Ein neues Heidelbeerbeet, Ernte und Lagerung

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Das gemeinnützige Gartenkultur-Zentrum Schloss Rudolfshausen ist eine Sektion des gemeinnützigen Kultur- und Bildungsvereins Admacum e.V.

 

von Alexandra und Helene Walterskirchen:

 

  1. Anlegung eines neuen Heidelbeerbeetes

 

Das neue Heidelbeerbeet

 

Im November ist der ideale Zeitpunkt im Garten, um neue Bäume und Gehölze zu pflanzen oder neue Beete anzulegen. Dieses Jahr haben wir uns für die Anlegung eines neuen Heidelbeerbeetes auf unserer Schloss-Wiese entschieden, da wir Heidelbeeren gerne essen, aber noch zu wenige Pflanzen im Garten haben, um höhere Erträge zu bekommen . Nach mehreren Fehlversuchen der letzten Jahre, haben wir gelernt, dass Heidelbeeren unbedingt einen sauren Erdboden brauchen und in unserer Region in einem künstlichen Beet bzw. Hochbeet wachsen müssen, denn ansonsten wäscht der Regen die saure Erde wieder „aus“ und der Boden ist nicht mehr für Heidelbeeren geeignet, so dass sie eingehen.

Wir haben zuerst den Boden ca. 30 cm tief ausbaggern lassen und dann darin ein ca. 50 cm hohes Hochbeet bzw. Holzgestell aus Holz errichtet (Boden offen), das mit einer Teichfolie ausgekleidet wurde, in welche Löcher gestochen wurden, damit das Wasser abfließen kann. Das Fichtenholz wurde uns freundlicherweise von der Firma Ilim Timber aus Landsberg zur Verfügung gestellt. Unser Schreiner baute es zu einem einfachen Holzgestell zusammen, das in zwei separate Bereiche (Doppel-Beet) aufgeteilt wurde. Beide wurden mit „Rhodohum-Erde“ von Floragard aus Oldenburg, die unser Gardening-Projekt unterstützen, aufgefüllt. Diese spezielle Erde ist notwendig, damit die Heidelbeeren gut wachsen und die notwendigen „sauren“ Lebensbedingungen erhalten können, um Früchte zu produzieren.

 

Unser Hausmeister Günther Schöppner füllt das Hochbeet mit Heidelbeer-Erde „Rhodohum“ von Floragard

 

Wir haben das Hochbeet bewusst ca. 20cm über den Erdboden stehen lassen, damit keine umliegende Erde in das Beet kommt oder ein Regenguss die saure Moorbeeterde wegschwemmen würde. Danach haben wir dort verschiedene Heidelbeerpflanzen eingepflanzt, darunter die Sorten Reka, Goldtraube, Hortblue Petite und Hortblue Poppins sowie verschiedene kultivierte und wilde Preiselbeeren als Unterpflanzung. Ein umfangreiches Sortiment von Heidelbeeren und Preiselbeeren in verschiedenen Größen bietet das Unternehmen Pflanzmich aus Hamburg, die unser Projekt unterstützen. Wichtig war uns, dass die Heidelbeeren spättragend sind und teilweise auch zweimal Früchte produzieren, so dass wir bei idealen Bedingungen bis in den Spätherbst mit Heidelbeeren versorgt sind. Im hinteren Bereich haben wir höhere Heidelbeeren gepflanzt, im vorderen kleinere. Einen Teil des vorderen Heidelbeerbeetes haben wir noch freigelassen, da wir dort im Frühjahr planen Heidelbeerjungpflanzen großzuziehen.

 

Alexandra Walterskirchen pflanzt die kräftigen Heidelbeerpflanzen in das vordere Hochbeet

 

Wir sind gespannt, wie sich die Heidelbeeren entwickeln werden und freuen uns schon jetzt auf die leckeren, gesunden Vitamin-und Antioxidantien-Früchte!

 

  1. Ernte von Asia-Salat, Spinat und Feldsalat

 

Asia-Salate, Winterpostelein, Spinat und Feldsalat von Kiepenkerl wachsen kräftig und gesund, rechts schauen schon die Spitzen der Steckzwiebeln aus der Erde

 

Im September haben wir in unserem Garten Wintergemüse gesät – darunter Asia-Salate, Spinat, Feldsalat, Winterpostelein – und rote und gelbe Winterzwiebeln gesteckt. Diese haben wir freundlicherweise von der Saatgutfirma Kiepenkerl aus Everswinkel erhalten, von der wir auch anderes Saatgut verwenden.  Ende November sind die Pflanzen schon richtig groß geworden und wir können jeden Tag Asia-Salate, Spinat und Feldsalat ernten. Auch die Spitzen der Steckzwiebeln schauen schon aus der Erde.

Bei Asia-Salaten verwenden wir besonders gerne die Saatbänder von Kiepenkerl, die aus Samen von Mizuna, Red Giabt und Kamatsuna Green Boy bestehen. Damit klappt der Pflanzabstand ideal und die Pflanzen stehen weder zu weit noch zu eng auseinander. Asia-Salate sind unser Tipp für den Winter, denn mit ihrem scharfen, aromatischen Geschmack bringen sie Abwechslung in die winterliche Küche und sind zudem sehr frosttolerant, so dass sie keine Schutzabdeckung b rauchen, und selbst bei kalten Temperaturen noch wachsen.

 

  1. Lagerkisten für Obst und Gemüse

Wer eigenes Obst und Gemüse anbaut, braucht neben einem Lagerkeller auch Lagerkisten. Jahrelang haben wir versucht unsere Ernte ausschließlich in Holzkisten zu lagern – aus ökologischen Gründen – , doch Holzkisten haben auch Nachteile: Sie sind unhandlich, schwer, schlecht zu reinigen, nicht gut stapelbar und verschimmeln mit der Zeit in unserem feuchten Gewölbekeller, was dem Obst und Gemüse nicht gut tut.

 

Mandarinen, Kiwis und Kakis in den Lagerkisten von HaGa in unserem Gewölbekeller

 

Deshalb verwenden wir seit einiger Zeit bevorzugt Lagerkisten aus Kunststoff. Besonders praktisch finden wir die Lagerkisten der Firma HaGa-Welt aus Nordstemmen, die unser Projekt unterstützen. Die Kisten aus Polypropylen sind nicht nur leicht zu transportieren – selbst für Frauen -, sondern ebenso unkompliziert zu reinigen und platzsparend zu stapeln. Mit ihren Maßen von 600 mm x 400 mm und der Höhe von 90 mm sind sie ideal zum Lagern von Kakis, Kiwis, Melonen, Zitrusfrüchten, Gurken, Zucchini, usw. Durch die durchbrochene Boden- und Seitenstruktur bekommen die Früchte eine gute Luftzirkulation, was für eine lange Lagerung wichtig ist. Auch zum Transport der Ernte in Haus und Garten sind die Kisten gut geeignet – und das tolle: Wir können in ihnen mehr Früchte und Gemüse „unterbekommen“ als in Holzkisten derselben Größe.

Ihre
Helene und Alexandra Walterskirchen

 

 

Wir danken folgenden Firmen für die angenehme und
fruchtbare Kooperation: