Elektrosmoggefahren – die Bedeutung von Information und Aufklärung

von Helene Walterskirchen:

Elektrosmoggefahren – die Bedeutung von Information und Aufklärung

 

 

Meine stark Elektrosmog betroffene Tochter Alexandra mit Schnurtelefonen wie wir sie in Schloss Rudolfshausen verwenden

 

Als ich Kind und Jugendliche war, gab es noch keine Handys, keine Mobilfunkmasten und kein W-LAN. Das war in den 1950er und 60er Jahren. In meinem Elternhaus gab es damals kein Telefon, was sich jedoch später, ab Ende der 1960er Jahre änderte: es kam ein Schnurtelefon ins Haus. Als Kinder waren wir vogelfrei, für niemanden erreichbar und von niemandem kontrollierbar. Wir kamen nach Hause, wenn wir Hunger oder Durst hatten oder es draußen regnete. Es konnte allerdings sein, dass unsere Eltern den ganzen Nachmittag nichts von uns hörten, wenn wir z.B. eine Abenteuer-Radltour durch die Isarauen machten. Dann kamen wir erst am Abend zurück, völlig ausgehungert und stürzten uns auf unser Abendessen. Unsere Eltern waren im Vertrauen darauf, dass wir heil und sicher nach Hause gelangen. Es wäre uns komisch vorgekommen, wenn sie ständig hinter uns her telefoniert hätten, wie das heute im Handyzeitalter oft der Fall ist, wenn Eltern immer wissen wollen, wo ihre Kinder sind und wie es ihnen geht. All die Probleme im Zusammenhang mit Handys, Mobilfunkmasten und W-LAN, die es heutzutage gibt, wie z.B. Elektrosmog, waren für uns kein Thema. Ich kannte niemanden, der elektrosmogsensibel war, ja, ich kannte nicht einmal das Wort selbst. Es war eine völlig andere Zeit damals für uns Kinder und Jugendliche als dies heute der Fall ist – eine Zeit, die ich als die glücklichste und freieste in meinem Leben bezeichnen kann.

Mir tun die Kinder und Jugendlichen von heute leid, die wie Gefangene einer Mobilfunkkultur sind, die nur noch aus Handys, Smartphones, Posten, What’s App usw. besteht. Einer Mobilfunkkultur, die ein flächendeckendes Mobilfunknetz hat mit unzähligen Mobilfunkmasten wohin man schaut. Es gibt fast keinen Ort mehr, der nicht abgedeckt ist und bei dem man vor der immensen Strahlung durch das Mobilfunknetz sicher ist. Denn das „schöne“ Mobilfunknetz, das uns den Komfort vom jederzeitigem Telefonieren und Netzempfang mit dem Handy bietet, ist in Wirklichkeit eine Plage, da es nicht nur eine immense Strahlung produziert, sondern auch Elektrosmog mit fatalen Auswirkungen, was uns erst jetzt so langsam bewusst wird. Dies betrifft uns alle, auch jene, die scheinbar heute noch davon verschont sind.

 

Zwei stark Elektrosmog sensible Menschen: Alexandra Walterskirchen und Ulrich (Uli) Weiner (links) im Strahlenschutzanzug, den er seit Jahren trägt, wenn er sich in der mobilfunkverstrahlten Welt bewegt

 

Diejenigen Menschen, die heute bereits vom Elektrosmog betroffen sind, sind zumeist jene, die man als sensibel bzw. stark sensibel bezeichnen kann. Ihr feines System schlägt als erstes bei Mobilfunkstrahlung und Elektrosmog aus. Dies hat sich seit den letzten 20 Jahren, seit denen es immer mehr Handys und Mobilfunkmasten sowie W-LAN-Telefone gibt, ständig gesteigert. Ich spreche hierbei aus eigener Erfahrung, denn ich habe eine Tochter, die seit ihrer Kindheit stark sensibel ist, so dass ich diesen Prozess bei ihr über die Jahre hautnah miterlebt habe. Sie selbst beschreibt ihren Zustand wie folgt:

„Bereits von Kindheit an bin ich hypersensibel. In den letzten 15 Jahren hat sich diese Sensibilität immer mehr gesteigert. Wenn ich heute in die Nähe von W-LAN, einem Handy oder Funkmasten komme, fangen die Symptome innerhalb zwei bis drei Sekunden an, bei einem DECT-Telefon braucht es ca. 15 Sekunden. Ich bekomme starke Kopfschmerzen, einen hämmernden Druck im Stirnbereich, der sich bis auf die Augen auswirkt und zu Augenbrennen führt, meine Wahrnehmung verändert sich und ich kann mich nicht mehr konzentrieren. Es ähnelt einem Gefühl durchzudrehen und unter massivem Stress zu sehen, da die Anspannung im Kopfbereich innerhalb weniger Sekunden um ein vielfaches zugenommen hat. Dazu kommen Herzklopfen und Atemprobleme. Nur wenige Minuten genügen und ich bin so verstrahlt, dass ich zwei bis drei Stunden in einer strahlungsfreien Zone brauche, um wieder zu mir selbst zu finden und einen klaren Kopf bekommen.“

Als Mutter versuche ich in solchen Momenten meiner Tochter dadurch zu helfen, dass ich sie aus der verstrahlten Umgebung heraushole und in die freie Natur bringe oder – im äußersten Fall – setze ich sie ins Auto und fahren mit ihr nach Hause in unser weitgehend strahlungsfreies historisches Schloss, wo wir ganz gezielt weder Handys noch W-LAN haben. Einmal, vor ca. vier Jahren, sind wir in einen Urlaub in die Schweiz in ein Bio-Hotel gefahren. Leider war das ganze Hotel verstrahlt, was uns vorher nicht mitgeteilt worden war, obwohl wir danach gefragt hatten: Schnurlose DECT-Telefone auf den Zimmern, W-LAN im ganzen Hotel. Kaum dass wir im Hotel und in unserem Zimmer waren, bekam meine Tochter Kopfschmerzen. Übelkeit, Verwirrtheit stellten sich ein und sie geriet in einen so nervösen und gereizten Zustand, dass sie fast durchgedreht wäre. Ich habe sie dann an der Hand genommen und aus dem Hotel in einen nahegelegenen, kleinen Wald gebracht, wo sie sich wieder beruhigte und klar denken konnte. Nach ca. einer Stunde sind wir wieder ins Hotel zurück, wo sich unverzüglich wieder dieselben Symptome einstellten. Als sich das Hotel weigerte, das W-LAN auszuschalten, blieb mir nichts anderes übrig, als mit meiner Tochter die Heimreise anzutreten, auch wenn ich dadurch alles Geld verlor, das ich bereits an das Hotel bezahlt hatte, denn man war nicht bereit, mir einen Pfennig zurückzuerstatten.

Meine Tochter ist übrigens kein Einzelfall, sondern es gibt heute immer mehr Menschen, die Elektrosmog sensibel sind und regelrecht krank vom Elektrosmog werden. Sie können nicht mehr in Strahlungsgebieten wohnen, sondern müssen sich die noch wenigen, verbliebenen „Funklöcher“ suchen, wo sie leben bzw. überleben können. Nicht selten sind sie dauerhaft arbeitsunfähig, da sie die Strahlung, wie sie beispielsweise in Bürohäusern herrscht, nicht aushalten können. Das macht ihre wirtschaftliche bzw. finanzielle Situation oft sehr schwierig, denn leider wird Elektrosmog-Sensibilität nicht als Krankheit anerkannt, sondern eher als „Spinnerei“ oder „Hypochondrie“ abgetan.

Wie es am Anfang einer Kulturstruktur, in diesem Fall der „Mobilfunkkultur“ sehr oft der Fall ist, gibt es keine oder nur sehr wenige Informationen, Studien oder Erfahrungsberichte über die Risiken und Gefahren, die darin verborgen sind. Das macht es für die Menschen die (stark) Elektrosmog sensibel sind schwer, da die große Masse von Menschen, die aufgrund ihres groben Systems vorerst keine sichtbaren Probleme mit der Strahlung hat, nur die Vorteile der Mobilfunknutzung sieht. Deshalb sind Information und Aufklärung immens wichtig, denn treffen kann und wird es sicherlich irgendwann jeden: es beginnt oft schleichend mit einer Mattscheibe, schlechter Konzentrationsfähigkeit, Gereiztheit, Unruhe, Aggression, Erschöpfung usw. Anfangs vermutet man oft nicht, dass es die Handystrahlung ist, sondern schiebt es auf andere Dinge wie Berufs- oder Schulstress, ADHS, psychische oder organische Probleme usw.

Einige der betroffenen Elektrosmog Sensiblen haben sich das aufgemacht, die Menschen dieser Gesellschaft über die Risiken und Gefahren von Elektrosmog zu informieren und aufzuklären. Sie halten Vorträge bei Bürgertreffen, im Fernsehen und vor Schulklassen, oder haben Elektrosmog-Portale ins Leben gerufen, in denen Betroffene und Interessierte aktuelle Studien und Informationen über Elektrosmog erhalten, und zwar solche, die nicht zugunsten der Mobilfunkanbieter „frisiert“ sind.

Eine solche Organisation ist beispielsweise das „Elektrosmog-Portal“ von Angelika Steinhardt. Es wurde, so heißt es in ihrer Homepage „aus der Not heraus geboren, da wir (die Inhaber des Steinhardt Film + Verlages) selbst stark elektrosensibel sind. Die jahrelange Suche nach Lösungen, die permanente Diskussion mit Wissenschaftler, Ärzten, Baubiologen und Fachleuten für Strahlenschutz, das Sammeln von Informationen und Erfahrungen betroffener Menschen hat dazu geführt, dieses Elektrosmog-Portal ins Leben zu rufen. Wir möchten unser Wissen allen Interessierten zur Verfügung stellen.“ Das „Elektrosmog-Portal“ vermittelt Betroffenen und Interessierten kostenlose und kostenpflichte Informationen, z.B. in Form von DVDs und Videos. In der Rubrik „Shop“ findet man zahlreiche Produkte zur Selbsthilfe in Sachen Elektrosmogabwehr wie z.B. Abschirmstoffe, Abschirmfarben, Feldfreischalter, Messgeräte, Abschirmsteckdosenleisten usw.

Wir sind im Jahre 2012 auf das „Elektrosmog-Portal“ gestoßen, kurz nach unserem Einzug in das Schloss Rudolfshausen. Wir haben damals neue Elektroleitungen legen lassen und uns bewusst für abgeschirmte Leitungen entschieden, denn Elektrosmog kommt nicht nur von Handys, Rootern und Funkmasten von Außen, sondern auch von niederfrequenten elektrischen und magnetischen Wechselfeldern. Diese werden z.B. durch das Haushaltsstromnetz und daran angeschlossene Geräte, Schalter und Lampen verursacht, aber auch durch Hochspannungsleitungen, Trafo-Häuschen und elektrifizierte Bahnleitungen. Da wir wussten, dass wir in unserem großen Schloss nicht alle alten Leitungen austauschen konnten, haben wir zumindest versucht, beim Legen von neuen Leitungen, aber auch beim Anschließen von Steckdosenleisten und Kabelverlängerungen auf abgeschirmte Produkte zu setzen. Im „Elektrosmog-Portal“ fanden wir hochwertige, abgeschirmte Steckdosenleisten, die zwar wesentlich teurer als normale, billige Steckdosenleisten aus dem Baumarkt sind, aber dafür frei vom niederfrequenten Elektrosmog. Wir haben uns nach und nach ein großes Sortiment von abgeschirmten Steckdosenleisten zugelegt und mittels eines Niederfrequenz-Messgerätes ihre Wirkungsweise überprüft. Es war regelrecht erschreckend zu sehen, wie stark eine herkömmliche Steckdosenleiste strahlt und die Menschen, die sich in ihrer Nähe aufhalten, unbewusst gesundheitlich belastet. Gerade bei Schlafzimmern, Kinderzimmern und Wohnzimmern sollte man unbedingt auf abgeschirmte Steckdosenleisten und Kabel setzen, um zur Ruhe kommen und entspannen zu können. Denn auch wenn sich Strom in modernen Haushalten leider nicht vermeiden lässt, sollte man doch versuchen, seine gesundheitsgefährdenden Strahlungen so weit als möglich zu reduzieren. Dabei sollte man unbedingt darauf achten, dass auch die Kabel der Geräte, die an die abgeschirmten Steckdosenleisten angeschlossen sind, ebenfalls abgeschirmt sind, denn sonst hat man nur einen Teil abgeschirmt.

 

Abgeschirmte Steckdosenleiste vom „Elektrosmog-Portal“

 

Auch Feldfreischalter in der Elektro-Hausinstallation sind eine gute Möglichkeit, da sie Räume stromlos schalten und den Strom nur automatisch bei Bedarf liefern. So kann man nachts in einem absolut elektrosmogfreien Raume schlafen, vorausgesetzt es kommt von Außen keine hochfrequente Strahlung in das Gebäude.

Um dieser hochfrequenten Strahlung von 27 Mhz bis 6 Ghz auf die Spur zu kommen, haben wir uns beim „Elektrosmog-Portal“ unser erstes Hochfrequenz-Messgerät zugelegt. Mit diesem Gerät konnten wir u.a. die Frequenzen von Radio und Fernsehen (dialog und analog) TETRA (digitaler Behördenfunk), GSM- und UMTS-Mobilfunkt, Radar, WiFi, W-LAN, DECT-Schnurlostelefonen und Mikrowellenherden messen. So kann man feststellen, welchem Elektrosmog man unbewusst in seinem Haus und Garten ausgesetzt ist und entsprechende Maßnahmen dagegen unternehmen. Beim „Elektrosmog-Portal“ kann man sich mit Abschirmkleidung (wird teilweise im hauseigenen Atelier des „Elektrosmog-Portals“ hergestellt) und anderen Abschirmprodukten ausstatten, um sich und sein Heim – zumindest weitgehend – abzuschirmen.

Denn man muss sich bewusst sein: wirkliche Elektrosmog-Freiheit kann man in dieser heutigen Welt, wo täglich neue Mobilfunkmasten aus dem Boden sprießen, nicht mehr finden, außer man würde in einem der wenigen, noch existierenden Funklöcher, leben und sich ein komplett niederfrequent und hochfrequent abgeschirmtes neues Gebäude bauen. Solange sich das Bewusstsein der Menschen nicht ändert, sind alle Abschirmmaßnahmen nur Hilfsmittel, die zwar sehr wichtig sind, aber nur bedingt helfen können, weil die wahre Ursache in der Einstellung der Gesellschaft liegt.

Menschen und Organisationen wie das „Elektrosmog-Portal“ sind heute die Pioniere, die sich für die Information und Aufklärung über Risiken und Gefahren von Elektrosmog durch Handys, Smartphones, Mobilfunkmasten, W-LAN, Wechselstromfelder usw. einsetzen. Pioniere hatten es in der Geschichte und haben es heute noch immer schwer, da sie gegen den Mainstream arbeiten. Pioniere wurden und werden sehr oft als „Spinner“ abgestempelt, die unglaubwürdig sind. Aber wie vielen Pionieren verdanken wir essentielle Veränderungen, Entwicklungen und Verbesserungen in unserer Gesellschaft?

All jenen, die sich über Elektrosmog- Risiken und Gefahren informieren wollen oder die effiziente Produkte suchen, um den Elektrosmog in ihrem Leben zu reduzieren und abzuschirmen, empfehle ich, sich an das „Elektrosmog-Portal“ zu wenden. Hier die Kontaktdaten:

 

Elektrosmog-Portal
Angelika Steinhardt
Westmarkstr. 15

D-76227 Karlsruhe
Tel. 0721-407921

E-Mail: mail@steinhardtverlag.de
www.elektrosmogportal.de

 

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