Herbststimmung im Schlossgarten

Gartenkultur-Zentrum Schloss Rudolfshausen

 

von Alexandra Walterskirchen, Projektleiterin:

 

Pflanzenfee Alexandra Walterskirchen mit selbstgezogenen Jungpflänzchen (Tomate, Gurke, Zucchini, Spinat), die im BioGreen Überwinterungszelt Arctic heranwachsen und die wir versuchsweise in unserem Gewächshaus mit Beleuchtung im Winter anbauen wollen. Im Hintergrund: 3 Tomatenpflanzen, die sich in unserem Garten selbst ausgesamt haben und die wir ebenfalls überwintern wollen.

 

  1. Überwinterungszelt von BioGreen

Wer im Winter Grün oder Gemüse essen möchte, muss jetzt die entsprechenden Jungpflanzen heranziehen. Dies geht nur im geschützten Bereich eines Folienhauses, Gewächshauses oder in einem speziellen Überwinterungszelt. Zwei solche Überwinterungszelte, Typ Arctic, haben wir von der Firma BioGreen zur Verfügung gestellt bekommen, um sie zu testen. Es handelt sich um sog. „Anlehnhäuser“, die man an eine Mauer, ein Haus oder, wie in unserem Fall, an ein Gartenhaus anlehnen kann und die so besser windgeschützt sind und die Wärme des Gebäudes zu den Pflanzen transportieren können. Das funktioniert erstaunlich gut, wie wir schon feststellen konnten. Das Mikroklima in den Überwinterungszelten ist gut und beschleunigt das Pflanzenwachstum, selbst bei kalten Temperaturen.

Sie lassen sich leicht aufbauen, haben eine UV-beständige Folie sowie zwei große Fensteröffnungen auf der der Vorder- und Rückseite, die man mit Reißverschlüssen leicht auf und zu machen kann. Unsere ersten Erfahrungen mit den Überwinterungszelten sind ausgesprochen positiv: die Pflanzen wachsen erstaunlich gut heran und sind schon wesentlich weiter als die Pflanzen, die wir als Vergleich im Freien heranziehen. Jetzt, Ende September, kann es zwar durchaus tagsüber noch warm sein, jedoch kühlt es in den Nächten schon erheblich ab und so ist ein Überwinterungszelt genau das richtige, weil man es nachts schließen und tagsüber öffnen kann.

 

Alexandra Walterskirchen verwendet bevorzugt das Bio-Substrat Floradur von Floragard als universelle Pflanzerde im Garten; durch ihre fluffige Qualität ist die Erde sowohl für Jungpflanzen als auch für Stauden und Bäume gleichermaßen geeignet.

 

  1. Floradur Bio-Substrat von Floragard

In der Landwirtschaft und in Gärten braucht man immer wieder neue, frische Erde, sei es, weil alte Erde verdichtet oder durch den Anbau von Gemüse mineralarm geworden ist oder schlichtweg geschrumpft ist. Ein 70 l Sack ist in einem großen Garten schnell verbraucht. Es gibt viele Bio-Pflanzerden, die wir im Laufe der Jahre in unserem Garten verwendet und experimentiert haben und mit denen wir mehr oder weniger zufrieden waren. Dies hat sich im Sommer 2019 geändert, als wir auf das Floradur Bio-Substrat von Floragard gestoßen sind, das uns durch seine Luftigkeit und Flockigkeit und seinen angenehmen Erdgeruch sofort begeistert hat und ganz besonders durch die Tatsache, dass es für ökologisches Gärtnern geeignet ist. Die im Substrat enthaltenen Torfqualitäten erleichtern die Wasserversorgung, Perlite sorgen für ein hohes Porenvolumen und eine hohe Luftkapazität, kohlensaurer Kalk stimmt den pH-Wert auf die Pflanzenbedürfnisse ab, Kokosmark verbessert die Wasseraufnahme und -abgabe sowie die Drainage. Durch die Luftigkeit und Flockigkeit des Floradur-Substrats können sogar wir Frauen 70 l Säcke transportieren und problemlos auf die Beete ausbringen!

 

Experimentierbeet „an der Schlossmauer“ – hier hat Alexandra Walterskirchen verschiedenes Saatgut von der Firma Quedlinburger eingesät. Das Beet haben wir ganz einfach eingelegt, indem wir Kokosvlies von der Gartenscheune auf das Gras gelegt haben, darauf Pflanzerde von Floragard geschüttet sowie Dünger eingearbeitet haben.

 

  1. Säen mit Quedlinburger Saatgut

Für erfolgreiches Gärtnern braucht es neben einem guten Erdboden auch gutes Saatgut. In einem schlechten Erdboden wird das beste Saatgut nicht aufgehen; in einem guten Erdboden wird schlechtes Saatgut nicht richtig keimen bzw. es werden nur wenige Samen aufgehen. Daher: guter Erdboden + gutes Saatgut = gärtnerischer Erfolg. Bei unserer Suche nach qualitativ hochwertigem Saatgut sind wir auf die Firma Quedlinburger gestoßen, deren Anspruch es ist, höchste Saatgut-Qualität zu produzieren und zu vertreiben. Das Unternehmen, das 700 Sorten Blumensamen, über 500 Sorten Gemüsesamen und fast 200 verschiedene Kräutersaaten in seinem Lieferprogramm hat, baut auf kräftigen Böden im klimatisch günstigen Wetterschutz des Harzes sein Saatgut auf mehreren Hektar Frei- und Gewächshausflächen an, vermehrt und verarbeitet diese und versendet sie als Samenhandel „Saat 24“ an Hobbygärtner, Gärtnereien und Pflanzenzüchter in aller Welt. Wir haben das Quedlinburger Saatgut bereits an verschiedenen Stellen in unserem Schlossgarten ausgesät und teilweise sind die Saaten (je nach Sorte) auch schon aufgegangen, manche werden erst nächstes Frühjahr aufgehen.

 

Abschließend noch ein Foto aus unserem Garten, das zeigt, welche Überraschungen die Natur für uns bereit hält:

 

Am Fuße der Hochbeete wachsen zwei Champignons. Wir hatten die Erde in den Hochbeeten unter anderem mit altem Champignon-Substrat gedüngt.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Gemeinsam sind wir stark, gemeinsam  für eine gesunde Erde!

 

 

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