Rohköstlich trocknen mit dem Stöckli Dörrgerät

von Helene Walterskirchen

Seit vielen Jahren in Schloss Rudolfshausen im Einsatz: Ein Dörrex von Stöckli, der selbstgemachte, rohköstliche Speisen, hier Apfelkekse, sowie Pflaumen dörrt

 

In einer rohköstlichen Küche darf ein Dörrgerät nicht fehlen, denn es ersetzt den Herd. Nach rohköstlichen Ansichten dürfen die zubereiteten Speisen weder gekocht noch gebraten, sondern bei einer maximalen Temperatur von 42 o C gedörrt werden – nur dann bleiben die Vitamine, Enzyme, Mineralien usw. sowie die sogenannte Lebensenergie in den Speisen erhalten. Manche Rohköstler bevorzugen eine noch niedrigere Dörr-Temperatur von 37 o C.

Ein Klassiker unter den Dörrgeräten ist der Dörrex von der Schweizer Firma A. & J. Stöckli. Wir sind vor etwa 10 Jahren, als wir unsere Ernährung auf überwiegend Rohkost umstellten, bei unserer Suche nach einem guten Dörrgerät auf den Dörrex gestoßen. Damals gab es die Flut amerikanischer Dörrapparate noch nicht auf dem Markt, wie dies heute der Fall ist. Wir haben uns das Gerät mit dem 12-Stunder-Timer bestellt, da man so die gewünschte Dörrzeit bequem einstellen kann.

Die Firma A. & J. Stöckli, die vor über 140 Jahren in Uznach als Werkstatt gegründet wurde und sich seit 1956 auf die Produktion von Kunststoffartikeln spezialisiert hat, ist heute ein bekanntes Schweizer Unternehmen für hochwertige Haushalts- und Küchengeräte. Stöckli hat mit dem Dörrex ein ganz besonderes langlebiges und robustes Dörrgerät entwickelt, das auch – im Gegensatz zu vielen anderen Geräten – auf niedrigen, rohköstlichen Temperaturen (unter 42°C) dörren kann. Die Temperatur ist stufenlos zwischen 30 und 70° einstellbar.

In der Grundausstattung wird der Dörrex mit drei Dörrgittern/Sieben – wahlweise aus Edelstahl oder Kunststoff – geliefert; wenn man mehr Dörrgitter möchte, muss man diese extra bestellen. Bis zu 10 Dörrgitter kann man gleichzeitig nutzen, muss aber dann immer wieder umschichten, damit alles gleichmäßig trocken wird. Fünf Siebe sind unserer Erfahrung nach am besten, um ein gutes Ergebnis zu erzielen. Man kann entweder Dörrgitter aus Polyprophylen oder Metall verwenden (wir ziehen die Kunststoffgitter vor, da auf diesen weniger kleben bleibt; für Kräuter verwenden wir allerdings lieber die Metallgitter, da durch diesen die Luft besser zirkulieren kann). Wenn man ein Reinigen der Dörrgitter vermeiden möchte, kann man auch Backpapier verwenden ehe man die Speisen darauf legt.

Was uns besonders am Dörrex gefällt: Er ist Bisphenol A frei, so dass keine Giftstoffe während dem Dörren auf das Dörrgut übergehen.

Bei einem Dörrgerät gibt es kein Anbrennen, es gibt allenfalls ein „zu trocken“, d.h. die Speisen werden zu lange getrocknet und trocknen dann aus oder werden dürr. Man muss auch bei einem Dörrgerät immer wieder schauen, ob die darin befindlichen Speisen trocken, aber nicht zu trocken sind. Wer noch keine Erfahrung mit einem Dörrgerät hat, wird schnell erkennen, dass man ein Gefühl dafür entwickeln muss, wann die Speisen, Früchte, Gemüse, Kräuter usw. ideal getrocknet sind und herausgenommen werden müssen. Wer gerne rohköstliche Speisen isst, die noch saftig sind, sollte die Trockenzeit verkürzen, wer hingegen gerne rohköstliche Speisen isst, die stark getrocknet sind, wie z.B. Kräcker, sollte die Trockenzeit verlängern. Man sollte dabei aber unbedingt berücksichtigen, wie lange man die getrockneten Speisen nach dem Trocknen aufbewahren möchte, denn je feuchter sie noch sind, desto weniger lang halten sie. Je trockener sie sind, desto länger halten sie. Deshalb muss man beispielsweise Kräuter, die man trocknet, mindestens 48 Stunden trocknen, damit sie später bei der Lagerung nicht zu schimmeln beginnen.

Am besten lassen sich Speisen im Dörrex trocknen, wenn sie dünn eingelegt werden. Ein flacher Gemüseburger trocknet schneller und leichter als ein dicker. Eine ganze Pflaume trocknet langsamer als wenn man sie vorher halbiert. Eine Pizza trocknet leichter, wenn der Boden und der Belag möglichst dünn sind. Sind der Boden und der Belag hingegen ziemlich dick, braucht es eine längere Trockenzeit. Auch sollte man die Speisen, Früchte usw. nicht zu eng aneinander gepresst einlegen, sondern mit Zwischenräumen, damit die Luft gut zirkulieren kann.

Das Schöne am Stöckli Dörrex ist, dass er sich Ihnen anpasst und nicht Sie sich ihm anpassen müssen. Das einzige, was Sie lernen und beachten müssen ist die Unterschiedlichkeit des Dörrguts und wie Sie es gedörrt haben wollen – ob eher saftig oder eher trocken. Sie können jederzeit ausschalten oder die Dörrzeit verlängern, sie können das Dörrgut umschichten oder umdrehen, Sie können nachtrocknen. Nur eines können Sie nicht: Wenn die Speisen zu trocken sind, können Sie sie nicht mehr saftig machen.

Wer übrigens Angst hat, dass bei einer Trockenzeit von 12 Stunden oder noch mehr viel Strom verbraucht wird, den können wir eines Besseren belehren: unsere private Stromrechnung ist seit vielen Jahren immer gleich niedrig. Und das, obwohl unser Stöckli oft tagelang Tag und Nacht läuft.

Ökologie und Umweltschutz liegt der Firma A & J. Stöckli am Herzen. So bezieht Stöckli seine elektrische Energie aus einem betriebseigenen Wasserkraftwerk. Zudem werden verstärkt neue Kunststoffteile aus wiederverwerteten Materialien verwendet. Diese neue Methode heißt Re-Recycling. Auf ihrer Website heißt es dazu: „Was bedeutet dies? Das Besondere dieser Qualitätsprodukte ist, dass deren Recyclingmaterialien ein zweites Mal rezykliert werden können. Die Umwelt sagt dazu Danke. Die ersten mit dem neuen Re-Recycling -Logo ausgezeichneten Produkte sind ein Komposteimer, diverse Wassereimer und eine Gießkanne. Weitere Produkte folgen laufend.“

Mit dem Kauf des Stöckli unterstützt man auch die heimischen Firmen und die europäische Wirtschaft. Es muss nicht immer ein teures Gerät aus Amerika sein, das um die halbe Welt gereist ist und nur durch die Zollgebühren so teuer geworden ist, weswegen man irrtümlich meint, es sei besser.

 

 

 

A.& J. Stöckli AG
Ennetbachstr. 40
CH-8754 Netstal

Tel. +41 55 645 55 55
E-Mail: info@stockli.ch
www.stockli.ch

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr!

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