Waschnuss-Sud selbst herstellen

von Helene Walterskirchen:

 

Für die Herstellung von Waschnuss-Sud braucht man nicht nur Waschnüsse, sondern auch Apfelessig

 

Vor mehreren Jahren, als wir auf einen ökologischen Lebensstil umgestiegen sind, haben wir uns dafür entschieden, alle Waschmittel, Putzmittel & Co. – auch die, die Bio sind -, weitgehend abzuschaffen und durch selbst hergestellte ökologische Mittel zu ersetzen. Unser wichtigstes Grundmittel hierfür wurde die Waschnuss. Waschnüsse enthalten einen hohen Anteil an Saponin (ca. 15 %). Dieser Wirkstoff, der die Frucht eigentlich vor dem Befall von Schädlingen und Pilzen schützt, hat nicht nur eine antibakterielle Wirkung, sondern schäumt leicht, wenn er mit Wasser verbunden wird, und löst zudem Fettmoleküle.

Der Vorteil von Waschnuss-Sud? Er ist absolut umweltverträglich. Die verbrauchten Waschnüsse kann man kompostieren, Wischwasser mit Waschnuss-Sud kann man in die Wiese schütten, ohne dass die Pflanzen dadurch einen Schaden erleiden. Zudem löst Waschnuss-Sud keine allergischen Reaktionen auf der Haut und in den Atemwegen aus.

Das Schöne an der Waschnuss bzw. am Waschnuss-Sud? Man kann damit viel Geld sparen, das man sonst für Waschmittel, Putzmittel, Kosmetika usw. ausgeben muss. Aus einem Säckchen Waschnüssen kann man viele Liter Waschnuss-Sud herstellen. Man muss jedoch dabei beachten, dass Waschnuss-Sud nicht begrenzt haltbar ist, sondern immer wieder in kleineren Mengen frisch hergestellt werden muss.

Und so geht die Herstellung von Waschnuss-Sud:

Man nehme einen großen Topf und fülle den Boden des Topfes gut mit Waschnüssen.

Was braucht man weiter? Einen guten Schuss bis hin zu einem Glas Apfelessig sowie kochendes Wasser (möglichst Filterwasser).

Wir verwenden nur Bio-Apfelessig von der Firma bioKontor aus Emmerthal im Weserbergland, die nur Äpfel aus kontrolliert biologischem Anbau verarbeitet. Der Bio-Apfelessig ist weder gefiltert noch pasteurisiert. Die junge Firma bioKontor, die 2017 von Philip Meyer gegründet wurde, konzentriert sich auf die Herstellung Bio-Lebensmitteln, z.B. Essige, Öle, Mehle, Aufstriche, aber auch Kosmetik, deren Ziel es ist, das Wohlbefinden jedes einzelnen positiv zu beeinflussen.

Sodann den Deckel des Topfes schließen und das Ganze für eine Nacht ziehen lassen.

Am nächsten Tag den Sud mit den Waschnüssen aufkochen lassen (Achtung, es kommt zu Schaumbildung, daher am besten am Herd stehenbleiben und kontrollieren, damit es nicht überschäumt).

Anschließend das Ganze vom Herd nehmen und durch ein feines Sieb schütten, damit die Waschnüsse vom Sud getrennt werden. Es ist wichtig, dass keine Schalenreste mehr im Sud sind, auch keine Krümel, daher muss das Sieb wirklich sehr fein sein.

Nun füllen Sie den noch heißen Sud in Flaschen ab, die man oben am Flaschenhals und am Deckel gut mit Alkohol einsprüht. Sie müssen dazu keine Flaschen kaufen, sondern können gebrauchte verwenden, z.B. die leeren Apfelessig-Flaschen – so jedenfalls machen wir es. Die Flaschen verschließen. Der so hergestellte Waschnuss-Sud kann für einige Wochen aufbewahrt werden. Wer mag, kann auch noch ein paar Tropfen Lavendelöl oder Zitronenöl zum Aromatisieren dazu geben.

Wir verwenden unseren selbst hergestellten Waschnuss-Sud als Waschmittel für die Wäsche (auch in der Waschmaschine), als Spülmittel fürs Geschirr, zum Reinigen der Böden, als Badreiniger, als Wasch-Lotion für die Hände sowie zum Waschen der Haare.

Wichtiger Hinweis: Waschnüsse sind nicht gleich Waschnüsse. Hier gibt es enorme Qualitätsunterschiede. Sie sollten nur qualitativ hochwertige Waschnüsse verwenden, die klebrig und glänzend sein müssen und  die nicht matt oder trocken sein sollten (siehe Bild unten).

 

So müssen gute Waschnüsse aussehen

 

 

Hier kann der Bio-Apfelessig bezogen werden:

 

bioKontor Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH)

Hauptstraße 55
D-31860 Emmerthal

Tel.: +49 (0)5155 62 90 322
E-Mail-Adresse: info@biokontor.de
www.biokontor.de

 

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