und auch Frühsommer viele Blüten, die eine Weide für Bienen, Hummeln & Co. sind; von Sommer bis Spätherbst entstehen daraus leckere Früchte, die nicht nur eine Nahrung für Vögel, sondern auch für uns Menschen sind. Bei den Wildobstheckenpflanzen von Schuldt handelt es sich nicht um gezüchtete Pflanzen, sondern um Wildgehölze, die züchterisch nicht oder nur kaum bearbeitet wurden. Viele Wildgehölze gingen im Laufe der Zeit und in der Umstellung zur modernen Landwirtschaft weitgehend verloren. Wir wollen eine größere Bandbreite von alten Wildobstsorten wieder in unserem Schlossgarten Rudolfshausen ansiedeln.

 

Bevor gepflanzt wird, wird EM-Bokashi-Dünger vom EM-Technologiezentrum Süd in die Erde eingearbeitet. Erst danach werden die Jungpflanzen in die Erde gesetzt.

 

Zu den letzten Pflanzarbeiten, die man als Hobbygärtner noch im Freien tätigen kann, bevor Schnee und Frost kommen, zählt das Einpflanzen von Blumenzwiebeln, wie Krokusse, Narzissen, Tulpen usw. Wir haben diese von der Firma „Hortulus-Uphoff“, die von Karin Uphoff geleitet wird, erhalten, die, wie die Baumschule Schuldt und das EM-Technologiezentrum Süd unseren „Permakultur-Versuchsanbau Schloss Rudolfshausen“ unterstützen und an unseren diversen Versuchsprojekten interessiert sind.

Um Blumenzwiebeln in die Erde zu bringen, muss man jedoch erst Löcher graben. Das ist in der Regel bei der nassen Erde im Spätherbst ziemlich einfach, jedoch gibt es manchmal kleinere Hindernisse in Form von Steinen, Wurzeln oder Gehölzen. Deshalb braucht man ein sehr gutes und qualitativ hochwertiges Werkzeug.

Helene Walterskirchen verwendet am liebsten die Steinschaufel sowie die Grabegabel mit vier Zinken der holländischen Firma Sneeboer, die Qualitätsgartenwerkzeuge  herstellt. Mit der Grabegabel kann man selbst bei Wurzelstöcken oder Wurzelwirrwarr problemlos und tief in die Erde stechen, was manchmal mit einer Schaufel nicht gut möglich ist. Nachdem man tief in der Erde ist, kann man z.B. Wurzelstöcke oder Wurzelteile relativ leicht heraushebeln. Wenn man so entsprechend große Pflanzlöcher geschaffen hat, kann man die Blumenzwiebeln in Horsten (also größere Mengen), in die Erde geben und großzügig mit Erde bedecken. Blumenzwiebeln sollte man nicht einzeln pflanzen, sondern immer in Horsten, was optisch einfach mehr hermacht.

 

Helene Walterskirchen gräbt am Eingangsbeet von Schloss Rudolfshausen mit der Sneeboer-Stein-Schaufel und der Sneeboer Grabegabel Pflanzlöcher für Blumenzwiebeln von Hortululs-Uphoff

 

 

allen mitwirkenden Firmen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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