Projekt: Erweiterung Freisitz im Schlossgarten

Gartenkultur-Zentrum Schloss Rudolfshausen

 

von Alexandra Walterskirchen, Projektleiterin:

 

Freisitz „Platz der Weisheit“ mit erweitertem Rosenbeet im Schlossgarten Rudolfshausen Ende Juni 2019

 

1.Gemeinschaftsprojekt: Ausdehnung Rosenbeet vor dem Freisitz

Im Mai 2019 haben wir uns entschlossen, unseren Freisitz, der den sinnigen Namen „Platz der Weisheit“ trägt, im Schlossgarten beet- und pflanzenmäßig zu erweitern.

Wir dehnten zuerst das kleine Rosenbeet vor dem Freisitz Richtung Süden um weitere Rosen- sowie Begleitpflanzen für Rosen, z.B. Baldrian und Lavendel, die wir von der Bioland-Rosenschule Ruf für unser Projekt zur Verfügung gestellt bekamen, aus. Werner und Sabine Ruf, deren Eltern und Großeltern bereits Rosenbauern waren, bauen Rosen und Begleitpflanzen nicht nur biologisch an, sondern binden den Anbau auch in den natürlichen landwirtschaftlichen Kreislauf ein, zu dem auch viele Nützlinge gehören, die in der fünf Hektar großen Rosenschule einen Lebensraum finden. Bei der Wahl der Rosenstöcke und Begleitpflanzen haben uns Werner und Sabine Ruf mit ihrer großen Erfahrung und Kompetenz beraten, denn Rosen sollen nicht nur schön sein, sondern auch für Bienen, Hummeln usw. einen Nutzen haben.

Den optischen Höhepunkt am Freisitz bildet der verzinkte Rosenbogen von Kuheiga, an dem in den nächsten Monaten bis Jahren die Kletterrosen von Ruf hochwachsen und einen traumhaften Rosenbogen bilden werden. Jetzt im Juni sind die eingepflanzten Kletterrosen noch klein und es braucht ein wenig Imaginationskraft, um sich das zukünftige Naturkunstwerk vorzustellen. Aber bereits jetzt bilden der Rosenbogen und die Rankgerüste von Kuheiga Blickpunkte am erweiterten Freisitz. Kuheiga sowie Ruf gehören zu den Förderern der Schloss-Rudolfshausen-Gardening-Projekte.

Passend zum Rot/Rosé der Rosen und dem noch kommenden Violett der Lavendelpflanzen und Rosé der Thymianpflanzen und Steinnelken bildet der braune Lavakies, auch Lavamulch genannt, von Zierkiesundsplitt.de, einem weiteren Förderer unserer Schloss-Gardening-Projekte, eine harmonische Bodenkulisse. Wir verwenden den Lavakies gerne als schützende Bodenschicht, die sowohl Unkräuter fern hält sowie die Feuchtigkeit im Boden bewahrt. Gleichzeitig sieht der Lavakies optisch attraktiv aus und harmoniert mit dem weißen Kalkschotter daneben.

Passend zur Pflanzung der Rosen haben wir einen Dünger hinzugegeben, nämlich den Oscorna Rosendünger, der uns von der Firma Oscorna zur Verfügung gestellt wurde, die ebenfalls ein Förderer unserer Schloss-Gardening-Projekte sind. Der Oscorna Rosendünger ist auch für den ökologischen Anbau zugelassen. Der richtige Dünger ist für Rosen besonders wichtig, damit sie kräftig blühen.

 

 

2.Gemeinschaftsprojekt: „Mediterranes Kräuterbeet“ auf der Westseite des Freisitzes

Viele Jahre bestand der Bereich vor dem Schlossgarten aus einer Wiese mit kargen Wiesenblumen. Im Frühjahr 2012 haben wir angefangen, dies zu ändern und errichteten einen Freisitz, um den wir verschiedene Beete, u.a. Teatime-Beet und Färbepflanzen-Beet, mit Pflanzen aus biologischem Landbau ansiedelten. So kam mehr Leben, eine größere Pflanzenvielfalt und mehr Farben durch die unterschiedlichen Blüten in den Bereich vor dem Schloss.

Im Frühjahr 2019 beschlossen wir, die bestehende Pflanzenvielfalt auf der großen Wiese um den Freisitz zu erweitern und das kleine Beet mit dem Wein und den Rosen auszudehnen (siehe Gemeinschaftsprojekt 1). Dem folgte das Gemeinschaftsprojekt „Mediterranes Kräuterbeet“ auf der Westseite des Freisitzes. Wir wollten hier Pflanzen ansiedeln, die gerne im Trockenen und Kargen sowie in Kalkgestein wachsen. Uns schwebte dabei einen Ausdehnung unseres Beetes „La Provence“ im nördlichen Schlossgarten vor, in dem seit mehreren Jahren Lavendel, Ysop, Thymian, Oregano usw. wachsen und im Sommer so prächtig blühen, dass es eine wahre Freude ist. Schon allein der Duft, der das Beet umgibt – einzigartig!

Neben diesen Pflanzen wollten wir im neuen „Mediterranen Kräuterbeet“ auch Enzian, Silberdistel und Edelweiß einen neuen Platz geben, denn bisher standen sie im Garten an einem Ort, an dem sie sich nicht wohl fühlten und deswegen nur kärglich wuchsen. Das neue „Mediterrane Kräuterbeet“ sollte nicht nur so prächtig blühen wie das bisherige Beet „La Provence“, sondern auch ein Paradies für Bienen, Hummeln und andere Wildtiere sein.

Den Kalkschotter sowie die Randsteine bekamen wir wieder von unserem regionalen Schloss-Gardening-Projekt-Förderer, dem Kieswerk Result-Recycling, ebenso den Sand, der als Unterlage für den Kalkschotter dient. Der Kalkschotter ist besonders wichtig für Kalk liebende Pflanzen, wie z.B. Lavendel, Thymian und Rosmarin, damit sie kräftig wachsen können.

Die Biopflanzen für das „Mediterrane Kräuterbeet“ bekamen wir vom Demeter-Kräuterversand Lichtenborner Kräuter. Der Inhaber, Michael Brodda, war von unserem Schloss-Gardening-Projekt sehr angetan und erklärte sich spontan bereit, uns die für das „Mediterrane Kräuterbeet“ erforderlichen Pflanzen zur Verfügung zu stellen. Michael Brodda folgt der Philosophie der Gemeinwohlökonomie nach Christian Felber, was wir unterstützenswert finden.

Nachdem das Beet angelegt und die Pflanzen eingepflanzt waren, wurde das Beet mit großen Steinen (von Result Recycling) eingesäumt. Die wilde Malve, links im Bild, begleitet unseren Freisitz seit Jahren und treibt jedes Jahr wieder neu aus. Sie durfte natürlich bleiben, denn ihre wunderschönen, violetten Blüten lieben die Bienen und Hummeln. Daneben wächst der Wein, der ebenfalls seit Jahren am Freisitz seinen Platz hat und sich an der Holzbalustrade entlang windet. Im letzten Herbst haben wir sehr viele weiße und blaue Trauben geerntet und zu unserem Hauswein verarbeitet. Die bestehenden Pflanzen bilden, zusammen mit dem neu angelegten „Mediterranen Kräuterbeet“, eine wunderschöne Garten- und Blumenkulisse. So wird aus der artenarmen Wiese vor dem Eingangsbereich von Schloss Rudolfshausen immer mehr ein artenreiches Pflanzen- und Blumenparadies.

 

Mediterranes Kräuterbeet am Freisitz vor dem historischen Gebäude von Schloss Rudolfshausen

 

 

Wir danken allen Firmen, die uns bei unserem Projekt tatkräftig unterstützen:

 

Bioland Rosenschule Ruf

 

Lichtenborner Kräuter

 

 

 

Kuheiga

 

 

Zierkiesundsplitt.de

 

 

Result-Recycling Kieswerk

 

Oscorna

 

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