Weder technischer Fortschritt noch ein immer modernerer Lebensstil tragen unsere Gesellschaft. Damit sie in der Gesellschaft überhaupt greifen und etwas ändern können, müssen sie die sie die über Jahrtausende gewachsenen Kulturstrukturen, die die Gesellschaft zusammenkitten, erst aufweichen und auflösen. Diese Mittel sind die sogenannten „Kulturlöser“, z.B. in Form von Volksaufhetzern und Volksaufhetzungskampagnen, Revolutionen, Kriegen, die die Menschen in die Irre führen, sie verderben und für ihre Methoden „weichklopfen“.

So kann z.B. aus einer Jahrtausende langen sehr gut gewachsenen und strukturierten Familienkultur, die ein Segen für jede geordnete Gesellschaft ist, mit der Zeit eine auf wirren und unstrukturierten Ideologien aufgebaute Familienkultur werden, in der z.B. die Rollen von Mann, Frau und Kindern völlig über den Haufen geworfen wird, es zu Rollen- und Geschlechterkämpfen kommt und Kinder ihren Eltern auf der Nase herumtanzen. Scheidungen von Familien konnten und können nur deswegen möglich werden und sein, weil mittels „Kulturlösungsmittel“ vorher die gewachsenen Kulturstrukturen zerstört wurden.

 

Traditionsbewusste Familienkultur einer bayerischen Aristokratenfamilie Anfang des 19. Jahrhunderts, die auch Anfang des 21. Jahrhunderts noch besteht.

 

Das einzige, was unsere Gesellschaft trägt, sind über Jahrtausende gewachsene Kulturgrundlagen, die ihren Ursprung und ihre Basis in dem haben, was man Gott nennt. Damit ist kein Naturgott oder einer aus dem Götterpantheon gemeint, die menschliche Züge haben, sondern der Gott, aus dem wir am Anfang gekommen sind und zu dem wir eines Tages wieder zurückkehren müssen und dem wir über unser Leben Rechenschaft ablegen müssen. Von Ihm stammt die sogenannte „Ur-Kultur“ in der Er uns seine Regeln und Verhaltensvorschriften für den Umgang mit dem Leben vorgegeben und mitgegeben hat. Das macht gerade die in allen gewachsenen Kulturen enthaltenen „Ur-Kulturen“ zu Feinden der Modernisten, auf deren Zerstörung sie fixiert sind, um frei zu werden und zu sein.

Dieser Kulturauflösungs- und –Zerstörungsprozess ist heute, Anfang des 21. Jahrhunderts, in unserer Gesellschaft sehr weit fortgeschritten. Dennoch zeigt sich, dass ein Teil der Menschheit nicht Willens und nicht bereit ist, diesem Trend zu folgen. Man nennt diese Gruppe „Traditionalisten“. Sie wollen ihre bestehenden und von ihren Vorfahren übernommenen Traditionen weder einschränken noch ablegen, sondern sie weiter leben. Nicht, weil sie altmodisch oder verknöchert sind, sondern weil sie sie für gut halten: Gut für sich selbst, gut für eine gesunde und stabile Gesellschaft, gut für ihre Kinder und Kindeskinder und alle nachfolgenden Generationen. In der Regel haben sie auch eine feste Glaubensbasis und das Befolgen der 10 Gebote ist Teil ihres täglichen Lebens. Sie stellen im Gesellschaftsgefüge eine Randgruppe dar, was ihnen jedoch selten etwas ausmacht.

 

Ein überzeugter, katholischer Traditionalist: Erzbischof Marcel Lefebvre (1905-1991), der 1969 die Priesterbruderschaft St. Pius X. gegründet hat.

 

In genau diese aktuelle Gesellschaftssituation greift das „Kultur-Magazin Schloss Rudolfshausen“ ein, um aufzuzeigen, auf welchem Glatteis sich die Menschheit in Sachen Kultur bewegt. Wir wollen daher aufzeigen und bewusst machen, was gewachsene Kulturen und die in ihnen enthaltenen Ur-Kulturen ausmacht, wie sie aufgebaut sind, wie man sie erkennt, wie sie wirken und was sie bewirken – im Leben, in der Gesellschaft, im Zusammenleben, im Umgang mit anderen. Unser Kultur-Magazin ist weder ein Presse-Organ noch ein Kultur-Veranstaltungsspiegel, sondern ein Aufklärungs-Medium in Sachen Kultur. Wir kratzen nicht an der Oberfläche und betreiben eine Kulturschau, sondern wir gehen hinab in die Tiefen unserer menschlichen Kultur, die uns seit Jahrtausenden prägt und durch unser Leben manövriert und in der wir täglich das Wirken Gottes erkennen können, der uns nicht allein lässt im ständigen Kampf gegen alle Unkultur, die uns verderben und Schaden zufügen soll, damit sich einer ins Fäustchen lacht: Satan, auch Teufel oder alte Schlange genannt. Von ihm kommt alle Kulturzerstörung.

Der Hauptschwerpunkt unserer Kulturarbeit und unseres Kultur-Magazins besteht darin, den Menschen im Sinne von Kultur Halt und Orientierung zu geben in den Bereichen Lebens-, Gesellschafts- und Geisteskultur sowie sie dazu anzuregen, die wahre Tragweite der Kultur zu verstehen, Kulturentwicklungen kritisch zu betrachten und Kulturbedürfnisse zu erkennen sowie den eigenen Kulturhorizont zu erweitern. Woran soll sich der Mensch orientieren, wenn nicht an der Kultur, die der Erdboden ist, in dem er wurzelt?

 

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