Was will ich? Mut zur Entscheidung von Anselm Grün

von Helene Walterskirchen:

„Was will ich? Mut zur Entscheidung“
von Anselm Grün

 


Pater Anselm Grün, Benediktiner-Mönch und ehemaliger Cellerar (wirtschaftlicher Leiter) der Abtei Münsterschwarzach, ist nicht nur einer der erfolgreichsten christlichen Schriftsteller, sondern auch spiritueller Berater von Menschen in schwierigen Lebenssituationen, die oft nicht wissen, was sie wollen oder wie sie sich entscheiden sollen. Seine vielen Erfahrungen aus der Praxis hat er in Form dieses Buches niedergeschrieben.

Am Anfang des Buches, sozusagen als „Leitstern“ der gesamten Thematik, zeigt Pater Anselm Grün auf, dass es eine übergeordnete Entscheidung gleichermaßen für alle Menschen gibt: die Entscheidung für Gott, für den Willen Gottes, für ein Gott gewolltes Leben, für das, was Gott von uns möchte. Die Menschen, die diese übergeordnete Entscheidung getroffen haben, werden die vielen Entscheidungsfragen, die im täglichen Leben auf sie zukommen, mit Sicherheit und Leichtigkeit beantworten, da sie einer göttlichen Führung unterliegen, die ihnen in Form von Impulsen vermittelt, welche Entscheidungen sie treffen sollen und welche richtig sind.

Schwierig wird es hingegen für jene, die Gott fern sind, die überwiegend im Ego leben und dadurch unsicher sind, welche Entscheidung die richtige und welche die falsche ist. Das Ego vermag den Menschen weder Halt noch Sicherheit zu geben und folge dessen fehlen ihnen die göttlichen Impulse, von denen sie sich führen lassen können. Die Entscheidungsfindung wird dadurch oft zur Qual, zu einer aufreibenden Sache, die enorm viel Energie und Zeit verbraucht – die man sonst für andere Dinge zur Verfügung hätte.

Pater Anselm Grün verweist auf die einfache Version der Entscheidungsfindung – Gott. Er stellt daneben aber auch die schwierige Version der Entscheidungsfindung dar – das Ego. Um das Ego zu motivieren, seine Entscheidungskämpfe und krampfhaften Entscheidungssuche aufzugeben und sich lieber der göttlichen Führung zu unterwerfen, zeigt Pater Anselm Grün auf, wie mühsam Entscheidungsfindungen ohne Gott sind und wie viele Hilfen und Übungsanleitungen notwendig sind, die man berücksichtigen muss, um irgendwie zu einer „richtigen“ Entscheidung zu kommen. In diesem Teil reibt sich das Buch, wird zäh und verliert seinen Fluss, den es zu Anfang hatte. Das aber scheint vom Autor so gewollt, um dem Leser etwas Elementares bewusst zu machen.

In diesem komplexen Teil baut Pater Anselm Grün dem Leser immer wieder Brücken, um doch noch den Weg heraus aus der Reibung und Zähigkeit hin zu Gott und zu einer göttlichen Entscheidungsfindung zu entdecken. Eine seiner Brücken bilden 20 Seiten Gebete am Ende des Buches – Gebete um Entscheidungen und Gebete vor Entscheidungen. Denn Pater Anselm Grün weiß: Gebete können so manche Wunder bewirken.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Erschienen 2015, 5. Auflage
Vier-Türme GmbH, Verlag
ISBN 978-3-89680-520-1

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