Wo geht es denn zur „Himmelswelt“?

 

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von Helene Walterskirchen:

Heilige Maria mit Jesuskind (Gemälde in der Rindenkappelle in Holzhausen)

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Auf die Frage, ob jemand lieber in einer „Höllenwelt“ oder in einer „Himmelswelt“ leben möchte, würden sicherlich viele Menschen antworten: „Natürlich in einer Himmelswelt!“

Eine Himmelswelt stellt man sich in gleißendem göttlichen Licht vor, eine Welt wo es weder Krankheit noch Tod gibt, wo es weder Sorgen noch Plagen gibt, wo Gott mit straffer und dennoch gütiger Hand alles regiert und die Wesen Ihm demütig ergeben sind, zu Ihm beten, Ihn lobpreisen. Ein Ort absoluter Wahrheit und Gerechtigkeit und Friedfertigkeit … Wo es keinen Teufel, keine Dämonen, keine Mörder, keine Satanisten, keine Verbrecher, keine Kriegstreiber, keine Kinderschänder, keine Sadisten usw. gibt, wie dies in der Höllenwelt der Fall ist.

Halten wir einen Augenblick inne. Aber genau diese finsteren Gestalten leben in unserer Welt! Oder besser: Treiben ihr Unwesen in dieser Welt! Und ihre Zahl ist beträchtlich. Deshalb ist diese Welt, in der wir leben, eine Höllenwelt. Sie wird regiert von Luzifer bzw. Satan und ihren Fürsten der Finsternis. In dieser Welt darf jeder lügen und betrügen und Böses tun, wie es ihm gefällt. Nur die Wahrheit sagen, ehrlich sein und selbstlos Gutes tun ist hier nicht erwünscht. Jeder darf Luzifer bzw. den Satan und die Götzen anbeten und ihnen dienen, aber Gott bzw. Jesus Christus oder Maria nicht. Jeder darf sich in den satanischen Sündentempeln vergnügen, aber in die Kirchen gehen und dort die Heilige Messe und das Messopfer (nach altem Ritus) feiern ist nicht erlaubt.

Damit die Menschen, die in der Höllenwelt leben, nicht die Krise bekommen und ihnen davonlaufen, haben die Konstrukteure der Höllenwelt eine attraktive Bühnenwelt geschaffen, in der die Menschen gerne leben. Es erinnert alles an den Filmklassiker aus den USA „Die Truman Show“. Diesen Film sollte man gesehen haben, da er zeigt, in welcher Bühne und welcher Fiktion das Leben der Menschen abläuft:

Die zentrale Figur des Films ist der Versicherungsangestellte Truman Burbank, der, ohne davon zu wissen, der Hauptdarsteller einer Fernsehserie ist, die sich zum Ziel gesetzt hat, das Leben eines Menschen von Geburt an zu dokumentieren und per Liveübertragung im Fernsehen zu präsentieren (Simulierte Realität). Zu diesem Zweck hat Christof, der Produzent der Serie, Truman als Baby von seiner Firma adoptieren lassen und eigens Seaheaven, eine von Wasser umgebene Küstenstadt unter einer riesigen Kuppel bauen lassen. Seaheaven ist eine idyllisch-harmlose Kleinstadt mit simuliertem Wetter, Sternenhimmel, Sonne und Mond. Hier wächst Truman auf, umgeben von Schauspielern, täglich beobachtet von über 5.000 Kameras. Alles dient natürlich einem kommerziellen Zweck, denn mit der Soap, die 24 Stunden täglich live in die ganze Welt übertragen wird, wird enorm viel Geld gemacht. Erst nach über 29 Jahren wird Truman langsam misstrauisch und beginnt seine Umwelt und Mitmenschen mit anderen Augen zu sehen, wobei er merkwürdige Dinge feststellt, die Anzeichen dafür sind, dass seine Welt nicht die Welt ist, für die er sie 29 Jahre lang gehalten hat …

Genau wie Truman geht es heute immer mehr Menschen: sie wachen auf und beginnen, ihre Welt mit anderen Augen zu sehen. Sie sehen Dinge, die nicht zusammenpassen, die sich widersprechen, die nur Attrappen sind und beileibe nicht die soliden Konstruktionen sind, für die man sie ausgibt; sie sehen die Fäden, die sich zwischen bestimmten Menschen spannen und die wie ein Spinnennetz sind, ein Spinnennetz des Lugs und Betrugs; sie sehen, dass mit kriminellen Methoden zum Wohle einer bestimmten Gesellschaftsschicht operiert wird; sie sehen die satanischen Fingerabdrücke in vielen Bereichen des gesellschaftlichen, politischen und kirchlichen Lebens; sie sehen, dass diese Welt nicht so schön ist, wie man sie präsentieren möchte, sondern dass sie in Wirklichkeit eine hässliche Attrappe ist. Nur die Menschen, die noch schlafend sind, sehen all das nicht. Sie glauben weiterhin, diese Welt sei eine schöne Welt.

Die Handlung im Film „Die Truman Show“ geht damit weiter, dass Truman eines Tages beschließt, er möchte heraus aus dieser künstlichen Welt. Doch wie? Seaheaven ist von einem Meer umgeben und Truman hat, seitdem sein „Vater“ in seiner Kindheit bei einem Bootsunfall ums Leben gekommen ist, panische, ja tödliche Angst vor dem Meer. Dass dies damals extra deswegen inszeniert worden ist, um ihn davon abzuhalten, aus der künstlichen Welt zu entfliehen, weiß er nicht. Truman erkennt: Wenn er diese Angst nicht überwindet, wird er niemals aus seiner bisherigen Welt entfliehen können.

Die Kraft dazu gibt ihm eine Frau, die nicht aus seiner Welt ist, sondern aus der „realen“ Welt, die er vor einiger Zeit kennen und lieben gelernt hat. Zu ihr möchte er unbedingt gelangen, doch dazu muss er vorher aus seiner Welt aussteigen, denn ihre Welt ist in einer anderen Welt und in diese muss er erst gelangen. Irgendwo, so ahnt Truman, muss ein Tor sein, durch das er in die Freiheit gelangen kann. Und so tritt er die gefährliche Überfahrt über das Meer mit einem Segelboot an. …

Heute gibt es auch Menschen, die gerne aus dieser Welt aussteigen möchten, um in eine andere Welt zu gelangen. Sie denken dabei nicht ans Auswandern, sondern an mehr, denn auch in anderen Ländern der Welt herrschen dieselben chaotischen bzw. destruktiven Lebensbedingungen wie bei uns. Wenn sie wüssten, wie sie in eine Himmelswelt kommen, sie würden zu Hauf herbeieilen. Auch diese Menschen haben, wie Truman, Angst, diesen Weltenwechsel-Schritt zu tun. Vielleicht wollen sie ihr gewohntes und scheinbar sicheres Leben nicht aufgeben, vielleicht haben sie Angst, einen lieben Angehörigen zu verlassen, vielleicht haben sie Angst vor dem Neuen und fürchten sich vor dem, was sie erwartet.

Doch dem gegenüber steht der Blick auf diese Welt, in der wir jetzt leben. Eine Welt, die immer schlimmer wird und in der die C. Pandemie und die Lockdowns alles beherrschen und jegliches „normale“ Leben unmöglich machen. Eine Veränderung bzw. Verbesserung ist nicht in Sicht. Im Gegenteil. Dunkle Wolken liegen über der Zukunft, die die Herzen und Seelen der Menschen betrüben und schwer machen.

Hier kann uns auch eine Frau helfen, in deren Kraftfeld der göttlichen Liebe wir uns begeben können: die heilige Maria, die Mutter von Jesus Christus. Sie ist das große Zeichen am Himmel, welches das christliche Heer anführt im Kampf gegen Satan. Sie ist die Siegerin in allen Schlachten Gottes. Insbesondere aber am Ende der Zeiten steht sie da als das letzte Heilmittel, das Gott der Welt gibt. So ist es bereits in der geheimen Offenbarung vorausgesagt: “Am Himmel erschien ein großes Zeichen: Eine Frau, mit der Sonne umkleidet, den Mond unter ihren Füßen und eine Krone von zwölf Sternen auf ihrem Haupte.” (Offb. 12,1) “Durch Maria hat das Heil der Welt begonnen, durch sie wird es auch vollendet werden.” (hl. Ludwig Maria Grignion von Montfort)

Maria, die Mutter, Maria die reine Jungfrau, Maria, die Himmelskönigin, sie ist die Quelle der einzigartigen weiblichen Kraft, aus der wir schöpfen können. Maria, das ist nicht das männliche Streben nach Erfolg, Macht und Ruhm, sondern das weibliche Streben nach dem Muttersein, nach Fürsorge, nach Trösten, nach dem Ausströmen von Wärme und Geborgenheit, aber auch nach Weisheit, nach Umsicht, nach Vorausschau in allen Entscheidungen und Ratschlägen. Es ist aber auch die Löwin, die in ihr wohnt, die für ihre Jungen kämpft, sie beschützt und verteidigt und dabei gnadenlos mit ihren Feinden umgeht. Ihre größte „Waffe“ ist der Rosenkranz, den sie den Rittern ihres Heeres in dieser Welt zur Verfügung stellt und mit dem schon erstaunliche Wunder bewirkt worden sind.

Ein solcher Ritter war der Franziskanermönch, Bruder Maximilian Kolbe, der 1894 als Rajmund Kolbe in Zdunska Wola bei Lodz in Polen geboren wurde und 1941 im Konzentrationslager Auschwitz ermordet wurde. Er hatte eine besonders starke Verbindung zur Immaculata und gründete 1917 die Ritterschaft der Unbefleckten, die „Militia Immaculata“.

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Screenshot aus dem Trailer „Militia Immaculatae“

Weitere Informationen zur Militia Immaculatae finden Sie in der Website: https://m-i.info/de/geschichtliche-entwicklung-der-mi/

Einen wunderbaren Kurzfilm zur Militia Immaculatae finden Sie unter folgendem Link: https://vimeo.com/366948342

Aus diesem Kurzfilm entstand ein zweiminütiger Trailer, den man unbedingt gesehen haben sollte und der auf Youtube zur Verfügung steht. Link: https://www.youtube.com/watch?v=dIb48bfHzX8

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