Erzbischof Viganós Reaktion auf Papst Franziskus Covid-Impfaufforderung für Alle

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von LifeSiteNews
übersetzt aus dem Englischen von Alexandra Walterskirchen


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Erzbischof Viganò

Überlegungen von Erzbischof Carlo Maria Viganò bezüglich der Bewerbung des neuen COVID-Impfstoffs durch den Heiligen Stuhl.

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Freitag, 15. Januar 2021 (LifeSiteNews) –Vor einigen Tagen wurde auf Canale5 ein Interview ausgestrahlt, in welchen Jorge Mario Bergoglio in der ungewöhnlichen Rolle eines Sponsors der Pharmaunternehmen auftrat. Wir haben ihn bereits in der Rolle des Politikers, Gewerkschafters, Verfechters unkontrollierter Einwanderung, Befürworters der Aufnahme illegaler Immigranten und des Philanthropen gesehen. Bei all diesen Metamorphosen hat sich neben seiner Fähigkeit, sich vollständig von seiner institutionellen Rolle zu lösen, immer der polyedrische Charakter des Argentiniers herauskristallisiert, der, wie wir jetzt feststellen, auch ein Werber von Pharmaunternehmen ist, ein überzeugter Befürworter von Impfstoffen und ein eifriger Cheerleader derjenigen, die Covid seit einem Jahr als ein Mittel zur Kontrolle der Massen und zur Durchsetzung des vom Weltwirtschaftsforum gewünschten Great Reset einsetzen.

Die Tatsache, dass der Impfstoff keine Garantie für eine Wirksamkeit gibt, sondern schwerwiegende Nebenwirkungen hervorrufen kann; die Tatsache, dass teilweise aus Zellen von abgetriebenen Föten hergestellt wurde und daher mit der katholischen Moral absolut unvereinbar ist; die Tatsache, dass die Behandlung mit Hyperimmunplasma oder mit alternativen Protokollen trotz des Nachweises ihrer Wirksamkeit boykottiert wird – all dies bedeutet für den neuen „Experten“ wenig, der jetzt den Gläubigen den Impfstoff auf der Grundlage einer medizinischen Kompetenz, die absolut null ist, anempfiehlt, während er seine souveräne Autorität ausnutzt, um von den Bürgern des Vatikan zu verlangen, dass sie sich im Namen einer nicht näher bezeichneten „ethischen Pflicht“ einer fragwürdigen Behandlung unterziehen. Die trostlose Audienzhalle von Paul VI. wurde sinnbildlich als der Tempel ausgewählt, in dem dieser neue hygienische Ritus gefeiert wird, der von den Ministern der Covid-Religion geleitet wird, sicherlich nicht, um die Errettung der Seelen zu gewährleisten, sondern vielmehr das illusorische Versprechen einer körperlichen Gesundheit.

Es ist beunruhigend, dass Bergoglio, nachdem er eine nicht geringe Anzahl katholischer Wahrheiten skrupellos im Namen des Dialogs mit Ketzern und Götzendienern zerstört hat, das einzige Dogma, auf das Bergoglio nicht verzichten möchte, das der obligatorischen Impfung ist – wohlgemerkt, ein Dogma, das er selbst einseitig ohne synodalen Prozess definiert hat! – ein Dogma, vor dem man erwarten würde, dass es zumindest ein Mindestmaß an Vorsicht gibt, wenn es nicht durch moralische Kohärenz diktiert wird, dann zumindest durch utilitaristische Skrupel. Denn früher oder später, wenn die Auswirkungen des Impfstoffs auf die Bevölkerung sichtbar sein werden, wenn man beginnen wird, die von dem Impfstoff verursachten Todesfälle zu zählen und wie viele Menschen durch dieses Arzneimittel, das sich noch im Experimentiervorgang befindet, lebenslang verstümmelt worden sind, wird es jemanden geben, der diejenigen, die überzeugte Anhänger des Impfstoffs gewesen waren, dazu auffordern wird Rechenschaft abzulegen.

An diesem Punkt wird es nur natürlich sein, eine Liste derjenigen zu erstellen, die aufgrund der Autorität, mit der sie anerkannt werden, ihre ahnungslosen Subjekte davon überzeugt haben, sich zur Impfung mit dem sogenannten Impfstoff einzufinden: selbsternannte Experten, Virologen und Immunologen mit einem Interessenkonflikt, „Mücken“-Wissenschaftler im Auftrag von Big Pharma [eine Mücke ist eine Person, die Sie nicht in Ruhe lässt und drangsaliert], Tierärzte mit wissenschaftlichen Ambitionen, von der Regierung finanzierte Journalisten und Meinungsbildner sowie Filmstars und beliebte Sänger, die in Ungnade gefallen sind – zu dieser Liste muss nun auch Bergoglio als außergewöhnlicher Unterstützer hinzugefügt werden, zusammen mit den Prälaten in seinem Hofstaat. Und wenn heute der Mangel an spezifischer Kompetenz kein ausreichendes Argument zu sein scheint, um sie dazu zu bringen, zumindest ein umsichtiges Schweigen zu bewahren, dann werden zu diesem Zeitpunkt ihre Proteste in Form von „Ich wusste nicht …;“ „Ich hätte nie gedacht …;“ „Es war nicht mein Wissensgebiet …;“ nur als ein Faktor beurteilt werden, der ihre Straftat verstärkt –  genauso wie es sein sollte. Stultum est dicere putabam [Töricht ist es zu sagen: „Ich dachte.“ bzw. „Das hätte ich nicht gedacht“].

Natürlich kann in der bergoglianischen Kirche de facto das Konkubinat mit Amoris Lætitia legitimiert werden, bis zu dem Punkt, dass heute die Tageszeitung Avvenire mit der Leichtigkeit eines Gender-Propaganda-Pamphlets von „LGBT-Elternschaft“ spricht; ein götzendienerischer Ritus, der Mutter Erde verehrt, kann in der Peterskirche gefeiert werden, während man dem malthusianischen Umweltschutz zuzwinkert; die Angelegenheit für das Sakrament der Weihe kann geändert werden, indem den Frauen Dienste übertragen werden; die Todesstrafe kann für unmoralisch erklärt werden, während nebenbei über Abtreibung geschwiegen wird; die Heilige Kommunion kann öffentlichen Sündern verabreicht werden, während sie denen verweigert wird, die sie auf der Zunge empfangen möchten, um kein Sakrileg zu begehen; und katholischen Schülern, die nicht geimpft sind, kann der Zugang zum Klassenzimmer verweigert werden, wie dies bereits in Irland geschehen ist. Und doch werden diese offensichtlichen Verfälschungen der katholischen Lehre – in perfekter ideologischer Kontinuität mit der konziliaren Revolution – von dem festen und unerschütterlichen Bekenntnis zum Glauben an eine „Wissenschaft“ begleitet, die an Esoterik und Aberglauben grenzt. Andererseits: wenn Sie aufhören, an Gott zu glauben, dann können Sie alles glauben.

Wenn also für Bergoglio die Zugehörigkeit zu der einen Kirche Christi durch die Taufe für das ewige Heil einer Seele letztlich überflüssig ist, so wird der Initiationsritus der Impfung ex cathedra als unabdingbar für die körperliche Gesundheit des Einzelnen proklamiert und als solcher als unaufschiebbar und notwendig dargestellt. Wenn es möglich ist, die geoffenbarte Wahrheit im Namen der Ökumene und des interreligiösen Dialogs beiseite zu stellen, dann ist es auch nicht erlaubt, die Dogmen des Covid, die von den Medien gemachte Offenbarung über die Pandemie und das heilbringende Sakrament des Impfstoffs in Frage zu stellen. Und auch wenn mit Fratelli Tutti die universelle Brüderlichkeit unabhängig vom Glauben an den einen lebendigen und wahren Gott gefördert werden kann, so ist doch kein Kontakt mit sogenannten „Leugnern“ – einer neuen Kategorie von Sündern, die es zu meiden gilt – erlaubt, die als Ketzer durch die Gesundheitsinquisition und mediale Exkommunikation bestraft werden müssen, um der Herde eine Warnung zu sein. „Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, so nehmt ihn nicht in euer Haus auf und grüßt ihn nicht“, warnt der heilige Johannes (2 Joh 10). Bergoglio muss das missverstanden haben, und grüßt und umarmt deshalb Abtreiberinnen und Kriminelle, jedoch kontaminiert er sich nicht mit „Anti-Vaxxern“.

Es entgeht uns nicht, dass dieser szientistische Dogmatismus – der die glühendsten Verfechter des Primats der Wissenschaft über die Religion entsetzen würde –, von denen propagiert wird, die keine Wissenschaftler sind, von „Influencern“ bis hin zu Bergoglio, von Sportlern bis hin zu Biden, von „Experten“ bis hin zu Politikern: Alle strecken bereitwillig ihre Arme vor den Fernsehkameras aus, nur dass wir dann auf den Videos entdecken müssen, dass in vielen Fällen die Injektionsnadel noch von der Kappe bedeckt ist, oder dass die Impfflüssigkeit klar ist, obwohl das Impfserum eigentlich undurchsichtig sein sollte. Das sind offensichtlich Einwände, die die Hohepriester des Covid verächtlich zurückweisen: Das Mysterium gehört zur Ritualisierung der sakralen Handlung, genauso wie das Sakramentum das vollbringt, was es bedeutet. Die Verabreichung des Impfstoffs mit einer einziehbaren Nadel oder ohne den Kolben der Spritze zu drücken, dient der Dramatisierung der Botschaft, die der Masse der Gläubigen vermittelt werden soll. Und die Opfer des Ritus, die sich zum Wohle aller dem Trugbild einer Immunität gefügig machen, die nicht einmal Pfizer, Moderna oder Astra Zeneca zu garantieren wagen, stellen das Sacrificium dar, das ebenfalls Teil der neuen Gesundheitsreligion ist. Bei näherer Betrachtung scheinen die unschuldigen Babys, die im dritten Schwangerschaftsmonat zur Herstellung von Impfstoffen abgetrieben wurden, tatsächlich eine Art Menschenopfer zu bilden, mit dem die höllischen Mächte gnädig gestimmt werden sollen, in einer erschreckenden Parodie, die nur die Bösen vorgeben können, nicht zu sehen.

In dem grotesken Zeremonien-Delirium fehlt nicht einmal die Note der Heiligen Kongregation für den Gottesdienst, die mit völliger Missachtung des Absurden sogar in hinkendem Latein eine Anleitung zum Aufbringen der Heiligen Asche verkündet (es ist nicht verwunderlich, dass auch das Lateinische den Bach runtergegangen ist): „Deinde sacerdos abstergit manus ac personam ad protegendas nares et os induit [Dann wäscht der Priester seine Hände und setzt die Maske zum Schutz von Nase und Mund auf].“ Die Reinigung der Hände mit einem Reinigungsmittel und die Verwendung einer Maske sind wissenschaftlich nutzlos, aber symbolisch notwendig für die Weitergabe des Glaubens, der durch den Ritus ausgedrückt wird. Und gerade darin verstehen wir, wie wahr und gültig das alte Sprichwort von Prosper von Aquitanien „Lex orandi, lex credendi“ ist, wonach die Art und Weise, wie man betet, widerspiegelt, was man glaubt.

Jemand wird vielleicht in einem frommen Versuch, den von Bergoglio vollzogenen totalen Zusammenbruch des Papsttums zu umgehen, einwenden, dass die von ihm geäußerten Meinungen eben nur Meinungen sind und bleiben, und dass es deshalb für den Katholiken keine Verpflichtung gibt, sich einem Impfstoff zu unterwerfen, den sein Gewissen und die natürliche Moral als unmoralisch erweisen. Aber das neue „päpstliche Lehramt“ hat sich ausdrücklich auf Canale5 geäußert, wohl gemerkt auf derselben Ebene, auf der auch das LGBT-Dogma „Wer bin ich, um zu richten?“ definiert wurde, und genauso war es auch in einer Fußnote von Amoris Lætitia, mit der die Unauflöslichkeit der Ehe im Namen der pastoralen Praxis geleugnet wurde. Politiker setzen Tweets in den sozialen Medien ab, selbsternannte Experten pontifizieren in Fernsehstudios, und Prälaten predigen in Interviews: Seien Sie nicht überrascht, falls Bergoglio eines Tages in einem Werbespot auftreten sollte, um Elektroroller zu befürworten.

Die Katholiken, die vom sensus fidei erleuchtet sind, der ihnen instinktiv vor Augen führt, was mit Glauben und Moral im Gegensatz steht, haben bereits verstanden, dass die Rolle des Gesundheitsversorgungs-Verkäufers nur eine der vielen Rollen ist, die der polyedrische Bergoglio spielt. Die einzige Rolle, bei der er hartnäckig darauf beharrt, sie nicht ausfüllen zu wollen – wegen seiner eklatanten Unfähigkeit, seiner angeborenen Ungeduld oder sogar auch durch seine bewusste Entscheidung von Anfang an – ist die Rolle des Stellvertreters Christi. All das offenbart zumindest die Bezugspunkte des Argentiniers, die Ideologie, die ihn anspornt, die Ziele, die er sich setzt, und die Mittel, die er beabsichtigt einzusetzen, um sie zu erreichen.

+ Carlo Maria Viganò, Erzbischof
14. Januar 2021

S. Hilarii Episcopi,
Confessoris Ecclesiæ Doctori

Dieser Artikel erschien zuerst in LifeSiteNews USA am 15.1.2021 in englischer Sprache und wurde von Alexandra Walterskirchen ins Deutsche übersetzt.