Mobile Komposttoilette von TriaTerra

von Alexandra Walterskirchen

 

Die mobile Komposttoilette „Toa Luxus“ von Tria Terra in Schloss Rudolfshausen

 

Als wir vor mehreren Jahren auf den „Öko-Zug“ gesprungen sind, haben wir uns die Frage gestellt, was würde passieren, wenn es einmal zu einer größeren Wasserversorgungsnot kommt und unsere modernen Wasserspültoiletten nicht mehr funktionieren würden? Da wir Menschen sind, die mehrmals täglich auf die Toilette müssen – ob klein oder groß – sind wir darauf angewiesen, unsere Ausscheidungen auf die eine – Wasserspülung – oder andere Art zu entsorgen. Diese „andere“ Art der Entsorgung sind Komposttoiletten. Diese sind nicht identisch mit den „Plumps-Klos“ aus vergangenen Zeiten, die noch so manch älteren Menschen durch ihren unangenehmen Fäkaliengeruch in Erinnerung sind.

Das System des Kompostierens von Ausscheidungen ist sehr alt, denn es ist bekannt, dass frühere Kulturen wie die der Chinesen und Azteken ihre Fäkalien kompostiert haben, da sie in ihnen keinen Abfall gesehen haben, sondern ein wertvolles Mittel, um den ökologischen Kreislauf der Erde zu schließen und so in Fluss zu bringen bzw. zu halten. Wir moderne Menschen hingegen sehen unsere Ausscheidungen als etwas Ekliges an, das wir lieber mit einem Knopfdruck durch sehr viel gutes Trinkwasser im Abwassersystem verschwinden lassen. Wir glauben, dass in unseren Kläranlagen alles wieder bestens gereinigt wird, ehe das Wasser wieder in den Wasserkreislauf zurückgeführt wird. Es ist jedoch bekannt, dass es selbst hoch entwickelten Kläranlagen nicht gelingt, die Mischung von Wasser, Nährstoffen, Krankheitskeimen und Schadstoffen komplett voneinander zu trennen. Die Folge ist, dass unsere Gewässer, in die das Klärwasser zurückgeführt wird, verschmutzt werden. Auf der anderen Seite geht unserer Landwirtschaft durch den Fäkalienverlust wertvoller Dünger verloren.

Einer, der sich seit vielen Jahren mit diesem Ungleichgewicht befasst, ist der Dipl.-Geoökologe Marko Heck. Er befasst sich seit 2003 mit Effektiven Mikroorganismen und ist 2009 auf Terra Preta gestoßen, einer Schwarzerde mit Pflanzenkohle und Gesteinsmehl. Daraus entwickelte er spezielle Kompost-Toiletten-Systeme, die Fäkalien mittels Effektiver Mikroorganismen bzw. TriaTerra-Streu zu wertvoller Terra Preta-Erde umwandeln. Diese Kompost- bzw. Humustoiletten sind nicht nur wassersparend bzw. wasserlos, sondern mit ihnen kann jeder fruchtbare Erde für Garten und Balkon produzieren. Auf seinem Hof in Groß Pankow betreibt Marko Heck gemeinsamen mit Gleichgesinnten einen Lehrgarten und eine TriaTerra-Lehrlandwirtschaft, um zu zeigen, wie der natürliche Kreislauf in der Praxis wiederhergestellt werden kann und wie fruchtbar Gemüse und Obst dadurch gedeihen.

Als wir uns vor mehreren Jahren mit dem Thema „Komposttoilette“ näher befasst haben, sind wir auf TriaTerra und ihre mobile Komposttoilette „Toa-Luxus“ gestoßen. Wir waren sehr davon angetan und hätten am liebsten unser gesamtes Toilettensystem darauf umgestellt. Das war jedoch leider in unserem denkmalgeschützten Gebäude nicht möglich. So haben wir uns für eine einfachere Alternative entschieden: eine mobile Komposttoilette. Die anerobe Trockentoilette „Toa-Luxus“ von TriaTerra hat uns sofort überzeugt, sowohl optisch als auch von ihrer einfachen Funktionsweise. Sie sieht mit ihrer WC-Brille auf den ersten Blick wie eine normale Toilette aus. Durch ihre Größe passt die „Toa-Luxus“ in jedes Bad und kann neben oder anstatt der Wassertoilette verwendet werden. Bei Bedarf kann sie auch in andere Zimmer des Hauses aufgestellt werden, eben überall dort, wo eine Toilette fehlt und benötigt wird. Auch für Gartenhäuser, Ferienhäuser oder andere Plätze, die ein „stilles Örtchen“ benötigen, ist sie ideal. Wir verwenden die Toa Luxus Toilette auch gerne als Notfalltoilette, wenn einmal das Wasser ausfällt oder beispielsweise ein Umbau im Bad ansteht.

Anfängliche Hemmungen bei der Benutzung der Komposttoilette sind schnell überwunden, wenn man feststellt, wie einfach die Toa Luxus Mobiltoilette funktioniert. Man muss sich nur ein wenig umstellen: Der Urin wird mit einer Urinflasche abgetrennt, wie es bei allen Kompost- bzw. Humustoiletten üblich ist. Da Urin keimfrei ist, kann er mit Wasser verdünnt direkt im Garten als Dünger verwendet werden. Der 22l Wechseleimer der Mobiltoilette, der im Kunststoff mit EM-Keramik versehen ist, wodurch die Fermentation besser funktioniert, wird mit TriaTerra-Streu gefüllt und bei Bedarf zusätzlich mit Sägespänen, um Flüssigkeiten aufzusaugen. So wird der Eimer schichtweise gefüllt, bis er voll ist. Danach wird er mit dem Deckel luftdicht verschlossen und 1-6 Wochen stehen gelassen, damit der Inhalt von den Mikroorganismen fermentiert wird. Danach kann der Inhalt einem Komposthaufen zugegeben und dort weiter kompostiert werden, bis daraus in ca. 3 bis 6 Monaten Terra Preta entsteht.

Wer meint, eine solche Komposttoilette würde unangenehm riechen, irrt. Im Gegenteil, der Inhalt der Toilette riecht angenehm, wie eine Mischung aus Erde und Wald nach Regen. Die Effektiven Mikroorganismen verhindern Fäulnis und zusammen mit der Holzkohle und dem Gesteinsmehl des TriaTerra-Streus werden Gerüche zuverlässig gebunden. Was wir jedoch aus hygienischen Gründen praktizieren ist, dass jeder im Haus seine eigene Komposttoilette hat und man sie nicht miteinander teilt, denn so eine Komposttoilette ist eine sehr persönliche Sache.

Die mobile Komposttoilette von TriaTerra ist nicht teuer und sollte eigentlich in jedem Haushalt stehen, ganz gleich ob man Eigentümer oder Mieter ist – vorausgesetzt man hat Zugang zu einem Stück Garten. So ist man nicht nur unabhängig von der Wasserzufuhr, sondern kann auch seinen eigenen Dünger bzw. seine eigene Terra Preta-Erde produzieren.

 

 

 

Firma TriaTerra
Dipl.-Geoökologe Marko Heckel
Fritz-Reuter-Str. 20
D-19376 Groß Pankow

Tel. 038724/20192
Fax 03212/1146188

E-Mail: info@triaterra.de
www.triaterra.de

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

 

 

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