Vorziehen im Mini-Gewächshaus Hollandia

Gartenkultur-Zentrum Schloss Rudolfshausen

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von Alexandra Walterskirchen, Projektleiterin:

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Kleine Sämlinge im Mini-Gewächshaus Hollandia von Biogreen

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Im Februar beginnt bereits die Aussaat und das Vorziehen von Jungpflanzen für die kommende Gartensaison. Wir experimentieren aktuell mit verschiedenen Anzuchtmethoden, von Tontöpfen in Aquarien, bis hin zu Topfplatten für größere Mengen, natürlich alles mit Beleuchtung. Ganz neu bei uns ist seit kurzem das Anzucht-Minigewächshaus Hollandia von Biogreen, das uns freundlicherweise von Biogreen zur Verfügung gestellt wurde, die unser Gardening-Projekt von Anfang an mit großem Interesse unterstützen und begleiten.

Das Hollandia besteht aus drei praktischen Einzel-Anzuchtschalen mit Hauben und Belüftungslöchern. In diesen haben wir vor gut 10 Tagen Lauch, Chili und Eiskraut/Eisperlensalat (alles Bio-Saatgut von verschiedenen Herstellern) ausgesät. Bei der Erde handelt es sich um eine Kräuter- und Aussaaterde der Torffrau, die wir vorher in der Dampfschubkarre gedämpft haben, denn das wissen wir aus Erfahrung: Nichts ist schlimmer, als wenn man sich Trauermücken in der Anzucht einschleppt. Diese schädigen die jungen Sämlinge und am Ende muss man alles entsorgen. Da wir seit kurzem mit Mykorrhiza experimentieren, haben wir in die Aussaaterde zusätzlich ein wenig Endomykorrhiza hinzugegeben. Mykorrhiza ist ein Bodenpilz, der sich mit dem feinen Wurzelsystem ihrer Wirtspflanze verbindet und so eine Symbiose eingeht, von der beide profitieren.

Jetzt nach ca. 10 Tagen wachsen die Jungpflanzen bereits kräftig und sind bald zum Pikieren bereit. Auf dem Foto sehen Sie Eiskrautsämlinge und Chili-Sämlinge; der Lauch ist unter der Haube verdeckt.

Das Mini-Gewächshaus Hollandia hat einen großen Vorteil: Die Klimakammern stehen auf einer Bewässerungsmatte, welche die Sämlinge direkt mit Wasser von unten versorgt. Man muss also als Gärtner nicht extra gießen, was nicht nur Arbeit erspart, sondern auch die permanente Kontrolle. Am Anfang hatten wir ein kleines Problem, da wir – wie wir es gewohnt waren – dennoch regelmäßig die Saat besprüht haben, was zu einer Überfeuchtung der Erde und zu Schimmelbildung geführt hat. Durch EM-Behandlung, zeitweises Entfernen der Abdeckhauben und regelmäßiges Abtrocknen des Kondenswassers an den Hauben, hat die Schimmelbildung nachgelassen und ist schließlich gänzlich verschwunden.

Unsere diversen Indoor-Gardening-Versuche orientieren sich stets am Wachstum der Pflanzen. Wenn diese vor sich hinkümmern, schwach oder krank sind, wissen wir, dass das Pflanzenequipment und/oder die Pflege nicht passen. Mit dem Mini-Gewächshaus von Hollandia ist die Pflanzenanzucht sehr gut gelungen, was wir an den kräftigen Sämlingen sehen können, die signalisieren, dass sie bereit sind, in die nächste Stufe ihres Wachstums einzutreten. Pflanzenanzucht ist eines der größten Wunder. Zu beobachten, wie aus Samen Sämlingen werden, ist wie das Gelingen einer Geburt. Als Gärtnerin freue ich mich über jeden aufgegangenen Samen und zugleich über jeden, der zu einem kräftigen Sämling wird. Zu sehen, dass sich die Sämlinge wohlfühlen – wie das im Mini-Gewächshaus Hollandia der Fall ist -, ist eine große Freude.

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Wir danken allen Firmen, die uns bei unserem Projekt tatkräftig unterstützen:

 

www.biogreen.de

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www.em-sued.de

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www.torffrau.de

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www.bega-garten.de

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