Naturheilkundler Adolf Just: Kehrt zur Natur zurück!

von Alexandra Walterskirchen
Naturheilkundler Adolf Just: Kehrt zur Natur zurück!

 

(Adolf Just im Alter. Foto-Quelle Firma Luvos)

 

 

Kehrt zur Natur zurück! Die naturgemäße Lebensweise als einziges Mittel zur Heilung aller Krankheiten und Leiden des Leibes, des Geistes und der Seele. Das naturgemäße Bad, Licht und Luft in ihrer Anwendung im vollen Sinne der Natur, die Erdkraft als wichtiges Heilmittel der Natur, naturgemäße Ernährung.“

So lautet der umfangreiche Titel des 1896 erschienenen Buches des Naturheilkundlers Adolf Just (1859 bis 1936), das auch nach über 120 Jahren nichts von seiner Gültigkeit verloren hat, im Gegenteil, das Thema „Zurück zur Natur“ ist für den heute fernab von der Natur lebenden, an unnatürlichem Stress chronisch krank gewordenen Menschen wichtiger als je zuvor. Deshalb wollen wir in diesem Bericht einen tieferen Blick auf die Bedeutung einer natürlichen Lebensweise werfen und anhand des Naturheilkundepioniers Adolf Just, dem Begründer der bekannten Luvos-Heilerde, aufzeigen, wie der Leitspruch „Kehrt zur Natur zurück!“ wieder zu neuem Bewusstsein in der heutigen Gesellschaft gelangen kann. Denn ohne eine Rückbesinnung auf die Kräfte und Gesetze der Natur kann die heute chronisch kranke Gesellschaft nicht mehr gesunden, sondern wird immer kränker werden, sowohl körperlich als auch seelisch und geistig.

Viele Menschen halten heute die Naturheilkunde und die damit verbundene Rückverbindung mit der Natur irrtümlich für eine relativ junge Bewegung, die erst in den 1970er Jahren oder gar durch die Hippie-Bewegung entstanden ist. Dabei wird übersehen, dass sich bereits in Deutschland Ende des 19. Jahrhunderts, zu einer Zeit der zunehmenden Industrialisierung, Technisierung und Modernisierung, eine bedeutende Naturheilbewegung entwickelt hatte. Dies war darauf zurückzuführen, dass bereits damals das Arzt-Patienten-Vertrauensverhältnis durch die Unsicherheiten und Widersprüche in der Schulmedizin, sowie die ausbleibenden Heilerfolge durch die von Ärzten verordneten Medikamente und Heilmittel empfindlich gestört worden war. Die Menschen, die vermehrt vom Land in Städte zogen und dort unter unnatürlichen Bedingungen, Stress und Druck arbeiten und leben mussten, litten unter chronischen Krankheiten, sowohl körperlich als auch „nervlich“ bzw. seelisch. Da ihnen die Ärzte nicht wirklich helfen konnten, suchten die Menschen nach neuen Konzepten und Betrachtungsweisen hinsichtlich Gesundheit und Krankheit.

Ende des 19. Jahrhunderts kam es zu einer Wende in weiten Teilen der Gesellschaft, die eine verstärkte Hinwendung zur Natur zur Folge hatte, wobei man sich an dem Philosophen Jean-Jacques Rousseau (1712-1778) und seinem Leitspruch „Retournons à la nature“ (Zurück zur Natur!) orientierte. Nach Rousseau war der einzelne Mensch nur außerhalb der Gesellschaft, d.h. in einer natürlichen Umgebung, überhaupt in der Lage gut, vollkommen und gesund zu sein. Denn nur in diesem Naturzustand wird seine natürliche Selbstliebe nicht bedroht. Wenn der Mensch dagegen in der Gesellschaft, d.h. in den Städten und der Konsum-Welt lebt, vergleicht er sich ständig mit anderen; er verliert dadurch seine Unschuld und verändert die natürliche Selbstliebe (die Sorge für das eigene Wohl mit geringstmöglichem Schaden für die anderen) in Selbstsucht, Konkurrenzdenken, Machtgier, Besitzgier und Herrschaftsstreben. Sein Handeln wandelt sich zu einem selbst- und gesellschaftsschädigenden Handeln. Als Folge davon wird nicht nur das Individuum unheilbar krank, sondern auch die Gesellschaft.

Die Naturheilkunde-Anhänger des 19. Jahrhunderts versuchten durch eine Hinwendung „zurück zur Natur“ diesem Verfall entgegenzuwirken und zu ganzheitlicher Gesundheit und neuer Lebensfreude zu gelangen. Anders als bei Jean-Jacques Rousseau ging es aber nicht nur um eine Rückkehr zu einer natürlichen Lebensweise auf dem Lande, sondern auch zurück zu einem Leben in Einklang mit Gott, gemäß der Maxime: „Kehrt zur Natur und zu Gott zurück!“. Das Konzept von der Einheit Gottes bzw. des Schöpfers mit der Natur und dem Menschen war der zentrale Kern der neuen Bewegung. Die Naturheilkunde wurde zu einer untrennbaren Verbindung von Philosophie, Religion und Heilkunde und betraf nicht nur den Umgang mit Krankheiten und deren Heilung, sondern auch eine ganzheitliche Lebensweise und Lebensführung im Einklang mit Gott und Seiner Schöpfung. So überrascht es nicht, dass die Naturheilkunde-Pioniere bzw. „Naturärzte“ wie Adolf Just (1859-1936) sehr religiös und spirituell geprägt oder gar selbst Priester wie Sebastian Kneipp (1821-1897) oder Leopold Emanuel Felke (1856-1926) waren. Sie sahen die naturgemäße, göttliche Lebensweise als einziges Mittel zur Heilung aller Krankheiten an, sowohl des Körpers, der Seele als auch des Geistes.

Das heißt: Wer sich Gott anvertraut bzw. an Gott glaubt und dauerhafte Heilung und Gesundheit sucht, muss sich der Natur zuwenden, denn sie ist Teil Gottes und nur sie kann den Menschen wieder gesund machen. Alle anderen von Menschen erfundenen Produkte – dazu zählen auch künstliche Medikamente oder andere technischen Hilfsmittel– können keinen dauerhaften Weg zur Gesundung bieten, weil sie nicht aus der Quelle der Natur Gottes stammen.

Diese Hinwendung zur Natur geschieht auf der körperlichen Ebene primär über die Verbindung mit den vier Elementen (Feuer/Licht, Wasser, Erde und Luft), wobei der Erde eine besondere Bedeutung zukommt, denn aus der Erde werden wir geboren und zur Erde kehren wir nach dem Tod unseres irdischen Körpers zurück. Die Naturheilkundler des 19. Jahrhunderts folgten dabei dem Wissen der alten Griechen, u.a. des griechischen Arztes und Philosophen Empedokles (490 v. Chr.), der die vier Elemente nicht nur als abstrakte philosophische Strukturen betrachtete, sondern auch als materielle und geistige Heilmittel für den Menschen. Wer nicht im Einklang mit den Elementen lebte oder gar von diesen abgetrennt war, konnte nicht gesund sein und in Frieden leben. Schon damals galt die Erde als wichtigstes aller Elemente, das z.B. zur Entgiftung und bei Verletzungen aber auch als Wärme- und Kälteanwendungen eingesetzt wurde.

Im 19. Jahrhundert war das Wissen über heilende Erden weitgehend in Vergessenheit geraten. Ob es nun Gott war oder eine andere höhere Kraft, sei dahingestellt, auf jeden Fall hatte das Schicksal zu jener Zeit beschlossen, dass das Wissen über die Heilkraft der Erde wiederentdeckt werden sollte, um den Menschen zu helfen. Das Schicksal wählte dafür Adolf Just aus, der als Christian Heinrich Adolf Just am 8. August 1859 in Lüthorst bei Einbeck in der damaligen Provinz Hannover als ältestes von zwölf Kindern geboren worden war. Adolf Just war ideal für diese Berufung, denn er hatte schon als Kind eine Begeisterung für die Natur, war wissbegierig und intelligent und besaß einen feinen Sinn für das Geistige. Der Ortsgeistliche Pastor Kleine erkannte die Begabung des Jungen ermöglichte ihm den Besuch des Gymnasiums in Goslar. Durch Geldprobleme, Überarbeitung und Schulstress zog sich Adolf jedoch bereits in seiner Jugendzeit eine chronische Erkrankung zu, ein schweres Nervenleiden wie er es bezeichnete, mit dem er Zeit seines Lebens immer wieder zu ringen hatte. Seine Erkrankung war eine Reaktion seiner empfindlichen Seele auf die unnatürliche, profitorientierte, technisierte Lebensweise der Gesellschaft, wo Herz und Liebe keinen Platz hatten. Vermutlich war sein Nervenleiden eine versteckte Hypersensibilität, die damals noch nicht als Hochbegabung bekannt war, weswegen sie von seinen Mitmenschen auch nicht gefördert werden konnte.

So konnte Adolf Just nach seinem Schulabschluss das beabsichtigte Studium der Mathematik nicht aufnehmen, sondern durchlief in Leipzig die Lehre zum Buchhändler. Hier zeigte sich zum ersten Mal durch das Stadtleben die Problematik der Entfremdung von der Natur: Just vermisste die Natur und bekam einen erneuten Nervenzusammenbruch. Die Ärzte waren ratlos. Erst als er zu seinen Eltern zurückkehrte und sich viel in der freien Natur auf dem Lande aufhielt, ging es ihm wieder besser und er konnte wieder zu seiner Arbeit zurückkehren. Adolf Just wurde Leiter und später Teilhaber einer Buchhandlung – ein beachtlicher Erfolgsweg für einen jungen Mann. Sein Nervenleiden blieb jedoch und machte ihm immer wieder zu schaffen.

Da ihm die Ärzte nicht helfen konnten, wandte sich Adolf Just in den 1890er Jahren wieder der Natur zu, die ihm Zeit seines Lebens eine Quelle der Kraft gewesen war, und unternahm zahlreiche Wanderungen und Kneippsche Anwendungen, die ihm gut taten und seinen Geist erfrischten. Adolf Just nutzte die freie Zeit mit Studien über andere Kulturen und deren Heilmethoden, ebenso über die Verhaltensweise von kranken Tieren, die nichts fraßen, wenn sie krank waren, und sich besonders bei Verletzungen in kühlende und heilende Erde legten. Gemäß dem Motto „Die Natur irrt nicht, sie lehrt uns immer das Rechte“ begann Adolf Just dieses neue Naturleben an sich selbst zu experimentieren. Er errichtete sich auf dem Grundstück eines Bekannten in einem Wald bei Braunschweig eine kleine Hütte und führte dort für einige Zeit ein Leben fernab der Welt. Er nannte die Hütte „Lichtlufthütte“, da sie durch ihre offenen Latten zwischen Dach und Mauerwerk offen war, so dass Luft, Sonne und Wind ungehindert Eintritt hatten – ideal für die Heilung durch die Elemente der Natur. Ergänzt wurde sein Selbst-Therapie-Plan durch eine vegetarische Rohkosternährung, die zu jener Zeit zahlreiche Anhänger hatte. Er erkannte, dass Ernährung dass Ernährung und Gesundheit eng miteinander in Verbindung stehen. Adolf Just ging es immer besser, so dass er tagsüber wieder in der Buchhandlung arbeiten konnte und nur nachts zum Schlafen in die Hütte zurückkehrte, um neue Energie zu tanken.

 

Adolf Just um 1896, Foto-Quelle Firma Luvos

 

Mit der Zeit kamen verschiedene kranke Menschen zu Adolf Just, die von seiner  Heilung erfahren hatten, und baten um Hilfe, da ihnen die Ärzte nicht helfen konnten. Adolf Just „verschrieb“ ihnen dieselbe natürliche Lebensweise, die er selbst praktizierte. Seine Heilerfolge sprachen sich bald herum und als immer mehr Hilfesuchende zu ihm drängten, verkaufte er 1895 seinen Anteil an der Buchhandlung, in der er bis dahin noch gearbeitet hatte, und kaufte das historische Gasthaus Eckerkrug im Harz mitsamt Wiesen und Äckern. Nur zwei Monate später eröffnete er dort die Naturheilanstalt Jungborn. In den weiteren Jahren entstanden in den Parks eine Anzahl von Lichtlufthäuschen, Lufthütten, Speisesäle, Verwaltungs- und Versorgungsgebäude, so dass die gesamte Anlage ca. 250 bis 300 Gästen eine Unterkunftsmöglichkeit bot. Die Kuranstalt, die bis zum 2. Weltkrieg existierte, war ein großer Erfolg und entwickelte sich zum Gesundheits- und Kur-Geheimtipp jener Zeit. Zahlreiche Prominente besuchten den Jungborn zur Genesung und Entspannung, darunter Schauspieler wie Marika Rökk, Viktor de Kowa und Hans Albers, sowie der Schriftsteller Franz Kafka, der hier seine Schreibkrise überwunden haben soll. Mit dem Aufbau seiner Heilstätte verfolgte Adolf Just folgende Ziele, wie er selbst in seinen Schriften schreibt:

„Ich gründete… den Jungborn im Harz… Derselbe soll in erster Linie eine Musteranstalt für reines Naturerleben sein… Derselbe sollte auch von Anfang an zeigen, wie man den äußersten Anschluss an die Natur wiederherstellt und auch gleichzeitig durch die Praxis beweisen, wie gut sich in der Tat selbst das äußerste Naturleben… wieder einrichten lässt und welch große, wunderbare Heilerfolge dabei zu erzielen sind…. Im übrigen hat mir stets in erster Linie das Ziel vorgeschwebt, zu zeigen, wie jeder zu Hause unter seinen gewöhnlichen Verhältnissen ebenfalls ein Naturleben führen und einen Anschluss an die Natur nach Möglichkeit wiederherstellen kann, da die Sache auf diese Weise allein für die große Menge von Nutzen sein kann.“ (Just, Adolf (1903a), S. 8f)

Gleichzeitig mit der Eröffnung seiner Heilanstalt gab Adolf Just sein schriftstellerisches Lebenswerk heraus, das bereits am Anfang dieses Artikels genannte Buch: „Kehrt zur Natur zurück! Die naturgemäße Lebensweise als einziges Mittel zur Heilung aller Krankheiten und Leiden des Leibes, des Geistes und der Seele. Das naturgemäße Bad, Licht und Luft in ihrer Anwendung im vollen Sinne der Natur, die Erdkraft als wichtiges Heilmittel der Natur, naturgemäße Ernährung.“ Darin enthalten waren all seine Erkenntnisse, die er während seines Selbststudiums und seinen Jahren in der Lichtlufthütte im Wald gewonnen und aufgeschrieben hatte. Das Buch wurde im Laufe der Jahre immer wieder aktualisiert und in neuen Auflagen herausgegeben sowie in mehrere Sprachen übersetzt. Es war ein großer Erfolg. Heute ist es leider vergriffen und alte Ausgaben erzielen in Antiquariaten Höchstpreise.

Hiermit sind wir wieder am Anfang dieses Berichtes über die Rückkehr zur Natur als Notwendigkeit, um die heutige entartete Gesellschaft vor ihrem Untergang zu bewahren. Was bedeutet eine „natürliche Lebensweise“ und wie kann sie – auch heute – praktisch umgesetzt werden, um den von der Natur und der göttlichen Schöpfung abgeschnittenen Menschen wieder zur Einheit mit der Natur und ihrem Schöpfer zurückzuführen?

Der Schlüssel liegt neben einer naturgemäßen, biologischen, vegetarischen Ernährung in der Verbindung mit den Kräften der vier Elemente, d.h. Wasser, Feuer/Licht, Luft und Erde, die im heutigen High-Tech-Zivilisations-Menschen in Disharmonie sind. Diese Kräfte müssen wieder in Einklang gebracht werden, damit die Energien in den Menschen wieder in Harmonie fließen können. Das wussten bereits die alten Inder mit ihrer Heilkunst des Ayurveda, ebenso die Chinesen mit ihrer Traditionell Chinesischen Medizin. Ayurveda-Behandlungen und Akupunktur sind ein Teil dieser Natur-Rückverbindung, reichen aber alleine nicht aus. Es bedarf auch der körperlichen Verbindung mit den Elementen: Das betrifft zum einen das Baden und Kneippen in reinem, erfrischenden Wasser, z.B. kaltes Duschen, Baden in natürlichen Gewässern aber auch das Trinken von reinem, gefilterten, belebten Wasser, um Giftstoffe auszuleiten und die Körperzellen mit neuer Flüssigkeit zu vitalisieren.

Ein anderer Teil ist das Sonnen- und Luftbaden d.h. sich dem Licht und der frischen Luft ohne Kleider auszusetzen, wie es nicht nur von Adolf Just mit seinen Kurgästen im Jungborn praktiziert wurde, sondern Ende des 19. Jahrhundert bei vielen anderen Naturheilkundebewegungen die Regel war, gemäß dem Sprichwort: „Wo die Sonne hinkommt, kommt der Arzt nicht hin“. Hierbei geht es nicht um ein Zur-Schau-Stellen des Körpers, sondern um eine Ur-Verbindung mit den Elementen. Sonnenlicht hebt die Stimmung und regt die Vitamin D-Produktion an; reine, Sauerstoffhaltige Luft stärkt unsere Lebensenergie, ähnlich ozonisiertem Wasser oder Olivenöl. Auch Pranayama ist sehr unterstützend, um das Prana bzw. Chi im Menschen anzuregen.

Der vierte und wichtigste Aspekt für ganzheitliche Gesundheit ist die Verbindung mit dem Element Erde. Die Kraft der Erde kann jederzeit durch Barfuß gehen auf den unterschiedlichsten Böden (Wald, Sand, Wiese) aufgenommen werden, aber auch durch das Liegen auf der Erde oder dem Schlafen auf der Erde, weswegen Adolf Just z.B. ein direktes Schlafen auf der Erde empfahl (heute kann das auch mit so genannten Earthing-Steckern erreicht werden). Im Jungborn installierte Adolf Just sogar eine Bewässerungsanlage, damit die Kurgäste die Möglichkeit hatten auf nassem Rasen zu gehen, denn mittels Feuchtigkeit wird die Leitfähigkeit verstärkt. Durch die Füße, die als Kontaktflächen zur Erde agieren, wird deren heilsame Kraft aufgenommen, was heute wissenschaftlich belegt ist: Die Erde gilt als das größte Reservoir an negativ geladenen Elektronen. Negativ geladene Elektronen finden wir auch in Wald- oder Meeresluft. Diese Teilchen haben eine sehr positive Wirkung auf den Organismus. Bei direktem physikalischem Erdkontakt stehen uns diese Elektronen praktisch in unbegrenzter Menge zur Verfügung. Im Körper bewirken sie Erstaunliches, wie Studien an amerikanischen Universitäten zeigen konnten: Entzündungen werden reduziert und zum Teil ganz beseitigt. Adolf Just kann somit mit Recht als Ur-Vater des heute bekannten „Earthing“ angesehen werden.

Daneben setzte Adolf Just im Junbgorn Erde auch äußerlich in Form von Lehmbädern, feuchten Umschlägen zur Behandlung von Wunden, Hauterkrankungen und zur Schmerzstillung ein. Später verwendete er den Lehm auch innerlich und stellte eine erstaunlich positive, absorbierende Wirkung fest, die heilsam bei Erkrankungen von Magen und Darm wirkte. Hierbei ist es jedoch entscheidend, dass die richtige Erde verwendet wird, denn Erde ist nicht gleich Erde. Auf der Suche nach einer geeigneten Erde bzw. einem geeigneten Lehm fand Adolf Just in der Nähe von Jungborn einen Löß, der sich nach einer speziellen Aufbereitung vorzüglich für die innerliche und äußerliche Anwendung eignete. Im Jahr 1918 gründete er in Blankenburg die Luvos-Heilerde-Gesellschaft, um die heilsame Erde erstmals wieder allen Menschen zugänglich zu machen. Noch heute stellt  das Familienunternehmen Luvos nach Just‘s Philosophie die spezielle Luvos-Heilerde in verschiedenen Feinheitsgraden für unterschiedliche Anwendungsmöglichkeiten her (siehe dazu auch unsere Schloss-Perle „Luvos Heilerde Gesundheits-Drink“). Die Luvos-Heilerde bietet die Möglichkeit die Kräfte der Erde direkt aufzunehmen und ist Bestandteil einer natürlichen Lebensweise. Damit hat sich Adolf Just einen bleibenden Namen in der Geschichte der Naturheilkunde gemacht.

 

Heilerde-Anwendung im Jungborn, Foto-Quelle Firma Luvos

 

Wir möchten mit einem Zitat von Adolf Just aus seinem Buch „Kehrt zur Natur zurück!“ abschließen, was Motivation und Ansporn zugleich für die Rückkehr des heutigen Menschen zur Natur sein soll:

„Die Menschheit forscht und sucht unaufhörlich nach neuen Heilmitteln. In ewig wechselndem Irrtum werden mit all den Heilmitteln einer blühenden chemisch-pharmazeutischen Industrie unaufhörlich Versuche an Kranken gemacht. Sie müssen stillhalten, bis gar oft das Mittel als wertlos, selbst gefährlich erkannt ist. Neue Versuche beginnen mit neuen Mitteln und alten Misserfolgen. Die armen geplagten Menschen kommen aus einer Gefahr in die andere, rastlos und ruhelos wird mit körperfremden giftigen Mitteln probiert, geschmiert, gespritzt, oder es werden solche eingenommen. Die Natur indes ist von Urbeginn in ihren Gesetzen und Forderungen unveränderlich. Mit dem Abfall des Menschen von Gott trat auch bald der Abfall von der Natur ein, und die nächsten Folgen waren Krankheit und Elend…Es ist eine ernste Sache mit der Heilung von Krankheiten. Auf keinem Gebiet werden größere Fehler gemacht als auf dem der Krankenheilung. Ein Irrtum löst den anderen ab. Man sollte sich dessen bewusst werden. Ich wurde seltsam geführt. Schon in früher Jugend von der Schulwissenschaft im Stich gelassen, suchte ich verzweiflungsvoll Hilfe in der Natur. Ich erkannte schließlich, dass nur die Natur heilen kann. Es war eine Wendung in meinem Leben, als ich endlich die ewig unveränderliche Ordnung in der Natur erkannte und der Stimme zur Heilung von Krankheiten folgte. Ich erkannte nun bald auch das größte Heilmittel der Natur: die Erde.“

Copyright © aller Texte und Fotos (ausgenommen Fremd-Fotos mit Quellenangaben) dieser Ausgabe liegt bei Helene Walterskirchen

Sollten Sie an weiteren Informationen interessiert sind, so finden Sie diese HIER auf der Homepage der Firma Luvos.

 

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