Premium Bio-Qualität aus dem eigenen Selbstversorger-Garten

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Das gemeinnützige Gartenkultur-Zentrum Schloss Rudolfshausen ist eine Sektion des gemeinnützigen Kultur- und Bildungsvereins Admacum e.V.

 

 

Helene Walterskirchen im Permakultur-Schlossgarten Rudolfshausen an blühenden Erdbeerpflanzen

 

Liebe Gartenfreunde und Hobbygärtner,

unser Permakultur-Versuchsanbau Schloss Rudolfshausen, der von meiner Tochter Alexandra geleitet wird, geht 2021 in das dritte Jahr. Bereits in den Jahren zuvor waren wir im Sinne der Permakultur begeisterte Hobbygärtner, haben aber noch viel Obst, Gemüse und Grün im Bioladen dazu gekauft.

Unsere Welt und damit auch die Lebensmittelversorgung hat sich im letzten Jahr durch die Corona-Pandemie und die vielen damit verbundenen Restriktionen dramatisch verändert. So macht mir z.B. das Einkaufen unter den neuen Bedingungen keinen Spaß mehr; auch stelle ich fest, dass die Frische und Qualität von Obst, Gemüse und Grün dramatisch nachgelassen hat, zudem haben sich die Preise deutlich erhöht und sollen noch weiter angehoben werden. Für uns als vegane Rohköstler aber ist sowohl eine erstklassige Frische und Qualität das A und O, um unserer Gesundheit etwas Gutes zu tun. Zudem ist für mich als lebensfroher und freiheitsbewusster Mensch ein unbeschwertes Einkaufen (ohne Maske, Abstandsregeln, ständige C-Tests usw.) Grundvoraussetzung für mein persönliches Gefühl von Lebensfreude.

So haben wir, meine Tochter und ich im letzten Jahr, beschlossen, unseren Permakultur Versuchsanbau Schloss Rudolfshausen zu einem privaten Selbstversorgungsgarten zu erweitern. Seitdem habe ich, die ich die Köchin unseres kleinen Haushaltes bin, keinen Bioladen mehr betreten. Bis wir uns allerdings wirklich selbst versorgen können, beziehen wir noch Obst und Gemüse von kleinen, alternativen Bio-Bauern aus der Region, aber auch aus Südspanien.

Wir haben es jedoch geschafft, uns im Sinne von Grün, d.h. Spinat, Feldsalat, Postelein, Mangold, Petersilie, Zwiebeln, Knoblauch und anderen Küchenkräutern wie Liebstöckel, Petersilie, Koriander usw. seit letztem Herbst selbst zu versorgen. Welch ein Qualitätsunterschied zur Ware aus dem Bioladen! Und das Ganze kostet nichts, außer unserem Arbeitseinsatz als Selbstversorger-Gärtnerinnen.

Jetzt, Anfang Juni, stehen die Erdbeeren, die wir an verschiedenen Plätzen in unserem Garten angebaut haben, in voller Blüte (siehe Foto 1) und werden in zwei bis drei Wochen wohl die ersten Früchte tragen. Dann können wir in Erdbeeren schwelgen – nicht irgendwelchen, sondern solchen in  Premium-Bio-Qualität, denn wir haben im ganzen Garten an den verschiedensten Standorten Erdbeerpflanzen, die jetzt in voller Blüte stehen.

Auch haben wir vor zwei Jahren einige neue Obstbäume, unter anderem Birnbäume, Kirschbäume und Pfirsichbäume, in unserem Garten eingepflanzt, die gut angewachsen sind und heuer schön geblüht haben. Schon jetzt kann man die Fruchtansätze sehen und es sind mindestens dreimal so viel wie im vergangenen Jahr.

Und von Himbeeren gar nicht zu reden: Sie haben sich selbständig vermehrt (Himbeeren pflegen im Garten zu wandern) und die jungen, die wir im vergangenen Jahr eingepflanzt haben, wachsen wie die Feuerwehr. Auch sie haben bereits zahlreiche Blütenansätze. Natürlich haben wir jeweils Sommer- und Herbst-Himbeeren, damit wir bis spät in den Herbst hinein noch Früchte ernten können.

 

Fast wilder Beerenbereich mit Johannisbeeren, Stachelbeeren, Himbeeren, Aroniabeeren u.a.

Man kann es gar nicht auf einer Seite beschreiben, wie unser Selbstversorger-Permakulturgarten jetzt Anfang Juni fast explodiert an Gemüse- und Obstpflanzen sowie an Grün und Küchenkräutern. Es ist eine Pracht sondersgleichen, nein, besser gesagt, ein Wunder! Ein Wunder, das uns der Schöpfer von allem, Gott, erweist. Er schenkt uns diese Fülle und diesen Reichtum und dafür sind wir sehr dankbar! Zudem zeigt uns die prächtige Entwicklung, dass das, was wir tun, ganz offensichtlich im Einklang mit der Natur steht. Wir haben übrigens keine klassischen Gemüsebeete mehr: alles wächst kunterbunt durcheinander, darf sich auch selbst aussamen, darf aus den Beeten herauswandern und zu einem anderen Platz ziehen, um sich dort neu anzusiedeln. Wir lassen den Garten und die Pflanzen weitgehend in Ruhe so wachsen wie sie wollen. Wir regulieren ein wenig, aber nur so, dass keine gänzliche Wildnis entsteht. Aber etwas Wildnis darf schon sein (Foto 2)!

Wir sind täglich draußen im Garten und arbeiten einige Stunden dort (am Samstag oft den ganzen Tag), damit unsere Selbstversorgung in Gang kommt, denn man muss schon einiges tun, damit das gewährleistet ist. Das geht von der Selbstanzucht über die Abhärtung der Jungpflanzen in unseren drei Gewächshäusern bis zur richtigen Auspflanzung der abgehärteten Jungpflanzen im Freiland. Die Selbstanzucht ist dabei ein wichtiger Bereich, den meine Tochter Alexandra ganz alleine bewältigt. Ohne fleißige Helfer geht es allerdings in unserem Selbstversorgergarten nicht, jedoch bleibt die Hauptarbeit an meiner Tochter und mir hängen.

 

Alexandra Walterskirchen, vor ihrer Samenbank im Gartenhaus

Alexandra hat sich nicht nur eine eigene Samenbank aufgebaut, bestehend aus fremdem Samen (von Samenfirmen mit denen wir kooperieren), sowie aus eigenen Samen von Pflanzen aus unserem Garten, deren Samen wir selbst im Spätherbst gesammelt haben, sondern ihre Samenbank, die kontinuierlich wächst, katalogmäßig und übersichtlich gestaltet (Foto 3).

Die Anzucht von Jungpflanzen ist das Herzstück unseres Selbstversorger-Gartens. Sie findet im Frühjahr statt, teilweise Indoor im Haus, teilweise in unseren beheizten Gewächshäusern, teilweise in Direktsaat und dauert bis nach den Eisheiligen, also Ende Mai/Anfang Juni. Danach können und müssen (fast) alle Jungpflanzen ins Freiland ausgepflanzt werden. Es braucht einige Erfahrung und einiges Geschick, um die Grundlage für unsere spätere Ernte zu schaffen, d.h. ein gutes Sortiment an Jungpflanzen zu schaffen, die dann im Herbst Früchte tragen, die uns nicht nur im Sommer und Herbst, sondern auch im Winter mit Früchten versorgen. Im Winter 2020/2021 haben wir nicht nur fast täglich ein Schälchen Physalis aus unseren Gewächshäusern gegessen, sondern uns auch mit Zucchini aus dem eigen Garten (sog. Lager-Zucchini) bis Mitte Mai versorgt und täglich eine Schale aufgehobelt gegessen. Mit selbstangebauten Kürbissen war es ähnlich, jedoch hat die Ernte nicht so lange gereicht. Das wollen wir in diesem Jahr ändern bzw. erweitern. Was immer in Zeiten des „Great Reset“ mit der Lebensmittelversorgung wird, wir haben unsere Grundnahrungsmittel Zucchini und Butterkürbisse und sind damit unabhängig vom Handel.

 

Unser Haygrove-Folientunnel (beheizt bis zu den Eisheiligen) mit von Alexandra selbstgezogenen Jungpflanzen (hier zum Abhärten und zur Vorbereitung zum Auspflanzen): Gurken, verschiedene Tomatensorten, Zucchini, Physalis, Ananaskirschen, Paprika, Peperoni u.v.a.

Unser täglicher Dienst im Garten ist allerdingst keine Pflichtkür, sondern eine „frohe Laune-Kür“, denn er macht uns ungemein viel Freude: nach der PC- und Textarbeit, die meistens um 13.00 Uhr endet, gehen wir danach hinaus in den Garten und widmen uns der Gartenarbeit. Das tut nicht nur den geplagten Augen gut, sondern auch der Energiezufuhr und der Seele, die so manches Mal in Disharmonie geraten ist. Durch die Gartenarbeit können wir alles abwerfen, was wir wieder an Horrornachrichten gehört haben in Sachen Corona-Diktatur & Co. Wir können wieder atmen, wieder lachen, bekommen neue Inspiration und Motivation und gesundheitliche Wehwehchen lösen sich in Nichts auf. Im Garten kann die Seele baumeln und Gartenarbeit bringt wieder Sonne ins Herz, wo vorher Trübsal war.

Das wollen wir einmal allen Menschen sagen, die jetzt, in dieser schwierigen Zeit, keinen Mut und keine Hoffnung mehr haben, die nur noch alles düster sehen und Angst vor der Zukunft haben. Gerade jetzt brauchen wir alle neue Perspektiven, neue Hoffnung, neue Aufgaben, alles in allem: ein neues Leben, einen neuen Lebensstil, neue Aufgaben. Das alles können wir in der Natur und ganz besonders in unseren Gärten finden!

Der finanzielle Selbst-Einsatz für unseren Selbstversorger-Permakultur-Garten ist gering und kaum der Rede wert. Wir kooperieren hier mit Garten- und Pflanzen-Unternehmen, denen unsere Idee eines Permakultur-Versuchsanbau-Gartens gefallen hat und gefällt. Sie unterstützen uns – teilweise bzw. weitgehend – kostenlos mit Materialien wie Erde, Dünger, Gartengeräte, Samen, Schubkarren, Holz usw. Unser Ausgleich dafür: ein Beitrag in unserem Garten-Blog auf unserer Website von Schloss Rudolfshausen (www.schlossrudolfshausen.de), in dem wir über unsere Erfahrungen mit den Produkten berichten und unsere Empfehlungen aussprechen – natürlich nur solche, die das Label „wahr“ verdienen.

So ist ein schönes Gemeinschaftsprojekt entstanden, das ständig weiter wächst und sich entwickelt und aus dem wir alle lernen dürfen, so mit der Natur, die uns Gott geschenkt hat und täglich schenkt, richtig umzugehen, damit wir alle – Pflanzen und Menschen – miteinander in einer fruchtbaren Symbiose leben können.

Unser Pflanzenfundus wächst von Jahr zu Jahr und oftmals wissen wir gar nicht mehr, wohin mit den neuen Jungpflanzen, die die Pflanzen von selbst jedes Jahr produzieren, denn nicht alle Anzucht muss der Hobbygärtner machen, das machen die Pflanzen von selbst: die Pflanzen werden größer, können geteilt werden (z.B. Winterheckenzwiebeln, Schnittlauch, Pfefferminze usw.), sondern sie produzieren Nachkommen (z.B. Erdbeeren, Himbeeren, Brombeeren usw.) in der Nachbarschaft. Mittlerweile gleicht unser Permakultur-Selbstversorger-Garten fast einem Garten-Center mit all den vielen Pflanzen, Paletten mit Erdsäcken, Dünger, unzähligen Anzuchttöpfen usw.

Der Pandemie-Wahnsinn hat die ganze Welt im Griff und verändert sie dramatisch. Viele Menschen sind davon krank geworden, besonders seelisch, und leiden. Das ist tragisch, aber auch eine Chance für eine wichtige Lernlektion. Was haben wir daraus gelernt? So, wie wir bisher gelebt haben, mit Massenpflanzenhaltung in Hallen ohne Erde und ohne Sonne, mit dem bedenkenlosen Umgang mit Pestiziden und Herbiziden, mit dem Wegwerfverhalten von Obst, Gemüse und Grün, mit Früchten, in denen kaum mehr Vitamine, Mineralien und Enzyme sind, die also nicht viel mehr als leere Attrappen sind, können wir in der Zukunft nicht weiterleben. Hier braucht es ein Umdenken und ein anderes, sprich neues, bewussteres Verhalten der Menschen. Und für all diejenigen, die einen Garten haben, braucht es ein Umgestalten vom Ziergarten, der keinen Nutzen bringt, hin zu einem Selbstversorgergarten nach Permakulturmaßstäben. Und wer keinen eigenen Garten hat, kann sich mit anderen Menschen zusammentun. Es gibt überall Land, wo man einen Gemüse- und Fruchtgarten nach Selbstversorgungsprinzip aufbauen kann. Und es gibt überall Menschen, deren disharmonische und kranke Seele in einem Garten bei der Gartenarbeit wieder ins Gleichgewicht kommen und gesund werden kann.

Nutzen wir die C-Pandemie, die uns unser gewohntes Leben aus der Bahn geworfen hat, und wenden wir uns wieder der Natur und den Gärten zu, der sogenannten „Landwirtschaft“, aber nicht im gewerblichen Sinne, um damit Geld zu verdienen, sondern um uns und unsere Lieben damit zu versorgen. Mensch, kehre zu Deinen Wurzeln zurück! Ora et labora!

Haben wir Sie motiviert und inspiriert, sich einen eigenen Permakultur-Selbstversorger-Garten aufzubauen? Sie können sich gerne bei Fragen an uns wenden!

Ihre Pflanzenfeen
Helene und Alexandra Walterskirchen

 

Permakultur-Versuchsanbau Schloss Rudolfshausen – ein Weg zur Selbstversorgung mit Premium-Bio-Qualitäts-Obst, Gemüse und Grün

 

 

 

 

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