Selbstversorgungsanbau – ein wichtiger Anker in unsicheren Zeiten

 

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von Helene Walterskirchen

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Helene Walterskirchen mit Früchten aus dem eigenen Garten

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Wir leben in einer Endzeit. In dieser geht die gesamt Gesellschafts- und Lebensstruktur wie sie seit Jahrzehnten besteht zu Ende. Das ist von den Welteliten so gewünscht. Sie planen mit dem „Great Reset“ eine komplette Neustrukturierung aller Gesellschafts- und Lebensstrukturen. Die Menschheit soll, so ihr Vorhaben, neu entstehen und zwar nach ihren Vorstellungen. Eine diktatorische Entscheidung, an der die Menschen selbst keine Mitsprache hatten bzw. haben. Sie wurden weder befragt noch darauf vorbereitet. Gäbe es nicht so etwas wie die alternativen Medien, welche darüber berichtet haben und beständig berichten, die Menschen wüssten nicht einmal von dem Eliten-Plan.

Nun aber wissen diejenigen, die einen offenen Mind für das haben, was wirklich um sie herum geschieht, davon. Und sie dürfen und müssen sich damit auseinandersetzen. Sie schwanken zwischen Fassungslosigkeit, Ohnmacht, Entrüstung, Protest und Widerstand. Aber wie will man gegen einen derartigen Moloch Widerstand üben? Ist man da nicht hilflos angesichts dieser Übermacht? Die sich dazu über die ganze Welt erstreckt? Man sieht sich mit einer Situation konfrontiert, die in dem, was man Lebensrepertoire-Bewältigung nennt, noch nie vorgekommen ist. Folglich stehen keine erprobten Lebensmuster in der eigenen Lebensmatrix zur Verfügung, die man einsetzen könnte.

Eine große Herausforderung für jeden einzelnen Menschen und die Frage: „Wie gehe ich mit dieser Situation so um, dass ich angemessen weiterleben kann?“ Denn jetzt hat man ständig das Gefühl, es würde einem der Boden bzw. die Matrix unter den Füßen weggezogen. In einer so unsicheren Lage jedoch kann keine neue Lebensorientierung und Lebensgestaltung stattfinden, sondern kämpft der Mensch nur um sein Überleben.

Was es jetzt in dieser instabilen und sich auflösenden Zeit braucht, sind Anker, an denen wir uns orientieren und festhalten können. Sie müssen außerhalb vom bekannten Raum-Zeit-Gefüge sein. Dies bedeutet, dass sie schon vor unserer heutigen sogenannten modernen Zeit bestanden haben müssen. Sie mögen zwar im Laufe der letzten Jahrzehnte (stark) verändert worden sein, jedoch gibt es von ihnen noch eine Ur-Matrix, die sich trotz Modernität nie verändert hat.

Ein solcher Anker ist die Selbstversorgung in Form eines Anbaus von Gemüse, Grün und Obst im eigenen Garten. Selbstversorgung bedeutet Unabhängigkeit. Unabhängigkeit in unsicheren Zeiten der Nahrungsversorgung durch den Staat oder Konzerne. Und die Corona-Zeit ist eine unsichere Zeit, ebenso die Zeit, die sich die Welteliten für den „Great Reset“ gesetzt haben: bis 2030 soll das Ganze abgewickelt sein. In dieser Zeit wird (und soll) alles zusammenbrechen, auch die Nahrungsmittelversorgung. Es kann zu Engpässen kommen, ja mehr noch, es kann zur Mangelversorgung kommen, weil es einfach zu wenig Nahrungsmittel auf dem Weltmarkt gibt. Wer noch Eltern hatte, die den 2. Weltkrieg miterlebten, wissen, dass am Ende des Krieges, 1945, bis Ende der 40er Jahre eine große Hungersnot in Deutschland bestand. Die Menschen sind damals in ihrer Not mit Handwägen auf die Dörfer gegangen und haben bei den Bauern gebettelt oder ihren Schmuck feilgeboten, um einen Sack Rüben oder Kartoffeln zu ergattern. Die Bauern und ihre Landwirtschaft waren damals ganz wichtige Versorger für die hungernden Menschen. Deshalb ist es jetzt zu empfehlen, im eigenen Garten (oder selbst auf der Dachterrasse) eigenes Gemüse, Grün und Obst anzubauen und so zur eigenen Nahrungsmittelselbstversorgung beizutragen.

Hobbygärtnern bzw. Selbstversorgungsgärtnern haben schon unsere Vorfahren betrieben, denn früher gab es keine Supermärkte und die wenigen Tante-Emma-Läden, die es damals gab, hatten nur ein spärliches Grundsortiment. Die Generation unserer Eltern und Großeltern kann davon ein Lied singen. Früher gab es in jeder Familie einen Garten, an dem oft die ganze Sippschaft beteiligt war. Der Anbau geschah zumeist biologisch bzw. ökologisch und glich weitgehend dem, was man heute als Permakultur-Anbau bezeichnet. In den Selbstversorgungsanbau sollte man nicht erst einsteigen, wenn Not am Mann ist, sondern bereits jetzt – sofern man nicht ohnehin schon seit Jahren ein Hobbygärtner ist und über die entsprechenden Erfahrungen verfügt.

Wer im Garten im größeren Stil alles Lebensnotwendige anbaut – von Kartoffeln über Karotten, von Zucchini über Gurken, von Spinat über Salat, von Erdbeeren über Himbeeren, von Johannisbeeren über Stachelbeeren, von Äpfel über Zwetschgen – macht sich von der Nahrungsmittelversorgung durch die Supermärkte unabhängig. Er braucht keine lästigen Masken tragen, Warteschlangen vor den Supermärkten in Kauf nehmen oder sich mit schlechten Produkten abspeisen lassen. Aus dem Garten ist alles frisch oder kann – im Lagerkeller – über die Wintermonate gelagert und gegessen werden.

Selbstversorgungsanbau bedeutet Unabhängigkeit für den Hobbygärtner und seine Familie. Dies gibt ihm Sicherheit. Er muss keine Angst haben vor einer mangelhaften Nahrungsversorgung durch den Staat oder die Nahrungskonzerne. Er muss keine Angst davor haben, dass die Lebensmittelpreise steigen. Zu wissen, dass man jederzeit – auch in großen Notzeiten – ausreichend zu essen hat, ist das wichtigste Grundsicherheitsgefühl, der größte Anker, den der Mensch haben kann. Und dafür mehrmals in der Woche im Garten ein paar Stündchen zu arbeiten, ist keine Mühe, sondern geschieht in dem Bewusstsein, dass man es für die eigene Selbstversorgung und damit für die eigene Unabhängigkeit tut. Mag kommen, was mag, man selbst und die eigene Familie sind essensmäßig versorgt. Und vielleicht fällt sogar noch was für Freunde oder Nachbarn ab, die noch nicht so weit sind, denn manchmal fällt die Ernte reicher aus als man denkt.

Selbstversorgungsanbau erfreut sich übrigens heute zunehmender Beliebtheit – davon können Gartencenter, Pflanzen- und Gartenfirmen, die Erde, Samen, Jungpflanzen, Dünger usw. verkaufen, ein Lied singen. Immer mehr Menschen spüren, wie wichtig dieser Bereich ist. Und im Garten, umgeben von Pflanzen, gibt es weder Corona und all das lästige Hin und Her um diese Pandemie noch eine Zerstörung der Weltwirtschaftsgrundlage durch Lockdowns noch all das sonstige Hickhack in der Politiklandschaft. Die Natur, die Pflanzen und das ganze Ökosystem im Garten haben ihren ganz eigenen Rhythmus und ihre ganz eigenen Regeln. Und das seit langer Zeit. So war es schon im alten Rom, im antiken Griechenland, zur Zeit Kaiser Karl des Großen. Daran hat sich nicht viel geändert: Für das Pflanzenwachstum braucht es eine Saat, die Sämlinge müssen heranwachsen und sie brauchen die entsprechenden Bedingungen, um zur Blüte zu gelangen, Früchte zu entwickeln und zur Reife zu bringen. Mit ihren Früchten versorgen sie dann die Menschen.

 

Permakultur-Versuchsanbau Schloss Rudolfshausen (Bild 1)
Permakultur Versuchsanbau Schloss Rudolfshausen (Bild 2)