Mein Name ist Somebody

von Helene Walterskirchen:

„Mein Name ist Somebody“
Drehbuch, Regie, Hauptrolle: Terence Hill

 

 

Der weltbekannte Schauspieler und Komödiant – wer kennt nicht die unvergesslichen Italo-Western-Filme und Parodien mit ihm und seinem gewichtigen Partner und Freund Bud Spencer – hat sich einen Traum erfüllt und in jahrelanger Arbeit ein Drehbuch für einen Film geschrieben, in dem er selbst die Hauptrolle spielt und Regie führt. Der Titel „Mein Name ist Somebody“ ist angelehnt an den früheren Filmtitel „Mein Name ist Nobody“, in dem Hill mit Henry Fonda die Hauptrolle gespielt hat.

Und damit die vielen Fans des beliebten Schauspielers mit den stahlblauen Augen und der verschmitzten Miene nicht vergessen, mit wem sie es zu tun haben, lautet der Untertitel des Films „Zwei Fäuste kehren zurück“. In zwei Szenen des Films zeigt Terence Hill in gewohnter Manier, was seine Fäuste so drauf haben, auch jetzt noch, im Alter von Ende 70. Und wo die Fäuste nicht mehr helfen, hilft seine altbewährte Bratpfanne, mit der er selbst den stärksten Gegner umhaut.

Das ist die Prise „Action“ im Film, der sonst eher beschaulich, von Gelassenheit getragen, mit philosophischen Gedanken und etwas Melancholie getränkt ist. Terence Hill spielt einen Althippie, einen Aussteiger, der sich eines Tages mit seiner Harley Davidson von Italien aufmacht in ein Wüstengebiet in Spanien, wo er in meditativer Einsamkeit ein Buch lesen möchte. Vergangenheit vermischt sich mit Gegenwart, der Schauspieler von damals mit dem von heute. Im spanischen Wüstengebiet hat er als junger Schauspieler mit Bud Spencer gedreht. Heute, als „alter“ Schauspieler kehrt er wieder dorthin zurück, um sich dem zu ergeben, was man Erinnerungen nennt. Die Kulisse in der Wüste tut ihr übriges, erinnert sie doch an verschiedene Filme von früher.

In diese melancholische und etwas mystische Reise von Thomas, so der Name von Somebody, tritt eine junge Frau, Lucia, die er aus der Gewalt von zwei üblen Gesellen befreit. Sie fühlt sich zu ihm hingezogen wie zu einem väterlichen Freund, er fühlt sich zu ihr hingezogen wie zu einer Tochter. Sie schließt sich ihm an, da auch sie nach Spanien möchte, und beide setzen gemeinsam ihre Reise fort. Zwei Wesen wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten und sich doch so ähnlich sind. Der eine, der Alte, ist am Ende seines Lebens, die andere, die Junge, ist scheinbar am Anfang ihres Erwachsenenlebens, in Wirklichkeit jedoch ist sie ihm viel näher als es scheint. So sitzen beide gerne des Nachts draußen und betrachten die Unendlichkeit des Sternenhimmels, lauschen nostalgischer Musik oder lesen im Buch, das Thomas mitgebracht hat, und in dem es über die Geschichte von Maria geht.

Der Film ist eine Hommage an einen großen Schauspieler, mit dem eine reichhaltige Geschichte verbunden ist. Jedes Lebensjahrzehnt, jeder Film, jede Freundschaft hat an dieser Geschichte mitgestrickt. Am Ende braucht es keine großen Worte mehr; der Mensch selbst ist lebendiger Zeuge seiner Lebensgeschichte. Er selbst ist der Film, den er in seinem Leben gedreht hat und in dem er die Hauptrolle spielt.

 

 

Genre: Roadmovie
Cast: Terence Hill, Veronica Bitto u.a.

Laufzeit: 95 Minuten
FSK: ab 6 Jahren
Start: 23.08.2018
Originaltitel: My Name is Thomas
Produzent: Jess Hill

KSM GmbH
Athanassios Psomas
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