Titus Livius Römische Geschichte IV-VI (Band 2)

von Alexandra Walterskirchen:
„Titus Livius: Römische Geschichte IV-VI (Band 2)

 

 

 

Titus Livius (ca. 59 v.Chr. Bis 17 n.Chr.) zählt neben Tacitus zu den bekanntesten römischen Geschichtsschreibern. Von seinem gigantischen Werk Ab urbe condita libri CXLII (lat. Von der Gründung der Stadt Rom an – 142 Bücher“), für das er über 40 Jahre benötigte, sind nur etwa ein Viertel erhalten. Im Gegensatz zu den Werken anderer antiker Geschichtsschreiber, sind von Livius aber Inhaltsangaben erhalten, die es uns heute ermöglichen, auch über den ungefähren Inhalt der verlorenen Bücher einen gewissen Eindruck zu bekommen. In seinem Werk „Ab urbe condita“ behandelt Livius die Geschichte Roms von der Gründung der Stadt bis zur Zeit des Augustus, den Livius nach den Schrecken der Bürgerkriege der vergangenen Jahrhunderte als den Begründer eines neuen goldenen Zeitalters ansieht.

Im zweiten Band „Römische Geschichte IV-VI“ von De Gruyter werden die Bücher 4 bis 6 und deren antike Inhaltsangaben in lateinischer und deutscher Übersetzung präsentiert. Der Zeitraum der von Livius beschriebenen römischen Geschichte umfasst 445 bis 367 v. Chr.

Das fünfte Buch ist besonders für Lateinschüler interessant, beinhaltet es doch einige Themen, die im Lateinunterricht durchgenommen werden: Zum einen die dramatische Schlacht an der Allia, als die Römer von den eindringenden Galliern vernichtend geschlagen wurden. Livius bezeichnete diesen Tag als schwarzen Tag in der Geschichte Roms (Dies Ater), denn schneller als die Römer erwarteten, marschierten die Gallier ungehindert gen Rom und belagerten die Hauptstadt. Die Römer schafften in aller Eile die Voraussetzungen dafür, dass die Stadt nicht für immer unterging: Die kampffähigen Männer begaben sich mit Frauen und Kindern auf das Kapitol und bereiteten dessen Verteidigung vor; ein Großteil der Bürger floh ins Umland; die heiligen Kultgegenstände wurden vergraben; die Alten blieben in der Stadt in Erwartung des sicheren Todes. Als die Gallier Rom eroberten, fanden alle, die in ihren Häusern geblieben waren, den Tod und die Stadt wurde geplündert und in Brand gesteckt, nur das Kapitol konnte nicht eingenommen werden. Wie lange die Besetzung Roms und die Belagerung des Kapitols, des heiligsten Platzes Roms, dauerte, sagt Livius nicht, aber es sollen wohl sieben Monate gewesen sein. Das Kapitol geriet in dieser Zeit einmal durch einen nächtlichen Überfall der Gallier, die den Berg nach oben schlichen, in höchste Gefahr, wurde aber durch das Geschnatter und Flügelschlagen der heiligen Gänse der Göttin Juno und das rasche Eingreifen des M. Manlius Capitolimus gerettet. Die Römer kauften sich schließlich, von Hunger erschöpft, für 1000 Pfund Gold von den Galliern frei, die unter einer Seuche zu leiden hatten und das römische Angebot gerne annahmen. Durch die Rettung der heiligen Gänse konnte Rom sich fortan wieder von der militärischen Niederlage und dem Schock der gallischen Eroberung erholen und zu neuer Größe heranwachsen. Die Legende der heiligen Gänse der Juno, die von den Römern trotz größtem Nahrungsmangel nicht angetastet wurden, da sie der Göttin heilig waren. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Legende immer wieder als Beispiel dafür benannt, dass Rom unter dem Schutz der Götter steht, wenn seine Bürger sich an die göttlichen Gebote halten.

Mein Fazit: Ein spannend zu lesendes Buch, sowohl auf lateinisch – wenn man die Zeit hat – als auch auf deutsch. Die zahlreichen Anekdoten machen das Buch unterhaltsam und lassen die längst vergangene Geschichte vor dem geistigen Auge des Lesers wieder lebendig werden.

Hrsg. v. Hillen, Hans Jürgen
De Gruyter Verlag, Reihe Sammlung Tusculum
Gebunden, 538 Seiten
Erscheinungsdatum: 2011
ISBN 978-3050054681

59,95 Euro

 

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