Die groteske Phantasie von einer geschlechtsneutralen Gesellschaft

 

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von Helene Walterskirchen:

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Helene Walterskirchen

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In der Weltenbühne der Zukunftsphantasten des „Eine-Welt-Staates“, wie ihn sich die elitären „Weltenschmiede“ vorstellen, soll alles darauf ausgerichtet sein, dass die Elemente, die Menschen voneinander unterscheiden, entfernt werden. Dies bedeutet konkret für die Gesellschaft der Zukunft: sie muss kulturlos sein, nationalitätenlos, geschlechterlos, familienlos, besitzlos, jeder hat dieselben Einkünfte, jeder dieselbe Schulbildung, jeder dieselbe Meinung, keiner hat mehr oder etwas anderes als der andere. Jede Form von Individualität in Sachen Geschmack, Interessen, Bedürfnisse, Entwickeln von Begabungen, Talenten, Stärken usw. soll verschwinden und einer Einheitsgesellschaft Platz machen. Keiner hat mehr, ist mehr und besitzt mehr als der andere. In einer solchen Gesellschaft wird es, so bilden es sich die „Weltenschmiede“ ein, keinen Neid mehr geben, keine Habgier mehr geben, keine Eifersucht, keinen Streit, keinen Krieg usw. und alle und alles wird in ewigen Frieden miteinander leben.

Bezogen auf die vorherrschende Familien-, Frauen- und Männer-, Mütter- und Väter-Kultur, sind nicht nur in den USA, sondern auch bei uns bereits umwälzende Veränderungen im Gang oder sogar schon per Gesetz verabschiedet wie wir z.B. aus dem vorangegangenen Artikel der Epoch Times vom 27.1.2021 mit dem Titel „Das Ziel der Transgender-Ideologie ist die Zerschlagung der Familie“ ersehen können.

So dürfen wir Frauen beispielsweise ab jetzt nicht mehr den alleinigen Anspruch erheben, uns „Frauen“ zu nennen, weil ja auch einem homosexueller Mann, der sich als Frau fühlt und vielleicht sogar eine Geschlechtsumwandlung durchlaufen hat, das Recht zusteht, sich „Frau“ nennen zu dürfen. Und damit die Sache auch gleich von Anfang an mit der Geburt eines neuen menschlichen Wesens richtig geregelt wird, wird es nicht mehr Mädchen oder Junge genannt, sondern einfach Kind oder Mensch. Damit will man eine entsprechende weibliche oder männliche Prägung bzw. Erziehung vermeiden: das Kind soll selbst bestimmen, ob es Mädchen oder Junge sein möchte. Es soll die Wahl haben, temporär oder gänzlich das Geschlecht zu wählen, das seinem Wesen am meisten entspricht.

Gleiches gilt übrigens auch für Männer. Auch ein Mann darf nicht mehr für sich den alleinigen Anspruch erheben, ein Mann zu sein. Denn es gibt ja auch Frauen, die sich als Mann fühlen oder zum Mann haben umwandeln lassen. Sie sollen ebenso das Recht haben, sich Mann nennen zu dürfen.

Spätestens ab der jetzigen Zeit muss man also zwischen wahren, echten Frauen und falschen oder unechten Frauen unterscheiden. Und ebenso zwischen echten Männern und falschen oder unechten Männern. Aber das wäre wahrscheinlich schon wieder diskriminierend in den Augen der Gender-Schmiede-Ideologen. Weswegen man nicht von „echten“ Frauen sprechend darf, sondern vielleicht eher von „gebürtigen“ Frauen, also solchen, die von Geburt an ihr Frausein angenommen haben, es gerne sind, vielleicht sogar stolz darauf sind und es für ihr Leben lang bleiben wollen.

Die Chef-Ideologen in den Gender-Schmieden wollen keinesfalls eine Spaltung der Frauen in „echte“ oder „unechte“. Sie wollen nur einen Typus, nämlich eine Einheitsfrau – so wie sie eine Einheitsreligion wollen, einen Einheitsmenschen, ein Einheitseinkommen, eine Einheits-Schulbildung usw. Alle Menschen sollen gleich sein, keiner soll etwas Besseres sein, keiner etwas Schlechteres oder Minderes. Deshalb werden die unechten oder falschen Frauen in den Status der echten Frau gehoben, damit sie die Frauenkultur der Zukunft entsprechend verändern und deren Vorherrschaft brechen.

Wenn wir uns den Sachverhalt einmal im Sinne der Natur betrachten, hat diese zwei Geschlechter hervorgebracht: das Weibliche, die Frau, und das Männliche, den Mann. Dies ist eine biologische Tatsache. Dazwischen gab es schon immer und gibt es auch heute noch Frauen, die sich als Mann fühlen und Männer, die sich als Frauen fühlen, homosexuell und lesbisch genannt. Sie leben meistens aufgrund ihrer besonderen Verhaltensweisen in ihrer ganz eigenen Subkultur – seit Jahrzehnten meistens friedlich mit sog. „normalen“ Menschen zusammen.

Schieben wir einmal all das beiseite und betrachten wir uns den Sachverhalt von Seiten der Natur. Eine wahre, echte Frau erhält mit ihrer Geburt eine weibliche Natur: das sind nicht nur die weiblichen Körpermerkmale, sondern auch ein ganzes Paket an weiblichen Programmierungen, die ihr Gehen beeinflussen, ihre Handbewegungen, ihre Mimik, ihr Denken, ihr Fühlen, ihre Kreativität, wie sie einen Tisch deckt, wie sie sich anzieht, wie sie sich dreht, wie sie lacht, wie sie kommuniziert usw. All das macht sie als individuelle Frau aus. In ihrem täglichen Leben muss sie niemals überlegen, wie sie z.B. eine Jacke anzieht, wie sie diese zuknöpft, wie sie ihre Tasche öffnet, wie sie den Kopf hält, wie sie ja oder nein sagt usw. Sie hat ein absolut natürliches Verhalten – das ihr in der Natur bzw. im Blut liegt.

Betrachten wir uns dagegen einen homosexuellen Mann, der sich als Frau fühlt und sich als Mann verhält. Dazu können wir uns verschiedene Filme anschauen, z.B. den Klassiker „Charley’s Tante“ mit Peter Alexander. Man kann aber auch in entsprechende Lokale gehen und dort Studien betreiben und man wird feststellen: Ein gebürtiger Mann verhält sich als Frau anders. Er hat kein natürlich-weibliches Verhalten, sondern ein gekünstelt-weibliches Verhalten, eine Prise zu laut, zu schrill, zu feminin – zusammengefasst kann man sagen: er trifft einfach nicht den Ton, wie eine natürliche Frau ihn anschlagen würde. Das hat nichts mit seinem Wesen zu tun: er kann gutmütig sein, gut erzogen sein, gebildet sein, freundlich sein. Ihm fehlt das Flair einer richtigen, natürlichen Frau, das weibliche Fluid, das aus ihm fließt und beim Gegenüber seine natürlich männliche oder mütterliche Note anspricht. Er wird primär die Wesen seiner Art ansprechen, also andere „unechte“ Frauen bzw. gebürtige Männer.

Wir haben es bei genauer Betrachtung mit einer anderen Spezies zu tun. Und das spüren auch die Frauen selbst, die mit diesen „männlichen Frauen“ zu tun haben. Ein sogenannter „Frauenkreis“, also eine Gruppe von echten, natürlichen Frauen, kann diese Wesen zwar akzeptieren, aber es kommt nicht zu einem fraulichen Austausch, zu einem Fluss weiblicher, fraulicher Energie zwischen den Frauen, zu einem Gefühl „sie ist eine von uns“. Wahre, echte Frauen spüren, dass sie es mit keiner echten Frau zu tun haben. Und der „männliche Mann“ spürt es auch, was bei allen zu einer Blockade des Energie- und Kommunikationsflusses führt.

Man kann also die heutige Gender-Ideologie nur als eine groteske Phantasie von ideologischen Zukunfts-Schmieden sehen, die glauben, sie könnten das wahre Frausein abschaffen und einen Typus einer Einheitsfrau für die Zukunft schaffen. Gleiches gilt natürlich auch für das Mannsein und die Schaffung eines Einheitsmannes.

Es kann nicht funktionieren, aus einer Mann-Frau-Gesellschaft eine Einheitsgesellschaft zu schmieden, in der es nur noch „es“ gibt und jeder sein kann, was er möchte: heute Frau, nächstes Jahr Mann, und für die Zukunft vielleicht gar nichts, weil man so verwirrt ist durch ein fehlendes geschlechtermäßiges Konzept, das der wahren Natur entspricht und nicht dem Wahnsinn irgendwelcher Phantasten, die glauben das Recht zu haben, die Gesellschaft so zu schmieden, wie sie es wollen und für richtig halten.

Fassen wir es kurz zusammen:

Mit der Geburt eines Mädchens wird ein Schalter angeknipst, der „Weiblichkeitsschalter“, der dem Mädchen all das für ihr Leben geben wird, was sie als Mädchen und spätere Frau braucht.

Gleiches gilt für einen Jungen. Bei ihm wird der „Männlichkeitsschalter“ angeknipst.

Kein Mensch hat Zugriff auf diesen „Weiblichkeits- bzw. Männlichkeitsschalter“ und kann diesen umschalten oder ausschalten. Dieser Schalter ist ein Geheimnis der Natur; er liegt außerhalb der Reichweite des Menschen.

Wer glaubt, er könne den Schalter mittels Geschlechtsumwandlung oder dem Antrainieren von weiblichen/männlichen Verhaltensweisen anschalten oder umschalten, der ist ein Narr! Ein Narr, über den man lachen wird.

Wir müssen das sein, zu was uns die Natur mit unserer Geburt gemacht hat. Dann gelangen wir zu einem natürlichen Verhalten, das unserem wahren Wesen entspricht. Dann sind wir keine künstlichen Wesen, sondern natürliche Wesen. Und wer sich gemäß seiner Natur verhält, der wird stets von den anderen akzeptiert. Nicht nur, dass sich das Wesen aufgrund seiner Glaubwürdigkeit selbst respektiert, es wird auch von seinen Mitmenschen respektiert und das ist es, was jedes Wesen braucht. „Ich bin so richtig, wie Gott mich geschaffen hat und ich nehme mich selbst an und schätze mich wert.“ Wer mit einer solchen Ausstrahlung durchs Leben geht, braucht keine Gender-Ideologie, die nichts als Ausdruck sich minderwertig fühlender Menschen ist.

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