Das große Buch der Heilpflanzen

von Alexandra Walterskirchen:

„Das große Buch der Heilpflanzen
Gesund durch die Heilkräfte der Natur
von Apotheker Mannfried Pahlow

„Das große Buch der Heilpflanzen“ von Mannfried Pahlow, der bis 1991 jahrzehntelang als Stadt- und Landapotheker tätig war, ist ein wahrer Geheimtipp, nicht nur für Laien, die sich für Heilpflanzen interessieren, sondern auch für Fortgeschrittene. Selbst wenn die Ersterscheinung der Ausgabe schon einige Jahre zurückliegt, hat das Werk nichts an seiner Aktualität verloren, denn die Wirkungskraft der Heilpflanzen ist seit Jahrhunderten, ja Jahrtausenden, bekannt und überliefert.

Fundiert und übersichtlich stellt Mannfried Pahlow in seinem über 500 Seiten umfassenden Buch 400 einheimische und fremdländische Heilpflanzen, ihre gesundheitliche Heilwirkung, Inhaltsstoffe, Nebenwirkungen, Botanik und Anwendung vor. Der Leser/die Leserin findet im Buch wertvolle Tipps zur Ernte und Aufbereitung, zur Verwendung als Haus- und Heilmittel sowie viele Rezeptvorschläge. Zahlreiche Fotos und Skizzen erleichtern das Bestimmen bzw. Identifizieren der jeweiligen Pflanzen.

Die Pflanzen werden gemäß ihrem deutschen Namen alphabetisch aufgelistet, wobei zuerst die einheimischen, dann die fremdländischen Heilpflanzen, wie Zimt, Perubalsam. Myrrhe, u.a. und zum Abschluss die Heilpflanzen aus alten Arznei- und Kräuterbüchern wie Bärenklau, Galläpfel, Hauswurz u.a. erfolgen. Ein ausführliches Beschwerden- und Sachregister runden das Buch ab. Neben bekannten Pflanzen wie Brennnesseln, Schachtelhalm, Rainfarn, Kamille, Johanniskraut, Baldrian, Augentrost, usw. findet man auch eher unbekannte bzw. heutzutage seltene Pflanzen wie Fettkraut, Bruchkraut, Mäuseklee, Kreuzblume, Herzblatt, u.a., was das Buch von anderen, modernen Heilpflanzen-Büchern unterscheidet, die in der Regel nur noch die gängigen Heilpflanzen, die jedem bekannt sind oder die man überhaupt noch in der Natur finden kann, auflisten. Wertvolle Zitate aus alten Heilpflanzenbüchern des Mittelalters belegen die traditionelle Nutzung der jeweiligen Heilpflanzen.

Besonders erfreulich ist die kurze, aber wichtige Einführung in die Pflanzenmorphologie zu Beginn des Buches, die es dem Leser ermöglicht, die Botanik der Pflanzen besser zu verstehen, z.B. zwischen Pfahlwurzeln, verdickten Pfahlwurzeln, Faserwurzeln zu unterscheiden oder zu bestimmen, ob die Blätter quirlig, kreuzgegenständig, gegenständig oder wechselständig stehen, oder festzustellen, ob die Blüten Dolden, Ähren, Kolben, Rispen, Köpfchen, Trauben etc. sind. Das Erkennen der Merkmale ist nicht nur wichtig, um gezielte Pflanzen leichter bestimmen zu können, sondern auch ein Zuordnen in bestimmte Pflanzenfamilien zu ermöglichen. Ein Heilpflanzen-Sammelkalender, ein Kapitel über die Zubereitung von Heilpflanzen und deren Einsatz in der Homöopathie und Heilkunde sowie eine kurze Geschichte der Heilpflanzenkunde liefern wichtige Basisdaten für jeden, der tiefer in die Thematik der Heilpflanzen und ihren gesundheitlichen Nutzen einsteigen möchte.

Mein Fazit: Ein wichtiges Basiswerk für alle Wildkräuter und Heilpflanzen-Interessierten, die sich ein umfassendes und fundiertes Wissen aneignen wollen. Sehr empfehlenswert!

Nikol Verlag

528 Seiten, durchgehend farbig bebildert, gebunden,
Format: ca. 16,8 x 23,8 cm
7. Auflage 2018
ISBN 978-3-86820-191-8

14,99

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