Hirnforscher Gerald Hüther warnt vor Schäden bei Kindern durch Lockdown

.

von Sven von Storch

.

Sven von Storch

.

Vor einiger Zeit platzte Bundeskanzlerin Angela Merkel der Kragen: »Das lasse ich mir nicht anhängen, Frau Schwesig, dass ich Kinder quäle«, wird die Kanzlerin zitiert. Doch nur weil Angela Merkel einen Vorwurf bestreitet, ist er nicht aus der Welt. Es stellt sich also die Frage: Quält Frau Merkel Kinder ?

Der Hirnforscher Gerald Hüther ist eindeutig, wenn er feststellt: Der Merkel-Lockdown bewirkt massive Schäden bei Kindern. Laut FAZ sagte er gegenüber dem Evangelischen Pressedienst: »Die betroffenen Kinder müssen ihre ureigensten Bedürfnisse unterdrücken, um diese Situation« – den Merkel-Lockdown – »auszuhalten«, und ergänzte: »Es kann nichts Gutes dabei herauskommen, wenn wir ihnen dauerhaft Zuwendung entziehen, das Spielen mit Freunden vorenthalten und die Nähe zur Oma entziehen.«

Leere Klassenzimmer und geschlossene Kitas schaden der Entwicklung des Kindes. Eine gesunde Entwicklung sei so wichtig wie die Nahrung. Kinder wollten zeigen, »dass sie was draufhaben – und sei es nur, dass sie am höchsten auf den Baum klettern können.« Mit einem längeren Lockdown bilden sich hemmende Verschaltungen in den Gehirnen der Kinder, zum Beispiel in den Motivationszentren. So gehe etwa die Motivation verloren, Oma zu besuchen. »Am Ende ist die Oma vielleicht keine wichtige Begleitperson mehr für den Rest des Lebens. Wollen wir das?«

Kinder suchten sich mittlerweile Ersatzbefriedigungen im Internet. Sie würden fettleibig. »Früher hieß so was Fernsehen und Snacks futtern, heute ist noch das Rummachen im Internet dazugekommen.« Im Lockdown wird dieses Verhalten durch den digitalen Unterricht forciert.

Vordergründig mögen sich Kinder angepasst verhalten und die verordneten Regeln einhalten. »Die Kinder versuchen, uns Erwachsenen alles recht zu machen. Wenn man denen sagt, Du musst die Maske aufsetzen, Du musst Abstand halten, Du darfst die Oma nicht mehr in den Arm nehmen, dann nimmt das die Oma nicht mehr in den Arm.« Schon fast resignierend resumiert der Forscher im Deutschlandfunk: »Und wenn das ein halbes Jahr so ist, dann will es die Oma auch nicht mehr in den Arm nehmen.«

Diese Entwicklung durch den Merkel-Lockdown ist nach Ansicht des Hirnforschers nicht ohne weiteres reparabel. Er habe die Befürchtung, »dass hier eine Generation von jungen Leuten groß wird, die sich gar nicht mehr daran erinnern können – weil sie es gar nicht erlebt haben – wie schön das war –, als Kind lebendig zu sein.«

Quält Kanzlerin Merkel Kinder ? – Jedenfalls gibt es bereits einen Hashtag #merkelquaeltkinder. Und soviel lässt sich sagen: Der Merkel-Lockdown schadet Kindern und wird von vielen Kindern und Jugendlichen sicher als Quälerei in Erinnerung bleiben.

 

Der Artikel erschien zuerst am 29.1.2021 auf der Internet- und Blogzeitung DIE FREIE WELT. Herausgeber der FREIEN WELT ist Sven von Storch.