Fruchtwaldgarten an der Schlossmauer

Gartenkultur-Zentrum Schloss Rudolfshausen

 

von Alexandra Walterskirchen, Projektleiterin:

 

Alexandra Walterskirchen am neuen Beet entlang der Schlossmauer (Blick nach Osten) mit neu eingepflanzten Sträuchern der Baumschule Horstmann

 

Ende November konnten wir, Dank der sonnigen, milden Temperaturen, weitere Teile unseres neuen Fruchtwaldgartens im Schloss anlegen und bepflanzen. Dazu zählt der Bereich vor dem Schloss an der alten Schlossmauer, der bis dahin immer recht karg war. Für diesen Bereich bekamen wir von der Baumschule Horstmann aus Schenefeld, die über ein umfassendes Sortiment an bekannten und unbekannten Gehölzen aller Art verfügt und unseren Versuchsanbau unterstützt, zahlreiche Beerensträucher geliefert, darunter klein bleibende Maibeeren/Sibirische Blaubeeren, die bei uns noch relativ unbekannt sind. Aufgrund ihrer frühen Fruchtreife (im Mai), ihrer Frosthärte und der geringen Höhe, bieten sie sich ideal als Ergänzung für jeden Garten an. Durch die Mauer erhalten die Sträucher Schatten in den heißen Sommermonaten. Zudem sind sie nicht so hochwachsend, als dass sie die Mauer überragen würden.

Dazwischen haben wir andere Obstgehölze, aber auch Wildgehölze gesetzt, wie Felsenbirnen, Berberitzen, Kiwi, Weintrauben und klein bleibendes Zwergobst (Zwergpfirsich, Zwergnektarine, etc.). Die empfindlichen Bäumchen haben wir mit Winterschutzhauben/Säcke von Biogreen geschützt. Den Abschluss der Mauer bildet die Pimpernuss, auch Klappernuss genannt, die essbar ist. Auf diese Weise können wir in den nächsten Jahren auf begrenztem Raum zahlreiche Früchte, Nüsse, etc. ernten.

Unter die Sträucher haben wir Asia-Salat von Kiepenkerl gesät, der bei den ersten warmen Temperaturen keimen und frisches Grün im Spätwinter liefern wird. So wird der freie Platz gleich ideal genutzt, ehe im nächsten Frühjahr die Unterpflanzung mit Stauden wie Minzen, Glockenblumen, Melissen, etc. erfolgen wird.

 

Neu angelegtes Mauerbeet an der Schlossmauer – Blick nach Westen

 

Als Dünger für unsere neu gepflanzten Obstbäume und Sträucher haben wir ökologischen Pferdedünger der Firma Plantaqenz aus Ahrensböck verwendet, die unser Gardening-Projekt unterstützt. Für mich, die ich einige Jahre geritten bin, hat der Geruch von Pferdemist etwas Vertrautes – natürlicher und ursprünglicher kann Dünger nicht sein! So freuen wir uns, unseren neuen Obstbäumen und –Sträuchern mit dem Pferdedünger einen guten Start in unserem Garten zu ermöglichen. Die Anwendung des Pferdedüngers im Outdoor-Bereich ist völlig unkompliziert; wenn man ihn jedoch Indoor, z.B. in einem Gewächshaus, verwendet, muss man ihn vorher erst wässern, da es sonst zu Schimmelbildung kommt. Im Gegensatz zu EM-Bokashi-Dünger braucht der Pferdedünger keine „Vorarbeitszeit“, d.h. man kann ihn gleich in das Pflanzloch oder Beet geben und anschließend pflanzen bzw. säen.

 

Alexandra Walterskirchen mit dem getrockneten Pferdedünger der Firma Plantaqenz

 

Unter den Sträuchern und Bäumen am frisch angelegten Mauerbeet haben wir Feldsalat gesät, die uns das Familienunternehmen Samen Fetzer aus Gönningen zur Verfügung gestellt hat. Auch wenn die Samen jetzt nicht mehr oder nur sehr langsam keimen, sind sie ideal als Folgesaat für den Überwinterungsanbau und können dann bei den ersten warmen Temperaturen im Spätwinter/Frühjahr  keimen und frisches, leckeres Grün liefern.

 

Alexandra Walterskirchen mit der Samentüte „Feldsalat“ der Firma Samen Fetzer

 

Unser Dank gilt folgenden Firmen:

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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