Phylos der Tibeter (eng. Originaltitel: A Dweller on Two Planets)

von Alexandra Walterskirchen

„Phylos der Tibeter“
(eng. Originaltitel: A Dweller on Two Planets)

 

 

Das Buch „Phylos der Tibeter“ zählt zu den okkulten Einweihungsbüchern des 19. Jahrhunderts und steht in einer Reihe mit Edgar Allan Cayce und H.P. Blavatsky. Verfasst hat es Frederick Spencer Oliver (1866-1899), der das Buch von einer Wesenheit gechannelt bekommen hat, das sich „Phylos der Tibeter“ nennt. Das Buch beschäftigt sich allerdings weniger mit Tibet, sondern mit dem alten Atlantis, weswegen es für jeden Atlantis-Begeisterten interessant ist, auch wenn man nicht an Channellings oder höhere Wesenheiten glaubt. Man erfährt hier einiges über den möglichen Aufstieg und Fall Atlantis und seine Bewohner.

Woher der früh verstorbene Autor Frederick Spencer Oliver seine expliziten Daten über Atlantis erhalten hat, bleibt letztendlich ein Mysterium. Ist es allein ein Phantasieprodukt, ein spiritueller Einweihungsroman, wie es zu jener Zeit „modern“ war, oder steckt mehr dahinter? Die Angaben, die der Autor im Buch über Geographie, Lebensweise, Kultur, Technologie und Geschichte Atlantis macht, regen auf jeden Fall zum Nachdenken an, denn sie sind so verblüffend authentisch und logisch nachvollziehbar, dass sich schon einige Metaphysiker und auch bekannte Personen der Weltgeschichte damit beschäftigt haben. Dieses Atlantis erhebt sich über das griechisch gefärbte Atlantis, das Platon beschreibt, hinaus und wird zu einer längst vergangenen komplexen Hochkultur, von der wir einiges lernen können.

Während sich die englische Originalausgabe aufgrund ihrer altertümlichen Sprache nur schwer liest, ist die deutsche Übersetzung gut gelungen und frisch und flüssig, so dass das Lesen dieses über 150 Jahre alten Werkes leicht fällt. Wie bei allen Channellings muss man allerdings vorsichtig sein, denn die erhaltenen medialen Botschaften werden immer durch die Person und ihren zeitlichen Kontext gefärbt. So erleben wir die Geschichte Phylos des Tibeters und die Beschreibung des alten Atlantis durch die Augen und den Kulturhintergrund von Frederick Spencer Oliver. Für uns heute altertümlich anmutende christliche Moralvorstellungen, strenger Monotheismus, Bibelstellen, die männliche Dominanz über die Frauen, Adams Verführung durch Eva, Arbeitsregeln für „Fabrikarbeiter“, die Industrialisierung– alles Dinge, die zu jener Zeit des 19. Jahrhunderts Teil der Lebenskultur waren – zeigen sich auch in der Beschreibung von Atlantis. Bezeichnungen wie „Kaiser“, die wohlweislich erst durch die Römer eingeführt wurden, werden hier für die Bezeichnung des Herrschaftsoberhauptes von Atlantis verwendet. Südamerikanische Kulturen und Religionsvorstellungen wie der Inkas werden bunt miteinander vermischt und zeugen davon, dass der Autor ein begrenztes geographisches und historisches Wissen besaß, was zu jener Zeit üblich war, da es noch kein Internet gab und vieles auch noch nicht entdeckt war.

So muss man vorsichtig sein, was den konkreten Wahrheitsgehalt der vermittelten Lebensbeschreibungen der Atlanter betrifft. Viel wichtiger als die detaillierte Beschreibung von Atlantis ist die Weisheit der später im Buch vermittelten spirituellen Werte, die auf dem christlichen Glaubenskonzept aufgebaut und durch die östliche Reinkarnations- und Karma-Lehre erweitert ist. So entstand eine neue spirituelle und ethische Grundlage, die typisch ist für die Okkultismus-Bewegung Ende des 19. Jahrhunderts.

 

Autor: Phylos the Thibetan
Übersetzung: Sabine Glocker
Verlag: Hesper-Verlag
Hardcover: 448 Seiten
ISBN: 978-3-00-021706-7
24,90 Euro

 

Wir danken dem grünen Online-Buchhandel Ecobookstore, der uns dieses Rezensionsbuch zur Verfügung gestellt hat und mit dem wir eine gemeinsame Buch-Kooperation gestartet haben.

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Das Buch Phylos der Tibeter können Sie hier beim Ecobookstore bestellen.

 

 

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