Was „Hardcore-Religionen“ von „Softcore-Religionen“ unterscheidet

 

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von Helene Walterskirchen:

Das Kreuz mit Jesus Christus – Symbol der Christenheit

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Im Bereich der Religionen gibt es „Hardcore-Religionen“ und „Softcore-Religionen“. „Softcore-Religionen“ sind z.B. der Hinduismus oder der Buddhismus, wo Wiedergeburt und Karma im Mittelpunkt stehen und man sich mit Meditation und Mantra-Singen in einen Zustand der Transzendenz bringt und nach Erleuchtung strebt. Auch die meisten Eso-Sekten sind dem Bereich „Softcore-Religionen“ zuzuordnen.

„Softcore-Religionen“ sind heute sehr populär, da sie den Menschen viel Raum lassen, ihre Bedürfnisse auszuleben und dennoch religiös bzw. spirituell zu sein. Aber eben nicht auf eine Hardcore Art und Weise, sondern auf eine Softcore. Gerade jene „Softcore-Religionen“ sind populär, in denen die Wollust in Form von Erotik und Tantra-Sex eine wichtige Rolle spielt und die „Gläubigen“ glauben, durch Ekstase erleuchtet zu werden. Eine riesige Illusionsblase, die nur einem einzigen dient: dem Satan und seiner liebsten Todsünde, der Wollust! Es fallen einem Namen von Gurus ein wie Osho oder Bhagwan Shree Rajneesh, deren Ashrams in Indien in den 1970er Jahren Zulauf von zahlreichen Menschen aus der ganzen Welt hatten. Vordergründig ging es um Spiritualität und Gebet, aber eigentlich ging es eher um Sex und Geld sowie um die Manipulation der menschlichen Psyche. Begriffe wie Karma, Wiedergeburt und Erleuchtung wurden zu Schlüsselbegriffen all jener, die aus der materiellen Menschenwelt flüchten wollten, um in einen Zustand der Leere bzw. Erleuchtung zu gelangen. Und man begriff nicht, dass man zwar vielleicht durchaus seine Schwingung etwas anhob, aber nicht den Kreislauf der Wiedergeburt beendete, d.h. man wurde nicht erlöst, um in seine ewige Heimat heimzukehren, was das Ende der Wiedergeburt bedeutet hätte.

Eine „Hardcore-Religion“ dagegen ist das katholische Christentum (die Ur-Form, nicht die heutige modernistische Form), wo es um die Erlösung des Menschen bzw. seiner Seele von der Erbsünde geht (ein Erbgut unserer Ur-Eltern Adam und Eva). Die Erbsünde ist die Ursache für die Neigung des Menschen zu den Todsünden (Hochmut, Neid, Wollust, Gier, Zorn, Völlerei und Trägheit sowie ihre Tochtersünden). Über die Erbsünde und seine Neigung zu den Todsünden hängt der Mensch quasi an der „Angel“ des Satans und kann von ihm immer wieder verführt werden. Der Anteil des Menschen, in dem das stattfindet, ist sein Ego. Je mehr der Mensch in den Todsünden ist, um so größer ist sein Ego und sein Egoismus/seine Egozentrik. Ein Egozentriker oder Egomane lebt in der „Mutter aller Todsünden“, dem Hochmut, und dieser kommt bekanntlich vor dem Fall.

Unzählige Menschen in unserer heutigen Gesellschaft sind nicht nur Egoisten, sondern Egozentriker bzw. Egomanen. Ob Egoist, Egozentriker oder Egomanen, sie alle wollen ihr Ego ausleben. Genau aber das will eine „Hardcore-Religion“ wie das katholische Christentum (Ur-Form) nicht. Sie wollen die Menschen dazu bringen, ihr Ego aufzugeben und es zu kreuzigen (so wie Jesus Christus es vorgemacht hat). Vorher allerdings müssen sie sich im Sinne der Todsünden vom Angelhaken des Satans befreien. Und genau das wollen weder Egoisten noch Egozentriker noch Egomanen. Daher lehnen sie das ursprüngliche Christentum ab und sprechen Jesus Christus seine Rolle als Erlöser ab. Daher entfernen sie alle Kreuze mit dem toten Jesus Christus und ersetzen sie durch Holzkreuze ohne den Erlöser oder sie stellen statt dessen eine Buddha Statue oder eine Pacha Mama Statue auf.

Das Programm des katholischen Ur-Christentums ist ein sehr straffes und striktes. Es ist deshalb bei allen Egoisten, Egozentrikern und Egomanen gefürchtet. Es braucht viel Selbstdisziplin des Christen inkl. Reue und Buße, um die 10 Gebote einzuhalten, ein enthaltsames Leben zu führen und sich bzw. seine Seele ständig zu reinigen und mit Gott bzw. Jesus Christus zu verbinden. Die regelmäßige Beichte, der Besuch der heiligen Messe und die Feier der Eucharistie sind Pflichtprogramm des wahren Christen.

Die katholische Kirche als Hüterin des Ur-Christentums ist heute gespalten in einen traditionellen und einen modernistischen Flügel: der eine bewahrt die Ur-Form des Christentums, der andere möchte es in eine moderne „Softcore-Religion“ umwandeln und mit allen anderen „Softcore-Religionen“ dieser Welt vereinen. Die Reste des Hardcore-Flügels sollen als Sekte(n) ins Abseits gedrängt werden, was diese jedoch nicht daran hindert, im Sinne ihres Gründers Jesus Christus, weiter tätig zu sein, haben sie doch durch ihn die eigentliche Legitimation für die Ausübung des Christentums als Erlösungsreligion.

Der modernistische Flügel, der das Christentum zu einer Softcore-Religion umfunktionieren möchte, ist keine Erlösungsreligion mehr. Wie alle „Softcore-Religionen“ kann er die Gläubigen zwar in ihrem Bewusstsein anheben, aber er kann ihre Seelen weder von der Erbsünde noch vom Angelhaken der Todsünden des Satans noch von ihrem Ego (von ihrer Egozentrik bzw. ihrem Egomanentum) befreien. Und noch mehr: er [der modernistische Flügel] kann die Gläubigen nicht mehr mit dem wahren Christus verbinden, sondern nur mit seinem Pendant, dem Anti-Christen – und dass dieser dem Reich des Satans zuzuordnen ist, dürfte einem Teil der Gläubigen heute bereits bewusst sein.

Im traditionalistischen Flügel des Christentums, zu dem z.B. die Priesterbruderschaft St. Pius X. gehört, sitzt hingegen weiterhin Jesus Christus auf dem Thron und es herrscht der wahre Geist des Christentums so wie es von Jesus Christus als Erlösungsreligion errichtet und festgelegt worden ist.

Die Priesterschaft des katholischen Ur-Christentums vollzieht nicht nur die entsprechenden Rituale und Zeremonien, sondern wacht auch über das Seelenheil ihrer Gläubigen und sorgt dafür, dass der Satan bei seiner Seelenjagd möglichst wenig Erfolg hat. Leider hat sich ihre Arbeit in den vergangenen Jahren erschwert, seitdem das katholische Christentum dem freimaurerischen Kurs der Eine-Welt-Religion folgt und den Menschen weis machen möchte, dass jeder Mensch gleichermaßen in den Himmel kommt, ob er in der Sünde oder in der Tugend lebt, ob er ein Mörder oder ein Friedfertiger ist, weshalb man das bisherige Programm des katholischen Christentums nicht mehr braucht. Das Ego lässt grüßen, das sich selbst Gott genug ist und keinen Christus braucht, für den man das Liebste opfern soll: z.B. seinen Hochmut (heutiger Name: ICH-Bin, Selbstverwirklichung, Selbstentfaltung, Selbstwert, Selbstbeweihräucherung usw.), seine Wollust (heutiger Name: Erotik, Lust, Sinnlichkeit, Befriedigung usw.), seine Habgier (heutiger Name: Reichtum macht sexy, Geld ist geil, Karriere, Erfolg, Aufstieg usw.) und all die anderen Todsünden.

Doch so kommt man nicht in den Himmel! Es geht nicht mit ein bisschen „Softcore-Christentum“, mit ein bisschen Mantra-Singen und spirituellem Tra-la-la oder sich mit „Mutter Erde“ verbinden und Räuchern. So hebt man vielleicht sein Bewusstsein ein wenig an, aber in den wahren Himmel, wie ihn Christus beschrieben hat, geht man nicht ein. Und man wird auch nicht vom „Rad der Wiedergeburt“, wie es im Hinduismus oder Buddhismus heißt, befreit. Dafür braucht es mehr, viel mehr (siehe dazu das Programm des katholischen Ur-Christentums weiter oben).

Hinter der ganzen „Softcore-Religions-Bewegung“ steckt natürlich Satan. Er möchte nicht, dass die Seelen in den Himmel aufsteigen. Er möchte, dass  sie hier in seiner Welt bleiben, damit er sie weiter mit seinen Todsünden bearbeiten und für sich gewinnen kann. Was scheinbar so verlockend für viele Menschen ist, z.B. ein Leben in Saus und Braus, mit Partys, Freizügigkeit, Spaß, Luxus ist extra so vom Satan gestaltet worden, damit er bei seiner Seelenjagd erfolgreich ist.

Aber nicht nur der Satan ist der alleinige Böse. Sein Auftrag ist der des ewigen Verführers der Menschen, damit sie aus eigenem Willen sich entweder für Gott oder den Satan, für den Himmel oder die Hölle, entscheiden. Jeder Mensch hat es also selbst in der Hand, dem Satan und seinen Versuchungen zu widerstehen, oder sich ihm und seinen Versuchungen zu öffnen und sie zuzulassen. Warum? Weil es verlockend ist, vom Tellerwäscher zum Millionär oder von der Arbeitertochter zum Hollywoodstar aufzusteigen. Für Menschen dieser Art ist dieser Aufstieg der einzige Aufstieg, der sich lohnt. Sie glauben, dass sie damit in den Himmel aufsteigen. Ja, aber in welchen Himmel? Sicherlich nicht den von Gott. Es ist vielmehr der „Himmel“, der in Wahrheit die Hölle ist. So sitzen sie also einsam und mit eisigem Herzen auf ihrem Ego-Thron, an dem sie festkleben und von dem sie nicht mehr wegkommen – für alle Ewigkeit.