Apfel-Datschi

von Helene Walterskirchen:

vegan, fettarm, glutenfrei, whole food

Apfel-Datschi – als süße Nachspeise oder Gebäck zum Tee/Kaffee

 

Ehe ich Ihnen mein Rezept für den „Apfel-Datschi“ verraten werde, möchte ich Sie kurz in meine Ernährungs-Philosophie einführen. Ich bin seit fast 20 Jahren überzeugte Vegetarierin, d.h. ich esse weder Fleisch noch Wurst noch Fisch. Deshalb kommt bei meiner Küche auch kein Fleisch-, Wurst- oder Fischgericht vor. Kuhmilch und Kuhmilchprodukte kommen in meiner Küche ebenfalls nicht vor, da ich diese seit meiner Kindheit nicht vertrage (hierbei hilft auch der Zusatz „laktosefrei“ bei diesen Produkten nicht) und sie auch nicht gesund sind. Seit ca. neun Jahren pendle ich zwischen veganer Kochkost und Rohkost hin und her. In diesem Frühjahr habe ich aus gesundheitlichen Gründen einige Male Knochenbrühe, in die ich ein oder zwei rohe Eier geschlagen habe, gegessen, weil mir das ein Ayurveda-Arzt empfohlen hat. Das hat mir, so mein Eindruck, in den ersten Tagen gut getan, jedoch spürte ich nach ca. 10 Tagen einen Ekel und habe die „Kur“ eingestellt. Ich wurde auch mit meiner vegan-rohköstlichen Ernährung wieder ganz gesund.

Dies ist meine ganz persönliche Ernährungs-Philosophie, die mir gut tut und die auch den Menschen in meinem Umfeld, die mit mir das essen, was ich zubereite und koche, gut tut. Ob es Ihnen, liebe Leser, gut tut, und vor allen Dingen, ob es Ihnen auch schmeckt, müssen Sie selbst entscheiden. Mit meiner Ernährung bin ich rank und schlank, habe ich reichlich Energie, fühle ich mich jung (obwohl ich 65+ bin), gesund und vital. Das ist für mich der Sinn der Ernährung, denn Ernährung soll nicht nur Lustmittel sein, sondern auch, und vor allen Dingen, Gesundheitsmittel. So lege ich großen Wert auf frische, biologische, hochwertige und möglichst unverarbeitete Lebensmittel. Fast Food, Junk Food oder billiges Kantinenessen sind in meinen Augen keine Ernährung, sondern absolut gesundheitsschädigend.

Meine Rezept-Empfehlungen sind eine Fortsetzung meines Buches „Meine Paradies-Ernährung“, das ich im Jahre 2012 geschrieben und im Eigenverlag Adma-Publications publiziert habe.

 

 

 

Zutaten für den Hefeteig:

1 Frisch-Hefe
250 g Reismehl (+ extra Mehl für den Knetvorgang und zum Bedecken des Hefeteigerls)
1 Prise Salz
1 gehäufter Teelöffel Zucker
½ kleine Tasse lauwarmes Wasser
1 Teelöffel Öl (z.B. Olivenöl)

Zubereitung:

Nehmen Sie eine kleinere Schüssel und geben Sie von den 250 g Mehl ca. 100 g hinein. Machen Sie in die Mitte eine Grube.

Nehmen Sie nun ein Haferl und bröckeln Sie die Frischhefe in die Tasse, geben Sie Salz und Zucker mit dazu und gießen Sie mit dem lauwarmen Wasser auf. Rühren Sie sodann alles kräftig durch bis sich die Hefe komplett aufgelöst hat. Geben Sie nun das Hefeteigerl in die Mehlgrube, streuen Sie etwas Mehl darüber (wie Puderzucker), decken Sie das Ganze mit einem Tuch ab und stellen Sie es warm (z.B. auf die Zentralheizung oder in den Backofen bei 50 Grad Celsius). Schauen Sie nach einer halben Stunde nach, ob das Hefeteigerl aufgegangen ist (es sollte ca. doppelt so groß sein wie vorher, was ein Zeichen ist, dass der Hefeteig nun weiter verarbeitet werden kann. Ist das Hefeteigerl noch nicht aufgegangen, bildet jedoch kleine Blasen, sollten Sie ihm noch etwas Zeit geben und – wenn das dann nichts nützt – müssen Sie den Hefeansatz noch einmal neu machen. Trockenhefe kann manchmal problematisch sein, bei Frischhefe funktioniert der Hefeteigerlansatz meistens gut, wenn die Hefe nicht zu alt ist).

Ist das Hefeteigerl gut aufgegangen, schütten Sie den Rest des Mehls auf ein Holzbrett und geben Sie das Hefeteigerl sowie das Öl und gegebenenfalls etwas lauwarmes Wasser dazu. Mengen Sie nun alles gut mit den Händen durch und kneten Sie dabei kräftig. Achten Sie dabei darauf, dass immer Mehl beim Verarbeiten auf dem Holzbrett ist, damit der Teig nicht festklebt. Der Hefeteig muss solange geknetet werden bis er weich und geschmeidig ist. Wenn das der Fall ist, können Sie den Hefeteig auf das Backblech (am besten auf ein Backpapier) auslegen und mit der Teigrolle ausrollen, ca. ½ cm dick. Achten Sie darauf, dass der Teig gleichmäßig dick ist. Das Ausrollen geht am besten, wenn Sie über den Teig ein wenig Mehl streuen, sonst klebt der Teig an der Teigrolle fest. Während Sie nun den Belag herrichten, kann der Hefeteig aufgehen, d.h. er wird ca. doppelt so hoch wie vorher. Das Aufgehen ist ein Zeichen, dass der Hefeteig gelungen ist.

 

Zutaten für den Belag:

Ca. 5-6 große bis mittelgroße Bio-Boskoopäpfel
1 kleine Schale Bio-Rosinen
1 Zitrone oder Limone (mit unbehandelter Schale, da diese verarbeitet wird)
2 Esslöffel Flohsamenschalen
Etwas kaltes Wasser
Ca. 2 Esslöffel Zimt
1 kleine Schale Zucker

Zubereitung:

Geben Sie die getrockneten Rosinen in eine kleine Schüssel und übergießen Sie sie mit warmem Wasser, damit sie quellen können und weich werden.

Schälen Sie nun 3 der Äpfel mit einem speziellen Apfelschäl-Messer, entfernen Sie das Kerngehäuse, schneiden Sie die Äpfel in Stücke und geben Sie diese in ein Hochleistungs-Mixgerät. Fügen Sie die Hälfte des Zimts und etwas Zucker sowie ein wenig Wasser hinzu. Nehmen Sie nun eine Handreibe und reiben Sie die Zitronenschale damit ab, so dass Sie Brösel bekommen, die sie ebenfalls in das Mixgerät geben. Nun alles kräftig durchmixen. Sodann die Apfelmischung in eine Schale geben, die Flohsamenschalen als Bindungsmittel hinzugeben und gut durchmischen. Innerhalb ca. 10 Minuten müsste die Masse nun geliert sein. Wenn nicht, dann noch einen Esslöffel Flohsamenschalen hinzugeben. Danach wird die Masse in jedem Fall geliert sein. Geben Sie nun die Apfelmasse auf den Hefeteig und verteilen Sie sie.

Schälen Sie anschließend den Rest der Äpfel, entfernen Sie das Kerngehäuse und schneiden Sie die Äpfel in längliche Stücke.

Schütten Sie nun das Wasser von den Rosinen ab, am besten mit einem Sieb und geben Sie die Rosinen auf die Apfelmasse. Lassen Sie einige übrig, die Sie dann am Ende auf den Apfel-Datschi geben.

Belegen Sie sodann den Apfel-Datschi mit den Apfelscheiben.

 

Geben Sie am Ende noch einige Rosinen auf die Äpfel. Nun den Rest des Zimtes mit dem Zucker vermischen und auf den Apfel-Datschi bzw. die Apfelscheiben streuen. Danach kann der Apfel-Datschi in den vorgeheizten Backofen geschoben werden und für ca. 30 bis 40 Minuten bei ca. 180 Grad Celsius backen. Je nach Backofen gibt es auch fertige Programme, z.B. für Apfel-Tarte, die man einstellen kann. Wichtig ist, dass der Backofen ca. 10 bis 15 Minuten vorgeheizt wird, ehe der Apfel-Datschi hineingeschoben wird.

Nach dem Backen den Apfel-Datschi in Stücke schneiden und – z.B. mit einer leckeren Vanillesauce aus Zedernusskernen – servieren.

Dieses Rezept können Sie auch für Zwetschgen (Pflaumen) verwenden, dann wird es ein Zwetschen-Datschi, der gerade im Spätsommer/Herbst, wenn die Zwetschgen-Saison ist, besonders beliebt ist.

 

Ich wünsche Ihnen einen guten Appetit!

 

Die Äpfel, die ich bei diesem Rezept verwendet habe und die ich auch für weitere Rezepte verwende, stammen vom Biolandhof

 

Alois und Gerlinde Hofer

Blonhofener Str. 19 1
D-87662 Kaltental

Telefon: 08345 / 509
Fax: 08345 / 1793
E-Mail: info@hofer-manufaktur.de

Bei Hofer’s gibt es auch leckeren, in eigener Mosterei gewonnenen Apfelsaft von hauseigenen Äpfeln, der in 10 l Vakuum-Vorratspackung auf dem Wochenmarkt in Landsberg am Lech (Mittwochs und Samstags) verkauft wird (siehe nachfolgendes Foto)

 

 

Diese Produktempfehlung basiert auf unseren eigenen Erfahrungen, die wir mit dem Produkt gemacht haben. Wir übernehmen keine Garantie und Haftung, wenn Sie das Produkt aufgrund unserer Empfehlung verwenden, jedoch nicht dieselben positiven Erfahrungen machen wie wir. Die Nutzung des Produktes aufgrund unserer Empfehlung geschieht auf Ihr eigenes Risiko und Ihre eigene Gefahr.

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