WEF: Der „digitale Mensch“, das „Sozialkredit System“ und die „schöne neue Welt“

.

von Thomas Kalmund

Thomas Kalmund

.

Von Youtube-Kanal zentralPlus18. Februar 2021 Aktualisiert: 21. Februar 2021 16:50

 

„Great Reset“ Teil 2:Was kommt im Zuge des geplanten „Neustarts“ auf die Menschheit zu? Die Agenda sieht die „vierte Industrielle Revolution“ vor, also mehr Digitalisierung. Im Zuge dessen sollen auch alle Menschen weltweit eine digitale Identität erhalten – inklusive einem implantierten Chip.

Dieser Artikel ist der Text zum Video: „Weltwirtschaftsforum: Der ‚digitale Mensch‘, Überwachungstechnologie und die ‚schöne neue Welt‘“ vom YouTube-Kanal „zentralPlus“.

In unserer letzten Episode über das Weltwirtschaftsforum und der daraus entsprungenen Agenda des „Great Reset“ haben wir uns mit den Anfängen des Weltwirtschaftsforums befasst und mit dessen Verbindungen zu China.

Das Forum, das von dem deutschen Geschäftsmann Klaus Schwab in der Schweiz ins Leben gerufen wurde, steht in enger Beziehung zum kommunistischen Regime in Peking, das seine 1,4 Milliarden Bürger mit einem allumfassenden Überwachungsapparat bespitzelt.

Wenn uns das Weltwirtschaftsforum und sein Gründer, Herr Schwab, also weismachen, was für eine großartige und vorteilhafte Sache der „Great Reset“ für die gesamte Menschheit bedeutet, sollten wir auch im Auge behalten, welche Elemente des sozialistischen Systems in China in diese Utopie mit einfließen.

Das World Economic Forum, oder WEF, umfasst heute 1007 Mitgliedsorganisationen. Diese sind in der Regel global agierende Großkonzerne mit einem Umsatz von über fünf Milliarden US-Dollar.

Deutsche Macht im WEF

Die meisten dieser Unternehmen zählen zu den wichtigsten Unternehmen ihrer Branche oder ihres Landes und spielen bei der Zukunftsgestaltung eine entsprechend wichtige Rolle. Von deutscher Seite sind praktisch alle einflussreichen Großkonzerne dabei.

Beispielsweise sind die Deutsche Bank und die Dresdner Bank vertreten, der Automobil- und Rüstungskonzern Daimler-Chrysler, der Elektro- und Atomkonzern Siemens, die Automobilhersteller Volkswage und Audi sowie alle möglichen weiteren führenden Industriekonzerne Deutschlands. Bemerkenswert ist aber auch die Teilnahme von Deutschlands führenden Medienkonzernen wie dem Axel Springer Verlag, der Bertelsmann AG oder der Hubert Burda Mediengruppe.

Im Zuge der „Vierten Industriellen Revolution“, die durch den „Great Reset“ eingeläutet werden soll, soll die gesamte Menschheit mit einer digitalen Identität, der sogenannte „ID2020“, ausgestattet werden.

Industrie Revolution 4.0

Diese „Vierte Industrielle Revolution“ oder Industrie 4.0 ist die Bezeichnung für ein Zukunftsprojekt zur umfassenden Digitalisierung der Industriellen Produktion. Technische Grundlage hierfür sind intelligente und digital vernetzte Systeme, die durch Industrieprodukte mit moderner Informations- und Kommunikationstechnik verzahnt werden sollen, so wie sich zum Beispiel ein Heizungsthermostat oder eine Sicherheitsanlage vom Handy aus steuern lässt. Das Zauberwort hierfür ist das „Internet der Dinge“ oder IoT, das für „Internet of Things“ steht.

Die zunehmende Digitalisierung wird von Politikern und vielen Medien gleichermaßen angepriesen. Dennoch lässt es sich nicht leugnen, dass die zunehmende Digitalisierung in der Wirtschaft auch Arbeitsplätze vernichtet. Künstliche Intelligenz, Roboter und andere Technologien bedrohen unsere Arbeitsplätze, sagen Wirtschaftswissenschaftler. Eine Studie der renommierten University of Oxford stellt die Prognose auf, dass in den nächsten 25 Jahren 47 Prozent der Jobs verschwinden werden – zumindest in den weit entwickelten Ländern dieser Erde.

Welche Auswirkungen die Digitalisierung auf den Arbeitsmarkt hat, werden wir in einer weiteren Ausgabe ausführlich beleuchten.

„Great Reset“

Die Corona-Pandemie bietet den Ideologen des Neustarts den perfekten Anlass zu einem tiefgreifenden Wandel der Gesellschaft weltweit. Klaus Schwab hat schon in seinem Buch „COVID-19: The Great Reset“ deutlich gemacht, dass es ohne einen Neustart keine Normalität mehr geben kann.

Schwab sagt: „Viele von uns fragen sich, wann wir wieder zur Normalität zurückkehren. Die kurze Antwort ist: nie. Nichts wird je wieder zu dem kaputten Gefühl von Normalität zurückkehren, das vor der Krise geherrscht hat, weil die Coronavirus-Pandemie einen fundamentalen Wendepunkt in unserer globalen Entwicklung markiert. Manche Analysten nennen es eine Weggabelung, andere eine Krise biblischen Ausmaßes, aber im Kern läuft es darauf hinaus, dass es die Welt, wie wir sie in den ersten Monaten von 2020 kannten, nicht mehr geben wird. Sie hat sich im Kontext der Pandemie aufgelöst.“

Schwab meint weiter: „Es ist unsere Aufgabe, den Stier bei den Hörnern zu packen. Die Pandemie gibt uns die Chance: Sie stellt eine seltene und eng befristete Gelegenheit dar, über unsere Welt nachzudenken, sie uns neu vorzustellen, und einen Neustart zu wagen.“

Nicht nur der WEF-Chef, sondern viele hochkarätige politische Akteure propagieren den „Great Reset“ als Heilsbringer. Die Präsidentin des Internationalen Währungsfonds, Christine Lagarde, fordert beispielsweise eine „grünere, smartere und fairere Welt“. Auch das sind sehr wohlklingende Worte.

Kritiker wie der Wirtschaftsjournalist Norbert Häring vergleichen Begriffe wie „Smarte Welt“ mit „Smart Citys“. Was „Smart Citys“ sind und was sie für wundersame Vorteile sie dem Normalbürger bringen, wird anschließend unten erläutert.

Digitale Identität

Schauen wir uns nun an, was die weltweit größten Unternehmen in Bezug auf die digitale Identität, die vom Weltwirtschaftsforum im Zuge des „Great Reset“ gefordert wird, in Planung haben.

Neben Microsoft, dem derzeit drittwertvollsten Unternehmen der Welt, und der Bill & Melinda Gates Foundation ist unter anderem auch die Unternehmensberatung Accenture sehr aktiv im Rahmen des Weltwirtschaftsforums.

Accenture fordert zusammen mit der UNO, dass die digitale Identität zum Menschenrecht wird.

Um das zu erreichen, arbeitet die Firma im Rahmen des Weltwirtschaftsforums an diversen Projekten. Schon beim WEF-Gipfel im Jahr 2018 startete das Projekt „Known Traveller Digital Identity“ oder KTDI, bei dem der komplette Reiseverlauf eines Passagiers verfolgt und gespeichert wird.

Die Technik findet bereits ihre Anwendung: Flugreisende zwischen den Niederlanden und Kanada kommen seit Anfang 2020 bevorzugt und schneller durch die Abfertigung, wenn sie sich freiwillig eine digitale Identität zulegen und die notwendigen Reisepapiere digital hinterlegt haben.

Die Abfertigung besteht dann nur noch in der biometrischen Erkennung und der automatischen, digitalen Dokumentenprüfung.

ID2020

Einen noch umfassenderen Ansatz hat die „Digital Identity Alliance“ mit dem Namen ID2020. Demnach soll jeder Mensch der Erde auf Lebenszeit eine global gültige, personalisierte und mit biometrischen Daten verbundene digitale Identität erhalten.

ID2020 plant, ergänzend zu staatlichen Systemen, eine transnationale digitale Identität. Hier sollen alle Informationen über den Einzelnen, wie Ausbildungs- und Impfnachweise, Finanzstatus, Accounts bei Facebook und vom Smartphone produzierte Daten, zusammenfließen.

Die Nichtregierungsallianz ID2020 wurde 2017 von fünf Unternehmen im UNO-Hauptquartier in New York gegründet. Diese Gründungsmitglieder sind: die Impfallianz GAVI, die Rockefeller Foundation, Microsoft, Accenture und IDEO-ORG. Von diesen fünf Akteuren wird die Allianz ID2020 auch finanziert.

Alle diese Einrichtungen sind miteinander vernetzt und sie alle haben auch mehr oder weniger Verbindungen zur Gesundheitsindustrie. Die Impfallianz GAVI wurde von der Bill & Melinda Gates Foundation gegründet und finanziert. GAVI steht unter anderem in der Kritik, hohe Preise für Impfungen zu fördern.

Mitglieder von GAVI sind unter anderem UNICEF, die Bill & Melinda Gates Foundation und die Weltbank. Nach der Bill & Melinda Gates Foundation ist GAVI auch der größte Geldgeber der Weltgesundheitsorganisation (WHO).

Auch die Rockefeller Foundation betätigt sich im Gesundheits- und Forschungsbereich. Mithilfe des stiftungseigenen Fördertopfs wurde unter anderen das Impfpräparat gegen Gelbfieber entwickelt. Bei einem anderen weniger menschenfreundlichen Programm der Stiftung wurde 800 schwangeren Frauen radioaktives Eisen verabreicht, ohne dass sie ihre Zustimmung gaben. Drei Kinder sollen in der Folge gestorben sein.

Das IT-Beratungsunternehmen Accenture ist seit 2014 der IT-Anbieter für HealthCare.gov. Auf dieser Website des amerikanischen Gesundheitsministeriums werden die Krankenversicherungen nach dem „Patient Protection and Affordable Care Act“ angeboten, auch bekannt als „Obamacare“.

Und das fünfte Gründungsmitglied von ID2020 ist IDEO ORG. IDEO-ORG wurde von der Designfirma Ideo ins Leben gerufen, die wiederum einen Insulinstift und Transportsysteme für Nierentransplantate entworfen hat.

ID2020 gestartet

Die ID2020 ist also bereits im Einsatz. Im September 2019 gaben die Organisation ID2020 und die Regierung von Bangladesch im Rahmen eines GAVI-Programms die Einführung digitaler Identitäten in Verbindung mit Impfzertifikaten bekannt.

Bis Februar 2020 wurden für 100 Millionen Kinder solche digitalen Identitäten angelegt und die entsprechenden Impfdaten personalisiert erfasst.

Auch in Deutschland wurde unlängst ein wichtiger Schritt zur Umsetzung von ID2020 getätigt. Trotz Bedenken von Datenschützern und Opposition hat der Bundestag am 28. Januar die Steueridentifikationsnummer beschlossen.

Die Steueridentifikationsnummer soll zu einer umfassenden Bürgernummer werden, die den Behörden den Zugriff auf schon vorhandene Personendaten bei einer anderen Behörde ermöglicht.

Wenn der Bundesrat der Neuregelung ebenfalls zustimmt, wird künftig an rund 50 Stellen zusätzlich die Steuer-ID der Betroffenen gespeichert – etwa im Melderegister, im Führerscheinregister und im Waffenregister sowie bei der Rentenversicherung und den Krankenkassen.

Nach Angaben der Großen Koalition sollen Verwaltungsvorgänge dadurch einfacher werden. Die Initiatoren, so heißt es, möchten vermeiden, dass die gleichen Daten mehrfach von verschiedenen Behörden eingeholt oder identische Dokumente mehr als einmal eingereicht werden müssen.

Verfassungsrechtliche Bedenken

Die Opposition stimmte geschlossen gegen das Gesetz, weil sie es für nicht vereinbar mit dem Grundgesetz hält. Der digitalpolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Manuel Höferlin, sagte, die Nutzung der Steuer-ID als einheitliche Personenkennung sei verfassungsrechtlich höchst bedenklich.

Grünen-Fraktionsvize Konstantin von Notz warnte, wenn das Verfahren in einigen Jahren vor dem Bundesverfassungsgericht scheitern sollte, „dann haben wir ein Kosten- und Zeitproblem biblischen Ausmaßes“. Das Bundesverfassungsgericht hat bereits geurteilt, dass es dem Grundrecht auf Privatsphäre widerspricht, wenn der Staat eine Datenbank schafft, in der alle Daten zu einer Person gesammelt sind.

Eine solche Datenbank ist nach Ansicht der „Gesellschaft für Freiheitsrechte“ auch ein attraktives Ziel für Angriffe von kriminellen Hackern und ein massiver Verstoß gegen datenschutzrechtliche Grundsätze wie das Recht auf informationelle Selbstbestimmung. Dieses Grundrecht begründete das Bundesverfassungsgericht im Volkszählungsurteil 1983. Damit setzte das Gericht dem Staat Grenzen für die Sammlung und Auswertung der Daten seiner Bürger und Bürgerinnen.

Die Regierung will dieses Urteil jedoch umgehen und zwar durch das Cookie-Banner-Prinzip. Die Menschen sollen dann selbst per Mausklick einwilligen, dass die Regierung alle ihre Daten speichern darf. Das ID2020-Projekt ist für Deutschland als einzelnes Land nicht von zentraler Bedeutung, da die meisten Menschen innerhalb des Landes eindeutig identifiziert werden können.

Aber für eine globale Bevölkerungsüberwachung über Ländergrenzen hinweg ist dieses Projekt sehr wichtig. Für die Überwachung von Milliarden Menschen durch Big Tech und Geheimdienste ist es notwendig, eindeutige Identifikatoren zu haben. Nur so können die Informationen von den Bürgern, die es in verschiedenen Datenbanken weltweit gibt, zentralisiert werden.

Der Plan ist, die gesamte Menschheit bis 2030 mit einer digitalen Identität zu versehen. Wo wir auch schon bei der Agenda 2030 wären, die wir in einer weiteren Episode genau beleuchten werden.

Unlöschbare Datenbanken

Um die ID2020 global umsetzen zu können, soll die Blockchain-Technologie Anwendung finden. Blockchains sind verteilte, öffentliche Datenbanken, in denen die Daten aller Menschen verschlüsselt gespeichert werden können. Die in diesen Blockchains gespeicherten Daten können nachträglich weder manipuliert noch gelöscht werden.

Funktionieren soll die digitale Identität nach Angaben von Dakota Gruener, der Leiterin der Organisation ID2020 in New York City, wie folgt: Will eine Bank, ein Vermieter oder ein Grenzbeamter Details über eine Person wissen, muss diese mittels einer Smartphone-App die geforderten Informationen freigeben. Das heißt also, dass die Person es selbst entscheiden kann, welche Daten sie preisgeben will.

Ausweisen muss sich dieser Mensch durch seine biometrischen Daten: Gesicht, Iris und Fingerabdruck. Das Ganze wird dann „Self-sovereign identity“ genannt, also selbstverwaltete Identität.

Die Corona-Impfung könnte in diesem Zusammenhang Milliarden Menschen zu einer transnationalen digitalen Identität verhelfen. Der Impfnachweis müsse zuverlässig sein, sagt Gruener und das gelinge nur mit einem digitalen Impfnachweis auf biometrischer Basis.

Die Kamera der Grenzbehörde oder die am Eingang eines Fußballstadions erkennt dann am Gesicht, ob ein Mensch geimpft ist oder nicht. Wie zuvor schon erwähnt, können die Daten auf der Blockchain nicht gelöscht werden. Der Grund ist, dass auf einer Blockchain alle Einträge aufeinander aufbauen.

EU-Datenschutzgrundverordnung

Doch das ist ein Problem, denn nach der EU-Datenschutzgrundverordnung dürfen nur für spezifische Zwecke nötige persönliche Daten verarbeitet werden. Laut Datenschutzgrundverordnung sind persönliche Daten zu löschen, sobald der Zweck ihrer Erhebung entfällt oder Betroffene ihre Zustimmung widerrufen.

Dennoch unterstützt die EU-Kommission das Vorhaben von ID2020, nämlich die Speicherung aller verfügbarer Daten aller Menschen zu allgemeinen Verwaltungszwecken auf Blockchains. Damit steht die EU-Kommission allerdings im krassen Widerspruch zur EU-Datenschutzgrundverordnung, die die Kommission aber selbst erlassen hat.

Auch die Aussage von Dakota Gruener, dass die Menschen selbst entscheiden könnten, welche Daten sie freigeben wollen, wird von vielen Datenschützern stark bezweifelt.

Tom Fisher, ein Datenschutzaktivist bei Privacy International in London, sagt: „Bei fast jeder Identitätsprüfung existiert ein Machtgefälle: Will mein Arbeitgeber oder ein Grenzbeamter ein Dokument von mir, kann ich wohl kaum ‚nein‘ sagen.“

Auch Dirk Fox, Inhaber eines IT-Sicherheitsunternehmens in Karlsruhe, glaubt nicht daran, dass es mit ID2020 noch etwas wie Selbstbestimmung oder Datenschutz gibt. Die meisten Regierungen würden nach Daten gieren und Datenschutz als lästig empfinden. Tatsächlich werde wohl am Ende der Markt die Menschen vor vollendete Tatsachen stellen.

Schwab will „digitalen“ Menschen

Klaus Schwab geht sogar noch einen Schritt weiter und sagt, dass die „Vierte Industrielle Revolution“ im Rahmen des „Great Reset“ „zu einer Verschmelzung unserer physischen, digitalen und biologischen Identität“ führen werde.

In seinem Buch „Shaping the Future of the Fourth Industrial Revolution“ – auf Deutsch: „Die Gestaltung der Zukunft der Vierten Industriellen Revolution“ – schreibt er, dass beispielsweise implantierbare Mikrochips eingesetzt werden könnten, um die Gedanken von Menschen zu lesen. Wenn sich die Fähigkeiten im Bereich der Kriminalitätsbekämpfung verbessern sollen, werde die Versuchung für Strafverfolgungsbehörden und Gerichte zunehmen, Techniken einzusetzen, um die Wahrscheinlichkeit krimineller Aktivitäten zu bestimmen, Schuldgefühle zu bewerten oder möglicherweise sogar Erinnerungen direkt aus dem Gehirn der Menschen abzurufen.“

Weiter schreibt Schwab: „Selbst das Überschreiten einer nationalen Grenze könnte eines Tages einen detaillierten Gehirnscan erfordern, um das Sicherheitsrisiko einer Person zu bewerten.

In der Tat haben einige von uns bereits das Gefühl, dass unsere Smartphones zu einer Erweiterung unserer selbst geworden sind.

Die heutigen externen Geräte – von tragbaren Computern bis hin zu Virtual-Reality-Headsets – werden mit ziemlicher Sicherheit in unseren Körper und in unser Gehirn implantiert.“

Schwab befürwortet auch das aktive Implantieren von Mikrochips, die „die Hautbarriere unseres Körpers durchbrechen“.

Dazu verweist das Weltwirtschaftsforum auf seiner Website auf eine Testreihe in Schweden, in der hunderten Bürgern Mikrochips in ihre Körper implantiert wurden.

Totale Überwachung in der „smarten Welt“

Werfen wir zum Schluss noch einmal einen Blick auf den Begriff „smartere Welt“, den die Präsidentin des Internationalen Währungsfonds Christine Lagarde verwendete.

Der Wirtschaftsjournalist Norbert Häring sagt dazu, dass der Ausdruck „smarte Welt“ von „Smart City“ herrührt. Und das wiederum sei eine Beschönigung für die totale Überwachung jeder Bewegung aller Bürger im vorgeblichen Dienste der Effizienz und der Ressourceneinsparung.

Nicht nur Häring, sondern auch Wissenschaftler kritisieren solche Vorhaben wie „Smart Citys“ – vor allem die Möglichkeit der Überwachung durch Kameras und Sensoren beziehungsweise des Missbrauchs dieser Technologien.

Ein Blick in das kommunistische China, das, wie wir bereits wissen, eng mit dem Weltwirtschaftsforum und damit auch mit dem „Great Reset“ verbunden ist, zeigt, wie eine solche „Smart City“ oder „smartere Welt“ aussehen kann.

In der kommunistischen Diktatur wird das Sozialverhalten der Bürger mit dem „Sozialkredit System“ bewertet. Es stellt einen Versuch der totalen Kontrolle der Bevölkerung durch die Vergabe von „Punkten“ dar.

Endziel Kommunismus?

Aus Sicht der herrschenden Kommunistischen Partei Chinas wird wünschenswertes Verhalten honoriert, beziehungsweise nicht gewünschtes Verhalten sanktioniert.

Was mit dem „Great Reset“ tatsächlich propagiert wird, kommt der Gesellschaftstheorie des Kommunismus ziemlich nahe. Diese Utopie beruht auf Ideen sozialer Gleichheit und Freiheit aller Gesellschaftsmitglieder, auf der Basis von Gemeineigentum und kollektiver Problemlösung.

Was der Kommunismus in den vergangenen 100 Jahren aber letztendlich weltweit hervorgebracht hat, um diese angestrebte Utopie zu verwirklichen, waren Not, Hunger, Zerstörung und die Massaker an Millionen unschuldiger Menschen.

2018 erhielt das Konzept der „Smart City“ den deutschen Big Brother Award. In ihrer Laudatio urteilte die Datenschutzaktivistin Rena Tangens: „Eine ‚Smart City‘ ist die perfekte Verbindung des totalitären Überwachungsstaates aus George Orwells „1984“ und den normierten, nur scheinbar freien Konsumenten in Aldous Huxleys „Schöne neue Welt“.“

.

.

Thomas Kalmund, Jahrgang 1964, arbeitet aktuell als investigativer Journalist und Moderator von zentralPlus, einem Kanal mit Berichten, Analysen und Hintergründen zum Weltgeschehen.

Dieser Artikel wurde zuerst in der Epoch Times Deutschland am 21.2.2021 publiziert.