Kokos-Blumenerde für Schloss-Indoor-Gardening

von Alexandra Walterskirchen:

Aus einem Ziegel Kokos-Blumenerde entsteht mit Wasser so viel Substrat

 

Wer eigene Pflanzen säen und anziehen möchte, braucht eine spezielle Aussaaterde, die das Wasser gut speichern kann und nicht schnell austrocknet. Sie darf allerdings nicht so feucht sein, dass die Samen bzw. Sämlinge darin verschimmeln. Die Aufgabe eines Gärtners im Indoor- wie auch im Outdoor-Bereich ist es daher, ein gutes Gleichgewicht zwischen Wasserspeicherung und Wasserabfluss zu schaffen.

Bei meinem Indoor-Gardening-Experiment habe ich zu Beginn den Fehler gemacht, normale Garten- oder Blumenerde zu verwenden, was sich negativ auf die Sämlinge auswirkte. Die einen gingen in den groben Resten von organischem Material wie Rindenreste und Hackschnitzel nicht auf, weil die Erde nicht fein genug war. Die anderen gingen zwar auf, wuchsen jedoch schlecht, weil die Erde sich mit der Zeit immer mehr zu einem harten Klumpen verdichtete, so dass die feinen und jungen Wurzeln keine Nährstoffe aufnehmen konnten.

Aus diesen Erfahrungen heraus habe ich damit begonnen, spezielle Anzuchterde zu verwenden. Meine ersten Erfahrungen habe ich dabei mit den Kokos-Quelltabletten von Romberg gesammelt. Diese gehen durch die Zugabe von Wasser innerhalb weniger Minuten um ein Vielfaches auf. Dadurch produzieren sie quasi einen „Mini-Blumentopf“, der außen durch Papier zusammengehalten wird. Die Anzucht von Sämlingen in diesen Mini-Blumentöpfen lief gut und die Sämlinge keimten wesentlich besser, Jedoch gab es ein Problem: man konnte nur einen Samen pro Quelltablette anziehen. Das war mir zu wenig. So machte ich mich auf die Suche nach einem Kokossubstrat, mit dem ich meine eigene Anzuchterde herstellen konnte, die es mir ermöglichte, gleich mehrere Samen auf einmal einzusäen.

Dabei bin ich auf die Kokoserde von „Humusziegel.de“ in Wörmlitz gestoßen. Die Firma vertreibt Kokoserde in Form von gepressten Ziegeln, die sehr platzsparend sind und dennoch enorm viel Kokosblumenerde ergeben. Die Kokosziegel bestehen aus 100% organischem Kokoshumus, der aus den Fasern der Kokoshülle hergestellt wird. Getrocknet und gepresst wiegen die Humusziegel nur ca. 650 Gramm, die unter Zugabe von vier Litern warmem Wasser zu 8 bis 9 Litern gebrauchsfertiger Kokoserde aufquellen. Als Anzuchterde bzw. Aussaaterde ist sie ohne weitere Zusätze sofort einsatzbereit. Es gibt die Kokosziegel auch in größerem Format, z.B. als 5 kg-Block, so dass man nach dem Aufweichen gleich eine ganze Schubkarre voll Kokoserde hat, oder man bekommt sie als loses Kokosstreu in trockener Form zum Mischen mit anderer Erde.

Da sich die Kokoserde in der Anzucht bei mir so gut bewährt hat, habe ich nach unguten Erfahrungen mit reiner Blumenerde damit begonnen, sie mit normaler Pflanz- bzw. Topf-Erde zu vermischen. Es konnte doch nicht sein, dass die schöne lockere und flockige Blumenerde, wie sie am Anfang war, als ich die Pflanze darin einpflanzte, schon nach wenigen Wochen knochenhart und trocken wurde! Als ein Basilikum in einer solchen Erde trotz Gießen vertrocknet ist, da das Wasser sofort wieder aus dem Blumentopf herauslief, erkannte ich, dass ich einen zusätzlichen Wasserspeicher in der Erde benötigte. Früher wurden der Pflanzerde oft Styropor-Kügelchen oder Torf zugefügt, die das Wasser speichern sollten, jedoch kam dies für mich nicht in Frage. Statt dessen begann ich damit, Kokoserde zu verwenden, was wesentlich ökologischer und nachhaltiger ist, da Kokospalmen immer wieder neu wachsen. Der Abbau von Torf aus den Mooren hingegen hinterlässt unreparierbare Schäden, da Torf bekanntlich ein endlicher Rohstoff ist.

Beim Kauf von Kokoserde sollte man jedoch darauf achten, dass es aus guten und hochwertigen Quellen stammt, denn sonst können darin Pilze und Bakterien oder zu viel Salz enthalten sein, die den Sämlingen schaden. Die Humuserde von Humusziegel wird regelmäßig auf Schadstoffe und Rückstände kontrolliert.

Die Kokoserde ist aufgrund ihrer geringen Nährstoffe ideal zur Anzucht von Sämlingen oder zum Mischen von normaler, sterilisierter Pflanzerde, wodurch eine bessere Durchlüftung und Feuchtigkeit der Erde bewirkt wird. Was man jedoch bedenken muss: Kokoserde allein kann eine Pflanze nicht versorgen, es braucht immer auch einen zugegebenen Dünger. Wer an hydroponischem Anbau interessiert ist, d.h. dem Anbau ohne Erde, kann Kokoserde auch als hydroponisches Medium verwenden.

Für mich ist die Kokoserde ein wichtiger Bestandteil meines „Pflanzerd-Rezeptes“ geworden, das, neben Kokoserde, auch aus gedämpfter Pflanzerde, Zeolith und anderen Zutaten besteht.

Die Kokoserde, die wir heute bei unserem Indoor-Gardening verwenden, hat folgende Vorteile:

  1. Sie hat eine sehr gute Wasserhaltefähigkeit durch die Zellstruktur der Fasern. Dies bedeutet, dass man deutlich weniger gießen muss.
  2. Sie kann problemlos wieder befeuchtet werden, da die Kokoserde auch nach vollständiger Austrocknung wieder Wasser aufnehmen kann – anders als normale Erde, die nach vollständiger Austrocknung wasserabweisend ist.
  3. Sie schimmelt nicht, da sie steril und frei von Schadstoffen und Pilzen ist. Das ist sehr wichtig bei der Anzucht, da sonst die Keimlinge dem Schimmel zum Opfer fallen.
  4. Sie hat eine lockere Struktur, wodurch die Wurzeln der Pflanze optimal belüftet werden. Je mehr Sauerstoff die Wurzeln erreicht, desto besser wächst die Pflanze.
    Tomaten-Jungpflanzen wachsen gut  in einem Gemisch aus Pflanzerde und Kokoserde.

Und was mir persönlich besonders gut gefällt: Die gepressten Ziegel sind im Gegensatz zu schweren Säcken mit Blumenerde leicht und klein, so dass sie auch von zarten Frauenhänden ganz easy transportiert werden können.

Humusziegel Großhandel & Direktimport GmbH
Dorfmathen 3
D-39291 Wörmlitz

Telefon: 03922468206
Telefax: 03922468207

E-Mail: tfbaustoffe@t-online.de
www.humusziegel.de

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

 

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