Unsere „Kulturmagazine Schloss Rudolfshausen“ sind Sammelwerke und Editionen von Helene Walterskirchen, in welchen sie über eigene Kultur- und Friedenskultur-Projekte und Veranstaltungen, in Form von Rückblick und Vorausschau berichtet. Daneben informiert sie im Bereich „Kulturphilosophie des 21. Jahrhunderts“ über aktuelle Kulturanschauungen und Kulturentwicklungen im Bereich der Lebens-, Gesellschafts- und Geistes-Kultur. Wie sehr wir alle Kultur-Wesen und auch Kultur-Leitbilder für andere sind, zeigen die Portraits, die Helene Walterskirchen von verschiedenen Kultur-Persönlichkeiten auf der Grundlage vorangegangener persönlicher Gesprächen verfasst hat.

Auch wenn sich das „Kultur-Magazin Schloss Rudolfshausen“ als überregionales Medium sieht, so befasst es sich doch auch mit Themen aus der Region westliches Bayern und insbesondere Landsberg am Lech, da sich der Wirkungsort von Helene Walterskirchen und ihrem Team in Holzhausen, Landkreis Landsberg, befindet.

Das „Kultur-Magazin Schloss Rudolfshausen“ ist kein Kultur-Kalender oder –Veranstaltungsprogramm irgendeiner Region, es ist vielmehr ein aktuelles und hochwertiges Kultur-Philosophie-Medium, das unserer avantgardistischen Kultur-Philosophie folgt, in die sich die Kulturwesen miteinbinden können, die mit unserem Kultur-Philosophie-Streaming im Einklang stehen. Alle Kulturbeiträge sind kulturell, politisch, religiös, wissenschaftlich und wirtschaftlich neutral und orientieren sich nicht am gesellschaftlichen Mainstream. Das „Kultur-Magazin Schloss Rudolfshausen“ist frei von jeglicher Werbung bzw. von jeglichen selbstbezahlten Beiträgen.

Eine Leseprobe des aktuellen Schloss-Magazins finden Sie direkt hier:

Kultur-Magazin Schloss Rudolfshausen

Kultur-Magazin Schloss Rudolfshausen

„Dies ist die 1. Ausgabe des Kultur-Magazins Schloss Rudolfshausen. Mit diesem Kultur-Magazin möchten wir fortan zweimal jährlich über unsere Kultur-Projekte, unser Kultur-Engagement und unsere Kulturphilosophie berichten, denn in Schloss Rudolfshausen wird Kultur gemacht, gefördert, vermittelt und gepflegt. Dabei liegen uns insbesondere die Bereiche Lebenskultur, Gesellschaftskultur, Friedenskultur, Wohltätigkeitskultur, Gesundheitskultur, Literaturkultur, Ökologie, Zeitgeschichte und Globalität am Herzen.
Die Herausgeberinnen:
Helene und Alexandra Walterskirchen

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44 Seiten, DIN A4-Format, farbig
Ökologischer und klimaneutraler Druck
(vergriffen)

Gartenkultur-Magazin Schloss Rudolfshausen

Gartenkultur-Magazin Schloss Rudolfshausen

„In dieser Sonderausgabe der Reihe „Kultur-Magazin Schloss Rudolfshausen“ berichten wir über die Wandlung des „großen Gartens Erde“ hin zur „Kultur der Gärten“. Damit verbunden ist die Kulturgeschichte des Menschen vom indigenen Menschen hin zum kultivierten Menschen, der große Teile der ursprünglichen Natur zu einem Nutzgarten und Ziergarten umgestaltet hat. So entstanden kunstvolle Gartenkreationen oder riesige landwirtschaftliche Nutzflächen, die oft nicht mehr den ökologischen Grundsätzen entsprechen. Davon sind auch viele Schlossgärten nicht ausgenommen, bei denen mehr Wert auf Gartenkunst gelegt wird als auf Ökologie.
Wir berichten weiterhin über die Wandlung des Schlossgartens Rudolfshausen vom verwilderten, kargen, lebensarmen Landgarten hin zu einem vitalen, ökologischen, hochwertigen und zauberhaften Schlossgarten, der alle erfreut – Menschen, Tiere, Pflanzen und Mutter Erde.
Die Herausgeberinnen
Helene und Alexandra Walterskirchen

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Ökologischer und klimaneutraler Druck
(vergriffen)

Kultur-Magazin 2015 Schloss Rudolfshausen

Kultur-Magazin 2015 Schloss Rudolfshausen

„Dies ist die eine Ausgabe des Kultur-Magazins Schloss Rudolfshausen. In diesem Kultur-Magazin berichten wir über unsere aktiven Kultur-Projekte, unser Kultur-Engagement und unsere Kulturphilosophie, denn in Schloss Rudolfshausen wird Kultur gemacht, gefördert, vermittelt und gepflegt. Dabei liegen uns insbesondere die Bereiche Lebenskultur, Gesellschaftskultur, Friedenskultur, Wohltätigkeitskultur, Gesundheitskultur, Literaturkultur, Ökologie, Zeitgeschichte und Globalität am Herzen.
Die Herausgeberinnen:
Helene und Alexandra Walterskirchen

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52 Seiten, DIN A4-Format, farbig
Ökologischer und klimaneutraler Druck
(vergriffen)

Kultur-Magazin I/2016 Schloss Rudolfshausen

Kultur-Magazin I/2016 Schloss Rudolfshausen

Ausgabe des Kultur-Magazins Schloss Rudolfshausen.
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56 Seiten, DIN A4-Format, farbig
Ökologischer und klimaneutraler Druck
Schutzgebühr € 10,– (für Bestellungen)

Kultur-Magazin II/2016 Schloss Rudolfshausen

Kultur-Magazin II/2016 Schloss Rudolfshausen

Ausgabe des Kultur-Magazins Schloss Rudolfshausen.
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64 Seiten, DIN A4-Format, farbig
Ökologischer und klimaneutraler Druck
Schutzgebühr € 10,– (für Bestellungen)

Kultur-Magazin I/2017 Schloss Rudolfshausen

Kultur-Magazin I/2017 Schloss Rudolfshausen

Aktuelle Ausgabe des Kultur-Magazins Schloss Rudolfshausen.
Für eine Leseprobe bitte hier klicken.

 

84 Seiten, DIN A4-Format, farbig
Ökologischer und klimaneutraler Druck
Schutzgebühr € 14,– (für Bestellungen)

Friedensspirit im Rahmen der Kreiskulturtage

Friedensspirit im Rahmen der Kreiskulturtage

Friedenskultur von Helene Walterskirchen:
Lebendes Friedensband – eine Holzhausener Friedenspremiere

Sie führten die Menschenkette und die ausgerollte Friedens-Banderole an: Günter Först, Bürgermeister der Gemeinde Igling, und Helene Walterskirchen, Leiterin des Friedenskulturzentrums Schloss Rudolfshausen

Holzhausen in der Gemeinde Igling beheimatet nicht nur eine ländliche Kultur, sondern ist auch mit dem Friedenskulturzentrum Schloss Rudolfshausen Zentrum einer beachtlichen regionalen und überregionalen Friedenskultur. Hauptwerk des Friedenskulturengagements unter dem Dach des gemeinnützigen Kultur- und Bildungsvereins Admacum e.V. ist die im Jahr 2010 von Helene Walterskirchen ins Leben gerufene Friedens-Banderole, gedacht als weltumspannendes Volkskunstwerk und Zeitdokument des Friedens.

Im Laufe von sieben Jahren ist das Endlosstoffbanner auf ca. 1,7 km angewachsen und es haben sich mehrere tausend Menschen darauf verewigt – mit ihrem Namen, Friedenssprüchen und vor allen Dingen Friedensmalereien. Das imposante Volkskunstwerk des Friedens, das für einen Eintrag ins Guinness-Buch der Rekorde reif ist, hat die Gründerin und den ersten Bürgermeister der Gemeinde Igling, Günter Först, im Herbst vergangenen Jahres, anlässlich der 5-Jahres-Jubiläumsfeier des Friedenskulturzentrums Schloss Rudolfshausen, inspiriert, die Friedens-Banderole bei nächster Gelegenheit zwischen dem Schloss in Richtung Igling in Form einer Menschenkette zu spannen und so das Endloskunstwerk einmal im Gesamten zu präsentieren. Der Bürgermeister, der auch Kreiskulturrat des Landkreises Landsberg ist, ermöglichte die Einbindung dieses besonderen Events in die Kreiskulturtage, die vom 24.6. bis 9.7.2017 im Landkreis Landsberg mit vielen unterschiedlichen Kulturevents stattfanden.

Ca. 50 Menschen fanden sich am Sonntag, den 25. Juni, am Schloss Rudolfshausen ein, um die Menschenkette für das lebende Friedensband zu bilden, allen voran Schüler, Lehrer und Eltern der Grundschule Igling sowie Leiter, Betreuer und Bewohner des Magnusheims in Holzhausen. Um 15.00 Uhr begann das Event mit Ansprachen von Helene Walterskirchen und Günter Först sowie dem extra für die Friedens-Banderole komponierten Friedenssong „Zeig mir deinen Frieden“, den der Musiker Martin Schlögl präsentierte.

Mit einer bewundernswerten Motivation, viel Improvisation und einer heiteren Sommerlaune, trotz kräftigen Wolken am Himmel, wurde anschließend die Kette gebildet und jedem sein Teil der Friedens-Banderole in die Hände gedrückt. Für diejenigen, die am Anfang standen, hieß es nun Geduld zu üben, denn es dauerte eine Weile, bis alle 50 Personen ihr Stück der Banderole in der Hand hielten. Es ging jedoch nicht viel weiter als bis kurz vor das Ende des Ortsschildes. Was dann fehlte, waren schlichtweg weitere Menschen, um die Kette fortzuführen, denn Friedens-Banderole-Material gab es noch genug, um die Straße nach Igling zu säumen.

So war das lebende Friedensband dieses Mal eine rein Holzhausener Sache, die allgemein viel Aufsehen erregte, denn eine derartige Veranstaltung hatte noch niemand gesehen.

Abschließend entstanden neue Friedensbilder bei der Malaktion im Dorfgemeinschaftshaus Holzhausen. Vorne am Maltisch: Gemeinderat und Kirchenpfleger Joachim Drechsel, früherer Schulleiter der Regens WagnerSchulen in Holzhausen, rechts Friedens-Banderole Mitarbeiterin Tanja Berg

 

Über die Aktion gibt es zwei Youtube-Videos im Kanal „Die Friedenskolumne mit Helene Walterskirchen“ mit dem Titel „Lebendes Friedensband“: ein Video zeigt die Einführungsrede und das andere die Ausrollaktion.

Frieden mit dem Lebensschicksal

Frieden mit dem Lebensschicksal

Die Friedens-Kolumne von Helene Walterskirchen:
Frieden mit dem Lebensschicksal


Wenn wir Kinder oder Jugendliche sind, wissen wir nicht, was das Leben für uns bereithält. Erst mit den Jahren offenbart sich unser Lebensschicksal mit all den Ereignissen, die uns oft in Mark und Bein erschüttern: ein Elternteil wird schwer krank und stirbt, wir werden in der Ehe von unserem Partner/unserer Partnerin betrogen, wir verlieren unser Kind durch einen Unglücksfall, wir erkranken schwer an Krebs, wir machen einen geschäftlichen Verlust, der uns unsere Existenz kostet und so fort. Dann stellen wir uns oft die Frage: „Warum?“ und weiter: „Warum passiert ausgerechnet mir das? Warum kann ich nicht Glück in meinem Leben haben? Warum habe ich immer nur Unglück?“ Wir kommen dann in Unfrieden mit unserem Lebensschicksal.

In solchen Momenten fühlen wir uns vom Schicksal schlecht behandelt und von Gott/den himmlischen Mächten verlassen. Wir verstehen nicht, warum andere Menschen scheinbar so viel Glück haben, wir hingegen nicht. Was haben wir falsch gemacht? Es fällt uns oft schwer, das Gute zu sehen, das uns in diesem Leben auch geschehen ist. Wir begreifen nicht, dass jeder Mensch sein ganz persönliches Schicksal für dieses Leben hat, das auf vielen Faktoren begründet ist, beispielsweise wichtige Lernlektionen für die Entwicklung der Persönlichkeit, Ablegen von Naivität, Ausstieg aus polaren Sicht- und Verhaltensweisen, Aneignung von Toleranz und Verständnis, Transformation von Egoismus in Altruismus usw.

Man spricht nicht umsonst von „der Schule des Lebens“, in der wir uns alle befinden. In dieser Lebensschule hat jeder „Schüler“ seinen ganz eigenen Lehrplan, den er zu lernen und zu absolvieren hat. Es ist eine bekannte Tatsache, dass der Mensch am besten aus Ereignissen lernt, die ihn tief im Inneren treffen, ihn verletzen und „ausknocken“. Die schönen und guten Ereignisse hingegen werden selten zum Anlass genommen, etwas zu verändern.

Wenn wir beispielsweise körperlich gesund sind, werden wir kaum etwas an unserer Ernährung ändern und verbessern. Erst wenn wir schwer oder gar lebensgefährlich krank werden und unser Leben bedroht ist, sind wir offen dafür, bestimmte Nahrungsmittel oder Speisen, die unserer Gesundheit schaden, nicht mehr zu essen und etwas Grundlegendes an unserer Ernährung zu ändern und zu verbessern.

Wenn wir beispielsweise Auto fahren und zur Sorte der Raser gehören, die häufig die Geschwindigkeitsbegrenzungen übertreten, werden wir nichts an unserem Verhalten ändern, solange alles gut läuft. Erst wenn wir einige Male in Radarfallen geraten sind, wenn wir hohe Bußgelder gezahlt und Strafpunkte eingeheimst haben oder wenn wir gar unseren Führerschein deswegen verloren haben, werden wir bereit sein, etwas zu ändern. Dann dürfen wir uns Gedanken über Themen machen wie Rücksichtnahme, Einhalten von Regeln, Anpassung usw.

Wenn sich in diesen Momenten der Autofahrer über sein Lebensschicksal beklagen würde, das doch scheinbar so ungerecht zu ihm ist – „andere fahren auch zu schnell und denen passiert nichts!“ – ginge das an der Sache vorbei. Es geht hier nicht um die anderen, sondern um ihn, um seine Anmaßung zu glauben, er könne sich über alles hinweg setzen und tun und lassen was ihm im Straßenverkehr gefällt. Diese egoistische Haltung abzulegen ist ganz offensichtlich ein wichtiges Thema in seinem Leben, ist also somit sein Lebensschicksal.

Jeder von uns ist in seinem Leben mit seinem ganz persönlichen Lebensschicksal konfrontiert. Es mag so scheinen, als ob manche ein ganz besonders schweres Lebensschicksal haben und andere ein etwas Leichteres, aber keiner ist ohne Lebensschicksal. Jeder hat seine Lernaufgaben in diesem Leben: der eine muss lernen zu teilen, der andere zu lieben, der andere zu verzeihen, der andere zu glauben, der andere zu vertrauen usw.

Nehmen wir unser Lebensschicksal an und lösen wir die darin enthaltenen Lernaufgaben möglichst rasch und zügig auf! Kommen wir in Frieden mit unserem Lebensschicksal! Dann wird unser Lebensschicksal nicht zum Kampf oder Krampf, sondern zu einem wunderbaren Fließen.

Yoga-Kultur: Entspannungspositionen im Yoga

Yoga-Kultur: Entspannungspositionen im Yoga

Yoga-Kultur von Alexandra Walterskirchen:
Entspannungspositionen im Yoga


Der Mensch lebt von Anspannung und Entspannung. Beides muss im Gleichgewicht sein, damit der Mensch gesund, ausgeglichen und leistungsfähig ist. Die meisten Menschen jedoch haben in der heutigen, stressigen Zeit viel mehr Anspannung als Entspannung. Dies führt zu Disharmonie, Unruhe, Nervosität, Leistungsabfall und verschiedensten psychosomatischen Beschwerden. Im schlimmsten Fall kann ein dauerhaftes Übermaß an Anspannung zum Burnout führen. Dann geht nichts mehr, der Mensch ist ausgebrannt.

Den meisten Menschen in dieser Welt fällt Entspannung auf Grund von unterschwellig vorhandenen emotionalen Konflikten in ihrem Arbeits- und Privatleben oder zu starker äußerer Stimulation und Überreizung schwer. Selbst während sie Yoga machen, sind sie mit ihren Gedanken bei ihrem Smartphone, ihrer Beziehungskrise, den Urlaubsvorbereitungen oder sonstigen Problemen, die sie beschäftigen, und werden von der Guna „Rajas“ angefacht. Ein solches Leben wird auch als ein „Leben im inneren Dauerstress“ bezeichnet. Dadurch verbraucht das Wesen seine Lebensenergie und es kann leicht zu einem Burnout kommen, wenn es sich nicht eine Pause gönnt.

Entspannungs-Übungen, die dieses Stress-Muster auflösen und ein klares Bewusstsein und friedvolle Ruhe schaffen, sind deshalb sehr wichtig. Um effektiv und richtig zu entspannen, muss der Energiefluss von Prana im Körper harmonisiert werden und das gesamte Nervensystem in einen Zustand des Loslassens eintreten, der es dem Menschen ermöglicht, sein Leben neu zu ordnen und alte Muster zu transformieren. Mein Adma-Yoga und seine transformierenden Kräfte sind ein sehr wirksamer und vielseitig einsetzbarer Weg, um diese tiefe Ebene der Entspannung erreichen zu können. Indem der Mensch bis zum Kern der Muster seines inneren Aufruhrs und Stresses vordringt und sich in Frieden entspannt, wird sein ganzes Leben neu revitalisiert und von Harmonie, Lebensenergie und Frieden erfüllt.

Die meisten Menschen vergessen im Stress ihres Lebens leicht ihre wahre Essenz, ihr höheres Selbst sowie die Freiheit und Wahlmöglichkeiten ihrer Seele, die es ihnen erlauben, all ihre Handlungen mit Blick auf die Absichten und Ziele ihres Herzens zu tun. Stattdessen verfangen sie sich im Netz der Verhaftungen und polaren Handlungen ihres Egos, die durch ein Leben in Unachtsamkeit und Unbewusstheit verstärkt werden. Nur wenn man sich seines wahren Selbst bewusst ist, kann man angesichts der größten Herausforderungen des Lebens entspannt bleiben und sich in den schwierigsten Lernlektionen an seine innere Essenz und die höheren Kräfte erinnern, so dass man nicht verzweifelt.

Regelmäßige Yoga-Entspannungsübungen sind daher ein lebenswichtiges Element, Anspannungen abzubauen und in die Entspannung zu kommen. Man kann es sehr gut in Yoga-Kursen sehen, wie Yoga-Teilnehmer am Anfang unruhig sind, mit ihren Füßen hin und her rutschen, an ihrer Kleidung zupfen, sich nervös kratzen oder unkonzentriert herumschauen usw. Yoga-Entspannungsübungen helfen diesen Menschen dann, ihre Unruhe, Nervosität usw. loszulassen und in die Entspannung zu kommen. Ich lege daher in meinen Yoga-Übungsstunden großen Wert darauf, dass sich meine Yogaschüler ausreichend entspannen.

Dabei füge ich im Unterricht mit Anfängern/Anfängerinnen zu Beginn der Yogastunde oder nach einer Abfolge bestimmter Yoga-Segmente eine einfache Entspannung ein, die zwischen 30 Sekunden und 3 Minuten dauern kann. Nach der gesamten Yoga-Praxis folgen dann 10 bis 15 Minuten Tiefenentspannung, auch „yogischer Schlaf“ oder Shavasana (Totenhaltung) genannt.

In anspruchsvollen Yoga-Stunden variiert der Einsatz der Entspannung deutlich. Manchmal gibt es gar keine Entspannung zwischen den Übungen, sondern lediglich 10 bis 30 Sekunden Pause, um das aufgebaute innere Feuer nicht abebben zu lassen. In anderen Yoga-Stunden sind dagegen mehrmals bis zu 5 Minuten Pause erforderlich, damit die Schüler nicht überfordert werden, nicht überhitzen oder um die freigesetzten Energien im Energiesystem von Körper und Seele nachwirken zu lassen, so dass die Yoga-Asanas ihre ganze Wirkung entfalten können.

Die Entspannungsübungen des Yoga helfen auf verschiedenen Ebenen:

  • Das durch die Yoga-Übungen angeregte Prana wird im Körper verteilt und der Körper erhält neue Lebensenergie.
  • Die Entspannung verjüngt Zellen, Körper, Psyche und Nerven.
  • Muskelverspannungen lösen sich auf.
  • Die innere Energie wird zentriert und der Geist fokussiert.
  • Etwaige Lösungen für den Umgang mit Stress oder Problemen werden erkennbar, so dass man sie umsetzen kann.
  • Die positiven Empfindungen während der Entspannung werden gespeichert und können jederzeit während des Tages abgerufen werden. Dadurch kann ein neues Entspannungs-Muster im Menschen geschaffen werden, nachdem ein altes Stress-Muster durchbrochen und aufgelöst wurde.

Nachfolgend werden vier Entspannungs-Yoga-Positionen näher erläutert. Sie können entweder vor oder während dem Yoga, zum Abschluss oder auch für sich alleine praktiziert werden:

1. Babyhaltung bzw. Haltung des Kindes: Balasana

Dies ist eine gute Haltung, um innerhalb von Yoga-Übungen, besonders nach Rückwärtsbeugen, zu entspannen. Balasana ist eine erdende Yoga-Haltung, die ein Gefühl der Geborgenheit und des Urvertrauens gibt und repräsentiert ein wichtiges Prinzip: Das Zurückziehen der Sinne von der äußeren Welt hinein zum inneren Herzen. Dadurch beruhigen sich Körper und Psyche und die Nerven entspannen sich. Die Yogis sagen, dass ein paar Minuten in dieser Haltung mehrere Stunden Schlaf ersetzen können. Also ideal für Menschen mit Schlafstörungen!


Anleitung:
– Knie Dich auf die Mitte Deiner Yogamatte und setze Dich auf Deine Fersen. Deine großen Zehen berühren sich, die Knie sind hüftbreit auseinander.
– Lege nun mit einer Vorwärtsbeuge Deinen Oberkörper nach vorn, bis der Bauch auf Deinen Oberschenkeln aufliegt und Deine Stirn den Boden berührt (Für Anfänger: Du kannst Dir unter Deine Stirn ein Polster oder einen Block legen). Dein Steißbein bildet die Verlängerung Deiner Wirbelsäule, es drückt von oben auf Dein Becken und Dein Gesäß, das sich wiederum auf Deine Fersen drückt.
– Wie in den beiden Abbildungen gezeigt, kannst Du nun die Hände entweder neben Deine Beine legen oder nach vorne strecken. Deine Finger sind aufgestellt oder die Handflächen flach auf der Matte. Beide Varianten sind möglich. Schaue, welche Variante Deiner Entspannung besser tut.
– Konzentriere Dich nun auf eine ruhige und gleichmäßige Atmung. Bleib für mindestens 30 Sekunden in dieser Haltung, maximal 3 bis 5 Minuten, bevor Du aus der Stellung herausgehst.
– Es ist wichtig, dass du den Kopf ablegst, um Nacken und Halswirbel zu entlasten. Wenn Dein Kopf nicht auf den Boden kommt, nimm die genannten Mittel zu Hilfe.

2. Entspannung mit angezogenen Knien/Knieschaukel:

Diese Haltung ist nach einer Vorwärtsbeuge eine gute Art der Entspannung. Zudem regt sie die Verdauung an und entspannt Deinen unteren Rücken.


Anleitung:
– Lege Dich auf den Rücken, am besten auf eine dicke Yogamatte.
Ziehe Deine Beine an und stelle die Füße hüftbreit auf. Der Rücken, der Nacken und die Schultern liegen flach auf der Matte.
– Hebe nun Deine Knie in Richtung Bauch und umfasse sie locker mit beiden Händen.
– Ausatmen: Ziehe die Beine langsam an den Oberkörper heran. Die Hände bleiben dabei auf den Knien.
– Einatmen: die Beine wieder minimal zurückbewegen.
– Übung wiederholen.
– Anschließend die Beine lang ausstrecken und nachspüren.
– Du kannst 30 Sekunden bis ein paar Minuten in dieser Haltung bleiben.

3. Einfache Haltung: Sukhasana

Die einfache Haltung (Sukhasana, Schneidersitz oder als Variante Halber Lotus) eignet sich gut als kurze Entspannung während einer Übungsreihe oder für die Meditation. Voraussetzung ist, dass Du die mögliche Flexibilität in den Beinen hast und entspannt in dieser Haltung für einige Zeit sitzen kannst. Wenn Du Dich in Sukhasana „zwingen“ musst, Deine Beine schmerzen oder einschlafen, ist diese Haltung für Dich nicht das richtige. Finde eine Sitzhaltung, in der Du Dich entspannen kannst.


Anleitung:
– Setze Dich in die einfache Haltung oder in einem für Dich bequemen Sitz auf Deine Yogamatte oder eine Decke.
– Mache Deine Wirbelsäule lang und gerade. Lege Deine Hände entspannt auf Deine Oberschenkel oder im Gyan-Mudra (Mudra der Weisheit), d.h. Daumen und Zeigefinger berühren sich.
– Schließe Deine Augen. Konzentriere Dich auf Dein 3. Auge. Atme entspannt ein und aus. Atme tief und ruhig. Sei mit Deinem Atem in Deinem ganzen Körper präsent und spüre die Lebensenergie in Dir pulsieren. Fühle Deine innere Lebensenergie und Dein aktiviertes wahres Selbst.

4. Totenhaltung/Shavasana

Shavasana ist eine sehr intensive, bewusste Übung und findet in der Regel nach einer Yogastunde statt. Sie bedeutet nicht einfach nur „faul“ auf dem Rücken zu liegen. Im Gegenteil, es ist eine Asana, die mit dem inneren Beobachter ausgeführt wird. Dieser scannt den gesamten Körper auf Verspannungen und Blockaden und schickt dann dorthin zusätzliche Entspannung. Nach einer Yoga-Stunde wird somit die Balance wieder hergestellt und etwaige noch vorhandene Stress-Energien lösen sich auf. Die Energien der Yogastunde werden im Körper und der Psyche verankert und können nun mit ihrer heilsamen Kraft nachwirken. Zudem wird sich der Praktizierende der eigenen Sterblichkeit des physischen Körpers bewusst (weswegen auch kein tiefer Atem vorgesehen ist, sondern ein ruhiger, unhörbarer Atem) und tritt in die Tiefen seines Geistes ein. Shavasana kann sowohl als Zwischenentspannung während der Yoga-Stunde (1 bis 5 Minuten) oder als Endentspannungshaltung (10 bis 30 Minuten) dienen.


Anleitung:
– Lege Dich bequem auf den Rücken, Beine und Arme auseinander, die Füße fallen locker zur Seite, die Handflächen zeigen nach oben. Wenn Du leicht frierst, kannst Du Dich mit einer Decke zudecken. Die Decke kann auch helfen, die im Yoga aktivierte Energie im Körper zu bewahren.
– Versuche, das Gewicht des unteren Rückens Richtung Boden sinken zu lassen.
– Schließe die Augen und atme langsam und tief durch die Nase ein und aus (keine Pranayama-Atemtechnik!). Während Du einatmest, hebt sich der Bauch und während du ausatmest, senkt sich der Bauch wieder. Spüre, wie Dein Körper mit jeder Ausatmung schwerer wird und sich entspannt.

Variation 1: Lege Dich auf den Rücken, winkle die Beine an und ziehe die Knie zum Brustkorb (Knieschaukel). Deine Arme umschlingen die Knie. Nimm 5 tiefe Atemzüge, wobei sich der untere Rücken sanft dehnt und am Boden entspannt. Lege dann die Beine wieder zurück auf den Boden in das volle Shavasana. Es wird Dir dann leichter fallen.
Variation 2: Lege Dich auf den Rücken, winkle die Beine an und stelle die Füße flach auf den Boden, Beine und Füße sind hüftbreit auseinander. Nimm 5 tiefe Atemzüge, wobei sich der untere Rücken dem Boden nähert. Lege dann die Beine wieder zurück auf den Boden in das volle Shavasana.
Variation 3: Bei starkem Hohlkreuz kannst Du in Shavasana ein Kissen oder eine Decke unter die Knie legen und dadurch den unteren Rücken entlasten (siehe Bild oben rechts).
Variation 4: Bei starker Krümmung des oberen Rückens kann das Ablegen des Kopfes in der Totenstellung unangenehm sein. In diesem Fall kannst Du ein kleines Kissen unter den Kopf legen.

Viel Freude und natürlich viel Entspannung bei Deinen Übungen!

Mein Tipp:
Zum Aufwecken aus der Entspannung oder Meditation empfehle ich einen handgefertigten Klangschalenwecker von Dayasa. Mit diesem Wecker schreckt man nicht hoch wie das bei anderen Weckern oft der Fall ist, sondern wacht man sanft und friedlich auf. Der Wecker ist zudem mit natürlichen Materialien nachhaltig angefertigt. In der Dayasa-Homepage heißt es dazu: „Ein Dayasa-Klangschalenwecker enthebt uns bei der Meditation der Sorge um die Zeit. Sie leitet die Übungen ein und führt uns an ihrem Ende wieder sicher und angenehm zurück in die äußere Welt des Seins. Wie ein Zeremonienmeister, der mit seinem Klangstab behutsam die Klangschale anschlägt.“

Ich verwende meinen Klangschalenwecker von Dayasa nicht nur als Timer für Yoga und Meditation, sondern auch als Wecker zum Aufstehen. Besonders gefällt mir die sanfte Weckfunktion in Intervallen, die es meinem Körper erlaubt, in seinem eigenen Tempo aufzuwachen. Dadurch fühle ich mich frisch und ausgeruht am Morgen.

Thomas Albrecht
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Anatol Schedlbauer – „Bio-Unternehmer Kulturportrait“

Anatol Schedlbauer – „Bio-Unternehmer Kulturportrait“

Unternehmer-Kulturportrait von Helene Walterskirchen:
Anatol Schedlbauer – zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Philosophie


Bio ist eine Philosophie, die sich in den vergangenen 50 Jahren vom kleinen Reformhaus, in dem hauptsächlich alte Menschen ihre Heilmittelchen einkauften, zu einer Wirtschafts- und Gesellschafts-Dimension entwickelt hat, die Supermarkt-Charakter hat. Die Bio-Philosophie hat sich dennoch in diesem Dimensionswechsel bewahrt.

Bio-Leute haben einen anderen „Mind“ und ein anderes Bewusstsein. In der Bio-Szene, wenn man sie denn so nennen darf, gibt es verschiedene Gruppen, insbesondere im Ernährungsbereich, beispielsweise die Nicht-Vegetarier, die Vegetarier, die Veganer, die Rohköstler. Bio-Leute sind in der Regel ökologiebewusst, umweltbewusst, gesundheitsbewusst und alternativ. Sie sehen den Menschen als Teil des großen kosmischen Gefüges, weshalb sie zumeist von wir sprechen und nicht von ich.

Anatol Schedlbauer, Jahrgang 1979, ist ein Bio-Mensch. Seine Eltern sind Bio-Leute. Seine Mutter, Petra Jung-Schedlbauer, ist eine Pionierin in der Bio-Szene, die viele Jahre lang in der Bio-Szene gearbeitet hat und im Jahr 2002 den Bio-Markt „Landmann’s“ in Landsberg am Lech, in der Augsburger Straße, gegründet hat.

Wir, meine Tochter und ich, sind ebenfalls Bio-Leute. So war es für uns etwas völlig Selbstverständliches, dass wir, als wir im Jahre 2011 nach Landsberg gezogen sind, zum Landmann’s gingen, um unsere Einkäufe zu tätigen (wir kaufen ca. 98 % unserer lebensnotwendigen Dinge im Bio-Markt, das war schon bei unserem früheren Wohnort der Fall).

Dabei blieb es nicht aus, dass wir die Geschäftsführer des Bio-Marktes kennen lernten. Bis 2014 führte Petra Jung-Schedlbauer den Bio-Markt; 2014 übernahm ihr ältester Sohn Anatol die Geschäftsführung. Er steht heute an der Spitze und führt ein Team von 60 Mitarbeitern.

Der hochgewachsene junge Mann mit dem offenen Blick machte auf mich, als ich ihn das erste Mal traf, einen bleibenden Eindruck. Es gibt Menschen, die man trifft, mit denen man sofort auf einer Welle schwimmt. Warum das so ist, weiß man nicht – es ist mit menschlichen Worten nicht zu erklären. Von Anfang an macht es klick – zwei Augenpaare treffen sich, schauen sich an, erkennen etwas aneinander, das ihnen vertraut vorkommt, das sie anspricht, das sie fasziniert, ohne jedoch zu wissen warum. Man spricht miteinander, ohne sich zu kennen, man reicht sich die Hand, ohne sich zu kennen, man freut sich am anderen, ohne sich zu kennen, man geht auseinander: mit einem Lächeln auf den Lippen, mit Freude im Herzen, man ist erfüllt, obwohl die Begegnung nur wenige Augenblicke gedauert hat. Gleiche Chemie, gleiche Philosophie, gleicher „Mind“ und doch ganz individuell.

In jedem Fall ein interessanter junger Mann, von dem ich gerne mehr wissen und den ich gerne mit Worten „malen“ wollte. Kunstmaler und Schriftsteller sind sich sehr ähnlich: beide versuchen, Impressionen oder Eingebungen zu Papier zu bringen, der eine mit Pinselstrichen, der andere mit Worten. Hat der Künstler einmal eine Eingebung, dann will er sie ausdrücken, zu Papier bringen, ja, letztlich materialisieren. Anatol Schedlbauer war so eine Eingebung, die seit längerer Zeit durch meinen „Mind“ gegeistert ist. Eingebungen oder Ideen können längere Zeit im „Mind“ sein, aber irgendwann wollen sie materialisiert werden. So ging es mir bei Anatol Schedlbauer. Deshalb war es nur eine natürliche Folgeerscheinung, dass ich ihn um ein persönliches Gespräch bat, dem er gerne zustimmte. Bald darauf fanden wir uns zu einem Gespräch zusammen.

Auf meine Frage, ob er sich als Geschäftsmann sieht, antwortet Anatol Schedlbauer: „Ich kann mich mit den Begriffen „Geschäftsmann“ und „Geschäft“ nicht so recht anfreunden. Wir Menschen wirken seit Jahrtausenden zusammen, um uns gegenseitig zu versorgen, allerdings nicht vom Geschäft oder vom Handel, sondern von der Kooperation. Deshalb sind wir in der Evolution auch so weit gekommen, wie dies heute der Fall ist. Wir sind soziale Wesen, das sichert unser Überleben und unsere Entwicklung. Kunst und Kultur konnten nur daraus erwachsen, dass unsere Grundbedürfnisse gesichert waren. Solange jemand ums Überleben kämpft, kann er sich nicht mit Kunst und Kultur befassen. So entstand die Notwendigkeit, zusammen zu agieren und zu wirken, damit wir alle unser Leben und Überleben sichern konnten. Für mich ist Wirtschaft Kooperation, ein Austausch, ein Zusammenwirken. Wenn wir jedoch die Wirtschaft von heute anschauen, so ist es zumeist Auseinandersetzung, Konkurrenz, Kampf und darin eingebettet sehr viel Gier, Gier nach Profit, aber auch nach Macht.“

Seine Begabung zu reden, beeindruckt mich. Seine Stimme ist markant, kräftig, ausdrucksstark. Das, was er sagt, liegt zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Philosophie – er zitiert gerne Philosophen und Wissenschaftler – von Michelangelo über Kopernikus bis hin zu Einstein: „Ich habe in den letzten Jahren gelernt, so manche Begriffe, die wir in unserer Alltagssprache benutzen, zu hinterfragen. Wir neigen dazu, bestimmte Begriffe gebetsmühlenartig wie ein Mantra zu verwenden, ohne dass wir uns Gedanken darüber machen, was sie wirklich bedeuten. So verwenden wir beispielsweise oft die Worte „Verbraucher“ oder „Verbrauch“ und glauben, es handele sich um positive Worte. Dabei sind es genaugenommen keine positiven Worte. Austauschen wäre ein schönes Wort oder auch zur Verfügung stellen – ein gegenseitiges Geben und Nehmen.“

Anatol Schedlbauer spricht gerne von Rollen, die wir alle im Leben spielen. „Ich spiele die Rolle des Geschäftsführers eines Bio-Marktes, aber sie ist nicht alles in meinem Leben. Natürlich muss ich die Erwartungen, die als Geschäftsführer an mich gestellt werden, erfüllen. Wenn ich das nicht tue, wird es etwas schwierig. Aber das bedeutet nicht, dass ich ganz mit dieser Rolle verschmelze und es nichts anderes mehr für mich gibt. Ich bin im klassischen Sinne Unternehmer, ja, aber ich bin auch Sportler, Philosoph, Künstler, Liebhaber, Mensch. Ich habe gelernt, dass ich aus einer Rolle auch aussteigen kann und in eine andere Rolle wechseln kann. Das gibt mir einerseits eine große Freiheit, andererseits auch die Möglichkeit, mich auf verschiedensten Gebieten weiterzuentwickeln und zu entfalten. Wenn ich nur die Rolle des Geschäftsführers spielen würde, wäre das auf die Dauer gesehen sehr eintönig und es ginge, genau genommen, ein Teil von mir verloren, der doch auch in mir ist und sich ausdrücken möchte.“

Auf meine Frage, was „Führung“ für ihn als Geschäftsführer eines erfolgreichen Bio-Marktes bedeutet, antwortet Anatol Schedlbauer: „Meine Mutter ist in diesem Punkt ein großes Vorbild für mich. Sie sagt: ‚Ein erfolgreicher Unternehmer ist einer, der sich jederzeit aus dem Unternehmen herausziehen kann. Wenn er nicht da ist und doch alles läuft, ist es ein Zeichen, dass er alles richtig gemacht hat‘. In meiner Philosophie des Führens geht es darum, dass sich meine Mitarbeiter selber führen. Heute Morgen beispielsweise, als in den Laden kam, war alles von meinen Mitarbeitern gemacht. Gute und langjährige Mitarbeiter brauchen nicht unbedingt einen Chef, der ihnen vorschreibt, was sie zu tun haben. Natürlich kommt es auch immer wieder mal zu Problemsituationen oder Konflikten. Aber auch da muss ich nicht als Chef unbedingt Lösungen schaffen. In meinem Führungsmodell ist es die Aufgabe der Mitarbeiter die Dinge selbst in die Hand zu nehmen und Lösungen herbei zu führen. Ich als Chef muss das aber auch zulassen und akzeptieren. Meine Erfahrung ist es, dass man Chef nicht dadurch wird, dass man alles weiß, sondern dass man andere führen kann, und zwar so führen, dass sie sich selber führen können. Wir alle spielen hier ‚Kaufladen‘ und wir alle wirken daran mit, dass dieses Spiel gut funktioniert. Das nennt man dann Erfolg.“

Muss ein Chef seinen Mitarbeitern nicht zeigen, wer im Geschäft die Macht hat, frage ich Anatol Schedlbauer und er antwortet: „Ich halte Macht für die gefährlichste aller Drogen. Geld ist ein Werkzeug der Macht. Die Gier nach Macht erzeugt Verlangen und den Wunsch, andere zu kontrollieren. Ein bekannter Philosoph hat einmal gesagt: ‚Menschen wollen nicht frei sein von Sklaverei, sondern sie wollen bessere Sklavenhalter sein‘ Wir alle sind bereit, vor jemandem, der uns glaubhaft macht, dass er Macht innehat, dass er notwendig ist und alles unter Kontrolle hat, auf die Knie zu fallen. Mein Werkzeug ist nicht die Kontrolle oder die Macht, sondern die Kommunikation. Solange die Menschen glauben, dass sie Führung und damit Macht und Kontrolle brauchen, kann sich nicht wirklich etwas in diesem System ändern. Deshalb ist es mir sehr wichtig, den Menschen bewusst zu machen, dass sie weder Macht noch Führung brauchen. In meinem Führungsmodell gebe ich den Menschen Strukturen, wie eine Art Gitternetz, nach denen sie arbeiten und in die sie sich einfügen können und in denen sie sich selbständig entfalten können. Wenn das alles gut funktioniert und ich mich aus dem täglichen Geschäftsablauf weitgehend herausnehmen kann, dann kommt das uns allen zugute.“

Anatol Schedlbauer spricht gerne davon, dass er mit seinen Mitarbeitern und den Kunden, die einkaufen, „Kaufladen“ spielt. „Wenn wir Kaufladen spielen, dann bin ich dafür, dass wir es richtig machen, mit Freude und Engagement, und dass wir alle einen Nutzen davon haben. Wir versorgen uns gegenseitig, wir befriedigen gegenseitig unsere Bedürfnisse, wir tauschen uns aus und agieren zusammen. Das ist für mich Handel – im Sinne einer Kooperation und nicht im Sinne eines reinen Kommerzes.“

 

Augsburgerstraße 74
D-86899 Landsberg am Lech
Email: landsberg@landmanns.de
www.landmanns-landsberg.de

 

 

Anatol Schedlbauer und sein jüngerer Bruder Manuel in ihrem Bio-Markt Landmann‘s

Doris Baumgartl – mit Schick, Charme und Melone

Doris Baumgartl – mit Schick, Charme und Melone

Landsberger Stadtkultur von Helene Walterskirchen:
Doris Baumgartl – mit Schick, Charme und Melone

Doris Baumgartl mit der Autorin Helene Walterskirchen

Vertreten Sie die Ansicht, Beamte seien verstaubte, langweilige, hausbackene und starre Staatsbedienstete, die sich hinter ihren Formularen verschanzen, nichts vorwärts bringen und nur Akten wälzen? Dann wird sich diese Ansicht entscheidend verändern, wenn Sie Doris Baumgartl persönlich kennen lernen. Obwohl Beamtin (der Stadt München und derzeit beurlaubt) ist sie weder das eine noch das andere. Sie ist vielmehr schick, charmant, frisch, lacht gerne und strahlt eine positive Lebens- und Schaffensfreude aus. Sie ist eine Frau mit Ideen, bürgernah, die ein Gespür für das hat, was gebraucht wird und die gerne anschiebt, damit die Dinge umgesetzt werden oder weitergehen. Die Lady like Powerfrau ist als zweite Bürgermeisterin von Landsberg am Lech eine strahlend sympathische Repräsentantin der Stadt.

Doris Baumgartl, geboren 1962, liebt die Stadt und Region Landsberg am Lech, auch wenn sie gebürtige Münchnerin ist und lange Zeit in München gelebt hat. Nach Landsberg kam sie durch ihren Mann, einen Arzt, der im Jahr 2001 eine Facharztpraxis in Landsberg übernahm, so dass sich die Familie 2007 entschloss, ganz nach Landsberg zu ziehen. Wie es bei Arztehefrauen häufig üblich ist, arbeitet Doris Baumgartl seit vielen Jahren in der Praxis ihres Mannes mit, primär im Bereich Verwaltung.

Ihr eigentliches Metier jedoch ist Öffentliche Verwaltung, deren Aufgabe darin besteht, den Staat zu verwalten – auf Bundesebene wie auf Kommunalebene. Dazu hat sie ein entsprechendes Studium absolviert und als Dipl. Verwaltungswirtin (FH) abgeschlossen. Danach wurde Doris Baumgartl Beamtin der Stadt München und hat mehrere Jahre im Münchner Rathaus für den Stadtrat gearbeitet, primär in den Bereichen Personal, Städtische Kliniken und Philharmoniker. „Als die Städtischen Kliniken verselbständigt wurden, bin ich ganz zu den Kliniken gewechselt und habe dort einige Jahre im Bereich Marketing und Öffentlichkeitsarbeit gearbeitet. Aus dieser Zeit resultiert auch die Begegnung mit meinem heutigen Mann“, so Doris Baumgartl.

Auf meine Frage, was sie an der Öffentlichen Verwaltung so ansprechend findet, antwortet Doris Baumgartl: „Im Studium der Öffentlichen Verwaltung lernt man alles über die Verwaltung des Staates, z.B. über das Staatsrecht, das Verwaltungsrecht, das Kommunalrecht, das Sozialrecht usw. sowie über Betriebswirtschaftslehre, Kommunale Wirtschaftsführung und andere verwaltungsspezifische Fächer. Fasziniert hat mich an der Öffentlichen Verwaltung auch die politische Dimension und die immens große Bandbreite an späteren Möglichkeiten zu arbeiten, z.B. im sozialen Bereich, im Schul-, im Kultur- oder im Umweltbereich. Man kann sich aber auch für übergeordnete Aufgaben, sogenannten „Querschnittsaufgaben“ – das ist übrigens ein typischer Verwaltungsfachbegriff -, entscheiden, wie ich es gemacht habe, indem ich den Bereich „Personal“ gewählt habe, der in allen Aufgabenbereichen vorkommt.“

Doris Baumgartl ist seit ihrer Jugend politisch interessiert und hat vor ihrem Studium der Öffentlichen Verwaltung sogar zwei Semester Politologie studiert, dann jedoch das Studium beendet, weil es nicht ihren wahren Neigungen entsprach. Ihr politisches Interesse blieb, jedoch konnte sie sich nie dazu entscheiden, in eine bestimmte politische Partei einzutreten und dort politisch aktiv zu werden oder gar eine politische Laufbahn einzuschlagen.

Dies änderte sich, als Doris Baumgartl 2007 nach Landsberg am Lech zog und mit dem öffentlichen Leben in der Stadt in Kontakt kam. Sehr schnell erwachte in ihr das Interesse am Stadtgeschehen und an der Stadtverwaltung. Sie verspürte den Wunsch, einen größeren Einblick zu bekommen, den ihr die Zeitungen nicht geben konnten. Sie war von der Stadt München Transparenz gewohnt, etwas, was ihr die Stadt Landsberg zum damaligen Zeitpunkt nicht bieten konnte, denn es gab keinen Internetservice wie in München, über den sich die Bürger jederzeit über die Themen der Stadtratssitzungen, über den Inhalt der Sitzungen oder die Entscheidungen, die getroffen wurden, informieren konnten. Doris Baumgartl drängte es danach, am Stadtgeschehen aktiv teil zu haben und mitentscheiden zu können. „Mir war bewusst, dass dies nur möglich ist, wenn ich in den Stadtrat eintreten würde. Da ich jedoch keiner politischen Partei zugehörig war, war dies nicht möglich. Zu jener Zeit traf ich per Zufall den Landsberger Alt-OB Franz Xaver Rößle, der Mitglied der UBV (= Unabhängige Bürgervereinigung Landsberg e.V.) ist und mich zu mehreren Treffen der UBV einlud, um die Vereinigung kennen zu lernen.“

Die UBV ist ein freiwilliger Zusammenschluss von Bürgern zum Zweck der parteienunabhängigen Mitwirkung an der kommunalpolitischen Meinungs- und Willensbildung in Landsberg. Sie nimmt als unabhängige Gruppe an Kommunalwahlen teil. Das Konzept der UBV überzeugte Doris Baumgartl und sie trat der Vereinigung bei. Ihr Weg in den Stadtrat von Landsberg war damit frei.

Die frischgebackene Stadträtin Doris Baumgartl machte sich sogleich daran, das Thema „fehlende Transparenz“ in Richtung Stadtrat anzupacken und einen Internetservice wie in München auf den Weg zu bringen. „Seitdem kann jeder im Internet nachschauen, welche Themen in den Stadtratssitzungen behandelt werden, welche Beschlüsse der Stadtrat in den einzelnen Sitzungen fasst, welche Inhalte die jeweiligen Beschlüsse haben usw.“, so Doris Baumgartl.

Die engagierte und sympathische Stadträtin gewann im Jahr 2014 die Wahl zur 2. Bürgermeisterin, eine Position, die auch die Vertretung des OB Mathias Neuner beinhaltet. Seitdem bringt sie noch etwas mehr Strahlkraft in das Stadtleben und ist bestrebt, den Bürgern von Landsberg etwas Gutes zu tun. Doris Baumgartl: „Es liegt mir am Herzen, das Leben der Bürger ein Stückchen besser zu machen, dazu haben mich die Bürger ja auch gewählt. Mir ist die ständige Begegnung mit den Bürgern wichtig, damit sie mir sagen können, was nicht passt, wo es Probleme gibt, so dass ich als Vertreterin der Stadt Landsberg einen Überblick darüber bekomme, wo es hakt und mir auch schon Gedanken machen kann, wie man das ändern und verbessern kann. Ein aktuelles Problemthema ist derzeit, dass wir zu wenig günstiges Bauland und günstige Wohnungen für Familien mit geringem Einkommen zur Verfügung haben. Hier müssen wir Abhilfe schaffen und bei neuen Wohngebieten genau darauf schauen. Damit jedoch ist es nicht getan, denn es braucht noch mehr: beispielsweise Einkaufsmöglichkeiten, Kindergärten, soziale Einrichtungen, Spielplätze usw., für die wir als Stadt auch sorgen müssen.“

Doris Baumgartl ist Referentin der Stadt Landsberg für den Bereich Kindergärten und Kinderkrippen. „In Landsberg haben wir 14 verschiedene Kindertagesstätten. Das bietet den Eltern eine breite Auswahl, aber wir müssen ständig genau darauf achten, dass wir auch genügend Kindergarten- und Kinderkrippenplätze anbieten können. Vor allem müssen wir dafür sorgen, dass die Eltern und Familien entlastet werden, denn nicht alle können sich beispielsweise einen Kinderkrippenplatz, der monatlich zwischen 300 und € 350 kostet, leisten. Meine Aufgabe ist es, dafür zu sorgen, dass die Rahmenbedingungen bei der Kinderbetreuung stimmen und eine Win-Win-Situation sowohl für Eltern als auch für Betriebe, in denen die Eltern arbeiten können, entsteht. Dies ist nur möglich, wenn die Eltern sicher gehen können, dass ihre Kinder in den Kinderkrippen und Kindergärten gut versorgt sind. Die Qualität spielt dabei eine entscheidende Rolle.“

Doris Baumgartl ist „voll im Geschirr“ mit Familienaufgaben, Praxisaufgaben und Stadtaufgaben. Dennoch wirkt sie nicht gestresst, sondern vielmehr souverän, was zeigt, dass sie ihre Aufgaben gut im Griff hat. Verspürt sie manchmal den Wunsch, ein anderes Leben zu führen, beispielsweise den ganzen Tag am Pool zu liegen, shoppen zu gehen oder schicke Reisen zu machen? Sie schmunzelt und meint: „Dazu bin ich nicht der Typ. Ich brauche Action, Aufgaben, Herausforderungen. Ich möchte mich sinnvoll engagieren und einsetzen, damit etwas vorwärts geht und sich etwas verändert und verbessert in unserer Gesellschaft. Das erfüllt mich und gibt mir ein Gefühl von Zufriedenheit. Und es hält mich jung.“

Doris Baumgartl – eine Frau mit Schick, Charme und Melone! Schick und Charme für eine bezaubernde Frau, das passt, aber für was steht die Melone, uns bekannt als typisch englische Kopfbedeckung des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts? Die Melone steht für traditionelle Werte, denn bei aller Modernität, die Doris Baumgartl umweht: sie plädiert für ein Leben, das von traditionellen und christlichen Werten getragen ist und für eine Erziehung der Kinder in diesem Sinne. Das fängt schon im Kindergarten an und genau da schließt sich der Kreis, denn als Kindergartenreferentin der Stadt Landsberg engagiert sie sich dafür, dass die entsprechenden Samen bereits in die kleinen Bürger, die einmal die großen sein werden, gelegt werden.

Doris Baumgartl
Johann-Mutter-Straße 15
86899 Landsberg am Lech
08191-9735973
doris.baumgartl@t-online.de

Doris Baumgartl bei ihrer Einführungsrede anlässlich des Benefiz-Friedenskonzertes der Adma Music Friends in den Beruflichen Schulen in Landsberg im März 2015

Isabella Sonntag – Mission zum Wohle der Pferde

Isabella Sonntag – Mission zum Wohle der Pferde

Unternehmer-Kulturportrait von Helene Walterskirchen:
Isabella Sonntag – Mission zum Wohle der Pferde

Foto: Sabine Grosser

Was Isabella Sonntag anpackt, hat nicht nur Hand und Fuß, sondern trägt auch Früchte. Sie gibt sich nicht mit halben Sachen zufrieden. Entweder ganz oder gar nicht. Das war schon so, als sie Inhaberin und Geschäftsführerin des etablierten Familienunternehmens „Uhren Sonntag“ in München, Sendlingerstraße, war. Das war weiter so, als sie das Unternehmen Wu Wei gründete und das Magazin Wu Wei herausgab sowie als Buchverlegerin tätig war und bis zum Verkauf des Verlages 100 Bücher veröffentlichte, an manchen sogar mitarbeitete. Wu Wei ist eine taostische Lebensphilosophie und bedeutet so viel wie Tun im Nichtstun. Und das war weiter so, als sie ihre hobbymäßige Pferdeleidenschaft zu ihrer neuen Berufung machte und zusammen mit Manuel Jorge de Oliveira, einem portugiesischen Reitmeister der alten Schule, eine Mission zum Wohle der Pferde aufnahm, deren Höhepunkt darin bestand, dass sie vor zwei Jahren eine Reitanlage in 86875 Waal bei Buchloe erwarb und dort, zusammen mit Manuel, die „Oliveira-Stables“ eröffnete.

Als ich sie vor rund 20 Jahren kennen lernte, war es im Zusammenhang mit einer damaligen Aktion, die sie ins Leben gerufen hatte. Es ging darum, den Menschen bewusst zu machen, wie wichtig es ist, mit einem Lachen durchs Leben zu gehen. Sie hatte zu viele ernste Gesichter in ihrer Tätigkeit als Geschäftsführerin in der Schmuck-Branche gesehen und es war ihr ein Anliegen, dem entgegenzuwirken. Wir erkannten damals beide, dass wir vom Typ „Macherinnen“ sind – jede auf ihrem Gebiet. Es entstand jedoch kein Konkurrenzdenken, sondern eine gegenseitige Annahme, Wohlwollen und Hilfsbereitschaft, für den anderen da zu sein, wenn notwendig. Allein dieses Wissen genügte, dass jede von uns in den vergangenen 20 Jahren ihren eigenen Weg gehen konnte, wobei ein gelegentliches Lugen in das Territorium des anderen dazu gehörte.

Es war im August 2017 als mir mein siebter Sinn signalisierte, jetzt sei der richtige Zeitpunkt, Isabella Sonntag zu treffen, um in meinem nächsten „Kultur-Magazin Schloss Rudolfshausen“ ein Porträt über sie zu bringen. So fuhr ich kurze Zeit später in das benachbarte Waal zu Isabellas Reitanlage, ein Katzensprung, denn Waal ist nur etwa 10 Minuten von Schloss Rudolfshausen entfernt.

Isabella Sonntag herrscht souverän über die große, ehemals fürstliche Reitanlage, die neben Schloss Waal, Wohnsitz des fürstlichen Hauses von der Leyen, liegt. Seit dem Kauf vor zwei Jahren ist sie ständig damit befasst, die Anlage umzubauen, zu renovieren und teilweise neu zu gestalten, um sie den aktuellen Entwicklungen und Bedürfnissen anzupassen.

Ehe wir das eigentliche Gespräch führten, zeigte mir Isabella die große Reitanlage und berichtete bei der Gelegenheit, dass vor kurzem in der Anlage, genauer bei den Pferdeställen, eingebrochen worden sei. Die Täter hatten offensichtlich die Absicht, die Pferde zu töten. Gott sei Dank, sei es nicht dazugekommen, weil Teamleute, die im Haus nebenan logierten, aufmerksam wurden. Aus Sicherheitsgründen ist jedoch nun alles mit provisorischen Metallzäunen abgesichert, ehe feste Zäune errichtet werden. Wenn man bedenkt, dass eines der kostbaren Reitpferde einen Wert von ca. 40.000 € hat, so kann man sich vorstellen, welch enormen Verlust dies für den Besitzer der 30 Reitpferde, Manuel Jorge de Oliveira, bedeutet hätte. Isabella jedoch geht es nicht so sehr um den finanziellen Verlust, der entstanden wäre, sondern um die Gesinnung der Täter, die für sie auf Missgunst und Neid basiert. „Manche aus der hiesigen Gegend lästern über uns, weil wir in ihren Augen ein Platz für Großkopferte sind“, so Isabella Sonntag. „Manche halten uns sogar für eine Sekte, die den Leuten das Geld aus der Tasche zieht. Alles schlichtweg an den Haaren herbeigezogen und alles auch deswegen, weil die Leute nicht verstehen, was wir wirklich machen und was unsere Philosophie ist.“

Isabella Sonntag ist eine Frau mit einem wachen und scharfen Verstand. Sie liebt Pferde und möchte, dass es diesen wunderbaren Geschöpfen, wie sie sagt, gut geht. Das aber, was sie seit vielen Jahren miterlebt, ist genau das Gegenteil: vielen Pferden geht es schlecht. In der Reiterszene werden viele Pferde für Sport-, Ego- und Image-Zwecke missbraucht und – wenn sie fertig sind, was in der Regel nach ca. sechs bis acht Jahren der Fall ist – ausrangiert und enden als Schlachtpferde. Ein Pferd jedoch kann, wenn es gut behandelt wird, 30 Jahre und mehr leben. „Mein Hengst Bobby ist jüngst mit 40 Jahren von mir gegangen“, so Isabella Sonntag. Oft werden die Pferde, so erfahre ich von ihr, die nur noch den Wert von Schlachtpferden haben, von finanzschwachen Reitvereinen billig eingekauft und fristen ein tristes Dasein als Schulpferde für Reitanfänger.

„Aber auch junge und gesunde Pferde erleben oft ein schlimmes Schicksal“, so Isabella Sonntag. „Sie werden von unerfahrenen Reitern eingekauft, die sie dann, anstatt sie zur Blüte zu bringen, „vermurksen“, weil sie nicht wissen, wie man ein Pferd richtig behandelt und wie man es so ausbildet, dass man mit ihm ein harmonisches Miteinander hat. Sich wirklich und richtig um ein Pferd zu kümmern heißt, alles über das Pferd zu wissen und zu lernen, z.B. wieviel Zeit muss ich mit ihm verbringen, wie muss ich es richtig reiten, wie muss ich es gymnastizieren, damit es überhaupt erlaubt ist, mein Gewicht darauf zu platzieren. Sehr oft werden die Pferde von den Menschen kaputt gemacht mit der Folge, dass sie beißen, steigen, buckeln, durchgehen usw. Dann sind es die schlimmen, bösen Pferde. Nicht selten schimpft man sie Verbrecher, aber die wirklichen Verbrecher sind die Menschen, denen die Pferde gehören.“

In all den Erzählungen von Isabella Sonntag geht es um die bestehende Pferde- und Reitkultur, um die es nicht gut bestellt ist und deren Niveau sehr stark abgesunken ist. Isabella Sonntag: „Wenn wir uns Bilder, Bücher oder Filme von verstorbenen Meistern der Klassischen Reitkunst ansehen, dann stellen wir fest, dass gleichwertige Bilder von Pferden und Reitern heutzutage fast nirgendwo mehr entstehen. Wir finden das bedauerlich, tragisch sogar. Denn diese Reitmeister, ihre Pferde und ihre Reitkunst zeigen das höchste Niveau, echte Balance und eine anmutige Verbindung zwischen Pferd und Reiter.“

Die oberste Instanz der deutschen Pferde- und Reitkultur ist die Deutsche Reiterliche Vereinigung. Ihre Aufgaben sind wie folgt festgelegt (Quelle Wikipedia):

„Arbeitsgebiete der FN sind die Organisation des Pferdesports als Turnier- und Breitensport sowie die Pferdehaltung und Pferdezucht. Wichtig sind dabei auch die reiterliche Aus- und Weiterbildung sowie die Beratung der Mitglieder. Die FN sieht sich als Ansprechpartner für alle Fragen, die das Pferd bzw. seine Zucht, Haltung, Ausrüstung, Ausbildung und Nutzung betreffen. Weitere Aufgabenbereiche ergeben sich daraus: Veterinärmedizin, Tierschutz, Interessenvertretung der Pferdesportler, Reitrecht und Landschaftsschutz. Ferner zählt die Deutsche Reiterliche Vereinigung es zu ihren Aufgaben, das Kulturgut Pferd ideell im Bewusstsein der Bevölkerung zu pflegen und zu bewahren.“

Isabella Sonntag ist der Ansicht, dass die Deutsche Reiterliche Vereinigung ihre Aufgaben nicht richtig und fachgerecht ausführt, und damit die heutigen Anforderungen nicht erfüllt. Sie weiß, wovon sie spricht, denn sie verfügt über enorme Erfahrungen in Sachen „Pferde“ und „Reiter“ und das, was man „Reiten“ nennt. Deshalb ist sie seit vielen Jahren damit befasst, die derzeit bestehende destruktive Pferde- und Reitkultur zu verändern und zu verbessern – zum Wohle der Pferde, aber ebenso zum Wohle der Reiteinheit Pferd-Mensch und einer gut funktionierenden Reitkultur, die die ethischen Grundlagen, notwendiges Wissen und Knowhow bietet, auf dem alle Reiter und Reitinstitutionen aufbauen können. In verschiedenen Gesprächen mit der Deutschen Reiterlichen Vereinigung hat sie die Erfahrung gemacht, dass diese nicht bereit ist, ihre alte, destruktive Pferde- und Reitstruktur aufzugeben. „Ein unbeweglicher und engstirniger Beamtenapparat, der am Wohl der Pferde nicht wirklich interessiert ist. Für diese Leute bin ich nichts anderes als eine Unruhestifterin.“

Isabella Sonntag hat ihren jahrelangen Kampf gegen die Deutsche Reiterliche Vereinigung aufgegeben, weil sie erkannt hat, dass sie damit nichts verändern kann. „Dagegen zu sein hat keinen Sinn“, sagt sie, „man muss zeigen, wie es richtig geht.“ Und so hat sich Isabella Sonntag aufgemacht, etwas zu schaffen, mit dem sie ihre Vorstellung einer guten, harmonischen und funktionierenden Pferde- und Reitkultur realisieren kann, eine eigene Reitanlage und ein eigenes Reitzentrum, in dem Reiter gemäß den Grundlagen einer neuen hochwertigen Reitkultur ausgebildet werden. Darin sieht sie die Chance, in der gesamten Reitszene nach und nach das Bewusstsein zu verändern und die alten starren Strukturen der Deutschen Reiterlichen Vereinigung aufzuweichen, damit neue Strukturen an ihrer Stelle entstehen können.

In dem portugiesischen Reitmeister der alten Schule, Manuel Jorge de Oliveira, den sie vor 15 Jahren kennen gelernt hat, fand sie einen der besten Ausbilder Europas, der sich ideal in ihre Kultur-Vision einfügte: Sie war diejenige, die die Vision einer neuen Pferde- und Reitkultur hatte, er war derjenige, der sie umsetzen konnte mit seinem kostbaren alten Wissen und seinem „Pinsel“, denn Manuel Jorge de Oliveira ist ein Künstler, der anderen die Kunst des Reitens beibringen kann. Heute ist auch die Tierärztin Christina Wunderlich, Tochter von Isabella, mit im Team – als Leiterin der Oliveira-Stables und als Schnittstelle zum Büro der Wu Wei-Welt.

In der Reitanlage bzw. „Schule für Reiter“ (portugiesisch: Escola de Equitacao) von Isabella Sonntag und Manuel Jorge de Oliveira geht es nicht darum, Anfängern Reitunterricht zu geben, sondern Reitkunst und Reitkultur zu vermitteln. In der Regel sind es Menschen mit einem eigenen Pferd, die zu ihnen kommen und eine 3-jährige Ausbildung durchlaufen, die sie mit dem Diplom eines Ausbilders abschließen. Menschen, die diese Ausbildung absolviert haben, tragen automatisch den neuen „Spirit“ einer hochwertigen Pferde- und Reitkultur in sich und bilden so eine neue Generation von Reitern, die ein anderes Bewusstsein haben als die meisten Reiter heute.

Isabella Sonntags Reitanlage in Waal ist damit nicht im üblichen Sinne das, was die Menschen unter „reiten lernen und praktizieren“ verstehen. Wenn man das eine als „Grundschule“ oder als „Spielplatz“ sieht, so ist die Reitschule von Isabella Sonntag und Manuel Jorge de Oliveira eine Akademie, in der es neben der Vermittlung einer exquisiten Reitkunst um das Verinnerlichen von Begriffen wie Kultur, Kultiviertheit, Niveau, Elegance, Kunst, aber auch um ethische Begriffe wie Respekt, Frieden, Weisheit, Stärke, Geduld, Einfühlungsvermögen, Selbstdisziplin geht.

Als ich mit Isabella Sonntag in der großen, gepflegten Reithalle saß und den Reitern und ihren Pferden zusah, kam mir ein Begriff in den Sinn, der mich nicht los ließ: Edel. Edle Pferde. Edle Reiter. So war es einst. Das heutige Reiten, die Pferde, die Reiter sind sehr oft das Gegenteil von edel. Nehmen wir die Menschen von heute, dann finden wir sehr viel Grobheit, Egoismus, Unkultiviertheit, Rücksichtslosigkeit – man würde solche Menschen nicht als „Lady“ oder „Gentleman“ bezeichnen. Im bekannten Musical „My Fair Lady“ wird ein einfaches, grobes Blumenmädchen aus den Londoner Gassen von einem Professor in eine „Lady“ umgeformt. Das Experiment gelingt.

Wir alle tragen den Keim einer „Lady“ oder eines „Gentleman“ in uns. Wir brauchen nur die richtigen Ausbilder, die den edlen Keim in uns entwickeln und fördern. Stellen wir uns vor: eine Gesellschaft von edlen Menschen, die edelmütig miteinander umgehen, aber ebenso edelmütig mit ihren Pferden umgehen, mit einem altruistischen, hochwertigen, kosmischen „Spirit“ – wäre es nicht etwas Wunderbares, in einer solchen Welt zu leben? Jeder Mensch hat eine niedere und eine höhere, edle Natur in sich, das hat schon der bekannte Pädagoge Pestalozzi gewusst, der allen Pädagogen den Rat gegeben hat, in den jungen Menschen die höhere, edle Natur zu entwickeln und zu fördern. In der „Schule für Reiten/Escola de Equitacao“ wird die höhere, edle Natur des Menschen, bezogen auf seine Aufgabe als Reiter, entwickelt, die ihn dann befähigt, edel mit seinem Pferd umzugehen und es so zu einem edlen „Ross“ zu formen. Auf diese Weise entsteht eine edle Beziehung zwischen Reiter und Pferd. Damit wäre die Mission von Isabella Sonntag „zum Wohle der Pferde“ erfüllt.

Wu Wei Welt e.K.
Isabella Sonntag
Oliveira Stables
Alleeweg 1 , D-86875 Waal
e-Mail: info@wu-wei-welt.com
www.wu-wei-welt.com

Isabella Sonntag an ihrem Lieblingsplatz in ihrer Reitanlage Waal mit der Autorin

Trinkwasser – Lebensstoff oder Schadstoff?

Trinkwasser – Lebensstoff oder Schadstoff?

von Alexandra und Helene Walterskirchen:
Trinkwasser – Lebensstoff oder Schadstoff?


Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel. Der Körper besteht zu ca. 70 % aus Wasser, weshalb der Mensch täglich Trinkwasser (empfohlene Richtmenge mind. ca. 1,5 l) benötigt, um überleben und gesund sein zu können. Dabei spielt die Qualität des Wassers eine entscheidende Rolle, denn nur qualitativ hochwertiges und sauberes Trinkwasser ist Lebens- und Gesundheitsquell – ein mit Schadstoffen belastetes Trinkwasser wirkt sich schädlich auf die Gesundheit aus. Sauberes Trinkwasser gilt daher als wichtigstes Gut der Menschheit.

Leider hat ein großer Teil der Menschen dieser Welt heute keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, beispielsweise in Ländern wie Indien, Mosambik, Madagaskar oder Ägypten. Neben Dürre ist die Verschmutzung des Wassers die Ursache, denn das Wasser, das aus dem Hahn fließt, ist nicht genießbar, ja mehr noch, es ist in höchstem Maße gesundheitsschädlich. Wer beispielsweise nach Ägypten reist ist, kennt es: Reiseveranstalter ermahnen ihre Kunden, nur ja nicht Wasser aus dem Wasserhahn zu trinken, sondern ausschließlich Flaschenwasser zu verwenden, selbst zum Zähneputzen, und in den Bädern der Hotels stehen neben den Wasserhähnen Schilder mit dem Hinweis „don’t drink“.
Wie steht es nun mit dem Trinkwasser in unseren Breiten? Ist es qualitativ hochwertig und unbedenklich? In einer Sendung des ARD, Planet Wissen, mit dem Titel „Wasser zum Trinken – Was darf’s denn sein?“, vom 26.07.2017, konnte man folgendes erfahren:

„Dafür, dass unser Trinkwasser ein Qualitätsprodukt bleibt, sorgen über 6000 Wasserversorgungsunternehmen. Die deutschen Trinkwasserkontrollen gehören zu den schärfsten weltweit. Sie garantieren Trinkwasser in Spitzenqualität. Weit über 99 Prozent des deutschen Trinkwassers sind ohne Beanstandungen.

Trinkwasser wird in Deutschland zu 64 Prozent aus Grundwasser gewonnen. Der Rest kommt aus Oberflächen- und Quellwasser. Durch die Aufbereitung und Reinigung wird aus Grund- und Oberflächenwasser genießbares Trinkwasser.
Dabei wird das Wasser gefiltert, nach Bedarf auch desinfiziert, entmineralisiert, enthärtet oder entsäuert. Es werden chemische, physikalische und biologische Verfahren eingesetzt, um eine durchgehend gute Qualität zu garantieren.[ …]“
In einer Sendung von 3sat mit dem Titel „Gefährliches Trinkwasser“ vom 16.11.2012 bekam man dagegen folgende Informationen:

„Im Zeitraum von 1951 bis 2005 wurden mit Billigung der zuständigen Behörden auf deutschen Äckern mindestens 13.000 Tonnen giftiges und radioaktives Uran ausgebracht. Dieses könnte zu einem gravierenden Umweltproblem werden, so Prof. Dr. Ewald Schnug vom Julius-Kühn-Institut. […]

Sehen Sie am Freitag, 16. November 2012, 20.15 Uhr eine spannende Spurensuche. Autor Dethlev Cordts spricht mit den Verantwortlichen, besucht das kleine Dorf Palmzin in Mecklenburg-Vorpommern und die Phosphatminen Marokkos. Ergebnis: Jahrzehntelange Schlamperei, Desinformation und Ignoranz von Seiten der Industrie, der Behörden und Ministerien haben zu einer nachhaltigen Verseuchung deutscher Böden und einer flächendeckenden Bedrohung der Trinkwasservorräte geführt. […]“

Wie so oft: Die einen behaupten dies, die anderen jenes und jeder führt Beweise an, dass er Recht und der andere Unrecht hat. Der verunsicherte Verbraucher sieht sich dadurch in der Situation, selbst aktiv zu werden und wir wurden aktiv. Darüber möchten wir nachfolgend berichten:

Als wir vor vielen Jahren einmal in den Schweizer Bergen beim Wandern reines Quellwasser aus einem am Berghang sprudelnden Bach mit der Hand in den Mund geschöpft und getrunken haben, stellten wir mit Erstaunen fest, dass Wasser auch anders schmecken kann als das schal und oft nach Chlor schmeckende Leitungswasser, nämlich frisch, rein, belebend, perlend, weich und mineralisch-aromatisch.

Da wir jedoch leider nicht in den Schweizer Bergen leben und täglich zur Quelle gehen können, mussten wir andere Möglichkeiten finden, um das frische, reine Quellwasser à la Schweizer Berge zu uns nach Hause zu bringen.

Im Jahr 2008 stiegen wir auf hochwertiges, mit Gütesiegel ausgezeichnetes Flaschenwasser aus dem Bio-Markt um und blieben für einige Zeit dabei. Das Wasser hatte einen relativ guten Geschmack, auch wenn es nicht so frisch wie aus den Schweizer Bergen schmeckte. Das viele Flaschentragen jedoch war mühsam und unser hoher Verbrauch an Wasser zudem mit entsprechenden Kosten verbunden. Nie waren genügend Wasserflaschen im Haus. Außerdem blieb die Thematik des ungefilterten Leitungswassers in der Küche bestehen. Wir konnten nicht auch noch Flaschenwasser verwenden, um unser Gemüse zu waschen oder zu kochen.

Eines Tages lasen wir in der Zeitschrift „Ökotest“, dass unser vermeintlich gutes Bio-Wasser mit „ungenügend“ bewertet worden war. Dies machte uns bewusst, dass auch Flaschenwasser nicht die Lösung war. Für ein Weile holten wir uns frisches Wasser von einer nahegelegenen Quelle im Wald, bekamen aber dadurch eines Tages eine schwere Magen- und Darminfektion, die auf erhöhte Keimbelastung zurückzuführen war. Leider sind die alten Quellen und ihr Wasser heutzutage durch die Landwirtschaft und den vielen Kuhdünger sowie die Pestizide oft nicht mehr trinkbar!

Im Jahre 2013 wollten wir mehr über unser Trinkwasser in Schloss Rudolfshausen in Holzhausen, Gemeinde Igling (nahe der Stadt Landsberg am Lech) erfahren. Wir entnahmen Wasserproben aus dem Wasserhahn in der Küche und aus dem an das Leitungswasser angeschlossenen Carbonit-Filter-Hahn, den wir vor einigen Jahren hatten einbauen lassen. Beide Proben ließen wir im Labor des Umwelt-Analyse-Zentrums der Salucor GmbH in Filderstadt analysieren. Nicht lange danach erhielten wir die Testergebnisse und staunten nicht schlecht:

Der Test zeigte, dass unser vermeintlich so gutes Leitungswasser ziemlich verkeimt war (Gesamtkeimzahl 36°C pro ml: > 20.000, bei 22°C pro ml: > 20.000). Zudem wurde bei Nickel der Grenzwert der WHO von 70µg/l mit 239µg/l weit überschritten! Das Wasser war außerdem sehr hart, weshalb Wasserkocher, Töpfe, Spülbecken usw. schnell verkalkten.
Die Carbonit-Wasserprobe ergab ein teilweise verbessertes Ergebnis in Sachen Metalle und Nickel, jedoch war die Keimbelastung weiterhin ziemlich hoch, so dass das Wasser keine Trinkwasserqualität aufwies (statt 20.000 pro ml wie beim Leitungswasser waren es hier „nur“ 10.000 Keime).

Zum Vergleich ließen wir auch Regenwasser aus unserer Eichenholz-Regentonne prüfen. Dieses hatte bessere Werte als unser Leitungswasser, auch wenn es keine Trinkwasserqualität besaß! Es wies keine Schwermetalle auf. Gesamtkeimzahl: bei 36°C pro ml: > 4400, bei 22°C pro ml: > 400. Wir waren nahe daran auf Regenwasser umzusteigen! Um ganz sicher zu gehen, ließen wir einige Wochen später nochmals eine Regenwasserprobe analysieren und waren ziemlich betroffen über das Ergebnis: Es wies übermäßig viel Aluminium 720 µg/l, Eisen 514 µg/l und Keime von 2000 bis 10 000 pro ml auf. Zudem wurden coliforme Keime im Wasser gefunden. Die Lösung „Regenwasser“ war damit vom Tisch!

Vielleicht war Flaschenwasser doch die bessere Lösung? Vorher jedoch musste das Flaschenwasser zur Analyse ins Labor, denn unser Vertrauen in das Lebensmittel „Wasser“ war auf dem Nullpunkt angelangt. Das Testergebnis war niederschmetternd: das als hervorragend und hochwertig angepriesene Flaschenwasser wies ebenfalls Keime und zu viele Schwermetalle auf!

Wir rätselten: waren womöglich die Wasserrohre in unserem 430 Jahre alten Gebäude die Ursache für die schlechte Trinkwasserqualität? Auf Anraten des Labors schickten wir eine Probe des Leitungswassers am Hauseingangsrohr zur Untersuchung ein und staunten nicht schlecht, als wir die Testergebnisse erhielten: bis auf erhöhte Nitrat- und Nickelwerte war nichts Außergewöhnliches an Metallen festzustellen und das Wasser erfüllte endlich die hygienischen Anforderungen der Trinkwasserverordnung, auch wenn noch 26 Keime pro ml feststellbar waren. Die Ursache für das schlechte Wasser, das aus unseren Wasserhähnen floss, waren unsere alten Rohre und Wasserhähne im Schloss! Was aber sollten wir tun? Wir konnten nicht so einfach die alten Leitungen entfernen und neue einbauen lassen!

Im Zuge unserer Recherchen für Abhilfe und Verbesserung kamen wir auf Wasserfiltergeräte, die uns eine qualitativ hochwertige Wasserqualität ermöglichen konnten. Ein guter Bekannter, Heilpraktiker von Beruf, empfahl uns das Wasserfiltergerät artesia24 NaturPur von der Firma H.Preiss. Er gab uns eine Wasserprobe zu trinken und wir konnten so feststellen, dass es gut und frisch schmeckte. Er gab uns zwei Proben mit: eine von seinem Wasserhahn in der Küche, also Leitungswasser, und eine von dem an den Wasserhahn angeschlossenen Artesia-Gerät. Wir ließen beide Proben in unserem bekannten Labor prüfen. Das Testergebnis sprach für sich:

Das Leitungswasser wies erhöhte Werte an Nickel, Nitrat und Blei auf, die gerade noch im Grenzbereich der WHO lagen. Doch die Keimbelastung war ziemlich hoch: Gesamtkeimzahl: bei 36°C pro ml: > 5 000, bei 22°C pro ml: > 1 000.
Das Osmose-Filter-Wasser artesia24 NaturPur der Firma H. Preiss dagegen hatte vorbildliche Testergebnisse: Es wies keine Schwermetalle auf. Das Wasser war rein und sehr weich. Es gab keine Keimbelastung.

Nach diesem Testergebnis stand für uns fest: Wir kaufen uns das Wasserfiltergerät artesia24 NaturPur. Gesagt, getan. Seitdem genießen wir unser tägliches Trinkwasser, denn wir wissen: es ist gut, es ist gesund, es tut uns wohl. Wir haben permanent das Gefühl, Wasser aus einem Schweizer Gebirgsbach zu trinken.

Wir verwenden unser gefiltertes Osmose-Wasser nicht nur zum Trinken, sondern auch zum Kochen, für Tee, zum Waschen von Salat und Gemüse, zum Einmachen von Sauerkraut, zur Gesichtspflege und zum Haare waschen. Es ist für alles ideal, da es keinen Kalk aufweist und weder den Geräten noch den Haaren schadet. Durch den Speicher haben wir fast immer genügend Wasser zur Verfügung, auch wenn wir mal mehr Wasser brauchen oder das Wasser in der Gemeinde abgeschaltet wird.

artesia24 NaturPur – Wasseraufbereitung nach dem Vorbild der Natur (Text von Firma H.Preiss)

„Gründer und Visionär Helmut Preiss hat bereits sehr früh verstanden, dass reines Wasser eine enorme Wirkungsfähigkeit auf uns hat. Jedoch bleibt dieses Potential vielen Menschen verborgen. Auf diesem Gedanken hat er das Unternehmen H.Preiss International aufgebaut und mittlerweile zu einem erfolgreichen Unternehmen im Bereich der Wasseraufbereitung geführt.

Bei der Aufbereitung wird auf die Membran-Technologie zurückgegriffen. Diese filtert bis zu 99,9 % der Fremdstoffe aus dem Wasser, inklusive derer, die von keiner Aufbereitungsanlage zuvor erfasst und eliminiert werden konnten. Diese Technologie wird unter anderem in der Raumfahrt, auf Kreuzfahrtschiffen, in der Lebensmittelindustrie, Gastronomie und auch Pharmazie angewendet.

Artesia24 NaturPur von H.Preiss International reinigt nicht nur das Wasser, sondern das Wasser wird durch einen speziellen Wasser-Aktivator bio-energetisch aktiviert, was durch viele Studien nachgewiesen wurde. Somit ist die mehrstufige und ganzheitliche Aufbereitung in dieser Form weltweit einzigartig. Das Wasser wirkt vitalisierend und belebend auf den Menschen aber auch auf Tiere, Pflanzen und Lebensmittel.

Die Technologie ist konzipiert um mehr Lebensqualität, Genuss und Nutzen zu garantieren, Nachhaltigkeit zu erreichen und langfristig die wichtigste Ressource, Wasser, und unsere Umwelt zu schonen.“


Kleibäckerstraße 6
91472 Ipsheim
Tel. +49 (0) 9846/ 977 93 0
info@hpreiss.de
www.trink-was-reines.de
www.hpreiss.de

© H.Preiss International

Der Künstler Bert Praxenthaler – this is my way

Der Künstler Bert Praxenthaler – this is my way

Künstlerportrait von Helene Walterskirchen:
Der Künstler Bert Praxenthaler – this is my way


Wer kennt nicht den weltbekannten Song der englischen Sängerin Shirley Bassey: This is my way. Bert Paxenthaler ist in seinem Leben und seiner Kunst einen Weg gegangen, der weit über den Begriff „Künstler““ hinausgeht. Das macht es schwer, ihn in eine Schublade zu packen, aber auch interessant, weil man ihn ergründen muss, will man ihn und seinen Weg verstehen.

Bert Praxenthaler kam mit seinem Motorrad zu unserem vereinbarten Gespräch nach Schloss Rudolfshausen und hier haben wir bereits die erste Komponente des 60-Jährigen: er ist seit seinen jungen Jahren begeisterter Motorradfahrer. Einer von der Sorte „umsichtig“ und „wachsam“. Sein Statement dazu: „Wer beim Motorradfahren träumt oder rast, riskiert sein Leben.“

Bert Praxenthaler ist Künstler, Kunsthandwerker und Kunsthistoriker. Daneben ist er auch Restaurator in der Denkmalpflege, dabei spezialisiert auf den Bereich Skulptur. Aber das ist nicht alles. Bert Praxenthaler ist auch Musiker, genauer Gitarrist, der seit seiner Jugend spielt. Und er ist zudem Unternehmer, der zusammen mit einem Partner ein Internetdienstleistungsunternehmen betreibt, wobei er aus Zeitgründen oft nur im Hintergrund mitarbeitet.

Bert Praxenthaler unterscheidet ganz klar zwischen dem, was er Berufung oder Talent nennt, und dem, was er Existenzsicherung nennt. Und darin ist er voll eingebunden. Wie wirkt sich das künstlerische Time-Sharing auf seinen Zeitplan aus? Ganz oben stehen auf gleicher Ebene sein Beruf als Restaurator und seine Künstlertätigkeit, wobei sich letztere in zwei Teile aufgliedert: in eigene Kunstprojekte und in künstlerische Auftragsarbeiten von Kunden. Die restliche Zeit investiert er in die Bereiche „Unternehmer“ und „Musiker“. Daneben gibt es noch den Bereich „Familie“, der ihm auch sehr wichtig ist und den er ebenso umsichtig pflegt wie das Motorradfahren.

Die Geschichte von „this is my way“ begann im Jahr 1956 in München, denn dort wurde Bert Praxenthaler geboren. Aufgewachsen ist er jedoch im Süden von München, in Gauting. Sein Vater war Bauingenieur, ein Beruf, der auf den kleinen Bert abfärbte und dem er schon früh nacheiferte. „Ich liebte es als Kind zu basteln und zu gestalten, und hatte meine Sammelkisten voll mit „Grusch“, scheinbar nur wertloses Zeug, aber für mich waren diese Dinge ganz enorm wichtig. Im Rückblick betrachtet, war manches, was ich bastelte, kindliche Kunst, aber als Kind wäre ich niemals darauf gekommen.“

Dennoch war es nach der Schule für Bert Praxenthaler klar: er wollte Holzbildhauer werden und so besuchte er von 1978 bis 1980 die Berufsschule für das Bau- und Kunsthandwerk München in der Luisenstraße, die auch von Steinmetzen, Goldschmieden, Zimmerern und anderen technischen und künstlerischen Berufsinteressenten besucht wurde.

Nach seiner erfolgreichen Abschlussprüfung absolvierte er den Zivildienst. Dies zeigt eine weitere Seite von Bert Praxenthaler: seine Abneigung gegen Kampf, Gewalt und Krieg und seine Vorliebe für Gewaltlosigkeit und friedvolles Handeln. „Frieden kann man nicht durch Waffen oder Gewalt erreichen“, so Bert Praxenthaler, „denn das schafft nur Gegengewalt. Ich konnte es mir damals und auch heute nicht vorstellen, mit einem Gewehr durch die Gegend zu laufen und zu kämpfen oder gar in Demonstrationen Polizisten zu verprügeln. Ich plädiere für einen gewaltlosen Widerstand à la Gandhi.“ Bert Praxenthaler gibt offen zu, dass er in seinen jungen Jahren auch in Sachen „gegen Atomkraft und für Abrüstung und Frieden“ aktiv war und sich an Demonstrationen beteiligt hat, aber dabei stets nur gewaltlos gehandelt hat. Er findet es wichtig, dass Menschen, politisch gesehen, eine Meinung haben und ihren Beitrag in der Gesellschaft leisten – jeder nach seinen Fähigkeiten.

Nach seinem Zivildienst wurde Bert Praxenthaler Assistent des Bildhauers Erich Streck, der sein Atelier in der Kaulbachstraße hatte. Über seinen Meister kam er in Kontakt mit der Denkmalpflege, denn Erich Streck war auch ein bekannter Restaurator in der Denkmalpflege und hat beispielsweise das Tonnengewölbe im Alten Rathaus restauriert.
Seit 1986 ist Bert Praxenthaler freiberuflich als Bildhauer und Spezialist für Skulptur in der Denkmalpflege tätig. Berufsbegleitend hat er in den Jahren danach noch ein Studium der Kunstgeschichte durchlaufen und erfolgreich absolviert. Er hat viele eigene Kunstwerke geschaffen wie „Stern“ (1986), „Ei I“ (2006), „Altar“ (2006), „Rokokopunkalter“ (2016), „Heimataltar“ (2017), „Fürst der Welt“ (2007), „Wund“ (1987/2000) und andere.

Die Skulptur „Wund“ zeigt gleichzeitig das Gewundene und die Verwundung, „denn“, so Bert Praxenthaler, „jeder Mensch wird irgendwo und irgendwann in Zwangssituationen gebracht und verwundet und durchwunden zugleich.“ Seine Skulptur „Fürst der Welt“ entstand aus seiner Verärgerung im Zusammenhang mit dem Ackermann-Prozess. Dennoch weist Bert Praxenthaler es weit von sich, ein politischer Künstler zu sein und bekundet: „Es geht mir nicht um ein politisches Manifest, sondern es ist mein Anliegen, mich als Mensch auszudrücken und dabei assoziativ wirksame Elemente zu verwenden.“

Für Bert Praxenthaler ist alles wirksam, nicht nur das Sichtbare, sondern auch das Unsichtbare. Er ist sich bewusst, dass man mit menschlichen Mitteln nicht alles erfassen kann, insbesondere mit dem Unsichtbaren tun sich viele Menschen schwer. Und doch ist es da und am Wirken. Bert Praxenthaler: „Ich arbeite gerne klassisch mit einer Farbfassung. Manche Kunstwerke habe ich allerdings ohne Farbfassung gemacht, beispielsweise die Skulptur ‚der Übergang‘, die das Nichtsichtbare bewusst macht: am Tag, als ich mit der Skulptur begonnen habe, erfuhr ich von meinem Freund, der in Kolumbien lebt, dass seine Frau überraschend gestorben ist. Meine Skulptur „der Übergang“ zeigt eine Frau, die durch eine Tür fällt, nicht geht, sondern richtig fällt. Auf der einen Seite der Tür hat die Skulptur eine menschliche Gestalt, auf der anderen Seite ist sie wie zersplittert. Als ich den Impuls und die Idee zur Skulptur hatte, wusste ich noch nichts vom Tod der Frau.“

Bert Praxenthaler ist ebenso Künstler wie Denkmalpfleger. In den vergangenen Jahrzehnten hat er viele Restaurierungsaufträge für das Bayerische Landesamt für Denkmalpflege ausgeführt, unter anderem an folgenden Projekten: Frauenkirche München (Leinbergerskulpturen), Rottenbuch (Klosterkirche), Altomünster (Emporenbrüstungen), Kaufbeuren (St. Blasius).

This is my way! Sein weiterer Weg führte Bert Praxenthaler im Jahr 2004 in die Internationale Denkmalpflege. „Ich kannte Michael Petzet, den Präsidenten des Internationalen Denkmalrates (ICOMOS), sehr gut, insbesondere aus seiner Zeit als Generalkonservator des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege“, so Bert Praxenthaler. Bei dem Projekt, um das es ging, handelte es sich um die beiden Riesen-Buddhas von Bamiyan, die 2001 von den Taliban zerstört worden waren und die wieder aufgebaut werden sollten. Diese Aufgabe reizte mich sehr, und so habe ich, nachdem mir meine Frau ihren Segen gegeben hat, zugesagt.“

Seit 2004 ist Bert Praxenthaler für ICOMOS und UNESCO aktiv, die sich dafür einsetzen, dass die Buddhafiguren und auch andere Kulturdenkmäler im Bamiyan-Tal wiederaufgebaut bzw. restauriert werden. Das Ganze wird von verschiedenen Staaten der Welt finanziert, die eine Verbindung zur Kulturgeschichte von Afghanistan haben. Hier ein kleiner Einblick in die Kulturgeschichte um Bamiyan:

„Die Kulturlandschaft im Bamiyan-Tal verweist mit den verbliebenen buddhistischen Klöstern und heiligen Stätten auf die Kultur des baktrischen, seleukidischen, sassanidischen und ghuridischen Reiches zwischen dem 1. und 13. Jahrhundert. Zugleich liegt die Bedeutung des Bamiyan-Tals darin, dass es sich zum westlichsten Außenposten des Buddhismus an der Seidenstraße entwickelt hatte. Über Jahrhunderte hinweg waren die Felsenbuddhas und Mönchsklöster ein wichtiger Pilgerort gewesen.“

Machen wir einen Sprung in die heutige Zeit nach Landsberg am Lech: vom 24.06. bis 09.07.2017 fanden die Kreiskulturtage des Landkreises Landsberg am Lech statt. In der Auftaktveranstaltung am 24.06. stand die Verleihung des Kunstpreises 2017 im Stadttheater im Mittelpunkt. Der Preisträger: Bert Praxenthaler. Mit dem Preis wurde ein außergewöhnliches Leben und Schaffen eines ungewöhnlichen Mannes gewürdigt, auf den die Region Landsberg am Lech stolz ist. Landrat Thomas Eichinger überreichte, freudestrahlend die Preisurkunde. Das Preisgeld wurde von der Sparkasse Landsberg-Dießen gestiftet.

Bert Praxenthaler:
Bahnhofstraße 12
D-86929 Penzing
www.bert.praxenthaler.de
info@praxenthaler.de

Foto von links: Landrat Thomas Eichinger, Bert Praxenthaler mit seiner Urkunde, Kulturreferent Axel Flörke, der die Laudatio hielt, und der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse Landsberg-Dießen, Thomas Krautwald

Alexander Jäger – Öko-Pionier in Traunstein

Alexander Jäger – Öko-Pionier in Traunstein

Unternehmer-Kulturportrait von Helene Walterskirchen:
Alexander Jäger – Öko-Pionier in Traunstein

(von links) Alexander Jäger, Sohn Michael, der vor zwei Jahren in die Firma miteingestiegen ist und Maria-Elisabeth Jäger in der Näherei ihres Naturhauses

Das Leben schreibt seine eigenen Geschichten, die sich oft von dem unterscheiden, was sich der Mensch für sein Leben vorstellt. Es entsteht so eine ganz individuelle Lebenskultur, die den Menschen in seinem Denken, Fühlen, Entscheiden und Handeln leitet.

Alexander Jäger stammt aus einem kleinbürgerlichen Elternhaus in der Nähe des Chiemsees, in dem es üblich war, die Dinge möglichst günstig und billig zu erwerben. Auf die Qualität der Produkte legten seine Eltern keinen Wert. Die Bio- und Öko-Bewegung befand sich in der Kindheit von Alexander Jägern noch in den Kinderschuhen und existierte in den Köpfen seiner Eltern nicht.

Von Kindesbeinen an war Alexander Jäger an Holz und Holzverarbeitung interessiert mit der Folge, dass er Schreiner lernte. Nach absolvierter Ausbildung arbeitete er 10 Jahre lang in einer Schreinerei im heimatlichen Chiemgau. Er glaubte, den Traumberuf zu haben, den er bis zum Rentenalter ausüben würde. Sein übergeordneter Lebensplan jedoch hatte etwas anderes mit ihm vor. Das Schicksal traf ihn in Form einer schweren Krankheit. Die Ärzte attestierten ihm eine Lösungsmittel- und Formaldehyd-Unverträglichkeit. Damit war sein Berufstraum vom Schreiner beendet. Alexander Jäger: „Damals dachte ich: wie kann es möglich sein, dass ein so schöner Beruf mit derartigen giftigen Materialien zusammenhängt?“ Um seinen Lebensunterhalt zu sichern, nahm er bald darauf eine Hausmeisterstelle an. Die Tätigkeit entsprach jedoch nicht seinen Vorstellungen und er begann, sich nach etwas anderem umzuschauen.

Seine damaligen Interessen lagen im Bereich der Baubiologie und so entschloss er sich, ein Fernstudium zum „Baubiologen“ zu durchlaufen und anschließend daran eine Ausbildung zum „Baubiologischen Messtechniker“ zu machen. Zum Thema „Baubiologie“ und „Baubiologe“ gibt es in Wikipedia folgende Beschreibung:

„Baubiologie ist ein Sammelbegriff für die umfassende Lehre der Beziehung zwischen dem Menschen und seiner gebauten Umwelt, aber auch die umweltfreundliche und schadstoffminimierte Ausführung der Bauwerke durch den Einsatz geeigneter Erkenntnisse und Techniken […].

„Baubiologen beschäftigen sich mit dem Wohn- und Arbeitsumfeld der Menschen. Ihr Tätigkeitsfeld erstreckt sich von der Beratung zu gesundem Schlafen und Wohnen, dem Bau und der Sanierung von Gebäuden und Wohnungen, über die gezielte Analyse belastender Raumfaktoren, bis hin zur Verbreitung baubiologischen Wissens durch Vorträge, Seminare, Fachliteratur und Kongresse.

Baubiologische Messtechniker führen Untersuchungen zu nachweislich schädlichen Faktoren wie Schadstoffen und Schimmelpilzen, oft auch zu physikalischen Größen wie elektrische und magnetische Wechselfelder und elektromagnetischen Wellen im Rahmen der elektromagnetischen Umweltverträglichkeit oder Lärm durch. Innenraumfaktoren können die Menschen je nach persönlicher Konstitution und Vorbelastungen gesundheitlich unterschiedlich belasten.
Ein weiteres Ziel der Baubiologie ist auch die Schonung der natürlichen Ressourcen und die Förderung eines verantwortungsvollen Umgangs mit der Natur.“

In seiner Tätigkeit als Baubiologischer Messtechniker kam Alexander Jäger in viele Häuser, in denen die Bewohner gesundheitliche Probleme hatten. Es war seine Aufgabe, die Ursache der Probleme zu ermitteln. Häufig waren Federkernmatratzen die Ursache. In solchen Fällen gab Alexander Jäger seinen Kunden den Rat, doch lieber auf Naturlatex-Matratzen umzustellen. Immer wieder kam es dabei vor, dass die Kunden ihn fragten: „Und wo bekomme ich Naturlatex-Matratzen?“

Dies brachte ihn und seine Frau Maria-Elisabeth auf die Idee, einen Laden zu eröffnen und darin gesunde Betten, vom Naturholz-Gestell bis hin zu Naturlatex-Matratzen, Betten und Bezügen anzubieten, um so die Bedürfnisse seiner Kunden zu befriedigen. 1995 eröffneten die beiden in Traunstein einen winzigen Laden mit dem Namen „Frau Wolle’s NATURHAUS“, Öffnungszeiten: zwei halbe Tage in der Woche.

„Als wir vor 22 Jahren unseren Laden eröffneten, hat ganz Traunstein über uns gelacht. Man hat uns den Stempel ‚Öko-Spinner‘ aufgedrückt. Im Kreis der Traunsteiner Geschäftsleute hat man Wetten abgeschlossen, wie lange es uns geben wird. Das hat uns bestärkt, weiter zu machen und nicht aufzugeben nach dem Motto ‚Jetzt erst recht‘,“ so Alexander Jäger.

„Unser kleiner Laden lief ganz ordentlich und wir haben sukzessive erweitert, von zwei Tagen Öffnungszeit auf drei Tage usw. Wenn wir wieder etwas angespart hatten, haben wir es in den Laden investiert. Wir wurden immer größer und sind viermal umgezogen. Seit fünf Jahren sind wir hier in der Wasserburger Straße in Traunstein. Am Anfang haben wir noch selbst genäht, dann kam eine Näherin nach der anderen; heute sind vier Näherinnen in unserer Manufaktur beschäftigt.“

In der Homepage heißt es dazu: „In unserer kleinen Manufaktur, in Traunstein im Chiemgau, stellen wir in liebevoller Handarbeit edle Bettwaren aus ökologisch hochwertigen und biozertifizierten Materialien her. Von der kuscheligen Bettdecke, ausgleichender Matratzenauflage bis hin zum biologisch aktiven Kopfkissen ist alles garantiert handgenäht. Unsere Besonderheit sind die vielen, von Hand genähten Kreuzstiche, mit denen die Wollvliese fixiert werden. Dadurch entstehen traumhaft kuschelige, wunderbar warme und zugleich luftig leichte Bettwaren – und Made in Deutschland.“

Mit der Entwicklung wurde auch parallel dazu das Sortiment erweitert. Alexander Jäger: „Oft sagten Kunden, die bei uns bestellten oder einkauften: ‚Habt ihr nicht auch Schlafsäcke für Kinder?‘ Oder: ‚Habt ihr nicht auch Handtücher?‘ Oder ‚Habt ihr nicht auch Kinderkleidung?‘ usw. Dann haben wir diese Artikel mit in unser Sortiment aufgenommen. Irgendwann sind auch Schlafzimmermöbel und Wohnzimmermöbel dazugekommen. Heute gibt es bei uns fast alles: von Naturkosmetik bis Teppiche, von Lampen bis Vorhangstoffe usw. Alles natürlich n u r Bio bzw. Öko.“
Nach einigen Jahren hat sich die skeptische Gesinnung der Traunsteiner Geschäftsleute und Bevölkerung Stück für Stück gewandelt. „Sie haben unsere gesunde und kontinuierliche Entwicklung miterlebt und das hat ihnen schon irgendwie imponiert nach dem Motto: Wenn es uns heute noch gibt und wir so gewachsen sind, dann können wir gar nicht so schlecht sein!,“so Alexander Jäger schmunzelnd.

Man merkt, auch wenn er ein bescheidener Mensch ist: er ist stolz, auf das, was er und seine Frau geschafft haben. Sie haben einen zufriedenen Kundenkreis und die meisten Kaufinteressenten, die den Weg in Frau Wolle‘s NATURHAUS finden, kommen auf Empfehlung von Bekannten und Freunden, die bereits Kunden im NATURHAUS sind. Und da sind noch die Kunden, die „nur“ ins NATURHAUS kommen, weil sie sich dort wohlfühlen, weil sie die heimelige Atmosphäre lieben oder einfach, weil es dort so gut riecht. All das macht Alexander Jäger zu einem zufriedenen Menschen. Eine schöne Lebensgeschichte, die das Leben für den Traunsteiner geschrieben hat, der, hätte er sie geschrieben, heute vermutlich noch Schreiner wäre.

Frau Wolle’s NATURHAUS
Wasserburger Straße 29
D-83278 Traunstein
Telefon: +49- 861 165476
Email: info@)naturhaus-traunstein.de
www.naturhaus-traunstein.de

Alexander und Maria-Elisabeth Jäger in den Verkaufsräumen ihres NATURHAUSES

Manfred Epp – Allgäuer EM-Pionier

Manfred Epp – Allgäuer EM-Pionier

Unternehmer-Kulturportrait von Helene Walterskirchen:
Manfred Epp – Allgäuer EM-Pionier

Manfred Epp (links) und Sohn Hans Epp mit der Autorin an der Eingangstüre zu Epp’s Hofladen

An einem sonnigen Spätsommertag führte mich mein Weg nach Haldenwang im schönen Allgäu. Es erinnerte mich an meine Kindheit, in der ich oft in den Sommerferien zu meiner Tante in die Nähe von Sonthofen (Allgäu) gefahren bin, wo sie an einer Grundschule (damals Volksschule) als Lehrerin unterrichtete. Mein Ziel an diesem Tag lautete: EM-Technologie Zentrum Süd, Epp’s Hofladen, 87490 Haldenwang, Haldenwangerstr. 11. Bei meiner Ankunft zeigt sich mir eine stattliche, große, mit Holz verkleidete Halle, in der sich das EM-Technologie Zentrum Süd sowie der Epp‘s Hofladen befindet, zusammen mit dem angrenzenden landwirtschaftlichen Biolandhof Epp.

Johann Epp, der sich uns, meinem Mitarbeiter und mir, leger als Hans Epp vorstellte, nahm uns in Empfang. Der 28-Jährige ist 2016 seinem Vater Manfred als Geschäftsführer des EM-Technologie Zentrums Süd nachgefolgt, zudem betreibt er den Biolandhof Epp. Obwohl das Allgäu zu Bayern gehört, haben die Allgäuer doch eine ganz eigene Mentalität, wie ich bereits als Kind bei meinem Onkel, dem Mann meiner besagten Tante feststellen konnte. Es ist nicht nur der Allgäuer Dialekt, sondern die etwas karge und herbe Art in der Ausdrucksweise, hinter der sich Werte wie Bescheidenheit, Familienzusammenhalt, Respekt vor Mutter Erde, der Schöpfung und den Geschöpfen, Fürsorge, Zähigkeit und Ausdauer verbergen, die mit einem kräftigen Schuss Geschäftssinn gewürzt sind.

Sein Vater, Manfred Epp, Jahrgang 1956, ist derjenige, der das EM-Technologie Zentrum Süd, zusammen mit Norbert Weimann, gegründet und zu einem erfolgreichen Epp‘schen Familienbetrieb aufgebaut hat. Schwenken wir zurück in die Zeit Ende der 1990er Jahre – kurz vor der Jahrtausendwende: Manfred Epp kündigt seinen sicheren Job als Postbeamter, den er 30 Jahre lang ausgeführt hat, und macht sich auf die Suche nach einer anderen, sinnerfüllteren Tätigkeit. Geboren und aufgewachsen als Allgäuer Bauernbub schlug sein Herz ohnehin immer für die Erde, die Tiere und die Landwirtschaft, und – wäre es nach ihm gegangen – er wäre Landwirt geworden. Die elterliche Landwirtschaft aber ging an seinen älteren Bruder und Manfred’s Berufsfeld wurde für die nächsten Jahrzehnte die Post.

Im mittleren Alter jedoch drängte es den vierfachen Familienvater danach, umzusatteln, beruflich etwas Neues und Sinnvolleres zu tun – ein Entschluss, der für ziemliche Aufregung in der Familie sorgte. Manfred Epp ließ sich jedoch nicht von seinem Weg abbringen. In dieser Zeit fiel ihm – per Zufall – ein Buch des japanischen Agrarwissenschaftlers Professor Teruo Higa in die Hände mit dem Titel: Eine Revolution zur Rettung der Erde – Mit Effektiven Mikroorganismen (EM) erschienen im OLV Organischer Landbau Verlag, Xanten ISBN 3-922201-35-0.

In dem Buch ging es um die erstaunlichen Erfolge der sogenannten Effektiven Mikroorganismen (EM), die weltweit im Garten und Landbau zur Steigerung der Bodenfruchtbarkeit, Stallhygiene usw. verwendet werden, aber ebenso im Haushalt, in der Umwelt und in der Medizin eingesetzt werden. In seinem Buch beschrieb Prof. Higa die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von EM und zeigte zahlreiche Lösungsansätze zur Überwindung vieler Probleme dieser Welt auf.

Das Thema „EM“, das im Jahrtausendwechsel in Deutschland noch in den Kinderschuhen steckte, sprach Manfred Epp sehr an und er sah darin für sich und seine Familie eine neue Zukunft. Zu jener Zeit gab es in Deutschland einen einzigen Mann, Franz Mau, der von Prof. Higa 1996 die Lizenz für EM erworben hatte, und der die Marke EMIKO für seine EM-Produkte gegründet hatte. Mit diesem nahm Manfred Epp Kontakt auf. Franz Mau, der in der Nähe von Bonn lebte, war daran interessiert, dass EM auch in Süddeutschland bekannt und vertrieben werden sollte. Und so startete Manfred Epp im Jahr 2000 mit seiner EM-Mission und seinem EM-Geschäft. „Leider bin ich kläglich gescheitert“, so Manfred Epp, „weil mir etwas ganz Wichtiges fehlte, nämlich eigene Erfahrungen mit EM. Das Wissen, das ich hatte, stammte ja nur aus dem Buch.“

Und so flog Manfred Epp nach Japan und Thailand, um bei Prof. Higa und seinen EM-Versuchsbetrieben zu lernen und sich so die notwendigen praktischen Kenntnisse anzueignen. Manfred Epp: „Der Grundsatz von EM heißt: Gesunde Böden, gesunde Pflanzen, gesunde Tiere, gesunde Menschen. In Thailand habe ich wunderbare große landwirtschaftliche EM-Projekte gesehen, die mich total überzeugt haben. Ich dachte mir: So etwas muss doch auch hier in Bayern, im Allgäu, machbar sein. Mit meinem Basiswissen bin ich dann wieder heimgeflogen und habe meinen zweiten Anlauf gestartet: mit vier landwirtschaftlichen EM-Versuchsbetrieben – zwei von meinen Brüdern und zwei von Freunden -, um zu demonstrieren, wie EM funktioniert und was es Gutes bewirkt.“

Nachdem die „EM-Versuchsbauern“ ein halbes Jahr lang mitgemacht hatten, wollten sie den Versuch abbrechen, da sie nichts Positives feststellen konnten. Manfred Epp: „Sie sagten zu mir: ‚Die Kühe geben nicht mehr Milch. Die Hühner legen nicht mehr Eier.‘ Sie dachten nur an ihren schnellen Profit, wie das eben die Masse der Menschen so denkt. Da habe ich ihnen erklärt, dass der EM-Versuch unbedingt mindestens ein Jahr dauern müsse, weil es erst dann zu Veränderungen im Stoffwechsel kommt. Ich habe ihnen weiter erklärt, dass es bei EM nicht um kurzfristigen Profit geht, sondern um langfristige Gesundheit – Gesundheit für Böden, Pflanzen, Tiere und Menschen. Meine Versuchsbauern haben dann weitergemacht und danach zeigten sich die ersten Erfolge, z.B. geringere oder gar keine Tierarztkosten, gesündere und ruhigere Tiere, die dem Bauern weniger Sorgen bereiten und folglich natürlich auch weniger Todesfälle bei den Tieren. Meine Versuchsbauern waren so von EM überzeugt, dass sie es heute noch verwenden.“

Manfred Epp berichtete weiter, dass es etwa 10 Jahre gedauert hat, bis das EM-Konzept von den Menschen in der Region Süddeutschland angenommen wurde. Seit ca. sieben Jahren geht es kontinuierlich bergauf in Sachen Erfolg, an dem die Mitglieder der Familie Epp engagiert mitarbeiten.

Heute rufen täglich zahlreiche Menschen aus dem gesamten Bundesgebiet im EM-Technologie Zentrum Süd an und erbitten Rat und Hilfe bei den verschiedensten gesundheitlichen Problemen. Das geht von Schädlingsbekämpfung in Gärten oder auf Feldern, über Güllebehandlung oder Klauenpflege bei Tieren, weiter über Algen in Teichen oder Schimmelpilzen in Wohnungen bis hin zu Allergien. Das Epp’sche Familienteam hört geduldig zu und gibt kompetente und auf langjährigen Erfahrungen basierende Tipps. Es gibt heute zahlreiche EM-Produkte für (fast) alle Probleme des täglichen Lebens, selbst im Bereich Kosmetik: Zahnpasta, Hautpflege, Haarpflege, Flüssigseife, Gesichtswasser, Duftöle usw. (das Gesamtangebot finden Sie in der Anwendungsbroschüre „Effektive Mikroorganismen“ des Technologie Zentrum Süd).

Was findet Manfred Epp als etwas Herausragendes bei den EM-Produkten? „Es gibt heutzutage gefährliche Schädlingsbekämpfungsmittel, die auf den Äckern oder in den Gärten verwendet werden, auf denen ‚gesundheitlich unbedenklich‘ steht. Und das glauben dann auch oft die Leute. Ich aber ich halte ihnen entgegen: ‚Was würde wohl mit mir passieren, wenn ich solche Mittel trinke‘? Unsere EM-Produkte hingegen kann ich unbedenklich trinken und es passiert mir gar nichts. Im Gegenteil.“


Haldenwanger Str. 11 , D-87490 Haldenwang
Tel.: +49 (0) 8304 / 92 96 96
Fax: +49 (0) 8304 / 92 96 98
E-Mail: info@em-sued.de
www.em-sued.de

Mantren-Musik beim Yoga

Mantren-Musik beim Yoga

CD-Rezension und –Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Mantren-Musik beim Yoga vom Ongnamo-Versand


Mantren-Musik ist ideal als stimmungsvolle Begleitung bei der täglichen Yoga-Praxis. Der Vorteil: Durch die Kraft der Mantren wird eine hochschwingende Atmosphäre geschaffen, die Seele und Körper reinigt und gut tut, auch wenn man die Mantren nicht mitchantet. Da macht Yoga doppelt so viel Freude.

Meine Favoriten sind Snatam Kaur, Guru Ganesha Singh und Gurudass Kaur, die mit ihren melodischen Stücken das Herz berühren.

Du findest ihre CDs beim Ongnamo-Versand, der über 6000 CDs aus den verschiedensten Bereichen – von Meditation, New Age, Weltmusik, Yoga, Entspannung, u.a. – anbietet. Da ist bestimmt auch die passende Musik für Dich dabei.

Ongnamo Versand
Akazienweg 6
D-64665 Alsbach-Hähnlein
Telefon: +49 (0) 6257 969 40 88

www.ongnamo-versand.de
mail@ongnamo-versand.de

 

 

Anatomie der Bewegung von Blandine Calais-Germain

Anatomie der Bewegung von Blandine Calais-Germain

Buch-Rezension und –Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:

„Anatomie der Bewegung – Technik und Funktion des Körpers“
von Blandine Calais-Germain

 


Ein Yogi sollte seinen Körper kennen und wissen, welche Auswirkungen eine Yoga-Übung auf seine Muskeln, Gelenke, usw. hat. Deswegen sollte der Bereich „Anatomie“ bei keinem Yoga-Selbststudium oder einer Yogalehrer-Ausbildung fehlen.

Nur so können Verletzungen vermieden, Yoga-Übungen besser angepasst und Haltungsschäden behoben werden. Das Buch „Anatomie der Bewegung“ von Blandine Calais-Germain ist auch für Anatomie-Anfänger gut geeignet. Es ist leicht verständlich und gibt einen umfassenden Einblick in den menschlichen Bewegungsapparat. Anders als bei vielen anderen Fach-Anatomie-Büchern wird auf trockene Muskel-Schemazeichnungen verzichtet, stattdessen sind die Zeichnungen lebendig und vermitteln einen guten Eindruck von der Lage und Funktion der Muskeln, Faszien, Knochen und Gelenke. So kann man z.B. nachschlagen, wo persönliche Problem- und Schmerzpunkte liegen und durch welche Bewegungen man diese beeinflussen kann. Ein ideales Arbeits- und Nachschlagewerk für Yoga und Sport.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Marix Verlag
7. Auflage 2017, 304 S., s/w Abb., gebunden, 17,5 x 26 cm.
Erschienen im September 2017
Vk-Preis € 28,–
ISBN: 978-3-86539-038-7

Yoga Unterrichten – Grundlagen und Techniken von Mark Stephens

Yoga Unterrichten – Grundlagen und Techniken von Mark Stephens

Buch-Rezension und –Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:

„Yoga Unterrichten – Grundlagen und Techniken“
von Mark Stephens

 


Mark Stephens ist eine Koryphäe im Yoga und jedes seiner mittlerweile drei auf deutsch erschienen Bücher ist ein Juwel! Nicht umsonst werden sie auch als DIE „Yoga-Fibeln“ bezeichnet. Sein neuestes Buch „Yoga unterrichten“ ist besonders für angehende Yoga-Lehrer geeignet, aber auch für fortgeschrittene Yoga-Interessierte, die ihre Technik verbessern und an der Basis ihres Yogas arbeiten wollen.
Mark Stephens vermittelt ein modernes Yoga, ohne jedoch die Tradition des Yoga zu vergessen. Die verschiedenen Anhänge im Buch, zusammen mit entsprechenden Übungen, erklären die Asanas in Wort und Bild. Bei allem, was er schreibt, legt Mark Stephens Wert auf ein gesundes, klassisches Yoga, ohne zu sehr in die Esoterik abzuschweifen oder Yoga allein als Fitness zu betrachten. In seinem Buch stimmt alles, von A bis Z. Es ist eine Zusammenfassung der Philosophie, Geschichte, Theorie und Praxis des Yoga. Jeder Yoga-Interessierte wird etwas Neues lernen, egal welchem Yoga-Stil er angehört. So ist dieses Buch eines der wichtigsten Grundlagen-Bücher, das jeder ernsthaft interessierte Yoga-Schüler gelesen haben sollte.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Riva Verlag
Softcover, 346 Seiten
Erschienen: Mai 2015
ISBN: 978-3-86883-523-6
VK-Preis: € 24,99

Yoga-Anatomie – Ihr Begleiter durch die Asanas von Leslie Kaminoff

Yoga-Anatomie – Ihr Begleiter durch die Asanas von Leslie Kaminoff

Buch-Rezension und –Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:

„Yoga-Anatomie: Ihr Begleiter durch die Asanas, Bewegungen und Atemtechniken“
von Leslie Kaminoff

 


Dieses Buch ist eines meiner Lieblingsbücher, wenn es darum geht, Asanas im Yoga korrekt auszuführen und zu verstehen, welche Muskeln gerade beansprucht werden. Die Asanas werden im Buch in Haltungen im Stehen, Sitzen, Knien, Rückenlage, Bauchlage und armgestützte Übungen unterteilt, so dass es dem Leser leichter fällt die gesuchte Übung zu finden.

Ich habe das Buch nicht nur als Anatomie-Buch im Rahmen meiner Yogalehrer-Ausbildung verwendet, sondern setze es auch heute noch als Nachschlagewerk in meiner Yoga-Praxis ein, wenn es um den Zusammenhang der entsprechenden Muskeln, Faszien und Gelenke und ihre Aktivitäten geht. Die Illustrationen finde ich besonders gelungen und auch für Laien gut verständlich. Es wurden Yoga-Praktizierende aus verschiedenen Perspektiven fotografiert und später von einer Illustratorin gezeichnet. Dies ermöglicht einen ganz neuen, plastischen Einblick in die Vorgänge auf körperlicher Ebene während einzelner Asanas. Für jeden Yoga-Interessierten ist das Buch eine echte Bereicherung und eine Motivation tiefer in die Verbindung von Körper und Geist einzutauchen.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Riva Verlag
Softcover, 300 Seiten
Erschienen: September 2013
ISBN: 978-3-86883-232-7
VK-Preis: € 25,–

Bio-Wolldecke vom Finkhof

Bio-Wolldecke vom Finkhof

Produkt-Rezension und –Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Bio-Wolldecke vom Finkhof

 

Rhönschafe der Schäfereigenossenschaft Finkhof, deren Wolle die Grundlage für die Bio-Wolldecken vom Finkhof sind

 

Die Schäfereigenossenschaft Finkhof in Bad Wurzach bietet seit den 70er Jahren ökologische Wollprodukte an, überwiegend von ihren eigenen Bio-Schafherden, sorgfältig angefertigt, ohne chemische Ausrüstung und Bleichung. Wir haben die Finkhof-Produkte vor mittlerweile sieben Jahren entdeckt und kaufen dort nicht nur Schurwollgarn für unsere Socken, sondern auch Wollstoffe und Lodenstoffe zum Schneidern von warmer Winterkleidung. Der Finkhof bietet neben vielen weiteren Produkten auch Heimtextilien aus Wolle an, wie Decken, Sitzauflagen und Kissen.

In diesem Beitrag möchte ich Ihnen die „Regionale Wolldecke aus Bio-Schurwolle“ näher vorstellen, die ich ganz besonders gern habe, da sie so dick und warm ist. Es gibt sie in verschiedenen Größen, von 100 x 150 cm bis 150 x 220 cm. Je größer die Decke, desto mehr Verwendungsmöglichkeiten, weswegen ich die Maximalgröße empfehle.

Was ich am meisten bei der Decke schätze: Sie kommt aus regionaler Schafhaltung, d.h. mit dem Kauf wird die regionale Landwirtschaft unterstützt! Die meiste Wolle auf dem Weltmarkt kommt leider aus allen Herren Ländern zu uns, u.a. aus Australien und China. Bei dieser Decke ist es anders: Die Wolle stammt von alten deutschen Schafrassen, die fast ausgestorben sind, nämlich dem Coburger Fuchsschaf, dem Juraschaf und dem Rhönschaf. Je nach Rasse gibt es die Decke in hellgrau, hellbraun oder beige. Meine Decke stammt vom Rhönschaf, das weiß-grau ist und einen schwarzen Kopf hat (siehe Foto oben).

Die Wolle ist aus kbT, d.h. kontrolliert biologischer Tierhaltung, was mir besonders wichtig ist. Denn „Bio“ ist bei den meisten Wolldecken, die man im Handel kaufen kann, nicht selbstverständlich. Wolldecken sind aus Kostengründen zumeist aus konventioneller Tierhaltung, worunter nicht nur die Tiere leiden, sondern auch die Menschen, denn die Wolle ist mit chemischen Pestiziden und Bestandteilen versehen, die auf der Haut kratzen und Allergien auslösen können. In solchen chemischen Decken fühlt man sich nicht wohl, wie schön sie auch eingefärbt sein mögen.

Ganz anders ist es bei der rustikalen Wolldecke vom Finkhof. Sie umschmeichelt den Körper mit ihrer Natürlichkeit. Man könnte meinen, dass die Wolle aufgrund der alten Schafrassen eher grob ist und kratzt, doch das ist nicht der Fall. Die Decke ist flauschig und gibt auf der Haut ein wärmendes, ursprüngliches Woll-Gefühl.

Man kann die Bio-Woll-Decke vom Finkhof für verschiedene Anwendung nutzen: Als wärmende Decke im Herbst auf der Terrasse oder im Garten, wenn man draußen sitzen möchte, aber es ohne Decke zu kalt wäre; als Überwurf beim morgendlichen Pranayama oder der Meditation; als schützende Decke bei der Endentspannung beim Yoga; als kuschelige Decke auf dem Sofa, usw. Man kann die Wolldecke aber auch für etwas ganz anderes einsetzen, nämlich als Stoff für einen warmen, einzigartigen Wintermantel, den man sich selber oder von seiner Schneiderin anfertigen lassen kann. Mit einem solchen Unikat wird man im Winter sicherlich nicht frieren!

 

Auch im Herbst kann man mit einer warmen Wolldecke, hier eine vom Finkhof, noch draußen sitzen

 

Schäfereigenossenschaft Finkhof eG
St.-Ulrich-Str. 1
D-88410 Bad Wurzach – OT Arnach
Tel. 07564/93 17 11
Fax 07564/93 17 12
www.finkhof.de
info@finkhof.de

 

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

Satyrische Geschichten von Petronius

Satyrische Geschichten von Petronius

Buch-Rezension und –Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:

„Satyrische Geschichten“
von Petronius

 


Wer Latein langweilig findet oder Ciceros trockene Reden nicht mehr lesen kann, sollte sich unbedingt Petronius Werk „Satyrica“ bzw. „Satyricon“ zu Gemüte führen. Titus Petronius Arbiter lebte ungefähr von 14 – 66 n.Chr. Über sein Leben ist nicht viel bekannt, jedoch hat er als Vertrauter und „Schiedsrichter des feinen Geschmacks“ von Kaiser Nero sicherlich die Abgründe und den Verfall der damaligen römischen Gesellschaft miterlebt. Er wurde von Nero zum Selbstmord gezwungen, nachdem er der Teilnahme an der Pisonischen Verschwörung beschuldigt worden war. Sein Testament erhielt im übrigen keine Lobesreden auf Nero, sondern eine Schilderung von dessen Missetaten und Lastern.

In seinem zu Lebzeiten verfassten satirischen Roman „Satyricon“ verarbeitet Petronius die morbide römische Kultur und ihren luxuriösen Irrsinn, der zu jener Zeit in den Kreisen der ungebildeten Neureichen vorherrschte. Sowohl für den jungen Lateinschüler als auch den erwachsenen Latein-Interessierten ist das Werk unterhaltsam zu lesen, da es sich – anders als bei allen anderen überlieferten lateinischen Werken – um einen Roman handelt, der mit seinen grotesken Schilderungen kurzweilig ist und zum Lachen, aber auch Nachdenken anregen will. Hier wird das Leben im alten Rom wiedererweckt und man fühlt sich zurückversetzt in eine Zeit, wo das Leben scheinbar ganz anders, in Wirklichkeit jedoch ähnlich unserer heutigen Zeit war. Obwohl vom Roman „Satyricon“ nur ein Teil erhalten geblieben ist, darunter der Hauptteil des bekannten „Gastmahl des Trimalchio“, und Anfang und Ende offen bleiben, ist es ein großer Lesespaß!
Wenn man einmal den besonderen Schreibstil von Petronius verstanden hat, der eine Mischung aus Prosa und Vulgärlatein ist, das sich nicht an grammatikalische Regeln hält und sich von dem starren Latein der klassischen römischen Autoren unterscheidet, ist der Text relativ flüssig zu lesen. In der Ausgabe „Satyrische Geschichten“ findet sich nicht nur der lateinische Originaltext, sondern auch eine genaue deutsche Übersetzung, sowie die oft in anderen Büchern vergessenen Anhänge bzw. Fragmente anderer Teile des Romans „Satyricon“.

Was mich besonders erfreut: Im Gegensatz zur bekannten Reclam-Ausgabe „Cena Trimalchionis“ ist hier kein Übersetzungsfehler in 71,12“: Huic seviratus absenti decretus est…“ vorhanden.

Ganz klar heißt nämlich „absenti“ in Abwesenheit. Reclam übersetzt dieses jedoch als „in Anwesenheit“. In der neuen Übersetzung dagegen heißt es richtig in der deutschen Übersetzung: „Ihm wurde der Sitz im Sechs-Männer-Kollegium in Abwesenheit zuerkannt.“

Wie auch in anderen Büchern der Reihe Tusculum fällt die Korrektheit und Gewissenhaftigkeit der deutschen Übersetzung auf, die mit einer Schul-Übersetzung nicht mithalten kann.

Der Inhalt des „Satyricon“ ist folgender: Die beiden Freunde, Studenten, aber auch eifersüchtigen Rivalen, Enclopius und Ascyltos und ihr gemeinsamer Lustknabe/Sklave Giton, die in einfachen Verhältnissen wohnen, erleben verschiedene Abenteuer. Der Hauptteil des Romans erzählt ihre Teilnahme am Gastmahl des Neureichen Trimalchio, der mit seiner extravaganten, selbstverliebten, hyper-luxuriösen Art die Gäste abstößt, aber auch fasziniert. Eine homosexuelle Beziehung des Hausherren mit seinem Lustknaben ist für die römische Zeit nichts Ungewöhnliches, wenn sie auch teilweise – besonders von der Ehefrau, was sich im Verlauf des Romans auch bei Trimalchio und seiner Frau Fortunata zeigt – als anstößig angesehen wurde.

Das „Saryricon“ des Petronius lese ich immer wieder gerne. Es ist ein jugendlicher, frischer Roman, dessen Gesellschaftskritik heute aktueller denn je zuvor ist. Der einstige Sklave Trimalchio, der nun so reich ist, dass er gar nicht weiß, was er alles besitzt, ist eine urkomische, fast tragische Gestalt, die ein Leben in Luxus nicht wirklich erstrebenswert erscheinen lässt. Es fehlt ihm als Freigelassenen an Kultur und Anstand. Trotz seines Reichtums und scheinbaren „Bildung“(er besitzt sowohl eine große lateinische als auch eine griechische Bibliothek, wie er stolz verkündet), ist und bleibt er ein ungehobelter Mensch, über den sich die Gäste nur amüsieren können. Doch diese sind in Wirklichkeit keinen Deut besser, denn die römische Welt zu jener Zeit ist bereits zu verdorben durch die Todsünden der Gier, der Wollust, der Völlerei und der Trägheit. Trimalchios Gastmahl ist somit eine einzige Versammlung der Sünden, die von den einzelnen Gästen und dem Gastgeber selbst schonungslos zur Schau gestellt werden.
Die Darstellung der Ereignisse ist komisch und kurzweilig, wenn z.B. Enclopius vor einem, an die Wand gemalten Wachhund, so erschrickt, dass er fast rücklings auf den Boden gefallen wäre und sich, wie er behauptet, um ein Haar das Bein gebrochen hätte, oder Trimalchio sein Testament vorlesen lässt und die Gäste auffordert zu weinen, als ob er bereits gestorben wäre, weswegen durch den Lärm angelockt die örtliche Feuerwehr anrückt, weil sie denkt, es gäbe ein Feuer zu löschen, das im Haus ausgebrochen sei. Auch der Ehestreit zwischen Trimalchio und Fortunata, bei dem sie ihren untreuen Gatten, der seinen Lustknaben mit Küssen überhäuft, als „Hund“ bezeichnet und er ihr gekränkt einen Becher an den Kopf wirft, könnte heute ebenso gut in jeder Soap-Opera stattfinden.

Die Frage, die sich bei dem Roman „Satyricon“ immer wieder stellt, ist, ob Petronius wirklich die damalige Gesellschaft so dargestellt hat, wie sie war, oder ob es sich um eine fiktive Darstellung handelt. Meiner Ansicht nach prangert Petronius durchaus das amoralische Sittenbild der Zeit Neros an, jedoch teilweise verschleiert hinter extremer Übertreibung, Satire und Komik. In dem derben, manchmal fast abstoßenden Roman, verbirgt sich aber trotz aller Derbheit auch ein großes Stück Mitgefühl und Lebensweisheit, wenn z.B. Trimalchio in 71,1 sagt: „Freunde, auch Sklaven sind Menschen und haben ein und dieselbe Milch getrunken wie wir, auch wenn wohl ein böseres Schicksal sie unterdrückt hat. Dennoch werden sie, so wahr es mir gut gehen möge, bald das Wasser der Freiheit kosten. Kurz und gut, ich lasse sie alle in meinem Testament frei.“ Oder in 34,10, wenn Trimalchio sagt: „Ach wir Elenden, wie doch das ganze Menschelein nichts ist! So werden wir alle [zu einer Gerippen-Puppe], nachdem uns der Orkus [Tod] tät wegholen. Darum lasst uns leben, solang möglich das Wohlsein noch.“

Das Buch „Satyrische Geschichten“ kann ich jedem Latein-Interessierten nur empfehlen. Doch auch Nicht-Lateiner werden auf ihre Kosten kommen, denn es ist ein Werk des Niedergangs der Sitten, besser als jede Soap-Opera, die man heute im Fernsehen anschauen kann, spannender als jeder Herz-Schmerz-Roman im Buchladen. Das Werk beinhaltet gleichzeitig auch einen tieferen Sinn: die schonungslose Darstellung der verkommenen menschlichen Gesellschaft und der Sitten, die jeden vernunftbegabten Menschen wachrütteln und zur Selbsthinterfragung der eigenen Lebenswerte, Lebenskultur und Lebenswerte führen sollte. Mit dem Ausspruch von Echion, einem Feuerlöschlappenhersteller, möchte ich abschließen (45,2): „’Bald so, bald so‘, sagt der Bauer, ein scheckiges Schwein hatte er verloren. Was heute nicht ist, wird morgen sein; so wird das Leben vorangetrieben.“

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Lateinisch – Deutsch
Reihe: Sammlung Tusculum
Copyrightjahr: 2013
ISBN 978-3-05-006483-3
59,95 Euro

Unsere Empfehlung für Vogelfreunde

Unsere Empfehlung für Vogelfreunde

Produkt-Rezension und –Empfehlung von Helene und Alexandra Walterskirchen:
Ganzjahresfutterstation von Schwegler

 

Schlossgarten Rudolfshausen mit zwei Vogelfütterungs- und Bodenfutter-Stationen

 

In unserem Garten von Schloss Rudolfshausen haben wir seit mehreren Jahren eine Ganzjahresfutterstation für Vögel und ebenso eine Reihe von Nistkästen für die verschiedensten Vogelarten. Das war uns ganz wichtig, seit wir vor sieben Jahren dort eingezogen sind. Seitdem herrscht in unserem Garten ein buntes Vogeltreiben, selbst in den kalten Jahreszeiten.

Wollen auch Sie den Vögeln in Ihrem Garten helfen? Dann richten Sie eine Ganzjahresfutterstation ein und hängen Sie Nistkästen auf. Wir verweisen hier auf die Produkte der Firma Schwegler, die seit 65 Jahren Vogelschutzgeräte und Naturschutzgeräte verkauft, die auch von Prof. Berthold empfohlen werden. Wir haben von der Firma Schwegler Starenkästen, Meisenkästen, Halbhöhlen und Nisthöhlen aus langlebigem Holzbeton für die verschiedensten Vogelarten, die von den Vögeln jedes Jahr mit Freude zum Brüten angenommen werden. Mittlerweile haben wir auch seltene Vogelarten im Garten, unter anderem einen Grünspecht.

Neben Futtersäulen verwenden wir auch ein Weichfuttersilo zur Bodenfütterung für Rotkehlchen, Amseln und Tauben. Besonders gefallen uns bei Schwegler die vegetarischen, hochwertigen Futtercakes, die ohne tierische Schlachtabfälle auskommen und nur aus pflanzlichen Fetten bestehen. Diese sind artgerechter und natürlicher, denn welcher Vogel würde in der Natur ein Schwein oder ein Rind fressen? Unsere Vögel im Garten lieben diese Cakes und werden von Jahr zu Jahr mehr. Es ist eine Freude, das bunte Treiben an der Vogelfutterstation zu beobachten. Ein positiver Nebeneffekt: Wir haben kaum noch lästiges Ungeziefer wie Mücken, Bremsen oder Fliegen, denn diese werden von den Vögeln, sozusagen als Gegenleistung, aufgefressen.


SCHWEGLER Vogel- u. Naturschutzprodukte GmbH
Heinkelstr. 35
D – 73614 Schorndorf
+49 (0)7181-97745 0
www.schweglershop.de
info@schweglershop.de


Hinweis: Momentan experimentieren wir mit einem neuen Vogelfutter aus heimischen Saaten vom Biohof Lex – als Alternative zu Sonnenblumenkernen aus China. Darüber werden wir im Online-Kultur-Magazin berichten. Die ersten Ergebnisse sind sehr positiv.

 

 

 

 

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

Los Veganeros 2 von Lars Oppermann

Los Veganeros 2 von Lars Oppermann

DVD-Rezension und –Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Los Veganeros 2 von Lars Oppermann


Die Handlung von Los Veganeros 2 ist auf den ersten Blick schnell erzählt: Der passionierte Fleischesser Harry, der Schulden im Rotlichtmilieu hat, erbt das vegane Restaurant seiner Großmutter. Eigentlich will er das Restaurant zu einem Bordell umbauen, doch dies ist nicht möglich, denn im Testament hat seine Großmutter festgelegt, dass das Restaurant nicht zweckentfremdet werden darf. So muss sich Harry mit einer neuen Welt auseinandersetzen: der veganen Community.

Als Vegetarier oder Veganer wird man den Film lieben, allein aufgrund der Darstellung einer veganen Lebensweise, die nicht alltäglich im Film ist! Doch der Film Los Veganeros 2 kann noch mehr als veganen Lifestyle vermitteln: Er zeigt den Wandel eines Menschen, der typisch ist für die heutige oberflächliche Gesellschaft, in dem sich alles nur noch um Sex, Geld und Lust-Befriedigung dreht, ohne Rücksicht auf die Mitmenschen, die Umwelt und sogar den Menschen selbst. Harry ist innerlich krank und leidet, auch wenn er äußerlich gesund sein mag.

Der Beginn des Films mag vielleicht ein wenig abstoßen, jedoch ist genau diese überspitzte Darstellung des gefühllosen Sex-Niveaus notwendig, um das nicht lebenswerte Leben zu zeigen, in dem sich Harry befindet: Er ist abhängig von Sex, Tabletten, Fleisch, Alkohol und Zigaretten, ständig unter dem Druck seiner Gläubiger und der Angst, seine Schulden nicht bezahlen zu können. Er lebt ein freudloses Leben, in welchem er trotz all der Menschen um sich herum sehr einsam und innerlich tot und erstarrt ist. Sein Leben ist genauso dunkel wie seine Kleidung. Er ist unzufrieden mit allem, schlecht gelaunt, ja sogar depressiv. Er hat keine Freunde und die einzige Frau, Ulla, die sich für ihn wirklich interessiert, nimmt er nicht als gefühlvolles, liebendes Wesen, wahr.

Als Harry das Restaurant „Los Veganeros“ erbt und sich dort als neuer Chef aufspielt, prallen Welten aufeinander. Harry ist im Irrtum, wenn er glaubt, hier nach demselben zwielichtigen Schema wie bisher in seinem Geschäftsleben vorgehen zu können. Er scheitert kläglich, da er keine Ahnung von einem veganen Leben hat, ja von einem ethisch hochwertigen, mitfühlenden und sauberen Leben hat. Durch die Hilfe seiner veganen Angestellten und deren Freunde lernt er nach und nach wieder zu leben. Es geht hier nicht so sehr darum, dass Harry Gefallen an der veganen Ernährung findet, sondern, dass er schrittweise lernt, wieder zu lachen, sein Herz zu öffnen, seine Gefühle für Ulla zuzulassen und sein altes Schatten-Ich loszulassen. Das zeigt sich dann auch an seiner Kleidung, die im Laufe des Filmes wieder hellere, natürliche Farbtöne erhellt, oder der Umgestaltung seiner Wohnung. Harry wird zu einem neuen Menschen, der einen Sinn im Leben findet und sich selbst wiederentdeckt. Das war der wirkliche Grund, warum seine Großmutter ihm, dem schwarzen Schaf der Familie, das Restaurant hinterlassen hat. Das Ende des Filmes berührt in der Seele, wenn man sieht, wie Harry sich zum Positiven gewandelt hat und seine neu erlangte innere Liebe und Lebensfreude mit seinen Mitmenschen teilt. Hierfür braucht es keine Worte.

Die philosophische Reise des Menschen Harry zurück zu einem wahrhaftigen, liebenswerten, lebendigen, mitfühlenden Wesen ist meiner Ansicht nach die wichtigste Kernaussage des Filmes. Die vegane Ernährung geht dabei Hand in Hand mit dieser Entwicklung. So ist der sehr sehenswerte Film „Los Veganeros 2“ nicht nur ein Film zum Wohle der Tiere, sondern auch zum Wohle der Menschen!

 

 

 

 

 

 

Jangland  Film Studio

DVD Los Veganeros 2
von Lars Oppermann
2017
78 min
FSK 12
12,95 Euro
www.losveganeros.de

Wichtiger Hinweis in eigener Sache

Wichtiger Hinweis in eigener Sache

von Alexandra und Helene Walterskirchen

 

 

Wir sind langjährige Sachbuch-Autorinnen, die nicht nur Sachbücher, redaktionelle Beiträge für unser Kultur-Magazin Schloss Rudolfshausen sowie Kultur-Porträts von renommierten Persönlichkeiten erstellen, sondern auch hochwertige und kulturell informative Beiträge in Form von Rezensionen und Empfehlungen von Produkten, Erzeugnissen, Handwerkskunst oder Handwerkstraditionen.

Wir rezensieren und empfehlen nur die Dinge, die uns selbst überzeugen bzw. überzeugt haben und die unserer hochwertigen, ökologischen und kultivierten Lebensphilosophie entsprechen. Wir vereinen in unseren Texten kulturelle Traditionen mit heutigen Gegebenheiten, Angeboten und Möglichkeiten.

Unsere Rezensionen und Empfehlungen sind keine Werbung im herkömmlichen Sinne und entsprechen auch oft nicht den klassischen Rezensionen, sondern werten Themen, Produkte usw. auf, so dass daraus PERLEN entstehen. Deshalb haben wir dieser Rubrik, die anfangs noch Schloss-Blog hieß, den angemessenen Namen „SCHLOSS-PERLEN“ gegeben.

Die von uns rezensierten und empfohlenen Firmen, Handwerksbetriebe usw., denen wir mit unserem Text die Auszeichnung „Schloss-Perle Schloss Rudolfshausen“ verleihen, haben die Möglichkeit, den von uns erstellten Text auf ihrer Homepage zu veröffentlichen oder auch für ihre eigenen Broschüren usw. zu verwenden, um dadurch ihr Unternehmen oder ihren Betrieb aufzuwerten.

Kartoffel-Traum mit Avocado-Dip

Kartoffel-Traum mit Avocado-Dip

Rezept-Empfehlung: von Helene Walterskirchen:
Kartoffel-Traum mit Avocado-Dip

 

Kartoffeln gekocht (Marke Ivetta und Blauer Schwede) mit Avocado-Dip und frischem Koreander

 

Längere Zeit habe ich kaum Gekochtes, sondern überwiegend Rohes (ca. 90 %) gegessen. Nach einigen Jahren bin ich dann doch auch wieder zu Gekochtem zurückgekommen, jedoch nur in veganer Form bestehend aus Kartoffeln und Gemüse. Meine Ernährung veränderte sich dabei zu ca. 70 bis 80 % Rohem. Warum ich das gemacht habe? Weil ich mit zunemendem Älterwerden Körpermasse abgebaut habe, so dass ich ziemlich mager wurde; auch konnte ich eines Tages die notwendige Menge an Rohkost nicht mehr essen, die ich gebraucht hätte, um meine Körpersubstanz erhalten zu können – mein Körper sperrte sich einfach gegen eine größere Rohkostmenge (ich aß damals halb rohes Obst und halb rohes Gemüse bzw. Grün am Tag). Damals kam ich auf gekochte Kartoffeln, die insbesndere auch von rohköstlichen Sportlern am Abend gegessen werden, um ihre Körpermasse und Kraft zu bewahren (diese Ernährungsrichtung nennt sich „raw till 4“).

Ich wurde so etwas wie ein „Kartoffel-Feinschmecker“ und erkannte schnell, dass es gute, schmackhafte Bio-Kartoffeln gibt und weniger gute mit einem langweiligen Geschmack. Außerdem gab es mehlige Kartoffeln, mehlig bis festkochende, und festkochende – je nachdem, zu was man sie verwenden möchte. Jede gute Köchin weiß, dass man Kartoffelpüree nur aus mehligen Kartoffeln machen kann, während man für einen Kartoffelsalat am besten festkochende, ja sogar „speckige“ Kartoffeln verwenden sollte.

Aber auch unter gut schmeckenden Bio-Kartoffeln gibt es geschmackliche Unterschiede von cremig, über fein bis hin zu feinwürzig. Da man leider in den Geschäften bzw. im Biomarkt nur Einheitssorten von Kartoffeln bekommt, habe ich mich nach anderen Quellen umgeschaut und bin auf einen Bio-Kartoffelbauernhof im Norden von Deutschland gestoßen, der vielfältigste, heute völlig unbekannte, alte Sorten von Kartoffeln anbaut und verkauft. Da gibt es beispielsweise Sorten wie „AngelikerTannenzapfen, La Bonnotte, Blauer Schwede, Ivetta oder Bamberger Krumbeere.

Der Name des Bio-Bauernkartoffelhofs heißt: Ellenberg’s Kartoffel-Vielfalt. Dort bestelle ich seitdem meine Bio-Kartoffeln und bin nun wirklich zum „Kartoffel-Feinschmecker“ geworden.

Mit den richtigen Kartoffeln kann man, zusammen mit einem leckeren Avocado-Dip, ein Kartoffel-Traum-Gericht machen. Hier meine Anleitung.

Sie brauchen folgende Zutaten:

  • Kartoffeln Ihrer Wahl und Ihrer gewünschten Menge
  • Reife Avocados (pro Person 1 bis 2 Avocados – je nach Größe)
  • Tamari-Sauce
  • Kräuter Ihrer Wahl, z.B. Liebstöckel, Muskatnuss, Lauchzwiebel, Koreander, Schnittlauch
  • Eine kleine Tasse Wasser

Zubereitung:

Kartoffeln sauber waschen und ganze Kartoffeln kochen (die Kochzeit richtet sich nach der Größe der Kartoffeln. Mit einem kleinen Messer können Sie in die Kartoffeln stechen und so sehen, ob sie schon durch sind oder nicht). Nachdem die Kartoffeln fertig gekocht sind, das Wasser abgießen. Kartoffeln kurz im kalten Wasser abschrecken, dann lässt sich anschließend die Schale leicht abschälen. Wenn die Kartoffeln eine sehr feine Schale haben, können Sie sie auch mit der Schale essen, was noch gesünder ist.

Nun den Avocado-Dip zubereiten: Das Fruchtfleisch aus der Avodaco mit einem Esslöffel herauslösen und in ein Mixgerät geben (ich verwende hier den Vitamix).

Dann einen kräftigen Spritzer Tamari-Sauce dazugeben. Ich verwende hier eine Tamari-Sauce, die man nicht im Geschäft bzw. Biomarkt kaufen kann, ein rohes Tamari mit dem Namen „Bragg Liquid Aminos“ (die 473 ml Flasche kostet 10,95 €), die ich bei Veggie’s Delight (die Kontaktdaten finden Sie am Ende dieser Empfehlung) bestelle.

Weiterhin die klein gehackten Kräuter nach Ihrer Wahl hinzugeben, je nachdem, welcher Geschmack im Dip vorherrschen soll. Wenn Sie z.B. einen zwiebeligen Geschmack wollen, dann geben Sie mehr Lauchzwiebeln hinein (samt Grün), wenn Sie hingegen lieber einen Liebstöckel-Geschmack wollen, dann geben Sie mehr frischen Liebstöckel hinzu (nur der frische hat einen sehr intensiven Geschmack, der getrocknete hingegen nicht so sehr).

Dann noch eine kleine Tasse gutes Wasser in das Mixgerät geben (ich verwende nur gefilteres Wasser – mit der Filteranlage der Firma H.Preiss – mehr dazu in unserem Wasserbericht „Trinkwasser – Lebensstoff oder Schadstoff“, S. 28, unseres Kultur-Magazins Schloss Rudolfshausen, Ausgabe II/2017)
Alles zusammen ca. 1 Min. lang zu einem cremigen Dipp mixen und zusammen mit den Kartoffeln servieren.

Ich wünsche Ihnen einen guten Appetit!

Verschiedene Kartoffelsorten von Ellenberg’s Kartoffelvielfalt in unserem Natursteinkeller in Schloss Rudolfshausen

 


Ellenberg’s Kartoffelvielfalt GbR
Karsten und Petra Ellenberg
Ebstorfer Str.1
D-29576 Barum
Telefon:+49-5806-304
www.kartoffelvielfalt.de
info@kartoffelvielfalt.de

 

Veggie`s Delight
Frank Heidel
Erkrather Str. 64
D-40233 Düsseldorf
www.veggiesdelight.de
info@veggiesdelight.de

 

Hinweis: „Bragg flüssig Aminosäuren“ ist ein flüssiges Sojaproteinkonzentrat, das nicht nur ein vielfältiges Würzmittel, sondern auch eine hervorragende Quelle von pflanzlichem Eiweiß ist. Flüssige Aminosäuren sind mit 16 Aminosäuren gefüllt und enthalten keine Chemikalien, künstlichen Farbstoffe, Alkohol, Konservierungsstoffe, Gluten und sind GVO-frei.

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

Emaille- statt Plastik-Schüssel

Emaille- statt Plastik-Schüssel

Unsere Produkt-Empfehlung von Helene und Alexandra Walterskirchen:
Emaille- statt Plastik-Schüssel

 

In Soda gewaschene Wäsche auf dem Weg zur Waschmaschine – der Gulaschkessel im Universaleinsatz

 

Eine ungewöhnliche Idee: Statt einer Plastikschüssel oder Plastikwanne verwenden wir im Haushalt einen emaillierten Gulaschkessel, dessen Name für so manche irreführend sein mag, weil sie damit die Vorstellung haben, es würde Gulasch darin gekocht, was überhaupt nicht zu unserem veganen Ernährungsstil passt.

Wie kam es dazu, dass wir heute einen Gulaschkessel in unserem Haushalt haben? 2011 sahen wir die Dokumentation „Plastic Planet“ von Werner Boote und beschlossen, Plastikprodukte in unserem Haushalt gegen Nicht-Plastik-Produkte, die möglichst ein Leben lang halten, auszutauschen. Plastikschüsseln sehen leider nach einer gewissen Zeit der Benutzung nicht mehr schön aus, sind stumpf, verkratzt, oder farbig unansehnlich, da sie die Farben verschiedener Stoffe, die man darin verwendet, annehmen. Auch vertragen sie Hitze schlecht und können im schlimmsten Falle sogar aufweichen. Da hilft es nichts, nach zwei oder drei Jahren eine neue Plastikschüssel zu kaufen, denn in kurzer Zeit steht man vor demselben Problem. Die Folge davon: ein riesiger Plastik-Müllberg, auf den man am Ende seines Lebens zurückschauen kann.

Auf der Suche nach einer ökologischen Alternative haben wir den emaillierten Gulaschkessel der Firma D&P gefunden, der in Ungarn hergestellt wird. Dieser hat uns innerhalb kurzer Zeit so überzeugt, dass wir beschlossen haben, alle Plastikschüsseln auszutauschen. Dabei ist der Gulaschkessel mit 17,95 Euro für einen 16l-Kessel nicht wesentlich teurer als die Konkurrenz aus Plastik, dafür aber viel ökologischer und langlebiger. Statt ihn zum Kochen von Gulasch zu verwenden – was man natürlich auch machen kann -, haben wir ihn zu unserer Allzweck-Schüssel im Haushalt erkoren. Der Gulaschkessel wirkt ziemlich schwer, ist es jedoch nicht, außer man füllt ihm bis oben hin mit Wasser. Er ist robust, pflegeleicht und widerstandsfähig. Anders als Schüsseln aus Zink, die wir kurzzeitig verwendet hatten, rostet er nicht.

Für den normalen Gebrauch im Haushalt verwendet man am besten den 16l Gulaschkessel. Es gibt ihn aber auch größer, z.B. in 25l oder 50l. Der Gulaschkessel ist vielseitig verwendbar, z.B. für:
– Abspülen
– Einzelne Wäschestücke einweichen oder waschen
– Wäsche oder andere Dinge transportieren
– Pflanzenfärben
– Größere Mengen vermischen, z.B. bei der Herstellung von Badesalz, Kosmetik, Putzmittel
– Essig selber herstellen
– Zum Filtern oder Sieben
– Maische pressen
– Getrocknete Kräuter mischen und abfüllen; kein Krümeln und Stauben mehr, der Gulaschkessel hält durch seine Höhe alles da, wo es sein soll
– Haare waschen
– Fußbad machen
– Ölanwendungen
– Kompost heraustragen

Wir haben mittlerweile sieben Gulaschkessel und verwenden sie je nach Bedarf unterschiedlich. Ein Kessel ist speziell nur für den Einsatz mit Ruß auserwählt, der für die Herstellung unserer selbst gemachten Tinte verwendet wird. Denn was einmal mit Ruß in Kontakt kommt, wird nicht mehr sauber. Ein anderer Kessel wird nur für Lebensmittel, z.B. Herstellen von Maische, verwendet, der nächste nur fürs Färben von Textilien, wieder ein anderer nur für die Waschnusssud-Herstellung usw.

Die original ungarischen Gulaschkessel sind eine Anschaffung fürs Leben und wir können sie nur jedem empfehlen, der einen ökologischen, plastikfreien Haushalt führen möchte. Die Gulaschkessel geben ein uriges Gefühl von traditioneller, wertiger Lebensweise, wie sie unsere Großeltern noch praktiziert haben, wo es selbstverständlich war, dass man Emaille-Schüsseln und -Wannen hatte und keine Plastikgefäße. Die Gefäße waren zwar manchmal ein wenig angeschlagen, aber sonst robust und unverwüstlich. Im Haushalt meiner Eltern/Großeltern gab es nur solche Gefäße und sie haben sie auch später, als das Plastik aufkam, nicht ausgetauscht, weil, ihrer Meinung nach, das Plastik ein „Glump“ war gegenüber ihren erprobten Emaille-Gefäßen, die sie sich angeschafft hatten, als sie geheiratet haben.

Die ungarischen Gulaschkessel können Sie bestellen bei:

 

D & P Feinkost GmbH
Schoßbachstr. 24
D-07552 Gera / Langenberg
Tel. 0365/7736194
Fax 0365/7736195
www.dudek-peter.de oder www.univer-produkt.de
info@univer-produkt.de

 

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

Das System Milch – Die Wahrheit über die Milch-Industrie

Das System Milch – Die Wahrheit über die Milch-Industrie

von Alexandra Walterskirchen:
Das System Milch – Die Wahrheit über die Milch-Industrie

Eine aufrüttelnde Dokumentation, die einen kritischen Blick auf die heutige Milchindustrie in Europa, aber auch in Asien und Afrika wirft! Nicht nur die Kühe werden als lebende Milch-Maschinen missbraucht und ausgebeutet, sondern auch die Bauern, die als Angestellte der Milchindustrie keine freie Entscheidungsgewalt mehr haben und finanziell ums Überleben kämpfen. Ohne Zuschüsse von der EU könnten sie nicht existieren. Ein System, das nicht stimmt und welches Mensch und Tier nicht gut tut!

Die Dokumentation begleitet drei Bauern bei ihrer täglichen Arbeit, ihren Problemen und ihrem Schicksal als Milchbauern. Die Kuh als Lebewesen mit Seele und Gefühle bleibt dabei auf der Strecke, da alle Milchbetriebe nur noch nach mehr und mehr streben müssen, um existieren zu können. Allein ein Bio-Bauer in Südtirol weist einen neuen Weg auf, indem er seine Milch selbst zu Käse verarbeitet und vermarktet und so dem Knebelvertrag der Milchindustrie entgeht. Ein Film, der zum Nachdenken anregt. Interviews mit Politikern, Experten und Gesundheitswissenschaftlern runden das Thema ab und stellen so nebenbei auch die Frage auf, ob Milch überhaupt so gesund ist, wie die Industrie uns weis machen möchte.

Tiberius Film
Produktionsland: Deutschland
Produktionsjahr: 2016
Regie: Andreas Pichler
Sprache / Ton: Deutsch (Dolby Digital 5.1)
Laufzeit: ca. 90 Minuten
12,99 €
www.dassystemmilch.de

Warum nur die Natur uns heilen kann

Warum nur die Natur uns heilen kann

von Alexandra Walterskirchen:

„Warum nur die Natur uns heilen kann – Wissenschaftliche Fakten zur Entstehung von Krankheit und Gesundheit“
von Dr. med. habil. Dr. rer. nat. Karl J. Probst

 


Dr. Probst ist ein Pionier auf dem Gebiet der rohköstlichen, natürlichen Ernährungsweise und verfügt über einen großen Wissens- und Erfahrungsschatz, was in diesem Buch deutlich wird. Er ist nicht nur Arzt, sondern auch promovierter Physiker, wodurch er einen pragmatischen Blickwinkel auf das System Mensch und seinen Organismus hat. Er erkennt die höheren Zusammenhänge von Mensch und Natur und spricht die Fehler im System der heutigen Medizin unverblümt an.

Das Buch „Warum nur die Natur uns heilen kann“ ist wissenschaftlich geschrieben, aber, trotz allen Fachinformationen, auch für den Laien gut verständlich. Die Hauptthematik des Buches ist die Ursache von Krankheiten und wie diese durch eine richtige, gesunde Lebensweise vermieden werden können.

Im ersten Kapitelblock erklärt Dr. Probst die biochemischen Grundlagen des Stoffwechsels, die Lehre der Natural Hygiene (NH) und den Sauerstoffmangel als primäre Krankheitsursache.

Der zweite Kapitelblock ist der sehr wichtigen und oft vergessenen Darmgesundheit gewidmet, denn wie es so schön heißt „Darm gesund – Mensch gesund; Darm krank – Mensch krank“. Dr. Probst weist auch auf die Möglichkeit der Darmsanierung mittels Colon-Hydro-Therapie hin, deren Wirksamkeit ich selbst aus eigenen Erfahrungen nur bestätigen kann. Auch Zeolith und Heilerde werden von ihm empfohlen, denn sie verfügen über positive Eigenschaften für das Immunsystem und reinigen Körper und Darm.

Besonderes Augenmerk legt Dr. Probst auf die negativ geladenen Elektronen des Schwefels, die den gesamten Magen-Darm-Kanal fluten und das Darm-Milieu verändern, so dass feindliche Darmbakterien in dem neuen Milieu absterben müssen. Schwefel ist somit ein wichtiges und leider oft verkanntes Mittel zur Entgiftung und Darmsanierung. Schwefel ist jedoch nicht gleich Schwefel. So verfügt der sogenannte organische Schwefel MSM nur über einen Bruchteil der Wirksamkeit von elementarem Schwefel.

Der dritte Kapitelblock erläutert die Grundlagen einer gesunden Ernährung. Dr. Probst führt verschiedene Untersuchungen von renommierten Instituten auf, die die Gesundheitsschäden bestimmter Nahrungsmittel beweisen, u.a. von Getreideprodukten, die Entzündungen auslösen, das Immunsystem schädigen, Autoimmunerkrankungen verursachen, süchtig machen, usw. Manche Forscher gehen sogar so weit zu sagen, dass Getreideprodukte eine der Hauptursachen für alle chronischen Erkrankungen sind. Deshalb liegt Dr. Probst die Problematik der Getreideprodukte besonders am Herzen und er rät dem Leser diese so weit als möglich aus seiner Ernährung zu streichen. Dr. Probst erklärt anschließend die Wirkungsweise von Kohlenhydraten und Fetten im Organismus des Menschen, die Gefahren von Kochsalz und High Fructose Corn Syrup (= Maissirup) und die positive Wirkung von pflanzlichem Gemüse, die uns Mutter Natur als „Heilmittel“ schenkt.

Sehr interessant fand ich den Bericht über das Pottenger Katzen-Experiment, das vor über 70 Jahren vom deutschen Ernährungsforscher Prof. Werner Kollath durchgeführt wurde. So konnte dieser bei Fütterungsversuchen mit Katzen nachweisen, wie es zu degenerativen Erkrankungen kommt, indem er den Versuchstieren verschiedene Nahrungsmittel gab: die einen Katzen bekamen Rohkost, d.h. rohes Fleisch, Lebertran und Milch; die anderen Katzen bekamen gekochtes Fleisch und pasteurisierte Milch. Er beobachtete die Katzen über mehrere Generationen hinweg. Zusammenfassend zeigte diese Studie, dass nach drei Generationen Kochkost die Katzen degeneriert und körperlich und psychisch krank waren und anschließend vier Generationen benötigten, um wieder gesund zu werden. Wie viele Generationen bei dem Menschen, der sich seit vielen Jahrhunderten ausschließlich von Kochkost ernährt, benötigt werden, um wieder gesund zu werden, lässt sich nur erahnen!

Auch wenn wir alle Vorschäden haben – sei es durch unsere Ahnen oder durch unser ungesundes „Vorleben“ in diesem Leben -, sollte uns das dennoch nicht entmutigen. Wir können schon jetzt etwas für uns und die Gesundheit der nachfolgenden Generationen tun! Dr. Probst zeigt in dem Buch auf, wie wir uns selbst wieder heilen und unseren Kindern einen optimalen Start ins Leben geben können, indem wir sie mit pflanzlichem Obst und Gemüse ernähren, die, wie viele Studien bewiesen haben, gesundheitsförderlich sind.

Er weist anhand von Studien u.a. auf, dass vegane Rohkost Alzheimer und Osteoporose verhindert, verjüngend wirkt und den Körper widerstandsfähiger und leistungsfähiger macht. Jeder, der sich einmal für eine gewisse Zeit vegan mit einem hohen Rohkostanteil ernährt hat, kann das bestätigen.

Der vierte und letzte Kapitelblock des Buches ist dem gesunden Trinkwasser gewidmet. Dr. Probst erklärt verschiedene Methoden und weist u.a. auf die Notwendigkeit hin, den übersäuerten Körper mit dem richtigen Wasser zu entgiften und wieder basisch zu machen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir das Buch sehr gut gefallen hat und mir einiges an neuen Erkenntnissen und Zusammenhängen geliefert hat. Besonders gut finde ich die sachliche fundierte Auflistung der Studien mit allen Quellenangaben, die nachweislich belegen, wie förderlich oder schädlich ein bestimmtes Nahrungsmittel ist. Die heilsame Wirkung des Schwefels finde ich sehr interessant und wird definitiv von mir experimentiert werden. Ein lesenswertes Buch, geschrieben von einem Mann, der weiß, wovon er berichtet. Die natürliche Gesundheit ist im Grunde genommen kinderleicht, wenn man weiß, worauf es ankommt und wie man seine Ernährung umstellt und richtig einstellt.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Verlag: Telomit GmbH, Trier
Ersch. 2016
Artikelnummer : B3920657
ISBN: 978-3-9817912-04
Preis: 24,95 €

Vegane Gemüse-Platte mit Avocado-Sauce

Vegane Gemüse-Platte mit Avocado-Sauce

Rezept-Empfehlung von Helene Walterskirchen:
Vegane Gemüse-Platte mit Avocado-Sauce

Gemüse-Platte mit Kartoffeln, Blumenkohl und Bohnen mit Avocado-Sauce

Eine vegane Gemüse-Platte mit Avocado-Sauce steht bei mir sehr oft auf dem abendlichen Speiseplan, denn mittags gibt es bei mir immer ausschließlich frisches Obst. Während ich mittags das Leichte, Rohe und Süße oder Süß-Saure schätze, freue ich mich am Abend auf etwas Herzhaftes und Gemüsiges. Hier mein Rezept für Sie (Zutatenmenge für 1 Person – die Menge im Bild oben ist für eine Person -, wenn Sie also zu zweit sind, so verdoppeln Sie einfach die Menge).

Sie brauchen folgende Zutaten (für 1 Person):

  • 5 mittelgroße Kartoffeln oder 2 bis 3 große Kartoffeln (je nachdem, ob Sie gerne die Kartoffeln zerdrücken oder lieber in Stücken essen, sollten es eher mehlige Kartoffeln oder festkochende sein).
  • Gemüse nach Wahl und Verfügbarkeit (feine bzw. junge Bohnen, Broccoli, Blumenkohl, Zucchini oder Karotten).
  • 1 gehäuter Teelöffel Goldwürze Biosuppe nach den 5 Elementen dazu (Beschreibung Goldwürze am Ende des Rezeptes)
  • Gutes Wasser zum Kochen des Gemüses (ich verwende nur gefilteres Wasser – mit der Filteranlage der Firma H.Preiss (www.hpreiss.de) – mehr dazu in unserem Wasserbercht „Trinkwasser – Lebensstoff oder Schadstoff“, S. 28, unseres Kultur-Magazins Schloss Rudolfshausen, Ausgabe II/2017)
  • 1 reife mittelgroße bis große Avocado (Sie erkennen die Reife der Avocado daran, dass Sie sie mit den Fingern leicht eindrücken können – keinesfalls eine harte Avocado nehmen, die beim Druck nicht nachgibt, denn diese kann leicht bitter sein).
  • Einen kräftigen Spritzer Tamari-Sauce (Ich verwende hier eine Tamari-Sauce, die man nicht im Geschäft bzw. Biomarkt kaufen kann, ein rohes Tamari mit dem Namen „Bragg Liquid Aminos (die 473 ml Flasche kostet 10,95 €), die ich bei Veggie’s Delight (die Kontaktdaten finden Sie am Ende dieser Empfehlung) bestelle.
  • Etwas geriebene Muskatnuss (empfiehlt sich nur bei Blumenkohl).

Zubereitung:

Kartoffeln sauber waschen und in größere Stücke schneiden (die Schale dranlassen) – sie zuunterst in den Topf geben. Dann das Gemüse draufgeben (ganz oder in kleinen Stückchen bzw. in Röschen.

Alles Gemüse im Topf nun für ca. 15 Min. kochen (anfangs auf höchster Stufe zum Kochen bringen, dann Herd herunter schalten und das Gemüse nur noch leicht köcheln lassen. Nach 15 Min. mit einer Gabel oder einem Küchenmesser kurz in das Gemüse hineinstechen, ob es durch ist. Das Gemüse soll nicht zerfallen, aber auch nicht zu hart sein, es soll nach Möglichkeit noch Biss haben.

Danach den Topf vom Herd nehmen, Herd ausschalten und das Gemüse etwas auskühlen lassen. Wenn es schnell gehen soll, Deckel vom Topf nehmen, wenn nicht, Deckel drauf lassen.

Anschließend ein Mixgerät nehmen (ich verwende den Vitamix, der in meiner Küche sehr viel Verwendung findet), die Avocado zur Hälfte durchschneiden und dann mit einem Esslöffel das Fruchtfleisch herausheben und in den Mixer geben (die Schale kommt in den Bio-Kompost), dann etwas von der Brühe aus dem Gemüsetopf dazugießen – in etwa 1-2 Tasse(n) -, einen Spritzer Tamari-Sauce sowie ggf. die Muskatnuss dazugeben. Alles zusammen kräftig für ca. 1 Minute mixen, damit es schön cremig wird.

Sodann die restliche Brühe aus dem Gemüsetopf in ein hitzebeständiges Gefäß, z.B. eine Saucière abgießen. Die Suppe kann vor dem Essen der veganen Gemüseplatte getrunken oder wie eine Suppe gelöffelt werden.

Nun das Gemüse vorsichtig auf einen Teller oder eine Platte herausheben, schön bzw. dekorativ ordnen und die Avocado-Sauce darüber gießen. Die Schale der Kartoffeln kann entweder dran bleiben (wenn sie zart ist) oder, vor dem Übergießen mit der Sauce, entfernt werden (wenn sie zu hart ist).

Ich wünsche Ihnen einen guten Appetit!

Frisches Gemüse im Topf mit Goldwürze-Biosuppe nach den 5 Elementen, meiner Favoriten-Würze – etwas Wasser dazu und los kann‘s gehen mit dem Kochen!

Warum ich „Goldwürze-Biosuppe nach den 5 Elementen“ in meiner Küche verwende:

Das Würzmittel „Goldwürze“ schließt sich an meine Wasserphilosophie an, d.h. ich möchte nur das Beste vom Besten verwenden – wie dies auch bei meinem Gemüse der Fall ist, das aus Bio- oder Permakultur-Landwirtschaft stammt. Auf der Suche nach dem besten und rundum gesundesten Würzmittel bin ich vor einigen Jahren auf die „Goldwürze“ gestoßen, die in Österreich produziert wird.

Annemarie Speckbacher, die die Goldwürze in Handarbeit herstellt, sagt dazu:

„Im Einklang der Schöpferkraft und zum richtigen Zeitpunkt produzieren wir die Rohkost-Bio-Suppen nach den 5 Elementen aus frischem Gemüse, ohne Zusatzstoffe, sowie Rohkost- Bio Gewürzmischungen aus luftgetrockneten Kräutern. Die Suppen sind nicht nur ein Lebensmittel, sondern sorgen auch für innere Balance, Ausgeglichenheit und Harmonie.“

Ein Glas „Goldwürze“ kostet 21,90€. Sie können sie auch direkt hier in unserem Shop bestellen.

 

Goldwürze – bio-vegan-roh
Annemarie Speckbacher
Herzsee 11 b
A-6071 Aldrans
Tel. +043 699 155 77 700
www.goldwuerze.at
info@goldwuerze.at

 

 

Kontaktadresse zum Kauf von Tamari-Sauce:

 

Veggie`s Delight
Frank Heidel
Erkrather Str. 64
D-40233 Düsseldorf
www.veggiesdelight.de
info@veggiesdelight.de

 

Hinweis: „Bragg flüssig Aminosäuren“ ist ein flüssiges Sojaproteinkonzentrat, das nicht nur ein vielfältiges Würzmittel, sondern auch eine hervorragende Quelle von pflanzlichem Eiweiß ist. Flüssige Aminosäuren sind mit 16 Aminosäuren gefüllt und enthalten keine Chemikalien, künstlichen Farbstoffe, Alkohol, Konservierungsstoffe, Gluten und sind GVO-frei.

Schöne Zähne mit ganzheitlicher Kieferorthopädie

Schöne Zähne mit ganzheitlicher Kieferorthopädie

Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Schöne Zähne mit ganzheitlicher Kieferorthopädie mit Dr. Frederike Schleußinger

 

Mutter Natur gab mir starke und gesunde Zähne mit, jedoch waren sie für meinen schmalen Kopf etwas zu groß mit der Folge, dass sie in meiner späteren Kindheit krumm und teilweise übereinander wuchsen. So war ich bereits als Jugendliche in kieferorthopädischer Behandlung, um zu dem zu gelangen, was man „schöne, gerade Zähne“ nennt.

Nach einigen Jahren war ich die Behandlung leid und, da meine Zähne sehr schön und geordnet aussahen, habe ich meine Besuche beim Kieferorthopäden gegen seinen Willen eingestellt. Nach einigen Jahren sahen meine Zähne fast genauso wieder aus wie vorher: krumm und schief. Ich schämte mich dafür und habe beim Lachen den Mund zugekniffen. Irgendwann entschloss ich mich, etwas dagegen zu tun.

Ich machte mich, da ich nicht mehr in München wohnte, auf die Suche nach einer neue Kieferorthopädin, denn dieses Mal wollte ich lieber zu einer Frau gehen, am liebsten zu einer, die den Faktor Ganzheitlichkeit bei ihrer Behandlung sowie alternative Behandlungsmethoden berücksichtigt. Bei meiner Suche stieß ich auf Dr. Friederike Schleußinger, Fachärztin für Kieferorthopädie, in Peiting (bei Schongau), und meldete mich bei ihr an.

Dr. Friederike Schleußinger behandelt in ihrer Praxis Kinder, Jugendliche und Erwachsene, denn krumme Zähne können auch bei Menschen über 20 oder 30 Jahren noch in eine geordnete Form kommen, nur dauert es vielleicht etwas länger. Dr. Friederike Schleußiger und ihr freundliches, einfühlsames Team vermitteln eine angenehme Behandlungsatmosphäre. Ich fühlte mich dort vom ersten Besuch an rundum wohl. Besonders gut fand ich, dass Frau Dr. Schleußinger einen ganzheitlichen Behandlungsplan anbot, primär mit dem Bionator nach Prof. Balters, der herausnehmbar im Mund sitzt und nicht wie eine feste Zahnspange dem Körper seinen „Willen“ aufzwingt. So kann die Körperhaltung schonend verbessert werden und der Lymphfluss bleibt erhalten. Die Materialien sind biologisch verträglich und das digitale Röntgen ist strahlungsarm, zudem werden auch Allergien und osteopathische Aspekte berücksichtigt. All diese Punkte waren für mich entscheidend.

Innerhalb eines Jahres, in dem ich meine Spangen sehr intensiv getragen habe – Tag und Nacht -, wurden meine Zähne zusehends gerader bis sie gleichmäßig in Reih und Glied standen. Seitdem kann ich wieder unbeschwert lachen und habe ein gutes Gefühl dabei.

 

Dr. Friederike Schleußinger
Fachzahnärztin für Kieferorthopädie
Bachstraße 2
D-86971 Peiting
Telefon: 08861/677 81
E-Mail: info@kfo-peiting.de
http://www.kfo-peiting.de/

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

Menschen führen – Leben wecken von Pater Anselm Grün

Menschen führen – Leben wecken von Pater Anselm Grün

von Helene Walterskirchen:

„Menschen führen – Leben wecken“
von Pater Anselm Grün

 

Wer glaubt, in diesem Buch effiziente Führungsmethoden oder gar einen „Machiavelli für Führungsleute“ zu erhalten, mit denen jemand seine Machtposition im Unternehmen mittels raffinierter Methoden und ohne ethische Grundlagen erreichen oder vergrößern kann, ist auf dem Irrweg.

Der Autor ist a) seit seinem 19. Lebensjahr Benediktinermönch, b) war 36 Jahre lang (bis 2013) Cellerar (wirtschaftlicher Leiter) der Benediktinerabtei Münsterschwarzach und als solcher erfolgreich. Somit ist Pater Anselm Grün durch und durch Benediktiner, dessen Leben und Wirken, insbesondere im Managementbereich seiner Abtei (seine Position steht direkt nach dem Abt) auf den benediktinischen Regeln und Führungsregeln aufgebaut ist. Darum geht es in diesem Buch: um ethische Grundlagen bei der Führung von Menschen und Unternehmen gemäß den Prinzipien und Regeln, die der Ordensgründer Benedikt von Nursia (geb. 480, gest. 547 n.Chr.) festgelegt hat.

Der Autor maßt sich nicht an, sich als Führungspersönlichkeit der weltlichen Welt darzustellen, sondern betont immer wieder im Buch, welche Führungsregeln Benedikt von Nursia für den Cellerar (und auch teilweise für den Abt) festgelegt hat. Regeln, die für ihn als Cellerar und Teamchef in einem Benediktinerkloster und Benediktiner-Wirtschaftsbetrieb maßgeblich waren.

In der benediktinischen Führungsethik geht es primär um Werte und Tugenden, die derjenige (diejenige), der (die) leitet, haben sollte. Dabei geht es dem Autor nicht darum, dass die Führungspersönlichkeit von anderen, also Mitarbeitern Werte/Tugenden erwartet, sondern dass er/sie selbst bei sich überprüfen sollte, ob die genannten Werte/Tugenden bei ihm/ihr vorhanden sind. Deshalb geht er im ersten Teil auf die Eigenschaften des Verantwortlichen ein, wie z.B. Erfahren sein, Bescheidenheit, Demut, Gerecht sein, klar entscheiden usw.

Im zweiten Teil geht es um die Art und Weise des Führens, gemessen am Menschenbild Benedikts. Darin sind Bereiche aufgeführt wie „An den ‚guten Kern‘ im Menschen glauben, nicht betrüben oder nicht verachten“.

Im dritten Teil geht es um die Leitung als Dienst gemäß der Regel des Hl. Benedikt: „Er gebe acht auf seine Seele und denke stets an das Apostelwort: Wer seinen Dienst gut versieht, erlangt einen hohen Rang.“

Im vierten Teil geht es um den Umgang mit den Dingen, primär um den Bereich „Geld“. Darunter fallen Bereiche wie Ehrfurcht vor dem Besitz, spiritueller Umgang mit dem Geld usw.

Im fünften Teil geht es um den Umgang mit den Menschen, so wie Benedikt von Nursia es denjenigen anrät, die in seinen Klöstern die Position des Cellerars innehaben. Dazu zählen Werte wie: ein gutes Wort, Wertschätzung, nicht überfordern, mit dem Herzen denken, die Menschen lieben usw.

Im sechsten, ziemlich kurzen Teil geht es um die Sorge für sich selbst, wie beispielsweise Kräfte einteilen, ohne Arbeitssucht, Gleichmut der Seele, Reinheit des Herzens usw.

Im letzten Teil, dem siebten, geht es um das Ziel des Führens im Sinne einer spirituellen Unternehmenskultur, z.B. die Schaffung eines Arbeitsklimas, in dem sich die Mitarbeiter entfalten und wohl fühlen können. Hier gebraucht der Autor den Begriff „das Haus Gottes, in dem Gott für den Mitarbeiter erfahrbar wird“.

Alles in allem: für den Autor besteht die Kunst des Führens darin, dem Leben zu dienen und in den Mitmenschen das Leben hervorzulocken, das Gott ihnen geschenkt hat.

Ein wohltuend einfaches Buch – auf den ersten Blick, denn Pater Anselm Grün verwendet eine einfache, schnörkellose und wissenschaftsfreie Sprache. Auf den zweiten Blick hingegen ist es wie ein Spiegel, in den der Leser schauen darf, um sich der eigenen Führungsethik, ihren Licht- und Schattenseiten, bewusst zu werden.

Das Buch zeigt, dass Menschenführen nicht dem Zeitgeist unterworfen ist und zudem auch heute nicht anders ist als früher, zur Zeit des Hl. Benedikt, denn es geht nicht um immer ausgeklügeltere Methoden, sondern um die ethischen Grundlagen und diese waren und sind heute letztlich dieselben.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Vier Türme Verlag, Münsterschwarzach

12., überarbeitete Auflage 2015
Hardcover, 141 Seiten
ISBN 978-3-87868-132-8
VK 17,99 €

Der Shell Autoatlas 2018/2019

Der Shell Autoatlas 2018/2019

von Alexandra Walterskirchen:
Der Shell Autoatlas 2018/2019


Für Menschen, die das Entdecken der Welt ohne Navigationsgerät bevorzugen, ist der Shell Autoatlas die beste Wahl! Anstatt sich von einer anonymen Computerstimme durch die Landschaft lotsen zu lassen und schnell im Gewirr der Straßen die Orientierung zu verlieren, so dass man gar nicht mehr weiß, wo man sich eigentlich befindet, bietet der „gute alte“ Autoatlas nicht nur die Möglichkeit, den Überblick aus der Vogelperspektive zu bewahren, sondern auch die Umgebung zu erforschen. So entdeckt man mittels der vielen farbigen Symbole im Atlas z.B. ein Naturschutzgebiet, eine Burg, eine Sehenswürdigkeit, eine Abkürzung oder eine Wegbesonderheit, die man sonst gar nicht wahrgenommen hätte. Fahren mit dem Shell-Autoatlas macht Spaß und lehrt die Kunst des Kartenlesens! Das Gefühl, es auch ohne Navigationsgerät geschafft zu haben und sicher ans Ziel gekommen zu sein, entspricht einer Mischung aus Freiheit und Unabhängigkeit! Der Shell-Autoatlas wird Ihnen als Autofahrer dabei helfen, wieder eigene Entscheidungen zu treffen und das Abenteuer des Reisens zu genießen. Zusätzlich wird er Ihnen bei jedem technischen Ausfall des Navigationssystems ein hilfreicher Lotse sein. Kurzum: Ein unentbehrlicher Begleiter im Auto!

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Gebundene Ausgabe: 1240 Seiten
Verlag: MAIRDUMONT (31. Juli 2017)
ISBN: 9783826460517
VK-Preis: € 29,50

Gabel statt Skalpell von Lee Fulkerson

Gabel statt Skalpell von Lee Fulkerson

von Alexandra Walterskirchen:
Gabel statt Skalpell
von Lee Fulkerson

 

„Dieser Film kann Ihr Leben retten!“ steht auf dem Cover geschrieben – und das ist nicht gelogen! Denn wissenschaftliche Studien belegen: Unsere Nahrung kann uns gesund oder krank machen! Wir selbst entscheiden mit Messer und Gabel über unseren Gesundheitszustand!

Der 2012 erschienene Film „Gabel statt Skalpell“ gehört zu meinen Lieblingsfilmen zum Thema Gesundheit, Ernährung und die Gefahren des Verzehrs von tierischen Nahrungsmitteln, den ich schon vielen Bekannten und Freunden empfohlen, und damit so manchen zum Nachdenken oder sogar Verändern gebracht habe.

Im Film kommen bekannte Vertreter einer pflanzlichen Ernährung zu Wort, wie Dr. Caldwell B. Esselstyn oder Prof. Dr. T. Colin Campbell, der in den 1970 und 1980er Jahren die sogenannte „China Study“ durchgeführt hat – eine der größten und umfassendsten Studien zu diesem Thema -, die einen unmittelbareren Zusammenhang zwischen dem Verzehr von tierischen Produkten und dem Auftreten von Krankheiten wie Krebs, Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Autoimmunerkrankungen wie Multipler Sklerose und Rheuma beim Menschen nachweisen konnte.

Dieser Film zeigt, was jeder einzelne von uns tun kann, um sich selbst gesund zu erhalten oder wieder gesund zu machen, indem er ganz einfach seine Ernährung verändert und das Wunder der „Heilung“ durch den Verzicht auf tierische Nahrungsmittel erlebt. Der Film ist ein Plädoyer für eine pflanzliche Ernährung, nicht nur der Umwelt und den Tieren, sondern primär uns selbst und unserem Körper zu Liebe, denn wer möchte nicht ein möglichst langes, gesundes und schmerzfreies Leben ohne Diabetes, Krebs, Herzerkrankungen usw. führen?

 

Diese DVD können Sie bei Osiander hier versandkostenfrei bestellen.

 

Polyband

VK-Preis: 15,99 €
Erstmals erschienen: 2012

92 min.

 

 

 

 

Entspannen bei einer Schafwollmassage

Entspannen bei einer Schafwollmassage

Meine Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Entspannen bei einer Schafwollmassage

Die Autorin in ihrem Lieblings-Biohotel Theiner’s Garten in Gargazon auf der Terrasse

Seit mehreren Jahren verbringe ich gerne meinen Urlaub in dem 4-Sterne-Superior-Biohotel bzw. Biorefugium Theiner’s Garten in dem Südtiroler Ort Gargazon (zwischen Bozen und Meran). Es ist eines der wenigen Hotels, die auf den Zimmern W-LAN-frei sind und essenmäßig auf die außergewöhnlichsten Ernährungsstile eingehen (was bei mir als Veganerin und Rohköstlerin der Fall ist).

Zudem haben Sie eine schöne Wellness-und Beauty-Abteilung, die von Nadja und Daniel umsichtig und aufmerksam geleitet wird, in der die verschiedensten Behandlungen, Bäder, Peelings, Packungen und Massagen angeboten werden. Ich habe die Anwendungen oft genossen und mich rundum verwöhnen lassen.

Eine der „Massagen“ nennt sich „Schafwollmassage“ und ist, genaugenommen, keine übliche Massage, die man von einem Masseur/einer Masseurin bekommt. Auch der ebenso verwendete Ausdruck „Schafwollbad“ entspricht nicht einem wirklichen Bad, in dem man in einer Badewanne liegt, vielmehr ist es ein „Trockenbad“ in einem Schafwollvlies (= die zusammenhängende Fellwolle des Schafs).

Ich berichte nachfolgend kurz aus meiner eigenen Erfahrung mit der „Schafwollmassage“ bzw. dem „Schafwollbad“:
Die unbehandelte, naturweiße Wolle bzw. das Schurwoll-Vlies stammt von der Ultner Wollmanufaktur „Bergauf“ und ihren biologisch gehaltenen Schafen aus der Nähe. Die Massage fand im holzverkleideten Entspannungsraum statt, wo im Heubett das Schafwoll-Vlies auf mich wartete. Ich wurde von Nadja, der freundlichen Masseuse, in Wolle „gebettet“. Es war ein Gefühl wie auf Wolken zu schweben. Durch die warme, natürliche Wolle wurde mir schnell warm und ich fühlte mich geborgen und behütet. In die Schafwolle waren Alpenkräuter eingestreut, die durch ihren Duft zusätzlich entspannten. Nadja massierte mich sanft mit Wollbauschen und ich genoss die feinen Berührungen, die meine Meridiane stimulierten und meinen Energiefluss harmonisierten.

Wolle hat für mich etwas Ursprüngliches, Natürliches, das mich zurück zu meinen Wurzeln in der Natur führt. Die Schafe haben ihr Wollkleid auf der Weide in den Bergen getragen, bei Sonne, Wind und Wetter – das ist in der Wolle abgespeichert, die nun meinen Körper berührte. Das in der Wolle enthaltene Lanolin verwöhnte meine trockene Haut, machte sie geschmeidig und umgab sie mit einer feinen Schutzschicht, dem Wollwachs. Der letzte Teil der Behandlung bestand aus einer Zeit des Nachruhens, wo ich für mich alleine war und die Stille genoss. Ich fühlte mich wohl und glitt hinab in eine tiefe Entspannung. Die Wolle umschmeichelte meinen Körper. Erholt und erfüllt mit neuer Energie wurde ich nach einer Weile von Nadja sanft zurück in das Hier und Heute geholt.

Ein kleines Überraschungs-Geschenk gab es zum Abschluss: Ich konnte das Wollvlies mit nach Hause nehmen, was mich sehr freute. Unsere Spinnerin hat es versponnen und unsere Strickerin hat daraus einen schönen Poncho gezaubert. So war die Schafwollmassage doppelt wertvoll.

Die Schafwollmassage können Sie im Bio Hotel Theiner’s Garten buchen:
Dauer: ca. 50 min
Preis: 115,- Euro

Theiner’s Garten – das Biorefugium
Andreas-Hofer-Str. 1
I-39010 Gargazon bei Meran
Tel. +39-0473 489880
www.theinersgarten.it
info@theinersgarten.it

Ruhen und entspannen im Wollbett

Der natürliche Weg zu Heilung und Gesundheit von Dr. Karl J. Probst

Der natürliche Weg zu Heilung und Gesundheit von Dr. Karl J. Probst

von Alexandra Walterskirchen:
„Der natürliche Weg zu Heilung und Gesundheit“
von Dr. med. habil. Dr. rer. nat. Karl J. Probst

 

 

Dieses Buch ist die Fortsetzung von „Warum nur die Natur uns heilen kann“.

Im ersten Kapitelblock geht Dr. Probst auf das richtige bzw. falsche Körpermilieu als Ursache von Gesundheit und Krankheit ein sowie das Säure- und Elektron-Problem. Er stellt die positive Heilwirkung von Natriumbikarbonat bzw. Natron dar, mit dem man ideal entsäuern kann, was schon unseren Großeltern bekannt war, heute jedoch leider in Vergessenheit geraten ist. Zudem erklärt Dr. Probst den Ablauf und die Wirkungsweise der Schwefelkur, was in seinem letzten Buch ein wenig zu kurz gekommen ist. Hier sind nun wichtige Informationen enthalten, wie die Kur genau funktioniert und wie therapeutisch heilsam sie ist. Das finde ich besonders wertvoll und wichtig.

Im zweiten Kapitelblock geht Dr. Probst auf die Entstehung und Objektivierung von Krankheit ein. Er erläutert die Thematik des so genannten Vitamin-B12-Mangels bei Veganern, geht auf das Leaky-gut-Syndrom ein, sowie auf angebliche „Normwerte“ im Blutbild und die vermeintlich „normale“ Gewichtszunahme im Alter. Dr. Probst entlarvt gekonnt die Unwahrheiten der konventionellen Medizin, sei es im Bereich der Allergien, des vorzeitigen Alterns, oder bei Krebs und Autoimmunkrankheiten, usw. Er schreibt auf S. 73: „In den allermeisten Fällen könnte es so einfach sein, der unerbittlichen Krankheitsspirale zu entfliehen und sich dabei auch noch besser zu fühlen.“

Ja, es wäre so einfach, wenn nicht die Gesundheitsindustrie oder sollte man besser sagen, die Krankheitsindustrie, ein Interesse daran hat, dass der Mensch gar nicht gesund wird. Der Dichter Eugen Roth, den Dr. Probst mehrmals in seinem Buch zitiert, schreibt so treffend:

„Was bringt den Doktor um sein Brot?
a) Die Gesundheit, b) der Tod.
Drum hält der Arzt, auf daß er lebe,
uns zwischen beiden in der Schwebe.“

Im dritten Kapitelblock behandelt Dr. Probst das Thema Vitamin D und die gesundheitsfördernden Wirkungen des Sonnenlichts, wenn es nicht im Übermaß genossen wird. Er führt zahlreiche Studien auf, die belegen, wie Vitamin D gegen verschiedene Krankheiten eingesetzt werden kann.

Der vierte Kapitelblock ist der gesunden Schwangerschaft und natürlichen Geburt sowie dem Stillen gewidmet. Langes Stillen ist nicht nur, wie Studien ergaben, eine ideale Vorbeugung gegen spätere psychische Krankheiten, sondern führt auch zu einer stabilen Darmgesundheit. Dr. Probst zeigt die gesundheitlichen Gefahren von Kuhmilch auf, die jedem Veganer bekannt sein sollten. Daneben kommt auch der Sektor „Mutter-Kind-Liebe“ nicht zu kurz, denn ohne Liebe kann ein Säugling sich nicht natürlich entwickeln, wachsen und Werte des Mitgefühls und des Friedens aufbauen.

Im fünften Kapitelblock gibt Dr. Probst Ratschläge für eine gesunde Ernährung und erläutert die geistigen Aspekte, die hinter der Kultur des Essens stehen. Er führt die bereits im letzten Buch teilweise genannten Vorteile einer überwiegend rohköstlichen Ernährung auf und was der Leser tun muss, um seinen Körper gesund zu erhalten.

Der sechste Kapitelblock ist einer gesunden Lebensführung gewidmet, u.a. der Wichtigkeit des Vormitternachtsschlafs, denn „Morgenstund‘ hat Gold im Mund“. Dr. Probst zeigt die große Bedeutung der Meditation, die sich – wie Studien belegt haben – positiv auf Körper, Seele und Gesundheit auswirkt. Er warnt vor der negativen Stimulation durch Fernsehen und den Elektrosmog durch Handys und Co., der Krebs auslösen kann.

Im siebten Kapitelblock weist Dr. Probst auf Sport als ultimatives Mittel zur Verbesserung der Gesundheit hin, zeigt die positiven gesundheitlichen Auswirkungen anhand von Studien und gibt Tipps für die tägliche Sport-Praxis. Denn wer rastet, der rostet bekanntlich!

Im achten Kapitelblock beschäftigt sich Dr. Probst mit Cholesterin und den Unwahrheiten, die darüber verbreitet sind. Der neunte und zehnte Kapitelblock sind Jod und Algen gewidmet, die über zahlreiche positive Auswirkungen auf die Gesundheit verfügen.

Das Buch ist voll geballtem Wissen über die Ursache von Krankheit und Gesundheit des Menschen. Wie immer fällt die gründliche Recherche des Autors mit zahlreichen Quellenangaben positiv auf. Dr. Probst versteht es, Wissen fundiert und in einem flüssigen, gut verständlichen Schreibstil zu vermitteln. Der Leser erhält zahlreiche Anregungen, was er tun kann, um sein Leben zu verändern und wieder gesund zu werden. Es wirft zudem einen nachdenklichen Blick auf die „Krankheits-Industrie“ in unserer heutigen Gesellschaft. Ein Buch, das es sich lohnt, zu lesen!

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

erschienen im Telomit-Verlag 2017
Hardcover, ca. 267 Seiten
zahlreiche farbige Abbildungen
ISBN-Nr. 978-3-9817912-1-1
VK-Preis: 29,95 €

Bärlauch-Tinktur mit Bio-Alkohol selbst herstellen

Bärlauch-Tinktur mit Bio-Alkohol selbst herstellen

Meine Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Bärlauch-Tinktur mit Bio-Alkohol selbst herstellen

 

Alexandra Walterskirchen beim Bärlauch-Pflücken am Ammersee

 

Der Bärlauch ist eine der ersten Frühjahrspflanzen, die uns ab Anfang März mit ihrem satten Grün erfreuen. Es ist jedoch nicht nur die Farbe des Bärlauchs, die uns wohltut, sondern vor allen Dingen seine Heilwirkung: er wirkt blutreinigend, durchblutungsfördernd, verdauungsanregend und hilft bei der Ausleitung von giftigen Schwermetallen wie Amalgam. Der Bärlauch hat seinen Namen übrigens von den Bären, die nach dem Winterschlaf viel Bärlauch fressen, um wieder zu neuer Vitalität zu kommen.

Auch viele Menschen lieben Bärlauch und machen sich ab Ende des Winters/Beginn des Frühjahrs in der freien Natur auf die Suche nach dem heilsamen Kraut mit dem kräftigen Lauchgeschmack. Man kann zwar auch Bärlauch in heimischen Gärten anpflanzen und pflücken, aber wenn man beispielsweise größere Mengen benötigt wie für Pesto oder Tinkturen, empfiehlt es sich, diesen in der freien Natur zu sammeln. Man darf jedoch an solchen Stellen laut Naturschutzgesetz nur begrenzt für private Zwecke sammeln und keinesfalls unbegrenzt und gewerblich.

Bärlauch-Tinktur kann man leicht selbst herstellen. Wichtig dabei ist, dass man Bio-Alkohol zum Ansetzen der Tinktur verwendet, denn ein konventioneller Alkohol enthält alle möglichen chemischen Zusatzstoffe, die gerade bei einem Heilmittel vermieden werden sollten. Die meisten im Handel angebotenen Tinkturen bestehen leider aus konventionellem Alkohol, weswegen wir uns vor einigen Jahren entschieden haben, unsere Bärlauch-Tinktur mit Bio-Alkohol selbst herzustellen. Das ist nicht nur wesentlich preisgünstiger, sondern man weiß auch genau, was in der Tinktur enthalten ist.

Wir verwenden für unsere Tinktur den Alkohol bzw. Schnaps der Hofbrennerei vom „Bio-Bergerhof“ aus Gargazon (Südtirol), der aus Äpfeln nach Demeter-Anbau stammt, die unter anderem zu hochwertigen Destillaten gebrannt werden. Der „Bio-Bergerhof“ gehört zum 4-Sterne-Superior-Bio-Hotel „Theiner’s Garten“, in dem wir seit Jahren immer wieder gerne unseren Urlaub verbringen (über das Theiner’s haben wir auch in unserem Bericht über die „Schafwollmassage“ berichtet).

Nachfolgend unser Bärlauch-Tinktur-Rezept:

Sammeln Sie im Frühjahr (März bis Mai noch vor der Blüte des Bärlauchs) frische Bärlauchblätter in der unberührten Natur, wo keine Hunde ausgeführt werden, idealerweise im Naturschutzgebiet oder eigenen Garten. Wenn Sie Bärlauch nicht sicher erkennen und von seinen giftigen Doppelgängern wie Aronstab und Maiglöckchen unterscheiden können, dann kaufen Sie im Bio-Markt frische Bärlauchblätter oder bitten einen kundigen Wildkräutersammler Bärlauch für Sie zu sammeln. Das bietet z.B. Frank Heidl von Veggiesdelight an. Gerade bei Großmengen ist dies wesentlich günstiger, als im Biomarkt kleine Bärlauchbündel zu kaufen.

1. Die frischen Bärlauchblätter klein schneiden und in ein weithalsiges Schraubglas, Weckglas oder Drahtbügelglas füllen. Wir verwenden dazu Weckgläser oder Drahtbügelgläser mit einem Bisphenol A-freien Deckel bzw. einem Gummiring aus Naturkautschuk.

2. Mit ca. 40 bis 45 % Bio-Alkohol auffüllen, die Gläser verschließen und sie drei bis vier Wochen in einem warmen Raum stellen, damit der Inhalt ziehen kann (die Gläser nicht in die pralle Sonne stellen!). Die Gläser ab und zu ein wenig schütteln. Nach spätestens vier Wochen die Gläser öffnen und den Bärlauch abseihern, so dass eine klare Tinktur übrig bleibt. Den Bärlauchtrester in den Kompost geben. Die Tinktur in eine oder mehrere dunkle Flaschen füllen, idealerweise Miron-Violettglas oder Braunglas, und kühl lagern (am besten im Natursteinkeller).

Hinweis: Die Tinktur wird tropfenweise eingenommen, vorzugsweise in einem Glas Wasser.

 

Bärlauch beim „Reifen“ in unserem Hauswirtschaftsraum (dahinter Wein beim Gärprozess)

 

Den Bio-Alkohol können Sie direkt beim Bio-Hotel Theiner’s Garten beziehen:

theiner’s garten – Das Biorefugium
Andreas-Hofer-Straße 1
I-39010 Gargazon bei Meran
Tel. +39 0473 490 880
info@theinersgarten.it
www.theinersgarten.it

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

Sayeda – Frauen in Ägypten von Amélie Losier

Sayeda – Frauen in Ägypten von Amélie Losier

Buch-Rezension und –Empfehlung von Helene Walterskirchen:
„Sayeda – Frauen in Ägypten – Women in Egypt – Femmes d’Egypte“
von Amélie Losier

 


Als Autorin und Ägyptenkennerin (aus mehreren Jahren Charity-Arbeit in Südägypten und direktem Kontakt mit Männern und Frauen sowie Familien) konnte ich in den letzten Monaten immer wieder über die schlimme Lage der Frauen in Ägypten in Büchern lesen, in Dokumentarfilmen sehen oder hören. Es war die Rede von sexuellen Attacken oder sogar Übergriffen sowie von Gewalt gegenüber Frauen. Immer wieder wurden die Frauen als Opfer dargestellt, die Männer hingegen als die Täter. Die „armen Frauen“; die „bösen Männer“ – Klischees über Klischees.

Das Buch von Amélie Losier bewegt sich leider genau in diesem Fahrwasser, auch wenn darin sehr ausdrucksstarke Bilder von Frauen sind, die allein schon anzuschauen die Vielfältigkeit der arabischen Frauenwelt ausdrückt – von traditionell, städtisch, urban, ländlich, bis modern. Doch welche Seele, welche Gesinnung, welcher Spirit verbirgt sich wirklich hinter jeder Frau? Das kommt durch die Bilder nicht wirklich zum Vorschein, auch nicht durch die sehr kurzen schriftlichen Porträts.

Was nach dem Lesen oder besser Anschauen bzw. Auf-sich-wirken-lassen des Buches und der darin dargestellten Frauen auffällt ist, dass, obwohl allseits bekannt ist, wie unflätig und gemein sich die ägyptischen Männer gegenüber Frauen verhalten, indem sie sie schlagen, betrügen und vergewaltigen, sie erniedrigen und demütigen, sich die meisten Frauen im Buch darüber äußern, dass die Ehe, die Sexualität und das Ausleben ihrer sexuellen Gelüste für sie das Wichtigste ist. Dafür sind sie sogar bereit, ihre Freiheit und Würde als Frau aufs Spiel zu setzen, denn dass sie vermutlich einen bösen, faulen und gewalttätigen Mann bekommen werden, ist zu erwarten. Die Frauen rennen also wie Schafe in die Falle des Schlächters, und beklagen sich dann, wenn sie beim Schlächter sind, wie schlimm dieser ist und welch „armes Opfer“ sie doch sind.

Die meisten der dargestellten Frauen haben Kinder, auch Söhne. Hier kann man sich die Frage stellen: wie erziehen diese Frauen ihre Söhne? Machen sie aus ihnen die nächsten patriarchalischen Machos? Oder erziehen sie sie zu jungen Männern, die achtungsvoll, rücksichtsvoll und gerecht mit Frauen umgehen, für die die Würde und Freiheit der Frauen selbstverständlich ist? Im Buch Sayeda werden aber schon die kleinen Jungs als ganz Schlimme dargestellt, die ihren Vätern in keinster Weise bei der Erniedrigung der Frauen nachstehen.

Das Buch von Amélie Losier versucht Mitgefühl, ja sogar Mitleid für die „armen“ ägyptischen Frauen zu erwecken und wer die ägyptische bzw. arabisch Welt nicht kennt, wird dieses auch empfinden, wenn er das Buch anschaut oder liest.

Wer jedoch genau hinschaut, wird erkennen, dass die wirklichen Strömungen, die sich in diesem Konflikt zwischen „Frauen“ und „Männern“ gegenüberstehen, gesellschaftlicher bzw. religiöser Natur sind: Die einen polaren Kräfte wollen das, was ist und war, nicht verändern; die anderen wollen das was war, aufbrechen und verändern, modernisieren, dem neuen Zeitgeist anpassen. Beide Gruppen befinden sich in einem Kampf um die Vormachtstellung.

Das, was den ägyptischen Frauen fehlt, sind starke, selbstbewusste, weise und neutrale Frauen, die nicht kämpfen, sondern die weibliche Stärke und Autorität ausdrücken und repräsentieren. Frauen, die in einen Raum voller Männer treten mit einer Kraft und Ausstrahlung, dass jede aufgeblasene Männlichkeit in sich zusammenbricht. Frauen, die nicht abhängig sind von dem Drang nach Heirat oder Sexualität, wofür sie bereit sind, sich in die Sklaverei eines Mannes zu begeben.

Das Buch Sayeda von Amélie Losier erscheint mir wie eine Suche der ägyptischen Frauen nach einer eigenen, fraulichen Identität – einer Identität, in der sie nicht gegen die Männerwelt kämpfen und sich aufreiben müssen, sondern in der sie dahin gelangen, ihre verlorene weibliche Würde und ihren Selbstwert wiederzufinden.

Es ist immer einfach Schuldige zu suchen für die eigene Minderwertigkeit und verlorene Würde – in diesem Fall sind es die Männer. Aber bekanntlich sind immer zwei an einer Sache Schuld: die Frauen, die ihre Würde für Ehe und sexuelle Bedürfnisse „verkauft“ haben und die Männer, die sich die Würde und den Selbstwert ihrer Frauen, denn diese haben sie erobert, wie eine Trophäe umhängen und nicht mehr hergeben wollen.

So gesehen: ein Buch, das zum Nachdenken anregt und die Würde sowie den Selbstwert der Frauen ins Bewusstsein bringt, den Frauen auf der ganzen Welt sehr oft „opfern“ für ein wenig Vergnügen oder eine Ehe/Beziehung, in der sie die Rolle des „Frauchens“ an der Seite ihres Mannes/Geliebten spielen.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Erschienen 2017
288 Seiten
3-sprachig: deutsch, englisch, französisch
ISBN 978-3-03850-037-7
CHF 39.80
EUR 36.00


www.nimbusbooks.ch
verlag@nimbusbooks.ch

Gleichgewichtstraining mit dem Sensoboard

Gleichgewichtstraining mit dem Sensoboard

Produkt-Empfehlung von Helene Walterskirchen:
Gleichgewichtstraining mit dem Sensoboard

 

Helene Walterskirchen auf dem Sensoboard essential in ihrem häuslichen Fitnessraum

 

Als Kind und Jugendliche war ich eine Sportskanone und liebte es, meinen Körper allen möglichen physischen Herausforderungen auszusetzen, um zu schauen, wie ich am besten damit umgehen kann. Dazu gehörte auch, draußen im Freien oder im Wald auf unebenen Holzbalken oder Stämmen herumzusteigen und zu schauen, ob und wie ich die Balance halten kann. Die Freude am Sport und meine Sportivität habe ich mir – mit Unterbrechungen – ein Leben lang bewahrt, jedoch gab es darunter einige Bereiche, die ich mit dem Älterwerden nicht (mehr) praktizierte. Dazu gehörten das Gleichgewichtstraining und die Balance.

Vor einiger Zeit las ich in einem Gesundheitsmagazin, dass das fehlende Gleichgewicht und die koordinativen Fähigkeiten, damit verbunden auch die nachlassende Muskelkraft, sehr oft im Zuge des Älterwerdens die Ursachen für Stürze sind, insbesondere den berüchtigten Oberschenkelhalsbruch, von dem sich viele nicht mehr erholen. Das ist dann meist das Ende des selbständigen Lebens und der Beginn der Pflegebedürftigkeit.

Da es mir sehr wichtig ist, auch als älterer Mensch leistungsfähig und fit auf allen Ebenen zu sein und zu bleiben, bin ich offen für jede Form von Fitness-Verbesserung bzw. entsprechenden Möglichkeiten. Als mir meine, ebenfalls sportlich aktive, Tochter eines Tages vom Sensoboard berichtete, mit dem man sein Gleichgewicht, seine Balance und die koordinativen Fähigkeiten trainieren kann, war ich zwar grundsätzlich offen dafür, jedoch auch skeptisch. Ich sah darin für mich keinen wirklichen Sinn, denn ich hatte schon ein recht umfassendes Trainingsprogramm, das ich 3 bis 4 x in der Woche absolvierte und glaubte daher, das sei doch wohl genug.

Zu meiner Überraschung kam eines Tages das Sensoboard ins Haus und mit ihm die Motivation seitens meiner Tochter, es doch mal auszuprobieren. Also stellte ich mich darauf – mit der Sprossenwand nebenan, damit ich jederzeit fähig war, mich festzuhalten. Die ersten Minuten waren ein ziemliches Gewackel. Was dann aber ziemlich schnell passierte, kann ich mit kurzen Worten wie folgt beschreiben:

Ich fühlte mich wieder in meine Kindheit und Jugendzeit zurückversetzt wie ich über Baumstämme im Wald balancierte und schaute, wie ich meine Balance halten konnte. Ich empfand einen Riesenspaß dabei mit meinem Körper und meiner Geschicklichkeit zu spielen!

Seitdem gehe ich gerne und regelmäßig auf das Sensoboard – und sei es nur mal zwischendurch für 10 Minuten. Es gibt zwar von der Firma Trainingsanleitungen und –Übungen, jedoch macht es mir viel mehr Freude, selbst zu balancieren, mich gezielt in Disbalance zu bringen und dann zu schauen, wie ich wieder in die Balance komme. Mal bringe ich mich seitlich in Disbalance, mal nach vorne, mal nach hinten und dann balanciere ich mich stets wieder aus. Mal gehe ich in die leichte Hocke wie ein Skispringer, mal mache ich eine Vorwärtsbeuge oder kreise mit dem Bauch wie mit dem Hula-Hoop-Reifen – stets dabei meine Balancefähigkeit austestend und genieße das Gefühl, wenn ich wieder in die Balance komme.

Innerhalb relativ kurzer Zeit habe ich eine ziemliche Sicherheit auf dem Sensoboard aufgebaut und brauche mich nicht mehr an der Sprossenwand festzuhalten, was anfangs immer wieder mal der Fall war.

Es ist wie ein Wunder: Jedes Mal, wenn ich auf dem Sensoboard stehe und mich spielerisch mit dem Gleichgewicht immer wieder ausbalanciere, fühle ich mich als Kind und Jugendliche und empfinde die heitere Freude, die ich damals empfunden habe. Und was gibt es Schöneres und Wichtigeres als eine kindliche Freude zu empfinden und zu erleben und dazu noch etwas für seine Gesundheit und Fitness zu tun!

Sensoboard essential – Preis ab € 299,–

Sensosports GmbH

An der Wann 2
D-63589 Linsengericht
Tel. +49 06051/9773520
www.sensosports.com
info@sensosports.com

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

Rezeptur für unseren „Schloss-Entkalker“

Rezeptur für unseren „Schloss-Entkalker“

Meine Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Rezeptur für unseren „Schloss-Entkalker“

 

Zutaten für unseren „Schloss-Entkalker“

 

Kennen Sie das auch? Die Kaffeemaschine ist verkalkt, ebenso die Waschmaschine, die Fliesen in der Dusche, Töpfe, die Wassersiebe, das Waschbecken, die Armaturen usw. Das ist die Folge von zu hartem und kalkhaltigem Wasser. Haben Sie bisher übliche Kalklöser aus dem Supermarkt verwendet, im Laufe der Jahre viel Geld dafür ausgegeben und sich immer wieder darüber geärgert, dass die Entkalkung trotz allem nicht gut gelungen ist?

Ich möchte Ihnen hiermit eine andere, wesentlich effizientere und günstigere Methode vorstellen, die wir in unserem historischen Schloss Rudolfshausen verwenden: einen selbst hergestellten Entkalker aus natürlicher Zitronensäure, der hochwirksam ist, kraftvoll reinigt und zudem ökologisch vollständig abbaubar ist und somit die Umwelt schont. Wir haben unseren „Schloss-Entkalker“ vor einigen Jahren erfunden und ihn über die Jahre immer weiter verbessert bzw. optimiert.

Die Grundlage unseres „Schloss-Entkalkers“ ist Zitronensäure. Wir kaufen die Zitronensäure im 25kg Vorratspack bei der Firma Kreidezeit (www.kreidezeit.de), eine Menge, die für unseren großen Schloss-Haushalt ca. 6 – 8 Monate reicht, bei einem kleineren Haushalt dürfte sie wesentlich länger reichen. Die Philosophie der Firma Kreidezeit, die seit 1987 aus natürlichen und nachwachsenden Rohstoffen ökologisch konsequente Naturfarben, Putze aber auch andere Produkte herstellen, welche zudem ökologisch in Papiertüten verpackt sind, deckt sich mit unserer ökologisch-orientierten Philosophie.

Nachfolgend „verraten“ wir Ihnen das Rezept für unseren „Schloss-Entkalker“ (Konzentrat):

200g Zitronensäure-Pulver abwiegen.

Das Pulver mit 500 ml heißem, abgekochtem Wasser (95°C) mischen bis sich das Pulver aufgelöst hat. Entkalker-Konzentrat in eine Bisphenol A-freie Plastikflasche abfüllen.

Fertig ist ihr selbst gemachter Schloss-Entkalker.

Wichtig: Verwenden Sie für die Herstellung des „Schloss-Entkalkers“ nur destilliertes oder gefiltertes Wasser, das keinen Kalk hat. (Wir verwenden nur gefilteres Wasser von unserer Filteranlage der Firma H.Preiss – mehr dazu in unserem Wasserbericht „Trinkwasser – Lebensstoff oder Schadstoff“, S. 28, unseres Kultur-Magazins Schloss Rudolfshausen, Ausgabe II/2017)

Die Dosierung bei der Anwendung richtet sich nach der Wasserhärte und der Stärke des abgelagerten Kalks, meistens sind es 50 ml Entkalker auf 1 Liter Wasser. Im Zweifelsfall versuchen Sie es erst einmal mit weniger selbst gemachten Entkalker und steigern diesen langsam, falls er nicht wirksam genug ist.

Bitte beachten Sie folgende Hinweise:

Orientieren Sie sich bei der Verwendung des „Schloss-Entkalkers“ an den üblichen Entkalkern aus dem Drogerie-Markt, z.B. von Klar.

Kaffeemaschine, Töpfe usw. nach der Anwendung immer mit klarem Wasser nachspülen!

Nicht geeignet für Marmor oder Emaille! Wenn Sie auf den Fliesenboden tropfen, die Tropfen sofort mit einem Lappen wegwischen!

Achtung: Der selbstgemachte Entkalker ist ätzend und kann bei direktem Kontakt Haut und Augen reizen, sowie empfindliche Oberflächen angreifen. Wir übernehmen keine Garantie für etwaige Schäden. Die Verwendung erfolgt auf eigene Gefahr!

1kg Zitronensäure: 10,60 Euro
25kg Zitronensäure: Preis auf Anfrage

 


KREIDEZEIT Naturfarben GmbH
Kassemühle 3
D-31195 Lamspringe
Tel: 05060- 6080-650
Fax: 05060-6080-680
www.kreidezeit.de
info@kreidezeit.de

 

 

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

Frisches, unerhitztes Sauerkraut selbst herstellen

Frisches, unerhitztes Sauerkraut selbst herstellen

von Alexandra Walterskirchen:
Frisches, unerhitztes Sauerkraut selbst herstellen

 

 

Sauerkraut-Entnahme am Besten mit den Händen – aus hygienischen Gründen jedoch nur mit Einmal-Handschuhen

 

Schon unsere Vorfahren kannten die gesundheitsfördernden Faktoren des Sauerkrauts, insbesondere in Zeiten, in denen es kein oder wenig frisches Obst und Gemüse gab. Seefahrer verzehrten Sauerkraut auf den langen Seefahrten, um der schweren Krankheit Skorbut vorzubeugen. Das Zentrum der Gesundheit schreibt zum Thema „Sauerkraut“:

„Sauerkraut ist Lebensmittel und probiotisches Nahrungsergänzungsmittel in einem. Es ist voller hochwirksamer und lebenswichtiger Mikroorganismen. Diese Mikroorganismen bilden einen Großteil des menschlichen Immunsystems und schützen den Organismus vor chronischen Krankheiten, Parasiten, Viren und vor schädlichen Bakterien.“

Dies bezieht sich jedoch nur auf frisches, rohes und unerhitztes Sauerkraut. Sauerkraut aus Dosen oder Gläsern ist stets konserviert bzw. pasteurisiert, also erhitzt und damit im gesundheitlichen Sinne wertlos. Während rohes, unerhitztes (= rohköstliches) Sauerkraut voller lebendiger Mikroorganismen ist, enthält pasteurisiertes Sauerkraut zwar noch Milchsäure, aber keine lebendigen Milchsäurebakterien mehr. „Sauerkraut“, so das Zentrum der Gesundheit, „soll uns aber gerade mit Milchsäurebakterien versorgen und nicht mit Milchsäure, die nur das Stoffwechselprodukt der Milchsäurebakterien ist.“

Sauerkraut sollten wir also nur dann kaufen, wenn es frisch und unerhitzt (= rohköstlich) ist. In Bioläden oder Hofläden wird in der Regel offenes Sauerkraut angeboten, das frisch, roh und unerhitzt ist (es empfiehlt sich jedoch, immer nachzufragen).

Wenn Sie ganz sicher sein wollen, dass das Sauerkraut, das Sie in Ihrer Küche verwenden, auch wirklich frisch, roh und unerhitzt ist, sollten Sie es selbst einmachen. Die typische Einmachzeit für Kraut ist der Herbst.
Was Sie dazu brauchen, sind mehrere Köpfe Weißkohl (oder, wenn Sie Blaukraut herstellen wollen, dann mehrere Köpfe Rotkohl).

Als Einmachgefäß eignet sich am besten ein großer Steinguttopf (ohne Schwermetalle). Wir verwenden dazu schwermetallfreie Einmachtöpfe bzw. Gärtöpfe von der Firma Steinzeug und Keramik Schmitt & Sohn in 55595 Spabrücken bei Bad Kreuznach. In der Homepage der Firma heißt es dazu:

„Der Topf mit Deckel und Stein ermöglicht das Einsäuern von allen Arten Gemüse, wobei wichtige Vitamine entstehen und das Gemüse konserviert wird. Besinnen Sie sich auf Verfahren wie sie schon zu „Großvater’s Zeiten“ bewährt waren. Mit dem Gärtopf entstehen keine unangenehmen Gerüche und durch das luftdichte Abschließen mit Deckel und Wasserrinne wird jegliche Schimmelbildung verhindert. Es ist nicht mehr nötig das Gemüse nach Einsäuerung zu waschen.

Unsere Gärtöpfe sind in den Größen 5 Liter, 10 Liter, 15 Liter, 20 Liter, 25 Liter und 30 Liter erhältlich.“

Wir verwenden am liebsten die 10 Liter Töpfe, da diese nicht so schwer sind und auch von Frauen gut alleine getragen werden können. Für den 10 l Topf brauchen Sie für das Einmachen von Sauerkraut folgende Zutaten:

  • 10kg Weißkohl
  • 1 großer Apfel oder zwei kleine Äpfel, möglichst süß
  • 10 Lorbeerblätter
  • eine Handvoll Wacholderbeeren
  • eine Handvoll getrocknete Meeres-Algen (Alge Dulse, Rotalge, Nori- oder Kombu Royal-Alge)

Und so geht es: Den Weißkohl hobeln oder den fertig gehobelten Kohl vom Bauernhof holen. Es gibt auf manchen Bauernhöfen im Herbst sogenannte „Krauthobeltage“, an denen der frische Weißkohl mit großen Maschinen gehobelt wird, was wesentlich einfacher ist. Man muss das frisch gehobelte Kraut nur noch in einem großen Eimer oder einer großen Wanne mit nach Hause nehmen und verarbeiten. Man sollte nicht vergessen pro Topf zwei ganze Krautblätter mitzunehmen, denn mit diesen wird das Kraut später im Topf abgedeckt.

Der Steinguttopf (und Deckel!) sollte vorher zur Reinigung und Desinfektion mit heißem Wasser ausgespült werden. Danach sollte er abkühlen, damit er nicht zu heiß für das Kraut ist. Vor dem Einfüllen des Krautes sollte der Topf noch einmal zur Desinfektion mit Alkohol ausgesprüht werden.

Den Apfel/die Äpfel entkernen, schälen und in kleine Schnipsel schneiden.

Anschließend wird das gehobelte Weißkraut in Schichten in den Topf gelegt. Die erste Schicht ist ca. 10 cm hoch, also ca. ein Viertel des Topfes. Darauf werden die Wacholderbeeren, die Apfelschnipsel, die Lorbeerblätter und Algen gelegt. Dieses Vorgehen schichtweise wiederholen bis der Topf zu 4/5 gefüllt ist (nicht mehr, damit das Kraut gären und hochgehen kann). Mit einem Holzstampfer alles gut festdrücken und stampfen. Es darf keine Luft im Kraut sein. Ideal ist es, wenn sich beim Stampfen Flüssigkeit zeigt. Man kann auch mit einer Tasse Trinkwasser nachhelfen, wenn das Kraut sehr trocken ist.

Zum Abschluss sollten lose getrocknete Algen darüber gelegt werden (diese dienen mit ihrem Salz der Desinfektion), danach zwei ganze Kohlblätter.

Das Ganze mit zwei Gärsteinen (vorher mit Alkohol desinfizieren!) beschweren und gut festdrücken. Den Deckel sowie den oberen Bereich des Topfes von etwaigen Kohlresten reinigen und mit Alkohol desinfizieren. Dann den Topf mit dem Deckel verschließen und an einen warmen Ort stellen (ca. 20°C). Die Gärrinne mit destilliertem Wasser (kein Leitungswasser, da dieses fault und Kalkflecken hinterlässt) auffüllen, um das Weißkraut luftdicht abzuschließen.
Der Topf sollte nun für die nächsten 14 Tage im Warmen stehen, damit das Kraut gären kann. Wichtig ist, dass die Gärrinne jeden Tag kontrolliert wird, damit sie nicht austrocknet, weil der Topf Wasser zieht. Der Topf muss luftdicht verschlossen sein. Keinesfalls den Deckel öffnen, weil man neugierig ist. Dadurch wäre der ganze Fermentationsprozess unterbrochen und alle Arbeit umsonst. Ein Blubbern des Krautes und Luftblasen in der Gärrinne sind normal.

Nach 2 Wochen das Sauerkraut kühl stellen, und zwar idealerweise in einen Raum von ca. 12°C (nicht wesentlich kühler!), so dass das Kraut noch leicht weiter fermentieren kann.

Nach weiteren 4 Wochen ist das Sauerkraut zum Verzehr geeignet. Es kann roh, aber auch schonend gekocht verzehrt werden, wobei es dann jedoch weniger heilsam bzw. wirksam ist. Frischer, roher Sauerkrautsaft ist besonders gesund und hat eine darmreinigende Wirkung.

Das Sauerkraut hält sich bis zum Frühsommer des nächsten Jahres. Wenn es bis dahin nicht aufgegessen ist, kann es ideal als Gartendünger verwendet werden.

Bei jeder Entnahme von Sauerkraut ist es notwendig, mit äußerster Reinlichkeit vorzugehen. Man verwendet am besten ein eigenes Sauerkraut-Holzbesteck aus Holz, da die Mikroorganismen Metall nicht mögen. Zudem sollten nach jeder Entnahme die Gärsteine wieder festgedrückt werden, damit keine Luft im Kraut zurückbleibt, und der Deckel sowie die Oberfläche mit den Gärsteinen mit Alkohol desinfiziert werden. Das Flüssigkeitsniveau muss regelmäßig überwacht werden. Es sollte immer 2 bis 3 cm über dem Kohl sein. Das ist für die Haltbarkeit unerlässlich. Ein Sauerkraut ohne ausreichende Flüssigkeit kann zu faulen beginnen.

Hinweis: Es ist völlig normal, wenn sich auf der Flüssigkeit des Sauerkrauts eine weiße „Haut“ bildet, besonders wenn es bereits älter ist. Es handelt sich in diesem Fall um Kahmhefe, die gesundheitlich unbedenklich ist. Sie ist ein Zeichen von fehlender Reinlichkeit bzw. zu viel Sauerstoffzufuhr. Wenn sie zu viel wird, dann sollte man sie vorsichtig abschöpfen und den Deckel sowie den oberen Bereich des Sauerkrautes mit Alkohol desinfizieren.

Wir verwenden kein Salz bei der Sauerkraut-Herstellung, sondern getrocknete Meeres-Algen, die natürlicher und salzarmer sind. Zudem enthalten sie wichtige Mineralien. Wir fermentieren damit seit Jahren erfolgreich Sauerkraut, Blaukraut und Essiggurken. Bitte beachten Sie bei der Verwendung von Algen, dass diese nicht in Flockenform, sondern ganze Algenblätter sind. Die Algen geben ihr natürliches Salz und ihre Mineralien an das Sauerkraut ab. Unsere Erfahrungen haben gezeigt, dass Rotalgen wie die Alge Dulse, Nori-Algen oder Kombu-Algen am besten funktionieren, grüne Algen können hingegen einen gewöhnungsbedürftigen Beigeschmack produzieren. Auf keinen Fall Kelpnudeln, Spirulina, Chlorella oder Afa-Algen verwenden. Diese sind dafür nicht geeignet!

Bitte beachten Sie: Aufgrund des in den Meeres-Algen enthaltenen Jods sollten Sie nicht zu viele Algen bei der Sauerkraut-Herstellung verwenden!

Für gesundheitsbewusste Menschen: Frisches, rohes und unerhitztes Sauerkraut ist im übrigen gänzlich basisch und macht den Körper basisch (auch wenn es sauer schmeckt und man denken könnte, es würde den Körper sauer machen).



Hinweis:
Wenn Sie bei Ihrer Bestellung als Codewort „Kultur-Magazin“ angeben, erhalten Sie einen Sauerkraut-Stampfer aus Holz als Geschenk.

 

Unser Sortiment an Keramik-Schmitt-Einmachtöpfen mit Sauerkraut, Blaukraut und Essiggurken in unserem Natursteinkeller

 

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

 

Gesunde Zahnpflege: Haben Sie heute schon „geswakt“?

Gesunde Zahnpflege: Haben Sie heute schon „geswakt“?

Produkt-Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Gesunde Zahnpflege: Haben Sie heute schon „geswakt“?

 

Die Autorin mit ihrer Lieblingszahnbürste – der SWAK

 

Jeder Mensch wünscht sich Zähne, die möglichst lange gesund und Kariesfrei sind. Auch ich habe jahrelang dreimal täglich nach dem Essen 2 Minuten meine Zähne geputzt, mit einer professionellen elektronischen Ultraschall-Zahnbürste, die meine Putz-Zeit gemessen hat, weil ich dachte, dass es nicht anders geht. Trotzdem habe ich Zahnstein bekommen und meine Zähne begannen Putzrillen aufzuweisen. Damit bin ich nicht alleine. Studien haben festgestellt: 70% der Deutschen putzen sich zweimal am Tag die Zähne. Dennoch leiden 90% von ihnen unter Erkrankungen, die mit mangelnder Mundhygiene im Zusammenhang stehen. Hier stimmt etwas nicht! Putzen wir womöglich unsere Zähne kaputt?

Die konventionellen Zahnbürsten haben zudem einen weiteren Nachteil: Sie produzieren Unmengen von Müll, denn die Nylon-Zahnbürsten oder zumindest die Zahnbürstenaufsätze bei elektrischen Zahnbürsten, müssen alle 1 bis 2 Monate ausgetauscht werden, was zumeist nicht ganz billig ist. Seitdem ich den Film „Plastic Planet“ von Werner Boote gesehen habe, weiß ich: Die Zahnbürste ist heutzutage zu einem Massen-Wegwerfartikel geworden, der die Umwelt verschmutzt und das Ökosystem belastet. Zusätzlich sind die Nylon-Borsten noch mit giftigen chemischen Stoffen belastet, u.a. Bisphenol A, die sich beim Putzen lösen und in den Körper des Menschen gelangen.

Dabei geht es auch anders! Vor Jahren hatte ich in Ägypten das „Miswak-Stäbchen“ kennengelernt, mit dem sich die Araber seit Jahrtausenden ihre Zähne reinigen. Das „Miswak Stäbchen“ kommt vom Miswak (Salvadora persica L.), dem „Zahnbürstenbaum“, der in Afrika, Indien und dem Orient weit verbreitet ist. Mit seinem weichfaserigen Wurzelholz kann man sich die Zähne putzen. In den „Miswakzweigen“ sind natürliche Wirkstoffe, wie Fluorid, Silikat, Vitamin C, Tannine, Saponine, Flavonoide, Kalium und Calcium enthalten, die gut für die Zahngesundheit und Mundschleimhaut sind. Ich habe einige Zeit mit einem „Miswak-Stäbchen“ meine Zähne geputzt, jedoch war dies mühsam, da man mit dem geraden Stäbchen nicht alle Zähne leicht erreicht, man zudem das Holz selbst zurechtschnitzen muss und es schnell ausgefranst ist.

Durch einen glücklichen Zufall bin ich auf die SWAK-Zahnbürste gestoßen, die die Vorteile einer konventionellen Zahnbürste mit der Naturkaft des Miswak-Holzes vereint. Die SWAK wurde vom deutschen Zahnarzt Dr. Thilo Grauheding 2009 entwickelt, um Zahnschäden, die durch normale Zahnbürsten entstehen, zu vermeiden und den Menschen eine nachhaltige Zahnpflege zu vermitteln. Die SWAK basiert auf wissenschaftlichen Untersuchungen und langjährigen Erfahrungen.

Das Prinzip der SWAK ist einfach: Man kann kauft sich einmal eine Zahnbürste bzw. einen Zahnbürstengriff aus biobasiertem Kunststoff oder edlem Holz – die/der im Idealfall Jahrzehnte hält! Vorne schraubt man ein bereits aufgefasertes Miswak-Köpfchen hinein und fertig ist die Zahnbürste! Das Miswak-Köpfchen hält 6 bis 8 Wochen und kann dann problemlos ersetzt werden. Das schont die Umwelt und vermeidet Müll, denn das Miswak-Köpfchen kann natürlich komplett kompostiert werden, da es aus Holz besteht.

Aufgrund der ergonomischen Form der SWAK kann ich mit ihr punktgenau meine Zähne reinigen und komme auch leicht an meine hinteren Backenzähne, was mit einem normalen Miswak-Stäbchen so nicht möglich ist. Durch die kurzen und kompakten Borsten passt sich das Holzköpfchen meinen Zähnen an und schont mein Zahnfleisch. So ist die Reinigung noch effektiver, Beläge werden einfach weggestrichen und meine Zähne fühlen sich viel sauberer und glatter an, ganz anders als mit einer herkömmlichen Zahnbürste.

Mit der SWAK putzt man unterschiedlich. Das normale Zähneputzen, wie ich es als Kind in der Schule gelernt habe, funktioniert mit ihr nicht. Es brauchte deshalb ein wenig Übung, bis ich mich auf das neue Putzverhalten umgestellt hatte, doch mit dem mitgelieferten Zahnputzheft, in dem die neue Methode ausführlich erklärt war, wurde es bald zur Gewohnheit. Mit den Plaque-Färbetabletten konnte ich überprüfen, wie gut mein Putzverhalten mit der SWAK war und welche Stellen ich noch gründlicher reinigen musste.

Und das Beste: Ich brauche keine Zahnpasta mehr. Das ist für mich ein großes Plus, da ich selbst auf Bio-Zahnpasta allergisch reagiert und brennende Ausschläge in den Mundwinkeln bekommen habe. Für einen guten Geruch gebe ich morgens einen Tropfen Bio-Zahnöl auf das Miswak-Köpfchen und verwende einen Zungenschaber/Zungenreiniger. Zudem benutze ich noch die von SWAK-Experience empfohlenen Interdentalzahnbürsten, um meine Zahnzwischenräume gründlich zu reinigen. Diese kann man entweder auf den Griff der SWAK aufschrauben, mit einem separaten Griff verwenden oder mit der Hand direkt in die Zahnzwischenräume einführen. Mit der SWAK muss ich mir auch nicht mehr dreimal täglich die Zähne putzen. Einmal pro Tag ist völlig ausreichend. Nach dem Essen spüle ich meinen Mund mit Wasser aus.

Was mich bei der Umstellung auf die SWAK nachdenklich stimmte, war nicht so sehr die „physische Umstellung“, denn das konnte ich lernen, sondern die „psychische Umstellung“. Es war erstaunlich schwierig gegen die konventionelle „Zahnputzstimme“ in meinem Kopf anzukommen, die mich warnte, dass ich mir auf diese Weise meine Zähne ruinieren würde, und dass ich so putzen sollte, wie ich es in der Schule gelernt hatte. Hat die konventionelle Zahnindustrie uns schon so gehirngewaschen, dass wir nur noch eine Art der Zahnpflege als richtig ansehen, obwohl sie nachweislich nicht so gesund ist wie angepriesen?

In den ersten Wochen halfen mir deshalb die wertvollen Informationen über Zahnputzschäden durch konventionelle Zahnbürsten und die bewiesenen gesundheitlichen Vorteile der SWAK-Zahnbürste auf der SWAK-Webseite, um meine „konventionelle Zahnputzstimme“ zu überzeugen. Bis auf ein paar Rückfälle am Anfang, wo ich heimlich noch mit der alten elektrischen Zahnbürste geputzt habe, blieb ich schließlich bei der neuen SWAK-Methode mit Miswak-Köpfchen und Interdentalzahnbürste, auch weil ich spürte, dass sie meinen Zähnen gut taten und sich meine Zähne nach dem Putzen so schön glatt anfühlten.

Das Ergebnis nach zwei Jahren SWAK-Benutzung spricht für sich: Kein Zahnstein, kein Karies, gesunde, kräftige Zähne ohne Verfärbungen. So kann ich die SWAK nur jedem empfehlen. Eine natürliche, gesunde Zahnpflege kann so einfach sein!

Das SWAK-Sortiment: SWAK-Miswak-Zahnbürste, Ersatz-Köpfchen, Zahnöl, Interdentalzahnbürsten, Zungenreiniger/Zungenschaber, Plaque-Färbetabletten zur Selbstkontrolle für den Anfang, und für ganz Rustikale: ein original Miswak-Stäbchen

 

 

Die SWAK-Produkte können Sie hier bestellen:

 

 

 

 

 

 

SWAK Experience UG
Hunolstein 57
D-54497 Morbach
Tel.: 06533 – 955 243
Fax: 040 – 740 2185 991
www.swak.de
info@swak.de

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

Vom Burnout zum Flow von Anselm Grün

Vom Burnout zum Flow von Anselm Grün

Buch-Rezension und –Empfehlung von Helene Walterskirchen:

„Vom Burnout zum Flow – Kraftvolle Visionen gegen Erschöpfung und Blockaden“
von Anselm Grün

 

Das 175-seitige Buch von Pater Anselm Grün endet im Teil „Schluss“ mit folgenden Worten:

„Wir haben über die Bilder und Visionen nachgedacht, die unser Leben aus der Erstarrung zum Fließen bringen. Der ungarische Psychologe Mihaly Czikszentmihalyi hat uns dabei begleitet.“

Der Autor Pater Anselm Grün ist seit seinem 19. Lebensjahr Benediktinermönch und war 36 Jahre lang, bis zum Jahr 2013, Cellerar (wirtschaftlicher Leiter) der Benediktinerabtei Münsterschwarzach. Er hat ca. 200 Bücher im Bereich „Spiritualität, Ethik, Religiosität, Benediktinische Regeln, Psychologie und Lebenshilfe“ geschrieben und zählt zu den erfolgreichsten Autoren im deutschsprachigen Raum.

Im Buch „Vom Burnout zum Flow“ orientiert sich Pater Anselm Grün an dem Konzept des Flow-Erlebens, das der emeritierte Professor für Psychologie an der Universität von Chicago, Milhaly Czikszentmihaly, 1975 entdeckt und erforscht hat. Dieser ist jedoch nicht der erste, der das Konzept der schöpferischen Leidenschaft entdeckt hat; vor ihm waren es Kurt Hahn, Maria Montessori und Abraham Maslow. Der Autor verweist im Laufe seines Buches immer wieder auf Kernaussagen von Milhaly C.

Pater Anselm Grün bringt in seinem Buch keine analytischen Untersuchungen über das Phänomen Burnout; er geht weder wissenschaftlich, noch medizinisch noch psychologisch an die Sache heran, sondern menschlich, seelsorgerisch und unternehmerisch – letzteres sowohl aus der Sicht des Top-Managers (der Cellerar bildet mit dem Abt das oberste Management eines klösterlichen Betriebes), als auch aus der Sicht des Verantwortlichen für ein Arbeitsteam, dem die Bedeutung des Flow bei den Mitarbeitern und damit im Team sehr bewusst ist bzw. war.

Das Thema „Burnout“ hat im Buch sehr viel mit dem Bereich „Beruf und Arbeit“ zu tun, weniger bzw. kaum mit dem Bereich Ehe, Partnerschaft, Trennung, Scheidung, Kinder, Familie etc. und den damit verbundenen Belastungen, die in der heutigen Zeit ebenfalls oft in Richtung Burnout gehen. In vielen Fällen von Burnout hängen Beruf, Geschäft und Privates eng zusammen, und hinter so manchem beruflichen Burnoutweg steckt in Wirklichkeit eine belastende Ehe (Beziehung), Trennung oder Scheidung.

Der Autor befasst sich in seinem Buch mehr mit dem Thema des Burnout als einem Zustand des Festgefahrenseins, gleich einem Auto, das im Schlamm steckengeblieben ist. Das Auto und sein Fahrer stecken fest und fließen nicht mehr. Jede Form von Kreativität ist wie ein Fluss in der Wüste ausgetrocknet. Das ganze Leben und Arbeiten wird dadurch für den Betroffenen zu einem belastenden Automatismus. Er funktioniert – irgendwie – aber er lebt nicht im eigentlichen Sinne.

In diesem Zustand holt Pater Anselm Grün den Betroffenen ab und zeigt ihm Wege auf, wie er wieder in Fluss und zu neuem Leben kommen kann. Dabei spielen „innere Bilder“ im Sinne von Visionen, Visualisierungen und Imaginationen eine zentrale Rolle. Der Autor ermahnt den Betroffenen nicht, sich auf die Suche nach einem guten Psychologen zu machen, der ihm dabei hilft, wieder in den Flow zu kommen, sondern er bietet ihm verschiedene Möglichkeiten an, wie er es selber schaffen kann, z.B. Bilder, die beflügeln, archetypische Bilder, Leitbilder oder Bilder, die in Resonanz zur Seele stehen. Dazwischen gibt der Autor dem Leser immer wieder „Rituale“ als praktische Hilfen im Alltag, um aus der „Burnout-Spirale“ zu gelangen und den eigenen, inneren Flow anzuregen.

Pater Anselm Grün zeigt dem Leser im Buch auch auf, welch wichtige Hilfen dieser in der Spiritualität, in Jesus Christus und in Gott finden kann. Da geht es um heilsame biblische Bilder, um heilige Zeiten, heilige Orte, heilige Räume und heilige Rituale, die den Betroffenen nicht nur mit Gott, sondern mit seiner inneren Quelle und seinem innersten Selbst in Berührung bringen. Am Ende des Buches weist der Autor dem Betroffenen 5 Wege zur inneren Kraftquelle auf: die Natur und ihre bergende Lebenskraft, die lösende Macht der Musik, die heilsame Kraft der Stille, die Bejahung des Daseins in Fest und Feier und die heilende Kraft des Gesprächs.

Ein leises Buch, das in die Tiefen der Seele einsickert wie ein Lebensquell, der auf einen trockenen Sand trifft. Das ausgetrocknete Terrain wird wieder bewässert – nicht mit einem Bottich voll, sondern mit einem kleinen Gefäß, damit die verborgenen Samen nicht vom Wasserschwall davon getragen oder ertränkt werden, sondern nur so viel Wasser bekommen, dass sie (wieder) keimen können.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Herder Verlag,
176 Seiten,
Kartoniert,
3. Auflage 2016
ISBN 978-3-451-06722-8
€ 9,99


www.herder.de

Dr. Hauschka-Handcreme – ein gutes, griffiges Handgefühl

Dr. Hauschka-Handcreme – ein gutes, griffiges Handgefühl

Produkt-Rezension und –Empfehlung von Helene Walterskirchen:
Ein gutes, griffiges Handgefühl

 

Die Autorin freut sich über ein gesundes und vitales Hautgefühl

 

Früher habe ich ganz einfache Kosmetik- und Körperpflege-Produkte aus dem Drogeriemarkt verwendet. Bis ich gelesen und am eigenen Leib erfahren habe, wie schädlich die meisten Produkte für die Haut und die Gesundheit sind, da sie Hautreizungsmittel, mutagene Stoffe, neurotoxine Stoffe oder Wachstumsgifte enthalten. Also bin ich vor ca. 20 Jahren auf biologisch-organische Produkte, primär der Marke Dr. Hauschka aus dem Hause WALA, umgestiegen. Es gibt einen sehr umfassenden Prospekt, fast schon ein Buch mit dem Titel „Dr. Hauschka – Kosmetik Kultur 2017“, aus dem der Interessierte erfahren kann, wie Dr. Hauschka entstanden ist, sich entwickelt hat und welche Produkte heute hergestellt und vertrieben werden. Auf S. 9. heißt es dazu „Der eigene Weg, das Besondere zu pflegen – 50 Jahre, die den Unterschied machen“:

„Eine natürliche Kosmetiklinie zur Gesunderhaltung der Haut. Das war 1967, als die ersten Dr. Hauschka-Produkte auf den Markt kamen, etwas vollkommen Neues. Elisabeth Sigmund und Rudolf Hauschka fühlten sich wie Rebellen, als sie die richtungweisenden Rezepturen entwickelten. Ihr Ziel war es, die Wirkkräfte der Natur durch Wissen und eigene Prozesse für die Hautpflege nutzbar zu machen. Sie stellten Prinzipien für die Herstellung auf und begründeten die Einzigartigkeit der Dr. Hauschka Produkte, Pflegerituale und Behandlungen.“

Über ein Produkt der Dr. Hauschka-Serie möchte ich Ihnen heute berichten: die Handcreme. Ich verwende sie schon viele Jahre. Ich weiß nicht, wie es Ihnen geht, aber ich brauche ein gutes, griffiges Handgefühl, wenn ich meine Hände gewaschen und eingecremt habe. Neben meiner Dr. Hauschka-Handcreme habe ich in den vergangenen Jahren auch andere Handcremes ausprobiert, weil mir Freunde oder Bekannte geraten haben, doch diese oder jene Creme zu nehmen, da sie ganz toll sei. Folgendes habe ich dabei festgestellt:

Die eine Creme gibt mir zu viel Fett, so dass alles, was ich danach angreife voller fettiger Fingertapser ist.

Die andere Creme gibt mir ein Handgefühl wie Seide, mit dem ich aber überall leicht abrutsche und nicht richtig greifen bzw. zupacken kann.

Wieder eine andere Creme gibt mir zu viel Feuchtigkeit, so dass meine Hände feucht sind und ich immer wieder das Gefühl habe, ich müsste sie abtrocknen.

Und dann gibt es noch die Sorte Handcreme, nach der ich das Gefühl habe, ich hätte meine Hände gar nicht eingecremt. Meine Hände fühlen sich trocken an und wenn ich dann in der Zeitung blättere, muss ich meine Fingerkuppen immer nass machen, damit ich überhaupt umblättern kann.

So bin ich bis heute bei meiner Dr. Hauschka Handcreme geblieben, denn sie zieht rasch ein und gibt mir nach dem Eincremen ein gutes, griffiges Handgefühl, d.h. ich kann gut zupacken ohne überall Fingertapser zu hinterlassen oder ständig die Fingerkuppen lecken zu müssen.

Was so einfach klingt, ist genaugenommen gar nicht so einfach: Wer mit seinen Händen arbeitet – und das tut eigentlich jeder, ob Sekretärin, Hausfrau, Bibliothekarin, Sportler, Arzt oder Anwalt – braucht ein gutes und griffiges Handgefühl, um die Dinge, die man anpacken muss, präzise und sicher packen zu können. Wer zu fettige oder samtige oder trockene Hände hat, hat kein gutes und griffiges Handgefühl.

Im Prospekt von Dr. Hauschka heißt es zur Handcreme: „Die Handcreme verwöhnt und pflegt die Hände jeden Tag. Die Komposition mit der vitalisierenden Kraft von Brutblatt, wertvollen pflanzlichen Ölen und Eibischwurzel reguliert die Feuchtigkeit und zieht schnell ein. Selbst raue und strapazierte Hände werden wieder zart und geschmeidig.“

Das einzige, was mich manchmal an der Dr. Hauschka Handcreme etwas stört, sind die großen Luftblasen, die in der Tube sind. Dann macht es „plopp“ und man kann drücken so viel man will, es kommt einfach nichts mehr. Erst dann, wenn man genug gedruckt hat, kommt wieder Paste. In diesen Momenten denke ich mir oft: Das sind jetzt bestimmt 10 % Luft gewesen, die mir an der Menge der Paste fehlen, die ich aber dennoch bezahlt habe. Gott sei Dank kommt das „Luftblasensympton“ nur hin und wieder vor.

Ich kaufe die Dr. Hauschka-Handcreme im lokalen Bio-Laden bzw. Bio-Markt. Seit 2011 ist dies der Alnatura Super Naturmarkt in der Augsburger Straße in 86859 Landsberg am Lech. Die 50 ml Handcreme kostet dort € 10,50.

 

Die Dr. Hauschka-Produkte werden hergestellt bei:

 

 

 

 

 

Dr. Hauschka Kosmetik
WALA Heilmittel GmbH
D-73085 Bad Boll/Eckwälden
www.dr.hauschka.com

 

 

 

 

 

 

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

 

 

Biologisches Haarstyling für feines Haar

Biologisches Haarstyling für feines Haar

Meine Produkt-Empfehlung von Helene Walterskirchen:
Biologisches Haarstyling für feines Haar

 

Mutter Natur hat mir so manche wunderbare Gaben mitgegeben, leider jedoch kein kräftiges und fülliges Haar. Mein Haar ist so fein wie Seide, daher fehlt ihm die Fülle, dazu hat es weder Wellen noch Locken, ist also, wie man es im bayerischen Volksmund nennt: „steckerlgrad“. Um dennoch ein gutes Aussehen zu erzielen, habe ich im Laufe meines Lebens gelernt, mein Haar zu einer Frisur zu stylen, die man als „gutsitzend“ und auch in gewissem Maße „voluminös“ nennen kann. Mein wichtigstes Mittel hierbei ist ein guter Haarspray, den ich sowohl beim Aufdrehen mit Lockenwicklern, wie beim Toupieren, wie auch beim Abschlusssprühen verwende. Es ist ein Haarspray, der meinem feinen Haar Kräftigkeit und Sitz verleiht, auch wenn ich damit ins Freie gehe und es windet oder feucht ist.

Früher habe ich dazu konventionellen Haarspray aus dem Drogeriemarkt verwendet. Vor zehn oder 15 Jahren jedoch habe ich gelesen, dass konventionelle Haarsprays häufig gesundheitsschädliche Filmbildner und Weichmacher wie Polyvinylpyrrolidon (PVP) oder Phtalate enthalten. Deshalb bin ich auf Produkte aus dem Bioladen bzw. Biomarkt umgestiegen und habe im Laufe der Jahre verschiedene Bio-Marken ausprobiert.

Anfangs war immer alles prima. Je öfter ich jedoch den jeweiligen Haarspray verwendet habe, um so mehr hat er an meinen feinen Haaren geklebt und eine weiße Schicht darauf gebildet. Diese Schicht ging beim Waschen nicht ab. Sie ging auch nicht beim Bürsten ab. Ich musste einzelne Strähnen zwischen die Fingernägel nehmen und sie abkratzen, dann ging die Schicht ab. Das war stets eine mühevolle Prozedur. Meine bio- und ökologiebewusste Tochter fand heraus, was die Ursache für diese weiße Klebeschicht war: Schellack, das harzige Sekret der Lackschildlaus, das in der Naturkosmetik verwendet wird. Schellack gilt als unbedenklich für die Gesundheit und ist zudem biologisch abbaubar.
Eigentlich eine gute Sache, aber leider nicht für meine Haare, die Schellack nicht vertragen!

Meine Tochter, ein wahrer Scout im Internet-Markt und stets auf der Suche nach neuen, ökologischen Produkten überraschte mich eines Tage mit der Information, sie habe einen Haarspray eines amerikanischen Herstellers ohne Schellack ausfindig gemacht und diesen sogleich für mich online bestellt. Nach wenigen Tagen hielt ich die braune Flasche mit Sprayaufsatz in der Hand und las den Namen des Produkts:

IN-Intelligent Nutrients Perfect Hold Hair Spray

Dazu die kurze Beschreibung: „Dieser Spray in Lebensmittelqualität nutzt die Kraft von garantiert biologischen Pflanzen, um nachhaltiges Styling zu ermöglichen. Erleben Sie einen seidigen, starken Halt, der nicht verklebt oder Schuppen erzeugt. Frei von Plastifikatoren, Phtalaten und fragwürdigen Konservierungsmitteln.“

Die Naturkosmetik Serie IN wurde von dem nach den USA ausgewanderten Österreicher Horst Rechelbacher gegründet, der vorher schon das amerikanische Kosmetikunternehmen Aveda gegründet hatte.

Horst Rechelbacher war einer der Pioniere der Naturkosmetik. 1941 wurde er in Klagenfurth geboren und wanderte später in die USA aus. Dort eröffnete er 1965 seinen ersten Salon Horst & Friends in Minneapolis/Minnesota.

Horst Rechelbacher war überzeugt davon, dass man auf Chemie in Pflegeprodukten für Haut und Haar gänzlich verzichten könne. In den 70ern machte er erste Experimente im Bereich Naturkosmetik. 1977 brachte er seine ersten Pflanzenshampoos unter dem Namen Aveda heraus. Aveda wurde weltweit zu einer geschätzten Marke und machte Horst Rechelbacher zum Millionär. 1997 verkaufte der Unternehmer Aveda für angeblich 300 Millionen Euro an den Estée Lauder Konzern.

Doch zur Ruhe setzte sich Horst Rechelbacher als Millionär dennoch nicht, sondern baute mit Intelligent Nutrients ein neues Kosmetikunternehmen auf, dessen Produkte angeblich so natürlich sind, dass man sie sogar essen kann. Er starb 2014 an Krebs.

Den Intelligent Nutrients-Haarspray verwende ich seitdem mit sehr gutem Erfolg: ich habe keine Verklebungen und Ablagerungen mehr im Haar. Ich verwende ihn zum Eindrehen mit Lockenwicklern (ein kurzer Spray auf die aufgedrehten Haare, danach kurz mit dem Föhn darüber und ca. 20 Min. auf dem Kopf lassen); ich verwende ihn zum Toupieren, in dem ich die toupierten Strähnen kurz einsprühe und 2 bis 3 Minuten warte, ehe ich sie anfrisiere; ich verwende ihn für die Endfrisur zum Fixieren. Wenn ich ausgehe oder ein Meeting habe und immer gut frisiert aussehen möchte, sprühe ich ziemlich viel Spray auf meine Haare. Dann sind sie oberflächlich ziemlich feucht, ja sogar etwas nass, was manchmal Probleme für die Frisur geben kann. Besser ist es, in Etappen darüber zu sprühen und zu testen, wann sie einen festen Halt haben.

Der IN-Spray ist leicht auswaschbar und ausbürstbar.

Ich beziehe den IN-Spray bei der Firma BioNaturel, bei der wir schon seit vielen Jahren Kosmetik- und Wellness-Produkte bestellen. Die 200 ml-Flasche kostet 38 €.


BioNaturel Naturkosmetik & Wellness Shop e.K.
Zwickauer Str.52
D-08412 Werdau
Telefon: 03761-88933-11
Telefax: 03761-88933-29
www.bio-naturel.de
info@bio-naturel.de

 

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

Vogelfütterung mit heimischen Saaten

Vogelfütterung mit heimischen Saaten

Unsere Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Vogelfütterung mit heimischen Saaten


Dieser Beitrag ist eine Ergänzung zum Beitrag „Unsere Empfehlung für Vogelfreunde“ aus unserer Rubrik „Schloss-Perlen“  vom 17.11.2017:

Darin schrieben wir am Ende des Beitrags: „Momentan experimentieren wir mit einem neuen Vogelfutter aus heimischen Saaten vom Biohof Lex – als Alternative zu Sonnenblumenkernen aus China. Darüber werden wir im Online-Kultur-Magazin berichten. Die ersten Ergebnisse sind sehr positiv.“

Nachfolgend unsere weiteren Erkenntnisse, seitdem wir unsere Vögel mit einer heimischen Mischung aus biologisch angebauter Speisehirse, Wildhirse und Unkrautsamen (u.a. Löwenzahn) füttern, die uns vom Biohof Lex zur Verfügung gestellt werden:

1. Die Vögel sind jetzt im November und beginnenden Dezember (noch) sehr zahlreich da – ganz im Gegensatz zu den vorangegangenen Jahren, in denen wir im Spätherbst und beginnenden Winter so gut wie keine Vögel mehr hier hatten. Erstaunlich lange waren auch noch Stare da. Jetzt sind überwiegen Spatzen, Meisen und Finken an den Futtersäulen.

2. Wir hatten einige Zeit zwei unterschiedliche Futtersäulen: eine mit unserem „alten“ Bio-Vogelfutter, das primär aus Sonnenblumenkernen bestand, und eine mit dem „neuen“ Bio-Vogelfutter, bestehend aus heimischen Saaten. Die Vögel bevorzugten eindeutig die Säule mit den heimischen Saaten. Dies ging sogar soweit, dass sie die Säule mit dem „alten“ Biofutter nicht mehr anrührten, so dass wir das Futter nach einiger Zeit entsorgen mussten, da es zu faulen begann. Danach befüllten wir auch die zweite Futtersäule mit heimischen Saaten. Seitdem werden beide Säulen von den Vögeln besucht.

3. Die Vögel verzehren das neue Futter in doppelter Menge und sind ganz „wild“ darauf. Sie freuen sich sichtbar über das neue Futter! Es scheint so, als ob die Sonnenblumenkerne, die im übrigen aus China importiert werden und die Basis jeder Vogelfuttermischung bilden, nicht zu ihren „Lieblingsspeisen“ gehören, sondern nur zwangsläufig verzehrt werden, weil nichts anderes da ist. Das kann daran liegen, dass die Sonnenblumenkerne viel größer als die kleinen Saaten von Hirse und Unkrautsamen sind, und von den Vögeln zuerst „zerlegt“ werden müssen, ehe sie diese verzehren können.

4. Auch das Futter der Bodenfutterstation wird komplett abgelehnt, welches aktuell noch aus einer Bio-Vogelfuttermischung aus Sonnenblumenkernen, Haferflocken, Mais, Beeren und Karotten besteht. Hier suchen wir noch mit dem Biohof Lex nach einer Ersatzlösung, da die kleinen Saaten von Hirse und Unkraut durch die Futteröffnung der Bodenstation durchfallen. Es braucht für die Bodenfutterstation deshalb andere Samen.

5. In unserer Vogelfutterstation herrschte früher stets ein großes Geschrei, teilweise auch ein Gezänk zwischen rivalisierten Vögeln, die sich um das Futter stritten. Besonders schlimm war es am Anfang, als wir noch konventionelle Fettblöcke aus tierischen Schlachtabfällen verwendet haben, was bei den Vögeln zu Verhaltensveränderungen führte, die denen von Drogenabhängigen ähnelten. Sie wurden wie „wahnsinnig“, wenn sie nicht an die Fettblöcke kamen oder deren Behälter bereits leer waren, und führten regelrechte Kleinkriege untereinander auf. Das hat sich verändert, seitdem wir nur noch vegetarische Fettblöcke verwenden. Es scheint so, dass die nicht artgerechten Fettblöcke aus Rind und Schwein den Vögeln nicht gut tun.

Seit der Umstellung auf heimische Saaten sind die vegetarischen Fettblöcke nicht mehr im Fokus der Vögel. Die Menge der Fettblöcke, die die Vögel bis dahin heiß und innig geliebt hatten, hat sich deutlich reduziert. Es scheint so, als ob die Vögel diese nur deswegen verzehrt haben, da ihnen andere Nährstoffe fehlten. Seitdem es die neue Vogelfuttermischung gibt, ist dieses Nährstoffdefizit offensichtlich behoben.

6. Insgesamt sind die Vögel viel ruhiger und ausgeglichener an der Vogelfutterstation. Sie fliegen weniger hektisch hin und her und verweilen länger. Sogar im Umgang mit den Menschen sind sie nicht mehr so schreckhaft und wesentlich zutraulicher, als ob sie „Danke“ für das neue Futter sagen würden.

In Zusammenarbeit mit dem Biohof Lex werden wir weiter experimentieren, welches Vogelfutter das Optimale für unsere heimischen Vögel ist. Es ist verständlich, dass die Vögel Samen von heimischen Pflanzen wesentlich lieber fressen als importierte Samen aus dem Ausland. Denn früher haben unsere Vögel schließlich auch nur die Samen von den Feldern und der unberührten Natur gefressen. Das neue heimische Bio-Vogelfutter ist zudem viel günstiger als das normale Vogelfutter. Sie können es beim Biohof Lex in 5kg oder 25kg Säcken kaufen.


Biohof Lex
Bernadette Lex
Emling 17
D-85461 Bockhorn
Tel. 08122/4477
www.biohof-lex.de
info@biohof-lex.de

Mein Pumpernickel-Traum

Mein Pumpernickel-Traum

Produkt-Empfehlung von Helene Walterskirchen:
Mein Pumpernickel-Traum

 

Die Autorin bei einem Pausensnack mit Schnitzerbrot Canihua, Avocado und Tomate

 

Lieben Sie auch Brot, schön frisch mit einer knusprigen Rinde, innen saftig und locker, mit dem unverkennbaren Brotduft: Mischbrot, Bauernbrot, Sonnenblumenbrot, Vollkornbrot, Weißbrot usw.? Ich liebte Brot, besonders dann, wenn es frisch war und es ist kein Tag vergangen, an dem ich nicht mein Brot zum Frühstück oder zum Abendessen gegessen hätte.

Am Anfang meines Erwachsenenlebens, als ich noch sparen musste, kaufte ich mein Brot überwiegend im Supermarkt. Ich war mir jedoch bewusst, dass es sich um qualitativ geringwertige Industrie-Brote handelte. Als ich es mir leisten konnte, kaufte ich mein Brot im Bioladen bzw. Biomarkt, das zumeist von kleineren Bäckereien stammte und qualitativ wesentlich hochwertiger war. Das gab mir ein gutes Gefühl.

Mit den Jahren wurde ich zunehmend gesundheitsbewusster und las immer wieder in Gesundheitszeitschriften und Gesundheitsbüchern, dass konventionelles Brot – egal ob Industrieware oder von der kleinen Bäckerei – mit Mehl aus Getreide(Weizenmehl, Roggenmehl, Gerste usw.) gebacken wird, was bei der Verdauung dazu führt, dass es den Darm verklebt.

In diesem Zusammenhang fielen mir einige kindliche Experimente ein, in denen ich Mehl mit Wasser vermischt hatte, was dann eine Super-Klebemasse gab, die ich beim Basteln verwendete, in dem ich damit Papiertüten für meinen Kaufladen herstellte oder mir Papphäuserteile baute und zusammenklebte, was super funktioniert.

Ich konnte mir daher sehr gut vorstellen, wie das Getreidebrot meinen Darm verklebte. Dazu gibt es heute immer mehr Menschen, die das Klebereiweiß im Brot, Gluten genannt, nicht vertragen – oft wissen die Menschen gar nicht, dass sie an Zöliakie oder Sprue leiden, weshalb sie auch häufig ihre Verdauungsprobleme nicht zuordnen können. Die Zeiten, in denen Brot nur aus Wasser, Mehl, Hefe und Salz gebacken wurde, sind längst vorbei. Häufig wird die Basis ergänzt durch Schweineschmalz, Quark, Öl, Butter, Weizenkleber, Eier, Backtriebmittel sowie Konservierungsmittel – alles Substanzen, die nicht jeder vertragen kann und will, insbesondere jene, die sich vegan ernähren wie ich. Davon sind selbst die vermeintlich gesündesten Bio-Brote nicht ausgenommen.

Eines Tages musste ich der Tatsache ins Auge schauen, dass Brot meiner Verdauung und Gesundheit nicht gut tat. So machte ich mich auf die Suche nach alternativen Broten, das heißt solchen, die genau all das nicht beinhalten, was konventionelle Brote beinhalten. Dabei stieß ich auf die Produkte der Firma Schnitzer, ein mittelständisches, lang bestehendes Unternehmen, das sich seit fast 50 Jahren mit Themen rund um gesunde Ernährung beschäftigt. In Ihrem Sortiment „Schnittbrote“ fand ich ein Brot, das genau all die Voraussetzungen erfüllte, die ich brauchte:

Das Bio Canihua Active-Mineral

In der Produktbeschreibung von Schnitzer heißt es dazu:

Die nussigen Canihua-Körner der Traditionspflanze aus Peru zeichnen sich besonders durch ihren hohen Gehalt an Mineralstoffen sowie dem Vitamin Folsäure aus. Das exklusive Brot für Genießer auf Basis eines milden Reisnatursauerteiges.

Zutaten:
– Reisnatursauerteig (Reismehl, Wasser)
– 15% Canihuamehl
– Wasser
– Lupinenmehl
– 7% Kürbiskerne
– Sonnenblumenkerne
– Sesam
– Reismehl
– Meersalz
– Apfelfaser
– Honig*

Als ich das Canihua-Active-Mineral-Brot das erste Mal in Händen hielt, die Packung aufschnitt und den Inhalt herausnahm, erinnerte es mich an meine Kindheit. Damals kaufte meine Mutter hin und wieder Pumpernickel-Brot, das genau so aussah wie das Schnitzer Brot Canihua (zumindest sah es so in meiner Erinnerung aus). Dieses Brot war für mich als Kind der Traum schlechthin gewesen, denn es hatte einfach herrlich geschmeckt! Leider stellte meine Mutter irgendwann den Kauf des Pumpernickel-Brotes ein, was ich sehr bedauert habe. Einige Jahrzehnte geriet mein Pumpernickel-Traum in Vergessenheit.

Als ich jedoch das Schnitzer-Canihua-Brot das erste Mal aß und diesen traumhaften, mir bekannten Pumpernickel-Geschmack erlebte, kam es zu einer Wiederbelebung meines kindlichen Pumpernickel-Traums. Ich genoss das Geschmackserlebnis und fühlte mich wie in einem Traum!

Das Schöne: Heute kann ich mir jederzeit meinen Pumpernickel-Traum erfüllen, indem ich mir dann, wann es mich gelüstet, einen Pumpernickel-Canihua-Pausensnack zubereite mit Avocado und Tomate und so richtig in meinem Pumpernickel-Traum schwelge!

Bio Canihua active-mineral
Preis für Karton mit 6 Packungen à 250 g: € 22,14 €
Preis für Einzelpackung: ab € 3,69

 

 

Schnitzer GmbH & Co. KG
Marlener Straße 9
D-77656 Offenburg
Telefon: +49 (0)781/504-7500
Telefax: +49 (0)781/504-7509
info@schnitzer.eu
www.schnitzer.eu

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

Die göttliche Ordnung von Petra Biondina Volpe

Die göttliche Ordnung von Petra Biondina Volpe

von Helene Walterskirchen:
Die göttliche Ordnung
von Petra Biondina Volpe

 

Ein Film, der die Zuschauer zurück in die Zeit der 1970er und 80er Jahre führt. Bei jenen, die diese Ära hautnah miterlebt haben werden so manche Erinnerungen an die damalige Revolution der Frauenkultur in einer absolut patriarchalisch gefärbten Gesellschaft geweckt. Im Film „Die göttliche Ordnung“ geht es um das Schlusslicht dieser europäischen Frauenkultur-Revolution: die Schweiz.

Der Film zeigt in einer sehr informativen, aber auch unterhaltsamen Art und Weise, wie eine kleine Gruppe von Schweizer Frauen aus einer ländlichen Gemeinde im Kanton Appenzell, in den eidgenössisch weiten Revolutionsstrudel gerät. Die Hauptfigur dabei ist die junge Hausfrau und Mutter Nora, die vom Naturell her keine Emanze ist, sondern vielmehr durch verschiedene Vorkommnisse in ihrem privaten Umfeld eines Tages erkennt, dass die Vormachtstellung der Männer zu Lasten des Glücks der Frauen geht. Diese, so Nora, müssten doch genaugenommen innerhalb der göttlichen Ordnung denselben Stellenwert haben wie die Männer – im Hinblick auf Gleichberechtigung, Wahlrecht, Selbstbestimmung und Selbstverwirklichung. Nora kann dieses Ungleichgewicht nicht länger hinnehmen und tritt, zuerst eher zaghaft, dann immer selbstbewusster, ihren Weg als Anführerin an, dem sich mit der Zeit immer mehr Frauen aus ihrem Umfeld anschließen. Es kommt zu einem Frauenaufstand, der für viel Aufregung und böses Blut im Dorf sorgt.

Der Film „Die göttliche Ordnung“ zeigt das Aufeinanderprallen der verschiedenen Kräfte – männliche und weibliche, Tradition und Fortschritt, Toleranz und Engstirnigkeit, Menschlichkeit und Egoismus. Bei allem jedoch bleibt der Film in einem weitgehend positiven Niveau. Die Zuschauer werden weder in die Niederungen der Psyche hinabgezogen noch werden Aspekte wie Angst, Wut oder Niedertracht in ihnen geschürt. Auch ist das Fehlen von vulgären Sexszenen wohltuend. Sexualität begrenzt sich in diesem Film auf eine rein weibliche und fast schon skurril-humorvolle Angelegenheit.

Was im Film auch zutage tritt, ist die versteckte Hilflosigkeit der traditionellen Männerwelt gegenüber der sich auftürmenden Frauenrevolution, die sich in Drohgebärden oder aufgeblasenen, aber leeren Phrasen äußert. Stark sind alle nur im gemeinsamen Verbund; der Einzelne hingegen ist eher schwach. Beide – Männer wie Frauen – werden als verletzliche Wesen dargestellt, die auf der Suche nach einer neuen gemeinsamen Ebene sind, in der sie nicht gegeneinander kämpfen müssen, sondern gemeinsam das Glück finden können, was dann auch am Ende bei Nora und ihrem Mann Hans der Fall ist.

Die Regisseurin Petra Volpe hat den Film glaubwürdig und authentisch gestaltet, ihm ein geordnetes Niveau gegeben, und die Haupt- und Nebenrollen überzeugend besetzt. Alle zusammen produzierten daraus nicht nur einen unterhaltsamen Film, sondern ein fast echt wirkendes geschichtliches Zeitdokument.

 

 

Die göttliche Ordnung
DVD: 01.12.2017
Bildformat: 2,35:1 (16:9)
Tonformat: Deutsch, Schweizerdeutsch DD 5.1
Untertitel: Deutsch
EAN: 4042564179996
FSK: 6
Laufzeit: 92 Minuten

www.goettlicheordnung.de
Von: Petra Biondina Volpe
Mit: Marie Leuenberger, Bettina Stucky, Ella Rumpf …
Genres: Drama, Komödie
Produktionsland: Schweiz

Olivenöl – Gold für Körper und Gesundheit

Olivenöl – Gold für Körper und Gesundheit

Gesundheits-Tipp von Alexandra Walterskirchen:
Olivenöl – Gold für Körper und Gesundheit

Die Autorin verwendet Olivenöl zum Einölen von Gesicht und Körper

Bestimmt kennen auch Sie Olivenöl und haben vermutlich eine Flasche davon in Ihrer Küche stehen. Das hat einen guten Grund: Olivenöl ist eines der gesündesten Öle, die es gibt, und wurde bereits in der Antike als Nahrungs- und Heilmittel verwendet, weswegen es auch als „flüssiges Gold“ bezeichnet wurde. Das Olivenöl wird aus den Früchten des Olivenbaumes gewonnen, wobei das Fruchtfleisch der Olive zwischen 50 und 70% des wertvollen Öls enthält, aber auch in der Schale und im Kern ist ein kleiner Anteil Öl enthalten. Olivenöl enthält im Gegensatz zu anderen, minderwertigen Ölen, wie etwa Rapsöl oder Sonnenblumenöl, fast ausschließlich einfach ungesättigte Fettsäuren und nur etwa acht Prozent an mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Olivenöl zählt zu den wertvollsten Ölen und ist ein wahres Wundermittel. Die Zusammensetzung seiner Fettsäuren enthält bis zu 1000 bekannte biologische Stoffe, die – wie wissenschaftliche Studien festgestellt haben – unter anderem Blut verdünnend wirken und damit einem Herzinfarkt vorbeugen können. Alles Gründe, um lieber gutes Olivenöl zu sich zu nehmen als andere Öle.

Vor Jahren habe ich im Internet den Webshop der deutsche Familie Dornhoff entdeckt, die in Portugal lebt und die ökologische Landwirtschaft „Quinta dos Passaros“ betreibt, wo überwiegend Zitrusfrüchte aber auch andere Früchte angebaut werden, die dann mit dem LKW und dem Paketdienst zu Kunden nach Deutschland gebracht werden – ganz ohne Zwischenhändler und Zwischenlagerung, sozusagen direkt frisch von der Quelle. Die Früchte sind nicht nur günstiger als im Biomarkt, sondern auch viel reifer, saftiger und vollmundiger. Uns hat zudem die naturbewusste, ökologische Philosophie der „Quinta dos Passaros“ und ihrer Inhaber sofort angesprochen, so dass wir dort seit Jahren unsere Orangen und Mandarinen bzw. Clementinen für unseren morgendlichen Orangen-Saft oder auch sonst zum Essen bestellen.

Neben eigenen Früchten verkauft die Quinta in ihrem umfangreichen Webshop auch Superfoods und andere Produkte aus der Region, u.a. ein ganz besonders hochwertiges Olivenöl mit der Bezeichnung „Olivenöl Prado do Poço Superior 0.17% Virgin Extra“ (0,17 % steht für geringen Säuregehalt). Im Laufe der Jahre habe ich viele Olivenöle von verschiedenen Herstellern probiert und kann sagen, dass dieses Öl mit Abstand das Beste, Reinste und Hochwertigste ist. Seine Farbe erinnert an goldenen Bernstein, sein Geschmack ist nussig, fein-mild mit einem pikanten, würzigen Nachgeschmack. Die Familie Dornhoff schreibt auf ihrer Website:

„Durch einen glücklichen Zufall und persönlichen Kontakt, konnten wir einen neuen Produzenten gewinnen. Ganz hoch im Norden gelegen, da wo es keine Belastung durch Verkehr oder Industrie gibt. Nur Olivenhaine, soweit das Auge reicht. Die Quinta do Prado do Poço ist ein kleiner Familienbetrieb mit biologischem Anbau. Im Norden Portugals, fast an der spanischen Grenze im Landkreis de Penha de Águia, Figueira de Castelo Rodrigo, bei Guarda gelegen. Um eine Spitzenqualität zu erreichen, werden nur ausgesuchte reife Oliven geerntet und noch am selben Tage mechanisch gepresst. Das Olivenöl hat einen sehr harmonischen milden Geschmack, es gehört zu den fruchtigen Olivenölen, mit Aromen von Kräutern und Mandeln und einer leichten pikanten Note im Abgang.“

Ich verwende das Olivenöl „Prado do Poço Superior“, von mir kurz „Prado“ getauft, nicht nur in unserer Küche als traditionellen Zusatz für Speisen wie Salate, sondern vor allem auch als gesundheitliches Heilmittel und Hautpflegemittel. Da ich eine sehr sensible Haut habe, die auf die kleinsten künstlichen Bestandteile in Kosmetik und auch Naturkosmetik allergisch mit Ausschlägen, Juckreiz und Brennen reagiert, bin ich vor Jahren dazu übergegangen, mir meine eigene Kosmetik herzustellen. Dabei habe ich nach einigen Experimenten festgestellt, dass reines Olivenöl ohne andere Bestandteile meiner Haut am besten bekommt. Es verwöhnt, pflegt und hält die Haut geschmeidig.

Dabei setze ich das Olivenöl sowohl pur als Massage-Ölbalsam nach dem Baden oder Duschen ein, als auch als Heilmittel für raue Haut, Verletzungen und Problemstellen. Gerade im Winter tut das Olivenöl der durch die Heizungsluft ausgetrockneten Haut gut und macht sie wieder glatt und geschmeidig. Olivenöl ist auch ein tolles Anti-Aging-Mittel: Denn der hohe Gehalt an Vitamin E und Antioxidantien verzögert zusammen mit den ungesättigten Fettsäuren den Alterungsprozess menschlicher Zellen, insbesondere der Hautzellen. Direkt nach dem Sonnenbaden aufgetragen, reduziert Olivenöl sogar die Gefahr von Hautkrebs, was wissenschaftliche Studien nachgewiesen haben. Ich verwende Olivenöl auch vor dem Sonnenbaden, da ich dann besser vor zu starker Sonneneinstrahlung geschützt bin (vorausgesetzt ich „brutzle“ nicht zu lange in der prallen Sonne).

Mit ein wenig erwärmtem, biologischem Bienenwachs versetzt, wird Olivenöl zur idealen Handcreme, Fußcreme oder Lippencreme.

Wichtig ist allerdings, dass man nicht zu viel Öl im Bad stehen hat, da es durch die Wärme sonst leicht ranzig werden kann. Ich fülle mir deshalb nur so viel Öl in ein kleines Fläschchen ab, wie ich es für zwei Wochen benötige. Die angebrochene, große Flasche Olivenöl lagere ich kühl und dunkel in unserem Vorratskeller.

Ob auf der Haut oder im Haushalt, zum ayurvedischen Ölziehen für Mund- und Zahnpflege, mit Ozon versetzt als innerliches und äußerliches Heilmittel zur Desinfektion und gegen Parasiten, oder als Pflanzenöl für eine römische Öllampe, Olivenöl ist ein wahres Multifunktionsmittel, das der Gesundheit, Schönheit und dem Wohlbefinden gut tut.

Das Olivenöl „Olivenöl Prado do Poço Superior 0.17% Virgin Extra “ kostet 8,45 Euro in der 500ml Flasche. Hier können Sie es bestellen:


Quinta dos Passaros Sociedade Agricola LDA
Familie Dornhoff
Sitio das cabecas 165 T
8300-020 Silves
Portugal
Tel.: 00351 282 443359
FAX Nr.:(+49) 0180 5523023
E-Mail.: dornhoff@quinta-shopping.eu
www.quinta-shopping.eu

Brot – himmlisch irdisch von Anselm Grün & Leo Stöckinger

Brot – himmlisch irdisch von Anselm Grün & Leo Stöckinger

von Helene Walterskirchen:

„Brot – himmlisch irdisch“
von Anselm Grün und Leo Stöckinger



Dieses Buch macht bewusst, dass es drei Arten von Brot gibt:

1. Das Billig-Brot, das im Gewerbegebiet in Brotfabriken, in denen Hilfskräfte jobben, von Maschinen hergestellt wird. Ein Brot ohne Seele und ohne Wertigkeit mit einer automatisierten, gewerblichen Gesinnung.

2. Das Brot, das in einer kleineren Stadtbäckerei von Hand mit maschineller Hilfe von einem Bäckermeister und seinen Gesellen hergestellt wird. Der Bäckermeister hat eine weltliche, irdische Gesinnung, die er seinem Brot mitgibt. Ein Brot, durchaus mit Seele sowie einer gewissen Wertigkeit.

3. Das Brot, das in der Bäckerei eines klösterlichen Betriebes von Hand mit maschineller Hilfe von einem Bäckermeister und seinen Gesellen hergestellt wird – wie dies in der Abtei Münsterschwarzach der Fall ist. Im Gegensatz zu 2. und ganz im Gegensatz zu 1. herrscht auf diesem Gelände ein christlicher, benediktinischer Geist, der seit vielen Jahrzehnten von den Mönchen dort verbreitet wird. Dieser Geist und diese Gesinnung fließen bei der Herstellung und dem Backen von Broten und anderen Backwaren in die Produkte mit ein. Das Brot erhält so eine Seele, einen Geist und eine Wertigkeit/Würde.

Der Hauptautor, Pater Anselm Grün, Benediktinermönch und 36 Jahre lang Cellerar (wirtschaftlicher Leiter) von Münsterschwarzach, zeigt im Buch eingehend auf, um welchen Geist und welche Gesinnung es sich dabei handelt: das Brot nicht nur als irdische Speise und Genuss, sondern vor allen Dingen als himmlische, spirituelle und christliche Speise, die den Weg zum Himmelreich zeigt.

Der Mitautor, Leo Stöckinger, ist Bäckermeister in Münsterschwarzach und leitet die Klosterbäckerei. Er ergänzt den himmlischen und spirituellen Aspekt vom Brot um den weltlichen und irdischen mit seinen Worten und vor allen Dingen seinen leckeren Brotrezepten, z.B. Fladenbrot, Überbackene Vinschgauer, Brotsuppe, Tomaten-Brotsalat, Scheiterhaufen mit Äpfeln u.a.

Pater Anselm Grün führt viele alttestamentarische und biblische Beispiele für die Bedeutung und Verwendung des Brotes auf, beispielsweise das Vaterunser, das die Worte beinhaltet: „Unser tägliches Brot gib uns heute“, oder die Worte von Jesus: „Ich bin das Brot des Lebens“, oder die Brotvermehrung im Markus- und Matthäusevangelium. Sehr informativ sind die „Biblischen Brotgeschichten“, z.B. das „Brot des Segens – Der Hohepriester Melchisedek“, „Brot für die Engel – Gott zu Gast bei Abraham“, „Ein ganz besonders Brot – Manna in der Wüste“.

Ein sehr wertiges, gebundenes Buch mit wunderschönen Brotbildern für die Leser, die nicht nur auf der Suche nach guten Brotrezepten sind, sondern nach dem, was man „Brot des Lebens“ nennt, mit dem man Gott schmecken und genießen darf. Das Buch rückt das verlorene Wertebewusstein für das Brot, das oft so achtlos im Alltag verzehrt wird, wieder zurecht und gibt ihm seinen Wert und seine Würde wieder zurück.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Seiten: 144, gebunden, mit zahlreichen Farbfotografien
ISBN-Nr.: 978-3-7365-0071-6
1.Auflage 2017
VK-Preis: € 25,–

 

 

 

 

 

 

 

Vier-Türme-Verlag

Schweinfurter Straße 40
D-97359 Münsterschwarzach Abtei
Telefon: 09324 / 20 469
Fax: 09324 / 20 668 469
www.vier-tuerme-verlag.de

Mit Osiander zu einer hochwertigen Lesekultur

Mit Osiander zu einer hochwertigen Lesekultur

Meine Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Mit Osiander zu einer hochwertigen Lesekultur


Sind auch Sie eine Leseratte und lesen für Ihr Leben gern? Lieben Sie das Gefühl von Büchern in Ihren Händen, die je nach Verlag und Papierart unterschiedlich riechen und sich anfühlen? Haben Sie zu Hause Regale voller Bücher, die Sie wie einen Schatz hüten?

Dann geht es Ihnen wie mir, denn ich bin seit meiner Kindheit ein Bücher-Fan. Die Liebe zum Lesen habe ich von meiner Mutter, die Schriftstellerin ist, in die Wege gelegt bekommen. Bereits als Kind habe ich fast mein gesamtes Taschengeld in Bücher investiert und Stunden in der damals größten Buchhandlung „Hugendubel“ in München zugebracht, um zu schmökern und neue Bücher zu entdecken.

Als Ende der 90er Jahre Amazon auf dem noch jungen Internetmarkt erschien, wurde es plötzlich „hip“ seine Bücher online zu bestellen und nicht mehr in die Buchhandlung zu gehen. Auch ich habe mich diesem Trend angeschlossen und habe fortan bequem meine Bücher online geordert. Oft war das jedoch mit Enttäuschungen verbunden, da das bestellte Buch nicht meinen Erwartungen entsprach oder schlichtweg einfach falsch geliefert war. So musste ich die Bücher umständlich wieder zurückschicken und zusätzlich noch die Rücksendekosten übernehmen. Mit der Zeit habe ich immer mehr die Auswahlmöglichkeit, die eine Buchhandlung bietet, vermisst, wo ich mir das genau für mich passende Buch persönlich aussuchen konnte. Dennoch nutzte ich immer wieder die bequeme Art der Online-Bestellung bei Amazon.
Leider nahm die Anonymität und Kundenunfreundlichkeit bei Amazon im Laufe der Jahre zu. Es gleicht heute einer Odyssee einen Ansprechpartner bei Amazon zu finden, der sich dem persönlichen Anliegen wirklich annimmt.

Als dann in den letzten Jahren die schlechten, menschenunwürdigen Arbeitsbedingungen, die Ausbeutung sowie die Knebelverträge mit den Verlagen ans Licht der Öffentlichkeit kamen, habe ich beschlossen meine Bücher, DVDs und CDs – soweit es möglich ist – nicht mehr bei Amazon zu kaufen. Ich konnte und wollte deren Handelspolitik nicht mehr unterstützen.

Auf der Suche nach einer Alternative bin ich in Landsberg am Lech, wo wir seit sieben Jahren wohnen, auf die Osiandersche Buchhandlung, kurz Osiander genannt, gestoßen. Die Osiandersche Buchhandlung gehört zu den 10 größten deutschen Buchhandlungen und hat in Bayern, Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Hessen 39 Filialen. Sie ist die älteste Buchhandlung Baden-Württembergs (seit 1596). Ihr Hauptsitz ist in Tübingen. Eine der Filialen ist in Landsberg am Lech direkt am Hauptplatz.

Ich muss zugeben, dass ich anfangs ein wenig skeptisch war, ob es bei Osiander wirklich alle Bücher geben würde, die ich suchte und brauchte. Meine Skepsis löste sich rasch auf, als ich im Ladengeschäft von Osiander das Angebot auf zwei Etagen durchstöberte und Bücher dort fand, nach denen ich auf der Suche war. Aber auch jene, die ich nicht fand, wurden mir problemlos bestellt, so dass ich sie innerhalb kurzer Zeit abholen konnte. Was ich damals nicht wusste: Osiander verfügt ebenfalls über einen großen Internetshop, der Amazon in nichts nachsteht. Man findet dort in der Regel 99,9% der bei Amazon angebotenen Bücher zum selben Preis. Auch ein Großteil der DVDs und CDs sind verfügbar. Diese kann man – entweder online oder persönlich – bestellen und dann innerhalb kurzer Zeit in der Osiander-Filiale abholen oder sich auch auf Wunsch versandkostenfrei zuschicken lassen.

Ich habe mir auf der Website vom Osiander ein Kundenkonto eingerichtet, was sehr einfach und unkompliziert ging, und bestelle seitdem regelmäßig meine Bücher online. Dann hole ich meistens die Bücher in der Osiander-Filiale in Landsberg am Lech ab und schaue sie gleich vor Ort kurz an, um zu entscheiden, welche ich brauche und welche ich zurückgehen lasse. Das ist wesentlich einfacher als bei Amazon zu bestellen, da man sich den Aufwand der Rücksendung und Rückerstattung spart. Ich werde zudem sofort informiert, wenn ein Buch nicht lieferbar ist, erhalte Ersatzmöglichkeiten, und bekomme eine eMail, wenn meine Bücher abholbereit sind. Meine Anfragen werden sogleich persönlich beantwortet.

Ein kleiner Wermutstropfen ist, dass im Osiander-Shop die Querverlinkungen und Empfehlungen zu anderen Büchern derselben Thematik nicht vorhanden sind, wie es bei Amazon der Fall ist. Auch gibt es keine Buchbewertungen anderer Leser. Deshalb nutze ich immer wieder Amazon, um diese Daten zu erhalten, bestelle jedoch dann stets das Buch/die Bücher über Osiander.

Ein weiterer wichtiger Grund, warum ich bei Osiander kaufe ist, dass ich die regionalen Buchhandlungen bzw. kleineren Buchhandelsunternehmen unterstützen möchte, die heute durch die drückende Übermacht des US-Konzerns Amazon vom Aussterben bedroht sind und oft ums Überleben kämpfen. Die Geschichte und Tradition der Osianderschen Buchhandlung spricht mich sehr an: hier geht es noch um die Kultur des Buches, des Lesens, der Muse und der Wertigkeit. Das Buch hat darüber hinaus eine Seele, anders als bei Amazon, wo es zu einer seelenlosen Ware degradiert wird, die schnell verkauft werden soll.

Durch meinen Kauf in der Osianderschen Buchhandlung fördere ich auch den persönlichen Kontakt von Buch-Käufer und Buchhändler. Bei Internetriesen wie Amazon kauft man vollkommen anonym ein, erhält weder eine Beratung noch Hilfe bei etwaigen Fragen oder Problemen. Bei Osiander dagegen genieße ich den persönlichen Service, das kleine Gespräch mit den Mitarbeitern beim Abholen oder an der Kasse. Hier stehen Kundenservice und Kundenzufriedenheit im Mittelpunkt. Das Personal ist zuvorkommend und aufmerksam, auch bei Sonderwünschen.

Kurzum: Beim Osiander in Landsberg fühle ich mich wohl und gut aufgehoben. Die Buchhandlung strahlt Gemütlichkeit aus und hat den typisch angenehmen „Bücher-Geruch“. Ich fühle mich an meine Kindheit erinnert, wo ich auch stundenlang in der Buchhandlung verweilen und schmökern konnte. Ich genieße es, in einem der bequemen Sessel meine bestellten Bücher durchzuschauen oder in den Regalen neue Bücher zu entdecken. Denn auch wenn die Buchhandlung nicht so groß erscheint, so hat sie doch ein sehr gutes Sortiment. So war ich vor einigen Monaten positiv überrascht, als ich einige der Yoga-Bücher, die ich bestellen wollte, bereits vorrätig im Regal fand.

Wie würde unsere Welt und unser Leben ausschauen, wenn wir keine Bücher-Kultur und keine Buchhandels-Kultur mehr hätten und es stattdessen nur noch die Anonymität einer automatisierten Bücherwelt gäbe? Wir wären, kulturell gesehen, um ein ganzes Stück ärmer. Es sollte daher unser Bestreben sein, uns und unseren Kindern und Kindeskindern die Bücher- und Buchhandels-Kultur zu erhalten.


OSIANDER Landsberg
Hauptplatz 10
86899 Landsberg a. Lech
Tel. +49 8191 92330
landsberg@osiander.de
https://www.osiander.de

Die geheime Sprache der Bäume von Erwin Thoma

Die geheime Sprache der Bäume von Erwin Thoma

von Helene Walterskirchen:
„Die geheime Sprache der Bäume – Die Wunder des Waldes für uns entschlüsselt“
von Erwin Thoma

 

Erwin Thoma hat mit diesem Buch ein Werk geschaffen, das alle Menschen, die ein Herz für die Natur haben, tief berührt und bewegt. Er erzählt in einer lebhaften und anschaulichen Art und Weise von seinen vielfältigen Erlebnissen und Erfahrungen mit der riesigen Baumwelt, die 85% alles Lebendigen auf der Erde ausmacht, wohingegen die Menschen und Tiere nur 2 % ausmachen.

Mit dem Leser, der sich auf seine Erzählungen einlässt und sich ihnen öffnet, teilt Erwin Thoma seine tiefgewachsene Liebe zu den Bäumen und ihrem Holz, das sie uns Menschen schenken, damit wir es in unser Leben und Lebensumfeld integrieren. Er macht bewusst, dass Bäume Lebewesen sind, die fühlen, zu uns sprechen, miteinander in einer großen Gemeinschaft leben und sich gegenseitig unterstützen, sowie einen physischen, seelischen und geistigen Organismus haben, der dem von uns Menschen in keiner Weise nachsteht.

Erwin Thoma zeigt im Buch auf, wie perfekt die „Baumwelt“ funktioniert, seit vielen Jahrtausenden – ganz aus sich selbst heraus und ohne Zutun des Menschen. Ein Konzept, von dem wir Menschen viel lernen und profitieren können. Die innere, höhere Weisheit in jedem Baum, lässt ihn wachsen, sich entwickeln, sich versorgen, sich wohlfühlen, kränkeln oder sterben – alles im Einklang mit der großen Schöpfung und der göttlichen Natur. Menschen, die in Kontakt treten mit Bäumen, können wundersame Dinge erleben, wie eine beruhigende, entspannende, energetisierende oder heilende Wirkung.

Der Autor macht weiter bewusst, dass die Bäume mit uns Menschen kooperieren und kommunizieren wollen und wir gut daran tun, uns ihnen zu öffnen, um die Kraft und Weisheit der Baumriesen in uns einfließen zu lassen und ihre Botschaften zu erhalten. Doch die Sprache der Bäume muss man hören und verstehen lernen, denn wer dies von Kind an nicht gelernt hat, tut sich oft schwer. Man braucht einen Lehrer, von dem man die Sprache lernen kann. Erwin Thoma ist ein solcher Lehrer und so ist sein Buch ein Lehrbuch für „Bäume-Analphabeten“ oder solche, die nur ein geringes Wissen haben.

Alles, was Erwin Thoma in seinem Leben über Bäume und ihr Holz „studiert“ und „erforscht“ hat, ist in diesem Buch komprimiert zusammengefasst. Wer glaubt, es schnell und oberflächlich lesen zu können, wird feststellen, dass dies nicht möglich ist, wenn man den Inhalt auch wirklich verstehen möchte. Dieses Buch verlangt volle Aufmerksamkeit und Hingabe, erst dann offenbart sich das ganze Füllhorn an Erfahrungen und Wissen des Autors und man erlebt eine neue Bewusstseinsdimension. Man begreift, wie sehr sich die modernen Großstadtmenschen von heute von der Natur und den Bäumen isoliert und was sie sich damit selbst angetan haben.

Holz bedeutet Leben und Lebendigkeit. Ein Holztisch ist lebendiges Holz, obwohl der Baum nicht mehr lebt, er lebt jedoch in seinem Holz weiter – das ist wissenschaftlich erwiesen. Gleiches gilt für ein Haus, das aus Holz gebaut ist. Ein Tisch aus Plastik oder Spanplatten dagegen ist ohne Leben, ebenso ein Haus aus Beton. Das eine wirkt sich positiv auf unsere Lebensenergie und unsere Gesundheit aus, das andere hingegen negativ. Wir Menschen können uns keinen größeren Gefallen tun, als uns mit Holz zu umgeben und darin zu leben – all das macht der Autor mit seinem Buch bewusst.

Durch sein Füllhorn an Erlebnissen, Erfahrungen und Wissen über Bäume und Holz, das der Mondholz-Experte in diesem Buch ausgießt, zieht sich seine eigene Lebensgeschichte vom Buben, der in der beschaulichen und doch rauen Bergwelt des Ortes Bruck an der Glocknerstraße in Österreich aufgewachsen ist, über seinen Beruf als Förster, der für ihn mehr Berufung als Beruf war, bis hin zum Unternehmer eines naturholzverarbeitenden Betriebes, indem Häuser aus 100 Prozent Holz, ganz ohne Giftleim oder Holzschutzmittel, gebaut werden – ein Weltpatent.

Erwin Thoma lebt in Goldegg in Österreich und hat mehrere Bestseller zum Thema Holz und Bäume geschrieben.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Hardcover, S. 206
Ersterscheinung 2012, 9. Auflage 2017
Verlag Servus, Benevento Publishing
ISBN-978-3-7104-0111-4
VK-Preis: € 19,95

Bienenwachskerzen selber gießen

Bienenwachskerzen selber gießen

Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Kerzen-Kultur – Bienenwachskerzen selber gießen

Aus Bienenwachs selbst gegossene Kerzen mit den entsprechenden Kerzenformen

Lieben Sie Kerzen? Dann geht es Ihnen wie mir. Ich zünde gerne zur dunklen Jahreszeit, wenn die Abende länger werden, eine Kerze an und genießen das warme, heimelige Licht, das den Raum erfüllt. Aber nicht nur in der Adventszeit und zu Weihnachten, sondern auch an besonderen Fest- und Feiertagen sind Kerzen wichtiger Bestandteil unseres Lebens. Beim Yoga, beim Mittag- oder Abendessen habe ich gerne eine Kerze brennen, da diese Ruhe, Wärme und Frieden vermittelt.
Doch Kerze ist nicht gleich Kerze. Die meisten Kerzen, die man heute im Supermarkt kaufen kann, bestehen aus Paraffin, welches aus Erdöl gewonnen wird, ferner beinhalten sie chemische Farben und Duftstoffe. Das ist alles andere als umweltfreundlich und zudem gelangen, wenn die Kerzen abbrennen, gesundheitlich schädliche Stoffe in die Atemwege. Auch die seit einigen Jahren als ökologische Alternative angepriesene Stearin-Kerze hat ihre Schattenseiten, denn sie besteht überwiegend aus Palmöl, für dessen Anbau und Gewinnung Regenwälder abgeholzt werden. Seit 2014 muss Palmöl in Stearin-Kerzen sogar deklariert werden, da es ein „Klimakiller“ ist.

Fazit: Das natürlichste und ursprünglichste Kerzenmaterial ist und bleibt reines Bienenwachs, gut gereinigt und idealerweise aus biologischer Imkerei.

Solche Kerzen sind natürlich wesentlich treuer als die billigen Paraffin und Stearin-Kerzen. Wenn man gerne und häufig Kerzen brennen hat, wird man irgendwann auf den Gedanken kommen, sie, um Geld zu sparen, selbst herzustellen. Dazu benötigt man entsprechende Formen, in die das flüssige Wachs gegossen wird. Früher waren diese aus Holz, heute sind sie aus Silikon, wodurch die fertigen Kerzen leicht entnommen werden können.

Auf der Suche nach einem Händler, der solche Gießformen anbietet, sind wir vor einigen Jahren auf die Website von Dr. Andreas Kokott aufmerksam geworden, der in seinem Shop eine Vielzahl an wunderschönen Kerzenformen in allen Größen und Formen für die verschiedensten Anlässe anbietet: Weihnachtskerzen, Tischkerzen, Kerzen mit christlichen Symbolen, Geburtstagskerzen, Kerzen mit geometrischen Symbolen, mit Tier-, Natur- und Pflanzenmotiven, Barockkerzen, klassische Stumpen, Kerzen in Rosenform, Teelichter mit Blumenmotiven und Weihnachtssternen, Wachsanhänger, usw. Passend dazu kann man auch gleich Dochte, Bienenwachs und weiteres Zubehör dort bestellen.

Das Angebot hat uns angesprochen und so haben wir verschiedene Kerzenformen und Dochte bestellt. Durch die mitgeschickte Anleitung war das Kerzengießen nicht schwer. Zudem bietet Dr. Kokott in seinem Webshop auch ein sehr informatives Buch mit dem Titel „Kerzen, Teelichter und Wachsanhänger aus Bienenwachs“ zum Verkauf an, in welchem der Vorgang des Kerzengießens mittels der Silikon-Formen genau beschrieben ist. Man lernt sogar, wie man mit ein wenig Geschick eigene Silikon-Kerzenformen herstellen kann.

Auch wenn Silikon auf den ersten Blick nicht sehr umweltfreundlich erscheint, ist es doch die beste Alternative bei der Kerzenherstellung, da es anpassungsfähig und flexibel ist, so dass man die fertigen Kerzen leicht herauslösen kann. Zudem sind die Silikon-Kerzenformen praktisch unverwüstlich und ihre nicht ganz günstige Anschaffungskosten allemal wert. Wir verwenden unsere Kerzenformen schon seit Jahren und haben dadurch viele eigene Kerzen gegossen.
Wir stellen unsere Kerzen heute sowohl aus biologischem, gereinigtem Bienenwachs in Kosmetikqualität wie auch aus den Resten von abgebrannten Bienenwachskerzen her, die wir im Backofen einschmelzen. Früher haben wir diese Wachsreste oft in den Müll geworfen, bis wir eines Tages erkannt haben, welche Rohstoff-Verschwendung dies ist. Bei der Kerzenherstellung herrscht in unserer Küche stets ein aromatischer Bienenwachsduft, geradeso als sei Advent oder Weihnachten. Es macht uns Freude, diesen Duft einzuatmen, denn er ist nicht nur völlig natürlich, sondern auch ein wunderbares Dufterlebnis. Dies können uns weder Paraffin noch Stearin bieten – selbst wenn sie mit künstlichen Duftstoffen angereichert sind.

Übrigens: Hochwertigstes, reinstes Bienenwachs kann auch unbedenklich in den Mund genommen oder sogar mitgegessen werden, wenn z.B. Wachs beim Abbrennen per Zufall über ein Plätzchen läuft. Eltern mit kleinen Kindern können völlig unbesorgt sein, wenn sie in ihrem Wohnbereich solche Kerzen verwenden. Aber leider ist Bienenwachs nicht gleich Bienenwachs. So manches vermeintlich gute Bienenwachs ist unrein, gestreckt mit anderem Wachs, nicht Bio und kommt aus China. Hier lohnt es sich beim Bienenwachs-Einkauf lieber einige Euro mehr zu bezahlen, um eine gute und reine Qualität zu bekommen. Wir verwenden übrigens nur deutsches Bienenwachs.

Flüssiges Bienenwachs wird in die hohen Tischkerzenformen gegossen

Wollen auch Sie ihre Kerzen selber gießen? Dann schauen Sie auf den Webshop von

Dr. Andreas Kokott
Horwagener Str. 29
D-95138 Bad Steben
Telefon: 09288-925688
Telefax: 09288-925689
www.kerzenidee.de
E-Mail: info@kerzenidee.de

Geplanter Verschleiss von Christian Kreiß

Geplanter Verschleiss von Christian Kreiß

Buch-Rezension und –Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Geplanter Verschleiss: Wie die Industrie uns zu immer mehr und immer schnellerem Konsum antreibt – und wie wir uns dagegen wehren können von Christian Kreiß


Dieses Buch hat mich sehr angesprochen, weil ich genau das, was der Autor darin beschreibt, aus vielen eigenen Erfahrungen kenne: Neue Produkte, die man kauft, und die bereits nach kurzer Benutzungsdauer kaputt gehen: PCs oder Drucker, die ihren Geist aufgeben, obwohl sie doch noch wie neu sind; die Marken-Waschmaschine, die schon bald nach dem Kauf nicht mehr schleudert, der Staubsauger, bei dem das Metallrohr einfach durchbricht, obwohl er doch erst ein Jahr alt ist usw. Haben Sie genug davon, ständig Ihr Geld für neue Produkte oder teure, unsinnige Reparaturen ausgeben zu müssen, weil die heute verkauften Produkte einfach nicht langlebig sind und permanent kaputt gehen? Fühlen auch Sie sich von der Industrie betrogen?

Dann ist das Buch „Geplanter Verschleiss“ von Prof. Dr. Christian Kreiß genau das richtige für Sie, denn es nimmt kein Blatt vor den Mund und schildert die schonungslose Wahrheit – oder sollte man eher sagen „Lüge“ – wie sie in der heutigen Konsum- und Kapitalgesellschaft vorherrscht. Bei aller Brisanz und Empörung bleibt der Autor jedoch im Buch gekonnt sachlich und neutral. Er möchte dem Leser die Augen öffnen und das ganze Dilemma zeigen, in welchem sowohl Wirtschaft als auch Kunden gleichermaßen stecken, die zum Spielball eines erzwungenen Wirtschaftswachstums und eines Finanzsystems geworden sind, das der Mensch schon lange nicht mehr beherrschen kann. Der Autor möchte neue Wege aufzeigen, wie Menschen nicht ständig Geld für neue Konsumartikel verdienen oder sich mit Reklamationen herumärgern müssen. Nachdem Sie dieses Buch gelesen haben, werden Sie verstehen, was hinter der geplanten Obsoleszenz steckt, wie die Systeme der Wirtschaft funktionieren und was Sie als einzelner dagegen tun können, um aus diesem Spiel auszusteigen.

Das Buch besteht aus 4 Themenbereichen. Im ersten Block werden die Erscheinungsformen von geplantem Verschleiß genauestens dargelegt und analysiert. Der Autor erklärt u.a. die drei Arten von geplantem Verschleiß, nämlich: 1. technische oder funktionelle Obsoleszenz (durch technischen Fortschritt wird ein altes Produkt überflüssig = obsolet), 2. qualitative Obsoleszenz (künstliche, geplante Verkürzung der Lebenszeit durch den Hersteller mit dem Zweck, die Kunden zu Ersatzkäufen zu zwingen), 3. Psychologische Obsoleszenz (voll funktionsfähige Gegenstände werden durch neue ersetzt, z.B. aus Modegründen). Der Leser erfährt über die Rolle der Werbung, die Kundentäuschung und den Verbraucherbetrug.

Im zweiten Block geht es um das Ausmaß und die Auswirkungen von geplantem Verschleiß. Der Leser wird über das immense Müllproblem informiert, das durch defekte, kurzlebige Geräte und Produkte entsteht, aber auch die unnötige Arbeit, die damit verbunden ist. Christian Kreiß vergleicht dies sehr treffend mit dem Graben von Löchern, die danach wieder zugeschüttet werden – eine mehr als unsinnige Tätigkeit! Doch genau das ist die beste Umschreibung von geplantem Verschleiß: sinnlose Arbeit um der Arbeit willen.

Im dritten Block analysiert Christian Kreiß die Ursachen von geplantem Verschleiß und wer davon Vorteile hat – denn das ist nicht der Kunde, sondern die Wirtschaft und einige wenige Strukturen! Das Machtgefüge von Wirtschaft und Politik sowie die Manipulation durch Medien wird genauestens dargelegt, ebenso die Gefahr des Wachstumszwangs, der in der Form nicht funktionieren kann und dem Menschen nur schadet. Wer immer mehr arbeiten muss, um sich bereits defekte Konsumgüter kaufen zu müssen, wird am Ende in einem Burnout enden, da er aus dem Hamsterrad von Geldverdienen, Kaufen, Defekt, Wegwerfen, Geldverdienen, Kaufen, Defekt, Wegwerfen, usw. nicht aussteigen kann.

Im vierten Block zeigt der Autor Abhilfen gegen geplanten Verschleiß auf, die jedoch angesichts der wenigen gesetzlichen Maßnahmen gegen diesen großen Betrug nur begrenzt sein können. Wie Christian Kreiß auf S. 197 schreibt: „Geplanter Verschleiß und alle anderen Formen von Kundenbetrug sind tief in unserem heutigen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem verankert. Durch oberflächliche Maßnahmen wie gesetzliche Regelungen ist dem nicht beizukommen. Nur eine tief gehende Änderung unserer Denk-, Wirtschafts- und Lebensweise hin zu mehr Verantwortung, mehr Bescheidenheit und mehr Menschlichkeit kann langfristig eine menschlichere Wirtschafts- und Gesellschaftsform ohne geplanten Verschleiß herbeiführen.“

Das sehe ich ebenso: Schlussendlich ist jeder Einzelne für sich selbst verantwortlich, d.h. heißt: wachsam sein bei jedem Kauf, sich überlegen, ob man das Produkt wirklich braucht, Neukäufe vermeiden, stattdessen versuchen zu reparieren, und einen verantwortungsvollen Umgang mit Geld, Konsum und Besitz praktizieren.

Das Buch „Geplanter Verschleiss“ ist von einem Fachmann, einem Kenner des Wirtschaftsgefüges geschrieben worden, der den Irrsinn unserer heutigen Konsumgesellschaft im vollen Ausmaß durchschaut hat, ohne dabei in Schimpftriaden oder Schuldzuweisungen abzufallen. Christian Kreiß erzählt neben Fachwissen auch einige skurrile, lesenswerte Produktanekdoten, mit der sich der betrogene Leser identifizieren kann, mahnt gleichzeitig aber mit ernsten Worten, dass es so nicht weitergehen kann, weil das System in sich marode und falsch ist. Es ist ein wertvolles, vom ersten bis zum letzten Satz stimmiges Buch mit vielen Informationen und Wissen. Mir hat es sehr gefallen und ich hoffe, dass es noch viele andere Menschen aufrüttelt und zu einem neuen Konsum- und Lebensverhalten anregt.

Übrigens kam das Buch „Geplanter Verschleiss“ von Christian Kreiß genau an dem Tag bei uns an, als unser erst ein paar Jahre alter Nussknacker von einer renommierten Firma entzwei brach. Er brach nicht etwa an der Verbindungsstelle der beiden Metallgabeln auseinander, sondern mitten im Griff!! Wir haben damit keine Steine geknackt, sondern eine einfache Walnuss. Die Reklamation beim Hersteller war erfolglos, denn uns wurde unsachgemäße Verwendung vorgeworfen bzw. wir hätten den Nussknacker auf den Boden fallen lassen und da könne es schon einmal sein, dass Metall bricht. Die Nachfrage bei einem erfahrenen Schmied ergab jedoch, dass Metall nicht auseinanderbrechen kann – „eher zerbricht Ihr Fliesenboden“ -, außer es ist in sich bereits fehlerhaft verarbeitet (Sollbruchstellen). Wenn das nicht ein Zeichen von geplanter Obsoleszenz ist! Wir haben das Ganze dadurch gelöst, dass wir bei eBay einen 70 Jahre alten Nussknacker ersteigert haben, denn wenn dieser schon so lange funktioniert hat, dann sollte er es die nächsten 50 Jahre auch noch tun! Nicht immer ist neu besser oder langlebiger…!

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Erschienen im Europa Verlag 2014
240 Seiten
auch als ebook erhältlich
IBAN 978-3-944305-51-6
Preis: 18,99 € (D) / 19,60 € (A) / 27,50 CHF

Vegan & vollwertig genießen von Annette Heimroth und Brigitte Bornschein

Vegan & vollwertig genießen von Annette Heimroth und Brigitte Bornschein

Buch-Rezension und –Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:

„Vegan & vollwertig genießen“
von Annette Heimroth und Brigitte Bornschein


Ein ansprechend gestaltetes Kochbuch, das dem Leser die vegane Ernährung mit leckeren Rezepten näher bringt. Das Vorwort ist von Barbara Rütting geschrieben, einer Pionierin der veganen Lebensweise, was das Buch zusätzlich aufwertet.

Das Buch „Vegan & vollwertig genießen“ ist eines der wenigen komplett Soja- und Zuckerfreien Rezeptbücher auf dem Markt, was sehr erfreulich ist, denn gerade gegen Soja sind heute immer mehr Menschen allergisch. Abgesehen davon hat eine vegane Ernährung noch viel mehr zu bieten als Tofu und Fleischersatzprodukte aus Soja oder Weizen. Die Rezepte sind „alltagstauglich“, frisch, gesund und nicht exotisch wie in vielen anderen Kochbüchern, zudem sind sie mit einladenden Fotos versehen.

Früher stand bei uns in der Küche jahrelang ein vegetarisches Kochbuch im Regal, da es schlichtweg keine vegane Alternative auf dem Buchmarkt gab, nun freuen wir uns, dass wir mit dem Buch „Vegan & vollwertig genießen“ endlich einen passenden Nachfolger gefunden haben! Es wurde schon fleißig damit experimentiert und für mich steht fest: Das Rezept „Schokonella“ ist mein neuer Favorit: Datteln, Cashewkerne, Carob und ein paar weitere Zutaten ergeben wunderbare „Pralinen“, die gesünder und himmlischer schmecken als alle anderen nicht-veganen Schoko-Produkte aus dem Supermarkt. Fazit: Vegan Kochen macht mit diesem Buch Freude und erfüllt Körper und Seele gleichermaßen. Sehr empfehlenswert für jeden veganen Haushalt.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Erschienen im Hädecke Verlag
8. Auflage 2016, 216 Seiten, 90 Farbfotos
ISBN 978-3-7750-0573-9
19,90 € (D), 20,50 € (A)

Göttliche Unterweisungen in Kurzform von Lucius Caecilius Firmianus Lactantius

Göttliche Unterweisungen in Kurzform von Lucius Caecilius Firmianus Lactantius

von Alexandra Walterskirchen:

„Göttliche Unterweisungen in Kurzform“
von Lucius Caecilius Firmianus Lactantius

 


Lucius Caecilius Firmianus Lactantius (ca. 250 bis 320/325 n.Chr.), deutsch Laktanz genannt, war zu seiner Zeit ein bedeutender Kirchenschriftsteller und Philosoph aus Nordafrika. Er trat 301 n.Chr. zum Christentum über und wurde auch der „christliche Cicero“ genannt, da er über eine große Redebegabung verfügte. Von seinem Hauptwerk, den „Göttlichen Unterweisungen“ (Divinae Insitutiones), das aus sieben Büchern besteht, hat Laktanz wohl um 320 n Chr. eine Kurzfassung, eine „Epitome“, geschrieben. Sie ist nicht nur ein „Auszug“, sondern eine revidierte Neuausgabe des größeren Werkes. Laktanz wollte mit dieser Kurzfassung seinen vielen Lesern Genüge tun, denen das umfangreiche Hauptwerk zu lang war. Dabei erklärt Laktanz am Ende der Vorrede, dass er die Ausführungen des Hauptwerkes so kürzen werde, dass darunter weder der sachliche Gehalt der Darstellung noch die Verständlichkeit leiden werden. Diesen Worten kann ich zustimmen, ja mehr noch: Die Epitome erweisen sich meiner Meinung nach im Vergleich mit dem Hauptwerk als eine Weisheitsperle, denn Laktanz hat an vielen Stellen Gedankenstränge weiterentwickelt und neues Wissen hinzugefügt.

Die Epitome bestehen aus 68 Kapiteln, wobei die 7 Bücher unterschiedlich stark gekürzt und wiedergegeben sind. An manchen Stellen ordnet Laktanz den Stoff anders an als im Hauptwerk, an anderen Stellen zitiert er wörtlich. Besonders ausführlich werden die religiösen und ethischen Pflichten des christlichen Menschen und die notwendige Existenz des Bösen behandelt. Im Gegensatz zu seinem Hauptwerk wendet sich das Buch vor allem an Christen und nicht mehr an Heiden. Dies ist der veränderten politischen Situation seiner Zeit zuzuordnen, als das Christentum immer mehr an Dominanz und Akzeptanz in der römischen Gesellschaft erlangt hatte und nun die alte Vielgötter-Religion als Irrtum angesehen wurde.

Das erste Buch „De falsa religione“ (Von der falschen Religion) wird in den Kapiteln 1,1 bis 19,6 zusammengefasst. Laktanz betont die Existenz des einen Gottes und erläutert ausführlich den fragwürdigen Ursprung römischer und heidnischer Götter, die seiner Meinung nach nichts anderes als nach ihrem Tod vergöttlichte, unsittliche Menschen waren, die Ehebruch begangen und vergewaltigt haben. Laktanz kritisiert verschiedene heidnische Rituale, z.B. Menschenopfer, und sieht den Ursprung der Götterverehrung in sehr alter Zeit, so dass die Menschen heute nicht mehr wissen, welch falsche Götter bzw. Menschen sie verehren. Gleichzeitig nimmt er die Dichter in Schutz, da in allem, was sie wiedergeben, immer auch ein wahrer Kern enthalten ist.

Das zweite Buch „De origine erroris“ (Vom Ursprung des Irrtums) folgt in den Kapiteln 20,1 bis 25,1. Laktanz entlarvt die Wirkungslosigkeit der römischen Götter als Blendwerk der Dämonen und des Teufels. Er erklärt die Schöpfung der Welt, des Menschen, der Engel und der Dämonen. Sehr bemerkenswert ist seine Darstellung des Falls der Engel, die einst zum Schutz der Menschen auf die Erde gesandt worden waren, durch ihre Lust zu menschlichen Frauen verleitet, ihren Engelsrang verloren haben und so zu Anhängern des Teufels wurden (=Dämonen). Laktanz beantwortet danach ausführlich die philosophische Grundfrage, warum das Böse existieren muss: Nur durch das Böse kann das Gute erkannt werden. Laktanz stellt sich hier eindeutig auf die Seite der Anhänger des dualistischen Weltbildes.

Das dritte Buch „De falsa sapientia“ (Von der falschen Weisheit) zeigt in den Kapiteln 25,2, bis 35,3 den Irrtum der griechischen Philosophen auf, die trotz ihrer Suche Gott, das wahre höchste Gut, und die Unsterblichkeit in IHM, nicht erlangt haben, sondern sich in ihren unterschiedlichen philosophischen Ansichten dermaßen zerstritten und verloren haben, dass ihre ganzen Studien am Ende ergebnislos waren. Laktanz stellt sich in Kapitel 31 gegen die Philosophie der Wiedergeburt, die Pythagoras vertreten hat, der sich offenbar als Reinkarnation des Kriegers Euphorbos aus der Zeit des Trojanischen Krieges betrachtet hat, und weist diese als zu belächelnde Torheit von sich.
Das vierte Buch „De vera sapientia et religione“ (Von der wahren Weisheit und Religion) schließt sich in den Kapiteln 36,1 bis 47,1 an. Laktanz betont, dass Weisheit und Religion nur in der Verehrung Gottes zu finden seien, der allein wahre Weisheit sei. Er schildert den Sendungs-, Wirkens- und Leidensweg Jesu Christi. Besonders bemerkenswert ist hier die teils verschollene außerchristliche Offenbarungsliteratur, die Laktanz zitiert, und die eine andere, erfrischend neue Sichtweise auf das Wirken Jesu Christi wirft als das gängige Bild der Bibel.

Das fünfte Buch „De iustitia“ (Über die Gerechtigkeit) wird in den Kapiteln 47,2 bis 52,10 erläutert und widmet sich dem Unrecht der Christenverfolgung, dem Vertrauen auf die Macht Gottes, der Bereitschaft für den rechten Glauben zu leiden und als Märtyrer zu sterben, denn gemäß der Meinung von Laktanz ist in der christlichen Religion eine Bereitschaft, ja sogar Notwendigkeit, zu Leiden enthalten. Wahre Gerechtigkeit sei nur in der göttlichen Weisheit zu finden, ansonsten sei Gerechtigkeit nichts anderes als menschliche Torheit.

Das sechste Buch „De vero cultu“ (Von der wahren Verehrung), das in den Kapiteln 53,1 bis 62,4a wiedergegeben ist, finde ich besonders herausragend, da es die erste christliche Beschreibung bzw. christliche Lehre, darstellt, welche die Pflichten des Geschöpfes, d.h. des Menschen, gegenüber Gott, seinem Schöpfer, darlegt. Laktanz kombiniert hier die Lehre der Bibel mit Ciceros Buch „De officiis“ (Von den Pflichten). Er erklärt ausführlich die drei Ur-Wurzeln allen Übels, nämlich Zorn, Habsucht und Wollust, die beherrscht werden müssen, um ewiges Leben in Gott zu erlangen. Laktanz kritisiert die Sinneslüste und die niederen Triebe des Menschen und ermahnt zur Treue im Glauben aber auch im tugendhaften, ethischen Handeln und der Treue zum Ehepartner.

Das siebte Buch „De vita beata“ (Vom glückseligen Leben) wird in den Kapiteln 62,4b bis 68,5 zusammengefasst. Laktanz erklärt die unsterbliche Einheit der Seele des Menschen mit Gott als das Ziel seiner Existenz. Am Ende schildert er kurz die Endzeit und das tausendjährige Gottesreich, ehe er das Werk abschließt.

Die deutsche Übersetzung der Epitome ist wie auch wie die Übersetzung des kompletten 7. Buches „De Vita Beata“ (Laktanz. „Divinae institutiones“. Buch 7: „De vita beata“ ISBN 978-3-11-021004-0) von sehr guter sprachlicher Qualität. Sie liest sich flüssig und verständlich. Einziger Wermutstropfen ist, dass für den begeisterten Lateiner kein lateinischer Originaltext vorliegt, so dass man selbst nicht übersetzerisch tätig sein kann. Mir hat das Buch „Göttliche Unterweisungen in Kurzform“ des Laktanz sehr gut gefallen und ich kann sie jedem religiös- und philosophisch interessierten Menschen nur empfehlen. Laktanz Ansichten und Lehren sind erstaunlich zeitgemäß und weise. Sie sind ein guter Wegweiser in Zeiten der persönlichen Unsicherheit oder Unklarheit.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Lactantius, Lucius Caecilius Firmianus
Göttliche Unterweisungen in Kurzform
Eingeleitet, übers. und erl. von Eberhard Heck und Gudrun Schickler
Erschienen 2013
109,95 €
ISBN 978-3-11-095688-7

Culture Jamming – Das Manifest der Anti-Werbung von Kalle Lasn

Culture Jamming – Das Manifest der Anti-Werbung von Kalle Lasn

Buch-Rezension von Alexandra Walterskirchen:

„Culture Jamming – Das Manifest der Anti-Werbung“
von Kalle Lasn


Ich habe dieses Buch bestellt, weil es die Abgründe des Kapitalismus aufzeigen und ein originelles Plädoyer für eine neue Gesellschaft sein soll. Der Autor Kalle Lasn, Gründer der „Adbusters Media Foundation“ und des „Culture Jammings“, versucht durch Anti-Anzeigen und Anti-Werbung die Konsumwelt ad absurdum zu führen. Was sich so witzig und clever anhört, entpuppt sich aber als Wutpredigt eines Fanatikers, der die vorherrschende „coole“ Konsumgesellschaft aus tiefster Seele hasst und mit ihren eigenen Waffen bekämpfen und zerstören will. Ich habe das Buch nicht ganz fertig lesen können, da mich die aggressive Art des Autors abgestoßen hat. Wie kann jemand so viel Hass empfinden? Allein die Widmung des Buch sollte zu denken geben: „Und für meinen Todfeind Philip Morris Inc., den ich, das schwöre ich, erledigen werde.“

Die Sprache des Autors ist niveaulos und unkultiviert und zur Aggression anstachelnd, auch wenn er anfangs im Werk betont, alle Schimpfwörter aus dem Buch gestrichen zu haben. Immer wieder liest man Sätze wie „Als ich diese Werbung ansah, stieg eine tierische Wut in mir auf.“ oder „Stellen Sie sich vor, Sie liegen total erschöpft vor der Glotze.“ oder „Postmoderner Zynismus ist Wut, die den Arsch nicht hochkriegt.“

Besonders betroffen hat mich ich die Aussage des Autors, dass Wut „heilig“ sei und in jedem von uns lodern müsse, wenn wir die Welt verändern wollen. Wut sei die einzige Emotion, die stark genug wäre, um einen Krieg zu beginnen oder zu beenden. Der Autor hält nichts von Liebe und Frieden, um eine neue bessere Welt zu schaffen, sondern möchte diese mittels der negativen Kraft der Wut erreichen. Er will eine Revolution anzetteln und nicht versöhnen.

Auch wenn die Grundidee des „Culture Jammings“ originell und humorvoll wäre, entpuppt sie sich als todernste Waffensalve, die wahllos alles „töten“ möchte, was sich ihr in den Weg stellt. Der Autor hat zwar richtig erkannt, dass die heute Kapitalismusgesellschaft durch und durch verdorben und am Ende ist, aber es ist meines Erachtens ein Irrtum zu glauben, sie mit genau denselben niederen Tricks und Hass-Kampagnen bekämpfen und zu einem Wandel zwingen zu wollen. Denn Hass führt nur zu neuem Hass. Auf diese Weise ist der Revolutionär nicht besser als der, den er bekämpft. So kann keine Welt des Friedens entstehen, sondern nur ein neuer Krieg. Kein Buch für sensible, gutherzige und friedvolle Menschen!

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Verlag: Orange Press
15 x 20 cm | 224 Seiten | Fadenheftung,
mit 16 Farbseiten Adbuster-Anti-Werbungen
€ 20,- (D) | € 20,60 (A) | SFr 27,50 (CH)
ISBN 978-3-936086-22-5

Brigitta von Dagmar Knöpfel

Brigitta von Dagmar Knöpfel

von Helene Walterskirchen:
Brigitta
von Dagmar Knöpfel

Der Film Brigitta ist eine Geschichte nach der gleichnamigen Novelle von Adalbert Stifter (1805 – 1868) anlässlich seines 150. Todestags. Die Regisseurin und Produzentin Dagmar Knöpfel hat den Film in den Jahren 1993/94 an Originalschauplätzen in Ungarn gedreht. Der jetzt neu erscheinende Film auf DVD ist eine restaurierte Fassung.

Der Film, in schwarz-weiß gedreht, vermag den Zuschauer in eine andere Welt zu entführen, nämlich die des 19. Jahrhunderts, in der es weder Autos noch Eisenbahnen noch Landmaschinen etc. gab. Der Schauplatz ist eine abgelegene, verschlafene, ländliche Gegend in Ungarn. Die Handlung führt den Zuschauer in den Lebensraum einiger ungarischer Gutsherren und Landadeligen, die über ihre Dörfer und Bauern herrschen. Unter diesen befindet sich auch Brigitta als einzige Frau, die ein tragisches Lebensschicksal hat und mit ihrem fast erwachsenen Sohn Gustav allein in einem Landschloss lebt. Einer ihrer Nachbarn ist Major István Murai, ein melancholischer, gutaussehender Mann, der Brigitta sehr zugetan ist, jedoch von einem Geheimnis umgeben ist.

Der Film beginnt mit der Reise zu Fuß des jungen Malers Forian, einem guten Freund des Majors, durch die unberührte und herbe Natur Ungarns. Immer wieder lädt ihn diese ein, sich niederzulassen und zu malen. Der Zuschauer darf an der Entstehung der Zeichnungen teilhaben und so eins werden mit den Augen des Malers, der die Landschaft betrachtet und sie in Pinselstrichen detailliert zu Papier bringt.

Mag der Film anfangs etwas langweilig wirken, da er in schwarzweiß und dazu ohne Geräuschkulisse ist, abgesehen vom Gezwitscher der Vögel oder dem Rauschen des Schilfs im Wind, so wandelt er sich mit der Zeit in eine Entspannung und Entschleunigung, die den Zuschauer wohlig wiegt. Die Sinne, die im heutigen, modernen Alltag sehr oft überreizt sind und auf Reize aus sind, dürfen sich entreizen, in die Entspannung und Ruhe eintreten und sich auf das Wesentliche beschränken.

Auch die Handlung des Films ist ungemein beruhigend, ohne das, was man Action nennt, sondern sind beruhigende Sequenzen, die es dem Zuschauer ermöglichen, in die Tiefen der Situation, Seele und Gefühle der Akteure einzutauchen und hinein zu spüren, was in ihnen vorgehen könnte oder gar vorgeht. Und doch bleibt die Handlung bis zum Ende spannend, da der Zuschauer weder hinter das Geheimnis von Brigitta und dem Major blicken kann noch eine Ahnung davon hat. Erst ganz am Ende wird das Geheimnis gelüftet und entlädt seine ganze Gefühlsenergie und Gefühlskraft auf den Zuschauer.

Alles in allem: ein Film der entschleunigt, der die Sinne beruhigt und doch ungemein berührt, ein Film, sensibel und doch kraftvoll, der die Illusion des 19. Jahrhunderts, in dem er spielt, zu einer Realität zu vermachen vermag.

Der Film erscheint ausschließlich aud DVD, die Sie ab dem 26.01.2018 käuflich erwerben können.

Länge: 80 min (Kino, 24fps); 76 min (DVD, 25fps)
Format: Kino 35 mm/1:1,37 (Kino); DVD 1,33:1 (4:3)
Farbe: schwarz/weiß
Ton (DVD): Tonmischung neu digitalisiert von der Original Magnetband Kinofassung
Produktionsjahr: 1993/94
Produktion: Dagmar Knöpfel Filmproduktion

Verleih:

Alamode Filmdistribution
Dachauer Str. 233
80637 München
Tel: 089 – 17 99 92 0
Fax: 089 / 17 99 92 13
info@alamodefilm.de
www.alamodefilm.de

Peacefood – Das vegane Kochbuch & Vegano Italiano von Dr. Rüdiger Dahlke

Peacefood – Das vegane Kochbuch & Vegano Italiano von Dr. Rüdiger Dahlke

von Alexandra Walterskichen:

„Peacefood – Das vegane Kochbuch und Peacefood – Vegano Italiano: Das vegane Kochbuch“
von Dr. Rüdiger Dahlke

 


Dr. Rüdiger Dahlke ist Experte einer veganen Lebensweise und einer gesunden, pflanzenbasischen Ernährung. Das zeigt sich auch in seinen beiden Kochbüchern „Peacefood – Das vegane Kochbuch“ und „Peacefood – Vegano Italiano: Das Kochbuch“, die besonders für Menschen geeignet sind, die sich am Anfang einer veganen Ernährungs- und Lebensweise befinden und Rezepte und Kochideen suchen. Die Einführung in beiden Bücher vermittelt dem Leser Grundlagen und Prinzipien der veganen Ernährung in Kurzform. Ein Glossar erklärt die wichtigsten Zutaten der veganen Küche. Die Rezepte sind fundiert und unkompliziert zum Nachkochen.

So werden auch langjährige Vegetarier und Veganer hier einige neue Gerichte entdecken und ihre Küche positiv bereichern können. Die Namen der Gerichte wie „Veggieburger“, „Wiener Schnitzel“, „Vegane Gyros“, „Mohn-Griess-Schmarrn mit Aprikosenmus“ oder „Dinkel-Buchweizen-Pfannkuchen“ sind so gewählt, dass auch normale „Mischköstler“ leicht ihr Lieblingsericht in veganer Variante nachkochen können. Der Einschlag des österreichisch-bayerischen Kulturkreises des Autors ist in seinem Buch „Peacefood – Das vegane Kochbuch“ eindeutig wahrnehmbar (z.B. „Maronentascherl“ oder „Semmelknödel mit Steinpilzen“) und hat mich als Bayerin besonders angesprochen, da ich mit den Bezeichnungen für diese Gerichte vertraut bin. Ich kenne die Namen noch aus meiner Kindheit, als ich noch keine Veganerin war, und freue mich, dass ich nun auch vegane Alternativen für meine bayerischen Lieblingsgerichte habe.

Das Buch „Peacefood – Vegano Italiano: Das Kochbuch“ legt seinen Schwerpunkt, wie schon der Name verrät, auf italienische Gerichte. So findet man in diesem wunderschönen Buch leckere italienische Rezeptideen mit Nudeln und Reis (Pasta e risotti), viel Gemüse (Legumi), Seitan und Tofu, aber auch jede Menge Suppen (Zuppe) und ganz neue Rezepte nach italienischer Art. Der Autor beweist in diesem Kochbuch, dass die italienische Küche auch vegan und lecker schmecken kann und dazu noch gesund ist.

Beide Kochbücher sind optisch und materialmäßig hochwertig gestaltet, mit attraktiven und traumhaften Fotos, bei denen dem Leser schon beim Betrachten das Wasser im Mund zusammenläuft. Mein Fazit: Zwei Bücher, die einladen zum veganen Essen, zum Experimentieren für jene, die noch nie vegan gekocht haben, und zum begeisterten Nachkochen für jene, die schon selbst Erfahrungen in der veganen Küche gemacht haben. Es ist nicht nur für jeden etwas dabei, sondern überzeugt jeden Vegan-Skeptiker davon, dass die vegane Küche der „normalen“ Mischkost-Küche in keinster Weise nachsteht.

Vielen Dank an Dr. Rüdiger Dahlke für seinen unermüdlichen Einsatz für die Verbreitung der veganen Lebens- und Ernährungsweise!

Das erste Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Peacefood – Das vegane Kochbuch
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH (10. August 2013)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3833833045
Buchpreis: 19,90 €

Das zweite Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Peace Food – Vegano Italiano: Das Kochbuch
Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
Verlag: GRÄFE UND UNZER Verlag GmbH; Auflage: 2 (6. September 2014)
Sprache: Deutsch
ISBN-13: 978-3833841972
Buchpreis: 19,90 €

„Was ich an dir liebe, Mama“ von Alexandra Reinwarth

„Was ich an dir liebe, Mama“ von Alexandra Reinwarth

von Alexandra Walterskirchen:

„Was ich an dir liebe, Mama – Eine originelle Liebeserklärung zum Ausfüllen und Verschenken“
von Alexandra Reinwarth

 


Wer seine Mutter liebt, möchte ihr etwas ganz Besonderes schenken – sei es zu Weihnachten, zum Geburtstag oder zum Muttertag. Dieses Buch ist ein guter Leitfaden, um ein unvergessliches Geschenk zu produzieren, da es kein fertiges Buch ist, sondern nur Bausteine enthält und die Anforderung an den Leser stellt, selbst als Autor tätig zu werden.

Wer jedoch glaubt, das Buch und seine Fragen in einer Stunde schnell hingeschrieben zu haben, irrt. Dieses Buch erfordert Zeit und Hingabe – und das ist auch so gewollt, denn die Beziehung zur eigenen Mutter, dem Wesen, von dem man geboren und aufgezogen worden ist, kann man nicht in ein paar wenigen und flüchtigen Sätzen abhandeln. Dieses Buch fordert dazu auf, sich in die eigene Beziehung zur Mutter einzulassen, hinein zu tauchen in diese spezielle Mutter-Kind-Verbindung, die ein Leben lang anhält und dominierend ist.

Deshalb tut man gut daran, das Buch einige Wochen vor dem Geschenkanlass zu kaufen, um nicht unter Zeitdruck zu geraten. Im Laufe des Buches wird der Leser im übrigen feststellen, dass es nicht nur um die Beschreibung der Liebe zu seiner „Mama“ geht, sondern auch um die Erforschung des eigenen inneren Kindes, wodurch es durchaus etwas Psychologisches an sich hat.

Mir hat es sehr viel Spaß gemacht, das Buch „Was ich an dir liebe, Mama“ im Laufe von 3 Wochen Schritt für Schritt auszufüllen und mit kleinen Zeichnungen und Stickern zu verzieren. Denn das ist auch eine Sache, die das eher schlicht gehaltene Buch bewusst vom Leser/Käufer verlangt: es durch den eigenen Gefühlsausdruck zu einem unvergesslichen Geschenk zu gestalten. Wer bemängelt, dass die Gestaltung des Buches sehr karg und ohne schöne Bilder sei, vergisst, dass es die Aufgabe der Tochter/des Sohnes ist, das Buch mit der Liebe zu seiner Mutter zu erfüllen und es individuell zu gestalten. Das kann keine Druckerei durch ein paar hübsche, aber in jedem Buch gleiche, Grafiken übernehmen.

Fazit: Dieses Buch ist als Roh-Grundlage zu verstehen, als Leitfaden, um es der Tochter/dem Sohn zu erleichtern, ein einzigartiges Geschenk für seine Mutter zu machen – eine Art Liebeserklärung, ein Dankeschön, eine Hommage. Vorausgesetzt ist allerdings, dass die Liebe zu ihrer/seiner Mutter auch vorhanden ist und sie/er eine schöne Kindheit hatte, ansonsten werden ihr/ihm bei den vielen Fragen irgendwann die Antworten ausgehen. Wer jedoch eine enge und gute Beziehung zu seiner Mutter hat, wie das bei mir der Fall ist, der wird eher ein anderes Problem haben: dass der Platz gar nicht reicht, alles aufschreiben zu können, was man für seine Mutter an Liebe empfindet und wie dankbar man ihr ist, dass man von ihr großgezogen und liebevoll versorgt worden ist.

Ein wunderschönes Buch und eine von Herzen kommende Geschenkidee. Sehr zu empfehlen.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

 

 

 

Riva Verlag

Hardcover, 96 Seiten
Erschienen: März 2016
10,- Euro
ISBN: 978-3-86883-868-8

 

Kyocera-Keramikmesser: Kizuna-Serie

Kyocera-Keramikmesser: Kizuna-Serie

Produkt-Rezension und -Empfehlung von Alexandra und Helene Walterskirchen:
Kyocera-Keramikmesser – Kizuna-Serie


Messer ist nicht gleich Messer. Es gibt kleinere Küchenmesser um 10 € und es gibt welche um 300 €. Meisterköchen ist dies bekannt und sie arbeiten nur mit den hochwertigsten und teuersten Messern, die, je nach Größe, bis zu 1.000 € kosten können. Normalen Hausfrauen wird dies eher unbekannt sein, da sie mit gängigen Kaufhausmessern arbeiten. Meisterköche kaufen ihre speziellen Messer jedoch nicht im Kaufhaus, sondern bei speziellen Herstellern. Ein solcher ist die japanische Firma Kyocera.

Meisterköche kochen anders als „normale“ Hausfrauen. Für sie ist ihr Set an Küchenmessern kein einfaches Messer, sondern ihr Handwerkszeug, mit dem sie fast akrobatisch in Sekundenschnelle „zack-zack-zack“ schneiden – von grob bis millimeterfein. Die „normale Hausfrau“ hingegen braucht fünfmal solange und das Geschnittene ist oft ein unordentlicher Schnipselsalat.

An Kyocera-Keramikmesser, insbesondere die Edel-Serie „Kizuna“ muss man sich als Hausfrau heranwagen. Das geht am besten, wenn man sich schon im Bereich „Kochen“ weiterentwickelt hat und in die Richtung „Meisterköchin“ kommt. Dann geht es nicht nur darum, beispielsweise eine Gurke oder eine Zucchini in Scheiben zu schneiden, sondern man hat den Anspruch gleichmäßig zu schneiden, insbesondere auch gleichmäßig dünn oder in Würfel, und dabei noch Zeit zu sparen.
Zubereiten ist dann nicht nur Zubereiten, sondern die Harmonie und der Flow im Zubereiten, ist das „Jonglieren“ mit den Lebensmitteln, dem Gemüse oder dem Obst. Dies ist nur mit einem Kyocera-Keramikmesser aus der Kizuna-Serie möglich. Mit einem „normalen“ Küchenmesser ist es eher ein disharmonisches und abgehacktes Schneiden à la „wie geht das nochmal?“ Ein echter Meisterkoch liebt es, mit seinen Zutaten zu jonglieren und wirkt damit fast wie ein Showmaster.

So viel zum Thema „Kyocera-Keramikmesser“ und „Meisterköche“, das (fast) alles über den, der ein Kyocera Küchenmesser verwendet, aussagt. In Sachen „Kyocera-Keramikmesser“ gibt es jedoch noch eine andere Komponente, die ebenso wichtig ist:

Immer mehr Menschen entwickeln aufgrund der künstlichen Stoffe unserer High-Tech-Gesellschaft, mit denen sie täglich unbewusst in Kontakt kommen, Allergien, u.a. gegen Nickel und Chrom. Laut Studien leiden 15% der Frauen und 5% der Männer in Deutschland an einer Nickel-Allergie, ausgelöst durch den Gebrauch von nickelhaltigen Küchenmessern und Bestecken. Die Begleiterscheinungen sind: Unerklärliches Jucken, Hautreizungen, Nesselsucht, Rötungen und angeschwollene Schleimhäute im Mund und Rachen. Häufig wissen die Betroffenen jedoch nicht, dass sie an einer Nickel-Allergie leiden, und sie wissen auch nicht, dass sie das giftige Nickel kontinuierlich in Form von metallischen Spurenelementen in ihren Körper aufnehmen, wo es sich mit den Jahren immer mehr ansammelt. Jedes normale Metallbesteck ist mit Vorsicht zu verwenden, da sich darin neben Nickel auch noch andere bedenkliche Schwermetalle befinden können, z.B. Chrom und Silber.

Wer unter einer Nickelallergie leidet, sollte nicht nur sein normales Metallbesteck – so schön es optisch aussehen mag – entsorgen und auf nickelfreies Metallbesteck oder andere Naturmaterialien umsteigen. Eine gesunde Variante sind die Keramik-Messer von Kyocera. Kyocera hat besonders widerstandsfähige, hochwertige Keramikmesser entwickelt, deren Klingen aus dem natürlichen Rohstoff Zirkoniumdioxyd bestehen. Es handelt sich dabei um technische Hochleistungskeramik, die nicht mit normalen Porzellan oder Haushaltskeramik zu vergleichen ist. Hochleistungskeramik wird unter anderem im Bereich der Luft- und Raumfahrt, der Medizintechnik sowie in der Elektronik- und Automobilindustrie eingesetzt. Sie ist leichter als Stahl, sehr hart, hitze- und korrosionsbeständig und unempfindlich gegenüber Säuren. Dadurch bleiben die Keramikklingen von Kyocera etwa zehnmal länger scharf.

Was uns ganz besonders bei den Keramikmessern von Kyocera überzeugt hat: Anders als Stahlklingen übertragen die Keramik-Messer keine Bakterien und Metall-Ionen auf die Nahrungsmittel und sind absolut hygienisch und geschmacksneutral. Mit einem Kyocera-Messer angeschnittene Früchte oxidieren nicht wie bei Stahlmessern, d.h. sie färben sich nicht innerhalb kürzester Zeit braun, wenn man sie angeschnitten hat, sondern sehen auch nach Stunden oder sogar am nächsten Tag noch genauso frisch aus wie eben angeschnitten. Das ist ideal, wenn man Früchte zum Dörren verwenden möchte. So verlieren mit dem Keramikmesser klein geschnittene Apfel- und Mangostückchen nicht ihre schöne Farbe, sondern sehen auch getrocknet noch leuchtend gelb aus.

Es gibt die Kyocera-Messer in verschiedenen Serien und Größen. Mit der günstigen Gen Colour-Serie mit Kunststoff-Griff haben wir vor 7 Jahren unseren „Keramikmesserweg“ begonnen, bis wir auf die „Japan-Serie“ und schließlich auf die hochwertige Kizuna-Serie umgestiegen sind. Die Kizuna-Serie ist für uns der Inbegriff eines vollkommenen Messers und ist mit der günstigeren Gen Colour-Serie nicht zu vergleichen. Hier liegen Welten dazwischen. Die Messer der Kizuna-Serie strahlen schon anhand ihrer Optik ein edles Design aus und man sieht ihnen ihre hochwertige Verarbeitung an. Sie sind in japanischem Sandgarten-Muster in schwarz handgeschliffen und der natürliche Griff aus Pakkaholz liegt schwer und solide in der Hand. Die Schärfe der Messer ist unübertrefflich: Sie gleiten selbst durch hartes Obst oder Gemüse wie durch „Butter“.

Helene: Ich verwende das kleinste Messer mit 7,5 cm langer Klinge zum Schneiden oder Schälen kleiner Früchte, wie Äpfel oder Orangen. Das Messer mit 11 cm langer Klinge ist mein ideales Arbeitsmesser in der Küche zum Schneiden von Obst und Gemüse. Das nächstgrößere Modell mit der 14 cm langen Klinge verwende ich bei größeren Früchten und Gemüsesorten. Das Santoku-Modell mit 16 cm langer Klinge ist eher selten bei uns im Einsatz, da ich zugegebener Maßen Respekt vor diesem scharfen Messer habe und es nur für besondere Nahrungsmittel verwende. Ein ganz wichtiger Hinweis, den ich Ihnen mit auf den Weg geben möchte: Die Kyocera Messer sind extrem scharf und erfordern absolute Konzentration beim Schneiden, sonst gibt es heftige Schnittwunden, selbst wenn man nur abrutscht! Dafür werden Sie sich beim Arbeiten mit den Kyocera Messern der Kizuna-Serie wie ein Meisterkoch fühlen!

 

KYOCERA Fineceramics GmbH
Fritz-Müller-Straße 27
73730 Esslingen, DEUTSCHLAND
Telefon: +49-711-93934-0
Fax: +49-711-93934-950
www.kyocera.de

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

 

 

Vegane Kichererbsen-Hanfsamen-Pastete

Vegane Kichererbsen-Hanfsamen-Pastete

Meine Produkt-Rezension und –Empfehlung von Helene Walterskirchen:
Vegane Kichererbsen-Hanfsamen-Pastete

 

Hanfsamen von CHIRON im Glas-Vorrats-Gefäß sowie abgemessen für die Pastete in der Tasse

 

Bio-Hanfsamen von der Firma CHIRON

In den meisten veganen oder vegetarischen Pasteten bzw. Brotaufstrichen, die es auf dem Markt gibt, befindet sich sehr viel Sonnenblumenöl, oft minderer Qualität. Dabei ist Sonnenblumenöl alles andere als gesund, da es ein ungünstiges Omega 6 zu Omega 3 Verhältnis aufweist, was auf Dauer zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen sowie hohen Cholesterinspiegel führen kann. Zudem werden fast alle Sonnenblumenkerne, die es bei uns gibt, aus dem weit entfernten China nach Deutschland eingeführt.

Eine gesunde Alternative zu Sonnenblumenkernen ist Hanf, der ähnlich wie Leinsamen ein sehr gutes Omega 6 zu Omega 3 Verhältnis aufweist, nämlich 3:1 bis 4:1 (im Vergleich 126:1 bei Sonnenblumenöl). Die Hanfsamen enthalten ein Füllhorn an Nähr- und Vitalstoffen, u.a. Vitamin E und Antioxidantien, welche den menschlichen Körper gesund halten und das Altern verlangsamen. Zudem ist die Hanfpflanze sehr widerstandsfähig gegen Schädlinge, und kann zumeist ohne großen Aufwand überall angebaut werden. Das macht sie zusammen mit ihren wertvollen Inhaltsstoffen zum idealen Superfood der Zukunft. So stand für mich fest, dass mein veganer Brotaufstrich, den ich als leidenschaftliche vegane Köchin kreieren wollte, aus Hanf bestehen sollte.

Der meiste, in Deutschland verkaufte, geschälte Hanf wird leider aus China importiert, obwohl Deutschland für Hanfanbau prädestiniert wäre und Hanf auch früher hier angebaut wurde. Auf meiner Suche nach biologischen, regionalen Hanfsamen und Hanfprodukten bin ich auf die Firma CHIRON zwischen Ulm und Ravensburg gestoßen. Seit 1997 wird hier, auf einer mittlerweile rund 100 ha großen Anbaufläche, biologischer Hanf nach alter Tradition von engagierten Landwirten angebaut, der zu verschiedenen Hanf-Delikatessen verarbeitet wird, u.a. geschälte und ungeschälte Hanfsamen, Hanföl, Hanf-Pestos, Hanf-Aufstrichen und Hanf-Tees.

Ich finde das Konzept von CHIRON sehr gut, da neben Hanf auch andere ursprünglich heimische Kulturpflanzen wie Lein, Mohn, Dinkel und Amarant angebaut werden, um wieder Vielfalt in die trübe Monotonie-Kulturlandschaft zu bringen. Das ist nachhaltiger Natur- und Umweltschutz.

Da ich aufgrund meines Stoffwechsel-Typs Fette und Öle nicht gut vertrage, habe ich aus den geschälten Hanfsamen von CHRION eine low-fat-Pastete ohne Öl kreiert, deren Rezept ich Ihnen nachfolgend verraten möchte:

 

Zutaten (ergeben ca. 3 Gläser):

2 kleine Gläser eingekochte Kichererbsen (Bio-Qualität, z.B. aus dem Alnatura Bio-Markt)
1 große Tasse geschälte Hanfsamen (Bio-Qualität, z.B. von der Firma CHIRON)
2 Teelöffel Goldwürze (z.B. aus unserem Schloss-Shop)
1 große Tasse heißes Wasser
1 Packung Reis-Cuisine von Natumi (oder einer anderen Bio-Firma)
1-2 Eßlöffel Tamari-Sauce (z.B. von Bragg)
2 Eßlöffel Flohsamenschalen
1 Bund Lauchzwiebeln (aus biologischem Landbau)

Zubereitung:

Kichererbsen (wir beziehen diese beim Bio-Markt Alnatura) aus dem Glas in ein Sieb geben und kurz abtropfen lassen, das Einmachwasser wird nicht gebraucht. Danach die Kichererbsen in den Blend-X Pro-Mixer BLP 900 BK von Kenwood geben (dies ist mein Favorit unter den Mixern). Den Mixer können Sie samt Rezeptbuch direkt in unserem Shop bestellen.

Dann 1 große Tasse (ca. 100 g) geschälte Hanfsamen (wir beziehen diese bei der Firma Hanf-Delikatessen in Burgrieden) abmessen und ebenfalls in den Blend-X geben.

Danach 2 Teelöffel Goldwürze in eine große Tasse geben, heißes Wasser darauf füllen, gut umrühren und die Würze auflösen, danach den Sud ebenfalls in den Blend-X füllen. Mehr Infos zur Goldbrühe erhalten Sie in unserer Rubrik „Schloss-Perlen“. Die Goldbrühe können Sie über unseren Schloss-Shop beziehen.

Dann die Packung Reis-Cuisine öffnen und den Inhalt in den Blend-X geben.
Anschließend die kleinen Zwiebelchen der Luftzwiebeln mit dem hellgrünen Stengel abschneiden, kurz zerkleinern und dann ebenfalls in den Blend-X geben.

Sodann die ganzen Zutaten mit dem mittleren Knopf (Funktion Eiswürfel) zerkleinern und mixen lassen, bis sich eine feine und cremige Masse bildet. Achtung: Das geht beim Blend-X in Sekundenschnelle.

Danach die cremige Masse aus dem Mixbehälter des Blend-X in eine Glasschüssel geben, 2 gehäufte Esslöffel Flohsamenschalen (zum Binden der Masse) hinzugeben und gut verrühren. Sodann die fertige Pastete in verschließbare kleinere Glasgefäße abfüllen und mit einigen restlichen grünen Lauchzwiebelstängel bestreuen. Im Kühlen, am besten im Natursteinkeller, aufbewahren. Sie können die Pastete sehr gut wie einen Aufstrich auf eine Scheibe Brot oder ein Brötchen streichen, aber natürlich auch einfach jederzeit ein paar Löffelchen einfach so essen, wenn es Sie nach Deftigem gelüstet.

Ich wünsche Ihnen einen guten Appetit!

Ihre Helene Walterskirchen

PS: Die für die vegane Kichererbsen-Hanf-Pastete (ergibt 3 Gläser = ca. 900 ml) ermittelten Werte lauten wie folgt:
Brennwert: 6044 KJ oder: 1444 kcal
Fett: 83,1 g
Kohlenhydrate: 91,7 (7,6 BE)
Protein: 63,1 g

Damit hat diese selbstgemachte vegane Kichererbsen-Hanf-Pastete insgesamt nur ca. 52 % Fett, was weit unter den herkömmlichen veganen Streich-Pasteten liegt. Dazu handelt es sich bei den Fetten der selbstgemachten Pastete um sog. „gute“ Fette, während die konventionellen veganen Streich-Pasteten zumeist sog. „schlechte“ Fette beinhalten.

 

Die Hanfsamen können Sie beziehen bei:

S. Hohensteiner
Kirchenweg 2
88483 Burgrieden
Telefon: 07392-163337
E-Mail: info@hanf-delikatessen.de
www.hanf-delikatessen.de

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Die Kichererbsen in Bio-Qualität können Sie bei jedem Alnatura Bio-Markt beziehen. Ich kaufe sie primär beim Alnatura Bio-Markt in Landsberg am Lech.

Nachfolgend die Adresse:
Augsburger Straße 46 (Gewerbegebiet)
D-86899 Landsberg am Lech
Telefon 08191/4019807
www.alnatura.de

 

 

 

 

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

Code of Survival von Bertram Verhaag

Code of Survival von Bertram Verhaag

DVD-Rezension von Alexandra Walterskichen:
Code of Survival – Die Geschichte vom Ende der Gentechnik – ein Film von Bertram Verhaag


Seit Jahren schaue ich immer wieder gerne die informativen und zum Nachdenken anregenden Dokumentationen von Denkmalfilm an. Die Filme widmen sich der biologischen Landwirtschaft, der Ethik eines von Herzen kommenden Lebens im Einklang mit den Tieren und der Umwelt, aber auch der Zerstörung der Natur durch AKWs, Gentechnik, Pestizide und gierige Konzerne, denen es nur um ihren Profit geht. So war ich schon gespannt auf den neusten Film von Bertram Verhaag „Code of Survival“, der als Regisseur und Produzent den Film kreiert hat.

Ehrfurcht vor dem Boden und vor Mutter Erde – das ist die Kernaussage des neuesten Filmes von Bertram Verhaag. Es werden verschiedene Initiativen gezeigt, die eine neue Form der biologisch-dynamischen Landwirtschaft und ethisch hochwertigen Lebensweise praktizieren, wie Sekem in Ägypten, die Teeplantage Ambotia in Indien, Franz Aunkofer, einer der ersten Bio-Bauern Deutschlands, Tobias Bandel, der sich mit den Kompostieranlagen seiner Firma „Soil and More“ für die Fruchtbarkeit des Erdbodens einsetzt, u.a. Aber auch bekannte Natur- und Umweltschützer wie Jane Goodall und Vandana Shiva kommen zu Wort und warnen vor den Folgen der industriellen, konventionellen Landwirtschaft, deren Übermacht nahezu erdrückend erscheint, so dass sich die kleinen Pioniere der Bio-Bewegung dagegen wie David im Angesicht von Goliath vorkommen.

Es ist kein bequemer und unterhaltsamer Film, von dem man sich am Abend bei einem Glas Wein berieseln lassen kann. Der Film fordert Aufmerksamkeit, Offenheit für die Belange der Erde und Landwirtschaft, eine mutige Konfrontation mit den massiven Problemen, und – wie ein ersehnter Hoffnungsstrahl daraus – Menschen, die zeigen, dass es auch anders geht. Der Film will wachrütteln und auffordern, neue Wege zu beschreiten, um unseren Planeten und uns selbst zu retten.

 

 

Denkmal Film
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
FSK: Freigegeben ohne Altersbeschränkung
Erscheinungstermin: 8. Dezember 2017
Produktionsjahr: 2017
Spieldauer: 93 Minuten
ASIN: B074TBRK2M
www.codeofsurvival.de

Rosen-Duschbalsam & Rosen-Körperbalsam von Dr. Hauschka

Rosen-Duschbalsam & Rosen-Körperbalsam von Dr. Hauschka

Unsere Produktempfehlung von Alexandra und Helene Walterskirchen:
Rosen-Duschbalsam und Rosen-Körperbalsam von Dr. Hauschka


Alexandra: „Die Naturkosmetikprodukte von Dr. Hauschka habe ich erstmals vor über 17 Jahren entdeckt, als ich begonnen habe verstärkt im Bioladen einzukaufen. Damals habe ich begonnen meine konventionelle Kosmetik aus der Drogerie auf biologische Pflegeprodukte umzustellen, um meinen Körper nicht nur innerlich, sondern auch äußerlich natürlich und biologisch zu „ernähren“. Mich hat das Naturkosmetik-Sortiment von Dr. Hauschka, das zu jener Zeit noch nicht so umfangreich wie heute war, sofort überzeugt: Die 100% zertifizierte Naturkosmetik, die ohne Tierversuche hergestellt wird, die anthroposophische Philosophie, die ökologische Verpackung (teilweise aus Glas), die Nachhaltigkeit, die natürlichen Inhaltsstoffe aus kontrolliert biologischem oder biologisch-dynamischen Anbau unter fairen Bedingungen, – alles fühlte sich rund und stimmig an!“

Helene: „Alexandra hat mich mit den Hauschka-Produkten sehr schnell davon überzeugt, diese ebenfalls zu verwenden: „Besonders die „Rosen-Serie“ hat mich sehr angesprochen, da ich eine Liebhaberin aller Rosen und ihrer wunderbaren Düfte bin.“

Alexandra und Helene: „Die Naturkosmetik von Dr. Hauschka schneidet regelmäßig bei Ökotest mit „sehr gut“ ab, was für uns auch ein wichtiges Kaufkriterium ist. In einem aktuellen Duschgel-Test von Öko-Test aus dem Jahre 2017 zeigt sich nämlich leider, dass die meisten Duschgele gesundheitsschädliche Substanzen wie krebserregende PEG-Stoffe, Mineralöle, Silikone, Mikroplastik und problematische Duft,- Farb- und Konservierungsstoffe enthalten. Das Duschgel von Dr. Hauschka dagegen ist frei davon.“

Alexandra: „Mein erstes Duschbad von Dr. Hauschka war die „Zaubernuss“, die ich jahrelang mit großer Freude jeden Tag beim Duschen oder Baden benutzt habe. Nachdem sich die Duschbad-Abteilung von Dr. Hauschka in den letzten Jahren kontinuierlich erweitert hat, gibt es heute vier unterschiedliche Duschbalsame – für jeden Geschmack etwas Passendes: Zitronen-Lemongras, Mandel, Lavendel-Sandelholz und Rose.“

Helene: „Der Rosen-Duschbalsam ist mein Favorit, da er so fein und elegant wie ein Rosenbouquet duftet, aber auch den Lavendel-Duschbalsam mag ich gerne, da ich den Sommerduft von Lavendelblüten liebe. Für mich muss ein Duschbalsam nicht nur gut duften, sondern der Duft muss dezent und natürlich sein. Viele konventionelle Duschbalsame riechen schlichtweg zu intensiv und künstlich. Und natürlich muss der Duschbalsam, den ich verwende, meine Haut schonend reinigen und nicht strapazieren, so dass sie ihren natürlichen Schutz verliert und danach trocken ist. All das ist bei dem Dusch-Balsam von Dr. Hauschka nicht der Fall, weshalb ich ihn auch seit so vielen Jahren verwende. Zusammen mit dem Rosen-Körperbalsam, der für mich eine der besten und hochwertigsten Körperlotionen ist, die es auf dem Naturkosmetikmarkt gibt, ergänzt er meine tägliche Körperpflege und gibt eine samtweiche, geschmeidige Haut.“

Rosen Duschbalsam
200 ml für 12,50 €*
Grundpreis: 6,25 €*/100 ml

Rosen Körperbalsam
145 ml für 18,00 €*
Grundpreis: 12,41 €*/100 ml

Zu kaufen in jedem Bio-Markt, der Dr. Hauschka Produkte führt.
Wir kaufen unseren Rosen-Duschbalsam und unseren Rosen-Körperbalsam primär beim Bio-Markt Alnatura in Landsberg am Lech

 

 

Blend-X Pro Hochleistungsmixer von Kenwood

Blend-X Pro Hochleistungsmixer von Kenwood

Produktrezension und –Empfehlung von Helene Walterskirchen:
Blend-X Pro Hochleistungsmixer von Kenwood

 


Leckere vegane oder rohköstlich-vegane Speisen zuzubereiten bzw. neu zu kreieren macht mir großen Spaß. Meine Kreationen habe ich 2012 zu einem Kochbuch zusammengefasst mit dem Titel: „Meine Paradies-Ernährung“. Damit war meine Koch- und Zubereitungs-Leidenschaft jedoch nicht beendet, sondern ich habe munter weiter neue vegane oder rohköstlich-vegane Gerichte experimentiert kreiert und in privaten Degustationen Menschen aus meinem Bekannten- und Freundeskreis präsentiert.

Eines meiner wichtigsten Handwerkszeuge ist ein guter und starker Mixer. Mehrere Jahre habe ich den Vitamix, der in den USA hergestellt wird, verwendet, den weltweit viele Rohkost-Köche empfehlen und verkaufen. Ich habe über die Jahre gelernt, mit dem Vitamix umzugehen und so seine Stärken und Schwächen kennengelernt.

Vor einigen Wochen kam ein anderer Mixer ins Haus: der Hochleistungsmixer Blend-X Pro BLP 900 BK der englischen Firma Kenwood (von dieser Firma verwende ich schon seit einigen Jahren die Küchen-Maschine Chef Elite), den ich anfangs etwas skeptisch, jedoch auch mit einer gewissen Neugierde ausprobiert habe. Welcher Mixer würde besser sein: Vitamix oder Blend-X Pro?

Nachdem ich mich in die Bedienungsanleitung eingelesen hatte, stellte ich als erstes mein wichtigstes Gericht her, das wir täglich zu Mittag essen: Bananenmus (pur oder mit Früchten). Das Einfüllen der groben Bananenstücke erfolgte genauso wie beim Vitamix. Das Plastikgefäß ist jedoch insgesamt breiter und nimmt mehr Menge auf – beim späteren Abspülen ist es aufgrund der Weite besser zu reinigen, da man mit der Bürste leichter überall hinkommt. Und los ging es mit dem Mixen der Bananen. An einem Tag probierte ich die Smoothie-Funktion, am anderen Tag die Suppen-Funktion, am nächsten Tag die Zerkleinerungs-Funktion. Das Resultat war jedes Mal dasselbe: Ein köstliches Mousse à la Banane. Ich war begeistert, denn ein so cremig-schaumiges Bananenmus habe ich mit dem Vitamix nie produzieren können. Auch die anschließende Reinigung des Mixers war problemlos und easy. Das einzige, das ich als gewöhnungsbedürftig empfand, war der Verschlussdeckel mit dem merkwürdigen Griff, der schwer aufzusetzen ist und ebenso schwer herunter zu bekommen ist, jedoch, im Gegensatz zum Vitamix, während des Mixens ein absolut bombenfestes Gefühl vermittelt.

Seit diesem einzigartigen Geschmacks- und Genuss-Gefühl des „Mousse à la Banane“ bereite ich unser tägliches Bananenmus nur noch mit dem Blend-X zu und wir genießen es jeden Tag aufs Neue.

Eine weitere Feuerprobe bestand der Blend-X Pro BLP 900 BK bei der Herstellung der von mir kreierten „Veganen Kichererbsen-Hanf-Pastete“, deren Rezept und Herstellung ich nachfolgend beschreibe (das Foto oben zeigt mich bei der Herstellung der Pastete). Nach dem Einfüllen der Zutaten betätigte ich die Funktion „Eiswürfel = Zerkleinern“ und erhielt innerhalb Sekunden eine wunderbare cremig-sahnige Pastete, die mit der, die ich im Vitamix hergestellt hatte, nicht vergleichbar war.

Für mich liegt das größte Plus des Blend-X Pro BLP 900 BK in seiner Fähigkeit, aus Früchten oder Gemüse sahnig-cremige Speisen herzustellen, die einem Mousse gleichen. Und ich liebe Mousse, das leicht und locker ist und auf der Zunge zergeht. Der Blend-X hat nicht nur einen Hochleistungs-Motor, sondern auch doppelte Messer, was sich auf die Zerkleinerung und Schlagfähigkeit (Schaumfähigkeit) positiv auswirkt. Mir ist unverständlich, warum die Rohkost-Köche den Kenwood Blend-X Pro noch nicht für sich entdeckt haben, denn er ist dem Vitamix in jeder Hinsicht ebenbürtig, wenn nicht sogar überlegen. Abgesehen davon ist er wesentlich günstiger, weil der deutsche Kunde nicht die hohen Einfuhrzölle aus den USA mitbezahlen muss. Denn würde man den Vitamix in den USA kaufen, würde er genauso viel kosten wie der Kenwood Blend-X Pro in Deutschland.

Sie können den Blend-X Pro BLP 900 BK über unseren Schloss-Shop bestellen.

DE’LONGHI DEUTSCHLAND GmbH

Carl-Ulrich-Straße 4
63263 Neu-Isenburg
Tel. 06102-5999500
Fax. 06102-5999555

www.kenwoodworld.com
E-Mail: unternehmen@delonghi.de

 

 

 

Der Mixer eignet sich übrigens hervorragend dazu, meine vegane Kichererbsen-Hanfsamen-Pastete zuzubereiten. Das Rezept dazu finden Sie hier.

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

 

Algen – Meine Lieblingsspeise aus dem Meer

Algen – Meine Lieblingsspeise aus dem Meer

Produkt-Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Algen – Meine Lieblingsspeise aus dem Meer

 


Algen sind wahre Wundermittel: sie sind nicht nur ideal, um den Körper von Schwermetallen, z.B. Amalgam, Giftstoffen, z.B. Pestiziden sowie anderen chemischen Stoffen zu entgiften, sondern sie sind auch eine wertvolle Bereicherung für den täglichen Speiseplan. Sogar bei Umweltverschmutzung und Nahrungsmittelverseuchung werden Algen erfolgreich eingesetzt. Sie beheben Mangelerscheinungen, wie Mineralienmangel, Vitaminmangel, Jodmangel, Eisenmangel, Blutarmut, stärken das Immunsystem, beheben DNA-Schäden, haben eine positive Wirkung auf den Fettstoffwechsel und liefern wichtige Ballaststoffe und Proteine, besonders für Vegetarier und Veganer. Die Algen sind die ältesten Bewohner des Planeten, ja sie sind der Ursprung allen Lebens auf der Erde. Auch der Mensch ist letztendlich aus ihnen entstanden. So ist es nicht verwunderlich, dass sensible Menschen einen regelrechten Algenhunger entwickeln können, wenn es ihnen gesundheitlich nicht gut geht.

Vor mehr als 10 Jahren habe ich Mikroalgen bzw. Blaualgen (Cyanobakterien) wie Spirulina, Chloeralla und Afa-Algen im Zusammenhang mit einer Entgiftungskur kennen und lieben gelernt. Das grün-blaue Pulver war fortan nicht mehr aus meinem Speiseplan wegzudenken. Erst vor ca. 9 Jahren entdeckte ich, dass es auch ganz andere Algen gibt, die wie Pflanzen im salzigen Meerwasser wachsen und dort von erfahrenen Algenfarmern geerntet werden. Die Rede ist von den Makroalgen, die man mit bloßem Auge sehen kann und die von wenigen Zentimetern bis zu mehreren Metern groß werden können. Sie brauchen Sonnenlicht zum Wachsen, so dass sie nicht tiefer als ca. 80 Meter vorkommen. Je nach Algensorte bevorzugen sie einen Lebensraum mit einer starken Brandung oder brandungsgeschützte Zonen. Es existieren über 80.000 Algenarten, von denen die meisten essbar sind. Die bekanntesten Meeresalgen sind die Rotalge Dulse, die Braunalge Meeresspaghetti, Kombu, Wakame, Nori und Irisches Moos.

Während in Asien und Japan die Algen eine lange Tradition haben und seit altersher als Nahrungsmittel verwendet werden, stecken der Algen-Anbau und die Algen-Ernährung in Europa noch in den Kinderschuhen. Dabei sind Algen wahre Powerpflanzen und das ideale Nahrungsmittel der Zukunft, denn sie wachsen schnell und können nicht nur Menschen mit allen lebensnotwendigen Stoffen ernähren, sondern auch in der Medizin, in der Kosmetik sowie als Brennstoff eingesetzt werden.

Anfangs habe ich die Meeresalgen aus Japan oder nordischen Ländern gekauft, da ich keine anderen Anbieter kannte. Per Zufall bin ich vor über fünf Jahren auf das Unternehmen „Algamar“ aufmerksam geworden, das 1993 von den Brüdern Clemente und Fermín Fernández Sáa in Spanien gegründet wurde, die seitdem mit ihrem kleinen Team wildwachsende Meeresalgen an der spanischen Atlantikküste in der Region Galicien ernten. Noch im Meereswasser werden die Algen gebürstet und im Anschluss daran, nachdem sie geerntet wurden, schonend bei einer Temperatur von unter 42 Grad Celsius getrocknet. So bleiben die wertvollen Inhaltsstoffe erhalten und die Algen haben Rohkost- und Bio-Qualität.

Im Laufe der Jahre habe ich mich zu einer wahren „Algen-Gourmet-Köstlerin“ entwickelt, da ich verschiedenste Algen von unterschiedlichen Firmen, verzehrt habe, wobei ich mich primär auf getrocknete Algen spezialisiert habe. Frische Algen schmecken mir nicht so gut, da sie weniger gehaltvoll im Geschmack sind und manchmal leicht schleimig sein können, wenn sie nicht mehr ganz frisch sind. Die getrockneten Algen werden bei mir entweder als Algen-Smoothie gemixt, als Algen-Gemüse mit Sauerkraut verzehrt oder zum Fermentieren von Sauerkraut verwendet.

Die Algen von „Algamar“ haben mich von Anfang an überzeugt. Die Qualität ist mit anderen Meeresalgen nicht zu vergleichen. Sie schmecken rein, würzig, jedoch nicht aufdringlich, nach frischem und sauberem Meereswasser. Die Algen von „Algamar“ sind, im Gegensatz zu manch anderen Algenfirmen, frei von Plastikkleinteilen sowie Mini-Schalentieren, was für mich sehr wichtig ist, denn wer mag schon gerne so etwas mitessen? Man merkt den sorgsamen Umgang der Mitarbeiter von Algamar, die die Algen ordentlich abpacken und nicht einfach in Plastiktüten stopfen, wie ich es immer wieder bei anderen Firmen erleben musste. Hier gehen Achtsamkeit mit der Natur und ihrem Geschenk an uns – den Meeresalgen – Hand in Hand.

Am liebsten esse ich die Rotalge Dulse oder die Meeres-Spaghetti mit Sauerkraut oder Blaukraut oder anderem milchsaurem Gemüse, denn das gibt einen leckeren, würzigen Geschmack. Ich weiche die Algen ca. 10 Minuten vor der Mahlzeit ein und entferne einen Teil des Einweichwassers, um nicht zu viel Jod und Mineralien aufzunehmen. Wenn ich in meiner „Algen-Hunger-Phase“ bin, kann ich leicht einen ganzen Teller Meeresspaghetti essen. Statt Tomatensauce gibt es dazu eine Spirulina-Sauerkraut-Soße. Das macht Körper und Seele satt und verbindet mit den Ur-Zellen des Lebens. Ich vertraue meinem Körper, welche Menge für ihn richtig ist und was er braucht. Wenn er genug Algen aufgenommen hat, sperrt er schlichtweg und ich kann nicht mehr weiteressen.

Sehr zu empfehlen ist auch der „Algen und Pilze-Mix“ und der „Algen-Salate-Mix“. Die Verwendung ist denkbar einfach: Kurz einweichen und dann als Beilage zum Salat oder anderem Gemüse verzehren. Einfach köstlich – wie ein Bad im Meer der Vitalstoffe!

Die feinen, hochwertigen Algen von „Algamar“ bekommen Sie in Deutschland bei:

 

Algamar

José María Ordeix Cabero
Bioalegria
Krumme Str. 4
D-12203 Berlin
Telefon (030) 91551364
Telefax (03222) 4065055

E-Mail: info@algamar.de
www.algamar.de

Echte Vanille und Vanillezucker

Echte Vanille und Vanillezucker

Produkt-Empfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Echte Vanille und Vanillezucker


Meine Großmutter machte ihre Kuchen immer mit Vanillezucker, den sie im Supermarkt billig kaufte. Sie kannte weder ein echtes Bourbon-Vanille-Pulver noch Bourbon-Vanille-Stangen. Der Vanillezucker aus dem Supermarkt bestand aus weißem Zucker, der mit Vanille-Aroma angereichert war. Ich glaubte lange daran, dass dies der einzige Vanillezucker wäre, den es gibt. Erst viel später stieß ich auf echte Vanille und auf richtige Vanillestangen, die nicht weißlich, sondern dunkelbraun sind. Nicht nur die Farbe unterscheidet sich von künstlicher Vanille, sondern auch der Preis: echte Bourbon-Vanille ist wesentlich teurer.

Echte Bourbon-Vanille gibt mit ihrem sahnig-süßen Aroma Süßspeisen etwas Sinnliches und Betörendes. Sie ist jedoch nicht nur die Königin unter den Gewürzen, sondern auch ein Superfood. Die Antioxidantien der Vanille schützen vor Krebs und ihr Aroma beruhigt die Nerven, hilft bei Schlafstörungen, Angst und Unruhezuständen. Zudem sind ihre entzündungshemmenden Inhaltsstoffe stark pilztötend, so dass sie, als Tinktur aufgetragen, gut gegen Ekzeme, Neurodermitis und andere Hautkrankheiten wirkt. Vanille ist auch ein bekanntes Aphrodisiakum und Studien haben ergeben, dass ihr Duft direkt im Gehirn wirkt und die Produktion des Glückshormons Serotonin ankurbelt. Wer Vanille isst, fühlt sich besser, ist glücklicher und steigert zusätzlich die Leistungsfähigkeit seines Gehirns und die körperliche Ausdauer.

Wir verwenden in unserer Küche seit vielen Jahren Bio-Bourbon-Vanille. Vor einigen Jahren sind wir auf Vanilleschoten in Rohkostqualität umgestiegen, die angeblich die wertvollen Inhaltsstoffe besser bewahren würde, da die Vanilleschoten nicht erhitzt werden. Wir glaubten, unserer Gesundheit damit etwas Gutes zu tun und nahmen es in Kauf, dass diese extrem teuer waren. Wir wussten nicht, dass es gar keine Rohkost-Vanille geben kann. Dies erfuhren wir jedoch erst vor kurzem von dem Vanille-Experten Christian Terno von der Firma „Madavanilla“ aus Madagaskar.

Auf unsere Frage, ob es Vanille in Rohkostqualität geben könne, erklärte uns Christian Terno, dass Vanille niemals Rohkostqualität haben kann. Denn wenn die Vanillestangen nicht unmittelbar nach der Ernte bei 60 °C blanchiert werden, reifen sie nach mit der Folge, dass sie dann nicht mehr nach Vanille duften und schmecken. Ähnlich ist es auch bei anderen Gewürzen, u.a. Kakao und Agavensirup, die jahrelang als „roh“ verkauft wurden, obwohl sie es aufgrund des Herstellungsprozesses nicht sein können.

Dies hat uns veranlasst, fortan keine angebliche „rohe“ Bourbon-Vanille mehr zu kaufen, sondern auf echte, frische Bourbon-Vanille-Stangen der Firma „Madavanilla“ umzusteigen. Die Firma baut seit über 30 Jahren in Madagaskar Vanilleschoten ohne Einsatz von chemischen Zusatzstoffen oder Schädlingsbekämpfungsmitteln an, und erntet und trocknet sie von Hand. Das traditionsreiche Familienunternehmen „Madavilla“ setzt sich zudem im Rahmen des „Erzeugerverbandes Madagaskar“ für fairen Handel sowie für die Unterstützung kleiner regionaler Vanille-Anbauer ein. Im Shop von „Madavanilla“ gibt es nicht nur die bekannte Bourbon-Vanille in Bio-Qualität, sondern auch die eher unbekannten Vanille-Sorten „Pompona“ oder „Tahitens“, Pfeffer und andere Gewürze.

Die Bourbon-Vanille von „Madavilla“ hat uns sofort überzeugt. Sie ist von ausgezeichneter, bester Feinschmecker-Qualität, die herkömmliche Vanille aus dem Bio-Markt, die oft hart, ausgetrocknet und wenig aromatisch ist, bei weitem übertrifft. Die Vanille von „Madavanilla“ ist intensiv im Aroma, ölig-weich, fruchtig und schon optisch eine Augenweide. Das ist wirkliche Gourmet-Vanille, die höchsten Ansprüchen gerecht wird! Man kann die Vanille bei „Madavanilla“ in Schoten kaufen oder gemahlen, wobei wir die Schoten vorziehen, da wir dann immer genau die Menge Vanille frisch malen, die wir für die nächsten 2 Wochen brauchen. So bleibt das Aroma erhalten und die Vanille duftet noch traumhafter als wenn sie schon vor längerer Zeit gemahlen wurde.

Nachfolgend finden Sie die deutsche Bestelladresse von „Madavanilla“:

Madavanilla – Vanille aus eigenem Anbau
Christian Terno
In der Hut 3c
D-86565 Peutenhausen
Telefon: 08252 8817769
Telefax: 08252/8817784
E-Mail: info@madavanilla.de
www.madavanilla.de

Cloclo und ich von Stefano Knuchel

Cloclo und ich von Stefano Knuchel

von Helene Walterskirchen:
Cloclo und ich (Originaltitel: „Quand j’étais Cloclo“)
von Stefano Knuchel

 


Dieser Dokumentarfilm beweist es wieder einmal: die skurrilsten, dramatischsten und abenteuerlichsten Geschichten schreibt das Leben selbst – sie müssen nicht erfunden werden.

Cloclo ist ein Film, mit dem der Regisseur und Produzent Stefano Knuchel das, was ihm als Kind widerfahren ist, aufarbeiten möchte. Wie einen Teppich rollt er sein Leben und das der Familie, in die er 1966 hineingeboren worden ist, auf, schaut es sich an, sortiert das Lustige vom Traurigen, das Schöne vom Schlechten, das Gute vom Bösen, um besser verstehen zu können, was damals passiert ist – mit ihm und seinen vier Geschwistern.

Es beginnt wie im Märchen in einer Luxusvilla am Lago Maggiore in den 60er und 70er-Jahren: High Life auf allen Ebenen, amerikanischer Nobelschlitten, Swimmingpool, exzessive Partys – und: krumme Geschäfte seines Vaters im Immobilienbereich. Es endet mit einem Berg voll Schulden, mit jahrelanger Flucht – und überall die Kinder mit dabei, Kinder, die die meiste Zeit keine Schule besuchen, keine Freunde haben, kein gesellschaftliches und ethisches Fundament aufbauen können.

Irgendwann wird der Vater auf der Flucht erwischt, vor den Augen seiner Kinder verhaftet, und für viele Jahre ins Gefängnis gesteckt. Hinter ihm bleibt eine Spur der Verwüstung zurück – eine zerbrochene Familie, eine zerstörte Existenz, psychisch, sozial und menschlich gebrochene Kinder.
Eine Mutter, die als Bardame versucht, eine neue, bescheidene Existenz aufzubauen, und deren Rolle in diesem Familiendrama zwiespältig bleibt. Eindeutig ist ihre Bewunderung für den bekannten französischen Sänger Claude Francois, genannt Cloclo, über dessen Tod im Jahr 1978 sie untröstlich gewesen ist.

Der junge Stefano Knuchel wollte seiner Mutter eine Freude bereiten oder, besser gesagt, ihre Liebe erringen: er nutzte sein musikalisches Talent dazu, sich einige der Songs von Cloclo beizubringen und sie danach vor der Mutter aufzuführen. Sie war darüber entzückt und gab ihm den Kosenamen Cloclo“.

Der Film ist eine hervorragende Studie über elterliche, insbesondere väterliche Verantwortungslosigkeit, die das Ausleben eigener, egoistischer Interessen über das Wohl der eigenen Kinder stellt. Doch Sohn Stefano klagt mit diesem Film weder an noch sucht er Schuldige, vielmehr sucht er nach Momenten der Liebe, Wärme und Geborgenheit in seiner Kindheit, die doch da sein müssen, und hier wird seine Suche zwanghaft, denn er jagt einem Phantom nach, das ihm letztlich stets entflieht. Liebe wird zu einem Taschenspielertrick, zu einer Show, zu einer Parodie.

In der Endsequenz trifft Stefano nach vielen Jahren den alten Vater. Er versucht, mit ihm in die Vergangenheit einzutauchen, wo sie, seiner Erinnerung nach, miteinander glücklich waren. Doch dies gestaltet sich zu einer herben Enttäuschung, denn der Vater, kalt und desinteressiert, kann sich an nichts mehr erinnern. Stattdessen zeigt er dem Sohn einen Taschenspielertrick aus vergangenen Zeit und taut erst dann auf, als der Sohn mit ihm den Trick im Duett vollführt.

Der Film endet damit, dass Stefano für seine Mutter nochmals in die Rolle von Cloclo schlüpft, sich den Bart abrasiert, sich schminkt und eine blonde Perücke aufsetzt. Sie ist entzückt, als er so in ihre Wohnung kommt und Songs von Cloclo für sie singt, die sie zu Tränen rühren. Es bleibt dem Zuschauer überlassen zu entscheiden, wem diese Tränen gelten: dem Sohn oder ihrem Idol Cloclo, an dessen Grab sie noch kurz zuvor war.

Erschienen 2017
Regisseur: Stefano Knuchel
Produktion: Stefano Knuchel – Venus and beyond
Co-Produktion: Silvana Bezzola – RSI Televisione Svizzera, Marco Bielli – Spaid

 

 

KINOFILME FÜR KENNER
Hamburger Berg 7 · 20359 Hamburg
T (040) 63 66 55 44
dispo@dejavu-film.de

„Falten“ von Silvia Häselbarth Stolz

„Falten“ von Silvia Häselbarth Stolz

von Helene Walterskirchen:
Falten – eine Auseinandersetzung mit dem Älterwerden
von Silvia Häselbarth Stolz


Der Dokumentarfilm wird von den 5 Protagonisten im Alter von Ende 60 bis Anfang 80 getragen: drei Frauen und zwei Männern, vollkommen unterschiedliche Charaktere, die auf ein gänzlich individuelles Lebensbuch zurückblicken können und doch, in der letzten Phase ihres Lebens, eins gemeinsam haben: die Tatsache, dass sie alt werden und die verbleibende Lebensspanne immer kürzer wird.

In diesem Film gewähren die Protagonisten Einblick in ihr Inneres und lassen den Zuschauer in ihr Lebensbuch, genauer in das letzte Kapitel „Alter“, spicken: die Künstlerin Monica von Rosen (73 J.), mit deutschen und schwedischen Wurzeln, die mit einem Schweizer verheiratet war; die Bewegungspädagogin Rita Maeder-Kempf (82 J), die nach dem frühen Tod ihres Mannes ihre 4 Kinder alleine groß gezogen hat; der Malermeister und Weltenbummler Fredy Frey (79 J.), dem man sein Alter nicht ansehen würde; seiner Frau, der leicht besserwisserischen, pensionierten Lehrerin Ruth Frey (68 J.); der Trödler Urs Wydler (73), der ein unspektakuläres Allerweltsleben geführt hat. Eine illustre Kombination von verschiedenen Menschentypen, die neugierig machen und denen man gerne zuhört, was sie zu sagen haben – auch zwischen den Zeilen.

Die Regisseurin Silvia Häselbarth Stolz, die sich über den Film mit ihrem eigenen Älterwerden bzw. dem Altsein ihrer Eltern beschäftigt, geht mit einer angenehmen, positiven Grundhaltung an das Thema heran, die das Alter nicht als Schrecken vermittelt, sondern als wichtige Chance, „auch das Dessert ihres Lebensmenüs“ zu genießen“, wie Monica von Rosen es so treffend bezeichnet und wie es Fredy Frey vormacht: sich Ziele stecken und sie umzusetzen, in Form von Fernreisen, Gartenschuppenbau, weiterhin Maleraufträge ausführen usw. Der Film macht bewusst: Älterwerden ist eigentlich kein Thema, denn dem Menschen selbst würde es gar nicht auffallen, wenn da nicht der Spiegel wäre, der gnadenlos die Falten zeigt. Da wäre er nun doch: der Schrecken, die Ohnmacht, gleich einem Kaninchen, das wie erstarrt vor der Schlange sitzt.

Die Regisseurin und ihre Protagonisten zeigen jedoch in diesem Film, dass über den Falten auch im Älterwerden oder alt sein, weiterhin das „Entfalten“ steht. Jeder kann sich – bis zu seinem letzten Atemzug – entfalten in dem, was man Kreativität oder Berufung nennt oder einfach in dem, was Spaß macht, und wo man das Gefühl hat, noch zu leben und lebendig zu sein. Falten, so die Quintessenz, dürfen nicht die Macht haben, die Lebensfreude zu rauben. Auch wenn hin und wieder ein Hauch Wehmut durchkommt, so zeigt dieser Film, dass das Alter mit Lebensfreude ein köstliches Dessert sein kann. Wir selbst bestimmen durch unsere Haltung, ob wir leben wollen oder ob wir das Leben und uns selbst aufgeben.

Erschienen 2017
Produktion: Häselbarth Filmproduktion GmbH
Regie: Silvia Häselbarth

Verleih: Häselbarth Filmproduktion und Verleih GmbH
Luegetenstrasse 21
CH-6004 Luzern
+41 41 312 58 58
www.film-falten.ch
info@haeselbarthfilmproduktion.ch

Buch-Trilogie: „Raubzug, Werbung, Wahrheit“

Buch-Trilogie: „Raubzug, Werbung, Wahrheit“

Buch-Rezensionen von Alexandra Walterskirchen:

Buch-Trilogie „Raubzug, Werbung, Wahrheit“
von Mathias Weik und Marc Friedrich, Christian Kreiß, Heiko Schrang


Einleitende Worte der Kultur-Mentorin Helene Walterskirchen:
„Gesellschaftskultur beinhaltet nicht nur die Pflege der Kultur, sondern auch das Erforschen und Kennenlernen der Kulturgrundlagen und Kulturverhaltensweisen unserer Gesellschaft. Dabei sollte insbesondere der Frage, inwieweit unsere bestehende Gesellschaftskultur mit ihren entsprechenden Kulturgrundlagen, z.B. Konsumkultur, Medienkultur, Finanzkultur usw. ethisch oder unethisch und damit förderlich oder destruktiv ist, nachgegangen werden. Diese Erforschungen mögen Erkenntnisse zutage fördern, die so manch idealistisches Weltbild zum Wanken bringen, denn das scheinbar Schöne und Heile erweist sich als täuschende Maske, hinter der sich ein dämonischer Inhalt verbirgt. Wir müssen der Tatsache ins Auge schauen, dass da, wo Licht (= Gutes) ist, auch immer Dunkel (= Böses) ist. Wir selbst entscheiden durch unsere Gesinnung, ob wir die Welt als „gute Welt“ oder „schlechte Welt“ sehen und, anstatt uns von außen manipulieren zu lassen, unserer eigenen Wahrheit, die auf einem gesunden ethischen Fundament aufgebaut ist, folgen. Die nachfolgenden 3 Bücher, die von Alexandra Walterskirchen rezensiert werden, führen Sie in das Fundament und die Funktionsweise von gesellschaftlichen Strukturen, die Ihnen vermutlich eine neue bzw. erweiterte Sichtweise unserer derzeit vorhandenen Gesellschaftskultur geben werden.“


Der größte Raubzug der Geschichte: Warum die Fleißigen immer ärmer und die Reichen immer reicher werden
von Matthias Weik und Marc Friedrich

Dieses höchst informative Buch der Wirtschaftsexperten Matthias Weik und Marc Friedrich wirft einen Blick hinter die Kulissen unserer heutigen Finanzwelt. Es ist auch für Laien gut geschrieben und mit unterhaltsamen Beispielen wie „Jimmys Kneipe“ aufgelockert, die das Wirtschafts- und Finanzsystem gut erklären. Schulden (oder besser Schund), werden als Wertpapiere verkauft; ahnungslose Menschen werden betrogen; die Großunternehmen und Reichsten der Reichen werden immer wohlhabender – das ist nur die Spitze des Eisberges. Unethische Spekulationen auf den Misserfolgen anderer, Schattenbanken, heimliche Lobbyisten, frisierte Bilanzen, die Gier nach realitätsfernem Wachstum, überschuldete Staaten sowie Lug und Betrug beherrschen die Börsen und das Finanzsystem der gesamten Welt. Ein großer Crash ist vorprogrammiert, denn so kann es in diesem in sich maroden System nicht weitergehen.

Die Wahrheit über unser Finanz- und Wirtschaftssystem zu erkennen, von dem wir alle gezwungenermaßen ein Teil sind – denn leider kann heutzutage niemand ohne Geld leben -, mag anfangs ernüchternd sein, aber schlussendlich ist das Buch eine große Befreiung. Der Leser wird von den Autoren dazu ermutigt, in Zukunft wachsamer mit seinem Vermögen umzugehen, Kredite und Schulden zu vermeiden, sich nicht auf Banken und Staaten zu verlassen und neue Wege zu gehen, um nicht mehr Sklave des heutigen Verschuldungs- und Finanzwahnsinns zu sein. Jeder hat es durch seinen Umgang mit Geld selbst in der Hand, ob er sich ausrauben lässt oder nicht.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

ISBN 978-3-8288-2949-7
382 Seiten, Paperback
Tectum Verlag 3. Auflage 1.7.2013
19,90 Euro


Werbung – nein danke: warum wir ohne Werbung besser leben könnten
von Christian Kreiß

Wie schon das Buch „Geplante Obsoleszenz“ ist auch das neueste Buch „Werbung – nein danke“ von Christian Kreiß, einem ehemaligen Banker, eine wahre Perle. Eindrücklich und schonungslos zeigt der Autor in diesem Buch den Wahnsinn der Werbestruktur, der wir alle jeden Tag aufs Neue ausgesetzt sind, denn kein Tag besteht ohne dass Produktwerbungen auf uns einströmen. Dass dadurch nicht nur das Kaufverhalten, sondern auch die Emotionen und sogar die Psyche des Menschen verändert werden, liegt auf der Hand. Dabei ist der Informationsgehalt der Werbung gleich Null, Fotos und Slogans jederzeit mit anderen Produkten austauschbar.

Je tiefer man beim Lesen in die irrsinnige Welt der Werbung eintaucht, desto mehr ist man als Leser schockiert über die dreisten Lügen und die unverfrorene Unehrlichkeit der Unternehmen, die gar nicht darauf aus sind wahrhaftig zu handeln. Der Konsument soll ausgenutzt, betrogen und belogen werden, alles im Namen des Unternehmens und seiner unstillbaren Gier nach weiteren Gewinnen. Die Firmen haben Narrenfreiheit und können sich alles erlauben und kaufen sich z.B. Medienorgane und Journalisten, denn sie haben das Geld in der Hand. Aufsichtsbehörden und Öffentlichkeit sind machtlos. Bilder werden digital manipuliert wie in der Kosmetikwerbung; die Kunden werde gezielt in die Irre geleitet wie z.B. bei der Medikamentenwerbung, oder indem ungesunde Lebensmittel als gesund angepriesen werden. Selbst vor Kindern und Jugendlichen macht die Werbung – zumeist auf verstecktem, illegalem Weg – nicht halt. Dabei ist den meisten Konsumenten gar nicht bewusst, dass Werbung nicht nur unnötige Arbeit, sondern auch Kosten verursacht, die am Ende der Kunde zu tragen hat – nämlich durch einen 20% bis 35% Preisaufschlag auf den angebotenen Produkten.

Durch dieses Buch erkennt der Leser, dass Werbung nicht nur lästig ist, sondern einen weitaus größeren Einfluss hat, der unsere gesamte Wirtschaft, ja sogar das Leben des Einzelnen negativ steuert und beeinflusst. Es ist Zeit aufzuwachsen und sich von diesem System zu befreien. Solange es allerdings noch kein generelles Werbeverbot gibt, kann man sich letztendlich nur dadurch schützen, dass man bei jedem Kauf darauf achtet, ob man das Produkt wirklich braucht oder ob es einem nicht durch irgendeine Werbung einsuggeriert worden ist. Die Kontrolle der eigenen Gier ist hier das beste Mittel.

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IBAN 978-3-95890-059-2
344 Seiten, Hardcover
Europa Verlag 2016
Preis: 24,90 € (D) / 25,60 € (A)


Im Zeichen der Wahrheit
von Heiko Schrang

Heiko Schrang fasst im ersten Teil seines neuen Buches „Im Zeichen der Wahrheit“ den Irrsinn und die Lügen der heutigen Wirtschafts-, Medien- und Gesellschaftskultur, zusammen. Er streift aber auch neue Themengebiete. So klärt er u.a. über die Gefahren der Handystrahlung und die negativen Auswirkungen der Smartphone-Sucht auf, widmet sich den Schattenseiten eines Bargeldverbots und der Manipulation der Menschen durch die Mächtigen der Welt. Anders als andere Autoren zu diesem Thema bleibt er jedoch nicht beim schonungslosen Aufdecken der Lügen und Unwahrheiten des Systems stehen, sondern spannt einen Bogen zu dem dahinterstehenden, höheren Sinn des Lebens. Denn schlussendlich ist auch diese vermeintliche Wahrheit der Lüge der heutigen Gesellschaft, die uns, nachdem wir sie erkannt haben, wie eine hässliche Fratze ins Gesicht starrt, nichts anderes als eine Illusion.

Als praktizierender Buddhist bietet Heiko Schrang dem erwachten Leser eine Alternative, damit er bei all den entdeckten Lügen, die ihn womöglich verzweifelt, hoffnungslos, panisch oder wütend gemacht haben, nicht die Hoffnung und den Glauben an eine höhere göttliche Macht verliert. Im zweiten Teil des Buches, widmet sich der Autor deshalb dem spirituellen und bewusstseinsmäßigen Erwachen. Heiko Schrang schreibt über Themen wie die Illusion des Lebens, die negative Kraft der Angst, morphogenetische Felder, Schutz vor Energievampiren, Leben und Tod sowie die Tugenden der Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht. Ein besonderes Augenmerk lenkt er auf die persönliche Berufung, die zu einer Arbeit führt, die einem Freude machen sollte, weil sie keine Arbeit, sondern eine Lebenserfüllung ist.

Ergänzt wird dieser Teil des Buches durch lehrreiche, spirituelle Zitate von bekannten Philosophen und Weisen. Ein Buch, das trotz aller scheinbar schlechten Nachrichten, die man erst einmal erkennen und verdauen muss, Mut und Kraft gibt, weil es zeigt, dass hinter allem eine höhere Kraft steht, der alles Dunkle der Welt nichts anhaben kann: das Licht der göttlichen Liebe.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

ISBN 978-3-945780-41-1
288 Seiten
Hardcover
Macht Steuert Wissen Verlag
24,90 Euro

Der Bauer & Sein Prinz von Bertram Verhaag

Der Bauer & Sein Prinz von Bertram Verhaag

von Helene Walterskirchen:
Der Bauer & Sein Prinz
von Bertram Verhaag

 

Der Dokumentarfilm „Der Bauer & Sein Prinz“ erschien im Jahr 2014 als Resultat einer 5-Jahre langen Drehzeit. Er kam sehr gut in der Öffentlichkeit an, erhielt unzählige positive Pressestimmen sowie acht internationale Preise. Man muss ihm, dem Film, keine weiteren Lobesstimmen hinzufügen, die bereits Bekanntes nur noch aufwärmen würden, sondern kann ihm seine ganze eigene Interpretation geben. Dies will ich mit dieser Rezension/Empfehlung machen.

Es war einmal ein englischer Kronprinz namens Charles, der hatte nicht nur alles, wovon andere träumen: Geld, Besitz, Luxus und Land, sehr viel Land, sondern auch einen Traum oder besser eine Vision: eine Natur, die intakt ist, und mit der die Menschen in Einklang leben, eine Landwirtschaft, die nicht nur aus Nehmen besteht, sondern auch aus Geben, funktionierend nach biologischen und ökologischen Prinzipien, getragen von dem Respekt der Verantwortlichen vor Mutter Erde und all ihren Geschöpfen. Das war anfangs der 1980er Jahre.

Auf der Suche nach einem geeigneten Landwirtschafts-Fachmann, der fähig sein würde, seine Vision umzusetzen, traf der junge Prinz of Wales auf den nur wenig jüngeren David Wilson, der zwar nicht aus der ökologischen Landwirtschaft kam, jedoch eine ökologische Natur besaß, die nur darauf wartete, sich entfalten zu können. Beide, Prinz Charles und David Wilson, fanden sich nicht nur sympathisch, sondern der Visionär traf auf (s)einen „Spiegel“, der fähig war, seine Vision aufzunehmen und sie hinaus in die Welt zu tragen bzw. sie anderen Menschen zu spiegeln – etwas, das er als abgeschirmter Thronfolger nicht konnte. Der Großteil des Films wird daher von David Wilson getragen, während Prinz Charles weitgehend im Hintergrund bleibt – ständig kontrolliert von seinem königlichen Press Office.

Zu dem Zweier-Gespann „Visionär und Visions-Praktiker“ gesellte sich Anfang der 80er Jahre der Dritte im Bunde, Prof. Dr. Hartmut (Hardy) Vogtmann aus Deutschland, der an der Universität Kassel-Witzenhausen den damals ersten Lehrstuhl für ökologischen Landbau inne hatte. Er sollte als Berater für das ganze biologisch-ökologische Projekt „Duchy Home Farm“ im Anwesen von Highgrove, dem Landsitz des Prinzen von Wales, fungieren. Die Symbiose der drei „Landwirtschaftsgeister“ erwies sich als Volltreffer.

Einst als „Öko-Spinner“ belächelt, wird Prinz Charles heute für seinen unermüdlichen und unbeirrbaren Einsatz in der Verbreitung der Bio- und Öko-Landwirtschaft weltweit bewundert. Die Lorbeeren jedoch, so seine bescheidene Meinung, verdient ein anderer: David Wilson, der sympathische, warmherzige und positive Farm-Manager seiner „Duchy Home Farm“.

Der Film vermag wie kein anderer zu zeigen, dass Landwirtschaft auch ganz anders funktionieren kann, nämlich menschlich, weitgehend naturbelassen, im gegenseitigen Respekt Mensch-Tier und Mensch-Pflanzen. Sehr angenehm und wohltuend in diesem Film ist die ethische und ästhetische Hochwertigkeit, die Feinheit und Noblesse, die sich von Prinz Charles zu David Wilson zieht und von diesem so natürlich ausgedrückt wird, als sei er selbst ein Aristokrat. Geburtsadel und Herzensadel vermischen sich bei beiden zu einer erfolgreichen Symbiose und zeigen, dass man auch auf diese Art und Weise Erfolg haben kann – es braucht vielleicht etwas länger, dafür aber ist der Erfolg kein egoistischer, sondern ein altruistischer.

DENKmal-Film Verhaag GmbH
Bertram Verhaag
Herzogstraße 97
D-80796 München
Telefon +49 (0)89 – 52 66 01
Fax +49 (0)89 – 52 34 742
www.derbauerundseinprinz.de
office@denkmal.film

Kenwood Küchen-Maschine Chef Elite

Kenwood Küchen-Maschine Chef Elite

Produkt-Rezension und –Empfehlung von Helene Walterskirchen:
Kenwood Küchen-Maschine Chef Elite

 


Die Autorin verwendet seit mehreren Jahren in ihrer Schlossküche gerne die Kenwood Küchen-Maschine Chef Elite und sagt dazu:

„Mit der ‚Kenwood‘, wie ich sie kurz nenne, kann ich schnell, mühelos und präzise Gurken hobeln, Karotten, Sellerie oder Zucchini grob oder fein raspeln, ebenso Weißkraut so zerkleinern, wie ich es jeweils für die Zubereitung eines Gerichtes brauche. Daneben hat die Kenwood noch ganz viele andere Funktionen, wie Mixen, Pürieren, Kneten, Kräuter fein zerkleinern usw. Nach Gebrauch kann ich die Zubehör-Utensilien schnell und leicht unter fließendem Wasser reinigen und sie auch in ganz kurzer Zeit wieder zusammenbauen. Ich verwende meine Kenwood seit mehreren Jahren und sie funktioniert sehr zuverlässig; zudem hilft sie mir, beim Kochen und Zubereiten Zeit zu sparen. Was ich sehr an der Kenwood schätze: ich habe mich noch nie an ihr verletzt, was früher z.B. bei einem manuellen Gurkenhobler oder beim Raspeln von Karotten durchaus vorkam. Es gab so manches Mal blutige Verletzungen. Ich genieße es außerdem, eine so hochwertige Küchenmaschine in meiner Küche zu haben, denn sie passt ideal zu meiner hochwertigen Vollholz- und Schreiner-Küche. Zudem harmoniert sie mit meinem hochwertigen und ökologisch ausgerichteten Lebensstil, denn die englische Firma Kenwood produziert umweltfreundlich und hält Umweltgesetze ein.“

Die Küchenmaschine können Sie samt umfangreichen Zubehör direkt in unserem Shop bestellen.

DE’LONGHI DEUTSCHLAND GmbH

Carl-Ulrich-Straße 4
63263 Neu-Isenburg
Tel. 06102-5999500
Fax. 06102-5999555

www.kenwoodworld.com
E-Mail: unternehmen@delonghi.de

 

 

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

Divinae Institutiones Buch 7: De Vita Beata

Divinae Institutiones Buch 7: De Vita Beata

Buch-Rezension von Alexandra Walterskirchen:

„Divinae Institutiones Buch 7: De Vita Beata“
von Laktanz


Lucius Caecilius Firmianus Lactantius (ca. 250 bis 317 n.Chr.), deutsch Laktanz genannt, war zu seiner Zeit ein bedeutender Kirchenschriftsteller und Philosoph aus Nordafrika. Er trat 301 n.Chr. zum Christentum über und wurde auch der „christliche Cicero“ genannt, da er über eine große Redebegabung verfügte. Sein Hauptwerk „Göttliche Unterweisungen“ (Divinae Insitutiones), das aus sieben Büchern besteht, und zur Zeit der Christenverfolgung unter Diokletian für gebildete Menschen geschrieben worden ist, ist heute großteils vergessen, dabei steckt es voll Weisheit, welche es zu einem lesenswerten Werk für jeden Philosophie-Interessierten macht.

Nachfolgend möchte ich Ihnen das 7. Buch „De Vita Beata“ (Über das glückselige Leben) näher vorstellen. Es ist im lateinischem Original mit einer sehr guten deutschen Übersetzung von Stefan Freund erschienen, zusammen mit einem umfassenden Kommentar, die das Buch zu einer wahren Perle machen. Das Buch besteht aus 700 Seiten. Seiten 86-196 beinhalten den lateinischen Originaltext mit deutscher Übersetzung, danach folgt der ausführliche Kommentar mit Anhang. Der Autor Stefan Freund hat das Buch im Rahmen einer Habilitationsschrift erstmals 2005/2006 an der Fakultät der Katholischen Universität Eichstätt veröffentlicht. Es ist 2009 in leicht überarbeiteter Fassung erschienen. Der stolze Preis von 169,95 Euro ist das Buch allemal wert, da es die einzige Übersetzung des 7. Buches der Divinae Institutiones „De Vita Beata“ auf dem deutschsprachigen Buchmarkt bietet.

Im ersten Hauptteil „Gottes Heilsplan“ (Kapitel 1 bis 7) widmet sich Laktanz den Grundlagen eines glückseligen Lebens, den Irrtümern der Philosophie in den grundlegenden Weltfragen, der christlichen Sinndeutung für das Dasein der Welt des Menschen sowie der gerechtfertigten Existenz des Bösen gemäß der dualistischen Weltsicht von Gott und Anti-Gott.

Im zweiten Hauptteil „Die Unsterblichkeit der Seele“ (Kapitel 8-13) führt Laktanz christliche Argumente für die Unsterblichkeit der Seele an, die wesentlich überzeugender als die Beweise der griechischen Philosophen wie Platon sind, und beschäftigt sich mit den bei Lukrez vorgebrachten Argumenten für die Sterblichkeit der Seele, die er durch Gegenargumente widerlegt.

Im dritten Hauptteil „Die Endzeitereignisse“ (14,1-26,7) beschäftigt sich Laktanz mit dem Tausendjährigen Reich sowie den Kriegen und Katastrophen am Beginn der Endzeit, dem Auftreten des Anti-Christ und dem siegreichen Eingreifen Gottes, und übertrifft an Präzision und Deutlichkeit bei Weitem die so hoch gelobte Johannes-Offenbarung der Bibel. Das Ende des dritten Teils ist dem Jüngsten Gericht und der Auferstehung der reinen Seelen, die Gott erkannt haben, sowie der endgültigen Vernichtung des Anti-Gottes, der noch einmal zu einem vergeblichen Kampf gegen Gott aufruft, gewidmet.

Der Schluss des Buches (26,8-27,16) beinhaltet eine große Kaiseransprache mit einem Gebet für den Kaiser, um die Lage der Christen zu verbessern, sowie die Aufforderung an den Leser, sich dem Christentum anzuschließen und geduldig und standhaft nach dem Vorbild Christi zu leben. Laktanz stützt sich bei seinen Endzeitprophezeiungen überwiegend auf die Aussagen der Sibyllinischen Orakel, eine in zwölf Büchern überlieferte jüdisch-christliche Sammlung von Weissagungen, die bis in das 3. Jahrhundert v. Chr. zurückreicht.

Ich möchte an dieser Stelle eine Leseprobe des dritten Hauptteils der Endzeitereignisse zitieren, da es angesichts der heutigen Umstände auf dem Planeten Erde und dem kulturellen Verfall der Menschheit besondere Gültigkeit hat. Auf Seite 153 in Buch 7,15,6-10 schreibt Laktanz:

„(6) Und wie damals Zeichen gegeben wurden, durch die den Ägyptern ihre kommende Katastrophe angezeigt werden sollte, so wird es am Ende wundersame Vorzeichen über alle Elemente der Welt hin geben, aus denen man den allen Völkern bevorstehenden Untergang erkennen kann. (7) Weil sich also das Ende dieses Zeitalters nähert, muss sich zwangsläufig die Lage der Menschheit verändern und durch das Anwachsen der Bosheit zum Schlechteren abgleiten, so dass sogar diese unsere Zeiten, in denen Ungerechtigkeit und Bösartigkeit zum höchsten Grad angewachsen sind, im Vergleich mit jenem heillosen Bösen dennoch als glücklich und beinahe golden betrachtet werden können. (8) Denn so selten wird die Gerechtigkeit werden, so häufig die Frevelhaftigkeit, Habsucht, Begierde und Triebhaftigkeit, dass die Guten, wenn es dann überhaupt noch welche geben sollte, den Verbrechern zum Opfer fallen und von allen Seiten von den Ungerechten gequält werden, nur die Schlechten hingegen wohlhabend sind, die Guten aber in jede Art von Schmach und Armut fallen. Jedes Recht wird auf den Kopf gestellt werden und die Gesetze werden untergehen. (9) Niemand wird dann irgendetwas haben außer dem, was man sich mit der Hand verschafft oder verteidigt hat, Frechheit und Gewalt werden alles besitzen. Es wird keine Verlässlichkeit unter den Menschen geben, keinen Frieden, keine Menschlichkeit, keinen Anstand, keine Wahrhaftigkeit und so weder Sicherheit noch Lenkung durch irgendeine Ruhe von den Übeln. (10) Denn die ganze Erde wird in Aufruhr geraten, überall wird Kriegslärm dröhnen….“

Das sind dringliche, ermahnende Worte! Denn wenn man sich den kulturellen und gesellschaftlichen Verfall sowie die drohenden und existierenden Kriege heute in der Welt anschaut, hat man das Gefühl Laktanz hat beim Verfassen seines Werkes einen Blick in die Zukunft geworfen. Wenn man die Worte von Laktanz zu Grunde legt, dann steht das Ende des alten Zeitalters bevor.

Doch das ist kein Grund hoffnungslos zu sein und sein Leben in Trübsal und Verbitterung zu verbringen. Denn wer sich Gott hingibt, IHM dient und auf IHN vertraut, hat nichts zu befürchten. Laktanz schreibt am Ende (S. 195197) des 7. Buches in 27,11: „Jener wird wohlhabend, jener wird reich bei Gott ankommen, an dessen Seite Mäßigung, Barmherzigkeit, Geduld, Liebe und Glaube stehen. Das ist unsere Hinterlassenschaft, die weder jemandem weggenommen noch auf einen anderen übertragen werden kann…. 13: Durch diese Speise und diesen Trank Gottes werden die Blinden sehen die Tauben hören, die Stummen reden, die Lahmen gehen, die Dummen wissend, die Kranken gesund und die Toten wieder lebendig werden…. 15: Niemand verlasse sich auf Reichtum, niemand auf Amtsgewalt, niemand gar auf königliche Macht. Diese Dinge machen nicht unsterblich… 16: Bemühen wir uns also um die Gerechtigkeit, die allein uns als unzertrennliche Gefährtin zu Gott geleiten wird, und leisten wir, solange der Lebensgeist diese Glieder noch lenkt, unermüdlich den Kriegsdienst für Gott, führen wir die Wachen Tag und Nacht durch, stellen wir uns tapfer dem Feind, den wir kennen, entgegen, damit wir als Sieger und nach der Niederringung des Gegners im Triumph den Lohn der Tugend, den er uns selbst versprochen hat, vom Herrn erlangen.“

Ein lesenswertes Buch – nicht nur für Anhänger des christlichen Glaubens -, sondern für jeden, der mehr über den Zeitalterwechsel und das Wirken Gottes in der Seele und im Geist des Menschen erfahren möchte.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Stefan Freund:
Laktanz. „Divinae institutiones“. Buch 7: „De vita beata“
ISBN 978-3-11-021004-0
€ 169,95

 

Schönheit, Anmut und große Architektur im alten Ägypten von Peter Wimmer

Schönheit, Anmut und große Architektur im alten Ägypten von Peter Wimmer

DVD-Tipp von Alexandra Walterskirchen:
Schönheit, Anmut und große Architektur im alten Ägypten – 14-teilige-DVD-Serie von Peter Wimmer


Seit meinem 12. Lebensjahr bin ich ein begeisterter Ägypten-Fan und habe schon zahlreiche Reisen nach Ägypten unternommen. Ich habe dabei nicht nur die Kulturstätten des Landes – die verschiedenen Tempel und Pyramiden – besucht, sondern auch Kontakte und Freundschaften zu einheimischen Familien geschlossen, die wir teilweise im Rahmen unserer Charity-Arbeit (siehe www.admacum.com) unterstütz(t)en.

Im Laufe der Jahre habe ich nicht nur viele Bücher über das alte Ägypten, sondern auch sämtliche auf dem Markt erhältlichen Filme und DVDs gekauft, um mehr über mein Lieblingsland und seine alte Kultur zu erfahren. Dabei habe ich festgestellt, dass es auf dem Markt zwei Sorten von Dokumentationen über ferne Länder und ihre Kulturstätten gibt:

Die eine Art ist im Forscher- und Entdeckungsstil à la Indiana Jones gemacht, mit einer oft künstlich anmutenden, spannungsgeladenen Geschichte – wo Mord und Verschwörung nicht fehlen dürfen -, hintermalt mit gruseliger oder actiongeladener Musik und nachgespielten Szenen von Statisten, wobei oft unbedeutende Artefakte, Höhlen und Skelette von selbstverliebten Archäologen als neueste Sensation angepriesen und umständlich beschrieben werden, usw., so dass man sich nicht selten nach einem solchen Film disharmonisch und aus seiner Mitte herausgebracht fühlt.

Die andere Art ist im Stil einer oberflächlichen, unverbindlichen Berichterstattung aufgezogen, wobei man sich oft nicht des Eindrucks erwehren kann, dass es sich mehr um eine versteckte Reisewerbung als um eine wirkliche Wissensdokumentation handelt. Nichtssagende Erklärungen über die Kulturstätten des Landes wechseln sich ab mit Aufnahmen von Touristengruppen und Reiseführern sowie einer genauen Beschreibung der Reiseroute. Bei allem stehen mehr die Hotels, die Kreuzfahrtschiffe und das üppige Abendbuffet im Vordergrund als ein wirkliches Eintauchen und Verstehen der Kulturstätten des Landes und seiner Bewohner.

Das änderte sich, als ich vor nicht allzu langer Zeit auf die Dokumentationen von Peter Wimmer gestoßen bin. Unter dem Reihentitel “Kulturreisen individuell” hat der Filmemacher Peter Wimmer die Kulturdenkmäler verschiedenster Länder in Europa und Nordafrika einfühlsam und informativ mit seiner Kamera dokumentiert, so wie er sie in den Ländern angetroffen hat. Seine Dokumentationen sind natürlich, ehrlich und zeigen unverfälscht die Schönheit der Orte, Tempel, Landschaften und Menschen so, wie sie wirklich sind. Hier wird nichts mit einer künstlichen Geschichte aufgebauscht oder als unterschwellige Werbung serviert.

Der Schwerpunkt der „Kulturreisen-Filme“ von Peter Wimmer liegt zweifellos in Ägypten. In über 14 filmischen Dokumentation dokumentiert er das reiche Erbe der pharaonischen Kultur am Nil, u.a. die Tempel von Luxor, Karnak, die Gräber und Tempel von Theben-West, die Tempel von Assuan, Philae, Abu Simbel, Kom Ombo, Dendera, Abydos, die Pyramiden von Gizeh und Memphis usw. Es ist alles dabei, was das Herz eines Ägypten-Fans höher schlagen lässt, sogar Tell el-Amarna, die Stadt von Echnaton, fehlt nicht!

Die erste DVD, die ich bestellt habe, hieß „Abydos – Osiristempel – die stilistisch schönsten Reliefs Ägyptens“. Ich muss zugeben, dass ich anfangs ein wenig Skepsis empfand. Doch bereits die ersten Minuten der Dokumentation zerstreuten diese. Das war eine Dokumentations-Art erster Klasse: feinfühlig, achtsam, tiefgründig und ehrfürchtig vor der Kultur des Landes. So hatte ich mir immer eine wirkliche Kulturdokumentation gewünscht: ruhige Bilder, die dem Zuschauer Zeit geben, sich auf den Tempel einzulassen und die Reliefs zu betrachten, untermalt mit besinnlicher, meditativer Musik, ergänzt mit Erläuterungen über Leben und Geschichte der alten Ägypter, gesprochen von Peter Wimmer mit seiner angenehmen, ruhigen, sachlichen Stimme.

Ich hatte das Gefühl, den Tempel und seine einzigartigen Hieroglyphen und Abbildungen noch einmal anzuschauen, aber dieses Mal viel ausführlicher und besinnlicher als es bei meinen Reisen nach Ägypten nie möglich gewesen war, sei es, weil ich unter Zeitdruck stand, mich andere Touristen oder Einheimische ablenkten oder ich einfach nicht offen dafür war. Durch die Dokumentation von Peter Wimmer entdeckte ich Reliefs und Räume, die ich übersehen oder längst vergessen hatte. Die Energie der Götter von Abydos wanderte über den Bildschirm zu mir und erfüllte meine Seele.

In der Folgezeit bestellte ich nach und nach die kompletten 14 DVD-Dokumentationen von Peter Wimmer über die Kulturschätze des Alten Ägyptens und „reiste“ über diese erneut ins alte Ägypten. Peter Wimmer schafft es durch seine Dokumentationen nicht nur, dem Zuschauer die Kulturschätze, die Tempel und Pyramiden näher zu bringen, sondern in ihm auch ein Gefühl von Ewigkeit und Verneigung vor der göttlichen Allmacht entstehen lassen, wo sich unbedeutende Ego-Probleme und Nichtigkeiten des Alltags auflösen. Nach dem Anschauen seiner Dokumentationen fühle ich mich aus dem Alltag enthoben, in einem friedlichen Zustand der Ruhe und der inneren Einkehr.

So nutze ich die Dokumentationen von Peter Wimmer auch gerne als filmische Begleitung meiner Meditations- oder Yoga-Praxis und genieße es, währenddessen in die mystische Welt der Pharaonen und Götter abzutauchen. Peter Wimmer gelingt es, nicht nur das physisch Sichtbare eines Kulturdenkmals zu vermitteln, sondern auch das Energetische und Unsichtbare: den Geist und die Seele des Ortes. Das ist etwas ganz besonders Kostbares, denn es führt uns zurück zu unseren Kulturwurzeln von Religion, Philosophie und Kunst.

Hier geht es zum Youtube-Kanal von Wimmer Kommunikation.

Die kulturell wertvollen Filme von Peter Wimmer bekommen Sie hier:

Wimmer Visuelle Kommunikation
Am Lichterkopf 25
D-56112 Lahnstein
Telefon 02621/62625
info@wimmer-kommunikation.de
www.wimmer-kommunikation.de

 

Was will ich? Mut zur Entscheidung von Anselm Grün

Was will ich? Mut zur Entscheidung von Anselm Grün

von Helene Walterskirchen:

„Was will ich? Mut zur Entscheidung“
von Anselm Grün

 


Pater Anselm Grün, Benediktiner-Mönch und ehemaliger Cellerar (wirtschaftlicher Leiter) der Abtei Münsterschwarzach, ist nicht nur einer der erfolgreichsten christlichen Schriftsteller, sondern auch spiritueller Berater von Menschen in schwierigen Lebenssituationen, die oft nicht wissen, was sie wollen oder wie sie sich entscheiden sollen. Seine vielen Erfahrungen aus der Praxis hat er in Form dieses Buches niedergeschrieben.

Am Anfang des Buches, sozusagen als „Leitstern“ der gesamten Thematik, zeigt Pater Anselm Grün auf, dass es eine übergeordnete Entscheidung gleichermaßen für alle Menschen gibt: die Entscheidung für Gott, für den Willen Gottes, für ein Gott gewolltes Leben, für das, was Gott von uns möchte. Die Menschen, die diese übergeordnete Entscheidung getroffen haben, werden die vielen Entscheidungsfragen, die im täglichen Leben auf sie zukommen, mit Sicherheit und Leichtigkeit beantworten, da sie einer göttlichen Führung unterliegen, die ihnen in Form von Impulsen vermittelt, welche Entscheidungen sie treffen sollen und welche richtig sind.

Schwierig wird es hingegen für jene, die Gott fern sind, die überwiegend im Ego leben und dadurch unsicher sind, welche Entscheidung die richtige und welche die falsche ist. Das Ego vermag den Menschen weder Halt noch Sicherheit zu geben und folge dessen fehlen ihnen die göttlichen Impulse, von denen sie sich führen lassen können. Die Entscheidungsfindung wird dadurch oft zur Qual, zu einer aufreibenden Sache, die enorm viel Energie und Zeit verbraucht – die man sonst für andere Dinge zur Verfügung hätte.

Pater Anselm Grün verweist auf die einfache Version der Entscheidungsfindung – Gott. Er stellt daneben aber auch die schwierige Version der Entscheidungsfindung dar – das Ego. Um das Ego zu motivieren, seine Entscheidungskämpfe und krampfhaften Entscheidungssuche aufzugeben und sich lieber der göttlichen Führung zu unterwerfen, zeigt Pater Anselm Grün auf, wie mühsam Entscheidungsfindungen ohne Gott sind und wie viele Hilfen und Übungsanleitungen notwendig sind, die man berücksichtigen muss, um irgendwie zu einer „richtigen“ Entscheidung zu kommen. In diesem Teil reibt sich das Buch, wird zäh und verliert seinen Fluss, den es zu Anfang hatte. Das aber scheint vom Autor so gewollt, um dem Leser etwas Elementares bewusst zu machen.

In diesem komplexen Teil baut Pater Anselm Grün dem Leser immer wieder Brücken, um doch noch den Weg heraus aus der Reibung und Zähigkeit hin zu Gott und zu einer göttlichen Entscheidungsfindung zu entdecken. Eine seiner Brücken bilden 20 Seiten Gebete am Ende des Buches – Gebete um Entscheidungen und Gebete vor Entscheidungen. Denn Pater Anselm Grün weiß: Gebete können so manche Wunder bewirken.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Erschienen 2015, 5. Auflage
Vier-Türme GmbH, Verlag
ISBN 978-3-89680-520-1

Vier Türme Verlag GmbH
Presse: Martina Nöth
Schweinfurther Str. 40
D-97359 Münsterschwarzach Abtei
Tel. 09324/20469
Fax 09324/20 668 469
www.vier-tuerme-verlag.de
m.noeth@vier-tuerme.de

Gaißmayer: Gartenkultur auf der Illertisser Jungviehweide

Gaißmayer: Gartenkultur auf der Illertisser Jungviehweide

von Helene Walterskirchen
Gaißmayer: Gartenkultur auf der Illertisser Jungviehweide

Dieter Gaißmayer zeigt der Autorin eine Stele aus Stein mit goldenfarbigen Ornamenten, die seit einer Ausstellung seinen Schaugarten ziert

Ein Herbsttag wie im Bilderbuch: Mild, sonnig, lieblich, geradezu einladend für einen Ausflug in ein Pflanzenparadies: die Bioland-Staudengärtnerei Gaißmayer und das dazugehörige Museum der Gartenkultur auf der Jungviehweide im schwäbischen Illertissen. Als wir vor rund sechs Jahren unseren großen Garten in Schloss Rudolfshausen angelegt haben, war uns die Gärtnerei Gaißmayer ein wichtiger Ratgeber und Pflanzenlieferant. So wachsen heute in unserem Schlossgarten auch viele Gaißmayersche Staudenpflanzen und erfreuen uns ihres kräftigen Wuchstums und ihrer Blütenpracht.

Wer einen typischen Gartengroßmarkt erwartet, wird schnell feststellen, dass die Staudengärtnerei Gaißmayer samt Museumsgelände etwas anderes ist: eine vielfältige Gartenkulturwelt, ein Gartenpark, eine Freiland-Gartenausstellung und ein sehr individueller Gärtnerei-Betrieb. Garteninteressierte können viele Stunden durch die riesige Gartenlandschaft schlendern, sich daran erfreuen, hier und da verweilen und natürlich auch Pflanzen für den heimischen Garten kaufen. Was es bei Gaißmayer nicht gibt, sind die typischen großen, anonymen Verkaufshallen wie es in modernen Gartencentern der Fall ist, hier wirkt alles wie im Garten-Märchenland oder im Zwergen-Wonderland.

Auf dem großen Kundenparkplatz herrscht bei meiner Ankunft reges Treiben, wohl offensichtlich durch einen Ausflugsbus, der gerade angekommen ist. Die Gartenwelt auf der Illertisser Jungviehweide scheint ein beliebtes Ausflugsziel für Garteninteressierte zu sein und das Kaiserwetter am heutigen Tag ist ideal dazu geeignet.

Dieter Gaißmayer, der in Weihenstephan (Freising) Gartenbau studiert hat, ist der Dirigent der Gaißmayer’schen Pflanzenwelt, und das seit 37 Jahren. An seiner Seite sind die zwei wichtigsten Frauen in seinem Leben: seine Frau und seine Tochter. Alle drei wechseln sich beim Dirigieren ab, damit die 50 Gärtner, die in ihrer Gärtnerei arbeiten, die Musik spielen, die ihre Pflanzen gerne hören und brauchen, um ihre üppige Pflanzenpracht zu entfalten.

Wer kann einen Gast besser in seine Pflanzenwelt einführen als der Hausherr selbst? Leger, in Arbeitskleidung, nimmt er mich mit auf eine Führung durch sein Reich, eher karg an blumigen Worten, dafür reich in seinen Werken:

Hinreißenden Pflanzen- und Blumenkompositionen, die er alle beim Namen nennt, gleich einem Bauern, der den Namen jedes seiner Tiere kennt: „Das ist die Leni, das ist die Walli, das ist die Vreni …“ Und: Dieter Gaißmayer kennt nicht nur die Namen seiner Pflanzen, sondern auch ihre Geschichte, seit diese in seinem Garten leben. Darüber könnte er viele Stunden lang erzählen.

In der Gärtnerei Gaißmayer können sich Menschen, die sich einen Garten anlegen wollen, wertvolle Anregungen holen. In der vielfältigen Gartenwelt gibt es verschiedenste Themenbereiche, z.B. Steingarten, Bauerngarten, Cottage Garden, Kiesgarten, Heidegarten, Prachtgarten usw. Die Anregungen können Interessierte direkt durch einen Besuch auf der Illertisser Jungviehweide bekommen oder auch aus der umfassenden Homepage der Staudengärtnerei erfahren, denn man kann Pflanzenauswahl und –Bestellungen Online tätigen.

Gemächlich, miteinander plaudernd, schlendern wir durch das Herzstück der Staudengärtnerei Gaißmayer. Da gerade Herbst ist, beeindrucken und entzücken mich besonders die attraktiven und mannsgroßen Gräser mit ihrem filigranen Wuchs. Auf meine Frage, warum er das Gartengelände „Herzstück“ nennt, antwortet Dieter Gaißmayer: „Weil es der Muttergarten ist, in dem die Mutterpflanzen stehen.“ Die Nachkömmlinge, die die Mutterpflanzen „gebären“, kommen in den Gärtnereibereich, in dem die Aufzucht der Jungpflanzen stattfindet.

Auffallend sind im Gartenparadies Gaißmayer die Gartenkunstwerke, die überall stehen. Dieter Gaißmayer berichtet, dass es immer wieder Gartenkunst-Ausstellungen bei ihm gegeben hat und gibt, z.B. Windspiele, Holz- oder Stein-Skulpturen oder Gießkannen, die an Stäben in den Himmel ragen. Dieter Gaißmayer: „Wenn mir die Kunstwerke gefallen, kaufe ich das eine oder andere und es verbleibt dann bei uns im Garten. So haben sich über die Jahre einige Kunstwerke hier angesammelt.

Nach dem Rundgang durch die Gärtnerei überqueren wir die Zufahrtsstraße, um in den gegenüberliegenden Teil der Gartenwelt auf der Illertisser Jungviehweide zu gelangen. Dieser Gaißmayer: „Wir gehen jetzt über die Grenze. Bis jetzt waren wir im Bereich der Gärtnerei. Nun jedoch kommen wir zur zum Gelände der Stiftung Gartenkultur. Ich bin für beide zuständig, denn ich leite nicht nur die Gärtnerei, sondern auch die Stiftung. Die gemeinnützige Stiftung wurde im September 2010 gegründet. Herzstück der Stiftung ist das Museum der Gartenkultur.“

Museum der Gartenkultur (Stiftung Gartenkultur)

Aus der Homepage der Stiftung kann man mehr über die fünf Schwerpunkte der Stiftungsprojekte erfahren:

1. Das „Gartenarsenal“ versammelt historische Gartengeräte und Arbeitstechniken.
2. Das „Sortenarsenal“ kümmert sich um den Erhalt und das Wissen über alte Nutz- und Zierpflanzen.
3. Die Sammlung „Offene Gärten“ sind die Außenstellen des Museums. Sowohl botanische Besonderheiten als auch gartenkulturelle Schätze im vorwiegend schwäbischen Raum werden dokumentiert und beschrieben.
4. Die „Gartenakademie“ bietet als freie Bildungseinrichtung Seminare, Vorträge, Mitmach-Werkstätten und andere Veranstaltungen zur gärtnerischen, botanischen und ökologischen Weiterbildung an.
5. Die Bibliothek historischer und moderner, überwiegend wissenschaftlicher Gartenliteratur ist eine wahre Fundgrube für den bibliophilen Garten- und Pflanzenfreund (Präsenzbibliothek.

Das „Gartenarsenal“ (1.) beherbergt eine der größten Sammlungen historischer Arbeitsgeräte. Mit derzeit über 7.000 Exponaten aus allen gärtnerischen Arbeitsgebieten, aus drei Jahrhunderten und aus ganz Europa, ist sie die deutschlandweit größte dieser Art und umfasst so ziemlich alles, was früher in Beet und Garten handfesten Nutzen hatte. Zum Museum geht man durch die große Glashalle, in der sich das Café, der Shop und der Vortragsraum befinden.

Auch das „Sortenarsenal“ der Stiftung ist eine Besonderheit. Auf dem 1,5 Hektar großen Gelände werden in den Museumsgärten alte, bewährte und teilweise schon längst vergessene Pflanzenarten und –Sorten gezeigt, von denen viele vom Aussterben bedroht sind. Sogar ein Hauch von den Gärten des Schlosses Versailles findet man in Illertissen: Nach französischem Vorbild ist ein Ausschnitt des barocken Küchengartens Ludwig XIV. nachgebaut. Mehr als 20 Pflanzenkabinette – das sind zehn mal zehn große Gartenräume – sind innerhalb des Museumsgartens zu geometrischen Mustern angeordnet. Sie sind unterschiedlichen Themen gewidmet, z.B. Rosen, Stauden, Kletterpflanzen usw.

Ein Genuss für Gartenkunst-Freunde: Besichtigung der Museumsgärten

Eine Aktion der Stiftung Gartenkultur um Dieter Gaißmayer ist das Projekt mit dem Namen „Entsteint Euch!“, die einen Ausstellungsplatz in den Museumsgärten hat, in Form eines Banners und einer Wellblechhütte, in der ständig ein Video läuft, das aufklärt, aber auch appelliert: „Entstein Euch! Bringt uns Eure Steine aus dem Garten. Lasst wieder mehr Grün wachsen.“ Das Projekt entstand 2015 und bekam in der lokalen Presse viel Aufmerksamkeit. In der Südwest Presse hieß es im Artikel „Stiftung Gartenkultur will mit neuer Aktion Böden beleben“ vom 21.8.2015:

Sind es Kiesgärten oder Kieswüsten? Darüber kann man streiten. Sicher ist, wenn die Steinepest im Vorgarten wütet, verschwindet das Grün. Und noch viel mehr. Die Bienen, Schmetterlinge und Vögel sind auch weg. Entsteint euch.“
Mit diesem Appell wenden sich die Illertisser Stiftung Gartenkultur und ihr Förderverein, die Interessengemeinschaft zur Förderung der Gartenkultur, jetzt an Gartenbesitzer. Das Ziel: Mehr Gärten sollen ökologisch wertvoller gestaltet werden. Mit dem Aufruf „Wer bringt den ersten Stein?“ starten sie am kommenden Dienstag eine Aktion für blühende Gärten. …

Die Museumsgärten auf der Illertisser Jungviehweide sind immer offen, sieben Tage die Woche, so erfahre ich von Dieter Gaißmayer. Auf meine Frage, wer sich um die Gärten kümmert und sie pflegt, antwortet er: „Dafür gibt es einen Förderverein, der sich „Förderer der Gartenkultur e.V.“ nennt. Dieser Verein, der von Thea Zedelmeier als 1. Vorstand geleitet wird, ist ein wichtiger Bestandteil des Illertisser Gartennetzwerkes mit vielfältigen Aufgaben.“
Zu den Aufgaben des Vereins zählen unter anderem:

1. Betreuung eines Großteils der IMPROVISIERTEN GÄRTEN und die GARTENKABINETTE sowie Weiterentwicklung derselben;
2. Organisation eines vielfältigen Veranstaltungs-Programms mit Vorträgen, Seminaren und Workshops;
3. Ausarbeitung und Durchführung von Gartenkulturellen Aktionen wie „Entsteint Euch!“ oder „Illertisser Saatgut, Regio- und Ökomarkt;
4. Zusammenbringen von Menschen, denen Gartenkultur am Herzen liegt. …

Beim Verlassen der Staudengärtnerei und dem Museum der Gartenkultur habe ich die letzten Worte von Dieter Gaißmayer im Kopf, als er mir berichtete, dass er ursprünglich Drogist gelernt hat und ziemlich schnell umgesattelt hat auf Gartenbau. „Das war das Beste, was mir in meinem Leben passieren konnte!“

Dem möchte ich hinzufügen: Nicht nur für ihn war es das Beste, sondern auch für die Illertisser Jungviehweide, für den Ort Illertissen, für die Bewegung der Staudengärtner, für die Erhaltung, Pflege und Förderung des Bereichs „Gartenkultur“ und „Gartenkunst“. Wie sagte ich am Anfang dieses Porträts: „Dieter Gaißmayer ist karg an blumigen Worten, aber reich an blumigen Werken!“

Staudengärtnerei Gaißmayer GmbH & Co. KG
Jungviehweide 3
D-89257 Illertissen
Tel: 07303 – 7258
Fax: 07303 – 42181
e-Mail: info@gaissmayer.de
www.gaissmayer.de

Stiftung Gartenkultur
Email: kontakt@stiftung-gartenkultur.org
Internet: www.stiftung-gartenkultur.org

Krauthobel- und Sauerkraut-Einmach-Aktion mit dem BR

Krauthobel- und Sauerkraut-Einmach-Aktion mit dem BR

von Helene Walterskirchen im Oktober 2017
Krauthobel- und Sauerkraut-Einmach-Aktion mit dem BR

(von links): Die Autorin, Michael Schilling vom Magnusheim, Paul Enghofer, Kameramann Achim auf dem Platz des Magnushofs vor der Krauthobel-Halle

Jedes Jahr, wenn der Herbst einzieht, um das Erntedankfest herum, ist die Zeit für das Einmachen von Weißkraut (und Rotkraut), damit die Familien im Winter vitaminreiches Sauerkraut (und Blaukraut) im Vorrat haben. Die Krauthobel- und Krauteinmach-Kultur ist eine sehr alte Ernährungs- und Gesundheitskultur, die es schon seit vielen Generationen gibt. Über die Bedeutung und das Einmachen von Sauerkraut haben wir im vergangenen „Kultur-Magazin Schloss Rudolfshausen II/2017“ geschrieben und auch unser Krauteinmach-Rezept verraten.

Am Freitag, den 13.10. 2017, fand das Krauthobelfest wie jedes Jahr im Magnushof, einem Biolandwirtschaftsbetrieb mit Hofladen, auf den Gelände von Regens Wagner in Holzhausen (nur wenige Minuten von Schloss Rudolfshausen entfernt) statt, wo wir seit vielen Jahren unser Weißkraut in gehobelter Form für unser Sauerkraut beziehen.

Dieses Mal hatte sich das Bayerische Fernsehen angemeldet, das sowohl über das Krauthobelfest wie auch die anschließende Krauteinmachaktion in einem geeigneten Haushalt einen Bericht für die Sendung „Zwischen Spessart und Karwendel“ aufnehmen wollte. Der Marktleiter der Magnus-Werkstätten/des Magnushofs, Michael Schilling, hatte unser Schloss Rudolfshausen vorgeschlagen, was beim Autor Paul Enghofer, der die Sendung leitete, auf offene Ohren stieß.

Der 13.10. war nicht nur ein Freitag, sondern für uns alle ein Glückstag (obwohl er eigentlich als Unglückstag gilt!). Es herrschte Bilderbuchwetter: ein strahlend blauer Himmel, an dem die Sonne sich in ihrer ganzen Fülle präsentierte, ein angenehmes, warmes Lüftchen mit einem Hauch Kraut-Flair. Das Gelände des Magnushofs glich einem kleinen Festplatz mit diversen Imbiss-, Getränke- und Verkaufs-Buden, Biertischen und Bänken sowie Bistrotischen.

Um 11.00 Uhr startete der Verkauf von gehobeltem Weißkraut und im Nu hatte sich eine Schlange an der Ausgabestelle angesammelt. Unser Schloss-Mitarbeiter, Günther Schöppner, stand geduldig in der Schlange, bis er an der Reihe war. Das angekündigte Bayerische Fernseh-Team unter Leitung von Paul Enghofer war in der Zwischenzeit eingetroffen.

Das Kraut für Schloss Rudolfshausen (in Wannen) wird von Mitarbeitern des Magnushofs auf einer Schubkarre zum Auto gebracht

Paul Enghofer, Jahrgang 1958, ist bekannt für seine Filme, Dokumentationen, Reportagen, Landschaftsbilder und Beiträge über Land und Leute für das BR Fernsehen. In einer Dokumentation des Bayerischen Fernsehens über Paul Enghofer mit dem Titel „Zwischen den Zeilen“ vom 17.6.2013 sagt der Autor, der Europäische Ethnologie/Volkskunde sowie Geschichte, insbesondere auch Bayerische Geschichte, an der LMU in München studiert hat, über sich selbst:

„Folglich liegt mein Hauptinteresse bei den Menschen und ihrem Alltag. Ums ganz normale Leben geht es in meinen Filmen; wie es war und wie es ist. Es sind Geschichten vom Alltag, die aber mehr bedeuten als Beliebiges und Alltägliches.

Ich habe meinen ersten Film für „Unter unserem Himmel“ 1980 gemacht und bin seitdem immer für das Bayerische Fernsehen tätig gewesen, mal mehr, mal weniger. Ich war auch Musiker und Buchautor.

Vor allem reise ich seit Jahren für „Schwaben und Altbayern“ und „Zwischen Spessart und Karwendel“ durch Bayern und mache neben Berichten und Reportagen „Landschaftsbilder“, zeige darin die verschiedenen Gegenden Bayerns, fahre in alle Regierungsbezirke und komme gerne zu „Unzeiten“, nicht während der Saison oder zur Hauptarbeitszeit, sondern „zwischen den Zeiten“, wenn Gelegenheit zum Reflektieren, zum Nachdenken und Reden ist. Wichtig ist, das wirkliche Leben der Menschen kennen zu lernen und Bilder und Gespräche davon einzufangen.

Für mich sind vor allem Menschen interessant, die sich zurückgehalten haben und nicht überall mitmachen oder mitgemacht haben, nicht allen Moden aufgesessen sind, beim Essen wie beim Bauen, beim Wirtschaften wie beim Konsumieren und die einfach ihr Ding gemacht haben und machen. Oft meint man, das wären Stehengebliebene oder Verlierer. Aber Menschen, die selbstbewusst Nachhaltigkeit leben und in ihrem Handeln beharrlich vermeintlich Unmodernes tun, sind oft sehr zukunftstauglich.“

In diesem Herbst, 2017, fasste Paul Enghofer den Entschluss, die bayerische Krautkultur, so wie sie heute praktiziert wird, mit einem Filmbeitrag zu dokumentieren und so führte ihn sein Weg nach Holzhausen in der Gemeinde Igling, zwischen Landsberg am Lech (Oberbayern) und Buchloe (Allgäu) gelegen, zu einem Menschenschlag, der gerade noch oberbayerisch, aber auch schon allgäuerisch gefärbt ist.

Sauerkraut-Einmachaktion im Schlossgarten: Schloss-Mitarbeiter Günther Schöppner füllt das Kraut von den Wannen in die großen, schwermetallfreien Steingut-Gärtöpfe der Firma Steinzeugwaren Nik. Schmitt (darüber hatten wir im Kultur-Magazin II/2017 berichtet); Schloss Mitarbeiterin Tanja Berg steht bereit, um lagenweise die Zutaten: Apfelschnitzchen, Wacholderbeeren, Lorbeerblätter, Meeres-Algen in das Kraut miteinzuarbeiten

Der Film über die Krauthobel- und Sauerkraut-Einmach-Aktion wurde vom Bayerischen Fernsehen BR in der Sendung: „Zwischen Spessart und Karwendel“ am Samstag, 28.10.2017, gesendet.

Schauen Sie sich den Film in der BR-Mediathek oder direkt hier an:

 

Im Trend: Ökologische Druckkultur

Im Trend: Ökologische Druckkultur

von Helene Walterskirchen
Im Trend: Ökologische Druckkultur

Andreas Uhl zeigt der Autorin die Druckfarbenbehälter auf der großen Druckmaschine

In meinem Beruf als Autorin, Publizistin, Herausgeberin und Kultur-Mentorin stellt die Druckerei das Ende der Produktionskette dar, in die ich eingebunden bin: von der Idee über das Schreiben des Manuskriptes hin zum Lektorat, dann weiter zum Layout und abschließend geht das Ganze dann in den Druck, damit die Menschen meine Bücher, Kultur-Magazine oder Flyer lesen können. Früher war ich nur Autorin, seit einigen Jahren jedoch bin ich auch Publizistin und Herausgeberin unter dem Label „Adma-Publications“ und habe, neben zwei Büchern („Friedensritter“ im Jahr 2013 und „Im Mega-Spiel des Universums“ im Jahr 2016) auch, seit 2014, sechs Sammel-Editionen „Kultur-Magazin Schloss Rudolfshausen“ herausgegeben.

Um das zu publizieren, was man als Autorin schreibt, braucht man eine gute Druckerei, die nicht zu weit entfernt sein sollte, damit man auch einmal, wenn es notwendig ist, persönlich hinfahren kann, um etwas zu besprechen oder abzuholen – eine Druckerei, die im Einklang ist mit der eigenen Philosophie.

Ich bin vor einigen Jahren auf Öko-Druck umgestiegen, da ich den konventionellen Druck nicht mehr mit meinem persönlichen Umwelt-Gewissen verantworten konnte. Verschiedene Artikel und Fernsehsendungen, unter anderem die ARD-Sendung „Planet Wissen“ aus dem Jahr 2014 verstärkten meine Haltung. In dieser Sendung wurde das ganze Ausmaß der Umweltzerstörung auf den Punkt gebracht: „Im Laufe der vergangenen Jahrhunderte hat der Mensch Teile der Natur unwiederbringlich zerstört. Inzwischen sind nicht nur viele Tier- und Pflanzenarten vom Aussterben bedroht. Das ganze Ökosystem Erde ist gefährdet. Und obwohl die erste internationale Konferenz für Naturschutz schon 1913 in Bern stattfand, hat sich der Zustand der Umwelt global weiter verschlechtert.“ Zu den Umweltzerstörern, so erfuhr man, gehörten nicht nur Autos, Flugzeuge und Landwirtschaft und Industrie, sondern auch die gesamte konventionelle Druckwirtschaft mit ihren vielen giftigen, chemischen Materialien, die nicht nur die Gesundheit von Menschen, sondern auch die Papiere unwiderruflich zerstören, da letztere beispielsweise nicht mehr recycelt werden können. Und wo Papiere zerstört werden, werden auch immer Bäume zerstört, denn die Grundlage für all unser Papier ist in der Regel der Wald.

Und hier müssen wir uns alle fragen: Wie viel Papier wird durch das Drucken verwendet und von uns als Verbraucher verschwendet? Da sind auf der einen Seite die Bücher, Tageszeitungen und Magazine, und auf der anderen Seite ist all das, was in den Bereich „Werbung“ fällt, die uns tagtäglich, zumeist unaufgefordert, ins Haus flattert, und die wir in der Regel unverzüglich in den Müll werfen. Hierbei stellt sich noch die Frage: In welchen Müll? Denn sehr oft ist es kein Papiermüll, sondern Restmüll, oder ist manches womöglich sogar Sondermüll? Dies wirft die Frage auf: Ist Papier in Form von gedrucktem Papier in unserer heutigen Gesellschaft zu einem Wegwerfprodukt geworden? Es gab einmal eine Zeit, da war ein handgeschöpfter Bogen Papier etwas Wertvolles und ein handgesetztes und -bedrucktes Buch eine Kostbarkeit!

Haben die meisten Menschen von heute das verloren, was man Wertebewusstsein nennt? Liegt die Ursache darin womöglich in dem Begriff „billig“, dem so viele heute folgen und der sie ständig auf der Jagd danach sein lässt, das zu ergattern, was billig ist. Hat das auch vor dem Bereich „Druck“ nicht Halt gemacht? Muss auch da immer alles billiger sein: die Druckkosten, das Papier, die Farben, die Maschinen? Wir müssen der Tatsache ins Auge blicken, dass wir den Begriff „Wertigkeit“ für das, was wir als „billig“ bezeichnen, geopfert haben. Aber wo wir einen (vermeintlichen) Gewinn haben, haben wir auch immer einen Verlust: es geht weiter das vor die Hunde, was wir „Umwelt“ und „ökologisches Gleichgewicht“ nennen und beides hat Auswirkungen auf dem Menschen, auf seine Gesundheit, seine Zufriedenheit, seine Lebensqualität.

Jeder vernünftige und intelligente Mensch erkennt daraus, dass er etwas ändern muss – an seinem Umweltverhalten und insbesondere an seinem „Druck-Verhalten“. Der Schritt zum ökologischen Druck ist nur die logische Konsequenz daraus – für den Verbraucher ebenso wie für die Druckerei.

So wie ich mich als Verbraucher vor einigen Jahren vom giftigen und umweltschädigenden Drucken abgewendet habe, haben sich auch einige Druckereien davon abgewendet und einen neuen Druckbereich ins Leben gerufen: den Öko-Druck. Die Öko-Druckereien haben es sich auf die Fahne geschrieben, möglichst umwelt- und ressourcenschonend zu drucken.

Auf der Suche nach einer Öko-Druckerei, die mit meiner hochwertigen Kultur-Philosophie konform ging, und mir beim Druck meines nächsten „Kultur-Magazin Schloss Rudolfshausen“, Ausgabe II/2017, auch einen fairen Preis anbieten konnte, stieß ich im Sommer 2017 auf die Druckerei Uhl-Media in Bad Grönenbach zwischen Memmingen und Kempten. Und so fuhr ich bald darauf in den kleinen, beschaulichen Kurort im Allgäu, um die Druckerei und ihren Geschäftsführer, Andreas Uhl, kennen zu lernen.

Andreas Uhl, gelernter Offsetdrucker, ist seit über 10 Jahren Geschäftsführer des von seinen Eltern gegründeten Druckereibetriebes. Die Druckerei Uhl-Media befindet sich heute noch im selben Gebäude wie bei der Gründung, auch wenn zwischenzeitlich jeder verfügbare freie Quadratmeter Grund um das Gebäude dazu verwendet wurde, anzubauen und auszubauen. So würde man es der Druckerei beim Heranfahren gar nicht ansehen, welch stattliche Größe sich dahinter verbirgt: ein sehr funktionstüchtiger und zeitgemäßer Betrieb mit einem umfassenden Maschinenpark an Druck- und Weiterverarbeitungsmaschinen, kompletter Druckvorstufe, dazu 20 Mitarbeiter, teils Vollzeit, teils Teilzeit. Ein motiviertes Team um Andreas Uhl, der auf Teamwork setzt, anstatt den großen Chef zu spielen.

Andreas Uhl berichtete aus der Entwicklung der elterlichen Druckerei: „Unsere Druckerei war schon zu Zeiten meiner Eltern ökologisch ausgerichtet, obwohl es damals noch keine Öko-Druckereien wie heute gab. Wir hatten schon immer Kunden, die den ökologischen Gedanken geschätzt haben, und meine Eltern haben daher ihre Druckerei in diesem Sinne ausgerichtet. So haben sie z.B. schonende Mittel und Ökofarben verwendet, auch damit wir Kinder, die wir oft in der Druckerei herumgetollt sind, keinen gesundheitsschädigenden Substanzen ausgesetzt waren. Als ich Geschäftsführer wurde, habe ich ganz auf Öko-Druck umgestellt und unsere Öko-Druckerei auch zu einer Online-Öko-Druckerei erweitert. Die ersten Jahre lief es relativ mäßig. Aber als es in der Öffentlichkeit zu einem immer größeren Interesse an Ökologie kam, hat sich das verändert und verbessert. Wir bekamen Kunden aus ganz Deutschland, die bei uns ökologisch drucken lassen wollten, darunter auch die Partei „die Grünen“ aus Berlin. Seit etwa fünf Jahren sind wir eine erfolgreiche Öko-Druckerei.“

Auf die Frage, ob er stolz sei auf das Wachstum, das er mit seiner Druckerei in den letzten Jahren erlebt hätte, antwortete Andreas Uhl bescheiden und dennoch nicht im Sinne eines Understatement: „Das ist meinen Eltern gutzuschreiben, die ja die Druckerei gegründet und aufgebaut haben. Ich habe sie nur von ihnen übernommen und führe sie in ihrem Sinne weiter.“

Der Öko-Gedanke und die entsprechende Umsetzung in seiner Druckerei beschäftigt Andreas Uhl schon seit Jahren. In einem Artikel der Zeitschrift „Paparazzo – Mit Leidenschaft für Papier“, Ausgabe 04.2013, mit dem Titel „Eco-Print – Hier ist weniger mehr“, in dem es um Andreas Uhl und seine Druckerei geht: „… Seit Jahren arbeitet er in seinem Betrieb daran, die Produktion so zu optimieren, dass möglichst wenige Abfälle und Emissionen entstehen. Das beginnt bereits in der Druckvorstufe. Dort werden inzwischen ausschließlich so genannte prozessfreie Druckplatten verwendet. Sie werden mit einem Laser belichtet und müssen anschließend nicht weiter entwickelt und fixiert werden. Sie benötigen zudem weder Wasser noch Gummierung. Die sonst dafür notwendigen Chemikalien samt Entsorgung konnte Uhl auf diese Weise komplett aus dem Betrieb verbannen. …“

Was mir beim Rundgang durch die Druckerei auffiel, war ein angenehmer und nicht – wie es oft in anderen Druckereien der Fall war – ein beißender, scharfer, chemischer Geruch. Andreas Uhl klärte mich darüber auf, dass in konventionellen Druckereien Alkohol verwendet wird, er jedoch in seiner Druckerei auf Alkohol verzichtet. Das sei jedoch erst dadurch möglich geworden, dass er lange und viel probiert hat, ehe es funktioniert hat.

Ein wichtiger Baustein in der Uhl-Media ist die Verwendung von mineralölfreien Farben. Druckfarben ohne Mineralöle sind weder giftig, noch kanzerogen, noch mutagen und damit nicht gesundheitsgefährdend, insbesondere im Hinblick auf Druckfarben bezogene Berufskrankheiten. Ein weiterer Vorteil von mineralölfreien Farben ist, dass Mineralöl-Spuren nicht von Verpackungskartons in Lebensmittel übergehen und zu unerwünschten gesundheitlichen Belastungen führen.

Auch die energieintensive Infrarot-Trocknung der Druckmaschine war Andreas Uhl ein Dorn im Auge. Er hat sie eines Tages einfach abgeschaltet. Und siehe da: die Farben trockneten auch so rasch und brauchten nicht mehr Puder. Dass die Drucke sogar kratzfester waren, weil sie ohne Alkohol/Lösemittel hergestellt wurden, war eine nicht unwesentliche Begleiterscheinung. Die Abwärme aus seiner Druckmaschine fließt zum Heizen ins Gebäude.

Was erwarte ich als Kunde von einer Öko-Druckerei? Andreas Uhl hat für seine potentiellen Kunden vorausgedacht und sieben Punkte ermittelt, die, wie er glaubt, eine Kunde von ihm erwartet: 1. Günstige Preise, 2. Druckqualität, 3. Termintreue, 4. Persönlichen Service und gute Beratung, 5. Nachhaltigkeit, 6. 24-Stunden Verfügbarkeit, 7. Alles aus einer Hand. Alles kann er gewährleisten.

Im Bereich 5 „Nachhaltigkeit“ heißt es in der Broschüre: „Wir sind eine ökologisch ausgerichtete Druckerei mit hohem Qualitätsanspruch. Tagtäglich beweisen wir, dass optimale Ressourcenschonung und hohe Qualitätsansprüche vereinbar sind. Wir wurden für unser Engagement im Umweltbereich mehrfach ausgezeichnet und zählen zu den umweltfreundlichsten Druckereien Deutschlands!“

Uhl-Media GmbH
Kemptener Straße 36
87730 Bad Grönenbach
Telefon +49 (08334) 9832-0
Fax +49 (08334) 9832-2
E-mail: kontakt@uhl-media.de

De officiis – Vom pflichtgemäßen Handeln von Cicero

De officiis – Vom pflichtgemäßen Handeln von Cicero

Buch-Rezension von Alexandra Walterskirchen:

„De officiis – Vom pflichtgemäßen Handeln“
von Cicero


Marcus Tullius Cicero (106-43 v.Chr.) ist der bekannteste Autor klassischer römischer Literatur, Politik und Philosophie. Viele seine Werke haben die Zeit überdauert und werden heute noch in den Gymnasien gelesen und interpretiert. Bei Lateinschülern ist Cicero nicht selten gefürchtet, da seine Sätze mehrere Zeilen, ja sogar eine halbe Seite lang sein können, und den unerfahrenen Lateinübersetzer zur Verzweiflung treiben können. Manche bezeichnen ihn gar als „Erfinder des Schachtelsatzes“. So ist die Bedeutung seiner Schriftstücke gerne hinter zahlreichen ineinander verschraubten und sich abstufenden Nebensätzen verborgen, so dass man am Ende des Satzes oft trotz wörtlicher Übersetzung nicht weiß, was Cicero eigentlich damit sagen wollte, da man schon längst wieder den Anfang des Satzes vergessen hat.

Je mehr man aber in Ciceros Schreibstil einsteigt und versteht, welche Redewendungen und Begriffe er gerne verwendet und was sie bedeuten, desto leichter und flüssiger wird das Übersetzen. Man beginnt Cicero sogar zu lieben, da er in seinem Latein sehr korrekt und logisch ist. Anders als z.B. bei Petron mit seinem oft haarsträubenden Vulgärlatein oder in den Gedichten des Horaz, wo Wörter zumeist nur aufgrund ihres Klanges zusammenstehen, kann man sich in den Werken Ciceros bei der Übersetzung auf grammatikalische Regeln verlassen und wird selten in die Irre geführt. Das macht das Übersetzen leicht, da es einem geregelten Ablauf folgt.

Die erschienene zweisprachige Version von Ciceros „De Officiis“ ist als gebundene Ausgabe mit Schutzumschlag sehr hochwertig gestaltet, was dem Werk Ciceros würdig und gerecht ist. Auch die deutsche Übersetzung von „De Officiis“ ist gewohnt verständlich und fehlerfrei. Sie dient dem Lateinübersetzer sowohl zur Kontrolle als auch zum besseren Verständnis des Textes.

Das aus drei Büchern bestehende Werk „De Officiis“, das seinem Sohn Cicero jun. gewidmet ist, hat Cicero 44 v.Chr., kurz vor seiner Ermordung geschrieben, nachdem er sich bereits gezwungenermaßen aus der Politik auf sein Landgut zurückziehen musste. Sein Unmut über seine ausweglose Situation und seine Unzufriedenheit über die politische Lage, Caesars Diktatur und die lange Zeit der Bürgerkriege, aber auch seine eigene Machtlosigkeit und Handlungsunfreiheit, zeigt sich besonders im 2. Buch des Werkes, das ich persönlich als mühsam und anstrengend zum Übersetzen und Lesen empfunden habe, da Cicero sich mit seinen Vorwürfen im Kreis dreht und keine Lösung findet. Man kann sich nicht des Eindrucks verwehren, dass er zu jener Zeit bereits ein resignierter, alter, verbitterter Mann war, der seine einstige einflussreiche Stellung in der römischen Republik nicht loslassen konnte und wollte. Er sieht im 2. Buch nur noch das Schlechte, die Lüge, den Verrat und die Sittenlosigkeit und prangert als Sprachrohr der alten Republik die aktuellen Zustände und besonders Caesar an. Gleichzeitig legt er eine fast naive Hoffnung an den Tag, dass alles doch wieder besser werden könnte, wenn die Jugend nur auf ihn hören und zum Kern der alten Republik zurückkehren würde. Ciceros Kritik mag angesichts der zermürbenden Jahre des römischen Bürgerkriegs durchaus berechtigt sein, jedoch sind die vielen Wiederholungen und sein ambivalentes Verhältnis zu Caesar mühsam zu lesen. So ist der Schreibstil des 2. Buches meiner Ansicht nach zu langatmig und verworren, schwierig beim Übersetzen und entspricht nicht wirklich dem Thema des „Utile/Nützlichen“, mit dem er jenes Buch betitelt hat.

Ganz anders sind dagegen das erste Buch „Honestum/Moralisches“ und das dritte Buch „Honestum und Utile/Moralisches und Nützliches“, die überfließen vor philosophischen Weisheiten und Pflichten bzw. Regeln für ein ethisches Leben der Menschen. Cicero schöpft hier zweifellos aus antiken Philosophenquellen, die er für römisches Verständnis neu aufbereitet und mit seinem scharfen Verstand interpretiert. So gelingt es Cicero, die vier Kardinaltugenden (Einsicht, Gerechtigkeit, Mut, Selbstbeherrschung) in Regeln für das alltägliche Benehmen eines ehrenhaften Mannes und eines hochwertigen Lebensstils zu übertragen. Damit wird das Werk zu einem wahren Tugendkatalog. Ciceros Werk „De Officiis“ war auch nach seinem Tod so beliebt, dass sich sogar Augustinus in seinem „De civitate Dei“ mit den von Cicero dargestellten vier Kardinaltugenden befasste, die er zwar als wichtige Stufen auf dem spirituellen Weg schätze, aber als unvollkommen ansah, solange Gott darin nicht vorkam. In der Renaissance galt Ciceros Schrift als ein Lehrbuch der Humanität. Voltaire sah in „De officiis“ das nützlichste Handbuch der Moral und Friedrich der Große erklärte gar: „Das Buch ‚Über die Pflichten‘ ist das beste Werk auf dem Gebiete der ethischen Philosophie, das jemals geschrieben worden ist oder geschrieben worden wird.“

Dieser Aussage kann ich nur zustimmen, denn auch mir hat das Buch „De Officiis“ einige neue Einsichten gebracht und mir bewusst gemacht, was die Aufgaben und Pflichten einer ethisch hochwertigen, ehrenhaften Lebensweise in Bezug auf die Gesellschaft und die Lebensgemeinschaft der Menschen sind und welches Verhalten die Abgründe der Seele des Menschen zeigt und vermieden werden sollten. Ciceros Ratschläge sind auch nach 2000 Jahren erstaunlich aktuell und zeigen, dass die Menschen im alten Rom nicht viel anders als wir heute waren. Der Kampf der Tugenden (Wahrheit, Ehrenhaftigkeit, Aufrichtigkeit und Liebe) mit den Todsünden (Lüge, Gier, Unehrenhaftigkeit und Hass) fand in ihnen genauso statt wie bei uns heute. So können wir aus Ciceros Abhandlung in „De officiis“ sehr viel lernen, um unsere Schattenseiten zu erkennen und uns moralisch, seelisch und geistig weiterzuentwickeln.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Cicero
Vom pflichtgemäßen Handeln / De officiis
Lateinisch – Deutsch
Hrsg. v. Nickel, Rainer
Erschienen 2013
49,95 €
ISBN 978-3-05-006153-5

Mein Cotonea-Bio-Dream

Mein Cotonea-Bio-Dream

Firmen-Portrait von von Helene Walterskirchen:
Mein Cotonea-Bio-Dream


Wissen Sie, woher der Rohstoff stammt, aus dem Ihre Bettwäsche und Ihre Handtücher gemacht sind, in der Sie schlafen bzw. mit denen Sie sich abtrocknen? Ich weiß es, denn ich verwende seit mehreren Jahren Bettwäsche und Handtücher (plus Waschlappen, Badematten und Bademantel) der Marke „cotonea“ und wie Sie in dem Foto oben sehen, alles in meiner Lieblingsfarbe Gelb.

Der Hersteller von cotonea, das Textilunternehmen Gebr. Elmer & Zweifel aus dem schwäbischen Bempflingen, hat im Eigenverlag ein Buch herausgebracht mit dem Titel „cotonea – Qualität braucht Leidenschaft“, in dem beschrieben ist, woher die Baumwolle für meine Bettwäsche und Handtücher stammt. In der kleinen Zusatzbroschüre „Cotonea – Entwicklung braucht Leuchttürme“ heißt es dazu:

„Vom Rohstoff zum Produkt – biologisch und fair
Baumwolle ist ein wunderbarer Rohstoff, der weit überwiegend in Entwicklungsländern angebaut wird. Cotonea verwendet Baumwolle aus Uganda und Zentralasien und arbeitet in allen Stufen der Herstellungskette nach IVN BEST oder GOTS: ökologisch auf höchstem Niveau und nach fairen Bedingungen. Die langfristig auf Nachhaltigkeit angelegten Projekte sichern inzwischen vielen zehntausend Menschen einen bescheidenen Wohlstand mit Ressourcen für Bildung und Gesundheit. Selbst in der einst verheerten Region im Norden Ugandas muss heute niemand mehr aus Not sein Land verlassen.“

Im Buch „cotonea“ wird dazu weiter ausgeführt (S. 62):
„Seit 2004 engagieren wir uns in Zusammenarbeit mit der Schweizer Hilfsorganisation Helvetas für den Bio-Baumwoll-Anbau in Kirgistan und seit 2009 mit der Gulu Agricultural Development Company (GADC, einer Projektgesellschaft, die Biolandwirtschaft betreibt) in Uganda. Sowohl die Böden als auch die klimatischen Bedingungen in diesen beiden Ländern sind sehr unterschiedlich, was sich auf die Eigenschaften der Baumwolle auswirkt: kräftig und strahlend weiß die kirgisische, sehr fein, seidig und von schöner Haptik die ugandische.“

Dadurch, dass ich weiß, woher der Rohstoff meines Bettbezuges oder meiner Handtücher kommt, dass er biologisch, ökologisch und fair angebaut und geerntet wurde, bekomme ich einen ganz anderen Bezug zu diesen Textilien. Die sonstige Anonymität, wie sie sonst besteht, wenn man keine Kenntnis darüber hat, woher der Rohstoff kommt, ist nicht vorhanden. Ich weiß, dass ugandische und/oder kirgistanische Bio-Bauern es in unendlicher Mühe und mit viel Einsatz und Fleiß ermöglicht haben, dass diese cotonea-Textilien entstehen konnten.

Und ich weiß, dass das Textilunternehmen Gebr. Elmer & Zweifel die Bio-Bauern in Uganda und Kirgistan fördert und fair behandelt, anstatt sie zu unterdrücken und auszubeuten – wie dies so häufig in Textilanbau bzw. in der Textilbranche der Fall ist.

All dies erzeugt in mir ein gutes Gefühl. Der biologische, ökologische und faire Geist, der den cotonea-Produkten zugrunde liegt, ist auch in mir als Endverbraucher präsent, in meinem täglichen Leben, im Schlafen, in der Erholung, in der Körperpflege und in dem, was man Wellness nennt. Aber nicht nur ich fühle mich wohl, sondern auch unser Teddybär, der natürlich ebenso vollkommen ökologisch und biologisch vom Material und der Herstellung ist.

Und ich weiß: hier wird etwas Gutes getan, nicht nur für mich als Endverbraucher, sondern auch für viele Menschen bzw. Bio-Bauern in Uganda und Kirgistan, zwei sehr wirtschaftlich schwachen Ländern, in denen viele Menschen am Rande des Existenzminimums oder sogar in bitterer Armut leben müssen. Indem ich cotonea Produkte kaufe und verwende, trage ich dazu bei, dass diese Menschen eine sichere Existenzgrundlage haben.

Mein ohnehin gutes Gefühl wird dadurch noch verstärkt, weil ich etwas Gutes tue für andere, die sonst vielleicht hungern müssten oder ihre Kinder nicht zur Schule schicken könnten. Das Gute, das ihnen geschieht – und daran hat auch die Firma Elmer & Zweifel Anteil – geben sie mir in Form von einem guten Gefühl und Wohlbefinden zurück.
Ob womöglich der ugandische oder kirgistanische Bio-Baumwoll-Bauer und die ugandische oder kirgistanische Bio-Baumwoll-Bäuerin auch hin und wieder ihre Gedanken schweifen lassen zu den Menschen, für die sie die Bio-Baumwolle anbauen?

Ich möchte ihnen, also den Bio-Baumwoll-Bauern, an dieser Stelle meinen herzlichen Dank aussprechen für ihre wunderbare Arbeit, die sie täglich leisten – für mich, für uns alle, für diese Welt.

Süße Träume in cotonea-Bettwäsche: „Es war einmal ein schöner Prinz, den hatte eine böse Hexe in ein Pferdchen verzaubert, der träumte jede Nacht von seiner Liebsten, der Baumwoll-Prinzessin ….“

 

Und ich möchte der Textilfirma Gebr. Elmer & Zweifel in Bempflingen, konkret dem Geschäftsführer Roland Stelzer und seinem Vertriebsleiter, Johannes Brenner, die ich beide kürzlich in Bempflingen zu einem Gespräch persönlich treffen konnte, sowie all ihren Mitarbeitern für ihr Engagement danken, dass die Bio-Baumwolle angebaut werden und zu hochwertigen cotonea-Produkten verarbeitet werden kann.

Helene Walterskirchen flankiert von Geschäftsführer Roland Stelzer (links) und Vertriebsleiter Johannes Brenner (rechts) auf dem Firmengelände von „Gebr. Elmer & Zweifel“ in Bempflingen

Gebr. Elmer & Zweifel GmbH & Co. KG
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Raus aus der Demenz-Falle! von Gerald Hüther

Raus aus der Demenz-Falle! von Gerald Hüther

von Helene Walterskirchen:

„Raus aus der Demenz-Falle!“
von Gerald Hüther

 


Dieses Buch des Neurobiologen Gerald Hüther sollte Pflichtlektüre für jeden erwachsenen Menschen sein – egal ob er/sie 30, 50 oder 70 Jahre alt ist. Und es sollte ebenso Pflichtlektüre für jeden Mediziner, der noch nach der Schiene „Reparatur-Medizin“ seine Patienten behandelt, sein.

Bereits im 1. Kapitel des Buch „Paradigmenwechsel in der Medizin“ gehen jedem Leser die Augen auf, wenn er folgendes liest: „ …, dass jeder Organismus grundsätzlich in der Lage ist, von außen stammende oder in seiner inneren Organisation entstandene Störungen durch die Mobilisierung eigener Abwehrkräfte zu unterbinden, zu kompensieren oder auszugleichen.“ Welch ein Widerspruch zu jeder medizinischen Behandlung, die sich anmaßt, unseren Organismus „gesund“ machen zu wollen!

Wo andere Schriftsteller langsam herangehen und sich in die Thematik hineinarbeiten, geht Gerald Hüther mit Riesenschritten gleich zu Anfang auf S. 14 daran, die „Demenz-Lüge“ zu demaskieren, indem er die „Nonnenstudie“ präsentiert, auf die er im gesamten Buch immer wieder eingeht. Er schreibt dazu: „Denn laut dieser Nonnenstudie gibt es offenbar Personen, deren Gehirn genauso degeneriert und mit Ablagerungen übersät ist wie das von Patienten mit einer schweren Alzheimer-Demenz, bei denen aber – und jetzt halten Sie sich bitte fest – bis ins hohe Alter, bis zu ihrem Tod kein Gedächtnisverlust oder andere Symptome einer Demenz aufgetreten sind.“

Und der Leser/die Leserin darf sich in dem kurzen Buch von 117 Seiten weiter festhalten, denn der Autor bringt in wenigen, aber sehr treffenden und glasklaren Erläuterungen die Tatsachen und Ursachen für Demenz auf den Tisch. In Mark und Bein geht auch ein Satz auf S. 19: „… Genau das möchte ich mit diesem Buch versuchen, indem für die Herausbildung dementieller Krankheiten nicht länger irgendwelche Ablagerungen im Gehirn verantwortlich gemacht werden, sondern sehr ungünstige, im Gehirn sehr vieler Menschen abgelagerte Vorstellungen.“

Wer jemals Angst vor Demenz hatte, wird durch dieses Buch diese Angst verlieren. Er wird vielmehr erkennen, welch Wunderwerk das Gehirn ist. Gerald Hüther schreibt auf S. 36: „Zeitlebens, sogar bis ins hohe Lebensalter, ist das menschliche Gehirn in der Lage, seine einmal herausgeformten Nervenzellverknüpfungen und Verschaltungsmuster an veränderte Nutzungsbedingungen anzupassen, neue Nervenzellkontakte herzustellen, neue Nervenfortsätze auszuwachsen und sogar neue Nervenzellen zu bilden.“

Das Wunderwort heißt „Neuroplastizität“ und was darunter zu verstehen ist, erfährt der Leser/die Leserin auf S. 40: „Neuroplastische Umbauprozesse kommen auch dann nicht mehr so recht in Gang, wenn nicht mehr allzu viel Neues passiert, wenn es immer weniger gibt, für das es sich anzustrengen lohnt, wenn nur noch selten neue Herausforderungen bewältigt werden und deshalb die Freude am eigenen Entdecken und Gestalten nachlässt.“ Im weiteren macht Gerald Hüther bewusst, dass es sich auch sehr negativ auf die Regenerationsfähigkeit des Gehirns auswirkt, wenn Personen Probleme haben, die sie nicht bewältigen können, wenn sie unter Druck sind und Angst haben, also eine starke und womöglich chronische Stresssituation vorhanden ist. Unter solchen Bedingungen klappt die Neubildung von Nervenzellen sowie von Nervenzellfortsätzen und –kontakten nicht mehr. Er beendet diesen Absatz mit dem kurzen und absolut treffenden Satz: „Es muss einem also richtig gut gehen, sonst gelingt es nicht.“

Die Erfolgsformel erweitert der Autor von Neuroplastizität hin zu Kohärenz und einem Kohärenzgefühl. Er schreibt dazu auf S. 47: „Es ist das persönliche Empfinden, das eine Person hat, wenn all das, was sie tagtäglich erlebt, wovon sie erfährt und was sie wahrnimmt, gut zu ihren eigenen Erwartungen passt. Noch präziser: Dieser Mensch fühlt sich als jemand, der alles, was geschieht, auf eine Weise bearbeiten und bewältigen kann, dass es wieder passt. Denn kohärent ist etwas immer dann, wenn es keine Widersprüche, keine Störungen, keine Trennungen und Abspaltungen gibt.“

Es geht jedoch, so erfährt der Leser/die Leserin, nicht darum, dass alles immer Freude, Frieden, Eierkuchen sein muss, sondern dass wir auch Herausforderungen und Unfrieden brauchen, um die jeweiligen Situationen, die uns aus dem Gleichgewicht gebracht haben, wieder ins Gleichgewicht zu bringen. Ein ständiges, aktives Life-Management, ein permanentes Jonglieren zwischen Anspannung und Entspannung, zwischen Disharmonie und Harmonie, zwischen Unfrieden und Frieden. Bei allem jedoch sollte ein Grundzustand in der Weise herrschen, dass der Mensch zufrieden ist und sich freut, auch über Veränderungen und Weiterentwicklungen, die es ihm nicht leicht machen, die er jedoch mit Leichtigkeit managt und gestaltet.

Wenn uns hingegen alles nur nervt, wenn wir uns gegen Veränderungen sträuben, wenn wir in einer belastenden Familiensituation leben, wenn wir Angst vor dem Alter haben, wenn wir uns isolieren, wenn es keine Freude mehr in unserem Leben gibt, dann wirkt sich das negativ auf unsere neuroplastischen Regenerationsprozesse aus und damit öffnen wir der Demenz Tür und Tor.

Alles in allem: Ein klasse Buch, das jede noch so kleine Angst vor dem Älterwerden in nichts auflöst und dazu auffordert, sein Leben in die Hand zu nehmen und so zu gestalten, dass man fließt und, so oft wie möglich, ein Gefühl von Freude dabei zu empfinden!

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Arkana Verlag

Verlagsgruppe Random House
2. Auflage 2017
ISBN 978-3-442-34209-9
Preis: € 18,–

Wilder Tualang Honig – Heilkraft aus dem Regenwald

Wilder Tualang Honig – Heilkraft aus dem Regenwald

von Alexandra Walterskirchen
Wilder Tualang Honig – Heilkraft aus dem Regenwald

Die Autorin beim Honig-Snack mit Tualang in der Schlossküche

Kennen Sie Tualang Honig? Vermutlich nein, denn ihn bekommt man derzeit noch nicht bei im Handel, sondern kann ihn nur über kleine Genossenschaften direkt in Südostasien bestellen.

Der Tualang Honig stammt aus dem Regenwald in Südostasien, der über 100 Millionen Jahre alt ist und noch weitgehend unberührt von Umweltzerstörungen ist. Der Tualang Baum, Asiens größter Baum, wird bis zu 76 Meter hoch, und wächst in Malaysia, Sumatra, Borneo und Indonesien. Er ist der „Lebensraum“ der größten Honigbienen der Welt, den bis zu 3 cm großen Riesenhonigbienen „Apis Dorsata“, die ihre offenen Bienenstöcke bzw. Waben an die Äste und Stämme der Bäume bauen. Deswegen wird der Tualang-Baum auch „Bienenbaum“ genannt.

Die Riesenhonigbiene ist vergleich mit einem „Zugvogel“. Die Bienenvölker wandern über Monate durch den Regenwald – wo sie sich dabei genau aufhalten, ist unbekannt -, kehren jedoch nach einiger Zeit zielsicher zu ihren „Brutbäumen“ bzw. Ursprungsbäumen zurück. Dort legen sie ihre Wabennester offen an und nicht wie unsere heimischen Honigbienen geschützt in Baumhöhlen oder Bienenkästen. Die Waben der Riesenhonigbiene können bis zu zwei Meter lang werden. Schutz vor äußeren Einflüssen bietet ausschließlich ein Vorhang aus lebenden Bienen in fünf bis sieben Schichten. An einem Baum können sieben bis 200 Bienenvölker leben.

Der Honig der Riesenhonigbienen wird als Tualang Honig bezeichnet. Er ist absolut natürlich, biologisch, ohne Pestizide oder Zuckerzusätze, da die Bienen wild leben und fern von den landwirtschaftlichen Kulturflächen der Menschen Nektar sammeln. Die Farbe des Honigs ist dunkelbraun bis schwarz und sehr aromatisch, gänzlich anders als Honig von gezüchteten Bienen. Der Honig ist unbehandelt und ohne Konservierungsstoffe. Er kristallisiert in der Regel recht schnell.

Wissenschaftliche Studien haben festgestellt, dass der Tualang Honig einen wesentlich höheren Prozentsatz von MGO enthält als der wesentlich bekanntere Manuka-Honig.

Manuka-Honig aus Neuseeland wird seit Jahrhunderten von den Eingeborenen als Naturheilmittel verwendet und erfreut sich seit einigen Jahren auch in Deutschland einer immer größeren Beliebtheit. Manuka-Honig ist, anders als „normaler“ Honig, antibakteriell, was auf das Zuckerabbauprodukt Methylgloxal (MGO) zurückzuführen ist, das in der Honigwabe durch Dehydration des Nektar der Blüten des Manukastrauches durch die Bienen entsteht. Die TU Dresden konnte in Studien nachweisen, dass MGO in Manuka-Honig besonders bakterizide Eigenschaften gegen Escheria Coli, Staphylococcus aureus und andere Erreger aufweist. Manuka-Honig wird als Heilmittel für verschiedene Krankheiten verwendet, u.a. Hautkrankheiten, Zahnpflege, Erkältungen, Halsschmerzen, Magen- und Darm-Probleme, usw.

2011 hat eine wissenschaftliche Gruppe aus Malaysia im Rahmen einer Forschung den Tualang Honig und seine Wirkung auf Krebs untersucht. Sie stellten fest, dass Tualang-Honig die Zellen von Brustkrebs- und Gebärmutterhalskrebs-Arten innerhalb von 72 Stunden bei geringer Konzentration bis zu 100% zerstört und damit eindeutig die Metastasenbildung bremst! Die Krebszellen sterben ab und DNA-Schäden werden behoben. Durch die antioxidative Wirkung der Polyphenole hilft der Tualang-Honig zudem dem Körper sogenannte ROS-Moleküle (reaktive Sauerstoffspezies) auf normalem Niveau zu halten, wodurch das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gering gehalten wird. Auch wirkt Tualang-Honig Plaque reduzierend und Karieshemmend für die Zähne. Tualang-Honig ist außerdem wesentlich wirksamer als Manuka-Honig gegen Bakterien bei Verbrennungswunden. All das sind Gründe, die für die Verwendung des „schwarzen Goldes“ – so wird der Tualang Honig nämlich auch genannt – aus dem Regenwald sprechen!

Tualang-Baum mit Tualang-Honigbienen

Seit Generationen wird der Tualang-Honig in Asien von so genannten „Honey-Hunters“ geerntet. Diese Tradition ist sehr alt und geht weit in der Geschichte der Menschheit zurück. Es gibt Familien, die seit vielen Generationen „Honey-Hunters“ sind, und sowohl die Tualang-Bäume als auch die Riesenhonigbienen respektvoll behandeln und mit den Bienen in einer Symbiose leben. Sie nehmen nur so viel Waben bzw. Honig dass die Bienen problemlos weiterleben können und keinen Schaden nehmen. Auch wird traditionell kein Metallobjekt zur Ernte des Honigs verwendet, sondern nur Objekte wie Bambus, Lianenranken, Knochen oder Holz, um das Energiefeld der Bienen nicht zu verletzen.

Die „Ernte“ des Honigs ist nicht ungefährlich, denn abgesehen davon, dass die Riesenhonigbienen auch stechen können, müssen die „Honey-Hunters“ in schwindelerregende Höhe ohne Absicherung klettern und dort vorsichtig die Waben abschneiden. Die Waben werden in Plastikeimer gelegt und über ein Seil zu Boden gelassen.

Die Erntesaison des Tualang-Honigs in Malaysia dauert zwei bis drei Monate. Eine „Honey-Hunter-Familie“ erntet in der Regel von fünf bis sieben Bäumen mit verschiedenen Bienenvölkern, die seit Generationen unter der Aufsicht ihrer Familie sind. Aufgrund des strengen Schutzes der Bienen dürfen auch nicht mehr Bäume und Bienenvölker beerntet werden. Jeder „Honey-Hunter“ hat eine staatliche Lizenz. Der verantwortungsvolle Umgang mit den Bienen ist selbstverständlich, sind doch die Bienen die Lebensgrundlage eines ganzen Clans. In einer Saison können 10-12 Container Honig mit je 18l geerntet werden. Die entspricht 4300 bis 6400 Euro pro Saison Gewinn. Damit kann eine Familie kann von dem Verkauf des geernteten Tualang-Honigs ca. ein halbes Jahr leben. Vor 10 Jahren war noch die doppelte bis dreifache Honig-Ernte möglich.

Ein „Honey-Hunter“ bei der Honigernte auf einem Tualang-Baum

Die Riesenhonigbienen sind heute leider durch die rücksichtslose Abholzung des Regenwaldes und besonders ihrer „Lebens-Bäume“ bzw. Tualang-Bäume bedroht, die von Holzfällern illegal geschlagen werden. Ein Tualang-Stamm hat einen Wert von 1200,- Euro, was für malaysische Verhältnisse sehr viel Geld ist. Es wird jedoch übersehen, dass, wenn der Baum einmal gefällt ist, keine weitere Einnahme möglich ist, wohingegen mit dem Honig der Bienen fortwährend Geld verdient werden kann. Obwohl das Fällen der Bäume verboten ist und mit einer hohen Geldstrafe verbunden ist, halten sich die Holzfirmen nicht daran und die Regierung ist machtlos oder selbst in korrupte Geschäfte verstrickt. Dies hat zu einem bedenklichen Rückgang der Riesenhonigbiene in Malaysia geführt. Gab es 1970 noch bis zu 100 Bienenvölker an einem Baum, sind es heute meist nur noch um die 20 Völker, die von Jahr zu Jahr weniger werden.

Fassen wir zusammen: Wenn nichts getan wird, wird der malaysische Regenwald in einigen Jahrzehnten verschwunden sein und mit ihm die wilde Riesenhonigbiene Apis dorsata, die einen der heilsamsten Medizinal-Honige produziert, den es auf der Welt gibt. Ein Glas Honig ist eine Kostbarkeit und ein Löffel pro Tag ein Energy-Boost für das Immunsystem bzw. ein Heilmittel für den kranken Körper, das seinen Preis, der im Rahmen des Manuka-Honigs liegt, gerechtfertigt.

Durch den Kauf von Tualang-Honig unterstützen wir nicht nur die traditionellen „Honey-Hunters“ in Malaysia, sondern auch den Schutz des Regenwaldes und seiner gigantischen Tualang-Bäume, deren Wächter die „Honey-Hunters“ sind. Alles zusammen ist ein Kreislauf, der ineinander übergeht. Menschen und Bienen leben seit Jahrtausenden zusammen und dienen einander. So ist es unsere Aufgabe auch dafür zu sorgen, dass der Lebensraum der Bienen erhalten bleibt.

Wilden, einzigartigen, heilsamen Tualang-Honig können Sie direkt bei Amalina und ihrer Schwester Nirwana in Malaysia in ihrem Webshop bestellen.

East Honey & Herb
www.medicinaltualang.com

Zur Information: Der Versand nach Deutschland dauert 3 bis 6 Wochen. Wir können aus Erfahrung sagen, dass der Honig immer ankommt; man muss nur mit dem Zoll ein wenig Geduld haben.

Wichtig: Zu beachten ist, dass aufgrund zollrechtlicher Bestimmungen eine Einfuhr von Honig aus bestimmten Drittländern nur bis maximal 2 Kg erlaubt ist. Sprechen Sie im Zweifel mit der zuständingen Zollstelle Ihrer Region!

Johannes Follmer und die Homburger Papiermanufaktur

Johannes Follmer und die Homburger Papiermanufaktur

von Helene Walterskirchen

Johannes Follmer und die Autorin vor dem historischen Mühlrad der Papiermühle

 

Was wären wir ohne unsere Traditionen, die aus den Wurzeln unserer Vorfahren resultieren! So gehört es beispielsweise zu meinen Traditionen, meine „Special Post“, d.h. besondere Briefe, auf handgefertigtem Büttenpapier zu schreiben – natürlich mit der Hand und Füller. Ich habe die Einstellung, dass ein Brief an einen lieben Freund oder eine liebe Freundin, in dem ich ihm oder ihr etwas Wichtiges zu sagen habe, auch eine Wertigkeit ausdrücken soll nach dem Motto: „Du bist mir etwas wert, unsere Verbindung ist mir etwas wert und so soll auch dieser Brief ein Zeichen der Wertigkeit sein“. Das handgeschröpfte Büttenpapier, auf dem ich schreibe, fertigt seit Jahren Johannes Follmer in seiner Papiermanufaktur, die Teil des Museums Papiermühle in Homburg ist. Seine Liebe zum hochwertigen handgeschröpften Papier, sein Festhalten an der alten Tradition seiner Vorfahren, hat mich dazu veranlasst, einen Beitrag über ihn und seine Papiermanufaktur in diesem Kultur-Magazin Schloss Rudolfshausen, Ausgabe II/2016, zu bringen.

Papier war einst ein Luxusartikel, der manuell hergestellt wurde – heute ist es Massenware, die industriell hergestellt wird. Früher ging man sehr achtsam mit jedem Bogen Papier um, heute zerreißt man ihn bedenkenlos, wenn man auch nur ein Wort falsch geschrieben hat. Weg damit in den Papierabfall oder manchmal sogar in den Müll! Wenn ich heute einen Brief auf dem einzelangefertigten Büttenpapier von Johannes Follmer schreibe, konzentriere ich mich ganz besonders, um mich nicht zu verschreiben, denn den hochwertigen Bogen einfach so zu zerreißen, käme mir nie in den Sinn.

Johannes Follmer stammt aus einer alten Papiermacherfamilie. Im Jahre 1853 übernahm ein Urahn von ihm, der Pfälzer Papiermacher Johann Follmer, die am Bischbach gelegene Papiermühle Homburg. Bis zum Jahr 1975 blieb die Papiermanufaktur im Familienbesitz und produzierte Schreib- und Spezialpapiere, darunter auch Büttenpapier, Aktendeckel und Packpapiere. Danach war der Betrieb nicht mehr konkurrenzfähig auf dem sich immer mehr industrialisierenden Papiermarkt, insbesondere aufgrund der veralteten Maschinen. Als der Vater von Johannes Follmer 1975 den Betrieb zusperrte, war Johannes gerade einmal vier Jahre alt.

Die Familie Follmer, die bis dahin auch in der Papiermühle gewohnt hatte, zog aus dem maroden Gebäude, in dem es nicht einmal eine Zentralheizung gab, aus und baute sich nebenan ein neues Wohnhaus, in dem Johannes Follmer heute mit seinen Eltern, seiner Frau und den beiden kleinen Söhnen wohnt. Die ehemalige Papiermühle fiel in einen Dornröschenschlaf, aus der sie durch den zuständigen Bezirksheimatpfleger wieder erweckt wurde. Er setzte sich dafür ein, dass das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt wurde und es so möglich würde, das historische Gebäude mit staatlicher Hilfe zu sanieren und für die nachfolgenden Generationen zu erhalten – als MUSEUM PAPIERMÜHLE HOMBURG.

Seitdem ist Johannes Follmer nicht nur Handpapiermacher, sondern auch Museumsleiter, der dafür sorgt, dass Leben im Museum ist und der Erhalt als Museum gewährleistet ist. Seit knapp zwei Jahrzehnten ist die ehemalige Papiermühle nun Anschauungsobjekt für die alte Zunft der Papier-Manufaktur. Johannes Follmer: „Als Nachfahre einer Papiermacher-Familie zeige ich den Besuchern gerne, wie meine Vorfahren im 19. und 20. Jahrhundert Papier und Pappe hergestellt haben und welche Maschinen sie dabei verwendet haben. Wir haben jährlich ca. 6.000 Besucher aus aller Welt, die in unser Museum kommen und das ist, für ein relativ abgelegenes Museum in einem kleinen Dorf, eine stattliche Besucherzahl – verglichen mit anderen Museen dieser Größenordnung.“

Johannes Follmer hat viel zu tun mit Führungen, Büroarbeit, Anfragen bearbeiten, Sonderveranstaltungen organisieren, Vermietung des Veranstaltungsraumes in der ehemaligen Papierscheune, die Teil des Museums ist. Dennoch bleibt ihm immer noch Zeit, sich in seine „moderne“ Werkstatt zurückzuziehen, in der er handgeschröpftes Büttenpapier herstellt. Eigentlich, so Johannes Follmer, „gibt es den Beruf des Hand-Papiermachers heute nicht mehr. Das Berufsbild heißt heutzutage „Papiertechnologe“ und diese werden anhand der modernsten Technik ausgebildet. Die Maschinen, mit denen ich heute mein handgeschröpftes Büttenpapier herstelle, sind angesichts der modernen Technik von heute, genaugenommen schon ziemlich veraltet. Leider aber gibt es keine modernen Maschinen mehr, um handgeschröpftes Büttenpapier herzustellen, weil das Handwerk, wie schon gesagt, so gut wie ausgestorben ist. So muss man sich als Hand-Papiermacher seine Maschinen entweder in gebrauchtem Zustand kaufen oder sie sich selbst zusammenbasteln.“

Johannes Follmer hat keine klassische Ausbildung als Hand-Papiermacher durchlaufen, da es diese nicht mehr gibt. Er hat sie von seinen Vorfahren, insbesondere seinem Vater erlernt, der heute immer wieder ins Museum oder in die Werkstatt kommt und dem Sohn beim Papierherstellen zuschaut oder ihm zur Hand geht. Daneben hat er diverse Praktikas und Zusatzausbildungen in Papierherstellungsbetrieben sowie in Papiermacherschulen oder bei alten Lehrmeistern aus der Zunft der Handpapiermanufaktur gemacht.

Die Familie Follmer ist eine Papiermacher-Familie durch und durch. Bereits die Kleinsten, die beiden Söhne von Johannes Follmer, Anton, sechs, und Valentin, acht Jahre alt, haben ihren eigenen Arbeitsplatz in der „modernen“ Werkstatt, wo sie sich darin üben, eigenes Büttenpapier herzustellen. Und im Verkaufsladen des Museums dürfen sie dann ihr eigenes Büttenpapier verkaufen und so ihr Taschengeld aufbessern.

Johannes Follmer gibt die Familientradition der Papiermanufaktur, des handgeschröpften Büttenpapiers, an die nächste Generation weiter. Ist er ein Papier-Botschafter, einer der die Tradition hochhält und weitergibt? Johannes Follmer antwortet schmunzelnd:

„Ich fühle mich schon so, dass ich die Fahne der Papiermanufaktur hoch halte nach dem Motto: Wissen weitergeben, Bewusstsein schärfen sowie eine Philosophie zu übertragen, die den Wert des Papiers bewusst macht und die Menschen zu einem anderen Umgang mit Papier auffordert. Papier ist in der heutigen Wegwerfgesellschaft oft ein Wegwerfprodukt, das billig erworben wird und keinen Wert mehr besitzt. Ich möchte den Menschen bewusst machen, was der Unterschied zwischen einem Billigbogen Papier und einem Bogen handgeschröpften Büttenpapier ist. Und das gelingt mir, glaube ich, ganz gut. Es freut mich sehr zu sehen, wie manche Leute dann ganz andächtig werden, wenn sie einen Bogen meines handgeschröpften Büttenpapiers in der Hand halten und wissen, wie ich ihn hergestellt habe – mit meinen Händen, mit viel Liebe, mit viel Zeit und Hingabe.“

Traditionen sind für Johannes Follmer die Wurzeln des Menschen, Teil einer wichtigen und hochwertigen Kultur und Ethik, auch gegenüber dem Alten, der Geschichte. Dadurch erst kann sich der Mensch als Teil der Menschheit und Menschengeschichte definieren: „Traditionen können dem Menschen Bodenhaftung geben und auch etwas Erfüllendes, im Vergleich zu einem Leben, bei dem man ständig unterwegs ist, ständig erreichbar sein muss, und bei dem man einfach nicht zur Ruhe kommen kann. Wie viele Menschen von heute möchten sich entschleunigen! Dieser ganze moderne Kram macht die Menschen doch so unzufrieden! Sie sehnen sich danach, mal wieder etwas mit den Händen zu machen, dabei loszulassen und zur Ruhe zu kommen. Das vermittle ich mit meiner Hand-Papiermacher-Kunst. Und indem die Leute mir dabei zuschauen können, kommen sie fast in so etwas wie in einen meditativen Zustand. Das ist es, was ich selbst beim Hand-Papiermachen erlebe: einen meditativen Zustand, der mir ganz viel innere Ruhe und Zufriedenheit vermittelt.“

Johannes Follmer in seiner „modernen“ Werkstatt in der ehemaligen Papierscheune vor der Bütte, in der die Zellulose eingeweicht ist, die er dann mit Rahmensieben schöpft

 

 

 

 

 

 

Homburger Papiermanufaktur
Johannes Follmer
Gartenstr. 7
D-97855 Homburg/Main

 

Tel. 09395/99389

www.homburger-papiermanufaktur.de
kontakt@homburger-papiermanufaktur.de

 

 

Ernährungs- und Ess-Kultur – mit Herz und Seele

Ernährungs- und Ess-Kultur – mit Herz und Seele

von Helene Walterskirchen
Ernährungs- und Ess-Kultur – mit Herz und Seele


In jeder Familie und in jeder Gesellschaft gibt es eine Ernährungs-, Ess- und Tischkultur. Wir pflegen diese Kultur jeden Tag. Sie bestimmt, was uns in Sachen Ernährung wichtig ist, was wir essen, wie wir essen, wie unser Ernährungs- und Essverhalten ist, welchen Stellenwert das Essen in unserem Leben hat, welche sozialen Faktoren wir damit verbinden, welche Tischkultur wir pflegen usw. In der Regel ist die Ernährungs- und Ess-Kultur die Domäne von uns Frauen.

Wenn wir Freunde oder uns wichtige Menschen nach Hause zum Essen einladen, das wir selbst zubereiten, dann machen wir uns automatisch Gedanken darüber, was und wie wir kochen, wobei wir hier auch die Vorlieben unserer Gäste berücksichtigen. Wir machen uns aber auch Gedanken darüber, welches Essgeschirr wir verwenden, wie wir den Tisch decken, ob normal oder festlich, und wer wo sitzen soll, damit er/sie sich auch wohl fühlt. Wir denken also schon an die Atmosphäre, die beim Essen herrschen soll und wie zwischen den Anwesenden eine gute Tischkommunikation in Gang kommen kann. Damit eine Einladung zum Essen gut gelingt, braucht es eine gute Vorbereitung und ein funktionelles Management für die Köchin, die meistens auch die Hausherrin ist, damit sie nicht aufgelöst vom Küchendampf und mit Saucenflecken auf dem Abendkleid zu ihren Gästen kommt.

Aber nicht nur zu besonderen Anlässen geht es um die uns leitende Ernährungs- und Tisch-Kultur, sondern auch im täglichen Leben, insbesondere in der Familie. Wir essen jeden Tag zu unterschiedlichen Zeiten und zu den entsprechenden Anlässen: Morgen, Mittag, Abend. Die Ernährungs- und Tisch-Kultur am Morgen ist dabei anders als die am Abend, wo zumeist die ganze Familie versammelt ist und man das gemeinsame Essen miteinander genießen will, um sich auszutauschen und die soziale Bindung zu stärken. Sehr oft hat die Hausfrau und Mutter ihre Koch- und Zubereitungskünste eingebracht, um ihre Familie zu verwöhnen und das familiäre Klima angenehm zu gestalten. Gemeinsames Essen hat immer eine starke soziale Komponente, denn während des Tages geht jeder zumeist seiner Wege. Ein angenehmes, gelungenes gemeinsames Abendessen ist auch immer Ausdruck von Liebe und Zuneigung.

Was und wie wir heute essen, ist kein Zufall oder eine Sache der Laune, sondern unterliegt der Ernährungs- und Ess-Kultur, die über Jahrtausende gewachsen ist, sich entwickelt und verändert hat. Sie begleitet die Menschen seit ewigen Zeiten, denn die Ernährung bzw. das Essen war immer Bestandteil der Lebenskultur. Die meisten von uns kennen nur die Ernährungs- und Ess-Kultur des 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts. Wenn wir jedoch weiter zurückgehen, beispielsweise in die Zeit 20.000 v. Chr. wissen wir so gut wie nichts.

Die Ernährungs- und Ess-Kultur unserer Vorfahren liegt weitgehend im Dunkeln und lichtet sich erst mit der Zeit des alten Ägypten sowie des antiken Griechenlands und Roms. Dennoch gelangen Wissenschaftlern der Universität von York vor einigen Jahren sensationelle Erkenntnisse, indem sie 14 Skelette aus einer Begräbnisstätte im heutigen Sudan untersuchten, genauer gesagt: Sie analysierten die chemische Zusammensetzung des Zahnsteins und winzige Einschlüsse darin, sogenannte Mikrofossilien. Es zeigte sich, dass die Menschen in der Mittelsteinzeit um etwa 6.700 Jahren v. Chr. reichlich Pflanzen, vor allen Dingen Nussgras, verzehrt haben mussten. Nussgras ist heute als „knolliges Zyperngras“ oder „indisches Nussgras“ bekannt. Es gehört als Segge zu den Sauergräsern. Ähnlich wie die verwandte Erdmandel sind es hauptsächlich die unter der Erde wachsenden, aromatisch duftenden, knolligen Rhizome, die Verwendung finden.

Wie die Menschen damals das Nussgras bzw. die Erdmandel-ähnlichen Früchte zubereitet und verzehrt haben, wissen wir nicht, da es keine überlieferten Rezeptbücher gibt. Auch wissen wir nicht, wie oft die Menschen von damals gegessen haben, ob sie rohe oder gekochte Speisen bevorzugt haben. Was wir auch nicht wissen ist, welchen Stellenwert das Essen damals bei den Menschen hatte, ob sie lieber einzeln oder gemeinsam gegessen haben. Sehr oft gehen wir davon aus, dass die Menschen von damals wie Barbaren gelebt haben, aber es könnte genauso gut sein, dass sie ebenso hoch zivilisiert waren wie wir heute und eine entsprechend hohe Ernährungs- und Ess-Kultur hatten.

Die ersten wirklichen Überlieferungen, was unsere Vorfahren gegessen haben, liefern uns gut erhaltene Hieroglyphenabbildungen in altägyptischen Tempeln oder Grabstätten. Eine fast vollständige Mahlzeit konnten Chemiker im Grab einer Frau, die vor mehr als 5000 Jahren in der 2. Dynastie lebte, rekonstruieren:

Brot, Gerstenbrei, ein gekochter Fisch und eine gekochte Wachtel, Taubenragout, zwei gekochte Nieren, Rippen und Schenkel vom Ochsen. Für den süßen Magen Beeren, gedünstetes Obst (wahrscheinlich Feigen), mit Honig gesüßte kleine runde Kuchen und mehrere Käsesorten. Die genauen Rezepte konnten aber auch hier nicht mehr rekonstruiert werden.

Die Reichen von damals hatten stark mit Karies zu kämpfen, naschten also wahrscheinlich vermehrt von süßen und fetten Speisen.

Abgesehen von Hieroglyphenabbildungen ist uns jedoch weiter nichts über die Ernährungskultur der alten Ägypter überliefert, außer, dass sie ihren Toten bzw. Mumien vielerlei Speisen mit in die Grabkammer gaben, damit diese auf ihrer Reise ins Jenseits gut versorgt waren. Ebenso war es üblich, den Göttern in den Tempeln regelmäßig Speisen auf einem Opfertisch zu opfern, um sie wohlzustimmen. Bekannt ist uns jedoch, dass die damalige Ernährungskultur eine Ernährung für die Armen und eine Ernährung für die Reichen kannte, die sich erheblich voneinander unterschied.

Hieroglyphenabbildung: Ein reich gedeckter Opfertisch mit Früchten, Brot und Fleisch
Grab des Paheri, el-Kab, Neues Reich, 18. Dynastie

Bereits recht ausführliche Angaben über die Ernährungs- und Ess-Kultur, die im antiken Rom herrschte, geben uns römische Schriftsteller und kunstvolle Mosaiken und Wandbilder in römischen Privatvillen.

Von dem römischen Autor Gaius Petronius Arbiter, kurz Petron genannt, der der von 62 bis 66 n. Chr. das Amt des Konsuls und des Schiedsrichters des feinen Geschmacks am Hof von Nero versah, wird uns in der so genannten „Cena Trimalchios“ (übersetzt „Gastmal des Trimalchios“) das überschwängliche Luxusleben zeitgenössischer Emporkömmlinge der römischen Gesellschaft und ihr Essverhalten aufgezeigt. Die Gänge einer römischen Cena gliederten sich in drei Bereiche:

1. Gustatio bzw. promulso: appetitanregende Vorspeisen wie Eier, Salate, Radieschen, Austern, Sardinen, zu denen häufig ein Aperitif, mulsum (mit Honig versetzter Wein) gereicht wurde.
2. Mensa prima: der Hauptgang mit Brot, Gemüse, Fleisch- und Fischgerichten, der in der Regel aus drei Gängen (tria fercula) bestand.
3. Mensa secunda: Nachtisch, meist Obst und mit Honig gesüßtes Backwerk.

Zu allen Gängen trank man Wein oder Wasser.

Das Mahl wurde im „Triklinium“ eingenommen, das war das Speisezimmer vornehmer Römer, in dem drei gepolsterte Liegen (lat. lectus) so um einen quadratischen Tisch gestellt waren, dass eine Seite zum Bedienen frei blieb. In der Regel hatten auf jeder Liege drei Gäste Platz, wobei man sich zum Essen hinlegte und den Kopf auf die linke Hand stützte. Es gab eine genaue Liege-Etikette: Auf dem „lectus medius“ nahmen die vornehmsten Gäste Platz, auf dem „lectus summus“ weitere Gäste und auf dem „lectus imus“ der Gastgeber mit seiner Familie.

Von dem römischen Staatsmann Publius Cornelius Tacitus, der 55 n.Chr. geboren wurde und hohe Regierungsämter bekleidete, unter anderem in den römischen Provinzen, sind uns wichtige Schriften seiner Reden überliefert, beispielsweise die „Germania“. Darin beschreibt er den Tagesablauf der Germanen in Kapitel 22 und 23:

„Gleich nach dem Schlafe, den sie oft genug bis in den Tag hinein ausdehnen, waschen sie sich, öfter mit warmem Wasser, da bei ihnen der Winter den größten Teil des Jahres ausfüllt. Nach dem Waschen nehmen sie ihr Frühstück ein; jeder hat dabei einen besonderen Platz an seinem eigenen Tisch. Dann begeben sie sich an ihre Geschäfte, nicht weniger oft auch zu Gelagen. ….

Als Getränk dient ihnen ein Saft, der unter Verwendung von Gerste oder Weizen bereitet und ähnlich wie Wein vergoren ist; die Anwohner des Rhein- und Donauufers kaufen sich auch richtigen Wein. Die Speisen sind einfach: wildwachsendes Obst, frisch erlegtes Wildbret oder geronnene Milch; sie stillen den Hunger, ohne die Speisen besonders zuzubereiten oder zu würzen. ….“

Von den Speisen hat Tacitus auch nur die angeführt, die ihm als Römer besonders auffielen: wildwachsendes Obst (Holzäpfel und –birnen, Nüsse und Beeren) statt des römischen Edelobstes, frisches (nicht abgelagertes) Wildbret, Quark. Die Germanen kochten sich mit Vorliebe Haferbrei, verarbeiteten die Milch zu Butter und Käse.

Hadriansvilla im antiken Rom

Wenn wir vom antiken Rom ins 17. Jahrhundert springen, werden wir mit einer damals neuen Kultur im Ernährungsbereich bekannt gemacht: der Kartoffelkultur. Gunther Hirschfelder und Manuel Trummer schreiben dazu in ihrem Artikel „Essen und Trinken“ im Online Magazin EGO (Europäische Geschichte Online):

„Ausgehend von England und den Niederlanden erreichte die Kartoffel im Verlauf des 17. Jahrhunderts als erste der neuen Feldfrüchte die breite Ernährungskultur Mitteleuropas. Ihre Integration in die Mahlzeitensysteme Europas zählt zu den wichtigsten Innovationen der neuzeitlichen Küche und zu den maßgeblichen Schritten zur Überwindung der Hungerkrisen des type ancien, so dass die Kartoffel zusammen mit Kaffee und Branntwein als prägende Innovation, ja sogar als kulturelle Leitnorm beim Entstehen des modernen Speisen- und Mahlzeitensystems im späten 18. Jahrhundert anzusehen ist. Dadurch ist nämlich die Breikost, die seit dem Mittelalter für breite Bevölkerungsschichten vorherrschend war (Brei morgens, Brei mittags, Brei abends), definitiv abgelöst worden. Gleichwohl etablierte sich die Kartoffel zunächst zögerlich. Erneut wird hier die Bedeutung von sozialen Statuskämpfen in der Kulturgeschichte der europäischen Ernährung deutlich; denn anders als die Kolonialwaren Kaffee, Tee und Schokolade galt die Kartoffel noch weit ins 18. Jahrhundert hinein von Frankreich bis Österreich-Ungarn als prestigearme Speise der unteren Bevölkerungsschichten.“

Aus allen Aufzeichnungen lässt sich erkennen, dass sich die Ernährungs- und Ess-Kultur in allen Epochen zwischen Oberschicht, Mittelschicht und Unterschicht unterschied. Je höher die Stellung der Menschen war– desto höher war auch ihre Ernährungs- und Ess-Kultur, und je niedriger ihre Stellung war, desto niedriger war auch ihre Ernährungs- und Ess-Kultur. Im 16. und 17. Jahrhundert bestanden beispielsweise gravierende soziale Unterschiede bei der Gemüseversorgung. Für die Armen war kaum mehr als getrocknete Hülsenfrüchte erschwinglich, während die Reichen frische Saisongemüse und in den großen Städten sogar gelegentlich Zitrusfrüchte kaufen konnten.

In den anfänglichen 1950 Jahren als ich noch kleines Kind war, war das Nahrungsmittelangebot für Menschen aller Klassen nach dem 2. Weltkrieg noch eher bescheiden. Die Ernährungs- und Ess-Kultur war darauf ausgerichtet, dass in dem meisten Familien zu Hause gekocht und gegessen wurde. Die Rolle der Frau war noch auf die der Hausfrau, Ehefrau und Mutter ausgerichtet und nicht auf das Berufsleben. Die Männer erwarteten von ihren Frauen, dass sie ihnen abends, manchmal zusätzlich auch mittags, ein gutschmeckendes und nahrhaftes Essen vorsetzten und sowohl sie wie auch die Kinder am Tisch verwöhnten. So war auch der Abwasch nach dem Essen überwiegend die Aufgabe der Mütter und Töchter. Auf Tischsitten wurde damals großer Wert gelegt. Dazu gehörte, dass Kinder nicht einfach während des Essens drauf los plappern durften, sondern es ihnen erst erlaubt war zu reden, wenn die Eltern eine Frage an sie stellten. Dem Vater oblag es am Sonntag, wenn es den üblichen Sonntagsbraten gab, das Fleisch aufzuteilen und zu bestimmen, wie viel ein jeder erhielt. Dabei war es üblich, dass die Kinder am wenigsten bekamen und er am meisten. Den Kindern war nicht erlaubt, sich zu darüber zu beschweren. Auch durften Kinder nicht einfach so vom Tisch aufstehen, wenn sie früher mit dem Essen fertig waren, sondern mussten ihre Eltern um Erlaubnis bitten.

Es war damals nicht üblich, dass man außer Haus aß, z.B. in einer Gaststätte, da dies viel zu teuer war. Ausnahmen bildeten hier besondere Festtage wie beispielsweise der Geburtstag oder Muttertag. Imbiss- oder Fastfood-Stuben gab es noch nicht. Das sollte sich in den nächsten 20 bis 30 Jahren gravierend ändern wie dies der nachfolgende Ausschnitt über die amerikanische Nahrungsleitkultur aus dem SZ-Magazin vom 23.4.2017 mit dem Titel: „Fast Food. Wir wollen nicht den ganzen Tag nur Salat essen“ von Reymer Klüver zeigt:

„Als er im Herbst 2009 nach Huntington, West Virginia, kam, brach Jamie Oliver in Tränen aus. So etwas war dem britischen Starkoch noch nie widerfahren. Kurz zuvor hatte man die Kleinstadt am Westhang der Appalachen zur ungesundesten Stadt der USA erklärt, wegen lauter trauriger Rekorde: Der höchste Anteil krankhaft übergewichtiger Menschen an der Bevölkerung, mehr als ein Drittel? Check. Die Stadt mit der höchsten Rate an Herzkranken in ganz Amerika? Check. Der zweithöchste Rang bei Diabetes? Check. Den Grund musste niemand lange suchen. Nicht ganz 50 000 Einwohner zählte Huntington, aber sechs McDonald’s und drei Burger Kings, sechs Subway- und vier Taco-Bell-Filialen, vier Mal Wendy’s und je zweimal Pizza Hut und Kentucky Fried Chicken, dazu mindestens ein Dunkin‘ Donuts. Und das sind nur die gängigsten Namen. Im Schulzentrum gab es Pizza schon zum Frühstück. …“

Fassen wir zusammen: Ob altes Ägypten, antikes Rom, 17. oder 20. Jahrhundert wir haben alle eines mit unseren Vorfahren gemeinsam: wir haben täglich Hunger und müssen täglich essen. Wir wollen gut, nahrhaft und möglichst gesund essen, können aber oft das nicht beherrschen, was man Lust oder Gelüste nach bestimmten Speisen nennt, insbesondere jene, die leider nicht gesund, sondern ungesund sind, weil sie zu viele chemische Stoffe, Zucker oder Fette haben. Übergewichtige Menschen gab es auch im alten Ägypten und im antiken Rom, wobei es sich primär um die wohlhabende und reiche Schicht gehandelt hat, während die Armen oft Hunger litten. Das muss Gott sei Dank in unserer heutigen Zeit und in unseren Breiten niemand.

Wir haben es heutzutage eher mit einem Überangebot an Ernährung und Essen zu tun, mit vielerlei Marken, die uns weismachen, dass ihre Produkte die besten auf dem Markt seien. Man kann heute Marmelade um 99 Cent kaufen, man kann sie aber auch um 5,99 Euro kaufen, und nicht immer ist die teurere die bessere. Noch in den 1950er Jahren hätte keine Hausfrau Marmelade im Lebensmittelgeschäft (Supermärkte gab es damals noch nicht) gekauft, sondern natürlich selbst eingemacht. Das war damals so üblich und ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, wie lecker die selbstgemachte Marmelade meiner Mutter schmeckte. Das war noch Natur pur! Früchte, die noch Früchte waren und nicht eine chemische Züchtung, Früchte, die nach Erdbeeren, Zwetschgen oder Johannisbeeren schmeckten, und nicht wie heute nach künstlichen Aromastoffen. Und natürlich haben wir Kinder dabei mitgeholfen, die Früchte im Obstgarten aufzuklauben, sie zu Hause zu entsteinen und zu zerkleinern – daneben haben wir kräftig Früchte schnabuliert. Wenn die Marmelade dann im großen Topf blubberte und in die Einmachgläser abgefüllte wurde, waren wir stolz darauf, dass wir daran auch beteiligt waren. Auch das war und ist Teil einer guten Ernährungs- und Ess-Kultur, die das soziale Familienklima positiv beeinflusst hat.

Wie anonym ist es dagegen, wenn Menschen heute Marmelade & Co. nur noch im Supermarkt einkaufen – Marmelade, die von einer Industrieanlage gekocht wird – ohne Herz und ohne Seele. Es gab auch Zeiten, in denen die Ernährungs- und Ess-Kultur eine Herzenssache war, so dass man davon nicht nur satt wurde, sondern auch auf der seelischen Ebene gesättigt wurde.

So bleibt als Fazit folgendes: Welche Ernährungs- und Ess-Kultur auch immer wir in unserem Leben anwenden, wir sollten darauf achten, dass es mit Herz und Seele geschieht. Nur so können wir an Körper, Seele und Geist gesund sein und gesund bleiben. Wie es schon das alte Sprichwort so treffend sagt: „Liebe geht durch den Magen“. Es handelt sich dabei um die Liebe, die eine Köchin/ein Koch bei der Auswahl, Zubereitung und dem Servieren der Speisen miteinbringt und die wir anschließend mit unseren Sinnen beim Essen aufnehmen. Welch ein Genusserlebnis können wir dabei erleben! Kein industrielles Essen und kein Fastfood können diese Kriterien erfüllen.

Handgefertige Keramikgefäße im Haushalt

Handgefertige Keramikgefäße im Haushalt

Produktempfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Handgefertige Keramikgefäße im Haushalt

Keramik-Brottopf mit Holzdeckel von Keramik-Geiger handgemacht

Töpfern zählt zu den ältesten Handwerksberufen der Welt und gehört zu den Ur-Kulturgrundlagen der Menschheit. Wo Menschen in antiken Siedlungen zusammenlebten, gab es auch immer Keramik, die sich durch Epoche, Ort und Kultur unterschied. In den verschiedensten Museen auf der ganzen Welt werden Keramikkunstwerke vergangener Kulturen ausgestellt, sei es der alten Chinesen, Ägypter, Griechen oder Römer. Ihre Schönheit und natürliche Vollkommenheit faszinieren die Betrachter noch heute.

Unsere Vorfahren benutzten bis in die Neuzeit hinein von Hand gefertigte Gefäße aus Keramik zur Vorratshaltung, als Transportgefäße, als Geschirr oder zur Dekoration. Keramikprodukte gehörten zur Grundausstattung jedes Haushalts und waren etwas ganz Selbstverständliches. In den letzten 50 Jahren dagegen hat sich das gravierend verändert. Die meisten, heute im Handel erhältlichen Keramik-Gefäße und Keramik-Geschirre, werden industriell hergestellt. Dadurch sind von Hand gedrehte oder modellierte, hochwertige Keramikgefäße, in die der Keramikmeister seine Seele hineinlegt, überwiegend aus dem Leben der Menschen verschwunden. Sie wurden durch industriell produzierte Massenkeramikartikel oder durch billige Plastikartikel ersetzt, die oft nicht viel mehr als Wegwerfartikel sind.

Als wir vor einigen Jahren begonnen haben, unseren Haushalt weitgehend auf eine ökologische Lebens- und Vorratshaltung umzustellen, stand für uns fest, dass wir – wo es sinnvoll und machbar war – handgefertigte Produkte aus Keramik verwenden wollten. Dabei sind wir auf die Keramikwerkstatt von Lothar Geiger in Adelsried bei Augsburg gestoßen, dessen ökologische und traditionelle Philosophie uns sofort angesprochen hat. Lothar Geiger und sein Mitarbeiter-Team fertigen neben Brottöpfen, die seine besondere „Erfindung“ sind, auch historisches Geschirr an, auf das sie sich spezialisiert haben. Dabei arbeiten sie eng mit archäologischen Instituten und historischen Museen zusammen.

Was uns besonders angesprochen hat: Lothar Geiger und sein Team legen großen Wert auf eine giftstofffreie Glasur, was bei der meisten im Handel erhältlichen Keramik leider nicht selbstverständlich ist. Die Glasuren von Lothar Geiger sind somit weit mehr als nur „lebensmittelecht“.

Wir haben uns bei der Keramikwerkstatt von Lothar Geiger mit mehreren Brottöpfen sowie Gefäßen und Dosen mit Holz- und Keramikdeckel in verschiedenen Größen eingedeckt. Diese benutzen wir für vielfältige Zwecke in der Küche und im Haushalt und sie sind aus unserem Leben nicht mehr wegzudenken. Neben der klassischen Benutzung des Brottopfs als Gefäß zum Lagern von Brot, verwenden wir die breiten Brottöpfe auch für den ersten Schritt unserer Essig- und Wein-Herstellung, denn durch ihre große Fläche beschleunigen sie den Gärvorgang der Maische.

Brottopf einmal anders genutzt: Als Gefäß für die Fermentation von Bananen-Maische

Die Brottöpfe sind durch ihr Gewicht stabil und robust, aber doch nicht so schwer, als dass man sie nicht tragen könnte. Auch zum Lagern von Vorräten wie Getreide, Hülsenfrüchte oder Algen sind die Brottöpfe ideal. Mit einem Tuch über den Deckel geschlagen und mit einem Gummiring befestigt (aus Schutz vor Insekten), halten sie Lebensmittel lange frisch.

Lothar Geiger und sein Team haben zudem auf Anfrage die Möglichkeit durch ein spezielles, historisches Brennverfahren Keramikgefäße ohne Lasur wasserdicht anzufertigen, was heute eine große Seltenheit geworden ist. So kann man in diese historischen, unlasierten Amphoren, Wasserkrüge oder Schalen Flüssigkeiten einfüllen, ohne dass etwas ausläuft. Wir haben sogar festgestellt, dass Lebensmittel in diesen unlasierten Keramikgefäßen besonders gut halten.

Und wer möchte, kann sich, wie wir es getan haben, vom Keramikmeister Lothar Geiger ein ganz eigenes Keramikgeschirr mit Wappen oder Logo fertigen lassen. Das grobe Geschirr ist dann ein absolutes Unikat. Es ist eine rustikale Ergänzung zu einem feinen Porzellangeschirr.

Keramikgeschirr mit Schloss-Logo, angefertigt von Lothar Geiger nach unseren Wünschen

Nachfolgend die Kontaktadresse von Keramik Geiger:
Lothar Geiger
Im Moos 8
86477 Adelsried
Tel. +49 (0)82 94-80 31 90
Fax +49 (0)82 94-80 31 92
www.keramik-geiger.de
werkstatt@keramik-geiger.de

Mein veganes Geliermittel: Flohsamen-Schalen

Mein veganes Geliermittel: Flohsamen-Schalen

Produktempfehlung von Helene Walterskirchen:
Mein veganes Geliermittel: Flohsamen-Schalen

 

Eingedickte Flohsamenschalen (Schälchen links) für die Herstellung von Kirsch-Konfitüre

 

Flohsamen (Plantago Psyllium) gehören zur Gattung „Wegerichgewächse“, zu denen auch unser heimischer Spitzwegerich und Breitwegereich zählen. Die im Handel bekannten „Indischen Flohsamen“ stammen dagegen aus Indien und sind die Samen des „Sandwegerichs“, der dort traditionell als Heilmittel angebaut und verwendet wird. Diese kleinen, zwei bis drei Millimeter großen Samen beinhalten in ihrer Samenschale Schleimstoffe, die mit Wasser auf das zehn- bis 40fache quellen. Durch ihre starke Quellfähigkeit sind die Flohsamenschalen gut als natürliches Gelier- oder Bindemittel bei der Zubereitung von Speisen zu verwenden.

Für alle, die vegan kochen, sind Flohsamenschalen ideal, da dadurch Gelatine und Ei vermieden bzw. ersetzt werden können. Vor Jahren war das Binden/Eindicken mit Flohsamenschalen noch ein „Geheimtipp“ (in meinem Buch „Meine Paradies-Ernährung“ habe ich bereits 2012 über dieses Wundermittel in meiner Küche berichtet), heute findet es immer größere Verbreitung, denn Flohsamenschalen haben kaum Kalorien, sind auch bei Glutenunverträglichkeit geeignet und geben Puddings und Cremes zuverlässig ohne Kochen Festigkeit und Konsistenz. Die farblosen Flohsamenschalen sind geschmacklich neutral, was sie zur idealen Beigabe für jedes Gericht macht. Außerdem sind Flohsamenschalen ballaststoffreich und machen satt, d.h. sie sind auch ideal bei Gewichtsabnahme und Reduktionsdiäten.

Wichtig ist beim Kauf darauf zu achten, dass man Flohsamenschalen nimmt, denn nur in diesen sind die quellfähigen Schleimstoffe in hoher Dosis enthalten. Bei den ganzen Flohsamen sind diese Schleimstoffe hingegen nur in abgeschwächter Form vorhanden, weswegen sie als Bindemittel für die Küche nicht optimal sind.

Man kann die Flohsamenschalen entweder in Trockenform direkt in die Speisen geben oder sie vorher in reichlich Wasser für einige Minuten einweichen, so dass sie eine Klebemasse bilden, die man dann in eine Speise mit hineinmixen kann. Wenn man die Flohsamen in Trockenform in eine Speise gibt, sollte man sehr achtsam mit der Menge sein, denn sie können enorm aufquellen und eine Speise glitschig machen, was dann nicht mehr so gut schmeckt.

Auf dem oberen Foto sehen Sie in Wasser eingeweichte Flohsamenschalen für eine Konfitüre. Auf dem unteren Foto sehen sie eine Pastetenmasse (Kichererbsen-Meerrettich-Pastete), in die ich zwei Esslöffel Flohsamenschalen gegeben habe und diese sodann umrühre bevor ich sie in kleine Gläser abfülle.

Als im Oktober 2018 das Bayerische Fernsehen in Schloss Rudolfshausen zu Gast war, um unsere Sauerkraut-Einmachaktion zu filmen, wurde anschließend auch die Herstellung von „veganen Krautpflanzerln“ (ein selbstkomponiertes Gericht von Helene Walterskirchen) gefilmt. Das Bindemittel für die veganen Krautpflanzerl ist nicht Ei, sondern sind Flohsamen-Schalen. Sie können den Beitrag unter folgendem Link anschauen.

 

Die fertige Kichererbsen-Meerrettich-Pastete wird mit 2 Esslöffel Flohsamen-Schalen eingedickt

 

Wir beziehen unsere Flohsamenschalen in Bio-Qualität überwiegend bei der Aspermühle, Naturwaren-Niederrhein GmbH, deren ökologisches und transparentes Konzept mit unserer Schloss-Philosophie konform geht. Die biologischen Flohsamenschalen sind durch Direktimport aus Indien besonders preisgünstig und werden zudem in großen Gebinden von 1 bis 3 kg angeboten (1 kg Flohsamenschalen reicht in meiner Küche für ein ganzes Jahr). Zudem sind die Flohsamenschalen in großen Papiertüten abgepackt, was ökologisch ist und Plastikverpackung vermeidet. Wir füllen sie dann einfach in Vorratsgläser aus Glas um. Nachfolgend die Kontaktdaten:

 

Naturwaren-Niederrhein GmbH
Triftstr. 264-266
D-47574 Goch-Aspergen
Tel. 02823/9284964
Fax 02823/32349193
www.aspermühle.de
info@aspermühle.de

 

 

 

 

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

Zucker – süße Nahrung entsprechend dem Stoffwechsel

Zucker – süße Nahrung entsprechend dem Stoffwechsel

Produktempfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Zucker – süße Nahrung entsprechend dem Stoffwechsel

 


Kohlenhydrate, d.h. Zucker, ist für den menschlichen Organismus lebensnotwendig, denn unser Gehirn benötigt diesen zum Denken, Arbeiten und Steuern des Körpers. Bestimmt kennen Sie das auch: Wenn Sie „unterzuckert“ sind, dann können Sie nicht mehr klar denken, fühlen sich matt, die Hände zittern, es kommt zu Schweißausbrüchen und Ihnen wird schwindlig und übel. Nach einem Getränk, sei es Tee, Wasser oder Saft mit Zucker oder einem Stück Obst, geht es einem gleich wieder besser und die Lebensgeister und der wache Verstand kommen zurück.

Leider wird Zucker heute zu Unrecht als Gift verurteilt, das jeden Menschen ausnahmslos krank macht, weswegen er von immer mehr gesundheitsbewussten Menschen strikt gemieden wird. Das ist aber nicht richtig so. Zucker ist im Übermaß nur bei Personen mit einem low-carb-Stoffwechsel ungesund und führt in Verbindung mit Fetten zu Gewichtszunahme, Menschen mit einem high-carb-Stoffwechsel werden sich dagegen bei Zuckerverzicht alles andere als gut fühlen, da dies dem natürlichen Bedürfnis ihres Körpers nach Kohlenhydrate zuwiderläuft.

Eine low-carb-Ernährung, d.h. zuckerarme Ernährung, ist somit nur für Menschen mit einem entsprechenden Fett-Proteine-Stoffwechsel (ketogenen Stoffwechsel) geeignet. Aber selbst diese Menschen brauchen eine gewisse, begrenzte Menge Kohlenhydrate bzw. Zucker pro Tag, damit sie keine Mangelerscheinung haben und ihr Gehirn ausreichend versorgt ist.

Alle anderen Menschen hingegen, die über einen high-carb-Stoffwechsel verfügen, d.h. deren System auf Kohlenhydrate und Zucker-Basis „läuft“, brauchen Zucker, um leistungsstark und fit zu sein. Wenn sich high-carb-Menschen selbst Zucker verbieten, weil sie gesund leben wollen, tun sie sich damit nichts Gutes, denn ihr Körper kann die vielen zugeführten Fette und Öle nicht gut verdauen und es kommt nicht nur zu Gewichtszunahme, sondern auch zu körperlichen Erkrankungen.

Entscheidend ist also, welcher genetische Stoffwechseltyp vorliegt. Danach sollte dann die Ernährungsform „viel-Zucker“ oder „wenig-Zucker“ ausgerichtet werden. (Lesen Sie dazu bitte auch meinen Bericht „Ernährungs-Kultur: Stoffwechseltypen und Nutrigenetik“ in der Printausgabe des Kultur-Magazin Schloss Rudolfshausen I/2017 auf S. 28)

Meine Mutter und ich sind high-carb-Stoffwechseltypen, d.h. unser Körper braucht Zucker zum „Funktionieren“. So spielt Zucker in unserem Ernährungsplan eine wichtige Rolle, denn dieser hält uns gesund und leistungsstark. Neben Honig verwende ich als schnellen Energieschub gerne Zucker aus biologischem Anbau, primär von der Firma Naturata, die seit Jahren führend im biologischen Zuckerhandel ist und eine hohe ethische und ökologische Wertephilosophie vertritt, die mit unserer hochwertigen Kultur-Philosophie übereinstimmt.

Seit einiger Zeit gibt es von Naturata auch Bio-Rübenzucker von deutschen Bio-Bauern, den ich besonders schätze. Chemisch gibt es zwar zwischen Rübenzucker und Rohrzucker keinen großen Unterschied – beides ist Saccharose -, aber dafür unterscheidet sie ihre Herkunft: Während Zuckerrohr nur in tropischen und subtropischen Klimazonen wächst, werden Zuckerrüben traditionell in unseren mitteleuropäischen Breiten angebaut und sind Teil der heimischen Agrarkultur. Früher zählten die Zuckerrüben zu den wichtigsten Kulturpflanzen Europas, heute besteht jedoch nur noch 5% des in den Supermärkten verkauften Zuckers aus Zuckerrüben. Alles andere ist Rohrzucker aus dem Ausland. Das ist schade, denn es wäre wesentlich klima- und umweltfreundlicher Zucker aus heimischen Zuckerrüben zu verwenden, als die Umwelt durch den aufwendigen Import von Zuckerrohr zu belasten. So kaufe ich seit einiger Zeit ganz bewusst Rübenzucker, um die heimischen Bio-Rübenbauern zu unterstützen.

Der Rübenzucker ist im übrigen immer weiß, da im Gegensatz zum Zuckerrohr die Melasse der Zuckerrüben einen sehr unangenehmen und zu intensiven Geschmack hat. Trotz seiner weißen Farbe ist der Bio-Rübenzucker von Naturata aber nicht raffiniert, sondern nur ein „Halbweißzucker“. Geschmacklich schmeckt er genauso gut wie Zucker aus Zuckerrohr.

Mein Lieblingsrezept: 1-2 EL Rübenzucker in einer Tasse lauwarmen oder kaltem Wasser aufgelöst. Daraus wird mein „Zucker-Energie-Drink“, den ich nicht nur bei der Computerarbeit zu Hause gerne trinke, sondern auch beim Spazierengehen, Sport oder Wandern. Er gibt schnelle Energie, behebt jedes Energiedefizit und belastet den Körper nicht. Die Regel bei körperlicher Betätigung ist: 1g/Zucker pro kg Körpergewicht pro Stunde. Damit fühle ich mich wohl und voller Lebensenergie.

Fazit:
Wenn Sie einen high-carb-Stoffwechsel haben, dann ist Zucker Ihr Freund! Haben Sie keine Angst vor ihm. Und wenn Sie einen low-carb-Stoffwechsel haben: Dann genießen Sie Zucker in Maßen für besondere Anlässe, in denen Sie eine süße Belohnung brauchen.

Den Bio-Rübenzucker von Naturata (und natürlich auch viele andere Bio-Zuckersorten) können Sie hier bestellen. Wir empfehlen den 25kg Rüben-Zucker-Sack, denn dieser ist gut als Vorrat geeignet und preisgünstiger im Einkauf:

 

Naturata AG
Am alten Kraftwerk 6
71672 Marbach
Kontakt:
Telefon: +49 – (0) 71 44 – 89 61 – 0
Telefax: +49 – (0) 71 44 – 89 61 – 41

www.naturata.de
E-Mail: kontakt@naturata.de

 

 

 

 

 

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

Die Suppe lügt von Hans-Ulrich Grimm

Die Suppe lügt von Hans-Ulrich Grimm

Buchrezension von Alexandra Walterskirchen:

„Die Suppe lügt – Die schöne neues Welt des Essens“
von Hans-Ulrich Grimm


Dieses aufrüttelnde Buch „Die Suppe lügt“ von Hans-Ulrich Grimm wirft einen erschreckenden Blick hinter die Kulissen der Nahrungsmittelindustrie, die einer Parallelwelt mit eigenen Gesetzen und verdrehten Werten gleicht, in der der einzelne Mensch und seine Gesundheit nicht zählen. Hier wird gefälscht, getäuscht und gelogen, was das Zeug hält, um möglichst hohe Profite einzufahren und neue Kunden zu gewinnen. Es werden Nahrungsmittel produziert, die mit ihrem Aroma nicht nur süchtig machen, sondern auch keine Nährstoffe und Vitamine mehr enthalten, so dass die Menschen sprichwörtlich vor vollen Töpfen verhungern.

Der Autor zeigt fundiert und schonungslos auf, dass von den natürlichen, vollwertigen Rohstoffen der Natur, die die eigentliche Nahrung des Menschen darstellen sollten, heute in den meisten Nahrungsmitteln, die man in den Supermärkten findet, nichts mehr enthalten ist. Sie werden stattdessen im Chemielabor hergestellt, mit entsprechenden Farbstoffen und künstlichen Aromen versehen, die den Verbrauchern vorgaukeln, das sei Joghurt mit frischen Erdbeeren, das sei Vanillepudding mit frischer Milch und echter Bourbon-Vanille, das sei vollwertige Zwiebelsuppe, die frische Zwiebeln und Bouillon beinhaltet. Doch alles ist letztlich Lüge, denn die Hauptzutaten sind chemische Stoffe, die vorgaukeln, es handle sich um Erdbeeren, um frische Milch, um Vanille oder Zwiebeln. Eine Welt der Attrappen, die einzig und allein darauf ausgerichtet ist, die Gewinne der Nahrungsmittelindustriefirmen weiter zu steigern, indem immer billigere und minderwertigere Produkte hergestellt und verkauft werden. Für die Zukunft plant die Lebensmittelindustrie sogar Müll mit Aromen und weiteren Zusatzstoffen versetzt als Nahrungsmittel anzubieten.

Ein Buch, das erst einmal den Appetit verdirbt auf Nahrungsmittelprodukte aus dem Supermarkt. Im zweiten Blick jedoch macht es Mut und Appetit darauf, (wieder) selbst zu kochen: wirklich frische Marmelade von Früchten aus dem Garten oder frische Gemüsepfanne aus Gemüse, das man selbst beim Bauern gekauft hat. Das Buch macht bewusst, dass wir Menschen einen gefährlichen Kurs eingeschlagen haben, indem wir immer öfter Fertigprodukte aus dem Supermarkt kaufen und zubereiten, die uns ein leckeres Essen innerhalb weniger Minuten versprechen. Dieser Kurs kann nur zu Lasten unserer Gesundheit gehen. Dass wir damit Nahrungsmittelkonzerne und ihre dubiosen Machenschaften unterstützen und mit unserem sauer verdienten Geld versorgen, ist noch eine ganz andere Sache.

Ein Buch, das Pflichtlektüre für jeden Menschen sein sollte!

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Taschenbuch, Knaur TB
03.08.2015,
320 S.
ISBN: 978-3-426-78666-6
9,99 Euro

Nussknacker WAL MAN

Nussknacker WAL MAN

Produktempfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Nussknacker WAL MAN


Wer gerne frische Nüsse isst, kennt das leidige Thema des Nussknackens. Was bei Kleinmengen mit dem Hand-Nussknacker noch Spaß machen mag, wird bei größeren Mengen oder unter Zeitdruck schnell zu einer beschwerlichen Angelegenheit. Nebenbei fliegen Nussschalen und Splitter munter durch die Küche und nicht selten kommt es zu Verletzungen, wenn man eine besonders harte Nuss versucht zu knacken. Und im ungünstigen Fall bricht der Nussknacker mittendurch, wie es uns vor einigen Monaten passiert ist. Was also tun?

Auf unserer Suche nach einem guten Nussknacker, sind wir auf den automatischen, handbetriebenen Nussknacker WAL MAN der Firma Feucht Obsttechnik GmbH aus Erbstetten gestoßen. Das Gerät ist eine robuste, massive Stahlkonstruktion, die völlig ohne Strom auskommt, was wir besonders gut finden, da wir so den Nussknacker überall verwenden können, sei es auf dem Tisch in der Küche oder im Garten. Der Nussknacker WAL MAN kann nicht nur Walnüsse, Haselnüsse und Pekanüsse, sondern auch Eicheln und Kastanien in kürzester Zeit knacken. Gerade letztere sind für uns besonders wichtig, denn wir verwenden sie aufgrund ihrer enthaltenen Saponine als Putzmittel- und Waschmittel-Ersatz im Haushalt.

Zu Ihrer Information: Kastanien sind quasi die europäische Variante der indischen Waschnüsse und wurden bereits von unseren Vorfahren u.a. zum Waschen von Wolle verwendet, auch wenn sie heutzutage ziemlich in Vergessenheit geraten sind. Anders als die indischen Waschnüsse müssen die Kastanien jedoch erst umständlich geknackt werden, da sich in ihrem inneren Kern die meisten waschaktiven Substanzen befinden. Da die Kastanien von Natur aus sehr hart sind und in getrocknetem Zustand noch schwerer zu knacken sind, konnten wir bis vor kurzem nur geringe Mengen in unserem Haushalt verwenden.

Durch den Nussknacker WAL MAN hat sich dies nun geändert! Die Bedienung ist sehr einfach und das Gerät sehr solide. Die Kastanien werden nach Größe vorsortiert (der Nussknacker knackt Nüsse zwischen 10 und 50 mm). Anschließend stellt man den Einlass des Nussknackers auf die erste Größe ein und legt die Kastanien der entsprechenden Größe in den Einfüllbehälter. Nun ist Muskelkraft gefragt, um mittels der Kurbel die Kastanien durch die Maschine laufen zu lassen, wo sie geknackt werden. Am besten geht das Kurbeln zu zweit, indem man sich abwechselt, oder man lässt einen starken Mann die Kurbelarbeit machen. Doch die Mühe lohnt sich! Bereits nach 10 Min. hatten wir dieselbe Menge geknackter Kastanien (nämlich 5kg), für die wir normalerweise mühsam eine Stunde mit dem Hand-Nussknacker arbeiten mussten. Die vom Hersteller Feucht Obsttechnik GmbH angegebenen 30kg Nüsse, die er pro Stunde knacken kann, können wir somit bestätigen.

Entsprechend der weiteren Größen der Kastanien kann man dann einen zweiten und dritten Durchgang machen, um kleinere Exemplare zu knacken. Eine andere Variante ist es, alle Kastanien ohne Größen-Vorsortierung durch das Gerät laufen zu lassen und die Nüsse, die durchfallen, danach bei einer kleineren Einstellung nochmals zu knacken.

Der Nussknacker WAL MAN hat uns in jeder Hinsicht überzeugt. Er kann natürlich nicht nur zum Knacken von Kastanien, sondern auch von anderen Nüssen wie Walnüssen und Haselnüssen verwendet werden. Das Gerät ist ein sinnvolles Hilfsmittel für jeden Nuss-Fan oder Gartenfreund, der über eigene Nussbäume verfügt, oder Menschen, die gerne ihren eigenen Kastanien-Sud herstellen möchten. Wer einmal die Vorzüge des WAL MAN entdeckt hat, wird keinen mühsamen Hand-Nussknacker mehr verwenden wollen.

Den Nussknacker WAL MAN erhalten Sie in unserem Shop oder bei der Firma:

Feucht Obsttechnik GmbH
Europastr. 16
D-71576 Erbstetten
Tel.: +49 (0)7191 64195
Fax: +49 (0)7191 72094
Web: www.feucht-obsttechnik.de
Mail: info@feucht-obsttechnik.de

Ernährungs-Kultur: Stoffwechseltypen und Nutrigenetik

Ernährungs-Kultur: Stoffwechseltypen und Nutrigenetik

von Alexandra Walterskirchen:
Ernährungs-Kultur: Stoffwechseltypen und Nutrigenetik


Jeder Mensch möchte sich mit seiner Ernährung nicht nur satt essen, sondern sich auch etwas Gutes tun. Leider gelingt dies oft nicht, so dass allerlei Problemen wie Übergewicht oder Untergewicht, Magen- und Darm-Probleme, Verdauungsprobleme, Unwohlsein, Müdigkeit, aber auch Diabetes, Allergien usw. entstehen.
In meinen langjährigen autodidaktischen Studien zum Thema „Ernährung“ habe ich mich auf die Suche nach der „idealen“, „gesunden“ Ernährung gemacht. In diesem Zusammenhang bin ich auf sehr interessante Zusammenhänge gestoßen, so dass ich heute auf ein Thema eingehen möchte, nämlich die unterschiedlichen Stoffwechseltypen und die Gene, welche entscheiden, ob ein Mensch Kohlenhydrate, Proteine oder Fette gut verstoffwechselt oder nicht. Der relativ junge Forschungssektor der Nutrigenetik liefert hier wichtige Erkenntnisse.

Momentan gibt es im Ernährungs- und Diäten-Sektor zwei große Gruppen:

1. Die High-Carb- bzw. Low-Fat-Liga, die den Verzehr von vielen Kohlenhydraten und wenig Fetten empfiehlt.
2. Die Low-Carb- bzw. High-Fat- oder High-Protein-Liga, die Kohlenhydrate verbannt und stattdessen eine große Zufuhr an Fetten oder Proteinen vorgibt.

Beide Gruppen und ihre Anhänger stehen sich oft feindlich gegenüber, denn jeder sieht seine Ernährungsweise als die einzig Richtige an und glaubt, der andere würde durch seine falsche Ernährung seine Gesundheit ruinieren. Ich wage zu behaupten, dass ich nahezu alle deutschen und englischsprachigen Bücher, die es dazu auf dem Markt gibt, gelesen habe. Mein Fazit ist: Sowohl die Argumente von High-Carb bzw. Low-Fat-Ärzten als auch die Argumente von Low-Carb- bzw. High-Fat- und High-Protein-Ärzten machen Sinn und wirken überzeugend!

„Iss so viele Kohlenhydrate wie Du möchtest und bleibe gesund, rank und schlank!“ Das ist das Motto der High-Carb-Diät. Fette werden in der Regel verteufelt und vom Speiseplan fast vollständig gestrichen.“

Bekannte High-Carb-Vertreter sind z.B. der Arzt Dr. John McDougall, der Chiropraktiker und Leistungssportler Douglas Graham, der die rohköstliche 80/10/10 Diät erfunden hat (80% Kohlenhydrate, 10% Proteine, 10% Fette),der Ernährungswissenschaftler Prof. T. Colin Campbell, der das vegane Standard-Werk „Die China-Studie“ geschrieben hat, sowie der bekannte Herz-Mediziner Dr. Caldwell Esselstyn.

Die verschiedenen High-Carb-Diäten unterscheiden sich darin, welche komplexen Kohlenhydrate, z.B. Getreideprodukte oder stärkehaltige Nahrungsmittel wie Kartoffeln, verzehrt werden dürfen. Alles in allem aber ist eine High-Carb-Diät zumeist vegetarisch oder vegan und erlaubt die unbegrenzte Aufnahme von Kohlenhydraten (Brot, Kartoffeln, Reis, Obst). Die High-Carb-Ärzte haben durch ihre High-Carb-Diät viele kranke und übergewichtige Menschen heilen können, weswegen sie davon überzeugt sind, dass zu viele Fette und zu viel Proteine (primär Fleisch und andere tierische Produkte) die Ursache für Krankheiten sind.

„Mehr Fleisch, Fette und Gemüse, kein Brot, keine Pasta. So bleibst Du gesund, rank und schlank!“ Das ist das Motto der Low-Carb-Diät. Kohlenhydrate werden in der Regel verteufelt und drastisch reduziert oder ganz gestrichen.“

Bekannte Low-Carb-Vertreter sind der mittlerweile verstorbene Arzt Dr. Robert Atkins, der diese Diät in den 1960er Jahren entwickelt hat, der bekannte Arzt und Internist Dr. Ulrich Strunz oder der Arzt Dr. Bruce Fife, der sogar noch weitergeht und einen Zustand der Ketose mit einer minimalen bzw. gar keiner Aufnahme von Kohlenhydraten empfiehlt, bei einer gleichzeitig großzügigen Verwendung von Kokosöl.

Besonders bei Sportlern ist die Low-Carb-Diät beliebt, da sie viel Energie und Leistungskraft gibt. Die Low-Carb-Ärzte haben mit der Low-Carb-Ernährung zahlreiche kranke und übergewichtige Menschen erfolgreich therapieren können, indem sie die Kohlenhydrate in deren Ernährung drastisch reduziert haben. Eine vegetarische oder vegane Ernährungsform wird bei der Low-Carb-Diät nicht oder nur bedingt als sinnvoll angesehen, da viele Proteine, zumeist in Form von Fleisch, verzehrt werden sollen, welche, laut der Low-Carb-Philosophie, die beste Energiequelle für den menschlichen Organismus darstellen.

Hier kommen wir zu einer sehr interessanten Frage: Wie kann es sein, dass manche Vegetarier oder Veganer krank werden und erst durch die Wiederaufnahme von Fleisch und anderen tierischen Produkten in ihre Ernährung wieder gesund werden? Und wie kann es andersherum sein, dass langjährige Fleischesser durch den Fleischverzehr krank werden und erst durch eine vegetarische oder vegane Ernährungsweise geheilt werden können?

Es scheint so, als ob eine bestimmte Ernährung nicht für jeden Menschen gleich gut ist, ja, dem einen scheint sie regelrecht Krankheit zu bringen, dem anderen dagegen Gesundheit! Woran liegt das? Meine Studien führten mich in den relativ neuen Sektor der Stoffwechsel-Ernährung bzw. Gen-Diät und zeigten mir: Die Ursache für das Vertragen oder Nicht-Vertragen bestimmter Nahrung liegt in den unterschiedlichen Genen des Menschen und den daraus resultierenden verschiedenen Stoffwechsel-Typen.

Im Buch „Metabolic Typing“ von William L. Wolcott (Vak Verlag 2012) wird die Geschichte des Biochemikers Dr. William D. Kelley erzählt, der im 20. Jahrhundert lebte. Im Alter von nicht einmal 40 Jahren wurde ihm Mitte der 60er Jahre von den Ärzten offenbart, dass er unheilbar an Bauchspeicheldrüsenkrebs erkrankt sei und nur noch ein paar Monate zu leben habe. Zur Information: Damals gab es bei dieser Krebserkrankung weder Chemotherapie noch eine erfolgsversprechende Operation.

Anfangs ergab sich Kelley in sein Schicksal. Es schmerzte ihn, dass er seine Frau und Kinder hinterlassen würde, aber er sah keine Lösung. Über seine Mutter, die ihrem sterbenskranken Sohn unbedingt helfen wollte, kam er auf eine vegetarische Diät, die sich auf Obst, Gemüse und Vollkornprodukte beschränkte. Obwohl sich Dr. Kelley schon seit seiner Jugend sehr für Ernährung interessierte, waren seine eigenen Essgewohnheiten bis dahin wenig gesund gewesen und bestanden aus sehr viel Fleisch und Wurst, fettiger Milch und Milchprodukten sowie Eis, Torten und anderem Süßem.
Bereits nach einigen Wochen ging es ihm sichtbar besser. Zusätzlich führte er verschiedene Entgiftungsmaßnahmen durch und baute sich sein eigenes spezielles Diät- und Nahrungsergänzungsmittel-Konzept zusammen. Es dauerte einige Zeit, bis er die für sich richtige „Mischung“ fand, die dazu führte, dass sein Bauchspeicheldrüsenkrebs zurückging und schließlich gänzlich verschwand. Das zeigte ihm, dass Ernährung und Krankheit bzw. Gesundheit in enger Verbindung miteinander stehen. Fortan half er mit seiner vegetarischen Diät auch anderen kranken Personen, die von der Schulmedizin aufgegeben worden waren und bei ihm Rat suchten.

Die Geschichte des Dr. Kelley geht weiter: 1973 erkrankte seine Frau ohne ersichtlichen Grund schwer. Sie konnte nicht mehr aus dem Bett aufstehen und drohte zu sterben. Dr. Kelley versuchte sie mit der gleichen vegetarischen Ernährung und den gleichen Nahrungsergänzungsmitteln, die ihm so gut geholfen hatten, zu behandeln. Doch anstatt einer Verbesserung ihres Zustandes kam es zu einer Verschlechterung, was er anfangs nicht verstand. Was sollte er nur tun? Am Ende fiel ihm ein, dass es etwas gab, was er noch nicht versucht hatte, weil er es als Ursache allen Übels sah: Fleisch. Er fing nun an, seine Frau mit Rindfleischbrühe zu füttern und unglaublich aber wahr, seiner Frau ging es schon bald besser und sie konnte wieder aufstehen. Da wurde ihm bewusst, dass es bei den Menschen ganz offensichtlich unterschiedliche Stoffwechseltypen gibt, die eine unterschiedliche Ernährung benötigen, um gesund zu sein.

Dr. Kelley entwickelte in den Jahren darauf sein Stoffwechselernährungskonzept, basierend auf einem umfassenden Fragebogen, den seine Patienten zusammen mit dem Therapeuten auszufüllen hatten. Was Dr. Kelley in den 70er Jahren allein durch seine Beobachtung feststellte, lässt sich heute auch in den Genen lesen, denn unsere Gene bestimmen, welche Nahrungsmittel wir gut verstoffwechseln können und welche nicht.

Im Laufe der Evolution musste sich nämlich der Mensch immer wieder an neue Lebensbedingungen anpassen. Dieser Prozess verlief jedoch nicht bei allen Menschen gleich, daher entwickelten sich verschiedene genetische Metabolismus- bzw. Stoffwechsel-Typen. Diese werden als Meta-Typen bezeichnet. Bei der Nutrigenetik (Einfluss der Gene auf die Ernährung) und der Nutrigenomik (Einfluss der Ernährung auf die Genetik), die beide Hand in Hand miteinander gehen, wird zwischen vier Meta-Typen unterschieden:

1. Der Alpha-Typ „Jäger und Sammler“, d.h. der Ur-Typ, der Kohlenhydrate wie Getreide, Kartoffeln, Brot, Reis, etc., verarbeitete Lebensmittel und Fette schlecht verstoffwechselt und verträgt, Proteine hingegen gut.

2. Der Beta-Typ „Jäger und Sammler“, der wie der Alpha-Typ ist, aber auch Fette gut verträgt.

3. Der Gamma-Typ „Ackerbauer“, d.h. der sesshafte Typ, der sich über viele Generationen hinweg an landwirtschaftlich angebaute und verarbeitete Produkte wie Getreide, Brot, Reis und Kartoffeln angepasst hat, aber Fette, fettige Milchprodukte und Proteine schlecht verstoffwechselt und verträgt.

4. Der Delta-Typ „Ackerbauer“, der wie der Gamma-Typ ist, aber auch Fette sowie fettige Milchprodukte gut verträgt.
Gleichzeitig zeigen die Gene auch an, welcher Sport-Typ wir sind bzw. was die ideale Ernährung bei intensiver portlicher Betätigung ist. Dadurch erfahren wir, ob wir ein Langsam- oder Schnellverbrenner sind und welche Nahrung als schnelle Energiezufuhr am besten ist.

Nachdem ich mehrere Bücher zum Thema Nutrigenetik gelesen hatte, stand für mich fest, dass ich für mich einen Gen-Test machen wollte, um zu erfahren, welcher Stoffwechsel-Typ ich bin. Ich entschied mich für einen „CoGap-Meta-Check“ und fand schnell eine Apotheke heraus, die diesen Test durchführte.

Vier Wochen später bekamen wir die Ergebnisse: Ich bin ein Alpha-Typ, also ein Jäger und Sammler, der Kohlenhydrate, verarbeitete Nahrungsmittel und Fette, wie Nüsse, Öle und Avocados, schlecht verstoffwechselt und verträgt. Eine proteinreiche Nahrung wäre aus genetischer Sicht am besten. Interessanterweise hat meine Mutter nahezu dasselbe Ergebnis wie ich, was nahelegt, dass der Stoffwechseltyp vererbt wird.

Es war für meine Mutter und mich zuerst eine Überraschung, dass wir Kohlenhydrate schlecht vertragen, da wir gerne und reichlich Obst (einfache Kohlenhydrate) essen, bis wir erkannten, dass hier zwischen komplexen Kohlenhydraten wie Brot, Getreide und Kartoffeln und einfachen Kohlenhydraten wie Obst unterschieden werden muss. Leider war das im Meta-Test nicht ganz genau erklärt, zeigte sich aber im Anhang, in dem die für den Gen-Typ geeigneten Lebensmittel aufgeführt sind. Obst ist für uns als gut geeignet markiert, wohingegen wir Brot, Kartoffeln, Reis, etc. meiden sollten. Dies bestätigt sich mit unserem Essverhalten. Auch dass wir fette Nahrungsmittel schlecht vertragen, hatten wir bereits vermutet, da wir durch fette Speisen leicht zunehmen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass der Meta-Test für mich sehr aufschlussreich war. Er hat meine Vermutung bezüglich Fetten und komplexen Kohlenhydraten bestätigt. Ich kann somit nur jedem an Ernährung und Gesundheit Interessierten einen solchen Gen-Test anraten, um mehr über sich selbst und seinen Stoffwechsel-Typ zu erfahren. Auf diese Weise kann die Nahrung besser angepasst und optimiert werden. Das Idealgewicht kann leichter erreicht werden und Wassereinlagerungen, überflüssige Pfunde und Verdauungsprobleme lösen sich auf.

Zum Ende dieses Textes möchte ich noch gerne etwas über die beiden Lehren von „High Carb“ und „Low Carb“ sagen: Meiner Ansicht nach sind beide Systeme zu ungenau und verallgemeinern zu viel, ja ihr Dogma kann sogar gefährlich sein. Bei High-Carb sollte unbedingt zwischen komplexen Kohlenhydraten (Getreide, Kartoffeln) und einfachen Kohlenhydraten (Obst) unterschieden werden. Denn nicht jeder verträgt jede Kohlenhydratform gleich gut.

Nahrungsmittelallergien wie Fructoseintoleranz, Glutenunverträglichkeit oder Histaminintoleranz spielen hier zusätzlich eine Rolle und sollten bei Verdacht getestet werden.

Bei einer „Low Carb“-Ernährung sollte neben der Frage, ob man nicht vielleicht doch genetisch ein Kohlenhydrat-Typ ist, immer auch beachtet werden, ob man ein Fetttyp ist, der Fette und Milchprodukte gut verträgt oder nicht. Ansonsten kann man hier mehr Schaden als Nutzen anrichten, wenn man auf „Low Carb“ umsteigt. Die Thematik der Proteine bedarf meiner Ansicht nach einer besseren Klärung. Auch wenn jemand ein Protein-Typ ist, muss er nicht zwangsläufig Fleisch essen, sondern kann auch pflanzliche Alternativen wie Sojaprodukte, Algen oder Hülsenfrüchte verzehren, welche sogar teilweise mehr Proteine als tierische Produkte enthalten.

Was wir brauchen, ist ein gutes Feingefühl für unseren Körper, der uns stets auf seine Art und Weise signalisiert, was ihm gut tut und was nicht, beispielsweise durch übermäßige Gewichtszunahme oder Verdauungsbeschwerden. Wer ein solch gutes Körpergefühl hat, kann auch schon erahnen, welcher Stoffwechseltyp er ist. Die Durchführung des Meta-Checks ist dann die Bestätigung.

Prof. Christian Kreiß – Chevalier in Sachen Volkswirtschaft

Prof. Christian Kreiß – Chevalier in Sachen Volkswirtschaft

von Helene Walterskirchen
Prof. Christian Kreiß – Chevalier in Sachen Volkswirtschaft

Christian Kreiß vor seiner häuslichen Bibliothek mit einem seiner Lieblingsbücher, denn Lesen gehört mit zu seinen wenigen, aber wichtigen Hobbies

Wer die Sachbücher von Prof. Christian Kreiß liest, unter anderem „Profitwahn“, „Geplanter Verschleiß“ oder „Gekaufte Forschung“ mag den Eindruck eines Mannes haben, der mit der Faust auf den Tisch schlägt und kein Blatt vor den Mund nimmt. Wer jedoch den 55-Jährigen persönlich kennenlernt und sich eingehender mit ihm beschäftigt, wird einen tiefgründigen, feinsinnigen, bescheidenen und achtsamen Menschen entdecken, der sich auf dem Weg seiner ganz persönlichen Kultur-Mission befindet. Diese heißt „Menschengerechte Wirtschaft“ und basiert auf vier Säulen.

1. Wege in eine Wirtschaft, die Mensch, Tier und Umwelt gerecht wird.
2. Maßnahmen, die zu einer wirklich freiheitlichen Marktwirtschaft führen können.
3. Hintergründe aktueller wirtschaftlicher Entwicklungen.
4. Weichenstellungen, die in ein menschenwürdiges Dasein und echte Demokratie ermöglichen.

Bei meiner Begegnung mit Christian Kreiß in seinem Privathaus im Münchner Westen erschien er mir wie ein Chevalier, dessen höfische Courtoisie jedes Damenherz höher schlagen lässt. Ein dezenter Mensch, der sich gerne in seinem Inneren versteckt und sehr genau abwägt, wem er darin Einblick gewährt. Und tut er dies dann einmal, so macht er sogleich klar, dass es sich um seine Privatsphäre handelt, deren Vertraulichkeit er voraussetzt. Er ist, und daran lässt er nicht deuteln, Ökonom, allerdings einer, der nicht im Mainstream mitschwimmt, sondern seine ganz eigene Ansicht dazu hat.

Christian Kreiß hat nach dem Abitur Volkswirtschaft studiert und 1992 zum Thema „Kartellpreispolitik 1924-1932“ in Wirtschaftsgeschichte promoviert. Daneben war er als junger Mann drei Jahre Greenpeace-Aktivist und auch kurze Zeit bei den Grünen, wo er jedoch bald wieder austrat.

Sein Berufsweg führte ihn danach ins Investmentbanking verschiedener Banken, unter anderem in die Dresdner Bank Gruppe, wo er von 1998 bis 2002 tätig war. Er war anfangs begeistert und fasziniert vom Investment-Banking, wo nur eines im Mittelpunkt stand: Wie kann ich Aktien möglichst gewinnbringend anlegen? Christian Kreiß: „Wenn Kollegen wieder einmal an der Börse satte Gewinne gemacht hatten, so öffneten sie eine Flasche Champagner und tanzten um den Bildschirm in der Mitte herum wie um das goldene Kalb. Dass da draußen in der Welt Menschen hungerten und die Erde zerstört wurde, blendeten sie total aus. Sie waren total fixiert auf Geld, Aktien, Gewinn und Gewinnmaximierung“. Auch er, das gibt er gerne zu, spielte damals in der verlockenden Aktienwelt mit.

Im Alter von Mitte bis Ende 30 wachte Christian Kreiß aus dem Investment-Banking-Wahnsinn auf und begann, die Dinge rund um Ökonomie und Investmentbanking mit anderen Augen zu sehen. Er begriff, dass der jetzige Kurs – früher oder später – dem Abgrund zusteuert. Stattdessen befasste er sich mehr und mehr sich mit den Grundlagen einer ethisch hochwertigen Wirtschaft.

Christian Kreiß: „Es gibt zwei gegensätzliche ethische Richtungen in der Ökonomie: die eine ist, dass wir in allem das sehen, was man „göttliche Schöpfung“ nennt, das kann beispielsweise der rotbackige Apfel am Baum sein oder der frisch gepresste Demeter-Apfelsaft, der aus wunderbaren Früchten der Erde gewonnen wird und dann im Verlauf der Produkt- und Handelskette an den Verbraucher gelangt und diesem etwas Gutes bringt, nämlich Gesundheit und Wohlbefinden. Wenn wir dieses Bild im Zusammenhang mit Ökonomie vor Augen haben, dann handelt es sich um eine menschliche und ethische Wirtschaft.

Wenn wir jedoch von Anfang an bis zum Ende nur darauf ausgerichtet sind, irgendwelche Äpfel aus konventioneller Landwirtschaft, bespritzt mit Pestiziden, möglichst billig einzukaufen oder den daraus gewonnen Saft möglichst teuer zu verkaufen, um einen satten Gewinn zu erzielen, wenn uns die Verbraucher und deren Gesundheit völlig egal sind, dann haben wir es mit einer rein profitorientierten, unmenschlichen und unethischen Ökonomie zu tun. Manche Unternehmer oder Wirtschaftsleute, die man als alternativ bezeichnet, sprechen von einer zunehmenden Entseelung in der Wirtschaft, die dadurch entsteht, dass es nur noch um Profitmaximierung geht. Mit dieser egoistischen Haltung ruinieren wir die Erde, die Menschen und uns selbst.“

Auf meine Frage, welche Rolle das Geld dabei spielt, antwortete Christian Kreiß: „Geld ist, ökonomisch gesehen, ein geniales Austauschmittel zwischen den Menschen und wäre eigentlich ein Segen. Das Geld ist jedoch leider eine enorme Versuchung für manche Menschen, ihre Mitmenschen von der Wirklichkeit abzuziehen, d.h. von der Beschäftigung mit den wesentlichen lebensphilosophischen Fragen, so dass sie dem Geld verfallen. Das geht dann soweit, dass man im Dinkel auf dem Acker nicht mehr das Lebenskorn sieht, das die Erde hervorgebracht hat, sondern nur noch die seelenlose Ware, die man verschachern kann. Das Geld abstrahiert den Menschen und zieht ihn in einen Egoismus ab, bei dem alle Ethik zurückbleibt und es nur noch darum geht, die Rendite zu maximieren. Dadurch wird der Geist des Menschen irgendwann krank.“

Seit 2002 ist Christian Kreiß an der Fachhochschule Aalen tätig. Als Professor unterrichtet er folgende Lehrgebiete: Allgemeine Volkswirtschaftslehre, Finanzwirtschaft, Investitions- und Finanzplanung, BWL-Fallstudien und Unternehmensplanspiel. Er bringt seinen Studenten nicht nur das Einmal-Eins der Volkswirtschaft bei, sondern er lässt sie auch hinter die Fassaden des Volkswirtschaftsspiels schauen, damit sie erkennen, wie die Umverteilung aussieht, auf welchem Boden die Wirtschaft steht usw. Wenn er mit seinen Studenten Planspiele macht, dann zeigt er ihnen, dass es nicht nur darum geht, möglichst viel Profit zu machen, sondern auch an die gute Sache zu denken, z.B. wie kann Voelkel oder Demeter wieder ein neues, biologisches Produkt herstellen, das den Verbrauchern draußen zugutekommt.

Neben seiner Tätigkeit als Hochschulprofessor ist Christian Kreiß seit mehreren Jahren auch als Sachbuch-Autor tätig und schreibt über verschiedene wirtschaftliche Themen, die ihm am Herzen liegen. 2013 erschien sein erstes Buch „Profitwahn – Warum sich eine menschengerechte Wirtschaft lohnt“. Zwischenzeitlich hat er vier Bücher dieser Art geschrieben und arbeitet bereits am nächsten.

Daneben hält Christian Kreiß auch immer wieder Vorträge und Workshops zu seinen Themen. Er setzt, wie er sagt, „einen Großteil seiner Lebenskraft für seine Mission ein“, und bezeichnet sich selbst schmunzelnd als notorischen Weltverbesserer.

Auf meine Frage: „Glauben Sie, man kann die Welt verbessern?“ gab Christian Kreiß zur Antwort: „Natürlich kann man die Welt verbessern. Ich kann mich jeden Tag dafür entscheiden eine konventionelle Birne, die mit Pestiziden gespritzt wurde, oder eine nach Demeter-Maßstäben angebaute Birne zu essen. Und ebenso kann ich mich entscheiden, den kurzen Weg zum Briefkasten mit dem Auto oder mit dem Fahrrad zu fahren. Das bedeutet ganz klar: Jeder von uns kann täglich die Welt beeinflussen und verbessern. Die Formel hierbei lautet: Herz statt Egoismus – Herz für die Mitmenschen, die Tiere, die Welt, die Natur, denn wir sind alle miteinander verbunden und wenn es den anderen gut geht, geht es auch mir gut. Den Egoisten jedoch interessiert nur sein eigenes Wohl.“

Christian Kreiß glaubt an eine christliche orientierte Welt jenseits der Konfessionen, in der das Geld nur eine Nebensache ist, und die darauf aufgebaut ist, dass jeder jeden respektiert, weil jeder, auch das kleine Marienkäferchen, eine göttliche Schöpfung ist. „Wenn wir jedoch den Menschen nur als Klumpen Atome sehen, dann kann ich ihn ins KZ oder ins Gulag stecken und mit ihm machen, was ich möchte. Wenn ich allerdings ein Geschöpf Gottes in ihm sehe, gehe ich ganz anders mit ihm um, egal ob er Christ, Buddhist oder Moslem ist. Je mehr Menschen das begreifen, umso besser für eine menschengerechte Welt und eine menschliche Wirtschaft.“

Beim Abschied war Christian Kreiß wieder ganz der höfliche Chevalier, der hintergründig und leise lächelte, so, als könne er kein Wässerchen trüben und der doch mutig auf seinem Weg für eine menschengerechte Volkswirtschaft voranschreitet.

Website: www.menschengerechtewirtschaft.de

Prof. Dr. Christian Kreiß und die Autorin nach einem tiefgründigen Gespräch mit vielen gemeinsamen Berührungspunkten in Sachen Volkswirtschaftskultur


In unserer Rubrik „Schloss-Perlen“ können Sie unsere Rezensionen zu zwei seiner Bücher nachlesen: „Geplanter Verschleiss“ und „Werbung – nein danke“.

Bienenwachs – bio und naturrein

Bienenwachs – bio und naturrein

Produktempfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Bienenwachs – bio und naturrein

Echtes biologisches Bienenwachs in Pastillenform von der Firma Hödl

In meinem Beitrag „Kerzen-Kultur – Bienenwachskerzen selber gießen“ habe ich bereits davon erzählt, wie man aus natürlichem Bienenwachs mit Hilfe von Kerzenformen wunderschöne und hochwertige Kerzen herstellen kann. In nachfolgendem Bericht möchte ich nun darauf eingehen, wie wichtig dabei die Verwendung von biologischem, rückstandsfreiem Bienenwachs ist.

Im Laufe der Jahre musste ich leider feststellen, dass alle so genannten Bienenwachskerzen, die ich im Kerzenhandel gekauft habe, nicht aus biologischem Bienenwachs bestehen. Hier gab es keinen Unterschied zwischen Bienenwachskerzen aus dem Supermarkt, vom dem kleinen Stand auf dem Weihnachtsmarkt oder dem Online-Kerzenshop. Sehr oft war schon an der Farbe ersichtlich, dass es kein reines Bienenwachs war. Die Kerzen waren entweder dunkelgelb oder weißlich, was ein Hinweis darauf ist, dass raffiniertes Bienenwachs verwendet wurde, denn Bio-Bienenwachs hat in der Regel eine hellgelbe, blässliche Farbe, weder zu weiß noch zu dunkel.

Manchmal entstand beim Verbrennen der gekauften Bienenwachskerzen auch ein unangenehmer, Wachs-untypischer Geruch, was nahelegte, dass das Bienenwachs mit anderen Stoffen wie Stearin und Paraffin gestreckt bzw. verfälscht war. Die Fälschung von Bienenwachs ist im übrigen nichts Neues: Bereits 2016 kam es zu einem großen Wachs-Skandal im Imkerei-Sektor, als mehrere Tonnen Mittelwände entdeckt wurden, die mit anderen Stoffen „gepanscht“ und zudem mit Pestiziden versehen waren, welche ganze Bienenvölker töteten. Studien haben bewiesen, dass schon bei 15 Prozent Stearinzusatz im Schnitt die Hälfte der Brut abstirbt. Eine Kombination von Stearin mit weiteren Rückständen, wie sie in manchen Mittelwänden vorkommen, führt sogar zu noch höheren Verlusten (bis zu 90% der Larven sterben).

Nicht nur bei Imkern, sondern auch im Kerzenhandel wird sehr oft mit der Unwissenheit des Kunden gespielt, der glaubt, dass Bienenwachs per se „natürlich und gut“ sein müsse. Manche Händler gehen sogar so weit, ihre Bienenwachskerzen als biologisch zu höheren Preisen anzubieten, was ich mehrmals selbst erlebt habe. Bei näherem Nachfragen und der Aufforderung an den Verkäufer ein Bio-Siegel vorzuweisen, musste dieser jedoch zugeben, dass es sich um konventionelles Bienenwachs mit unbekannter Herkunft vom Großhandel handelte.

Die Verwendung von konventionellem, d.h. mit Schadstoffen und Pestiziden belasteten Bienenwachs hat mehrere Gründe: Zum einen ist Bio-Bienenwachs wesentlich teurer, da nicht so viel davon auf dem Markt erhältlich ist, andererseits ist vielen Kerzenfreunden nicht bewusst, dass es auch bei dem scheinbar so natürlichen Rohstoff Bienenwachs einen Unterschied zwischen Bio und Konventionell gibt. So greifen sie lieber auf billiges raffiniertes Bienenwachs zurück, das oft aus China kommt, wo die Umweltstandards bei der Bienenhaltung alles andere als eingehalten werden. Wenn diese Kerzen dann verbrannt werden, können die giftigen Dämpfe in den Raum entweichen und Kinder und Erwachsene krank machen.

Die Problematik des Bienenwachses findet sich auch bei den Kosmetikproduzenten. Die wenigsten Hersteller verwenden biologisches Bienenwachs und auch in der „Rührküche“ der angeblich so naturbewussten Hobby-Kosmetiker findet sich in keinem Rezept der Hinweis für die Creme oder Salbe biologisches Bienenwachs zu verwenden. Da heißt es dann nur: 5g Bienenwachs. Dabei ist gerade im Kontakt mit der Haut die Reinheit des Bienenwachses besonders wichtig.

So stand für mich fest, dass ich nur noch naturreines, biologisches Bienenwachs verwenden wollte. Dafür war ich auch bereit einen höheren Preis zu bezahlen. Bei meiner Suche stieß ich auf die Firma Wachs Hödl aus Klöch in Österreich. Die Firma Höldl ist ein Pionier in der Bio-Imkerei und hat als erster Betrieb in Österreich seine Bienenwachsverarbeitung biologisch zertifizieren zu lassen. Seit über 50 Jahren verkauft sie Imkereiartikel und Bienenwachs wie Mittelwände und Wachspastillen, entweder Bio- oder Rückstansfrei-zertifiziert.

Bei der Firma Hödl kann man das zertifizierte Bio-Bienenwachs in Pastillenform als 10kg oder 20k Sack bestellen. Wir empfehlen den 20kg Sack, denn daraus kann man ca. 100 Stumpenkerzen herstellen oder zahllose Stabkerzen und Teelichter. Ein Vorrat für Jahre, da man auch die Wachsreste wieder für neue Kerzen verwenden kann! Wichtig bei der Lagerung ist, dass man die Bienenwachspastillen nicht an einem warmen Ort wie dem Dachboden lagert, wo das Bienenwachs im Sommer weich werden und verkleben kann, sondern einen ganzjährig kühlen Ort bevorzugt.

Die Bio-Bienenwachspastillen von Wachs Hödl haben eine hellgelbe Farbe und einen intensiven Bienenwachsgeruch, der sich dann auch beim Verbrennen der Kerzen wunderbar im Raum entfaltet. Die Aussage mancher Wachsverkäufer, dass Bio-Bienenwachs zum schlechten Abbrennen oder Rußen der Kerzen führen würde, können wir nicht bestätigen. Im Gegenteil: Das Bio-Bienenwachs hat eine klare Flamme und eine feine Duftnote, natürlich und garantiert Schadstofffrei. Und das Wunderbare: Durch den Kauf der Bio-Bienenwachspastillen unterstützen Sie die biologische Imkerei und eine artgerechte Behandlung der Bienen.

Bei allem sollten wir uns bewusst sein: Bio-Bienenwachs ist eine Kostbarkeit und ein Geschenk der Bienen an uns. So sollten wir achtsam damit umgehen und die daraus hergestellten Kerzen nicht achtlos abbrennen lassen. Dann werden wir der wertvollen Arbeit, die die Bienen als Hersteller des Wachses für uns geleistet haben, gerecht.
Die Bio-Bienenwachspastillen können Sie hier beziehen:

Wachs-Hödl
Deutsch Haseldorf 75
A-8493 Klöch
Österreich
Telefon: +43 (0) 3475 / 2270
Telefax: +43 (0) 3475 /227010
E-Mail: info@wachs-hoedl.at
www.wachs-hoedl.at

Grüne Lügen von Prof. Friedrich Schmidt-Bleek

Grüne Lügen von Prof. Friedrich Schmidt-Bleek

Buchrezension von Alexandra Walterskirchen:

„Grüne Lügen“
von Prof. Friedrich Schmidt-Bleek


Der Autor des Buches, Prof. Friedrich Schmidt-Bleek, ist einer der führenden Wissenschaftler auf dem Gebiet der Umweltforschung. Man merkt ihm sein Fachwissen auf jeder Seite an. Er versteht es, hinter die Kulissen der heutigen Umweltpolitik zu blicken und die falschen Glaubenssätze und Fehler im System zu entlarven.

Besonders beeindruckt hat mich sein Kapitel über den ökologischen Rucksack, der den Material-Input bzw. die Umweltbelastung eines Produktes in Kilogramm oder Tonne ausdrückt. So macht nicht der geringe Stromverbrauch in der Nutzung ein Elektrogerät, z.B. einen Kühlschrank, automatisch umweltfreundlich, denn es zählt vielmehr, wie aufwendig seine Herstellung war, wie viele Ressourcen dafür verwendet wurden und welche Energie dafür verbraucht wurde. Dasselbe gilt auch für Hybrid- oder Elektro-Autos, die zwar eine gute Idee wären, aber die Frage offen lassen, woher die ganzen Rohstoffe wie Kupfer, Lithium, etc. herkommen sollen, wenn die ganze Welt auf solche Autos umsteigt. Am Ende sind die Schäden, die durch den Abbau dieser Rohstoffe in entlegenen, bis dahin unberührten Ökosystemen entstehen, weitaus größer als die Entlastung der Umwelt, die durch geringere Emissionen erreicht wird.

Auf S. 89 schreibt Prof. Schmidt-Bleek: „Wer wirklich nach den Ursachen für die lebensbedrohende Abnahme von Dienstleistungen und Funktionen der Natur sucht, der wird nicht beim Benzinverbrauch, nicht bei den Emissionen von Feinstaub, nicht bei der unsachgemäßen Nutzung oder Entsorgung von giftigen Metallen und nicht bei weggeworfenen Verpackungen oder ungenügenden Isolierungen von Wohnungen fündig werden. Das alles sind nur Symptome einer systemisch falsch gepolten Wirtschaft.“ Die tiefen Ursachen des Klimawandels, so Prof. Schmidt-Bleek, sind vielmehr in der Ressourcenintensität der heutigen Wirtschaft und ihrer Energieversorgung zu finden.

Kurzum: Wir verschwenden gierig und achtlos die Ressourcen unserer Erde, weil wir meinen nur durch ständiges Wachstum und die Anfertigung von neuen Produkten, unsere Wirtschaft und damit auch unseren Wohlstand am Laufen halten zu können. Dabei geht es auch anders, nämlich durch die Wandlung unseres Wirtschaftssystems von einer Produktionswirtschaft hin zu einer Systemerhaltungswirtschaft. Die Erde und ihre Ressourcen würden geschont werden, gemäß der Maxime: Aus allen der Natur entnommenen Ressourcen wird ein Maximum an Wohlleistungen für die maximal mögliche Dauer erzielt. Es geht um Erhalten, Reparieren, Leihen, Nutzen und Warten. Neues wird aus altem produziert gemäß dem Prinzip „Cradle to Cradle“.

Muss ein Auto ersetzt werden, nur weil es 250 000 km auf dem Tachostand anzeigt, obwohl es noch einwandfrei fährt? Machen wir uns bewusst: Mit jedem Auto, das der Schrotthändler zerstört, vernichtet man unwiederbringlich auch 50 Tonnen Natur. Dasselbe gilt für jedes Smartphone, jedes elektrische Gerät, das man wegwirft, aber auch für Häuser, die man abreißt, obwohl man sie renovieren könnte. Prof. Friedrich Schmidt-Bleek plädiert in diesem Buch für einen sinnvollen, schonenden Einsatz der Ressourcen der Erde und ermahnt jeden Einzelnen sein Konsumverhalten zu überdenken. Ein sehr lesenswertes Buch!

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Gebundenes Buch mit Schutzumschlag,
304 Seiten, 12,5 x 20,0 cm
erschienen 2014 im Ludwig-Verlag
ISBN: 978-3-453-28057-1
€ 19,99 [D] | € 20,60 [A] | CHF 26,90

VEGAN – Kleidung mit Botschaft

VEGAN – Kleidung mit Botschaft

Produktempfehlung von Alexandra Walterskirchen:
VEGAN – Kleidung mit Botschaft

Alexandra Walterskirchen in der Halle von Schloss Rudolfshausen mit ihrem VEGAN-Shirt

Es gibt viele T-Shirts mit den verschiedensten Aufschriften, wie „Route 66“ oder „I love hamburger“ und ähnliches unsinniges Zeug. Deshalb habe ich auf meinen selbst genähten T-Shirts keine Aufschriften, allenfalls dekorative Elemente, die handgefertigt sind, wie Blumen, Herzchen oder Sterne. Dennoch bin ich Aufdrucken auf T-Shirts nicht abgeneigt, wenn das, was drauf steht, auch einen Sinn hat und meinem eigenen Lebensstil entspricht. Eines Tages stieß ich per Zufall auf T-Shirts mit dem Aufdruck VEGAN und fühlte mich sofort angesprochen, da ich mich schon seit vielen Jahren vegan ernähre und für einen veganen Lebensstil plädiere. Es interessierte mich, wer dahinter steckt, d.h. die T-Shirts herstellt, und stieß dabei auf Damian Wachsmann.

Damian hat zusammen mit dem Tierrechtler Lars aus Aachen vom beliebten englischsprachigen veganen Message-Shirt von NonviolenceUnited eine deutsche Version geschaffen. Auf seiner Website schreibt er dazu: „Da ich es für sehr wichtig halte die eigene Einstellung öffentlich zu vertreten und mir die vegane Botschaft sehr am Herzen liegt, war ich auf der Suche nach einem T-Shirt, das meine Überzeugungen bestmöglich darstellt. Dabei habe ich mich in das Shirt von NonviolenceUnited verliebt, da es nahezu alle Aspekte des Veganismus in der Kombination mit Friedfertigkeit übermittelt.“ Auf der Vorderseite steht geschrieben: Vegan – Mitgefühl, Gewaltlosigkeit, für die Menschen, für den Planeten, für die Tiere. Auf der Rückseite sind sieben ethische Botschaften abgedruckt, u.a. für mehr Frieden, Liebe, Menschenrechte, Umweltschutz, usw.

Die T-Shirts sind aus fair gehandelter Bio-Baumwolle, CO2 neutral produziert und mit Druckfarbe ohne tierische Bestandteile. Es gibt sowohl einen Damenschnitt als auch einen Unisexschnitt, in den Größen XS bis XXL. Das T-Shirt kostet 24,99 Euro.

Wir verlosen in unserer Rubrik „Schloss-Perlen“ bei unserem Monatsrätsel Februar 2018 am Ende des Kultur-Magazins sieben Gutscheine für ein Vegan-Shirt in unserem „Gesundheitspaket“.

Das T-Shirt Vegan können Sie bestellen bei:

VEGAN
Damian Wachsmann
Breubergstraße 17
D-64739 Höchst
www.dasveganshirt.de
info@dasveganshirt.de

What the Health – Wie Konzerne uns krank machen

What the Health – Wie Konzerne uns krank machen

DVD-Rezension von Alexandra Walterskirchen:
What the Health – Wie Konzerne uns krank machen und warum niemand etwas dagegen unternimmt von Kip Andersen, Keegan Kuhn


Nachdem mich vor einigen Jahr die Dokumentation „COWSPIRACY“ von Kip Andersen und Keegan Kuhn sehr begeistert hatte, wartete ich mit Spannung auf ihren zweiten Film: „What The Heatlth“. Meine Erwartungen wurden nicht enttäuscht. Die Dokumentation „What The Health“ gehört zu den besten Dokumentationen, die ich im Laufe der letzten 10 Jahre zum Thema Gesundheit und Ernährung gesehen habe, und sollte Pflichtfilm in jeder Schulklasse werden! So können unsere Kinder schon das notwendige Wissen erhalten, um gesund zu leben.

Denn Adipositas, Diabetes, Bluthochdruck und Krebs – diese Zivilisationskrankheiten kommen nicht von ungefähr. Es ist aber nicht ein einzelner Faktor, der für eine Erkrankung verantwortlich ist, sondern das Zusammenspiel aus genetischer Veranlagung, Umweltfaktoren, dem individuellen Lebensstil – und somit auch der Ernährung!

Manche Menschen mögen „What the Health“ als schockierenden Film bezeichnen, ich sehe ihn dagegen als wichtigen aufklärenden Film. Er zeigt zwar schonungslos die Manipulationen und Täuschungen der Gesundheitsindustrie und Pharmakonzerne, die eigentlich für unsere Gesundheit zuständig sein sollten, bietet aber gleichzeitig auch eine Alternative aus aus diesem krankmachenden System: eine pflanzliche Ernährung, die nicht nur gut schmeckt, sondern den Körper auch gesund macht und gesund hält.

Die wertvolle Dokumentation von Kip Andersen und Keegan Kuhn zeigt ihr ehrliches Bestreben nach Wahrheit hinter all den Lügen der Gesundheitsindustrie, was für ein gesundes Leben wirklich notwendig ist – und dabei spielt unsere Ernährung eine der wichtigsten Rollen, wenn nicht gar die wichtigste Rolle, denn wir bestimmen durch unser Essen unseren Gesundheitszustand! Eine Dokumentation, die Ihnen die Augen öffnen und Ihr Leben verändern wird!

EAN Code: 4006448767310
VO-Datum 2017
FSK 12
88 min, Sprache: Deutsch
www.whatthehealthfilm.com

Hinweis: Wir verlosen in unserer Rubrik „Schloss-Perlen“ bei unserem Monatsrätsel Februar 2018 im „Gesundheitspaket“ 10 DVDs „What The Health“.

Earthing – Heilendes Erden: Gesund und voller Energie mit Erdkontakt

Earthing – Heilendes Erden: Gesund und voller Energie mit Erdkontakt

von Alexandra Walterskirchen:

„Earthing – Heilendes Erden: Gesund und voller Energie mit Erdkontakt“
von Clinton Ober, Stephen Sinatra, Martin Zucker

 


Dieses Buch hat mein Leben verändert, als ich es vor einigen Jahren entdeckt habe. Was ist Erden bzw. „Earthing“? Als „Erden“ wird bezeichnet, wenn wir auf der Erde sitzen oder barfuß stehen oder laufen und durch diesen Kontakt der naturgegebene elektrische Grundzustand unseres Körpers wiederhergestellt wird. Wenn das nicht geht, können wir uns auch erden, indem wir auf einer speziellen leitfähigen Unterlage sitzen oder schlafen, die an die Erdleitung einer Steckdose angeschlossen ist. Fehlt uns der direkte Erdkontakt, wird unser Körper anfällig für Fehlfunktionen, Erkrankungen und schnelleres Altern. Diese spektakuläre Entdeckung ist wissenschaftlich belegt und hat schon vielen kranken Menschen geholfen, die durch die Wiederverbindung mit der Erde gesund wurden.

Durch dieses Buch erfahren Sie, warum der Kontakt zur Erde bzw. Natur so wichtig ist, warum Sie sich nach Barfußlaufen über die Wiese nicht nur geistig sondern auch körperlich erfrischt fühlen, wie eine Erdungsmatte die Arbeit vor dem Computer erleichtert und wie hilfreich ein Erdungsstecker ist, wenn man mit zu viel „Spannung“ ins Bett geht, denn so wird die Energie abgeleitet und es kann Ruhe und Erholung im Körpersystem einkehren.

Bereits unsere Vorfahren nutzten die heilende Wirkung der Erde, indem sie z.B. direkt auf dem Erdboden geschlafen haben oder in die Natur gingen, wenn sie krank waren. Unsere heutige High-Tech-Gesellschaft, die sich sehr weit von ihrer ursprünglichen Erden-Natur entfernt hat und dadurch krank geworden ist, braucht ein Umdenken, um zu erkennen, wie heilsam die elektromagnetische Kraft der Erde ist. Dazu müssen wir nicht auf dem Boden schlafen, sondern es genügen schon entsprechende Erdungsmatten, Erdungsstecker, etc. Ein sehr lesenswertes Buch!

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

VAK-Verlag
2. Auflage 2013
288 S., Paperpack mit Abbildungen
ISBN 978-3-86731-091-8
€ 16,99 (D), CHF 25,90

Hinweis: Wir verlosen in unserer Rubrik „Schloss-Perlen“ in  unserem Monatsrätsel Februar 2018  10 Exemplare des Buches, die der Verlag freundlicherweise zur Verfügung gestellt hat.

Selbsthinterfragung führt zum Frieden

Selbsthinterfragung führt zum Frieden

Friedenskolumne mit Helene Walterskirchen
Selbsthinterfragung führt zum Frieden

Wenn uns ein lieber Mensch verlässt, der uns ewige Treue geschworen hat, oder wenn uns jemand, der uns anfangs freundlich begegnet ist, plötzlich beschimpft, so kann uns das sehr treffen. Wir können dann tief verletzt sein; wir können auch empört oder sogar wütend sein. Wir sehen den anderen als Verursacher und Schuldigen und uns selbst als Unschuldslamm, dem Unrecht geschehen ist und der/die nicht versteht, warum sich der andere so böse und gemein verhält.

In diesem Fall sollten wir mit einer gänzlich anderen Sichtweise an den Sachverhalt herangehen. Ich nenne sie „Selbsthinterfragung“. Wer diese Methodik beherrscht und diese Sichtweise in sich verankert hat, wird alles, was ihm/ihr in seinem/ihrem Leben widerfährt, aus diesem Blickwinkel betrachten. Es tritt dadurch kein Unfrieden auf, sondern nur Frieden. Und selbst, wenn einmal eine Nuance Unfrieden aufblitzt, so wird sie durch diese Methodik ganz schnell wieder in Frieden gebracht.

Wie gelangt man nun zu dieser Einstellung bzw. Methodik?

Sie setzt folgendes voraus: Man geht in jedem Fall davon aus, dass das, was einem widerfährt, einen höheren bzw. tieferen Sinn hat. Nichts kommt per Zufall ins Leben. Nichts will uns Schaden zufügen. Nichts will uns Böses. Hinter allem steckt vielmehr eine übergeordnete Weisheit, die genau das Ereignis, das in diesem Moment passiert, zu einem geführt hat, weil sie damit etwas beabsichtigt. Es kann sein, dass wir in unserem Leben eine Kurskorrektur brauchen, um uns selbst oder etwas zu verändern. Es kann sein, dass uns etwas vor Augen geführt werden oder bewusst gemacht werden soll.

Dass wir genau das erleben, was wir jetzt erleben oder was uns widerfährt, gibt eindeutig Hinweis darauf, dass es nur mit uns zu tun hat, vielleicht noch mit unserem Kontrahenten, aber primär einmal mit uns selbst. Denn, wenn es nicht mit uns zu tun hätte, dann wäre es uns nicht widerfahren oder würde uns auch gar nicht im Inneren treffen. In dem Moment, wo wir verletzt, betrübt oder ärgerlich sind, hat die Sache eindeutig mit uns zu tun und muss auch von uns selbst bearbeitet und geklärt werden.

Wir tun deshalb gut daran, alle verletzenden oder entrüsteten Gefühle auf die Seite zu schieben und uns daran zu machen, uns selbst zu hinterfragen, was uns diese Sache sagen oder bewusst machen möchte. Wo stimmt eventuell etwas nicht im eigenen Leben, in den eigenen Ansichten oder Gefühlen? Wo ist man womöglich auf einem falschen Weg? Wo braucht es Veränderung, um zu noch mehr Frieden, Liebe und Egofreiheit zu kommen? Es lohnt sich in diesem Moment, den anderen als Sparring-Partner zu betrachten, der einem nichts Böses, sondern nur helfen möchte oder vielleicht sogar muss, weil er im übergeordneten Sinne die Rolle als Sparring-Partner übernommen hat.

Man wird immer Gründe finden, die die Ursache des Missgeschicks oder des Unglücks sind. Gründe, die nur mit einem selbst zu tun haben. Oft erkennt man daraus den falschen Kurs, auf dem man sich seit einiger Zeit befindet. Oder die Verblendung, in der man verhaftet ist, und aus der es endlich Zeit wird aufzuwachen. Oder man erkennt an sich ungute Eigenschaften, die es nun endlich an der Zeit ist, loszulassen, da man sonst auf seinem Weg der Selbstveredelung nicht vorankommen würde.

Quintessenz: Man ist immer selbst die Ursache von dem, was einem geschieht. Nicht die anderen sind die Ursache. Allenfalls sind sich zwei Betroffene gemeinsame Sparring-Partner und dürfen dem jeweils anderen Spiegel und Lehrer sein.

Eine solche Sichtweise und Methodik mag für manche Menschen, die es gewohnt sind, sich selbst als Unschuldslämmer und die anderen als die Bösen zu sehen, ungewohnt und nicht ganz leicht sein. Oft ahnt man ja auch nicht, dass die Beziehung mit einem Menschen, dem wir uns in Sympathie oder Liebe öffnen, eine schicksalhafte sein wird – eine, in der es schon vorgesehen ist, dass man irgendwann füreinander Sparring-Partner sein wird. Der Schmerz oder die Wut, in die wir dann fallen, wirft die grundsätzliche Frage auf, ob wir nicht ungesunde oder egoistische Beziehungssichten und –Verhaltensweisen haben, die es im weiteren Verlauf unseres Lebens und der Lebensschule, durch die wir gehen, zu ändern gilt.

So gesehen, gibt es nichts Schlechtes oder Böses, was uns widerfährt, sondern ist genaugenommen alles ein Geschenk einer höheren Führung, die uns mit unseren Schattenseiten konfrontiert, um uns die Chance zu geben, dass wir sie erlösen und uns davon befreien. Wir dürfen nur eines: uns dem ganzen Prozess vertrauensvoll hingeben, so schmerzlich er im ersten Augenblick auch sein mag. Wir dürfen darauf vertrauen, dass alles zu unserem Besten geschieht. Wir brauchen also nichts und niemandem Böse sein, sondern sollten eher dankbar sein. Indem wir in den Frieden kommen, können wir den Schmerz oder Ärger loslassen und auf unserem Entwicklungsweg weitergehen – wieder ein Stück transformiert, geläutert, veredelt und freier. Wir dürfen gewiss sein: das war nicht die letzte Lernlektion für uns, die nächste steht schon für uns bereit. Solange wir leben, entwickeln wir uns, d.h. wir wickeln uns aus den Bandagen des Egoismus, des Unfriedens, der Nichtliebe und unserer dunklen Seiten aus. Dabei helfen uns andere Menschen und die Dinge, die sich in unserem Leben ereignen und uns tief treffen. Denn bekanntlich lernt der Mensch aus dem, was ihm weh tut, am besten.


 

Gummizoo macht Kinder froh  krank und dick dann sowieso von Hans-Ulrich Grimm

Gummizoo macht Kinder froh krank und dick dann sowieso von Hans-Ulrich Grimm

Buch-Rezension von Alexandra Walterskirchen:

„Gummizoo macht Kinder froh – krank und dick dann sowieso“
von Hans-Ulrich Grimm

 


Das neueste Buch von Hans-Ulrich Grimm „Gummizoo macht Kinder froh“ schlägt Alarm: Um die Gesundheit unserer Kinder ist es alles andere als gut bestellt! Manche Experten befürchten sogar, dass die Generation der heutigen Kinder schon vor ihren Eltern sterben und die Lebenserwartung weltweit zurückgehen wird. Die Ursache liegt eindeutig in der ungesunden, künstlichen, aromatisierten und totgekochten Industrie-Nahrung, mit denen die Babys und Kinder heutzutage großgezogen werden. Diese führt bei manchen Kinder sogar zu Krankheiten wie Osteoporose, die man sonst nur von alten Menschen kennt, aber auch zu Diabetes, Fettleibigkeit, Krebs, Herzschäden, Fettleber oder Allergien und anderen Unverträglichkeiten.

Das Buch von Hans-Ulrich Grimm liest sich wie eine Mischung aus Horror-, Abenteuer-Roman und Satire. Wenn es nicht so tragisch wäre, was die aktuelle Situation der verschachtelten Nahrungsmittelindustrie-Giganten und Lobbyisten sowie die Blauäuigkeit der Konsumenten betrifft, wären die Fakten fast zum Lachen. Dass es jedoch so schlimm um die Ernährung unserer Kinder bestellt ist, werden sich manche Leser nicht gedacht haben. In diesem Buch werden sie jedenfalls sie mit der Realität konfrontiert, die darin besteht, dass die meisten Kinder-Lebensmittel aus dem Supermarkt alles andere als kindgerecht sind, und unsere Kinder krank und süchtig machen.

Am Ende des Buches betont Hans-Ulrich Grimm deshalb, wie wichtig es ist, unsere Kinder zurück zu einer gesunden Ernährung zu führen, frei von Geschmacksbetrügern, Fast Food, und toten Lebensmitteln ohne Vitamine und Nährstoffe. Erst dann können die naturgegebenen Ernährungs-Programme im Körper der Kinder korrekt funktionieren und sie können wieder frei entscheiden, was ihr Organismus zum Essen braucht, um gesund zu sein. Das Vertrauen auf den eigenen Ernährungs-Instinkt ist hier besonders wichtig, denn dieser liegt immer richtig, wenn er nicht von der Lebensmittelindustrie betrogen und verfälscht wird.

Der Autor plädiert für eine neue Esskultur, das Kochen mit natürlichen Produkten wie Gemüse, Obst, Getreide – am besten bio oder frisch vom Wochenmarkt – und dem anschließend gemeinsamen Essen in familiärer Atmosphäre am Esstisch. Denn das ist wahre Nahrung, die nicht nur den Körper, sondern auch die Seele sättigt.

Das Buch können Sie hier bei Osiander versandkostenfrei bestellen.

Droemer Knaur
erschienen 1.9.2017
368 S.
ISBN: 978-3-426-27642-6
€ 18,00

Schloss-Entrée beleuchtet von Domus-Lampen

Schloss-Entrée beleuchtet von Domus-Lampen

Produktempfehlung von Alexandra Walterskirchen:
Schloss-Entrée beleuchtet von Domus-Lampen

 

Ein historisches Schloss-Entrée wie unsere Eingangshalle in Schloss Rudolfshausen braucht eine entsprechende Beleuchtung: hochwertig, hell und doch nicht grell oder gar aufdringlich, eher dezent, stilmäßig neutral, gediegen und weich.

Als wir vor sieben Jahren in das historische Gebäude nahe Landsberg am Lech gezogen sind, haben wir uns nach längerer Suche für Lampen der Firma Domus entschieden. Für unsere Eingangshalle wählten wir zwei Stella-Deckenleuchten, die uns mit ihrem natürlichen, ökologischen und doch exklusiven und individuellen Design gefielen. Daneben haben wir uns in anderen Räumen, primär Privaträumen, für weitere Domus-Lampen entschieden, u.a. die eine Bolino Stehleuchte sowie die Deco und Plan B-Wandleuchten.

Die Domus-Lampen passen für ein zeitgemäßes, privilegiertes Wohnen in einem Schloss mit überwiegend großen und hohen Räumen sowie vielen natürlichen Baumaterialien, die einst in 16. Jahrhundert verwendet wurden.

Die Philosophie von Domus hat uns überzeugt, denn die 1966 gegründete Firma fertigt ihre Design-Lampen von Hand in ihrer Manufaktur in Deutschland an und verzichtet auf giftige Materialien und Lacke. Es werden nachwachsende natürliche Rohstoffe wie Holz verwendet, wo immer es möglich ist. Dadurch sind die Domus-Lampen zwar teurer als normale Lampen, die industriell angefertigt werden, aber sie halten dafür auch ein Leben lang.

Zu den Domus-Lampen bekommt man rasch einen persönlichen Bezug, sei es wegen ihres warmen Lichts, das zusammen mit dem Holz ein Gefühl von Wärme in den Räumen vermittelt, oder wegen der aufwendigen Handanfertigung durch ein deutsches Unternehmen. Das gibt dem Benutzer das Gefühl, eine besonders hochwertige Leuchte zu verwenden, die sich von anderen anonymen Leuchten unterscheidet, da sie nicht nur einfach eine Lampe ist, sondern Innenarchitektur-Kunst und Licht in einem.

Und was ebenfalls erfreulich ist: Die Domus-Lampen sind reparierbar bzw. ihre Fassung austauschbar, wenn mal etwas nicht mehr funktioniert oder man von älteren Energiesparlampen-Fassungen auf LED-Lampenfassungen umsteigen möchte, wie es bei uns kürzlich der Fall war. Die Firma Domus steht ihren Kunden mit Rat und Tat zur Seite.

 

DOMUS – Licht zum Wohnen GmbH
Unter der Bleiche 36
31848 Bad Münder
Deutschland
Tel +49 (0) 5042 933 293
Fax +49 (0) 5042 933 277
www.domus-licht.de
mail@domus-licht.de

 

 

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

 

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Helene Walterskirchen steht gerne für Vorträge und Lesungen zu den Sachthemen aus ihren Büchern zur Verfügung. Stellen Sie bitte Ihre Anfrage hier.