Fairtrade Goldmünzen – für einen ethisch bewussten Lebensstil

von Helene Walterskirchen:

 

Klein, aber fein: Fairtrade Goldmünze und Goldbarren in Schloss Rudolfshausen

 

 

Zu Gold hatte ich seit meiner Kindheit in den 1950er Jahren eine enge Beziehung: ich spielte gerne mit dem Goldschmuck meiner Mutter und hing mir ihre Ketten und Armbänder um, um mich zu schmücken. Schön sah ich vermutlich damit nicht aus, sondern eher lustig, denn meine Eltern lachten immer, wenn sie mich so sahen. Damals ahnte ich nichts von den Menschen, die hinter dem Goldschmuck standen, die also das Gold geschürft hatten und welchen Arbeitsbedingungen sie ausgesetzt waren. Das spielte damals, als die Welt noch nicht so vernetzt war wie heute, keine Rolle. Da es kein Internet gab und auch kein internationales Fernsehen, das man auf Knopfdruck ins Haus holen konnte, war man auf Reiseberichte in Form von Büchern angewiesen und daraus erfuhr man nur wenig über die sozialen Lebensverhältnisse von Goldschürfern in Südamerika oder Afrika.

Meine erste Goldmünze erhielt ich in den 1980er Jahren zur Geburt meines Kindes von meinen Eltern. Es war eine Krugerrand und ich war mächtig stolz auf sie. Auch zu jener Zeit gab es nur wenige Informationen über Goldschürfen und Goldschürfer und der Begriff „Fairtrade Gold“ war unbekannt. Man machte sich keine Gedanken über Gold, sondern ließ sich viel mehr auf die Faszination des Goldes ein, das man besaß und über das man seinen Selbstwert definierte. Gold war ein Ausdruck von Wohlstand, wobei die Formel ganz einfach war: Gold hatte, wer Geld besaß; wer arm war, hatte auch kein Gold. Wir sprechen hierbei von echtem Gold und nicht von Duplet-Gold, das unechtes Gold ist und nur den Anschein erweckte, sein Träger sei reich.

Das Thema „Umweltzerstörung“ und „Menschenrechtsverletzung“ trat mit dem Einzug des Internets im Übergang vom 20. ins 21. Jahrhundert immer mehr ins Bewusstsein der Menschen. Ob Kleidung oder Gold – plötzlich erfuhren die Menschen, dass sie mit dem Blut der Erde und der Menschen hergestellt bzw. abgebaut wurden, die dafür nur Cent-Beträge als Entlohnung erhielten und oft ihr Leben in Gefahr brachten. Es wurde den Menschen bewusst, dass die Arbeitsbedingungen, die bei uns in Deutschland herrschen, in 3. Weltländern, wo der Mensch nichts zählt und Armut weit verbreitet ist, völlig unterschiedlich sind. Zu wissen, dass z.B. für den Abbau von Gold Menschen sterben und ausgebeutet werden, macht das Gold zu Blutgold. Die Tatsache, dass Minenarbeiter und Kleingewerbe-Goldschürfer zwar Gold fördern, davon aber kein menschenwürdiges Leben führen können, andere hingegen sich bereichern, stellt den Goldhandel als fragwürdiges Instrumentarium dar, das auf die Profitgier einiger Großhändler und Goldindustrieunternehmen basiert, die rücksichtslos andere mit einem Hungerlohn abspeisen, selbst aber in Kaviar und Champagner schwelgen.

All jene Menschen, die ein ethisches Gewissen und Bewusstsein haben, konnten sich fortan kein „normales“ Gold mehr kaufen, sondern stiegen auf Fairtrade-Gold um. Dazu gehörten auch wir, d.h. meine Tochter und ich. Fairtrade ist Teil einer Wirtschaftsethik, die darauf bedacht ist, dass diejenigen, die in einem Herstellungsprozess eingebunden sind, aber weder gerecht behandelt noch bezahlt werden, Gerechtigkeit erhalten in Form von gerechten und menschenwürdigen Arbeitsbedingungen sowie von Mindestpreisen bzw. Mindestlöhnen, die den Arbeitern und Kleingewerbeproduzenten ein höheres und gesichertes Einkommen ermöglichen.

Ein neuer Trend entwickelt sich: Fairer Handel bzw. Fair Trade. Organisationen entstanden und entstehen, die sich für Fairen Handel engagieren und denjenigen Partnern, die mit ihnen zusammenarbeiten, ein Fair Trade Siegel verleihen – nicht ganz selbstlos, sondern gegen eine Lizenzgebühr. Dafür kontrollieren die Fairtrade Organisationen die Arbeiter, Bauern, Kleingewerbeunternehmen sowie Kooperativen, an die die Rohstoffe und Waren geliefert werden dahingehend, ob die wirtschaftsethischen Grundlagen eingehalten werden und wo dies nicht der Fall ist, schreiten sie ein und stellen (wieder) Gerechtigkeit her.

Natürlich gibt es auch weiterhin viele Menschen in unserer Gesellschaft, denen es völlig egal ist, ob sie „Blutgold“ kaufen oder „menschen- und umweltgerechtes Gold“. Sie sind weder bereit, etwas mehr für Faires Gold zu bezahlen noch haben sie ein Gewissen für die ausgebeuteten Arbeiter, die nicht genug für den Lebensunterhalt ihrer Familie verdienen. Wo aber ein ethisches und mitfühlendes Herz im Menschen schlägt, ist man gerne bereit für Faires Gold etwas mehr zu bezahlen, im Bewusstsein, dass es bedürftigen Menschen zugutekommt und ihnen und ihren Familien hilft, ein menschenwürdigeres Leben zu führen. Für diese Menschen ist Fairness nicht ein hohler Imagebegriff, sondern gelebte Menschlichkeit und Barmherzigkeit.

Wir haben mittlerweile einige kleine Fairtrade Goldmünzen und Mini-Goldbarren, die wir bei der Firma Traid Gold, gegründet von Florian Harkort, gekauft haben – ganz gezielt mit dem Bewusstsein, eine gute Sache zu unterstützen, denn Goldmünzen und Barren werden an allen Ecken und Enden von Banken angeboten, aber eben nicht Fairtrade-Gold, sondern „Blutgold“. Florian Harkort ist Mitglied im Verband „Fairtrade Deutschland“ und darf für seine Goldmünzen und Goldbarren das „Fairtrade Gold-Siegel“ verwenden. Jede Sendung, die er auf den Weg schickt, ist aufwendig, ökologisch und liebevoll verpackt, zusammen mit Infobroschüren über Fair gehandeltes Gold, die dem Empfänger noch einmal bewusst machen, welches wertvolle Stück ihm ins Haus flattert. Als ich vor kurzem wieder eine kleine Fairtrade Goldmünze erhielt und sie im Inneren der Geschenkpackung entdeckte, erfüllte Freude mein Herz – Freude nicht so sehr für mich, weil ich jetzt meine Sammlung an Münzen erweitert habe, sondern für die Minenarbeiter und Kleingewerbe-Schürfer, denen ich dadurch helfe, ein Stück ihrer Lebensqualität zu erhalten bzw. verbessern. Und natürlich auch für alle jene, die ein Herz haben und sich für Menschlichkeit und Gerechtigkeit beim Goldabbau und Goldhandel einsetzen.

 

 

 

 

 

 

 

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