Hochwertige Tischkultur mit einem Silberbesteck von Carl Mertens

von Helene Walterskirchen

 

Unser Carl Mertens-Silberbesteck in Schloss Rudolfshausen

 

 

In den 1950er und auch 60er Jahren war es üblich, Töchtern eine Aussteuer mitzugeben. Irgendwann, so im anfänglichen Teenager-Alter bekam man plötzlich zum Geburtstag oder zu Weihnachten von den Eltern keine Spiele, Bücher oder Puppen mehr geschenkt, sondern man bekam eine Garnitur Bettwäsche, eine Tischdecke oder Teile eines Silberbestecks. Alles schön peu à peu über die Jahre verteilt und, wenn man dann so Anfang 20 war, hatte man eine komplette Aussteuer im Schrank.

In einem gehobenen Haushalt durfte zu jener Zeit ein Silberbesteck nicht fehlen, das man natürlich nicht für den Alltag nahm, sondern nur für Sonntage oder Festtage. Auch ich hatte mit meiner Aussteuer so ein Silberbesteck mitbekommen. Am Anfang waren es nur wenige Teile, dann immer mehr und irgendwann hatte ich ein ganzes Besteck beisammen – mit einem passenden Besteckkasten, damit auch alles gut verwahrt war. So war ich nach meiner Hochzeit in meinem eigenen Haushalt gut gerüstet.

Dieses Silberbesteck hat – wie ich – eine bewegte Geschichte erlebt und ist mit mir immer wieder an verschiedene Orte gezogen. Ich habe es fleißig geputzt, denn leider läuft bekanntlich Silberbesteck immer wieder schwarz an und muss mit einem Silbertuch oder Silberputzmittel geputzt werden. Mein Silberbesteck wurde mit den Jahren immer mehr zu meinem Alltagsbesteck – nicht für die Küche, sondern für das Essen. Ich fand, dass das so passte. Irgendwann verschenkte ich es und kaufte mir ein neues hochwertiges Essbesteck und das Hauptkriterium dabei war, dass es nicht anlaufen durfte, da mich die ständige Putzerei nervte.

Heute habe ich wieder ein Silberbesteck. Es ist von der deutschen Traditionsfirma Carl Mertens aus Solingen.

Die bekannte Besteckfirma hat – wie ich – eine bewegte Geschichte hinter sich. Sie wurde im Jahr 1919 von Carl Mertens (1878 – 1944) in Solingen als Lohnschleiferei für Taschenmesserklingen gegründet. Sein Sohn, Curt Mertens sen. (1906 – 1978) führte 1938 die Besteckherstellung ein.

1978 wurde sein Sohn Curt Mertens jun. Geschäftsführer. Nach schweren Jahren ist das Unternehmen Carl Mertens, so die Unternehmensleitung, seit 2015 wieder auf dem Weg der positiven Entwicklung, wozu nicht zuletzt das Engagement eines Chinesischen Investors beigetragen hat. Seit dieser Zeit blickt das Unternehmen als Carl Mertens International GmbH zuversichtlich auf die wichtigen Aufgaben der Zukunft. Das Traditionsunternehmen entwickelt sich von der klassischen Tableware-Marke zum Qualitätshersteller für individuellen Lifestyle rund die Themen Zubereiten, Kochen und Genießen.“ Die (neuen) Produkte von Carl Mertens sind nicht nur nach dem deutschen Lifestyle, sondern auch nach dem chinesischen und südostasiatischen Lifestyle ausgerichtet, da die Produkte auch auf dem dortigen Markt verkauft werden.

Der Wandel bei Carl Mertens ist unübersehbar. Zu einer Zeit, da Tischkultur, ein hochwertiges Ess-Service sowie ein Silberbesteck noch üblich waren, war die Firma ein blühendes Unternehmen mit 100 Mitarbeitern. Klassische Carl Mertens Silberbestecke finden sich unter anderem im malaysischen und jordanischen Königshaus sowie im Gästehaus der Bundesrepublik Deutschland auf dem Petersberg. Mit den 1990er Jahren und der Jahrtausendwende kam es zu einem zunehmenden Verfall der Tischkultur. Die meisten Menschen legten keinen Wert mehr auf hochwertiges Porzellan und Besteck. Immer öfter wurden Plastikgeschirr und –Bestecke verwendet, die man nach Gebrauch einfach in den Müll werfen konnte. Dass man dadurch das aufkommende Müllproblem weltweit förderte, wurde ignoriert oder war schlichtweg einfach nicht bewusst.

Aus dem wertebewussten Lifestyle wurde ein Billig-Lifestyle ohne Geschmack und Ästhetik. Die jahrhundertealte Tradition der Aussteuer für Mädchen wurde als „alter Zopf“ abgetan und nicht mehr gepflegt. Dafür entwickelte sich eine regelrechte Sucht für immer Neues, Anderes, Hippes, Cooles – auch in Sachen Geschirr und Besteck, das man wegwerfen konnte, wenn es nicht mehr „in“ war oder sich der Geschmack änderte.

Wir Menschen aber brauchen ein Wertebewusstsein, das unseren Selbstwert definiert, wenn wir nicht in einem Zustand von Wertelosigkeit oder Minderwertigkeit versinken wollen. Dies bedeutet: weg vom Plastik- oder Billigbesteck hin zu einem hochwertigen Besteck und – gemäß der alten Tradition – zu einem Silberbesteck. Deshalb brauchen wir Firmen wie Carl Mertens, die uns eine hochwertige Tisch-, Schneide- und Besteck-Kultur vermitteln.

 

 

 

CARL MERTENS
International GmbH
Krahenhöher Weg 8
D-42659 Solingen

Tel. +49(0)212-24225-0
Fax +49(0)212-24225-40

E-Mail info@carl-mertens.com
www.carl-mertens.com

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

 

 

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